Doping (nicht nur) im Radsport

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Helmut
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Beitragvon Helmut » 20.06.2013, 21:30

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

95 Prozent der niederländischen Radprofis haben in der EPO-Ära rund um die Jahrtausendwende zu Dopingmitteln gegriffen. Zu diesem Resultat kam eine Studie einer niederländischen Anti-Doping-Kommission. Siehe

http://www.news.at/a/rad-doping-niederl ... ung-062013
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Beitragvon Helmut » 27.06.2013, 21:21

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Folgende Meldung ist höchst interessant – auch deswegen, weil sie sonst in den Medien (die sonst so gern immer wieder über Doping im Radsport berichten) bisher anscheinend fast totgeschwiegen wird! Ist das eine besondere Form der Political Correctness im Sportbereich?

Anmerkung Admin: Nicht nur Jan Ullrich hat mit Fuentes Blutdoping betrieben, aber bei den Fußballern gucken alle weg, niemand will die Wahrheit wahrhaben.

Fußball: Die Dopingakte des Josep Guardiola (neuer Trainer des FC Bayern München)

http://www.mdr.de/mdr-info/sport/audio579122.html
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Beitragvon Helmut » 13.07.2013, 10:33

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Ein aufschlussreiches Interview zum Thema Doping gab Rolf Aldag der FAZ.

http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-s ... 73596.html
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Beitragvon Helmut » 13.07.2013, 21:00

schnautzi hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:Fußball: Die Dopingakte des Josep Guardiola (neuer Trainer des FC Bayern München)

http://www.mdr.de/mdr-info/sport/audio579122.html
Leider führt der Link ins Leere.
Tja, das hat der MDR leider aus dem Netz genommen. Aber es gibt ja noch mehr Informationsquellen, z. B. die Süddeutsche.

http://www.sueddeutsche.de/sport/karrie ... -1.1576193
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Beitragvon Helmut » 20.07.2013, 09:55

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Gedopt wird in vielen Sportarten. Dem Radsport wird allerdings vorgeworfen, dass dort "systematisch" gedopt wurde. Nur dort? Wie geht das geht eigentlich gerade jetzt in der Leichtathletik ab, z. B. bei den Sprintern? Betroffen sind nicht nur die Männer, von denen grad erst welche ertappt wurden.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/sprin ... 12023.html
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Beitragvon Helmut » 22.07.2013, 01:50

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Dem BDR ist es ernst mit dem Kampf gegen Doping. Das muss grad der geständige Dopingsünder Stefan Schumacher erfahren. BDR-Präsident Scharping schließt aus, dass er je wieder im Nationaltrikot starten wird. Siehe

http://www.lvz-online.de/sport/radsport ... 55367.html

Auf 4,5 % reduzierte Tour-Gewinner Froome sein Körperfettanteil. Es würde wohl kaum jemanden wundern (ja, ich weiß das fast schon verleumderisch, aber naheliegend), er hätte dabei mit dem neuen, bislang nicht nachweisbaren "Wundermittel" Aicar nachgeholfen. Siehe

http://www.blick.ch/sport/rad/froome-da ... 79995.html
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Beitragvon Angelboot » 22.07.2013, 09:12

@Helmut,
Skepsis ist immer angebracht. Aber man sollte auch einmal anerkennen, es gibt Sportler, Menschen, die zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sind. Im Sport, im Beruf, im künstlerischen Leben.

Zum Erfolg vom Team Sky und Froome, möchte ich hier mal die Analyse vom zweifachen deutschen Olympiasieger Robert Bartko zitieren. Robert sagte folgendes: Die Briten haben das erfolgreiche deutsche Bahnsystem übernommen, waren damit plötzlich auf dem Bahnoval erfolgreich, auch mit Unterstützung von Trainern aus Deutschland. Jetzt haben sie dieses System erfolgreich für die Straße kopiert.

Die Reduzierung des Gewichts ist in vielen Sportarten die Formel zum Erfolg. Biathlon, Skispringen, Langstreckenlauf, Hochsprung, um nur einige zu nennen. Hast du diese zarten Körper der Elite Frauen beim Triathlon in Hamburg gesehen. Dazu gehören brutal hartes Training und sehr viel Entbehrung.

Ich bewundere die Disziplin dieser jungen Menschen, die einen Großteil ihrer Jugend dafür opfern. Ja, und uns auch damit erfreuen.

Da wird nicht immer nur mit unlauteren Mitteln nachgeholfen. Vermutungen halte ich nicht für hilfreich. Wenn wir das "hätten" durch "haben" ersetzen können, ist der Beweis da.
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Beitragvon Indorain » 22.07.2013, 10:19

Angelboot hat geschrieben:Die Reduzierung des Gewichts ist in vielen Sportarten die Formel zum Erfolg. Biathlon, Skispringen, Langstreckenlauf, Hochsprung, um nur einige zu nennen. Hast du diese zarten Körper der Elite Frauen beim Triathlon in Hamburg gesehen. Dazu gehören brutal hartes Training und sehr viel Entbehrung.

Ich bewundere die Diziplin dieser jungen Menschen, die einen Großteil ihrer Jugend dafür opfern. Ja, und uns auch damit erfreuen.
Wobei das zur Anorexia athletica (http://de.wikipedia.org/wiki/Anorexia_athletica) führt. Auch ein Trend, der mit Vorsicht zu geniessen ist :!:
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Beitragvon Helmut » 25.07.2013, 20:56

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Der französische Senat hat seinen Abschlussbericht zur Dopingpraxis veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen wieder die Radsportler, darunter Jan Ullrich und Erik Zabel. Das liegt auch an mangelnder Transparenz in Sachen Doping bei Sportarten wie Fußball.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/senat ... 12912.html
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Beitragvon Helmut » 25.07.2013, 23:36

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

In dem Abschlussbericht zur Dopingpraxis des französischen Senats finden sich mehr als 70 Personen. Es geht auch um Rugby, Schwimmen, Leichtathletik, Ski alpin, Tennis und Behindertensport. Und der deutsche Fußball bekommt einen Rüffel, weil er konsequent wegschaut, wenn es um Doping in den eigenen Reihen geht.

http://www.lvz-online.de/sport/radsport ... 56578.html
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Beitragvon Helmut » 31.08.2013, 11:58

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

In der Saison 2008/2009 wurden bei vielen Fussballspielern der deutschen Ligen stark erhöhte Werte für Hämoglobin und Hämatokrit festgestellt, die im Radsport und Triathlon zumindest zu weiteren Untersuchungen geführt hätten. Der DFB und seine Vereine aber wollen sich unverändert nicht damit beschäftigen.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/do ... 19354.html
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Beitragvon axiom 1 » 03.09.2013, 17:34

vielleicht sollten die Fussballvereine sich die Dienste der Sportärtze aus den Disziplinen Eisschnelllaufen oder Biathlon sichern, die bekommen es sauber hin, die Athleten auf wiederholt gesenkte Hämatokritwerte einzustellen. Kohle genug wäre ja wohl vorhanden. Deutlich über 50 (Anmerkung Admin: Gemeint ist hier der Wert für Hämatokrit) ist ja schon fast ein Armutszeugnis für die Kickerärzte ...
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Quo vadis UCI?

Beitragvon Harterbrocken » 18.09.2013, 17:56

Skandalös was sich die UCI da wieder rausnimmt. Bei der Vuelta und den anderen Profirennen der UCI sind nur UCI-Dopingkontrollen zugelassen. Das hat jetzt Usada-Chef Tygart (das ist der, der den Lance Armstrong-Fall ans Licht brachte) beklagt und hat alternative Kontrollen gefordert. Denn allein die UCI bestimmt, ob, wann, wo, worauf und wer getestet wird. Laut Tygart wurde zuletzt weder auf Testosteron noch CIR getestet. Und selbst auf EPO hat die UCI Blutproben nicht untersucht.

Wie, bitte schön, soll man da an einen sauberen Radsport glauben? Oder an einen Neuanfang? Pikant: Kürzlich wurde ein Chaperon verhaftet, der auch bei den großen Landesrundfahrten im Einsatz war. Ein Chaperon ist ja bekanntlich ein Offizieller, der verhindern soll, dass Profis vor der Kontrolle manipulieren und bei der Urinprobe genau hinsieht. Verhaftet wurde der Chaperon, weil er Mitglied eines Dopingringes war, der Profis mit illegalen Medikamenten versorgte. Noch Fragen?
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Janibal
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Beitragvon Janibal » 19.09.2013, 21:18

die Lösung :-)
Dabei bleibe die Spannung erhalten, betont die UCI. Schließlich wisse man nicht, welcher Fahrer am Ende für wie lange gesperrt werde.
http://www.der-postillon.com/2013/06/ge ... .html#more

und TDF ohne Doping
Vermutlich ist für die übrigen Fahrer bis dahin das Rennen schon zu Ende – entweder weil sie positiv auf Doping getestet wurden, oder weil sie nach 3360 Kilometern das Ziel erreicht haben.
http://www.der-postillon.com/2012/07/to ... opter.html

Geständnis unter Wahrheitsserum
Einem Normalsterblichen sei es nahezu unmöglich, ohne die Einnahme von ehrlichkeitssteigernden Substanzen zuzugeben, dass seine ganze Karriere auf einer einzigen großen Lüge basiert.
http://www.der-postillon.com/2013/01/la ... ndnis.html

oder warten
"Aber der Sieger von 2013, der natürlich nicht zwangsläufig der Erst-, Zweit-, Dritt-, Viert- oder Fünftplatzierte sein muss, wird offiziell erst im Jahre 2027 feierlich bekannt gegeben und mit Blumenstrauß und Küsschen geehrt." Erst dann werde auch das Preisgeld ausgezahlt und die 14-jährige Sperre auf Werbe- und Sponsorenverträge aufgehoben.
http://www.der-postillon.com/2012/10/to ... nftig.html
St. Jan
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Beitragvon Angelboot » 20.09.2013, 10:09

Harterbrocken hat geschrieben:Wie, bitte schön, soll man da an einen sauberen Radsport glauben? Oder an einen Neuanfang? Pikant: Kürzlich wurde ein Chaperon verhaftet, der auch bei den großen Landesrundfahrten im Einsatz war. Ein Chaperon ist ja bekanntlich ein Offizieller, der verhindern soll, dass Profis vor der Kontrolle manipulieren und bei der Urinprobe genau hinsieht. Verhaftet wurde der Chaperon, weil er Mitglied eines Dopingringes war, der Profis mit illegalen Medikamenten versorgte. Noch Fragen?
Nein!

Dieser Text ist einfach nur peinlich.
Aber in dieser Woche beginnen ja in Florenz die Radweltmeisterschaften.

Wie immer, auch jedes Jahr vor der Tour de France, graben die Gegner des Profiradsports ihre Nicklichkeiten aus.

Dann lieber so eine "Hümörbombe von Janibal
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Beitragvon Helmut » 20.09.2013, 10:20

Angelboot hat geschrieben:
Harterbrocken hat geschrieben:Wie, bitte schön, soll man da an einen sauberen Radsport glauben? Oder an einen Neuanfang? Pikant: Kürzlich wurde ein Chaperon verhaftet, der auch bei den großen Landesrundfahrten im Einsatz war. Ein Chaperon ist ja bekanntlich ein Offizieller, der verhindern soll, dass Profis vor der Kontrolle manipulieren und bei der Urinprobe genau hinsieht. Verhaftet wurde der Chaperon, weil er Mitglied eines Dopingringes war, der Profis mit illegalen Medikamenten versorgte. Noch Fragen?
Nein!

Dieser Text ist einfach nur peinlich.
Fakt ist, dass die UCI bei der Vuelta mal wieder dafür gesorgt hat, den Radsport unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Was ist bitte daran peinlich, wenn man diese Missstände in Worte kleidet?

http://www.taz.de/Debatte-um-Vuelta-Sieger/!123825/
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 20.09.2013, 10:29

Peinlich ist daran, wenn man immer nur einseitig aus Pressetexten zitiert.

Genausogut hätte ich in den letzten Wochen positive Meldungen hier verlinken können.

Mir liegt im übrigen nicht daran hier wieder eine Dopingdiskussion auf HFS zu führen. Aber nach Rede, sollte auch eine Gegenrede erlaubt sein.
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Beitragvon Helmut » 20.09.2013, 10:39

Angelboot hat geschrieben:Mir liegt im übrigen nicht daran hier wieder eine Dopingdiskussion auf HFS zu führen. Aber nach Rede, sollte auch eine Gegenrede erlaubt sein.
Aber ja doch. Und für den Diskussionsbedarf sorgt unverändert die UCI.
Angelboot hat geschrieben:Peinlich ist daran, wenn man immer nur einseitig aus Pressetexten zitiert.

Genausogut hätte ich in den letzten Wochen positive Meldungen hier verlinken können.
Gern. Die Zeiten, in denen das Peloton aus schwarzen Schafen bestand, sind anscheinend vorbei. Das wiegt aber in meinen Augen die Versäumnisse der UCI nicht auf. Da drängt sich einem mal wieder der Eindruck auf, die UCI wisse mehr.
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Beitragvon Angelboot » 20.09.2013, 10:54

@ Helmut, natürlich sind es die momentanen Strukturen der UCI, die einen
besseren Weg verzögern. Aber warten wir doch diese Woche, mit der Wahl des UCI Präsidenten, erstmal ab.

Es bringt doch nichts, wenn wir den positiven Weg, den der Profiradsport geht, immer wieder torpedieren.

Es ist doch unserer Sport. Immer wieder nur das Negative publizieren ist hier wenig hilfreich.

So werden wir keine Deutschland-Tour, einen deutschen Profirennstall, so schnell wieder bekommen.

Auch auf HFS wurden die Erfolge der deutschen Profis in den letzten Monaten gefeiert. Haltet doch alle mal etwas inne, und gebt diesen jungen Sportlern eine Chance. Sie haben es verdient.
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Beitragvon Harterbrocken » 20.09.2013, 12:40

Angelboot hat geschrieben:Aber die UCI, und das ist ja nicht nur Pat MacQaid, hat in den letzten Jahren trotz der Problematik im Radsport,
sehr gute Arbeit geleistet.
Lieber Angelboot, diesen Satz hast Du im Pinocchio-Fred formuliert. Siehe: http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... =Pinocchio

Stehst Du noch dazu? Ich jedenfalls sehe das ganz anders. Hätte die UCI gute Arbeit geleistet, wäre diese Diskussion überflüssig oder wenigstens nicht so laut und lang. Mag sein, dass es in der UCI einige Reformer gibt. Bislang haben die sich aber noch nicht durchgesetzt. Das wird doch wohl durch die oben genannten Vorgänge belegt. Solltest Du unter guter UCI-Arbeit verstehen, dass dieser Verband viel Geld aus TV-Übertragungen und Sponsorenverträgen zieht, um damit seine hoch bezahlten Funktionäre zu bezahlen, hast Du recht. Aber sonst?

Warum Du mir immer wieder unterstellst, einseitig aus Pressetexten zu zitieren, begreife ich noch weniger. Ich habe hier und an anderer Stelle auch über Doping in der Schachbundesliga und anderen Sportarten geschrieben. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du Folgendes zur Kenntnis nimmst:
-Ich möchte den Radsport nicht torpedieren
-Ich mag den Sport
-Ich mag ehrliche Leistungen
-Ich mag keine Betrüger, Lügner, Rechthaber und Agitatoren
-Ich mag mutige Reporter
-Ich akzeptiere andere Meinungen, wenn sie nachvollziehbar sind
-Und ich schätze eine faire, sachliche Auseinandersetzung

Deine Wortwahl wie "peinlich", "Blöd-Zeitung" und so weiter und sofort wirken nicht nur auf mich polemisch und unangebracht. In unserer Gesellschaft gibt es ja zum Glück das Recht der freien Rede (bzw. Schreibe). Ich nutze das. Du auch. Gut so. Pro-Propaganda für den Radsport ist völlig okay, nur darf sie nie dazu führen, die Augen vor den kriminellen Machenschaften und mafiösen Strukturen der Branche zu verschließen.

Für mich ist HFS ein buntes, weltoffenes Portal für Themen rund ums Hobby Radfahren. Profi-Radsport ist nach meinem Gefühl auch auf HFS (wie für andere Medien) zu einem Randthema geworden. Die Gründe dafür sind einleuchtend. Als reine Fan-Seite für Giro-, TdF, Vuelta, WM... -Vernarrte und glühende Verehrer der Berufsrennfahrer habe ich HFS nie verstanden. Im Gegenteil: Vor allem Themenvielfalt, die offene Art, Länge der Beiträge, nette Umgangsformen und die Lust an offenen, ehrlichen und oft literarischen Texten, wie beispielsweise Deine Brevet-Berichte, haben mich bei meinen ersten Lese-Besuchen in dieses Forum gelockt.

