Doping im Breitenradsport...

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Con-Rad
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..was interessiert..

Beitragvon Con-Rad » 18.02.2010, 13:15

...was interessiert, gehört hier hin. Wir stimmen durch Anklicken ab.

Hat unser Breitensport wirklich nichts mit Doping zu tun?
Die ausladende Berichterstattung war doch so etwas wie ein Grundkurs für alle. Angeblich ist der Absatz von dopingtauglichen Medikamenten und damit die vermutete Nutzung durch Breitensportler besonders in den letzten Jahren stark gestiegen.
Geld ist eine starke Motivation für Profis, aber das tolle Gefühl, den Vereinsfreund beim Ortsschildsprint stehen zu lassen, ist unbeschreiblich. Warum fliegen denn in letzter Zeit alle mit Leichtigkeit vorbei während ich mich quäle? Die Unwissenheit ist das größte Problem. Welche geheimen Sachen nehmen die alle nur? Und wieviel?
Schon lange vor den großen Skandalen war der Absatz von Dopingmitteln unter Breitensportlern um ein vielfaches höher als bei Profis.
Deshalb ist meine Haltung zur Dopingdiskusion gespalten. Die angeregte Debatte wird eher zu mehr Konsum führen, aber totschweigen ist auch kein Weg.
Also raus damit, wer hat die besten Tipps?
Die ganze Warheit mit Bildern unter:
www.radsport-buchholz.de
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Hanseaticer
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Re: ..was interessiert..

Beitragvon Hanseaticer » 18.02.2010, 13:33

Con-Rad hat geschrieben:Also raus damit, wer hat die besten Tipps?
Die besten Tipps bezogen auf was?

Natürlich wird auch bei den Breitensportlern gedopt, ob das nun allerdings aufgrund der Profis als Vorbild geschieht, wage ich zu bezweifeln. Eine "der machts auch,dann ich erst recht"-Haltung möchte ich so pauschal nicht sehen.

Den eigenen Weg kann man nur über die Frage finden: Was möchte ich erreichen, was sind meine Ziele?

Ich persönlich fahre für mich ... und nur für mich. Ich will gucken, ob ich meine Zeiten steigern, meine Leistungen verbessern und mich entwickeln kann. Da wäre es Betrug an mir selbst, wenn ich dopen würde.

Natürlich schaut man auch auf Leistungen von anderen, aber nur, um die zu erreichen oder zu toppen würde ich nicht dopen. Der Erfolg mit Doping würde mir persönlich nichts an Ego-Boost bringen, weil ich wüsste, dass ich ihn nicht ehrlich erarbeitet habe.

Meine ehrlich erradelten 2:50 bei den Cyclassics mögen für viele keine Topleistung sein. Für mich persönlich wars jedoch ein echter Erfolg, über den ich mich heute noch freue. Hatte ich mir mit nur 2 Monaten Training doch das Ziel von "Unter 3 Stunden" gesetzt.
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Beitragvon Konkursus » 18.02.2010, 18:43

oh man, so ein schwieriges Thema.

Nur mal vorab: ich bin gegen jeglichen Besch..., jeder - ob Breitensportler oder Profi - hat seine Leistung im Rahmen des ihm Möglichen zu erbringen und der bzw. die Beste soll dann gewinnen. Ich versteh auch überhaupt nicht, wie man sich noch im Spiegel ansehen kann, wenn man weiß, dass eine sportliche "Leistung" auf Beschubs beruht.

Was mich jedoch stört ist die Tatsache, dass da irgendwo im stillen Kämmerlein von WADA oder NADA irgendwelche Funktionäre sitzen, die die Definitionsgewalt darüber besitzen, was eigentlich Doping ist.

Wenn ich zum Beispiel lese, dass die Siegerin beim Abfahrtslauf, Vonn, nur mit starken Schmerzmitteln hat fahren können, ist das für mich schlichtweg Doping, auch wenn es das rechtlich nicht ist.

