Doping (nicht nur) im Radsport

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Heimfelder Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 07.03.2015, 07:32

Helmut hat geschrieben: Die Fußballer von damals können sich an Doping nicht erinnern.
Die kaiserliche Lichtgestalt hat im Sportstudio auf das Thema im Zusammenhang mit der WM 66 oder 70 sinngemäß (lachend) geäußert: jo mei, mir ham gedacht, das sind Vitamine...

Beim größten und besten aller Fußballvereine hat man ja ein völlig entspanntes Verhältnis zu einschlägig vorbelasteten Dopern, wie man bei der Vergötterung des amtierenden Übungsleiters ja sehr anschaulich nachvollziehen kann. Aber das ist jetzt vielleicht das falsche Beispiel, da dieser Vorzeigeverein ja sowieso eine Art Resozialisierungsanstalt für Kriminelle ist. Ein Knastbruder wird bald als Vorbild die Jugendabteilung leiten, ein wegen Zollvergehen Vorbestafter leitet den Vorstand als Vorsitzender. :?
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Harterbrocken
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Beitragvon Harterbrocken » 09.03.2015, 23:06

Nun also doch: Heute kommt raus, dass die UCI kräftig an der Vertuschung der Dopingfälle mitgewirkt hat. Bislang war das nur ein böser Verdacht, nun traurige Gewissheit. Speziell Armstrong und Contador wurden von der UCI nach positiven Proben geradezu beraten, heißt es sinngemäß in dem Untersuchungsbericht.

Nun, das kommt pünktlich kurz vor dem Beginn der Frühjahrsklassiker und sicherlich werden nun wieder interessierte Kreise die Medien für ihren Kampagnenjournalismus geisseln. Am Ende kommt halt doch immer die Wahrheit raus. Aber wo ist das Ende?

"Der Kampf gegen Doping ist leider noch lange nicht gewonnen", steht in dem Untersuchungsbericht, den die UCI selber in Auftag gegeben hat.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 10.03.2015, 00:07

Harterbrocken hat geschrieben:Nun also doch: Heute kommt raus, dass die UCI kräftig an der Vertuschung der Dopingfälle mitgewirkt hat. Bislang war das nur ein böser Verdacht, nun traurige Gewissheit. Speziell Armstrong und Contador wurden von der UCI nach positiven Proben geradezu beraten, heißt es sinngemäß in dem Untersuchungsbericht.

"Der Kampf gegen Doping ist leider noch lange nicht gewonnen", steht in dem Untersuchungsbericht, den die UCI selber in Auftag gegeben hat.
Wo kann man das bitte nachlesen? Edit Admin: Z. B. in der Sonder-Ausgabe des Pressespiegel des BDR.

Die "Cycling Independent Reform Commission" (CIRC) hat ihren Abschlussbericht veröffentlicht. Demnach protegierte der Radsport-Weltverband UCI den dopenden Radrennfahrer Lance Armstrong über Jahre hinweg. Auch Alberto Contador wurde offenbar „privilegiert behandelt“. Der Bericht deckt zumindest viele Ungereimtheiten auf, kann aber, so ist die „veröffentlichte Meinung“ in den Medien, viele Fragen nicht abschließend beantworten. Die CIRC hat sich also sehr kritisch mit dem Thema „Doping beim Radsport“ beschäftigt. Neuerdings wünschen sich auch etliche Medien, eine ähnliche Aufarbeitung würde ebenfalls in anderen Sportarten erfolgen.

http://www.zeit.de/sport/2015-03/uci-be ... ong-doping
Untersuchungs-Kommission und UCI: Die Kommission sieht zahlreiche Beispiele dafür, dass die UCI den Dopingsünder Armstrong geschützt hat / Privilegien angeblich auch für Contador

http://www.sueddeutsche.de/sport/doping ... -1.2384569
Kommentierende Analyse zum Bericht der Anti-Doping-Kommission: „Schonungslos, aber nicht in allen Punkten“

http://www.nzz.ch/sport/vieles-wurde-be ... 1.18498705
Kommentierende Analyse zum Anti-Doping-Bericht: „Sie schrieben auf, was ihnen erzählt wurde. Nicht mehr und nicht weniger“

http://www.rad-net.de/nachrichten/verbr ... 35343.html
UCI-Führung: Verbruggen soll seinen Ehrenvorsitz abgeben

http://www.rad-net.de/nachrichten/ioc-erwartet-von-uci weitreichende-massnahmen;n_35353.html
IOC wünscht sich weitere Aufarbeitung bei der UCI
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Grotefend
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Beitragvon Grotefend » 10.03.2015, 13:32

