Doping im Breitensport?

Benutzeravatar
Indorain
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 180
Registriert: 19.01.2010, 16:25

Doping im Breitensport?

Beitragvon Indorain » 26.06.2013, 11:33

Es wurde ja schon so einiges zu dem Thema Doping im Zusammenhang mit Ulle und Co. geschrieben, aber wie sieht es eigentlich im Breitensport aus? Eine Frage die weitaus interessanter ist, als über Profisportler von früher zu sprechen!

Ich lese hier über 24h Rennen, Super Brevets. Andere fahren RAAM in neuer Rekordzeit fast ohne Schlaf [1] und ohne Dopingkontrollen (Zitat: "Doping-Kontrollen waren auch nicht vorgesehen" [2]. Demnächst findet wieder die Ultra-Triple-Triathlon in Lensahn statt. Es gibt aber auch 10x - 20x Ultra Triathlons. 100 Meilen Läufe... Dagegen wirken die Distanzen der Tour doch wie eine Trainingsfahrt, nur dass die Fahrer dort ein professionelles Betreuerteam haben. Die meisten Breitensportler haben das wohl eher nicht.

Die Frage ist nun, schaffen das alle so einfach nur so? Oder wird auch hier etwas genommen, um die selbst auferlegten Strapazen zu überstehen, wie Übermüdung, Schmerzen etc...

Einen Hinweiß habe ich hier gefunden [3] Zitat: "4.000 Marathonläufer wurden zu ihrem Umgang mit Schmerzmitteln befragt. Ein Ergebnis: Die Hälfte aller Läufer nahm bereits vor dem Start Schmerzmittel ein."

Ich könnte mir vorstellen, dass auch schon mal einer Amphetamine genommen hat. Die Wirkung sollte bei Extremsport sehr groß sein: "...Dabei werden körperliche Mechanismen ausgeschaltet, die nicht überlebensnotwendig sind (etwa Hunger, Durst, Müdigkeits- und Schmerzempfinden). Kraft, Schnelligkeit und Libido werden hingegen erheblich gesteigert" [4].

Habt Ihr davon schon mal etwas gehört oder gesehen? Oder sind alle sauber und einfach nur zu unglaublichen Leistungen fähig?

[1] http://www.tour-magazin.de/christoph-st ... 25039.html
[2] http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-s ... 41454.html
[3] http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... ittel.html
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Amphetamin
CGB
A-Lizenz-Schreiber
Beiträge: 148
Registriert: 10.05.2011, 08:40
Wohnort: Hamburg

Beitragvon CGB » 27.06.2013, 08:25

Hi,

aber das ist doch alles kein Breitensport mehr! OK bei Brevets kann man noch disktutieren aber die Leute die bei RAAM und Ultrmarathons etc mitmachen um zu gewinnen machen das doch schon professionell und verdienen damit ihr Geld. Und wer dort ganz vorne mit fährt schmeisst bestimmt ein zwei Mittelchen ein - ganz egal was Sie sagen.

LG

Andy
"Make it stiff and strong and you will never be wrong"
Athen83

Reportage

Beitragvon Athen83 » 27.06.2013, 10:50

Eine interessante N3-Sportclub-Reportage zu diesem Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=KEFV3icrOyc
Benutzeravatar
Speedmanager
noch tiefer gelegt
Beiträge: 436
Registriert: 24.10.2010, 21:36
Wohnort: Schneverdingen

Beitragvon Speedmanager » 27.06.2013, 21:22

CGB hat geschrieben:aber die Leute die bei RAAM und Ultrmarathons etc mitmachen um zu gewinnen machen das doch schon professionell und verdienen damit ihr Geld.
Bernd Paul, zweimaliger Gewinner des Race around Ireland, hat bei seinen Einsätzen dort jede Menge (eigenes) Geld versenkt. Eine Teilnahme am RAAM scheiterte an einer bislang weitgehend erfolglosen Sponsorensuche.
Indorain hat geschrieben:Habt Ihr davon schon mal etwas gehört oder gesehen? Oder sind alle sauber und einfach nur zu unglaublichen Leistungen fähig?
Warum unglaublich? Es ist nun einmal ein ganz anderes Fahren als meinetwegen ein (Jedermann-)Rennen oder ein Zeitfahren. Man muss einfach die ganze Zeit im Bereich der Fettverbrennung fahren, wie schnell man dabei sein kann, ist auch vom Training abhängig, dass die guten Fahrer eben entsprechend ausgerichtet haben. Ausserdem gilt es zu trainieren, mit wenig Schlaf auszukommen (ja, das kann man trainieren) und die Verdauung/Nahrungsaufnahme entsprechend auszurichten.
Die immer wieder rekordverdächtigen Schnitte einer großen Landesrundfahrt sind auf den ganz langen Distanzen mit Sicherheit nicht zu erreichen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste