Test-Tour für 1. CTF-O, Aumühle (Berichte,Bilder,Diskussion)

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Dreckschleuder
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Test-Tour für 1. CTF-O, Aumühle (Berichte,Bilder,Diskussion)

Beitragvon Dreckschleuder » 12.12.2010, 22:29

<img src="http://lh6.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuC ... le_018.JPG" width="700">

Nun ist es passiert. Die erste Endspurt Orientierungs-CTF ist Geschichte. Eine ganze Weile stand die Veranstaltung auf der Kippe. Am Dienstag noch waren lange Streckenabschnitte besser mit Schlittschuhen als mit dem Fahrrad befahrbar. Auf einigen Feldwegen sorgten gefrorene Traktor-Spuren für das typische Kopfsteinpflasterfeeling. Für die 80 Kilometer lange Strecke mit diversen Erkundungsschlenkern und Bodenerkundungen benötigten wir achteinhalb Stunden. Dazu kam die Gewissheit, dass ich bei diesen Witterungsbedingungen niemanden auf die Strecke lassen würde.

Ab Freitag Mittag entspannte sich die Lage zusehends. Allerdings waren jetzt Geländeabschnitte, durch die man vorher gut rollen konnte, tief und nur mit Geschick und Krafteinsatz passierbar. Ich entschloss mich, die Veranstaltung durchzuführen. Allerdings war ich mir keinesfalls sicher, ob alle Teilnehmer die 80 Kilometer Distanz in der zur Verfügung stehenden Zeit - maximal 7 Stunden Tageslicht ab Veranstaltungsbeginn - bewältigen.

Durch zwei Nottracks ab Schwarzenbek (-> Gesamt: 56 Kilometer) und Elmenhorst (->81 Kilometer, befestigte Wege) hoffte ich, auch den letzten Teilnehmer wohlbehalten ins Ziel führen zu können. Am Samstag wurden dann noch einmal die Dienstag noch spiegelglatten Feld- und Waldwege inspiziert. Bis auf wenige Abschnitte zeigte sich die Strecke jetzt eisfrei. Nun bespielte ich meine drei Navis mit Velomap und Tracks. Sie sollten am Samstag an Teilnehmer ohne Navi verliehen werden.

Am Sonntag Morgen waren immerhin 17 von 21 angemeldeten Teilnehmern am Start. Ich gab einige Hinweise zur Strecke und zu den Schwierigkeiten bei der Navigation im Gelände. In Kleingruppen zu maximal 3 Personen schickte ich die Teilnehmer auf ihr Abenteuer. Ich selbst startete als letztes zusammen mit einem Teilnehmer, der ohnehin nur bis Schwarzenbek fahren wollte.

<img src="http://lh4.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuU ... le_098.JPG" width="700">

Zwischen Fahrendorf und Geesthacht fuhren wir auf eine Gruppe auf. Einer der Teilnehmer hatte eine gerissene Kette. Mit vereinten Anstrengungen und Kettenschloss konnte das Rad repariert werden. Die Gruppe konnte weiterfahren.

Kurz vor Schwarzenbek ereilte mich ein Anruf: Ein weiterer Teilnehmer meldete, er hätte keinen Freilauf mehr. Da wir selbst kurz vor Schwarzenbek waren, schlug ich vor, die Gruppe solle an der Tankstelle in Schwarzenbek warten. Das Hinterrad mit kaputtem Freilauf erwies sich als Hinterrad mit vollständig zerstörten Sperrklinken. Ich gab dem Teilnehmer mein Hinterrad, so dass die Gruppe weiterfahren konnte. Zwei Teilnehmer wollten direkt ins Ziel. Ich wies sie an, zusammen vorweg zu fahren. Ich selbst bekam wenig später von einem mit Auto, Fahrrad und Kamera bewaffneten Vereinskollegen dessen Rad im Tausch für meins (mit dem defekten Hinterrad).

Ich fuhr mit dem Rad ins Ziel und war so rechtzeitig dort, dass ich noch eine Möglichkeit zur Reinigung der Bikes organisieren konnte. Das Essen für Ankömmlinge war ebenfalls rechtzeitig fertig, so dass die ersten Ankömmlinge sofort eine warme Mahlzeit zu sich nehmen konnten.

Mit jedem ankommenden Teilnehmer konnte ich mich etwas mehr entspannen und als die letzten Teilnehmer gegen 16.30 Uhr im Ziel ankamen, war ich wirklich zufrieden. Zumal sich die anderen Teilnehmer beim Essen über ihr absolviertes Abenteuer austauschten: Am schlimmsten war wohl ein Streckenabschnitt kurz vor dem Ziel im Sachsenwald. Wildschweine hatten einen schmalen Pfad auf fast 200 Meter Länge umgewühlt, so dass dieser nur zu Fuß passiert werden konnte. Direkt hinter der Stelle war auf einem nur noch 20 cm breitem Pfad ein gut 50 cm tiefer Teich (es waren wohl mal richtig tiefe Spurrillen) zu passieren. Nicht alle Teilnehmer blieben bei der Durchfahrt trocken.

<img src="http://lh3.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuc ... le_150.JPG" width="700">

Recht einhellig wurde die Tour positiv bewertet. Ausnahmslos konnten die Teilnehmer dem Track folgen. Vielfach wurde der Wunsch auf weitere Touren dieser Art geäußert.

Vielen Dank an dieser Stelle an Hermann, der mir viel bei der Vorbereitung, Erkundung und Durchführung geholfen hat. Vielen Dank auch an Burkhard, der am Veranstaltungstag fotografierend unterwegs war und mir in Schwarzenbek sein Rad anvertraute.

Und vielen Dank auch an die Teilnehmer, die sich mit viel Vertrauen auf das Abenteuer eingelassen haben.