Helmut hat geschrieben:Die "Cycling Independent Reform Commission" (CIRC) hat ihren Abschlussbericht veröffentlicht. Demnach protegierte der Radsport-Weltverband UCI den dopenden Radrennfahrer Lance Armstrong über Jahre hinweg.
Na, denn warten wir mal gespannt darauf, welche Konsequenzen - auch personelle - jetzt in der UCI gezogen werden.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon Spezies8472 » 10.03.2015, 13:37

So langsam scheint es ernst zu werden. Was jahrelang offensichtlich bekannt war, wird jetzt endlich mal ernsthafter angepackt.
Mal sehen, welche personellen Konsequenzen gezogen dieses bewusste jahrezehntelange Weggucken und Verdrängen hat.
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Beitragvon Blueberry » 11.03.2015, 16:59

Wer sich die Mühe macht, den Bericht mal zu lesen, wird ihn als eine sehr interessante, tiefgehende, ehrliche und auch durchaus unterhaltsame Lektüre über die Geschichte des Radsports (und nicht nur dem der professionellen Herren, sondern auch mit kurzen Anmerkungen zum Amateur- und Damen-Radsport) erleben.

Download http://cdn.velonews.competitor.com/file ... t-2015.pdf
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Speedmanager
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Beitragvon Speedmanager » 17.04.2015, 21:02

Also heute konnte ich mal so richtig laut loslachen:

Der Mannschaftsarzt des FC Bayern München schmeisst hin, weil er sich mit dem Trainer (zu dessen aktiven Zeit des Nandrolon-Dopings bezichtigt bzw. überführt) nicht über die Behandlung der Spieler einig wird. ;)
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 18.04.2015, 05:21

Speedmanager hat geschrieben:Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Bei den Bayern hatten sich anscheinend zwei Zwölfender (Trainer und Mannschaftsarzt) mit dem Geweih ineinander verheddert. Mir missfällt die Einstellung des Trainers, der sich über den medizinischen Rat des Arztes hinweg setzen will und die Schuld für ein verlorenes Spiel dem Arzt gibt.
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Heimfelder Dirk
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 18.04.2015, 08:17

Speedmanager hat geschrieben:Der Mannschaftsarzt des FC Bayern München schmeisst hin, weil er sich mit dem Trainer (zu dessen aktiven Zeit des Nandrolon-Dopings bezichtigt bzw. überführt) nicht über die Behandlung der Spieler einig wird. ;)
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
:GrosseZustimmung:
Ähnliche Gedanken hatte ich gestern auch. Herr G. schickt die maladen Spieler lieber schnell nach Spanien, wo man im Hinblick auf die "medizinische" Versorgung (was Herr G. darunter auch immer verstehen mag) kreativer ist. Das G. vom Boss R. im Disput mit M-W unterstützt wird, rundet das Gesamtbild irgendwie ab: Der nimmt es als vorbestrafter mit Gesetzen und Vorschriften auch nicht so genau.

Das amüsanteste an der Geschichte ist die freie Arztwahl der Profis: Einige Top-Spieler werden weiterhin als ganz normale Patienten zu M-W in die Praxis marschieren. :Sehrlachend:
Zuletzt geändert von Heimfelder Dirk am 04.05.2015, 06:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Stockumer Junge » 18.04.2015, 12:28

Achtung Baby! Nicht nur Topsportler lassen sich bei Müller-Wohlfahrth behandeln:

http://www.bild.de/sport/fussball/dr-ha ... .bild.html
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Beitragvon Helmut » 04.05.2015, 01:03

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

UCI-Präsident Brian Cookson „verlässt die althergebrachte Linie der Sportverbände zum Umgang mit Doping“: Er „verlangt, was die Bundesregierung umsetzen will – die strafrechtliche Verfolgung von Doping“

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 72097.html
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Re: Nada moechte Dopingkontrollen im Breitensport

Beitragvon crumble » 15.05.2015, 13:26

Heimfelder Dirk hat geschrieben:@Crumble: :GrosseZustimmung:
Mail abgesehen davon, dass das ziemlicher Schwachsinn ist: Warum werden andere Sportarten ausgenommen? Ist die NADA nur für Radsportler zuständig? Habe ich da was falsch Verstanden?
Mit Marathon sind nicht wir gemeint ;)
Ich vermute, dass ihr neuer Test vor allem Substanzen nachweisen kann, die gerne in Ausdauersportarten genommen werden. Der Medienwirksamste ist da eine Disziplin beim Radfahren. Als naechstes duerften wegen der Menge der Teilnehmer die Laufveranstaltungen sein. Beim Rudern gibt es sicherlich auch Bereiche wo Ausdauer gefragt ist, aber die schaffen es nur ein bis zwei mal im Jahr in die Medien.

Wuerde der Test auf Substanzen ansprechen, die was mit Kraft zu tun haetten, waeren Bodybuilder sicherlich an erster Stelle gennant worden.

Fussball wird es nie erwischen. Die sind Nummer 1 in den Ausreden. Angeblich besteht Fussball zu 98% aus dem Ballgefuehl und das laesst sich angeblich nicht mit Substanzen beeinflussen. Dabei duerften dort die meisten Alten Herren wandelnde Apotheken sein, die mit diversen Mittelchen ihre alten Sportverletzungen uebertuenchen. Und wenn etwas heraus kommt, sind es halt nur "Harte Hunde" die alles fuer ihren Sport tun. Ergebnisse werden ja keine verfaelscht; dem Ballgefuehl sei dank.

Mich wuerde es nicht wundern, wenn selbst Schach seine dunklen Seiten hat.
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Re: Nada moechte Dopingkontrollen im Breitensport

Beitragvon Helmut » 15.05.2015, 19:10

crumble hat geschrieben:Nada moechte Dopingkontrollen im Breitensport
Deinen ursprünglichen Beitrag samt der Reaktion von Dirk hatte ich hier abgetrennt, weil es als eigenes Thema taugt.

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=9349
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Tribelix
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Beitragvon Tribelix » 11.06.2015, 22:05

Sehr schöner Bericht nicht nur über Doping im Sport
http://www.phoenix.de/content/phoenix/d ... gen/966273

SENDETERMINE
Do. 11.06.15, 20.15 Uhr
Fr. 12.06.15, 00.45 Uhr
Fr. 12.06.15, 07.15 Uhr
Fr. 12.06.15, 14.30 Uhr
Sa. 13.06.15, 11.30 Uhr
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Beitragvon CrazyS86 » 16.07.2015, 14:51

Richtig, ansonsten ist es so eine Art Panoptikum. Ähnlich Bodybuilding und Wrestling
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Tribelix
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Beitragvon Tribelix » 16.07.2015, 15:35

CrazyS86 hat geschrieben:Richtig, ansonsten ist es so eine Art Panoptikum. Ähnlich Bodybuilding und Wrestling
Ohhh, eine Fachkraft in Sachen Bodybuilding, oder Bild-Zeitungsleser :oops:
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Beitragvon Helmut » 01.08.2015, 04:38

Hat sich doch nichts geändert? Was Patrik Sinkewitz zu erzählen hat, wirkt verstörend.

http://www.sueddeutsche.de/sport/doping ... -1.2582100

Gefunden im Pressespiegel des BDR
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Beitragvon Helmut » 04.08.2015, 23:54

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Die Leichathleten gehen noch immer mehr gegen Doping-Berichte, denn gegen das Doping selbst vor.

http://www.sueddeutsche.de/news/sport/o ... 3-99-01226
Umfassender Doping-Verdacht: Der 82-jährige IAAF-Chef Lamine Diack – aus Senegal – sieht eher keine Probleme in der Leichtathletik – dafür „wittert er“ eine weltweite „Verschwörung“

http://www.n-tv.de/sport/IAAF-wollte-of ... 50976.html
Jede dritte Medaille mit Hilfe von Doping geholt?
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 05.08.2015, 07:52

Helmut hat geschrieben:Hat sich doch nichts geändert? Was Patrik Sinkewitz zu erzählen hat, wirkt verstörend.
Meiner Meinung nach ist vor allem Sinkewitz selbst ein wenig verstört bzw. braucht immer wieder seine Dosis Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit:
Seit er vor 8 Jahren mit Testosteron überführt wurde und "ausgepackt" hat (brachte ihm nur 1 Jahr Sperre ein), geistert er wie das täglich grüßende Murmeltier immer wieder mit neuem alten Wissen durch die Presse - packt immer wieder und wieder aus, was ihn aber nicht davon abhielt 4 Jahre später wieder aufzufliegen, diesmal mit Wachstumshormonen, die ihm 8 Jahre Sperre einbrachten.