Wenn Dir Widerspruch und Kritik am Profisport auf den Geist gehen, gibt es auch so etwas wie das "Recht des freien Lesens". Nehme ich für mich manchmal in Anspruch. Kannste ja auch mal probieren, statt Dich immer wieder aufzuregen.

Beim Problem der Jugendkriminalität zum Beispiel, macht es doch auch keinen Sinn, nur über Erfolge von Resozialisierungs-Maßnahmen zu schwärmen, während minderjährige Schläger U-Bahnhöfe unsicher machen. Oder nehmen wir Fahrraddiebstahl: Die Zahlen geklauter Räder stagnieren. Einzelne Städte melden Rückgang. Was tun? Nur die Neuheiten der Eurobike feiern? Jubeln, dass die deutschen Fahrradbauer im Aufwind sind? Wohl kaum. Spätestens wenn Dein eigenes Rad geklaut wird, solltest Du dankbar für gut recherchierte Hintergrundinfos, Aufdeckungen und Anklagen sein. Nur so lässt sich ein Problem lösen.

Oder ist Doping kein Problem mehr?
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 20.09.2013, 15:40

@ Harterbrocken,

immer wenn Ruhe eingekehrt ist, sachlich das Thema diskutiert wird, wärmst du alles wieder auf. Unterstellst mir Polemik und Unsachlichkeit. Du kannst diese Ruhe anscheinend nicht ertragen.

Aber was du da fortwährend in die Welt setzt, kann leider nicht immer unkommentiert bleiben, weil es viel Falsches enthält. Schon mal etwas von Demokratie gehört. Zählt eigentlich nur deine Meinung? Du sprichst von der Freiheit des Wortes. Zählt nur dein Wort? Hast nur du immer Recht? Ist alles was du schreibst richtig? Hast nur du die große Ahnung?

Was möchtest du? Immer nur Zustimmung zu deinen Beiträgen. Und ist dein letzter Beitrag nicht polemisch? Darf man deine Ausführungen nicht mit einer kritischen Antwort versehen?

Meine Aussage: Peinlich, sollte auch nicht polemisch sein. Du teilst immer nur aus, einstecken kannst du nichts.

Diese Geschichte mit dem Chaperon ist doch hahnebüchen. Leider hat man bei den diesjährigen Landesrundfahrten nichts negatives gefunden. Wie schade und enttäuschend für die Kritiker. Es waren Feste des Radsports. Millionen Zuschauer an der Strecke. Grandiose Begeisterung auch bei den Cyclassics. Da werden wir doch ein Haar in der Suppe finden.

Und wenn du HFS nicht nur für.............. Vernarrte siehst, solltest du deine Anwürfe weglassen. Dann kommt es hier auch nur als Randthema vor.

Meine Berichte, die ich schreibe, handeln von der Freude am Radsport, die ich anderen vermitteln möchte. Nicht um etwas mies zu machen.

Das "Recht des freien Lesens", werde ich weiterhin in Anspruch nehmen.
Aber aufgereget sein, werde ich deswegen nicht.

Wenn man in dieser schwierigen Zeit den Profiradsport verteidigt, hat man nicht immer einen leichten Stand. Aber, mittlerweile stellt sich für uns, die dafür auch persönliche Angriffe ertragen haben, Genugtuung ein. Es geht aufwärts, besonders auch in Deutschland. Da kann ich deine Angriffe locker ertragen. Das mit der Blöd-Zeitung kann ich leider nicht zurücknehmen, ist auch meine Überzeugung.
Angelboot schrieb: Aber die UCI, und das ist ja nicht nur Pat MacQaid, hat in den letzten Jahren trotz der Problematik im Radsport, sehr gute Arbeit geleistet.

Lieber Angelboot, diesen Satz hast Du im Pinocchio-Fred formuliert. Siehe: http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... t=6114&hig
Dazu stehe ich weiterhin: Die UCI, zu deiner Information, ist nicht nur Pat MacQuaid, hat gerade in der Entwicklungsarbeit hervorragende Arbeit geleistet. In Afrika und Asien wurden Projekte unterstützt, die auch in sozialer Hinsicht sehr hilfreich waren. Deswegen ist deine pauschale Kritik ungerecht.
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Beitragvon Knud » 21.09.2013, 21:54

Das Bild zum Thema Doping im Radsport ist hier sicher differenzierter, als in der "allgemeinen Öffentlichkeit". Dazu tragt auch ihr beide bei.

Man kann und soll keine Erfolge verschweigen oder kleinreden. Nach vielen Jahren hat sich bei mir wieder Begeisterung für die Tour bemerkbar gemacht. Aber ein Mißtrauen bleibt, ob da alles mit rechten Dingen zu ging. Sicher nicht nur bei mir (Und ja, ich wünsche mir, dass die Graipels und Kittels sauber fuhren und fahren).

Der Ruf des Profi-Radsportes ist gründlich ruiniert. Das bekommt man nicht in ein paar Wochen wieder hin. Da hilft nur ein offensive Pressearbeit, die auf Taten beruht. Und auch nur der Anschein, nichts ändern zu wollen, wirft alle wieder zurück. Ein Ulrich, der verkündet, nichts zur Vergangenheit sagen zu wollen, schadet auch der Gegenwart.

Wir sollten die Schritte in die richtige Richtung zeigen und weiter die Begeisterung für den Sport vermitteln. Aber eben auch den Finger in die Wunde legen, wenn etwas falsch läuft.

Und daß es inzwischen schlechtere beispiele gibt (m.E. z. B die Fußball-Bundeliga), bedeutet ja nicht, daß im Radsport schon alles in Ordnung ist.
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Beitragvon Angelboot » 22.09.2013, 09:47

@Knud,

sehr sachliche und vernünftige Sätze. Hoffe wir werden weiter so diskutieren. :GrosseZustimmung:
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Beitragvon Reisender » 22.09.2013, 17:19

Gerade das ewige Rumrühren in alten Dopingakten ist m. M. auch für die Gegenwart nicht sehr hilfreich. Man sollte mal von offizieller Seite einen Cut machen und in der Gegenwart absolut strenge Dopingkontrolllen einleiten.

Ich finde es rel. albern, Jahrzehnte alte Titel neu zu vergeben, alles immer wieder aufzukochen aus der Zeit. Genau das ist doch, was die Öffentlichkeit dann mitbekommt und dann wieder so ein Kommentar wie an einer Ampel bei der Kaperfahrt; "Sind eh alle gedopt".. ja ne, is klar...
<< Foto by Helmut
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Beitragvon Angelboot » 22.09.2013, 17:37

@Reisender,

auch zu deinem Beitrag. Mein
sehr sachliche und vernünftige Sätze. Hoffe wir werden weiter so diskutieren.
axiom 1
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Gegenwart vs. Radsportvergangenheit

Beitragvon axiom 1 » 23.09.2013, 13:24

Reisender hat geschrieben:Gerade das ewige Rumrühren in alten Dopingakten ist m. M. auch für die Gegenwart nicht sehr hilfreich. Man sollte mal von offizieller Seite einen Cut machen ...

... alles immer wieder aufzukochen aus der Zeit. Genau das ist doch, was die Öffentlichkeit dann mitbekommt ...
Den Standpunkt kann ich nur unterstützen. Das Rühren im Sumpf der Vergangenheit weckt die Sensationslust und es wird wieder über lang verschüttete Milch berichtet.

Leider scheint die journalistische Grundhaltung in diesem unseren Lande noch so zu sein, dass lieber von Doping als von Erfolgen berichtet wird.

Die Auswirkungen "sehen" wir gerade anhand der WM dieser Tage: Wir sehen nix im TV. Nichtmal bei Eurosport!

Also: Unterstützung für die vorwärtsgerichtete Initiative von unseren derzeitigen Spitzenfahrern Greipel, Kittel und Martin!

Vielleicht haben wir die quälend lange Schleichfahrt zum anderen Ende der Talsohle dann endlich abgeschlossen.
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Re: Gegenwart vs. Radsportvergangenheit

Beitragvon Helmut » 23.09.2013, 13:33

axiom 1 hat geschrieben:Die Auswirkungen "sehen" wir gerade anhand der WM dieser Tage: Wir sehen nix im TV. Nichtmal bei Eurosport!
Eurosport würde gern auch über die WM berichten, ist sich aber anscheinend mit dem neuen, von der UCI unter Vertrag genommenen Rechteverwerter über den Preis dafür nicht einig geworden.

http://www.rad-net.de/nachrichten/stras ... 31092.html
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Re: Gegenwart vs. Radsportvergangenheit

Beitragvon radfreunde » 23.09.2013, 23:15

Helmut hat geschrieben:Eurosport würde gern auch über die WM berichten, ist sich aber anscheinend mit dem neuen, von der UCI unter Vertrag genommenen Rechteverwerter über den Preis dafür nicht einig geworden.
Agentur Infront Sports & Media - Management:

Philippe Blatter, ein Neffe des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter, leitet das Unternehmen als Präsident und CEO. Executive Director ist unter anderem Günter Netzer, der vor allem als Repräsentant nach außen fungiert.

Gönnt denen doch ein bischen Taschengeld, geht im Fußball doch auch.

Hat aber nichts mit Doping zu tun....

Gruß

wilf
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Beitragvon Helmut » 23.09.2013, 23:33

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Richard Pound, Gründungspräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und einflussreiches Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wirft Deutschland vor, dass es nicht ernsthaft an der Bekämpfung von Doping interessiert sei, wenn es seine Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) in Bonn nicht ausreichend finanziere.

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 83354.html

Anmerkung Admin: Seine Kritik gilt keineswegs dem BDR, sondern dem DOSB.
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Re: Gegenwart vs. Radsportvergangenheit

Beitragvon axiom 1 » 24.09.2013, 12:23

radfreunde hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:Eurosport würde gern auch über die WM berichten, ist sich aber anscheinend mit dem neuen, von der UCI unter Vertrag genommenen Rechteverwerter über den Preis dafür nicht einig geworden.
Hat aber nichts mit Doping zu tun....
Sicher? Ohne die Dopingdiskussion wären höhere Einschaltquoten zu erwarten und damit wäre der Preis für die Senderechte eher akzeptabel.

Andererseits finde ich auch gut, dass nicht jeder Horrorpreis dafür bezahlt wird und die Zwischenhändler der Senderechte sich hier hoffentlich vergallopiert haben. Bitter ist nur, dass wir von den vielen deutschen Medaillen nichts zu sehen bekommen ...
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Beitragvon Helmut » 25.09.2013, 01:13

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Positive Dopingprobe: Tennispofi Cilic täuschte in Wimbledon Verletzung vor

http://www.spiegel.de/sport/sonst/tenni ... 24223.html

Im Kampf um den Posten des UCI-Vorsitzenden gibt sich Amtsinhaber McQuaid als Reformer im Anti-Doping-Kampf, war aber bisher nur als Blockierer aufgefallen.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/radsp ... 22943.html
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Beitragvon Harterbrocken » 25.09.2013, 03:25

Doping oder Blutanomalie? Wurde Eisschnellläuferin Claudia Pechstein zu unrecht gesperrt? Das sind die spannenden Fragen bei der Millionenklage, die Claudia Pechstein beim Landgericht München eingereicht hat. Kriegt sie recht, dürfte das nicht nur die angeklagten Verbände ruinieren, sondern weitreichende Bedeutung für die gesamte Sportwelt haben. Wahrscheinlich fühlt sich auch der ein oder andere Radsportler zu unrecht (vor)verurteilt. Bemerkenswert an der Causa Pechstein ist besonders, dass es bei ihr nie einen positiven Dopingtest gab, sondern sie nur anhand von Indizien wie beispielsweise ein plötzlicher Leistungssprung gesperrt wurde.

http://www.spiegel.de/sport/wintersport ... 23263.html
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Beitragvon Helmut » 27.09.2013, 01:41

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Schon wieder Tennis - jetzt wird Rafael Nadal vom wegen Spielmanipulation lebenslang gesperrte Ex-Tennisprofi Daniel Köllerer des Dopings beschuldigt. Noch schlimmer: Laut Köllerer kursieren in der Tennis-Szene Gerüchte, Nadals Dopingpraktiken wurden von höchster Stelle vertuscht.

http://www.merkur-online.de/sport/rafae ... 31171.html
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Beitragvon Helmut » 28.09.2013, 01:14

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Doping in der 70er-Jahren: Neue, schwere Beschuldigungen / Auch BDR wird angeblich belastet
http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 93153.html

BDR kommentiert die neuen Doping-Berichte vorerst nicht
http://www.lvz-online.de/sport/radsport ... 76641.html

Gregor Braun: Ich war kein „Doping-Patient“
http://www.focus.de/sport/radsport/rads ... 14283.html
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Beitragvon Harterbrocken » 28.09.2013, 11:15

Ich blättere gerade so durch die liegengeblieben Zeitungen der letzten Tag, dann plötzlich diese Meldung des Sport Information Dienstes (sid): "Der italienische Leichtathlet Licciard (27) wurde bei eine Dopingprobe mit einem Plastikpenis erwischt. Dieser war mit sauberem Urin gefüllt." :mad:

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dopin ... 27789.html
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Beitragvon MiMei » 28.09.2013, 12:13

Helmut hat geschrieben:Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Doping in der 70er-Jahren: Neue, schwere Beschuldigungen
hhhmmm, das war doch im letzten Jahrtausend!!!! allmählich nervt dieses Ausgegrabe!!!

damit meine ich nicht dich, Helmut
"Starte Dein Radtraining immer mit Rückenwind. Dann hast Du auf der Rückfahrt einen höheren Trainingseffekt."

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Beitragvon crumble » 28.09.2013, 16:56

MiMei hat geschrieben:hhhmmm, das war doch im letzten Jahrtausend!!!! allmählich nervt dieses Ausgegrabe!!!
Wenn man nicht nur zu Sensationszwecken den alten Kram hervor holt, sondern um neue Funktionaere zu finden, die den Sport von innen kennen und dennoch relativ sauber geblieben sind, profitieren wir alle davon.

Aber darum wird es denen vermutlich nicht gehen. Und ich glaube auch nicht daran, dass da irgendwer sauber durch das System kommen konnte. Jedenfalls nicht, wenn er Profisportler war. Da sollte man sich eher bei den Verstossenen umschauen, die freiwillig aus dem Sumpf raus sind. Fragt sich nur, ob die ueberhaupt wieder zurueck wollen.
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Beitragvon Helmut » 10.10.2013, 01:44

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Blutwerte im biologischen Pass der spanischen Läuferin Marta Domínguez deuten auf Doping hin. Der Verband lehnt aber Ermittlungen ab, weil der Fall „zu kompliziert“ sei. Domínguez ist Abgeordnete der konservativen Regierungspartei.

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 10768.html
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Beitragvon Helmut » 12.10.2013, 01:49

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Cookson will Vergangenheit der UCI aufarbeiten.

http://www.lvz-online.de/sport/radsport ... 80856.html
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Schumacher kein Betrüger

Beitragvon Harterbrocken » 01.11.2013, 08:52

Applaus im Gerichtssaal. Radprofi Stefan Schumacher, überführter Doper, ist vom Landgericht Stuttgart vom Verdacht frei gesprochen worden, den Gerolsteiner Rennstall und dessen Chef Hans-Michael Holcer betrogen zu haben. Und dafür gibt es nun Beifall aus dem Zuschauerraum.

Ich finde das schäbig. Zumindest ein Teil der Fans im Gerichtssaal scheint nichts, aber auch gar nichts verstanden zu haben. Wie kann man einen Doper beklatschen? Aus Mangel an Beweisen hat das Gericht Stefan Schumacher frei gesprochen; im Zweifel für den Angeklagten. Wohlgemerkt: Es geht um den Betrug an seinem Arbeitgeber. Der Betrug an Zuschauern, Veranstaltern, Fernsehanstalten wurde durch positive Dopingtest festgestellt. Zumindest in diesem Punkt ist und bleibt Schumacher ein Sportbetrüger. Und dafür ist Applaus im Gerichtssaal alles andere als angebracht.

