Elektroauto hat Zukunft?

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kolo@post.cz
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Elektroauto hat Zukunft?

Beitragvon kolo@post.cz » 23.10.2011, 23:08

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Helmut
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Beitragvon Helmut » 24.10.2011, 01:20

Ja, Benzin wird zunehmend zum Luxus-Artikel,

aber noch sind es leider insbesondere die eAutos auch...
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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jenne
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Beitragvon jenne » 29.10.2011, 14:14

Ich denke, Benziner/Dieselautos können nur dann komplett ersetzt werden, wenn es ein System mit Akku-Austausch gibt, denn das Laden wird immer recht lange dauern und eine Reise zur Tortur machen. Allerdings sind Akkus sehr teuer und schwer, so dass das wohl nicht mal eben wie Auftanken gemacht wird. Aber mit Hybridtechnik (im Opel Ampera mal etwas anders: Der Benziner lädt die Akkus auf) kann man immerhin auch lange Strecken fahren.
j.
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Beitragvon Technobull » 23.01.2012, 22:09

jenne hat geschrieben:Ich denke, Benziner/Dieselautos können nur dann komplett ersetzt werden, wenn es ein System mit Akku-Austausch gibt, denn das Laden wird immer recht lange dauern und eine Reise zur Tortur machen. Allerdings sind Akkus sehr teuer und schwer, so dass das wohl nicht mal eben wie Auftanken gemacht wird. Aber mit Hybridtechnik (im Opel Ampera mal etwas anders: Der Benziner lädt die Akkus auf) kann man immerhin auch lange Strecken fahren.
Habe irgendwo gesehen, daß es in HH ein Geschäftsmodell gibt, wo Autobatterien als Leasingobjekte behandelt werden - Austausch an Tankstelle mit Schnellkupplung und standardisierten Anschlüssen. In 10-20 Jahren wird niemand mehr Benzin- oder Dieselbrenner kaufen, nur müssen wir dann wohl die Patente und auch Motoren nebst den dazu passenden Batterien in China kaufen. Der E-Bike Boom ist ja erst der Anfang.

Derweil setzt Deutschland bis zum Untergang auf Protzkästen und Benzinkutschen aller Art als Wirtschaftsgrundlage.
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Beitragvon jenne » 24.01.2012, 11:44

Gute Batterien sind aber auch richtig teuer. Ich weiß nicht, ob das gut ist, an der Tanke mal eben Akkus für 10000 € zu wechseln...

Um wieviel Prozent wird wohl der Stromverbrauch in der Welt ansteigen, wenn alle statt Verbennungsmotoren mit Strom fahren? Hoffentlich werden dann die Atomkraftwerke in der Laufzeit nicht wieder verlängert...
j.
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Beitragvon Technobull » 24.01.2012, 21:51

jenne hat geschrieben:Gute Batterien sind aber auch richtig teuer. Ich weiß nicht, ob das gut ist, an der Tanke mal eben Akkus für 10000 € zu wechseln...

Um wieviel Prozent wird wohl der Stromverbrauch in der Welt ansteigen, wenn alle statt Verbennungsmotoren mit Strom fahren? Hoffentlich werden dann die Atomkraftwerke in der Laufzeit nicht wieder verlängert...
Die Preise sind ja derzeit noch künstlich hoch - es wird bald im freien Teilehandel 30% Rabatt oder mehr geben, jeder kann die Dinger bauen, das Prinzip ist ja denkbar einfach, sie bestehen aus 3V Elementen mit oder ohne Schutzschaltung, je nach Typ. Z. B. hat meine Frau sich gerade ein Victoria E-Rad gekauft - Li 20Ah Ersatzbatterie 599 € - original passende Batterie im Internethandel 559.

Erneuerbare Energien Strom gibt es überall im Überschuß aus Sonne, Wind, Gezeiten, Biogas, solange nicht alle Dächer isoliert sind, noch mit Strom geheizt wird, kleine Blockheizkraftwerke nicht Standard sind, brauchen wir weder AKW noch teure Stromtrassen um den AKW Strom zu exportieren wie bislang, angeblich ja für Windkraft von Nord nach Süd.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 58,00.html

Das ist nur mal so EIN Beispiel wie's gehen kann, dazu Smart Grid Technologie. Nur sind die Auswirkungen der derzeit bereits möglichen Technologie so gewaltig, daß keiner so recht wagt daran zu denken:
- Weg mit der Fahrzeugteilindustrie, denn Auspuff, LiMa, Kühler, Anlasser, Wasserpumpe etc. fallen komplett weg und damit wohl 25% der deutschen Wirtschaftsleistung.
- Getriebelose Nabenmotoren sind nahezu unbegrenzt haltbar, weil es keine bewegten Verschleißteile außer den Lagern mehr gibt.
- Ölkonzerne und Strommultis haben weniger Einfluß.
- Je 1,2 Milliarden Chinesen und Inder können nicht alle per Benzin von A nach B Fahren, die allermeisten sind noch per Fahrrad, Bahn, zu Fuß oder Ochs und Esel unterwegs.
- 728 Mrd $ im Jahr US Militärausgaben hauptsächlich für Ölkriege letztlich aus unseren Steuern und Bankguthaben - Afghanistankrieg, Ölklau in Libyen, in den Kaukasusrepubliken, der nächste Falklandkrieg einfach überflüssig...
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jenne
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Beitragvon jenne » 24.01.2012, 23:41

Hmm... warum wird denn diskutiert, dass der Strom durch Abschalten der AKWs teurer wird? Dann müsste er doch durch Ersetzen aller Benzin- und Dieselautos durch E-Autos noch teurer werden, oder ist das unwesentlich?

Ich rechne damit, dass E-Autos in 20 Jahren noch keinen Anteil von 20% im Neuwagenverkauf haben werden... Kann mich natürlich täuschen :).
j.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 25.01.2012, 14:05

Solange der Strom weiterhin zum Großteil aus fossilen Brenstoffen oder AKW´s gewonnen wird, ist es Augenwischerei E-Autos und E-Fahrräder als wahre Alterative zu betrachten. Ohne die Grundlage erneuerbare Energie bzw. dessen Gewinnung in ihrer Entwicklung zu einem marktfähigen Produkt vorrangetrieben zu haben, bleibt der womöglich tatsächlich sinnvolle E-Motor ein Pilotprojekt für Idividualisten.

Der Aussage Technobulls kann ich nicht ganz folgen. Wo gibt es denn Strom aus Sonne, Wind, Gezeiten und Biogas im Überschuss???

Insbesondere dem Biogas stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Abgesehen davon, dass die weltweit benötigte Masse vermutlich aufgrund von fehlenden Ackerflächen sich gar nicht erwirtschaften lässt, entstehen bei der Verbrennung wieder Abgase. Zur Erwirtschaftung der Rohmasse ebenso. Biogas kann somit allenfalls eine Alternative zu den sinkenden Rohölreserven sein. Keinesfall ist es jedoch eine sinvolle Alternative wenn es um Klimaschutz und CO2 Neutralität geht.

Gezeitenkraftwerke stören durch Unterwasserlärm die Tierwelt. Ich glaube Greenpeace war es, die erst kürzlich davor warnten.
Was Stauseen zur Stromgewinnung der Umwelt zumuten dürften bekannt sein. Ganze Landstriche verschwinden einfach. Und damit auch Lebensraum.
Windkrafträder stören nicht nur Vogelschwärme, sondern auch den Menschen. Wer sich schon mal eine Zeit lang unter so´nem Propeller aufgehalten hat, wird mir zustimmen. Nicht nur der entsehende Elektrosmog stellt Gesundheitsrisiken dar, auch der enstehende Geräuschpegel schadet auf Dauer der Gesundheit.

Sonnenenergie halte ich noch für die beste Möglichkeit der Stromgewinnung. Allerdings dürfte Europa Flächentechnisch so seine Probleme bekommen.

Und was heißt Dächer isolieren? Wer vor 5 Jahren sein Dach hat isolieren lassen, hat heute ein Dach, dessen Isolierung inzwischen als veraltet gilt.
240 mm Klemmfilz sind derzeit gesetzl. Minimum. Mehr wäre möglicherweise sinnvoll. Doch bei vielen Gebäuden sind bereits 240 mm bautechnisch gar nicht möglich. Gleiches gilt für Fassaden- und Fensterdämmung.

Die verlinkten Heimkraftwerke sind übrigens im Grunde ein alter Hut. Krankenhäuser, Schulen und Altersheime nutzen sie bereits seit Jahrzehnten!!! Neu ist nur, dass nun Erdgas statt Heizöl verbrannt wird
Wem allerdings soll damit geholfen sein? Gas ist nicht weniger teuer und knapp wie Öl oder Kohle.

