Nur ein Unfall? 40-Tonner übersah Rennradfahrer

Tom
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Nur ein Unfall? 40-Tonner übersah Rennradfahrer

Beitragvon Tom » 18.08.2012, 17:28

Liebe Freunde,

die Wildunfälle gehen weiter. Leider werden wir immer noch übersehen.
Dieser Radler ist dank seines Helms noch mal davon gekommen. Fahre selber nur noch in Neonfarben und auch bei Nebel oder Dämmerung immer mit Licht. Hilft leider nicht viel. Es gibt genug Vollpfosten die immer nur RECHT haben.

Beste Grüße,
Tom

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Beitragvon Gastfahrer » 18.08.2012, 18:58

Habe Schwierigkeiten mit dem gewählten Titel "Nur ein Unfall?", vor allem an dem "Nur" und dem Fragezeichen. Willst Du damit etwas aussagen?

Gemessen an der Schwere der Verletzungen, die im Artikel nur grob umschrieben sind, ist der Radfahrer verunfallt, also in einen Straßenverkehrsunfall geraten. Die Unfallursache ist als Übersehen festgelegt und so vermutlich auch vom Lkw Fahrer selbst angegeben worden. Das "Warum" (also die genauen Umstände) will die Polizei noch klären.
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Thali
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Beitragvon Thali » 18.08.2012, 22:13

Hi Strelnikow, danke für die Belehrungen - wir haben haben auf die Erleuchtung sehnsuchtsvoll gewartet.
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Beitragvon Technobull » 23.08.2012, 08:19

Gastfahrer hat geschrieben: Die Unfallursache ist als Übersehen festgelegt und so vermutlich auch vom Lkw Fahrer selbst angegeben worden. Das "Warum" (also die genauen Umstände) will die Polizei noch klären.
Es war wohl noch nicht ganz hell, ob er beleuchtet war wissen wir nicht.
Unfallzeitpunkt 5.35, Sonnenaufgang 6.14
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Beitragvon Reisender » 26.08.2012, 23:13

Das ist dann wohl eher die Kategorie, "ach das schaff ich noch dicke, außerdem kann der ja auch bremsen" :mad:
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Beitragvon Technobull » 27.08.2012, 07:43

Reisender hat geschrieben:Das ist dann wohl eher die Kategorie, "ach das schaff ich noch dicke, außerdem kann der ja auch bremsen" :mad:
Wir wissen es nicht genau. In meiner Erfahrung kommt es immer mal wieder vor, daß abbiegende Autofahrer einen angucken und die Vorfahrt nehmen. Ob es daran liegt, daß die für Radfahrer nicht gilt oder weil die ja nicht > 15 km/h schnell sein können, habe ich noch nicht rausgefunden.

Jedenfalls habe ich London überlebt, wo ich MAGURA-Bremsen aufrüstete.
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Beitragvon Fidibus » 10.09.2012, 11:44

Ja ganz schlimm, aber Gott sei Dank ist das noch glimpflich ausgegangen.
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Beitragvon Technobull » 18.10.2012, 20:07

Fidibus hat geschrieben:Ja ganz schlimm, aber Gott sei Dank ist das noch glimpflich ausgegangen.
Je länger man überlebt, desto vorsichtiger wird man. Im zarten Alter von 16 lieh ich mir einen Mopedhelm aus, weil es kalt und naß war (damals noch nicht Pflicht) und brauchte ihn just an dem Tag.

Gerade jetzt, wo es dunkler wird, kann selbst am Tage Licht wichtig sein, mit den neuen 60 Lux Hochleistungslampen ist das auch kein Problem mehr.

Wenn man mit dem RR durch Waldpassagen kommt, sollte man eigentlich auch Licht dran haben. Der Basil Dynamo an meinem uralt-Rad läuft seit Jahr und Tag, also vielleicht rüste ich damit das RR noch auf - na gut, Stilbruch, aber einem Freizeitfahrer sollte das nichts machen.
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Beitragvon crumble » 19.10.2012, 12:25

Technobull hat geschrieben:
Fidibus hat geschrieben:Wenn man mit dem RR durch Waldpassagen kommt, sollte man eigentlich auch Licht dran haben.
Mein Baterieruecklicht ist eigentlich immer dran. Schon alleine weil ich auch mal in der Daemmerung zurueck kommen koennte, da ich meistens erst Nachmittags starte.

Das Problem ist bei Rennen daran zu denken alles unnoetige wieder abzunehmen. Mir fehlte nach einem Rundrennen einmal nicht nur das Licht, sondern auch noch die Reifentasche. Wie auch immer die Abgeflogen ist?! Immerhin hat das Zeug einer eigesackt, denn ich konnte es trotz abfahren und ablaufen der Strecke nicht wiederfinden; und so ist wegen meiner Vergesslichkeit immerhin keiner gestuerzt. Bei Kopfsteinpflaster und 30er Buckel kann so eine wichtige Sicherheitseinreichtung leider schnell zur Gefahr fuer andere werden.
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Re: Nur ein Unfall? 40-Tonner übersah Rennradfahrer

Beitragvon Technobull » 19.10.2012, 12:51

Tom hat geschrieben:Es gibt genug Vollpfosten die immer nur RECHT haben.

http://www.kn-online.de/Lokales/Segeber ... -Radfahrer :sad:
Das ist leider allgemein im Straßenverkehr so.