Der Staatsanwalt an Revision eingelegt.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 01.11.2013, 13:57

Hans-Michael Holczer hat angeblich als Teamchef überhaupt nichts mitbekommen, wenn um ihn rum seine Schützlinge alles mögliche an verbotenen Substanzen eingenommen haben. Er will sich selbst zum Opfer, Gutmenschen und Anti-Doping-Kämpfer hochstilisieren. Das ist gründlich in die Hose gegangen. Ich hätte als Zuschauer auch applaudiert.

Die Interpretation, die Prozessbeobachter hätten das Doping von Schumacher bejubelt halte ich für mehr als weit hergeholt.

Schumacher hat bei Ausübung seines Berufes gegen die Regeln verstossen und sich Vorteile verschafft, das ist klar. Er har aber keinem anderen Menschen in diesem Zusammenhang persönliches Leid im Sinne eines Kapitalverbrechens zugefügt. Vielleicht sollten einige selbsternannten Anti-Doping-Kämpfer mal wieder auf den Boden der Realität zurückkommen und den Menschen Schumacher (und andere Sportler) nicht verdammen wie einen Massenmörder oder Kinderschänder.

M.E. haben ganz andere Leute den Blick für die Realität verloren und nicht die Zuschauer in diesem Prozess.
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Beitragvon Harterbrocken » 01.11.2013, 22:22

Richtig, Schumacher ist kein Mörder oder Kapitalverbrecher. Der Applaus bezog sich nicht primär gegen Holczer, sondern für Schumacher seitens seiner Fans. Er musste einen langen, schwierigen Prozess durchstehen, konnte keine neuen Sponsoren und Rennställe suchen. Klar, da stellt sich Erleichterung ein und das wurde beklatscht. Der Applaus galt sicher zu erst dem Menschen Schumacher und nicht dem Betrug durch Doping.

Trotzdem befremdet mich das, denn dafür habe ich noch zu sehr Schumachers TV-Interviews vor Augen, in denen er jedes Doping leugnete. Schlimm, dass im Profiradsport heute nicht mehr allein großartige Leistungen am Berg bejubelt werden, sondern Freisprüche aus Mangel an Beweisen. Was hat das noch mit Sport zu tun?

Stellen wir uns einen Investmentbänker vor, der die Kohle seiner Kunden an der Börse verzockt hat. Eigentlich ein feiner Kerl und zocken tun ja alle. Nun wird der Bänker von seinem Arbeitgeber verklagt und wandert wegen Betrugs vor Gericht. Er wird frei gesprochen. Zu wenig Beweise. Würden die Bankkunden applaudieren? Wohl kaum. Aber im Sport geht es eben mit weniger Ratio und mehr Emotion zu.

Dass Holczer nie was mitbekommen haben will, fällt auch mir schwer zu glauben. Schadenfreudig beklatschen mag ich seine Niederlage darum aber dennoch nicht.
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Beitragvon Helmut » 02.11.2013, 02:04

Der Applaus galt sicherlich nicht Schumacher (der hat in dem Zusammenhang wirklich keinen verdient), sondern dem Gericht, für dessen Urteil. Diesem Applaus schließe ich mich gern an. Die Schuld für das systematische Doping im Radsport der damaligen Zeit auf die Sportler zu schieben, wäre nicht O.K. gewesen. Auch ein Radprofi ist grundsätzlich nichts anderes als ein "weisungsgebundener Arbeitnehmer". Und sein Arbeitgeber wusste sicherlich, was sein Angestellter in Sachen Doping tat. Gerolsteiner war nicht Sponsor Schumachers, sondern seines ihn bezahlenden Teams.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/radsp ... 30661.html
Gefunden im Pressespiegel des BDR

Dass letztlich Schumacher frei in seiner Entscheidung war, dieses dopende Team und notfalls den Profi-Radsport damaliger Prägung zu verlassen, uns statt dessen ebenfalls letztlich alle betrogen hat, war nicht Gegenstand der Verhandlung.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 02.11.2013, 05:19

Harterbrocken hat geschrieben:Stellen wir uns einen Investmentbänker vor, der die Kohle seiner Kunden an der Börse verzockt hat. Eigentlich ein feiner Kerl und zocken tun ja alle. Nun wird der Bänker von seinem Arbeitgeber verklagt und wandert wegen Betrugs vor Gericht. Er wird frei gesprochen. Zu wenig Beweise. Würden die Bankkunden applaudieren? Wohl kaum. Aber im Sport geht es eben mit weniger Ratio und mehr Emotion zu.
Der Vergleich passt überhaupt nicht: Der Bänker hat durch seine kriminellen Machenschaften seine Kunden u. U. in ihrer Existenz beraubt. Du willst doch nicht ernsthaft den Verlust deiner gesamten Lebensersparnisse durch eine schwere Straftat mit dem Ärger über ein manipuliertes Sportereignis auf eine Stufe stellen?
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Beitragvon Harterbrocken » 02.11.2013, 07:56

Na ja Dirk, beides ist doch Betrug und arglistig. Natürlich stelle ich das nicht auf eine Stufe, schon gar nicht, wenn der Bänker seine Opfer arm gemacht hat. Mir geht es um den deplatzierten Applaus. Ich finde es gut, wenn wir (Sport)Betrügern verzeihen und ihnen eine zweite Chance geben. Aber sie gleich mit Beifall zu bedenken, halte ich für das falsche Signal, auch wenn er vielleicht eher dem Gericht als dem Angeklagten galt. Was wird sich Schumacher denken? Keine Verurteilung, Freispruch, Applaus - also alles richtig gemacht. Der Bänker hat seine Kunden vielleicht um ihre Ersparnisse gebracht. Ein Sportbetrüger beraubt seine Zuschauer und Fans nur um seine Ideale. So gesehen gibt es aber da schon Parallelen.

Schumacher selbst sagte nach dem Prozess, dass er nun nur noch nach vorne gucken will. Mag verständlich sein, aber nicht richtig. Ich vermisse da die Einsicht und den festen Willen, das dopingverseuchte System wirklich verlassen oder gar ändern zu wollen. Täte er das, hätte er jeden Applaus verdient.

Also, generell bin ich nicht sicher, ob Beifall oder Buh-Rufe in einen Gerichtssaal gehören. Hier scheinen leider Gerichtsshows und US-Kinohits eine gewisse Abstrahlung zu haben.
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Beitragvon Reisender » 02.11.2013, 15:32

Helmut hat geschrieben:Dass letztlich Schumacher frei in seiner Entscheidung war, dieses dopende Team und notfalls den Profi-Radsport damaliger Prägung zu verlassen, uns statt dessen ebenfalls letztlich alle betrogen hat, war nicht Gegenstand der Verhandlung.
Eben, dann wäre es ein anderer Name gewesen, aber selbes Motiv. Die Verantwortung dafür hat Gerolsteiner zu tragen, schließlich hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Angestellten, und sei es nur eine regelmäßige Dopingkontrolle. ;)
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Beitragvon Angelboot » 02.11.2013, 19:01

Zur Aufklärung: Ein Freund von mir hat den Prozess verfolgt. Er war auch am Tag der Urteilsverkündung im Gerichtssaal. Der Applaus, er war höhnisch gemeint, galt Hans-Michael Holczer. Wäre ich dabei gewesen, hätte ich auch geklatscht.

Alles andere hat Dirk sachlich dargestellt.

Ich hoffe für Stefan Schumacher, dass er für die neue Saison einen guten Vertrag unterschreiben kann. Stefan hat fürchterlich unter seinen Verfehlungen gelitten, und sie schwer bereut, auch finanziell gelitten. Er war ganz unten. Es gab Zeiten, da war er froh, ein Trainingsrad gestellt zu bekommen. Immer nur aus der Ferne auf einen Menschen draufhauen, ohne die wahren Umstände zu kennen, ist unfair.
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Beitragvon Tobias Rohde » 13.11.2013, 15:59

Helmut hat geschrieben:[...] beim Fußball hingegen werden die Sportler "fit gesprizt". So war es jedenfalls früher immer in den Nachrichten zu hören - und die Nation freute sich mit, mit dem Fitgespritzen und seiner Mannschaft. Heute redet und schreibt da keiner mehr drüber.
Immerhin sprach vor einiger Zeit im ZDF Sportstudio DER KAISER höchstpersönlich darüber ... und wirkte während er so daher redete immer unsicherer.