Und der Vergleich zu China und Indien hinkt gewaltig. Mal abgesehen davon, dass sich dortige Lebensumstände nicht 1:1 nach Europa übertragen lassen, sollte man sich mal Gedanken machen, wer zu den Ländern mit dem meisten Treibhausgasausstoß gehört!


Im Radio hörte ich kürzlich, dass eine Skandinavische Reederei versuchsweise einem ihrer Schiffe Müll!!! zum Brennstoff beimengt und so einige Tonnen an Kraftstoff einspart. Leider habe ich im Netz dazu noch nichts finden können.
Technobull
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Beitragvon Technobull » 26.01.2012, 05:58

Bagdad-Biker hat geschrieben:Der Aussage Technobulls kann ich nicht ganz folgen. Wo gibt es denn Strom aus Sonne, Wind, Gezeiten und Biogas im Überschuss???
Überall da wo die Sonne scheint, Windkraft ist ja bereits mit ~20 % in einer der größten Exportnationen der Welt dabei. Ob man die Quellen anzapft ist natürlich eine andere Frage.

Wer sich um den Lärm für die Fische Gedanklen macht darf eigentlich auch nicht per Schiff transportieren oder Fahren.

Machst Du Werbung für die Atombombenwirtschaft, denn das ist ja der Hauptzweck der AKW, darum geht es ja auch im Iran und sonstwo, die "friedliche" Energie ist ja nur Nebeneffekt bei den unkalkulierbaren Gesamtkosten - she. Fukushima.

Man muß nicht für Biogas anbauen - es reicht doch das was sowieso anfaellt reinzutun aus unseren Klos, Schlachthoefen etc.

Gruß
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 26.01.2012, 14:26

@ Techno

Den Iran als friedlich zu bezeichnen halte ich pers. für äußerst gewagt. Inwieweit deren Atomprogramm nun firedlichen Zwecken dienlich sein wird darf daher zumindest als zweifelhaft bezeichnet werden. Aber diese außenpolitische Debatte dürfen getrost andere führen.

Viel interessanter finde ich deine weiteren Ausführungen, die ich (entschuldige bitte die Ausdrucksweise) ebenfalls als unfundiertes Gebrabbel bezeichnen möchte.

Überall wo Sonne scheint und ausreichend Fläche zur Verfügung steht, wird dieser Strom nicht benötigt. Hohe Energieverluste durch lange Transportwege müsste man in Kauf nehmen. Da bleibt ein regionales AKW für die Betreiber leider die wirtschaftlichere Methode.

In Bezug auf die Gezeitenkraftwerke scheinst Du dir nicht über die benötigte Anlagengrößen und dem daraus resultierenden Lärm im Klaren zu sein. Wir reden nicht von ein bischen Krach für die Fischlein, sondern von einem gewaltigen Eingriff in das ökologische System.
Dagegen wäre der Schiffsverkehr ein Flüstern. Auch wenn dieser zugegeben der Umwelt sicher nicht gut tut.

In die Biogasanlage, was ohnehin anfällt????? Reicht ja bereits jetzt nicht aus. Selbst wenn sich tatsächlich jeglicher biologischer Müll für eine Biogasanlage eignen würde, reicht es nicht. Also müsste man zusätzlich Flächenbewirtschaftung betreiben. Klappt aber auch nicht. Siehe Link.
http://www.mirko-doelle.de/?pagename=Biokraftstoff
In Südamerika sind Ethanolautos ziemliche Renner. Das Zeug wird dort aus Zuckerrohr gewonnen. Aber auch dort reichen die Anbauflächen nicht aus.

Was also tun?
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Grotefend
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Beitragvon Grotefend » 26.01.2012, 17:21

Bagdad-Biker hat geschrieben:In Südamerika sind Ethanolautos ziemliche Renner. Das Zeug wird dort aus Zuckerrohr gewonnen. Aber auch dort reichen die Anbauflächen nicht aus.
Leider wird der Aspekt, wieviel Natur für die Erzeugung alternativer Energie "verbraucht" wird, in der Diskussion von interessierter Seite gern ausgeblendet. So auch bei uns z. B. in Bezug auf den sog. Biosprit (E 10).