Seine "Enthüllungen" im Juli 2015 gehen ja auch auf Geschehnisse aus dem August 2014 zurück - ziemlich langer Jetlag in dem er sich da befunden haben muss.

Bitte nicht falsch verstehen: Es ist schon gut, wenn Leute ihr Wissen auspacken und damit zur Säuberung beitragen, aber solche kaputten Gestalten wie Sinkewitz bringen die Sache eher nicht voran, sondern produzieren vor allem ein Rauschen im Blätterwald.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 05.08.2015, 09:24

Klasse Statement von D.V.C. :GrosseZustimmung:

Solche Typen erinnern mich an Leute wie Kronzeugen und V`Leute: Selbst hoch kriminell und vor allem rundum verdorben und verlogen spielen sie sich plötzlich selbst als Apostel und Verkünder der reinen Wahrheit auf. Meiner Meinung nach geht es diesen Leuten und vor speziell auch Sinkewitz nur darum Aufmerksamkeit zu kriegen und Kohle abzugreifen. Der grundsätzlich verdorbene Charakter ändert sich i.d.R. nie.

Es ist ja auch viel einfacher zu behaupten alle anderen sind genau so miese Typen wie ich (damit sind meine Verfehlungen gar nicht mehr so schlimm) als tatsächlich mal ernsthaft zu versuchen mit sich selbst ins reine zu kommen.
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Beitragvon Helmut » 11.08.2015, 01:23

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Robert Harting attackiert mit anderen deutschen Leichtathleten in einem Youtube-Video den Weltverband IAAF

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 42876.html
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Beitragvon Helmut » 18.08.2015, 23:00

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Lt. Doping-Experte Hans-Joachim „Hajo“ Seppelt "ist die große Verbreitung von Doping in der Leichtathletik momentan schlimmer ist als im Radsport".

http://www.deutschlandfunk.de/doping-sc ... _id=328459
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Beitragvon Derrstre » 03.09.2015, 17:58

Ach ja... Doping ist leider so ein Thema, das mitunter aus dem Leistungsdruck entsteht.
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Beitragvon Helmut » 22.09.2015, 05:29

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Einer Studie zufolge wurden bei 7,7 Prozent der anonymisierten Proben von europäischen Spitzenfußballern auffällige Testosteronwerte gemessen.

http://www.zeit.de/sport/2015-09/doping ... roide-uefa
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Beitragvon Tribelix » 22.09.2015, 07:34

Helmut hat geschrieben:Einer Studie zufolge wurden bei 7,7 Prozent der anonymisierten Proben von europäischen Spitzenfußballern auffällige Testosteronwerte gemessen.
Bei der Fluktuation der Spielerfrauen, ist das ja wohl kein Wunder.
Die haben mehr drin, als sie auf dem Spielfeld verbrauchen können.
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 22.09.2015, 07:38

Helmut hat geschrieben:... 7,7 Prozent ... Spitzenfußballern auffällige Testosteronwerte ...
Wegen der Verhaltensauffälligkeiten auf und neben dem Spielfeld hätte ich jetzt auch auf eine höhere Quote getippt ...
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Beitragvon Helmut » 11.11.2015, 00:23

Gefunden im Pressespiegel des BDR:

Hier von Robin Schembera, Deutschlands besten 800-Meter-Läufer, seine Diagnose seiner Sportart: „Tief verwurzelte Betrugskultur, Ausbeutung von Athleten, Betrug durch Athleten, Beteiligung von Ärzten, Trainern und Laborpersonal an Dopingbetrug, Korruption und Bestechung innerhalb der IAAF.“ Und er meint nicht nur Russland.

http://www.faz.net/aktuell/sport/robin- ... 04008.html
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Livestream vom Anti Doping Gesetz