Beckenbauer: "Haben natürlich unsere Vitaminspritzen bekommen"
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Beitragvon Reisender » 18.11.2013, 20:43

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Beitragvon Helmut » 19.12.2013, 00:29

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Hein Verbruggen, ehemaliger Präsident des Radsportweltverbandes UCI, hat die von Lance Armstrong gegen ihn gerichteten massiven Anschuldigungen über eine Komplizenschaft bei der Doping-Vertuschung zurückgewiesen.

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_85215.htm
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Beitragvon Helmut » 19.01.2014, 23:29

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

„Hoffnung für den Dauer-Patienten Radsport“
http://www.t-online.de/sport/radsport/i ... sport.html

Italien: Ballan wegen Doping gesperrt
http://www.sueddeutsche.de/sport/doping ... -1.1865066

Jede Sportart ist dopinganfällig / 60 Prozent der Hochleistungssportler gedopt?
http://www.dw.de/simon-jede-sportart-is ... a-17358419

Dopingskandal im Baseball: Chefarzt einer Wellness-Klinik soll verbotene Substanzen verabreicht haben
http://www.spiegel.de/sport/sonst/new-y ... 43397.html
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Beitragvon Helmut » 28.01.2014, 23:41

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

"Dopen gehörte zum Beruf", sagt der Mannheimer Jürgen Tschan, 66 Jahre alt, im Gespräch mit John Degenkolb aus Frankfurt, 25 Jahre alt.

http://www.faz.net/aktuell/sport/radspo ... ticle=true
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Beitragvon Helmut » 06.02.2014, 01:46

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

UCI Management Committee beschließt «Kronzeugenregelung»

http://www.rad-net.de/nachrichten/uci-m ... 31892.html
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Beitragvon Helmut » 16.02.2014, 23:37

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Der ehemalige UCI-Präsident Pat McQuaid hat seine Verleumdungsklage gegen seinen Landsmann Paul Kimmage zurück gezogen.

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_85925.htm

Das IOC hält Doping-Nachtests der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin zurück.

http://www.t-online.de/sport/id_6805638 ... rueck.html
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Beitragvon Helmut » 16.02.2014, 23:37

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Der ehemalige UCI-Präsident Pat McQuaid hat seine Verleumdungsklage gegen seinen Landsmann Paul Kimmage zurück gezogen.

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_85925.htm

Das IOC hält Doping-Nachtests der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin zurück.

http://www.t-online.de/sport/id_6805638 ... rueck.html
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Beitragvon Reisender » 21.02.2014, 13:22

Ihr habt es schon gehört, Biathletin Evi Sachenbacher wurde mutmaßlich positiv getestet.

http://www.n-tv.de/sport/olympia/Sachen ... 20991.html
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Beitragvon Helmut » 22.02.2014, 02:05

Reisender hat geschrieben:Biathletin Evi Sachenbacher wurde mutmaßlich positiv getestet.

http://www.n-tv.de/sport/olympia/Sachen ... 20991.html
Ja, sicherlich nicht nur die. Die Omerta, wie Armstrong sie unter den Radsport-Profis durchsetzte, gilt auch in anderen Sportarten. Siehe

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 14535.html

http://www.spiegel.de/sport/wintersport ... 54894.html

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Beitragvon Helmut » 23.02.2014, 01:42

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Nach dem Dopingfall der deutschen Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle und dem italienischen Bobfahrer William Frullani, ist die ukrainische Ski-Langläuferin Marina Lisogor mit einem Aufputschmittel erwischt worden.

http://www.spiegel.de/sport/wintersport ... 55038.html

Siehe auch

http://www.nordbayern.de/nuernberger-ze ... -1.3474528
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Beitragvon Duve » 23.02.2014, 14:11

Die Sache mit Evi Sachenbacher-Stehle hat eine Verbindung in die "alte" Zeit und zeigt die Vernetzung im Leistungssport:

http://www.faz.net/aktuell/sport/olympi ... 14535.html

Ach ja, bevor ich das vergesse: Ja, auch ich habe schon gedopt !

Es ist 20 Jahre her, und ich habe nie wirtschaftlich in irgendeiner Form davon profitiert. Der einzige Grund war am Spieltag aufgestellt zu werden und eine gute Leistung zu bringen, also der eigene sportliche Ehrgeiz. Wenn ich mir nun vorstelle, dass die finanzielle Lage meiner Familie davon abhinge (was sie gottseidank nicht tut) , dann sage ich ehrlich: Ja, wahrscheinlich würde ich es wieder tun. Die Motivation muss also nicht immer kriminell sein, was die Komplexität des Themas aber nicht einfacher macht. Der erste Schritt ist meist ein ganz kleiner....
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Beitragvon Helmut » 10.03.2014, 23:20

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Die Bestenliste der deutschen Frauen über 100 m listet auf den Rängen 1 bis 7 noch immer überführte Doperinnen. Eine Änderung der Liste ist nicht in Sicht.

http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-s ... 38175.html
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Beitragvon crumble » 19.03.2014, 20:35

Bei Telepolis habe ich einen Artikel ueber einen seltsamen Gesetzentwurf gefunden.

Nehmt einen letzten Schluck aus der Pulle und nehmt eine letzte Ueberdosis eurer Medikamente, denn bald koennte alles moegliche verboten sein.

Vergesst ja nie eure Flaschen ordentlich zu reinigen oder lasst gar zu Hause eine halbvolle Flasche guten Apfelsafts stehen, wenn ihr ins Traininslager fahrt. Nach der Rueckkehr aus Malle bekommt ihr ansonsten fuenf Jahre unbezahlten Sonderurlaub prrosit

Oh, es hat alles keinen Sinn mehr. Menschen die sich nicht ausschliesslich von Lichtnahrung leben koennen, werden demnaechst eingeknastet: Auf Seite 22 im Gesetzentwurf steht:

III. Gendoping
...
(2) Die Anwendung normaler und genetisch veraenderter Zellen


Super. Sie wollen die Nahrungsaufnahme verbieten. :mad:
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Beitragvon Knud » 19.03.2014, 23:33

crumble hat geschrieben:Super. Sie wollen die Nahrungsaufnahme verbieten. :mad:
Das steht allerdings so auch schon in den jetzt geltenden Regeln der NADA bzw. WADA. Dabei ist mir unklar, was das in der Praxis heißt. Denoch scheint dieses Gesetz an einigen Stellen mit der heißen Nadel gestrickt. Der Anhang ist zwar weitgehend von der WADA übernommen, aber im Detail steckt eine spannende Verschärfung.

Mit der Zeit können diese beiden Listen aber auch inhaltlich auseinander laufen, es wäre strafbar, was kein Doping ist und manches Doping wäre vielleicht nicht strafbar.

Brauchen wir wirklich noch eine Verbotsliste?

Knud
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 20.03.2014, 07:29

crumble hat geschrieben:III. Gendoping
...
(2) Die Anwendung normaler und genetisch veraenderter Zellen


Super. Sie wollen die Nahrungsaufnahme verbieten. :mad:
Wenn der unbestimmte Rechtsbegriff der "Anwendung" (hier im Kontext mit "Gendoping") ausgelegt wird, dann landet man sicher nicht im Gebiet der Nahrungsaufnahme.
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Beitragvon Stockumer Junge » 11.06.2014, 13:40

Als nicht behandelter ADHSler ist es für mich ja schwer, 90 Minuten lang einen Film zu gucken. Vom gestrigen Film auf ARTE war ich aber gefesselt. Titel "Druck, Doping, Depressionen". Guckt unbedingt mal rein:

http://www.arte.tv/guide/de/049873-000/ ... autoplay=1

Welchen Raubbau betreibt man mit seinen Körper? Was ist nach der Karriere? Wie bist Du Teil des Systems?