Man beruhigt sich mit dem Hinweis, dass die UNO-Regeln es ja verbieten, hierfür bestehende Naturflächen in Anspruch zu nehmen. Doch wo ein Wille ist, findet sich immer ein Weg. So werden in Südamerika Ackerflächen, für die zur Anlage von (Bananen-)Plantagen in vergangenen Jahren Regenwald vernichtet wurde, jetzt für den Anbau von "Biomasse" genutzt. Dem Verbot ist Genüge getan. Zur Erzeugung von Nahrungmitteln (also neue [Bananen-]Plantagen) kann man dann wieder Regenwald abholzen. Dies verbieten die UNO-Regeln schließlich nicht.
Sonne in den Speichen sieht nur, wer sein Rad bewegt.
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Beitragvon Technobull » 26.01.2012, 22:40

Bagdad-Biker hat geschrieben:@ Techno

Den Iran als friedlich zu bezeichnen halte ich pers. für äußerst gewagt. Inwieweit deren Atomprogramm nun firedlichen Zwecken dienlich sein wird darf daher zumindest als zweifelhaft bezeichnet werden. Aber diese außenpolitische Debatte dürfen getrost andere führen..... (deleted)
Es gibt keine friedlichen Atombomben - sie gehören alle abgeschafft, zusammen mit den Atomkraftwerken, in Japan, Iran, USA , Israel und sonstwo. Das geht in Deutschland, also auch anderswo. Obama ist jetzt für "Clean Energy" (jedenfalls vor der Wahl) und sagt daß die USA den Deutschen nicht den Windkraftmarkt und den Chinesen das Batteriebauen überlassen sollten. Da müssen sie sich aber beeilen.

Sogar die CDU Regierung in Niedersachsen will die einst als Spinnerei abgetane Windenergie im großen Stil fördern, natürlich wohl aus Steuermitteln und bis 2050 Nettostromexporteur aus Wind werden.

Auf der Grundlage dezentraler Stromversorgung lassen sich die Abwärme- und Leitungsverluste um mindestens 30% verringern. Natürlich ist so eine Haus-Blockheizanlage technisch nichts Neues, nur wird bislang in aller Regel immer noch Öl oder Gas nur zum Heizen verbrannt. Biogas ist auch nichts Neues.

Also ich finde die Idee beim Heizen gleich den Strom fürs Auto oder E-Rad zu erzeugen statt ungenutzt als Abwärme verpuffen zu lassen oder ins Netz zu liefern eine gute. Da gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, z.B. mittels überschüssiger Strommengen Methansynthese zu betreiben und so CO2 zu recyclen und nebenbei Gasimporte aus Russland zu verringern. Das wäre natürlich schlecht für die Großkonzerne die daran verdienen.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 27.01.2012, 08:03

Technobull hat geschrieben:Es gibt keine friedlichen Atombomben
Habe ich auch nicht behauptet. Du neigst dazu Aussagen anderer so zu verdrehen, wie Du sie gern lesen würdest. Bitte lass das sein. Ich mag es nicht, wenn mir das Wort im Mund verdreht wird!
Technobull hat geschrieben:sie gehören alle abgeschafft, zusammen mit den Atomkraftwerken, in Japan, Iran, USA , Israel und sonstwo.
Sehe ich auch so! Allerdings wird es Zeit wahre Alternativen zu finden. Zum Ausgleich Kohlekraftwerke zu bauen kann nicht der richtige Weg sein.
Technobull hat geschrieben:Natürlich ist so eine Haus-Blockheizanlage technisch nichts Neues, nur wird bislang in aller Regel immer noch Öl oder Gas nur zum Heizen verbrannt.
Eben. Und diese Rohstoffe werden knapp. Nun zusätzlich Strom zu gewinnen mag finanziell interessant sein, weil man den eigenen Stromverbrauch (zum Teil) decken kann. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass der Brennstoffverbrauch durch die Stromgewinnung steigt. Ein wirklich so großartiger Enwicklungsschritt wie von VW selbstbeweihräuchert ist das daher längst nicht. Und immernoch stoßen die Anlagen CO2 aus und verbrennen einen Rohstoff der nicht erneuerbar ist. Diese Anlagen hätte man vor 40 Jahren weiterentwickeln sollen. Inzwischen möchte ich sie als veraltet bezeichenen. Die Forschung muss auf einem anderen Sektor vorangetrieben werden. Erneuerbare Energie und CO2 Neutralität. In diesem Bereich muss es weitergehen.
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Beitragvon Technobull » 01.02.2012, 23:10

jenne hat geschrieben:Gute Batterien sind aber auch richtig teuer. Ich weiß nicht, ob das gut ist, an der Tanke mal eben Akkus für 10000 € zu wechseln...

