Doping im Breitensport - Achtung: Positiv! (Reportage)

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Marit
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Doping im Breitensport - Achtung: Positiv! (Reportage)

Beitragvon Marit » 05.12.2012, 22:15

Gab auf dem NDR einen interessanten Bericht über Doping im Breitensport!

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s ... b4125.html
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 06.12.2012, 00:27

Für mich einer der Gründe, weshalb ich Jedermann-Ranglisten als sportlich nicht aussagefähig erachte.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Indorain
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Trauig aber Wahr!

Beitragvon Indorain » 06.12.2012, 11:13

Schöner Bericht vom NDR! So ist es leider... :(

Die ganze Sache wird m. E. auch durch Medien usw. befeuert und künstlich ein Druck auf Hobbysportler aufgebaut. Schon alleine der Kampf um ein Block-X Startplatz bei den Cyclassics oder Ironman, wofür? Um am Ende auf Platz 1000+x zu finischen und sich dann noch wohl möglich hier im Forum feiern zu lassen. Die Urkunde kann man sich dann auch getrost einrahmen und in's Klo hängen :!: Vor allem, wenn man dafür auch noch mehrere 1000 Euro im Monat an Dopingmitteln investiert hat. Das ist aber kein Zeichen für einen kranken Sport, sondern für eine kranke Gesellschaft :!:

Was meint Ihr :?:
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 06.12.2012, 20:57

Auch der Breitensport ist ein Spiegelbild unserer der Gesellschaft. Nicht immer ehrlich wird die Leistung im Sport oder die berufliche Karriere betrieben. Es wird oft nachgeholfen, um seine Ziele zu erreichen.

Man sollte aber sehr vorsichtig sein, den Besseren immer eine Manipulation zu unterstellen. Ich habe jahrelang Leistungssport betrieben. Ich weiss, was man mit hartem Training, Disziplin und Willen erreichen kann. Wenn einer trotzdem besser war, noch mehr trainiert hat, mehr Talent hat, habe ich ihm gratuliert, ohne Hintergedanken.

Aber jeder hat seine körperlichen Grenzen, und hier liegt die Gefahr. Sportler stellen fest, sie haben nicht das Talent, nicht die körperlichen Voraussetzungen. Aber ihre Eitelkeit, die Selbstdarstellung, lässt ein vernünftiges, faires Handeln nicht mehr zu. Dann versucht man mit betrügerischen Methoden, welcher Art auch immer, nachzuhelfen.

Ich habe bei meinen IRONMAN-Rennen und jetzt beim Extrem-Radfahren schon einige Leute beobachtet, die sich diesen Belastungen lieber nicht aussetzen sollten. Wenn diese Leute dann aber noch mit diesen unerlaubten Mitteln nachhelfen, um mithalten zu können, spielen sie mit ihrer Gesundheit.

Noch einmal die Anerkennung genießen und dann sterben?
Was für ein Schwachsinn!
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Johanna
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Beitragvon Johanna » 17.12.2012, 13:02

Leutkircher Radsportler starb nach Einnahme von Epo-Präparat:

http://www.schwaebische.de/region/allga ... 65179.html
crumble
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Beitragvon crumble » 17.12.2012, 20:24

Johanna hat geschrieben:Leutkircher Radsportler starb nach Einnahme von Epo-Präparat
Ich wollte wissen ob er Lizenzfahrer oder Jedermann ist. Dabei bin ich nach kurzer Zeit auf einen Artikel aus dem letzten Jahr gestossen in dem er gesagt hat:
Wir sind allerdings kein Profi-Team und nicht auf Siege aus. Wir sind ambitionierte Hobby-Sportler. In unserem Alter wird man kein Profi mehr
Wau, was fuer ein Selbstbetrug. Die vielen Mittelchen wird er ja nicht fuer die Flucht vor dem Besenwagen gebraucht haben.

Da sage ich lieber gleich, dass mir mein meldepflichtiges Astmamittel Vorteile verschafft, ich aber schneller sein wuerde, wenn ich es nicht nehmen muesste. Und im naechstens Jahr werde ich mich hoffentlich daran erinnern, mich nicht ueber meine Faulheit im Winter zu aergern, sondern sie als Segen ansehen werden. Denn diese Gabe verhindert, dass ich zusammen mit solchen Leuten in einem Block fahren muss.