Spannend erzählt! Viel davon gilt auch für Hobbysportler
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Beitragvon Helmut » 12.07.2014, 01:06

Gefunden im Pressespiegel des BDR bzw. ran.de:

Innenminister de Maizière hatte vor eine Woche im einem Gespräch mit dem SID die Ant-Doping-Maßnahmen der FIFA sehr kritisch beurteilt. "Es fällt auf, dass es keine positiven Dopingfälle gibt - trotz der Hitze, trotz des begeisternden Fußballs", sagte er und fügte hinzu: "Schon die Wahrscheinlichkeit und die Analogie zu großen Sportereignissen spricht dagegen." Zudem hatte er die FIFA als "insgesamt reformfähig und reformbedürftig" bezeichnet.

http://www.ran.de/fussball/weltmeisters ... ire-130012
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Beitragvon Helmut » 24.07.2014, 01:55

Gefunden im Pressespiegel des BDR bzw. mopo.de:

Auch im Pferdesport wird gedopt. Zwar nicht die Queen selbst, aber immerhin ihre Stute Estimate wurde nach dem Gewinn des Rennens in Ascot positiv auf das Opiat Morphin getestet.

http://www.mopo.de/sportmix/-estimate-- ... 19698.html
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Beitragvon Helmut » 14.08.2014, 08:32

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Leichtathletik: „Verlogene Szene“? / Doping-Fahnder haben es heute nicht viel leichter

http://www.sueddeutsche.de/sport/doping ... .2082858-2
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Beitragvon Helmut » 02.09.2014, 23:53

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Wie der Internationale Radsport-Verband mitgeteilt hat, sind alle 719 Dopingtests bei der diesjährigen Tour de France negativ ausgefallen.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/tour- ... 89537.html
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 06.09.2014, 03:10

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Armstrong: Lügen können teuer werden

http://www.nzz.ch/sport/wie-teuer-sind- ... 1.18377370
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Beitragvon Helmut » 15.09.2014, 12:27

Aus einer Extra-Ausgabe des Pressespiegels des BDR:

Die ARD-Sportschau hat am Sonntag eine längere Doku zum Thema Radsport gesendet. Es wird gelobt: Der Radsport verfüge inzwischen über das weltbeste Doping-Kontrollsystem. Doch es kommen auch sehr kritische Stimmen – etwa aus Italien – zu Wort. Immerhin sei der Radsport „auf dem richtigen Weg“.

http://www.sportschau.de/weitere/radspo ... rt100.html
Video (29:35 Min.): „Was hat sich im Radsport seit den Dopingskandalen der vergangenen Jahre getan?“

Einer repräsentativen Umfrage des WDR zufolge wünschen sich 51 Prozent der befragten TV-Zuschauer, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen wieder live von der Tour berichten sollte; 31 Prozent sind dagegen.

http://www.handelsblatt.com/radsport-uc ... 99754.html
SID-Artikel berichtet über den Film der Sportschau
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Beitragvon tomaselli67 » 15.09.2014, 20:48

Wir haben den Bericht gestern auch gesehen und waren von der doch sehr neutralen Berichterstattung überrascht (ist man von Hajo Seppelt nicht unbedingt gewohnt).

Vielleicht bin ich nur ein Träumer, aber ich denke doch, dass sich im Großen und Ganzen etwas zum Besseren getan hat. Verstehen kann ich nach wie vor nicht, dass man solche Leute wie Riis und Winokurow im internationalen Rennsport belässt. Wer erwischt wird, sollte lebenslang gesperrt werden, egal, ob als Fahrer, Teamchef oder sportlicher Leiter.

Mir tun unsere derzeit so erfolgreichen deutschen Fahrer leid, die wohl noch ungezählte Male ihre Sauberkeit beteuern dürfen und denen die große Mehrheit dann doch nicht glauben will. Schade auch, dass die "Helden" vergangener Tage nach wie vor nicht den Mumm haben, zu ihrem Mist zu stehen (siehe die verweigerten Interviews in dem Bericht). Und ja, auch ich habe damals den Herren Armstrong und Ullrich zugejubelt. Nach wie vor gibt es ein paar Superschlaue, die es immer noch begriffen haben:

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_89667.htm

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_89620.htm

Ist das jetzt dem guten Kontrollsystem zu verdanken oder ist es nur die Spitze des Eisbergs? Ich weiß es nicht und versuche mir dann immer einzureden, dass ja überall und in jeder Lebenslage mehr oder weniger stark geschummelt und betrogen wird.

So sind wir Menschen halt.....
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Beitragvon Helmut » 16.09.2014, 06:56

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Doping nach der Wende: Genug Stoff für einen Kabarettabend

http://www.sueddeutsche.de/sport/doping ... -1.2127031
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Beitragvon Helmut » 22.09.2014, 01:28

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

UCI-Präsident Cooksen: Radsport ist unter seine Führung führend im Anti-Dopingkampf geworden

http://www.sport.de/medien/40695-1f67d1 ... kampf.html
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Beitragvon Helmut » 29.09.2014, 01:08

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Der Südafrikaner Impey und der Tscheche Kreuziger waren von ihren nationalen Verbänden des Dopings freigesprochen worden. Die UCI reagiert prompt und vorbildlich, entzieht den Verbänden die Entscheidungsgewalt bei Dopingfällen.

http://www.zeit.de/news/2014-09/25/rads ... n-25215004
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Beitragvon Janibal » 07.10.2014, 14:34

Frankfurter allgemeine Sonntagzeitung 5.10.2014

Wenn es denn nur der Sport wäre. Neulich hat auch einer unserer Volksvertreter Crystal meth genommen, top. Die Flüsse um die Industrie sind voll mit Koks. Der Opa geht in den ...
Hoffentlich schreibt irgendwann jemand mal was über die Folgen. Nach einem Höhenflug folgt bekanntlich der Fall. Ach ja hat schon jemand, S. 14 selbe Ausgabe:

Helmut Rahn (1954) kommt kurz nach dem 3:2 in den Knast
Gerd Müller (1974) ertrinkt im Alkohol
Andreas Brehme (1990) steckt tief in finanziellen Nöten
Mario Götze (2014) fliegt noch

Ach ja, das sind die Torschützen zum WM Sieg

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Beitragvon Helmut » 05.11.2014, 08:52

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Eine der besten Marathonläuferinnen der Welt ist bei einem Dopingtest aufgefallen: Die Kenianerin Rita Jeptoo wurde in einer Trainingskontrolle Ende September positiv getestet. Sie hatte zuletzt zweimal das renommierte Rennen in Boston gewonnen.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/rita- ... 00445.html
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Beitragvon Stockumer Junge » 20.11.2014, 19:39

Mal sehen, ob die Anti-Doping Rhetorik der UCI nur Lippenbekenntnisse waren:

http://www.rad-net.de/nachrichten/dopin ... 34525.html
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Beitragvon Stockumer Junge » 27.11.2014, 08:35

Nummer 5 im Team des diesjährigen Toursiegers:

http://www.rad-net.de/nachrichten/astan ... 34575.html

History repeatet könnte ein Schelm denken...
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Beitragvon Helmut » 03.12.2014, 00:46

Stockumer Junge hat geschrieben:Nummer 5 im Team des diesjährigen Toursiegers:

http://www.rad-net.de/nachrichten/astan ... 34575.html
Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Ausgerechnet der "saubere Herr Winokurow" soll den Astana-Saustall ausmisten.

http://www.neues-deutschland.de/artikel ... kurow.html

Russland: Doping mit System

„Weltexklusiv“ (ARD) berichten erstmals auch Trainer und Athleten – darunter überführte Doper – vor deutschen Kameras „von einem nahezu flächendeckenden und systematischen Doping“. Ein erschreckendes Bild: „In Russland würden Mitwisser unter Druck gesetzt, bedroht und eingeschüchtert, damit sie schweigen. Sie erzählen von Angst um die Existenz, manchmal gar um ihr Leben.“ Es geht um ein mafiöses System, das sich so wohl nur in einer autokratisch (diktatorisch) regierten Gesellschaft entfalten kann, die noch nie eine Demokratie kennengelernt hat.

Das ganze Ausmaß der Korruption scheint aber indes weit über Russland hinaus zu gehen: Es reicht, der Reportage zufolge, „in mindestens einen führenden Sportweltverband“. Insbesondere Politik und Sportverbände der westlichen Demokratien sollten bemüht sein, solche mafiösen Strukturen zu zerstören.

http://www.daserste.de/information/repo ... g-100.html

Sendetermin: Mi., 03.12.14 um 18:50 Uhr
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 03.12.2014, 07:11

Helmut hat geschrieben:http://www.daserste.de/information/repo ... g-100.html

Sendetermin: Mi., 03.12.14 um 18:50 Uhr
Der Vorbericht im Morgenmagazin lässt Spannendes erwarten :!:
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Beitragvon Konkursus » 03.12.2014, 08:54

Anti-Russland ist ja modern in diesen Tagen. Auf diesen Zug muss natürlich auch Hajo Seppelt drauf.