Neulich blinkte ich zum Fahrspurwechsel rechtzeitig weil ich an der nächsten Ampel abbiegen wollte, zog rüber, da kam im Stadtverkehr einer mit ca. > 80 kmh an - wurde an der nächsten roten Ampel aggressiv, bot indirekt Prügel an da ich ihn geschnitten hätte.

Also nicht nur gefährliches Fahren sondern auch noch im Bewußtsein für ihn gälte die STVO nicht.

Gibt es irgendwo Untersuchungen zu Unfallursachen bei Radfahrern im Straßenverkehr, etwa via ADFC ?
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Beitragvon Bauernradler » 19.10.2012, 22:58

Hallo Radlergemeinde,

auch im ländlichen Bereich werden die Sitten rauher.

Am 17.09.12 um 18.15 Uhr machte ich auf meinem Rennrad meine abendliche Runde. Ich befand mich auf einem gekennzeichneten Radweg in Mitten von Wiesen und Weiden. Da kam mir ein LKW auf dem Fahrradweg entgegen. Es war hervorragende Sicht. Ich richtete mich auf und wedelte mit den Armen, denn der LKW brauchte den gesamte Breite des Radweges für sich. Keine Reaktion, so blieb mir nur der Weg ins grüne Gras, um nicht zu kollidieren. Zum Schutz der weiteren Nutzer des Radweges erstattete ich Anzeige bei der Polizei. Ob es sinnvoll war, wird die Zukunft zeigen. :oops:

Gruß
Bauernradler
Wer Erfahrungen machen will, muss Umwege gehen. (dänisches Sprichwort)
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Beitragvon Technobull » 20.10.2012, 10:49

Bauernradler hat geschrieben:Zum Schutz der weiteren Nutzer des Radweges erstattete ich Anzeige bei der Polizei. Ob es sinnvoll war, wird die Zukunft zeigen. :oops:
Auf jeden Fall sollte man das, besonders bei Berufskraftfahrern sollte das auch Wirkung haben, und falls ne Firmenaufschrift dran ist kann man die ja parallel auch mit einbeziehen.

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende - werde gleich mal auf mein RR steigen und eine neue Gegend erkunden.
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Beitragvon Gastfahrer » 21.10.2012, 20:16

'Rambo' muss vier Jahre zu Fuß gehen
… Der Pkw-Fahrer hatte seinen Hund auf einen Radfahrer gehetzt, der seiner Meinung nach einen Feldweg nicht schnell genug zur Durchfahrt mit seinem Pkw freigemacht hatte. Zudem hatte er einen anderen Radler auf einem Gehweg von hinten angefahren, …
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 22.10.2012, 19:14

Na der Autofahrer hat sich wohl gedacht: Wenn der Außenspiegel schon ab ist, macht´ne Beule in der Stoßstange auch nichts mehr aus. :D

Mal ernsthaft, wer anderen den Spiegel abtritt, darf sich nun wahrlich nicht beklagen, wenn er eine Revanche erfährt. Auge um Auge....

Für die Nummer mit dem Hund sind 4 Jahre Führerscheinentzug meiner Meinung nach aber sogar noch deutlich zu wenig. Das grenzt an gef. Körperverletzung und die wird eigentlich mit Freiheitsstrafe bestraft.
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Beitragvon Bauernradler » 11.03.2013, 14:10

Bauernradler schrieb:
Zum Schutz der weiteren Nutzer des Radweges erstattete ich Anzeige bei der Polizei. Ob es sinnvoll war, wird die Zukunft zeigen.

Technobull schrieb:
Auf jeden Fall sollte man das, besonders bei Berufskraftfahrern sollte das auch Wirkung haben, und falls ne Firmenaufschrift dran ist kann man die ja parallel auch mit einbeziehen.

Hallo Radsportfreunde,

hier nun das Ergebnis meiner Anzeige.

Der Fahrer des LKW bestreitet den von mir angeführten Sachverhalt. Er hätte den Radweg nur einige Meter befahren, um im Rahmen einer beabsichtigten Fahrtpause in eine Parkbucht zu gelangen. Dies wird durch den Beifahrer bestätigt.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin (Herr Dr. Altermann) stellt darauf hin das Ermittlungsverfahren gegen den LKW Fahrer ein. Begründung:

Ihre Angaben zum Geschehensablauf und diejenigen des Beschuldigten und seines Beifahres stehen sich somit diametral gegenüber, ohne dass einer der Beiden Schilderungen der Vorzug zu geben wäre. Weitere Beweismittel sind nicht vorhanden, insbesondere fehlt es an dem Vorfall unbeteiligte Tatzeugen. Auf dieser Grundlage kann dem Beschuldigten die Tat nicht mit der gebotenen Verurteilungswahrscheinlichkeit nachgewiesen werden.

So, liebe Leute, also auch auf Radwegen immer schön auf LKW achten!!!!! :shock:
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