Peter
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 19.12.2012, 01:06

Dazu auch folgendes, gefunden im Presse-Spiegel des BDR:

http://de.eurosport.yahoo.com/news/rads ... 30498.html

Warum er tat, was er tat? Vermutlich wegen solcher Nachrichten:

http://www.mountainbike-magazin.de/news ... 9108.2.htm

Auch deshalb bleibe ich dabei: Für mich gilt für HFS als Magazin u. a. über den Breitenradsport ohne Dopingkontrollen das Motto der Triathleten des FC St. Pauli: Erlebnis geht vor Ergebnis!

Und ich bleibe auch dabei: Der BDR heizt mit seiner DM der Jedermänner, die frei von Dopingkontrollen ist, die negativen Aspekte des Breitenradsports gehörig an.
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Beitragvon Sven1975 » 22.12.2012, 20:19

Helmut hat geschrieben:Und ich bleibe auch dabei: Der BDR heizt mit seiner DM der Jedermänner, die frei von Dopingkontrollen ist, die negativen Aspekte des Breitenradsports gehörig an.
Das sehe ich auch so. Auch durch "Erlebnis"-Rennen wie dem German Cycling Cup werden Hobbyfahrer zu "gefühlten" Profis. Und wollen natürlich um jeden Preis was reissen.

Warum fahren diese Teilnehmer nicht in C-Klasse Rennen mit? Weil sie (für deutlich weniger Geld) sich mit richtig guten Fahrern fernab der Öffentlichkeit harte Rennen irgendwo durch die Wallachei liefern müssten....
Überlege was Dir wirklich wichtig ist - das Leben ist kurz!
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Beitragvon Paul » 26.12.2012, 12:41

Es ist natürlich schwierig, die Dopingkontrollen aus dem Profisport auch im Breitensport durchzuführen, allerdings würde das die Situation vielleicht ein wenig entschärfen.

Ich kenne viele Leute, die Radsport-Fans waren, aber durch die ständigen Dopingvorwürfe einfach kein Interesse mehr am Sport haben.
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 01.01.2013, 19:13

Johanna hat geschrieben:Leutkircher Radsportler starb nach Einnahme von Epo
Der Spiegel hat zu dem Todesfall in Ausgabe 51/2012 einen großen Artikel gebracht - ein sehr schockierendes Stück über den offenbar überambitionierten Jedermann Frederik Zierke. Was auch in der Amateurszene abgeht, macht sprachlos. Mitternächtliches Epo-Spritzen mit geschmuggelten Präparaten aus Hong Kong usw. Offenbar gibt es skrupellose Ärzte und Apotheker, die in der Szene mitmischen.

Zierke unterhielt offenbar Kontakte zu ehemaligen Telekom-Profis wie Kai Hundertmarck. Und was machen die? Sie schweigen. Alles wie immer.
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Beitragvon Sven1975 » 05.01.2013, 20:19

Paul hat geschrieben:Es ist natürlich schwierig, die Dopingkontrollen aus dem Profisport auch im Breitensport durchzuführen, allerdings würde das die Situation vielleicht ein wenig entschärfen.
Nun, bei kleinen C-Klasse-Rennen behält sich der BDR das Recht vor, bis zu 3 Fahrer auf Kosten des Radsportvereins zu Dopingproben zu bitten. Das ist so kostenintensiv, dass viele kleine Vereine keine Rennen mehr anbieten können, da das finanzielle Risiko viel zu hoch ist.

Warum bitte werden denn keine Dopingtest der Podiumsplatzierten von German Cycling Cup-Rennen gemacht? Die Cyclassics haben 20.000 Teilnehmer - jeder zahlt 50 € Startgebühr, das ist eine ganz andere Kalkulation als 50 Teilnehmer a 5 €.....

Ich glaube einfach, der BDR will sich seine Vermarktungsserie nicht mit (positiven) Dopingenthüllungen im "Hobbysport" kaputt machen.
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Beitragvon rozzzloeffel » 05.01.2013, 22:58

Ich werf mal ein, ohne Presseberichte gelesen zu haben: "Doping im Profiradsport- eine Farce" - "Doping im Jedermannrennen - mehr als lächerlich"

Der dopende Profi dopt trotz vieler Kontrollen, weil er sich starke finanzielle Vorteile erhofft und weil trotz vieler Kontrollen wohl immer noch mehr durchkommen, als erwischt werden. Der Jedermann macht's für nix - Herr lass es Hirn regnen!!