Einen Link zu allen Bildern von bs wird es später geben.
Zuletzt geändert von Dreckschleuder am 13.12.2010, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Racing Ralf » 13.12.2010, 09:34

<img src="http://lh4.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuZ ... le_133.JPG" width="700">

Moin, moin,

ein Kumpel von mir musste leider absagen, so bin ich am Sonntag morgen kurz nach unserer Weihnachtsfeier früh los nach Aumühle.
Einige Radler waren schon dort und bereiteten ihre Räder vor, ich meldete mich erst mal an und machte dann auch mein Rad fertig.
Wir sollten in Gruppen zu dritt oder viert starten, die schnelleren zu erst, dann die langsameren. Das war eine gute Idee, mit den kleinen Gruppen lässt es sich gut im Gelände fahren.

Zum Glück hatte ich Jörg und Björn am Start getroffen, so konnten wir uns zu dritt auf die Strecke stürzen. Die Strecke war super ausgewählt, es gab von Allem was, nur sehr wenig Asphalt, dafür gab es anspruchsvolle Steigungen, tiefe Pfützen, teilweise vereiste Pfade, Schlammlöcher und lehmartigen Boden, der einen glauben ließ, man wird festgehalten.

Eine Treppe mit gefühlten 100 Stufen sind wir hochgelaufen um oben festzustellen, dass hätte nicht nötig getan. Das Wetter hatte auch alles zu bieten, es war sehr feucht, Temperatur um die Null Grad, es gab ein wenig Graupel, Schnee und zum Schluss sogar ein paar Sonnenstrahlen.

Den Rädern wurde auf der Tour auch ganz schön zugesetzt, vereiste Bremsen und Schaltungen sorgten immer wieder für einen kleinen Stopp. Bremsbeläge hab ich jetzt auch keine mehr.

Alles in Allem eine SUPER Tour, wir hatten alle riesen Spaß und freuen uns auf die nächste Veranstaltung dieser Art.

Gruß

Ralf
Man muß schon ein wenig Spaß daran haben sich zu quälen
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Da gibt es jetzt auch einen staatstragenden Bericht

Beitragvon bs » 13.12.2010, 11:41

mit einem

<b>Link zu einigen Bildern http://www.endspurt-hamburg.de/node/1396</b>
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Beitragvon Dreckschleuder » 13.12.2010, 14:52

<img src="http://lh4.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXty ... le_003.JPG" width="700">

Hallo BS,

da sind Dir ja ein paar sehr schöne Schüsse gelungen. Vielen Dank.

Vielleicht gibt es ja seitens der Teilnehmer auch noch ein paar Schnappschüsse? Ich selbst hatte dafür einfach keine Muße.
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Beitragvon Dreckschleuder » 13.12.2010, 15:01

Ich würde es begrüßen, wenn ein paar mehr Teilnehmer ihre Eindrücke wiedergeben könnten.

Insbesondere interessiert mich, wie ihr euch während der Fahrt fühltet - vielleicht auch im Vergleich zu geführten Veranstaltungen, an denen ihr wahrscheinlich auch schon teilgenommen habt.

Ich werde zeitnah auch die Auswertung der am Veranstaltungsende beantworteten Fragen bekannt geben.
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Ulrike
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Beitragvon Ulrike » 14.12.2010, 15:51

<img src="http://lh4.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuP ... le_069.JPG" width="700">

Ein Test braucht geeignete Versuchspersonen. Und da Konkursus und ich die Voraussetzungen hierfür bestens erfüllten, meldeten wir uns kurzentschlossen an als Teilnehmer von der etwas langsameren Truppe, ohne Ortskenntnisse und mit null Ahnung davon, wie man im Gelände einem GPS-Track folgt.

Bei der Ankunft in Aumühle begrüßte uns ein ziemlich leerer Parkplatz, womit klar war, dass das Gros der CTF'ler anderweitige Adventsbeschäftigungen bevorzugte. Nach Zahlung des Startgeldes bekamen wir für den Notfall den Track auf einer detaillierten topografischen Karte ausgehändigt und es folgte eine Einführung in die Tücken des Navigierens im Gelände.
<img src="http://wp.seniorensport-extrem.de/pic/o-ctf.jpg" alt="">
Dann drängte Michael zur Eile. "Ihr habt maximal 7 Stunden Tageslicht! Das kann knapp werden! Los! Los!" Au weia, das war ja schlimmer als die Flucht vor'm Besenwagen. Der nimmt einen wenigstens mit, wenn es vorbei ist.

Angesichts der überschaubaren Teilnehmerzahl ging die Gruppeneinteilung nach Geschwindigkeitsselbsteinschätzung zügig vonstatten, wobei Elke vom Endspurt und wir als bekennende Langsamfahrer als Abschlussgruppe übrig blieben. Elke besitzt zwar ein Navi, hatte aber den Track nicht richtig draufbekommen, woraufhin ihr kurzerhand ein Ersatzgerät in die Hand gedrückt wurde. So zogen wir zu dritt mit zwei Navis los, während Konkursus seinen Forerunner mithatte, um Uhrzeit und das Tempo unter Kontrolle zu halten.

<img src="http://lh3.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuJ ... le_038.JPG" width="700">

Anfangs machte Elke den Guide, sodass ich in aller Ruhe ohne den Druck der Verantwortung die theoretische Einführung in der Praxis nachvollziehen konnte. Das klappte nach einiger Eingewöhnung so gut, dass ich - beim Start noch unvorstellbar - selbst zum Wegweisen vorne fahren konnte. Und langsam fing es an richtig zu Spaß machen. Jede rechtzeitig erkannte Abzweigung war ein kleines Erfolgserlebnis. :D Und so wurden die Kilometer nach und nach abgearbeitet. Ab und zu verfehlten wir einen Abzweig, was aber schnell bemerkt wurde, sodass sich Sucherei und Zeitverlust in Grenzen hielten. Ein wirkliches Verfahren mit Orientierungslosigkeit kam nicht vor. Leider hatte ich die Karte auf dem Garmin nach Norden ausgerichtet und nicht in Fahrtrichtung, was dann doch etwas lästig war. Aber wegen der knappen Zeit und der Kälte war es nicht möglich, an dem Gerät "herumzufummeln", um die Darstellung in Fahrtrichtung herauszufinden.