Wenn er schon beim Zugfahren ist, empfehle ich ein Direkt-Ticket in die USA. Wer z.B. einmal die Zahlen der Dopingsünder in der Leichtathletik ermittelt, wird feststellen, die haben Erfahrung, Laboratorien etc.. Autsch - Armstrong kam ja auch von dort, hatte ich ganz vergessen.

Und dann ordentliche reißerische Überrschriften....ran an dieses Thema.

Aber Spaß beiseite. Nach meiner rein subjektiven Ansicht wird in kaum einem anderen Start so ohne Folgen gedopt wie in den USA. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielfältig. Geld, Ruhm etc. und vor allen Dingen die Ansicht bzw. der Wunsch, sowieso der Beste, Größte und sonstwas zu sein.

Ko
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 03.12.2014, 11:19

Konkursus hat geschrieben:Anti-Russland ist ja modern in diesen Tagen. Auf diesen Zug muss natürlich auch Hajo Seppelt drauf.
Immerhin hat der unermüdliche Welt(Sport)verbesserer über ein Jahr recherchiert. ;-)
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Beitragvon Konkursus » 03.12.2014, 11:34

Stimmt, ich will auch seine vermeintlichen Ergebnisse nicht in Zweifel ziehen. Was mich bei ihm und einigen anderen nur stört, ist der Umstand, dass es immer nur und im wesentlichen um die anderen geht und je poltisch entfernter umso doller.

Mir kann ehrlich gesagt keiner erzählen, dass es bei uns anders ist als in Russland, China, Nordkorea oder sonstwo. Was ich von den USA halte, s.o..

Alles ein Gesülze.

Ko
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Beitragvon Angelboot » 03.12.2014, 15:01

@Konkursus: :GrosseZustimmung:
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Beitragvon Stockumer Junge » 05.12.2014, 09:15

Ob das alles nur Gesülze ist, da kann man ja auch anderer Meinung drüber sein. Meine Meinung ist, dass man froh sein soll, dass es noch Journalisten wie Hajo Seppelt gibt. Ich fand das gut recherchiert. Die Faktenlage im Falle der russischen Leichtatletik steht auch auf seiner Seite. 112 russische Leichtathleten sind seit 2011 gesperrt worden:

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dopin ... 06520.html

Der Leichtathletikweltverband macht hier auch kein gutes Bild. Der Radfahrerweltverband muss, soll, will am 10.12 eine Entscheidung treffen:

http://www.rad-net.de/nachrichten/astan ... 34625.html
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Beitragvon papo » 07.12.2014, 09:18

Spitzensport ist nicht gesund. Du zerstörst deinen Körper. Das ist ganz richtig,aber man soll immer Geist des Sportes haben,soll genau wissen, das Spiel kommt auf Leistungen nicht an,man soll immer kluger sein.
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Beitragvon Helmut » 12.12.2014, 00:33

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Weltverband muss Team Astana die Lizenz erteilen, weil eine Verweigerung wegen Dopings nicht in den Statuten steht

http://derstandard.at/2000009277997/Rad ... ufelskreis
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Beitragvon Helmut » 15.12.2014, 01:00

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Kittel und Greipel fordern Stärke der UCI im Kampf gegen Doping.

http://www.sport1.de/de/radsport/newspage_995793.html
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Beitragvon radfreunde » 02.02.2015, 17:04

Tour Magazin hat geschrieben:Der Radamateur Emanuel Nösig wurde bei der Österreichischen Meisterschaft Berg positiv getestet. In den letzten Jahren erzielte er zahlreiche Podiumserfolge bei Amateur- und Jedermann-Rennen. Beim Ötztaler Radmarathon 2014 wurde er Zweiter.
Traurig ... :sad:

http://www.tour-magazin.de/hobbysport/n ... 35233.html
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Beitragvon VeloC » 24.02.2015, 16:24

Die Uni Freiburg wünscht sich einen schnellen Schlussstrich:

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dopin ... 20159.html

Ich hoffe, sie blitzen mit ihrem Wunsch ab. Was nützt ein "Abschlussbericht", wenn jeder weiß, dass der nur die Spitze des Eisbergs enthält? Das ist jetzt eine einmalige Chance, da Licht reinzubringen. Wenn die heute Abend den Stopp beschließen sollten, bleibt dauerhaft ein fieser Nachgeschmack!
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Beitragvon Helmut » 25.02.2015, 00:44

VeloC hat geschrieben:Die Uni Freiburg wünscht sich einen schnellen Schlussstrich
Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Ein weiterer Sportler belastet den Freiburger Sportarzt Klümper. Der rühmt sich derweil mit Spenden prominenter Sportler – darunter Hoeneß, Breitner und Rummenigge.

http://www.zeit.de/sport/2015-02/freibu ... l-kluemper
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Beitragvon VeloC » 25.02.2015, 21:03

Helmut hat geschrieben:darunter Hoeneß, Breitner und Rummenigge.
Darum sind ARD und ZDF ja schon vor Jahren aus der Fußball-Berichterstattung ausgestiegen. Wie, sind die gar nicht? Jetzt in echt? Ach so, hatte ich gedacht... :HaHa:

Was die Uni FB angeht, scheint der gefundene Kompromiss akzeptabel. Ich hatte wirklich schon befürchtet, das würde jetzt alles abgewürgt!

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dopin ... 20334.html
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Beitragvon Helmut » 27.02.2015, 19:50

Doping lohnt sich – zumindest wirtschaftlich, hat der Mikroökonom Volker Robeck errechnet.

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 45611.html
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Beitragvon Helmut » 28.02.2015, 02:06

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

UCI empfiehlt Lizenzentzug für Astana!

http://www.spiegel.de/sport/sonst/radsp ... 20825.html
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 28.02.2015, 09:02

Die UCI hat hier die Chance, sich von megakorrupten anderen Weltsportverbänden wie FIFA, IOC oder F1 abzugrenzen und ein Zeichen zu setzen. Mir fehlt allerdings der Glaube, dass dieses drogenverseuchte Radsportteam mit seinem einschlägig vorbelasteten Teamchef wirklich von den Wettbewerben ausgeschlossen wird. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren :cry:
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Beitragvon FS » 28.02.2015, 20:40

Leider ist der ISSUL-Report wohl nicht öffentlich abruf-/einsehbar, mich hätte nämlich zunächst mal interessiert, um welche zwingenden Indizien es sich handelt. Es sollte sich ja um Vorkommnisse handeln, die zum Zeitpunkt der Lizenzvergabe noch nicht bekannt waren, ansonsten - wenn es nur um Altbekanntes gehen sollte - kann man die jetzt erfolgte Empfehlung der UCI zum Entzug der Lizenz auch als willkürliche Entscheidung werten, weil: warum haben sie denn dann nicht schon damals bei der Lizenzvergabe den Mund aufgemacht?

Ich möchte hier Astana keinesfalls in Schutz nehmen, aber irgendwie wird denen seit einiger Zeit zu sehr der schwarze Peter zugeschoben, dieser Rennstall zum Sündenbock gemacht. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es außer bei Astana bei allen anderen Teams so sauber zugeht wie man es gern hätte. Der ganze Fokus auf Astana lenkt so ein bisschen vom Restgeschehen ab, ob gewollt oder nicht sei mal dahingestellt.
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Beitragvon VeloC » 02.03.2015, 16:46

Ich wünsche mir einen Fanschal in den Farben der Untersuchungskommission!

Schwere Doping-Vorwürfe gegen VfB Stuttgart und SC Freiburg

:chearleader:

... und der WDR 2 Klartext zum Thema
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Beitragvon Helmut » 06.03.2015, 23:49

Nun ist ja die Mär endgültig zerstört, Doping gäbe es im Fußball nicht, weil Doping im Fußball nichts bringen würde. Es wurde im Fußball nachweislich systematisch gedopt. Dies zu Zeiten, als der noch nicht so athletisch war wie heute. Die Fußballer von damals können sich an Doping nicht erinnern. Das eint sie mit den Radsportler aus der gleichen Zeit, als im Radsport ebenfalls systematisch gedopt wurde.

http://www.t-online.de/sport/radsport/i ... taet-.html

Immerhin fand ich den Hinweis auf diesen radsport-kritischen Bericht im Pressespiegel des BDR. Die Zeiten, als der BDR alles geleugnet hatte und versuchte Kritiker mundtod zu machen, sind vorbei.
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