Übrigens by the Way, bei den Jedermännern "dopen" bestimmt viele auch unwissentlich. Als Jedermann checkt man doch seine Medikamente, Schmerzmittel und Nasensprays, die man mal so nimmt, nicht zwingend mit diversen Dopinglisten. Was da an Unwissenden wohl durchs Dopingraster fallen würde....

Das
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Beitragvon radfreunde » 05.01.2013, 23:25

Sven1975 hat geschrieben:
Paul hat geschrieben:Es ist natürlich schwierig, die Dopingkontrollen aus dem Profisport auch im Breitensport durchzuführen, allerdings würde das die Situation vielleicht ein wenig entschärfen.
Nun, bei kleinen C-Klasse-Rennen, behält sich der BDR das Recht vor, bis zu 3 Fahrer auf Kosten des Radsportvereins zu Dopingproben zu bitten. Das ist so Kostenintensiv, dass viele kleine Vereine keine Rennen mehr anbieten können, da das finanzielle Risiko viel zu hoch ist.

Warum bitte werden denn keine Dopingtest der Podiumsplatzierten von German Cycling Cup-Rennen gemacht? Die Cyclassics haben 20.000 Teilnehmer - jeder zahlt 50 € Startgebühr, das ist eine ganz andere Kalkulation als 50 Teilnehmer a 5€.....

Ich glaube einfach, der BDR will sich seine Vermarktungsserie nicht mit (positiven) Dopingenthüllungen im "Hobbysport" kaputt machen.
Da will ich doch auch mal meinen Senf dazu geben, auch wenn er einigen nicht gefallen wird. Es scheint hier in Mode zu kommen, dass der BDR an allem Schuld ist und sich und Gott und die Welt verändern muss.

Der BDR hat mit den Rennen a la Cyclassics (noch) wenig zu tun. Das sind private Veranstaltungen von Veranstaltern wie upsolut, die sich im Verband Deutscher Radveranstalter (VDR, http://www.vder.de/) zusammengeschlossen haben. Der BDR durfte lange Zeit mit denen nicht mitspielen, als Rennrad noch Hype war. Erst mit dem GCC haben sie ein wenig (aber mehr auch nicht) Gelegenheit mitzuspielen.

Aber schaut Euch doch mal die Regeln der Cyclassics an: "Die Vattenfall Cyclassics werden nach den Bestimmungen dieser Ausschreibung und angefügten AGB, des geltenden Reglements der Vattenfall Cyclassics sowie der Teilnehmerinformationen ausgetragen. Das Reglement ist auf der Homepage veröffentlicht." Kein Hinweis auf die Sportordnungen des BDR oder den Dopingbestimmungen. Nur im Reglement steht: "Das Reglement ist an die Wettkampfbestimmungen des Bundes Deutscher Radfahrer e.V. angelehnt." Das bezieht sich aber nur auf die Alterseinteilung etc. Das meiste ist die Erfindung des Veranstalters, auch der Strafenkatalog (500 Euro bei Täuschen des Veranstalters durch Teilnahme unter falschem Namen). Ein Täuschen der Mitfahrer / Doping scheint nicht bestraft zu werden. Niemand unterwirft sich den Regularien des BDR / UCI. Oder habt Ihr schon mal Rennkommissäre des BDR gesehen (außer beim Profirennen als UCI Vertreter)?

Das wäre so, als wenn der DFB auf den Bolzplatz kommt und die Regel - Drei Ecken, 1 Elfer - außer Kraft setzen will, weil dies in den heiligen Fußballregeln nicht vorkommt. Auf dem Bolzplatz gelten die Regeln der Teilnehmer...

Erst wenn Tageslizenzen für Nicht-Lizenzinhaber des BDR eingeführt würde, hätte der einen Zugriff auf die Teilnehmer. Derzeit ist es eher ein "wildes" Rennen.

Also immer mal überlegen, auf wen man so einprügelt...

Wir sehen uns spätestens bei den Cyclassics..

wilf
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 05.01.2013, 23:44

Ja, Wilf, was die Cyclassics betrifft, hast Du völlig recht. Das gilt auch für den Velothon, beide von upsolut organisiert und beide darauf angelegt, dass möglichst alle maximalen Spaß haben. Der Firma upsolut ist es absolut egal, wer da gewinnt. Es gibt zwar Gewinner der Rennen, die in den Ergebnislisten ausgewiesen werden, aber es gibt keine Siegerehrungen, Prämien oder sonstwas für die Erstplatzierten.