Konkursus meldete regelmäßig, dass wir uns noch gut in der Zeit befanden, d.h. wir konnten uns guten Gewissens zwei kleine Essenspausen gönnen und Schwarzenbek bzw. Elmenhorst durchfahren, ohne auf den Notfall-Track zurückgreifen zu müssen. Inzwischen hatte auch das anfängliche Schneegrieseln aufgehört und sogar die :Sonnenschein: lugte hervor. Allerdings wurde es deutlich kälter und auf den offenen Feldern blies uns streckenweise ein eisiger Wind ins Gesicht. Trotzdem kamen wir deutlich schneller voran als auf den schlammigen und hügeligen Waldstücken am Anfang der Strecke. Nur leider hatten wir mit einem nicht gerechnet, dem fürchterlichen Schweinkram ca. 5 - 6 km vor dem Ziel. Ungläubig starrten wir auf das unpassierbare Gewühle, das vor uns lag. "Das kann doch nicht sein ! Hier sollen wir lang ??" :Schimpfen: Aber die Garmins blieben stur und zeigten einstimming in Richtung Wildschwein-Trail. Notgedrungen kämpften wir uns voran, immer bestrebt ohne nasse Füße davonzukommen. Danach folgte ein Waldstück, das angesichts der einbrechenden Dämmerung etwas unheimlich wirkte. Inzwischen waren die vorher matschigen Spurrillen wieder gefroren genauso wie die diversen Dreckklumpen an den Rädern, die dadurch merkwürdige Geräusche von sich gaben. Leider merkte ich zu spät, dass auch die Pfützen wieder am Zufrieren waren und - platsch- lag ich nach einem Ausrutscher im überraschend tiefen Eiswasser. Beim Hochheben des Rades gab es eine Runde Kneipp'sches Wassertreten und der Garmin hatte eine Schlammpackung bekommen, was ihn aber nicht weiter störte. Kurz darauf hatte uns die Zivilisation wieder und wir standen vor dem Bahnhof Friedrichsruh. Inzwischen war es so dunkel geworden, dass die Navis nicht mehr ablesbar waren. Da keiner von uns wusste, wie man die Hintergrundbeleuchtung heller stellt, und es auch nicht besonders sinnvoll erschien, kurz vor Schluss noch die Stirnlampen hervorzukramen, entschieden wir uns für die Straße. Glücklicherweise kannte Elke den Weg vom Bahnhof zum Vereinsheim, wo wir mit dem letzten Rest von Tageslicht eintrafen und als fast verloren geglaubte Schäfchen freudig von Michael begrüßt wurden.

Mit trockenen Sachen genossen wir die wohlverdiente Pasta appetithaben und den überfälligen Kaffee. Wegen der begrenzten Zeit unterwegs hatte ich leider keine Muße, den Photoapparat zu benutzen. So fehlen mir jetzt die Bilder des berüchtigen Schweinepfades :Wein:

Fazit:
Die Testfahrt als solche war sicherlich nicht breitensporttauglich. Auch wenn man sich nicht wirklich verfährt, braucht man als Ortsfremder auch mit Navi etwas mehr Zeit als auf einer bekannten Strecke. 80 km an den kürzesten Tagen des Jahres bei kritischen Wetterverhältnissen durch teilweise unwegsames Gelände mit nur zwei kleinen Pausen sind schon eine Herausforderung. Zum Glück hatten wir keine Panne und es gab auf der Strecke auch kein McCafé, das uns in Versuchung führen konnte. Sonst hätten wir abkürzen müssen. Die Idee mit den Nottracks war insoweit sehr gut, und hat auch dazu beigetragen, dass wir nicht gleich voll gestresst starten mussten.

Das ganze im gewohnten CTF-Umfeld mit Verpflegungsstationen und verschiedenen Streckenlängen ist mit Sicherheit eine sinnvolle Alternative zu den geführten Großgruppen. Eine kleine Gruppe kommt schneller durch Engpässe, es besteht kaum eine Gefahr, dass jemand unbemerkt verloren geht, bei einer Panne müssen weniger Leute warten und es gäbe mehr Tempo-Varianten. Sinnvoll wäre es auch, unerfahrenen Leuten wie uns, ggfs. mit Leihgerät die Möglichkeit zu geben, quasi als "GPS-Lehrling" mitzufahren.

Die praktische Umsetzung mit größeren Teilnehmerzahlen, die auf jeden Fall in Angriff genommen werden sollte, wird wahrscheinlich noch eine Vielzahl von organisatorischen Fragen aufwerfen. Aber dass sich die O-CTF als spezielle Veranstaltungsform etabliert, ist gut vorstellbar und wünschenswert.

Schön ist auch, dass wir unseren Oregon, der uns beim Geocachen schon so oft an der Nase herumgeführt :Aetsch: und genervt hat, von einer ganz neuen Seite als zuverlässigen Wegbegleiter kennenlernen konnten. Das Fahren nach GPS und Track werden wir auf jeden Fall weiter ausbauen. Da war die Test-O-CTF der richtige "Tritt in den Hintern", um sich einmal richtig mit dem Gerät und seinen Möglichkeiten zu beschäftigen. Dafür :Danke:

Ulrike
Hilfe !! Ich brauch' einen 48 Std.-Tag!
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Beitragvon Konkursus » 14.12.2010, 17:08

<img src="http://lh6.ggpht.com/_MfF7ggGkelM/TQXuP ... le_070.JPG" width="700">

Ulrike hat ja unsere schöne Tour schon super beschrieben, dem gibt es grundsätzlich ja kaum etwas hinzuzufügen. Ich möchte - im übrigen als Technikfeind verschrien - nur noch das ein oder andere anmerken.

In letzter Zeit hatten wir ja mit "unseren" Veranstaltungen um BS herum etwas Pech. HB mussten wir kurz vor dem Ziel in Plauen aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, Kuchenpokal gab Ärger :mad: , auch weil Dreckschleuder noch Wochen danach die ganze Sauce wieder aufwärmen musste.

Also stand für mich fest: die Sache muss klappen. Da darf nichts passieren, wir fahren los und kommen an, keine Probleme, kein Zweifel (ich hatte ja mit dem GPS nichts zu tun :HaHa: ). Geradezu wissenschaftlich die Vorbereitung von Ulrike, schöne Ausdrucke über google earth, was sollte da noch schief gehen? Nur, Ulrike wurde etwas nervös, ich musste erst einmal gut Wetter machen.