Beitragvon crumble » 13.11.2015, 10:42

Moin,

gerade laeuft auf Phoenix ein Livestream bis 14:30 ueber die Diskusion im Bundestag ueber das AntiDopingGesetz. Wer sich das antun mag:
http://www.phoenix.de/livestream/
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Beitragvon Harterbrocken » 08.03.2016, 15:33

TV-Tipp für Nachtmenschen: Heute läuft auf N3 ab Mitternacht eine Lance Armstrong-Doku. Gute Ergänzung zum Kinofilm "The program" denke ich. Also: einschalten!
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Beitragvon Mike667 » 08.03.2016, 19:02

Als "Vorfilm" kann man heute um 22:15h im ZDF in der Doku-Reihe
37° eine Doku über Jan Ullrich und Paulus Neef nach ihrem Scheitern
ansehen.

Die Doku ist jetzt schon in der ZDF-Mediathek abrufbar.

//Michael
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Jan Ullrich

Beitragvon crumble » 08.03.2016, 19:11

Passend zu Armstrong kommt kommt heute Jan Ullrich vor ihm an :-)

Heute abend 03:03 22:15 im ZDF: 37 Grad: Für mich gab's keine Grenzen

Eine Reportage ueber einen Sportler und irgendeines Unternehmers ueber ihr Leben nach dem Scheitern ihrer Karriere.

Widerholungen auf 3Sat Mo 14.03 00:00, Mo 21.03 23:50, Mi 23.03 12:00
Oder sicherlich in der Mediathek. In der kleinen Vorschau kann man den Film bereits jetzt komplett sehen. In voller Groesse braucht man extrem viel Geduld, aber wenn sich der Puffer irgendwann einmal gefuellt hat, scheint es bereits vor der Ausstrahlung zu gehen.

Passend dazu gibt es auf SpOn ein kurzes Interview mt ihm.

ROTFL. Man sollte sich beim Posten nicht vom Stream ablenken lassen. RIP, Helmut, Du haettest unsere doppel Posts berteits zusammengefuehrt bevor ich das hier schreiben konnte.
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Meldonium

Beitragvon crumble » 09.03.2016, 20:46

Ich bin gespannt, ob die Meldonium-Welle den Radsport trifft. Der Beschreibung nach, dürften viele Ausdauersportler aus den (Ex-)russischen Gebieten das Zeug aus Gewohnheit nehmen.

Spannend finde ich auch, dass man jetzt wieder sehen kann, warum in Deutschland so viele Sportler bei den staatlichen Sicherheitsorganen unter Vertrag stehen. Wie in den 80igern scheint der Profi- und (Pseudo-)Amateursport wieder ein wichtiges Ersatzschlachtfeld zu werden.

Die ARD greift an und RT kontert. Wo die deutschen Staatsmedien jeden fallen lassen, der keine schönen Bilder verspricht, kontert RT auf sehr merkwürdige Weise.

RT leugnet nicht die Einnahme, sondern versucht es erst mit exotischen Entschuldigungen. Anfang der Woche, als nur die Tennisspielerin Maria Sharapova betroffen war, wies man darauf hin, dass Meldonium erst seit diesem Jahr auf der Liste steht. Jetzt, wo es immer mehr russische Sportler trifft, versucht man es vom Dopingmittel zum reinen Medikament zu erklären:

RT Deutschland ueber Meldonium

Eine sehr seltsame Strategie. Fast alle Dopingmittel haben einen medizinischen Zweck und es gibt sie offiziell als Medikament. Da kann man vom Unterhaltungswert nur hoffen, dass Biathleten mit Alkohol erwischt werden ;)

Warum sie ihre Sportler nicht einfach fallen lassen, verstehe ich nicht. Aber es ist mir alle mal sympatischer als unsere bigotte, deutsche Regierung, die erst indirekt zum Doping auffordern, indem sie die Sportfoederung bei ausbleibenden internationalen Erfolgen streichen; und bei einem positiven Befund die Sportler in den Knast stecken will.
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Stade 2

Beitragvon crumble » 17.05.2016, 00:31

Der französiche Sender Stade 2 will mit einer Wärmebildkamera in 2 italienischen Rennen bei 7 Profis Motor-Doping festgestellt haben.