Anders geht's beim German Cycling Cup zu, da wird auch der vom BDR ausgelobte Titel "Deutscher Meister der Jedermänner" ausgefahren. Bei einer Deutschen Meisterschaft im Radfahren erwarte ich, dass es Dopingkontrollen gibt. Besser wäre es allerdings, der BDR würde diesen groben Unfug ("DM der Jedermänner") gänzlich zurücknehmen, es gibt ja auch keine DM der Bolzplatzkicker.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon radfreunde » 06.01.2013, 00:22

Hallo Helmut,

die Bedingungen sind bei allen VDR Veranstaltungen gleich:

http://www.sparkassen-muensterland-giro ... ement.html

Bitte sage den Veranstaltern, dass sie die Blöden, die etwas nehmen, was in den NADA Listen steht, zu outen und zu bestrafen. Das fängt dann bitte bei der Lieblingsmischung bei vielen Sportarten ACE an - Aspirin, Coffein, Effedrin an.

Natürlich muss sich was ändern, aber ohne, dass sich Veranstalter und BDR nähern. Dabei ist der BDR nicht unbedingt auf dem Fahrersitz...

Vielleicht machen wir hier mal eine Diskussion auf, wer was wo ändern soll ...

Bislang ist im TOUR Forum nichts Verwertbares herausgekommen.

Schönen Abend

wilf
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Beitragvon Speedmanager » 06.01.2013, 00:36

radfreunde hat geschrieben:Bitte sage den Veranstaltern, dass sie die Blöden, die etwas nehmen, was in den NADA Listen steht, zu outen und zu bestrafen. Das fängt dann bitte bei der Lieblingsmischung bei vielen Sportarten ACE an - Aspirin, Coffein, Effedrin an.
Nicht böse sein, Wilf. Aber ausser Ephedrin findet sich inzwischen von ACE nix mehr in den Verbotslisten.

Und da ich äusserst selten Medikamente nehme, bin ich mir ziemlich sicher, nicht unabsichtlich gedopt zu sein. Sicher kann auch ich mir nicht sein. (Ähnlich wie Alberto, der wusste das er wegen des falschen Stoffs erwischt wurde ;) )
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Beitragvon crumble » 06.01.2013, 01:09

radfreunde hat geschrieben:Bitte sage den Veranstaltern, dass sie die Blöden, die etwas nehmen, was in den NADA Listen steht
Herzliches :Danke:

Es gibt Leute, die brauchen Zeug, was da draufsteht ;-)

Und wo soll das enden? Was geht Upsolut mein Blutbild an und wieso soll ich denen 365 Tage im Jahr meinen Standort mitteilen? Wir sind auch sicherlich alle bereit das 5fache zu fahren, damit genug Geld vorhanden ist, damit man auch auf Dienstreisen kontrolliert werden kann.

Und das braucht man, denn wenn man unbedingt mal die Cyclassics gewinnen will, braucht man sich nur fuer dieses eine Rennen im Jahr melden, spritzt, schluck, schnupft den Rest des Jahres alles was geht und ist beim Test sauber.

Solange es genug Leute gibt, die diese Veranstaltungen ernst nehmen, wird man das Doping noch weniger eindaemmen koennen, als bei den Profis. Und ich fuerchte, selbst wenn es 98 % der Leute nur als Spass ansehen, werden 2 % etwas schlucken, nur um dazu zu gehoeren.

Peter
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Ich glaube nicht an flächendeckendes Doping im Breitensport!

Beitragvon Seben » 06.01.2013, 13:30

Wenn ich höre, dass angeblich 20% der Hobbyradler dopen, kann ich nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Ich halte das für lächerlich, für eine große Medienhysterie. Vielleicht sind es 1-2 % die wissentlich (!) was nehmen. Und in der Spitze des Cycling Cups, da mögen es dann auch 20 % sein. Aber in allen Jahren als Hobbygurke habe ich so viele Fahrer kennengelernt, die in den Jedermann-Rennen unter die ersten 50 fahren konnten und ich habe keinen unter Dopingverdacht. Und wisst ihr auch warum: Weil von all denen fast keiner austrainiert war.

Ich meine: es ist doch total übertrieben sich Medikamente für ein paar Prozent Leistungssteigerung einzupfeifen, wenn man mit ein paar Wochen gezieltem Training noch gewaltige Verbesserungen erzielen kann. Oder wenn man noch zahlreiche Kilogramm abnehmen könnte. Es ist ja nicht so, dass man durch irgendwelche Pillen von einer Lusche zum Gewinner wird.