In Aumühle angekommen, gab Dreckschleuder erst einmal eine schöne Einweisung (mit etwas mehr als 11 Km/h schafft Ihr das alle) und ab gings. Etwas mehr als 11 Km/h , also schlafen wollte ich nicht, auch wenn mal Futterage aufgenommen werden musste. Da ich es vom Laufen gewöhnt bin, die Zielzeit vorauszuberechnen, Forerunner an und los. Nur, am Anfang traten bei meinen Mitstreiterinnen bzw. den GPS-Geräten leichte Probleme auf, eine rechts, eine Links. Was denn nun? Anhalten, dann gings weiter. Ein Blick auf den Forerunner und mir wurde schon schwummrig. 8.5 Km/h Durchschnitt, wie soll das weitergehen? Aber es ging nach einer kleinen mentalen Schwächephase gut weiter. Dreckschleuder hatte den Kurs so ausgewählt, dass die schwierigsten Passagen und die meisten Höhenmeter auf der ersten Hälfte waren, so dass ich sehr schnell wusste: hier kann nichts anbrennen.

Laufend wurde der Durchschnitt nach oben gebracht, meine Damen zeigten mir den Weg, ab und zu nutzte ich den Vorteil der letzten Gruppe und folgte den Spuren der vorausfahrenden Gruppen selbst vorneweg im Schnee, es entwickelte sich eine gemütliche Ausfahrt. Es war so, wie bei einer Marathontour mit Bärbel, kein übertriebenes Gasgeben, wir haben bis maximal 16:30 Zeit und das nutzen wir aus. Bis kurz vor Friedrichsruh waren wir sogar auf Ankunft knapp nach 16:00 Uhr, dann kam der Schweineweg (die Straße war aus meiner Sicht keine Alternative, zuviel Autos). So etwas habe ich noch nicht erlebt. Auf einer Strecke von ca. 200 - 300 ein Gewühle, das man kaum noch schieben konnte. Wasserpfützen mit enormer Tiefe, aber dann klappte auch das, kurz vor halb waren wir dann am Ziel.

So, nun meine Erfahrungen:

ohne eigenes GPS-Gerät ist das ganze m.E. langweilig..Dem Track zu folgen, finde ich wichtig, deshalb muss bei Ulrike und mir ein zweites Gerät her.

Probleme hatten wir zu keiner Zeit, ab und zu ein paar Unsicherheiten, die man auch dadurch beseitigen kann, dass man absichtlich in die falsche Richtung fährt, man sieht schon, was passiert. In einer Gruppe sollten aus Gründen der Abstimmung mindestens zwei Geräte sein.

Fährt man mit GPS, lassen sich sehr homogene Gruppen bilden, der vorhandene Leistungsunterschied nivelliert sich. Man kann auch - wie wir - gleichmäßiger fahren als sonst.

Allerdings sollte man bei den Geräten darauf achten, welchen Energieverbrauch die haben. Der Oregon verbraucht alle 50 Km einen Satz Batterien, was schon aus ökologischen Gründen gar nicht geht (jetzt stellt Euch mal vor, was bei HHB los war - 4-5 Mal Batteriewechsel).

Beim Fahren nach Track ist man natürlich etwas eingeschränkt. Wenn man nicht auf einen Nottrack ausweicht, muss man natürlich - siehe Schweineweg - durch, wie auch immer. Es geht dann nicht wie bei einer herkömmlichen CTF, wo der Guide sich umentscheiden kann, wenn etwas los ist.

Es war insgesamt sehr schön, gerne wieder. Wir sind dabei.

Bei Dreckschleuder haben wir uns auch immer in sicheren Händen gefühlt. Er wusste, was er wollte und was er tat.

Also, bis zum nächsten Mal ;-)


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Beitragvon Thali » 14.12.2010, 18:52

Konkursus hat geschrieben:ohne eigenes GPS-Gerät ist das ganze m.E. langweilig..Dem Track zu folgen, finde ich wichtig, deshalb muss bei Ulrike und mir ein zweites Gerät her.

Probleme hatten wir zu keiner Zeit, ab und zu ein paar Unsicherheiten, die man auch dadurch beseitigen kann, dass man absichtlich in die falsche Richtung fährt, man sieht schon, was passiert. In einer Gruppe sollten aus Gründen der Abstimmung mindestens zwei Geräte sein.
Hallo Konkursus,

bevor Du gleich wieder die Regale räumst, mit unserem Forerunner 305 kann man durchaus Kurse abfahren, ich hab da sehr gute Erfahrungen. Geht auch im Gelände, hab vor kurzem die Forumstour vom Frühjahr damit abgefahren und die Waldstücke ganz gut bewältigt. Also als Zweitgerät ruhig mit dem Kurs bestücken und einen kleinen Maßstab wählen 50-100 m. Bei meinem Forerunner hält wenigstens der Akku noch 8-10 Stunden.
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Beitragvon Konkursus » 14.12.2010, 19:30

@thali:

stimmt, aber es fehlt dann leider die Kartenansicht. Wenn du so sich bist, dass du die nicht mehr brauchst, genügt natürlich der Forerunner.

Gruß an die Paladine


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Beitragvon Dreckschleuder » 14.12.2010, 19:58

@Konkursus: Wir hatten einen Teilnehmer dabei, der mit einem "Steinzeitgerät" ohne Kartendarstellung unterwegs war. Nach seinen Angaben hat die Navigation/Trackverfolgung hervorragend funktioniert.

...ich würde mir allerdings niemals ein Gerät antun, das einen festeingebauten Akku hat. In Verbindung mit Kälte und Nässe macht das für unser Hobby und die lange Zeit, die wir jeweils unterwegs sind, keinen Sinn.