frz. sprachiges Video auf Youtube

In dem Beitrag kann man auch sehen, wie die UCI-App funktioniert. Sie suchen mit dem Kompass nach den Permanentmagneten der Motoren.
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Beitragvon VeloC » 24.05.2016, 21:02

Gefunden in der WAZ:

Motordoping erreicht die Profis
Knud
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Beitragvon Knud » 24.05.2016, 21:53

Man schwankt mal wieder zwischen, so blöd wird doch keiner sein und es ist nur noch keiner erwischt worden. Wir werden wohl früher oder später den ersten erleben.
Ich weiß auch nicht, was das im Amateursport sollte. Wer mit elektrischerHilfe fahren will, kann das doch auch sichtbar tun. Wäre m.E. dann auch bei RTF kein Problem.
Knud
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Beitragvon crumble » 25.05.2016, 15:30

Knud hat geschrieben:Ich weiß auch nicht, was das im Amateursport sollte. Wer mit elektrischerHilfe fahren will, kann das doch auch sichtbar tun. Wäre m.E. dann auch bei RTF kein Problem.
Beim Amateursport geht es nicht nur um Kuchen und Bratwurst. Nicht alle werden der Versuchung widerstehen koennen. Und das obwohl die Kontrolle leichter und gleich vor Ort erfolgen koennen.

Ob bei einer RTF jemand mit Motor faehrt, ist mir auch egal. Es kommt da ja ehern darauf an sich mit Spass zu bewegen, als sich mit anderen zu messen. Die Punkte werden theoretisch eh schon ungerecht vergeben. Ob die Strecke mit einem BMX oder vollverkleidetem Liegerad zurueckgelegt wurde, spielt keine Rolle. Eventuell nicht einmal, wenn man nur Passagier einer Rikscha ist.
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Beitragvon Jacfm » 25.05.2016, 18:50

Wenn ein Italiener von Amateuren spricht ist in diesem zusammenhang sicher die Gran Fondo Szene gemeint, wo ja auch schon normales Doping zu finden ist.
Und zur Befriedigung des eigenen Egos bzw. nur um sein Hobby finanziell wuppen zu können (also Hobby haben und nix dafür bezahlen weil der Sponsor das tut) gibt es bestimmt genug Leute.
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Beitragvon Peer » 14.06.2016, 14:23

Nach diesem Artikel zu urteilen, werden die "Fuentes Blutgeutel" demnächst untersucht. Ganz spannend welche anderen Sportarten/Sporler dort Kunden waren :)

http://www.eurosport.de/radsport/doping ... tory.shtml
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Heimfelder Dirk » 10.10.2016, 12:49

Es gilt natürlich auch für SKY die Unschuldsvermutung, aber merkwürdig ist das schon:

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_101070.htm

Eine Vorerkrankung war immer vor großen Wettkämpfen so schlimm, dass die Einnahme besonderer Medikamente nötig war und auch genehmigt wurde. Ein paar Tage später war die schlimme Erkrankung gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht schneller als alle anderen fahren konnte. Schlimm ist es, wenn jetzt voreilige Verdächtigungen ausgesprochen werden.

Ganz schlimm wäre es natürlich, wenn sich hier nicht ausgesprochene schlimme Verdächtigungen später als noch viel schlimmer herausstellen würden. Das schlimmste wäre, wenn jetzt irgendein Insider als sg. “Kronzeuge“ auspacken wurde.

Ganz Ernsthaft: Schlimme Geschichte für den Radsport :mad: :mad:
crumble
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon crumble » 10.10.2016, 15:53

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Ein paar Tage später war die schlimme Erkrankung gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht schneller als alle anderen fahren konnte.
Es kommt darauf an was man behandelt hat. Eine direkte leistungssteigernde Wirkung habe ich der Wikipedia nicht entnehmen können. Gegeben wird es unter anderem bei (reumatischer) Arthrose und Atemwegsinfekten sowie Asthma. Bei einem Atemwegsinfekt oder Asthmaanfall kann man nach ein paar Tagen schnell wieder sehr fitt sein. Das Zeug kann aber auch Nebenwirkungen haben, die ehern Leistungshemmend sind.