Fakt ist, dass sie eine unbestrittene sportliche Leistung erbracht hat, zu der sie ohne Schmerzmittel nicht imstande gewesen wäre. Andere erbringen mit rechtlich relevanten Dopingmitteln auch "nur" Leistungen, zu denen sie ohne nicht in der Lage gewesen wären. Mir erschließt sich der Unterschied ehrlich gesagt ist.

Und gerade Schmerzmittel sind im Ausdauer-Breitensport so etwas von verbreitet, das glaubt kein Mensch. Das noch zu billigen, halte ich z.B. für mehr als gefährlich. Aber solange es kein Doping ist...

Das weitere Problem bei Breitensportlern insbesondere älterer Semester (bin selbst 53) ist die Tatsache, dass unwissentlich gedopt wird. Da werden Medikamente eingenommen, die dopingrelevante Bestandteile enthalten und schon gibts Probleme. Wer weiß schon, dass man sich an der sog. "weißen Liste" der Uni Köln orientieren oder sich einen Freifahrtschein bei der NADA holen kann? Ich wusste es bisher auch nicht.

Das ist nur ein Teil meiner Gedanken dazu.

Viele Grüße


Konkursus
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Beitragvon Sonntagsfahrer » 18.02.2010, 19:10

@Hanseaticer & Konkursus

Beide Beiträge kann ich zu 100% unterschreiben.

Wer bewußt mit Doping seine Leistung steigern möchte, hat 'ne fiese Character und zu denen will ich bestimmt nicht gehören.

Grüsse

Bernhard
Immer wieder aufstehen!
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Beitragvon tierfreund23 » 18.02.2010, 21:11

Wie Konkursus schon so schön sagte wo fängt Doping an und wo hört es auf.
Meiner Meinung nach ist alles Doping was die natürliche Leistungskraft eines Sportlers steigert. Und wie Hanseaticer schon sagte alles andere ist nur selbst Betrug und Betrug an den Fans und Mitstreitern und deswegen absolut zu verurteilen.
Deswegen möchte ich hier auf eine Aktion hinweisen die es absolut wert ist sie zu Unterstützen.


<a href="http://www.fans-gegen-doping.de/jla/index.php" target="_blank"><img src="http://www.fans-gegen-doping.de/Grafik/ ... 468x60.gif" alt="Fans gegen Doping - eine Initiative von Radsportfans" height="60" width="468" border="0">
Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß, dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede...

Zitat: Ernst Moritz Arndt 1812
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"Zeig mir wie du fährst und ich sage dir wie du dopst&q

Beitragvon Con-Rad » 18.02.2010, 22:13

Habe den Eingangsbeitrag nicht so ernst gemeint. Eigentlich interessiert mich Doping eher aus technischem Interesse:"zeig mir wie du fährst und ich sage dir wie du dopst"
Was Breitensportler nehmen, interessiert mich im Grunde nicht. Genausowenig wie die Gründe, warum sie schneller sind. Jünger? mehr Training? besseres Material? einfach begabter? Ehrgeiziger? Doping?
Mit mehr Training, Zeitaufwand, aufwendigen Trainingslagern oder unerschwinglichem Material verschaffe ich mit auch einen Vorteil. Ist das auch unfair oder steigert es nur den persönlichen Spaß?
Im Ernst, wen interessier das bei Breitensportlern schon? Jeder muß sich selbst fragen, welchen Preis er zu zahlen bereit ist und das in jeder Hinsicht. Wer besser ist als ich, muss sich nicht entschuldigen.
Ich habe Respekt vor allen, die starke Leistungen bringen. Es interessiert ja niemanden, was ich leisten würde wenn...,oder wie gut ich früher mal war oder wie gut ich Mensch ärgere dich nicht spiele. Nichts zählt außer dem Jetzt und Hier und dem Spaß allein oder mitt guten Typen.
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