Wenn Du ein kostengünstiges Zweit-Navi suchst, so kannst Du eins von meinen probefahren (Elke war damit unterwegs). Ich habe sie zum Probefahren bei meinen Veranstaltungen angeschafft. Sie sind robust, kostengünstig (man kann sie für unter 100 Euro schießen), haben eine richtig lange Batterie-/Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden, sind Routing-fähig und Trackverfolgung ist auch möglich....
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Beitragvon Dreckschleuder » 14.12.2010, 20:06

ohne eigenes GPS-Gerät ist das ganze m.E. langweilig..Dem Track zu folgen, finde ich wichtig, deshalb muss bei Ulrike und mir ein zweites Gerät her.
Soll das heißen, daß eine Fahrt ins Gelände langweilig ist? Da habe ich - auch ohne Track - ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich finde es abwechslungsreicher als Stunden auf einer Straße zu fahren, es gibt viele Eindrücke zu sammeln. Ich mußte ständig Gelände, Situation einschätzen, den richtigen Weg und das richtige Tempo finden, um durch Passagen zu kommen.

Sehr provokant!
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Beitragvon Konkursus » 14.12.2010, 20:17

@ Dreckschleuder

das wollte ich damit beim besten Willen nicht ausgedrückt haben. Wenn du an einer OCTF teilnimmst, ist m.E. die Benutzung des GPS ein Teil des Ganzen. Wenn das dann nicht da ist, fehlt etwas. Ohne Gerät fährst du eben leicht hinterher. Deshalb habe ich ja nach Winnetou-Art mit der Spurensuche begonnen.

Es war keineswegs gemeint, dass die Streckenführung etc. langweilig war.


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Beitragvon Dreckschleuder » 14.12.2010, 22:33

Hallo Konkursus,

ich hatte mir so etwas gedacht, konnte mir aber die Provokation nicht verkneifen, zumal das ja auch Außenstehende lesen.

Tatsächlich hat es mich riesig gefreut, wie gut selbst die "GPS-Anfänger" diese Herausforderung bewältigt haben.

Ich weiß nicht, ob euch bewusst ist, wie viele Abbiegungen und schwierig zu findende Wegabschnitte (Gabelungen, Abbiegungen direkt hintereinander, versteckte Durchgänge,...) ich eingebaut hatte. Ohne GPS wäre das selbst mit Ausschilderung kein Selbstgänger gewesen.

Ich schätze, dass sich die Mitfahrer in den wirklich kleinen und nach Möglichkeit homogenen Gruppen insgesamt sogar wohler fühlen könnten als in den häufig langgestreckten Gruppen, wie sie bei CTFs nicht ungewöhnlich sind. Sie müssen nicht damit rechnen, bei nachlassenden Kräften hinten raus zu fallen, können sich so auf schwierige Passagen konzentrieren, wie es die Situation erfordert.
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Beitragvon thomas-hh » 14.12.2010, 23:27

Sehr schöne Berichte. Besonders der von Ulrike :Respekt: .

Mhm, ich habe mir gerade ein MTB gekauft und fühle mich darauf noch ziemlich unsicher. Sage mir keiner, dass es keine Unterschiede zwischen RR und MTB gibt. Also 80 km würden mich momentan völlig überfordern. Und Ulrikes sehr bildhafte Beschreibung bestärkt mich darin, es erst einmal weiter beim Alstertal zu belassen.

Gruß und Anerkennung

Thomas
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Beitragvon Dreckschleuder » 14.12.2010, 23:47

Hi thomas-hh,
ich behaupte, Du hättest die Veranstaltung auf Anhieb bewältigt.

Man war zu keinem Zeitpunkt mehr als 20 Kilometer vom Ziel entfernt.

Bei 7 Stunden Zeit sind die 40 Kilometer bis Schwarzenbek + 13 Kilometer Heimweg problemlos (ggf. mit Pausen) selbst für Personen mit noch nicht perfekter Kondition bewältigbar.

Ich habe diese Variante als Veranstalter gewählt, um im Ziel alles für die Ankunft der Teilnehmer vorzubereiten. Es gab noch 2 Mitfahrer, die sich auch dafür entschieden.

Man kommt von Schwarzenbek aus auch mit der Bahn in ca. 10 Minuten nach Aumühle zurück. Die fährt zwar nicht so häufig, aber das ist im Prinzip egal.

Was ich sagen wollte: Es war ein nicht so großes Risiko für die Teilnehmer. Und mit diesem Wissen hätte ich mich auch mit einem Neuling auf die Strecke getraut.
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Beitragvon Dreckschleuder » 15.12.2010, 10:05

Auswertung des Fragebogens.

Ich hatte 17 fahrende Teilnehmer, davon sind 14 die volle Strecke gefahren. 3 sind nach der Hälfte direkt nach Aumühle zurückgefahren.

14 von 17 Teilnehmern hatten ein GPS dabei. Das ist bestimmt für eine CTF-Veranstaltung nicht repräsentativ. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Versorgung mit Geräten schon so hoch ist.

Die Erfahrungsspanne in der Nutzung der Geräte ist sehr groß. Teilgenommen haben sowohl GPS-Anfänger als auch -Experten. Allerdings beziehen sich die Erfahrungen überwiegend auf Straßenfahrten.

Im Gelände schätzen sich nur drei Teilnehmer als erfahren ein. Die überwiegende Mehrheit schätzt sich als GPS-Anfänger ein.

Gefallen hat die Tour allen Teilnehmern. Sie wünschen sich ausnahmslos weitere Veranstaltungen dieser Art. Der GPS-Track wurde als von allen ausreichend genau und verfolgbar kategorisiert.

Die Gruppen waren maximal 4 Personen groß (dabei hatte ich nur maximal 3 Personen große Gruppen auf die Strecke geschickt). Auf Grund der Gruppengröße und der großen Anzahl von Gruppen (mit eigenem Tempo) wechselten einige Teilnehmer unterwegs in eine langsamere Gruppe.

Die meisten Gruppen sind unterwegs ein paar mal falsch abgebogen. Allerdings passierte das selten und schon nach wenigen Metern wurde der Irrtum bemerkt.

Probleme gab es mit einer Passage (Wildschweine hatten gewütet s.o.) und mit der Technik. Eine gerissene Kette, eine gerissene Felge, eine fast durchgebremste Felge, ein zerstörter Freilauf, diverse nicht mehr funktionierende Bremsen und Schaltungen, einige wenige Platten.