Ich denke, Doping im Hobbysport wird betrieben von Leuten, die durch Training keine Fortschritte mehr erzielen, Ärzte, die sich ungehemmt durch ihre Apotheke naschen und verrückte Ehrgeizlinge, von denen es natürlich viele gibt, aber bestimmt keine 20 %.

So, das alles kann ich natürlich nicht beweisen, aber ich garantiere, dass ich nie wissentlich irgendwelche Mittel zur Leistungseigerung genommen habe. (Und auch nie etwas gewonnen habe ;))
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Beitragvon Sven1975 » 06.01.2013, 15:04

Mir scheint, als hätte Seben die Reportage nicht ganz aufmerksam geguckt. Es ging im Beitrag überhaupt nicht um Rennradfahrer....

Desweiteren glaube ich die 20 %, ich glaube sogar noch mehr, wenn man die offiziellen Dopingstatuten als Maßstab nimmt. Denn was da alles nicht erlaubt ist, nimmt quasi jeder. Das geht mit 2 starken Kaffees los...

Darüberhinaus geht die Diskussion in die falsche Richtung, die Quintessenz des Beitrags war doch: Profis dopen gesünder! Wenn Profis ihre Gesundheit gefährden, dann ruinieren Sportler ohne medizinischen Fachbeistand ihre Gesundheit garantiert.
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Beitragvon Speedmanager » 06.01.2013, 15:40

Sven1975 hat geschrieben:
Desweiteren glaube ich die 20 %, ich glaube sogar noch mehr, wenn man die offiziellen Dopingstatuten als Maßstab nimmt. Denn was da alles nicht erlaubt ist, nimmt quasi jeder. Das geht mit 2 starken Kaffees los...
Was soll in dem Kaffee denn verbotenes drin sein?
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Beitragvon Helmut » 06.01.2013, 15:41

Ja, das Thema hat viele Facetten. Beim Crossrennen in der Haake erzählte Udo (?) von Blau-Weiß Buchholz von einer Studie beim Bonn Marathon. Hab mal danach gegooglet. Zitat: "Fast zwei Drittel der Läufer beim diesjährigen Bonn-Marathon (2009) bereits vor dem Start Schmerzmittel eingenommen."

Siehe http://www.welt.de/welt_print/wissen/ar ... pirin.html
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Beitragvon radfreunde » 06.01.2013, 16:09

Speedmanager hat geschrieben:
Sven1975 hat geschrieben:Desweiteren glaube ich die 20 %, ich glaube sogar noch mehr, wenn man die offiziellen Dopingstatuten als Maßstab nimmt. Denn was da alles nicht erlaubt ist, nimmt quasi jeder. Das geht mit 2 starken Kaffees los...
Was soll in dem Kaffee denn verbotenes drin sein?
Das Coffein und auch Asperin nicht mehr in der NADA Liste stehen ist mir schon klar. Dass Coffein (nicht die 2 Tassen) aber in höherer Konzentration super ist, findet man hier:

http://www.welt.de/sport/fussball/wm-20 ... lingt.html

und hier:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 27172.html

Die Mischung machts am Ende des Tages. Ich verfahre immer nach dem Motto: "Würde ich das meinem 14jährigen Kind geben?" OK, ich bin schon etwas älter und würde bestimmt einen Arzt finden, der mir alle erforderlichen Atteste geben würde, um alles mögliche "legal" zu bekommen und einzunehmen.

Oder ich will nur schöner werden, wie der NBA-Star Kobe Bryant:

http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/ ... .bild.html

OK ist alles kein Doping, im Radsport heißt es in der Presse Doping, woanders heißt es "fit spritzen", bei denen bringt Doping auch nichts - wie deren Präsident festlegte.

Also lasst alles was Medikament, Hausmittelchen oder homöopathische Mittel heißt aus Eurem Körper, außer man braucht es wirklich.

Aber vielleicht kommen wir doch mal dahin, dass der Hobbysport kontrolliert wird.

Bis dann

wilf
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Beitragvon Katze » 15.01.2013, 14:04

Ja, die Grenze zum krankhaften Siegen-Wollen ist da fliessend. Wer da noch sagt, Sport sei gesund, sollte da auf jeden Fall diese Einschränkung berücksichtigen: Aber ohne (Sport-)Drogen!

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