Das man seine gewohnten Medikamente nimmt kann ich gut verstehen. Es ist aeussert unschön zu merken, dass man nicht mehr gut Atmen kann, weil die Medikamente nicht mehr so gut wirken wie früher. Wer wirklich Asthma hat, wird nicht so einfach wild die Medikamente durchwechseln wollen. Dann gibt es noch zwei Dinge die man bedenken sollte. Nicht jedes Produkt enthält in allen Ländern dieselben Inhaltsstoffe. Dieselben Inhaltsstoffe gibt es nicht überall vom selben Hersteller. Selbst wenn der Hauptinhaltsstoff derselbe ist, kann man auf die Nebenstoffe reagieren oder sie stehen auf der Dopingliste, bzw hat nur eine Freigabe für ein bestimmtes Produkt. Da nimmt man dann lieber das gewohnte Mittel.

Wenn da was faul war, war in dem Paket noch ein anderes Mittelchen.

Das sie keinen Kurier geschickt haben, ist schon merkwürdig. Wenn man sich aber mal die Preise anschaut, kann es billiger sein, wenn man es selber überbringt. Wenn die Frau mit war oder ein Ferienhaus in der Nähe liegt, hätte ich da eine Erklärung ohne Dopingmittel ;)
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Heimfelder Dirk » 10.10.2016, 17:17

crumble hat geschrieben:
Heimfelder Dirk hat geschrieben:Ein paar Tage später war die schlimme Erkrankung gar nicht mehr so schlimm, dass man nicht schneller als alle anderen fahren konnte.
Es kommt darauf an was man behandelt hat. Eine direkte leistungssteigernde Wirkung habe ich der Wikipedia nicht entnehmen können. Gegeben wird es unter anderem bei (reumatischer) Arthrose und Atemwegsinfekten sowie Asthma. Bei einem Atemwegsinfekt oder Asthmaanfall kann man nach ein paar Tagen schnell wieder sehr fitt sein.
Da fehlte bei meinem Beitrag das Augenzwinkern. Oft ist man nach einem Asthmaanfall schnell wieder fit, das dauert nicht einmal ein paar Tage. Da hat Crumble natürlich recht. Du kannst sogar während einer Tour Probleme bekommen und fährst nach Verabreichung deines Sprays nach ein paar Minuten normal weiter.

Was mir (und nicht nur mir) auffällt, ist die Häufung von medizinischen Ausnahmesituationen kurz vor wichtigen Wettkämpfen.
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon crumble » 11.10.2016, 20:40

Heimfelder Dirk hat geschrieben:Was mir (und nicht nur mir) auffällt, ist die Häufung von medizinischen Ausnahmesituationen kurz vor wichtigen Wettkämpfen.
Da will man nunmal perfekt vorbereitet rein gehen. Bei der Leistungsdichte kann ein leichter, unauffaelliger Infekt dann schon Platz 4 anstatt Treppchen bedeuten.

Gesund ist so etwas auf alle Faelle nicht. Und auch ich sehe da das Problem, dass man schneller auch mal wissentlich etwas illegales nimmt, wenn man sich erst mal daran gewoehnt hat, mit legalen Medikamenten dauerhaft an der Leistungsgrenze zu arbeiten.
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Knud » 11.10.2016, 22:50

Es entsteht mal wieder eine Eindruck.
Von Amstrong gab es auch viele Jahre Gerüchte, Vermutungen und Spekulationen. Und heftige Dementis.
Nun gab es bei Sky-Leuten auch mal Leistungseinbrüche und bei anderen auch. Das läst eher korrektes Verhalten vermuten.
Was bleibt ist ein "Geschmeckle". Und das schadet mal wieder dem Radsport. Wenn der Radsport auch einen sauberen Ruf bekommen soll, muss schon der Anschein der Unkorrektheit vermieden werden. dann kann man die Bestimmungen nicht bis zur Grenze ausloten. Genau das aber ist nicht zu erwarten. :oops:
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Re: Doping (nicht nur) im Radsport

Beitragvon Heimfelder Dirk » 12.10.2016, 12:47

Knud hat geschrieben:Was bleibt ist ein "Geschmeckle". Und das schadet mal wieder dem Radsport. Wenn der Radsport auch einen sauberen Ruf bekommen soll, muss schon der Anschein der Unkorrektheit vermieden werden.
Danke, Knud ;-)
Mir ist es nicht gelungen, dass so auf den Punkt zu bringen ;)

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