Dann stellte ich noch die Frage nach der gewünschten Streckenlänge:
Diese Frage wurde sehr individuell beantwortet. Die Antworten reichten von <= 60 über 50-100 je nach Wetter bis hin zu >100. Wenn ich mir den Schwerpunkt der Antworten anschaue, dann liegt die Mitte wohl in der Nähe von 80 Kilometern.
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Beitragvon Dreckschleuder » 15.12.2010, 10:11

Als nächstes stellt sich die Frage, wie man die Ergebnisse dieser Tour für die CTF-Veranstaltungen nutzen kann.

Ich bin in jedem Fall dagegen, daß Teilnehmer alleine auf die Strecke geschickt/gelassen werden.

Aber wie kann man das organisatorisch regeln. Wie verteilt man im Vorwege den Track, wie checkt man, daß er auf dem Gerät sichtbar ist.

Wie? wie? wie? Vorschläge sind gefragt und gewünscht!
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Beitragvon quasarmin » 15.12.2010, 10:59

Dreckschleuder hat geschrieben:Wie? wie? wie? Vorschläge sind gefragt und gewünscht!
Moin Michael

ein wenig Erfahrung habe ich bei der Planung und Durchführung der drei TransAschberg-CTFs auch schon gesammelt. Dabei stürzte ich bei einer Streckenerkundung und lag eine Weile bedömmelt unter dem Rad, wie lange weiß ich auch nicht. Nur ein kaputter Helm war Zeuge, denn ich war alleine unterwegs. Seit dem vermeide ich es alleine mit dem Rad auf einsamen Wald- und Geländewegen zu fahren.

Bei MTBO-Läufen gibt es neben Einzelstartern auch Paare. Für die von dir angedachte CTF-Form würde ich auch 2er oder max. 3er Teams vorschlagen. Wenn das Team größer wird besteht die Gefahr das genau das eintritt was Konkursus geschildert hat, dass es dann für einzelne nur ein Hinterhergefahre wird, so wie auf den herkömmlichen CTFs eben. In Zweier-Teams lässt sich das viel aktiver handhaben und besser kommunizieren.

Die Verteilung des Tracks mittels email ist oft problematisch weil der Anhang manchmal merkwürdig dekodiert wird. Eine sehr praktische Austausch-Plattform ist z.B. www.GPSies.de . Dort hochgeladene Tracks können in viele Formaten von jedermann/frau heruntergeladen werden, zudem lässt sich die Strecke auch prima mit Auswahl von verschiedenen Karten im Vorwege betrachten. Gleichzeitig erreicht man so das jeder den gleichen Track erhält. Ich habe oft erlebt das bei Brevets verschiedene Tracks im Umlauf waren die durch mehrere Emails verteilt wurden.

@Ulrike/Konkursus. Wenn ihr den Oregon400 gewohnt seid aber etwas mit längerer Batterielaufzeit sucht, dann schaut euch mal den Dakota20 an. Ich habe den Dakota nun fast ein Jahr im Einsatz und bin sehr zufrieden. Die Ablesbarkeit ist natürlich nicht mit dem Oregon messbar, aber völlig ausreichend. Probleme habe ich nur ein wenig auf schattigen Wegen, hilfreich ist wenn man den Track möglichst dunkel (schwarz) darstellt anstatt dem Standard-Hellblau. Bei Benutzung der Softhalterung von GPS24.de kann man das Gerät bei Lichtspiegelungen auch schnell mal so hindrehen das man in jeder Situation etwas erkennt. Mit angeschalteten Licht sind aber auch dustere Waldwege kein Problem. Mit 2500mA Akkus, abgeschalteter Kompassfunktion und sparsamen Lichtgebrauch komme ich auf über 20h Laufzeit.

Von der Darstellung fand ich persönlich bis jetzt die OSM-Radkarte am besten. Die gibt’s inzwischen auch als Europa-Version.

Viele Grüße
Armin
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Beitragvon Konkursus » 15.12.2010, 13:57

vielen Dank für die vielen Tipps, vielleicht überwinde ich meine Technikfeindlichkeit ja ansatzweise damit. Zuhause werden wir erst einmal die Forerunnervariante Karoeinfach ausprobieren.

@ Dreckschleuder

Dein Angebot, eines von Deinen Geräten einmal probezufahren, nehme ich gerne an. Spätestens bei Eurer CTF könnte ich es ja machen, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind, u.U. ja auch schon eher (wir wollen grundsätzlich alle CTF´s mitmachen, aber wer weiß, wie das Wetter wird?).

Viele Grüße


Konkursus
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Beitragvon Dreckschleuder » 15.12.2010, 16:30

@ Konkursus:
... und wer weiß schon, wo/ob es einen passenden Track gibt?

Sag mir Bescheid / mail mir einen Track, dann bestücke ich das Gerät passend.

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Beitragvon Dreckschleuder » 16.12.2010, 00:22

Die Verteilung des Tracks mittels email ist oft problematisch weil der Anhang manchmal merkwürdig dekodiert wird. Eine sehr praktische Austausch-Plattform ist z.B. www.GPSies.de . Dort hochgeladene Tracks können in viele Formaten von jedermann/frau heruntergeladen werden, zudem lässt sich die Strecke auch prima mit Auswahl von verschiedenen Karten im Vorwege betrachten. Gleichzeitig erreicht man so das jeder den gleichen Track erhält.
Hi Armin,

so einfach, wie Du es da darstellst, ist es leider auch nicht.

GPSies kommt m. E. nicht in Frage, aus 3 (4) Gründen:

1. Das Herunterladen macht Schwierigkeiten, häufig werden
abgeschnittene Tracks erzeugt, die nur noch mit Texteditor
zu öffnen aber keinesfalls so nutzbar sind
2. Ich will Track und Wegpunkte verteilen, GPSies unterstützt das
nicht
3. Einen Track mit vielen Punkten über GPSies zu zerlegen, geht
derzeit nicht. Eine Glättung kommt nicht in Frage (das kann man
umgehen, indem man mehrere Tracks bereitstellt. Man riskiert
aber, daß nicht alle Teile heruntergeladen werden)
4. Es ist nicht leicht, Tracks überhaupt dort zu finden

Ich habe für meine Veranstaltungen noch keine befriedigende Lösung gefunden. Derzeit liefere ich über mein Veranstaltungsformular zentral zwei GPX-Files aus:
1. File: Alle Punkte in einem Track
2. File: mehrere Tracks mit 500 Punkten pro Track

Zumindest kursieren damit nicht mehrere Versionen meiner Veranstaltungsstrecke. Das wäre auch tödlich, da ich von Mal zu Mal an den Strecken feile.