Um wieviel Prozent wird wohl der Stromverbrauch in der Welt ansteigen, wenn alle statt Verbennungsmotoren mit Strom fahren? Hoffentlich werden dann die Atomkraftwerke in der Laufzeit nicht wieder verlängert...
Batteriepreise - habe angesichts des Impulskaufs meiner Herzdame für ein E-Rad in diesen Tagen Ersatzbatteriepreise recherchiert - Originalherstellerpreis 599 €. Der erste E-bike-kit-Händler sagte dann 549 € der nächste 529 - also die Preise werden bald dramtisch sinken.

Ich glaube nicht daß bei vernünftigen Konditionen und Management der Geamtstromverbrauch steigt - es ist eine Frage der dezentralen Versorgung. Solange wir Öl nur zum Heizen verbrennen und nicht nebenbei Strom erzeugen per Mini-Blockheizkraftwerk, solange es Atomkraftwerke sind die Strom exportieren, solange ich bei meinem 90 km Arbeitsweg um Mitfahrer kämpfen muß haben wir Energie im Überschuß. Es ist ja eigentlich kein großer Aufwand Nachtstromtarif zu haben und das Auto nachts zu laden wenn man Hausbesitzer ist oder in einer Wohnanlage mit Parkplatz, nämlich dann wenn die Großkraftwerke sowieso Blindstrom liefern.

Es ist nur so daß die Großkonzerne aus technischen und Marktgründen auf Verschwendung bauen.

Mein alter Golf Diesel 68 PS TDI brauchte ca 6-7l/100 km bei 64 PS, mein Sharan 128 PS TDI genausoviel und ist irre schwer, hat aber locker Platz für 5-7 Personen.

Seit etlichen Wochen läuft eine Mitfahranzeige, bislang hat sich genau eine Person gemeldet, meist habe ich nur eine Kollegin.
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Beitragvon Harterbrocken » 02.02.2012, 07:21

Jungejungejunge, hier ist ja was los. Ich bin überrascht, wie leidenschaftlich Ihr die E-Auto-Diskussion führt.

Ich habe die meisten E-Autos schon gefahren und kann nur sagen: Die Reichweite ist das Problem. 100 Kilometer sind kaum drin, bei den derzeitig tiefen Temperaturen ohnehin nicht. Der Opel Ampera schaftt noch nicht mal 40 Kilometer, bevor der Verbrenner als Range Extender anspringt.

Außerdem kosten die meisten jetzt erhältlichen E-Modelle ab 40000 Euro. Da hat Helmut recht: Luxusartikel! Und ich stimme Jenne zu: 20 Prozent E-Autoanteil in 2020 dürfte schon eine ziemlich optimistische Prognose sein.

Diesel und Benziner werden so schnell nicht vom Markt verschwinden. Downsizing, also Zwei- und Dreizylinder, nehmen eben zu wie Biturbos und Dreifachaufladung sowie die Hybridisierung. V12- und V8-Motoren wandern dagegen zunehmend ins Museum.
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Beitragvon CGB » 02.02.2012, 07:51

hi,

ich weiß immer nicht so ganz was die Leute von technischen Neuerungen erwarten. kaum erfunden soll es gleich für alle umsonst sein und perfekt. wie lange hat es denn gedauert bis das heutige Automobil einigermaßen einsatzbereit war? streng genommen gab es den ersten Kolbenmotor im 17 Jahrhundert! also erst mal abwarten und Tee trinken.

Die Strompreis Diskussion versteh ich ach nicht wirklich. Wann wird denn das Elektroauto geladen? Doch vorwiegend nachts und wenn wir auf regenerative Energien wie Windkraft setzten richtet sich diese nicht nach dem aktuellen bedarf sondern an dem Angebot. zu deutsch: auch nachts wird fleißig Strom generiert und muss verbraucht oder gespeichert werden werden. was gibt es da schöneres als einen Zusammenschluss von Elektroautos als Batterie?

Einfach mal abwarten und Tee trinken!

Andy
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