Gruß
Michael
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Beitragvon Dreckschleuder » 16.12.2010, 09:04

Man könnte die Veranstaltungen (CTF, OCTF) im Gelände auch getrennt betrachten.

Bei und im Vorlauf von CTFs gibt es die Notwendigkeit, daß die potentiellen Guides die Strecke vorweg mehrfach fahren müssen, um sich die Abbiegedetails einzuprägen. Zusätzlich werden am Tag vor der Veranstaltungen Abbiegungen markiert. Nach der Veranstaltung müssen diese Markierungen wieder entfernt werden. In Summe bedeutet das einen riesigen Zeiteinsatz und einen hohen organisatorischen Aufwand.

Ich bin der Meinung, daß man das Abfahren für GPS-ausgerüstete Guides auf höchstens 1x beschränken kann. Vielleicht können von kleineren Vereinen auch ausgerüstete Fremdguides eingesetzt werden.

Das Markieren und Demarkieren der Strecke kann ganz entfallen. Natürlich muß ein ordentlicher!! Track gemacht werden und natürlich muß das Problem der Verteilung gelöst werden.
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Beitragvon Dreckschleuder » 16.12.2010, 23:47

Schauen wir uns mal die OCTF an. Es ist nicht so einfach, die vielen Aspekte/Probleme ordentlich einzusortieren. Mir fällt spontan ein, die zeitliche Achse zu betrachten. Folgende Phasen fallen mir ein:

0. Ankündigung
1. Planungs- / Erkundungs- / Zeichnungsphase
2. Verteilungsphase (Track verteilen und aufspielen)
3. Startphase
4. Endphase

0. Phase: Bei der Ankündigung ist es wichtig, neben den Rahmenbedingungen der Veranstaltung den Zeitplan z.B. für die Verteilung mit anzukündigen (Nach dem man sich auch richtet!).

1. Phase: Hier hat sich folgender Prozeß bewährt: Gestartet wird die Planung mit Hilfe von Karten. Dabei entsteht ein Track und ggf. für Streckenabschnitte Planungsvarianten. Ich setze dazu MapSource (Routing) und TTQV ein. Als nächstes wird der Track abgefahren. Während des Abfahrens ist es ok, für schlechte Streckenabschnitte (z.B. langer Straßenabschnitt, Weg nicht mehr vorhanden oder unfahrbar) vor Ort nach Alternativen zu suchen, insbesondere wenn die Anfahrt lang ist. Anschließend wird die Planung überarbeitet. Kommen neue Abschnitte dazu, so sind mindestens die abzufahren.

Zusätzlich muß überlegt werden, wie man Teilnehmer gesichert nach Hause führen kann, wenn sie die Tour nicht mehr im Tageslicht beenden können. Single-Trails im Dunklen machen sich nicht wirklich gut.

Als Ergebnis meiner Veranstaltung fänden es einige Teilnehmer interessant, besonders schwierige Stellen mit einem Wegpunkt zu markieren und einen Zettel mit passenden Hinweisen mitzuliefern.
Auch die Wegpunkte für durchfahrene Orte und 10 KM-Markierungen sind gut angekommen.

Ergebnis der Planungsphase:
1. Track, passend dazu
2. Wegpunkte, passend dazu
3. Karte mit aufgezeichnetem Track (möglichst aus EINER Quelle wie der Track produziert)

2. Phase: Ich sehe zwar das Problem als gelöst an, ein File mit einem Track und Wegpunkten im GPX-Format bereitzustellen (ggf. ein 2. File mit mit Tracks a 500 Punkte und ein Drittes mit Tracks für die NOT-Rückwege).

Aber es ist nicht sicherzustellen, daß die Teilnehmer den korrekten Track herunterladen und ihn PASSEND auf das Gerät spielen, d. h.:

1. Track so zerlegen, daß er auf das Gerät paßt UND
2. Track so zerlegen, daß der Teilnehmer weiß, wann er welchen Abschnitt der Strecke zu fahren hat.

Punkt 2 wird relevant, wenn - wie bei CTFs üblich - eine Kontrollstelle mehrfach angefahren werden, der Track also Schleifen hat.

Hier kann man nur informieren und schulen (und das beste hoffen).

3. Phase: Für die Startphase der Veranstaltung habe ich nur eine Idee. Ich würde den Start gerne zweistufig gstalten: 1. Stufe: Grobeinteilung in Geschwindigkeitsgruppen wie bei der klassischen CTF. 2. Stufe: Einteilen in Kleingruppen zu 3-4 Personen mit mindestens einem GPS und ähnlichem Fahrvermögen. Das stelle ich mir nicht so ganz einfach vor...

4. Phase: Während der Veranstaltung sollte ungefähr bekannt sein, wo die Gruppen ungefähr sind. Dazu könnte man zwischendurch Kontrollfahrer einsetzen oder in den Kontrollstellen Buch führen. Ideal wäre eine Tracking-Möglichkeit (mindestens in den Kontrollstellen).

Wichtig: Kein Teilnehmer ist zu irgendeinem Zeitpunkt alleine auf der Strecke. Gruppenwechsel einzelner Teilnehmer finden nur in Kontrollstellen statt oder wenn Gruppen aufeinander auffahren.

Es ist sicherzustellen, daß alle das Ziel erreicht haben, z. B. über Startnummern.

Mehr fällt mir dazu heute Abend nicht ein. Ich bin an vielen Stellen auch nicht sicher. Fällt euch noch mehr ein?
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Beitragvon Helmut » 17.12.2010, 00:14

Ich möchte gern grundsätzliche Gedanken dazu anführen:

Evtl. ist die CTF-O die Zukunft der CTF, aber bis der Gebrauch eines GPS-Gerätes so selbstverständlich und einfach sein wird, wie er es bereits heute bei den PKW ist, wird noch einige Zeit vergehen. So sehe ich sie zunächst "nur" als eine interessante neue Variante. Mit dieser Art eine CTF zu veranstalten, kann man m. E. den Terminkalender würzen, aber vorerst nicht umkrempeln.

Wenn ich den Aufwand schätze, den Dreckschleuder in die Herstellung des Tracks und dessen Verbreitung investierte, nehme ich an, dass eine Ausschilderung mit Markierungen aus Stoff in kürzerer Zeit an- und wieder abgebracht worden wäre. Wie einfach und effizient man auch eine lange Route für alle unmissverständlich ausschildern kann, machen uns die Holländer vor. Die Routenführung per Track spart hingegen evtl. Vorbereitungszeit in den nächsten Jahren.

Wenn es irgendwie in meinen Kalender passt, werde ich gerne bei der ersten CTF-O dabei sein, um selbst zu erfahren, wie das dann mit bis zu 100 Teilnehmern abgehen wird.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Dreckschleuder » 17.12.2010, 11:35

Zum Planungsaufwand:
Dieser sollte für CTF und OCTF eigentlich identisch sein. Eine neue CTF-Strecke würde ich genauso planen, zunächst auf Karte, dann abfahren ggf. diese Zyklen wiederholen. Vielleicht können ja BS und/oder Quasarmin etwas dazu sagen.

Wenn ich schon eine habe, um so besser. Dann brauche ich sie nur noch Nachtracken, 1x Abfahren und wahrscheinlich den Track geringfügig nachbessern.

Wenn die Wege vollständig auf der Velomap sind (Routing-fähig), bin ich mit dem Track wahrscheinlich in deutlich unter einer Stunde durch. Die Route wandle ich nach Abschluß in einen Track, ggf. wenn notwendig ausdünnen, fertig.

Deine Einschätzung bezüglich Selbstverständlichkeit der Nutzung durch die Teilnehmer teile ich (siehe auch meine Anmerkungen zur Verteilung/vor dem Start).

Da ich überwiegend GPS-Gelände-Anfänger bei mir am Start hatte, bestand auch die Befürchtung, daß sich Teilnehmer verfahren könnten. Diese Befürchtung hat sich als absolut unbegründet erwiesen. Der Zeitverlust durch Verfahren und Suchen hielt sich auch in engen Grenzen.

Alle aufgetretenen Probleme resultierten aus der Track-Verteilungsphase (Verteilen Track, ..., sauberes Aufspielen auf das Gerät und anzeigen). Und genau hier muß die Erfahrung der Teilnehmer entstehen. Wo viele GPS-Nutzer noch nie einen Track vom Gerät geholt oder aufs Gerät aufgebracht oder genutzt haben, besteht ein Fehlerpotential.
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GPS am Rad und Tourenplanung

Beitragvon Halvtreds » 19.12.2010, 11:10

Das mit der Planung ist vor allem eine Frage der Kreativität.

Meist ist man betriebsblind, weil man immer seine seine bevorzugten Strecken fährt. Wenn dann erstmal die Idee für eine neue Strecke steht, ist das mit den aktuellen Hilfsmitteln am Schreibtisch bzw. PC schnell durchgeplant und ein entsprechender Track erstellt. Je nach Begleitmaterial (Streckentabelle, Wegpunkte, verschiedene Geräte-spezifische Trackaufbereitungen) benötige ich selten mehr als 1-2 Stunden dafür.

Wenn ich eine geführte Tour anbiete oder allein bin, fahre ich direkt nach der theoretischen Planung los und dem Track hinterher. Wer schon einmal mit mir gefahren ist, weiß, dass wir bisher immer wohlbehalten zurückgekehrt sind - die Vorgehensweise funktioniert also.

Ich bin dieses Jahr viele hundert Kilometer in mir unbekannten Gegenden auf Straße und im Gelände meinen Tracks hinterhergefahren und habe unterwegs mit den Strecken nur sehr selten Probleme gehabt. Und wenn, dann hatte ich sorglos gearbeitet.

Bei größeren Gruppen oder wenn die Leute allein nach Ausschilderung, Roadbook oder Track fahren sollen, halte ich eine Vorab-Kontrolle per Rad für unerlässlich. Das dauert dann eben je nach Länge der Strecke (und Wetterbedingungen).

Von daher ist der Aufwand für eine Veranstaltung, die nach Track in Kleingruppen gefahren wird, dramatisch geringer als alles, was mit Ausschilderung oder Guides zu tun hat.

Ich frage mich nur, was der Mehrwert einer solchen Veranstaltung für die Teilnehmer sein soll. Im Grunde kann jeder für sich selbst und Freunde mit wenig Aufwand eine Tour kreieren und als Kleingruppe abfahren. Versorgung, wie auch bei den Brevets üblich, beim Bäcker oder an der Tankstelle - da ist dann kein Unterschied.

Was offen bleibt, ist der Besenwagen. Meine Frau knurrt sehr heftig, wenn ich irgendwo eingesammelt werden will - bisher hat sie mich dann aber doch immer noch geholt.

Macht den ganzen Kram nicht zu wissenschaftlich. Wir wollen Spaß auf dem Rad haben. Ob wir da irgendwo links um den Kirchturm fahren statt rechts herum, ist doch völlig unerheblich.

Und jetzt auf in den Schnee

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Beitragvon Dreckschleuder » 20.12.2010, 00:42

Ich frage mich nur, was der Mehrwert einer solchen Veranstaltung für die Teilnehmer sein soll. Im Grunde kann jeder für sich selbst und Freunde mit wenig Aufwand eine Tour kreieren und als Kleingruppe abfahren. Versorgung, wie auch bei den Brevets üblich, beim Bäcker oder an der Tankstelle - da ist dann kein Unterschied.
Wozu für Freunde planenen? Wozu überhaupt Radveranstaltungen?
Vielleicht, weil nicht alle gleichermaßen kreativ sind? Weil ortskundige Planer eher gute von schlechten Passagen unterscheiden und die schlechten meiden? Weil nicht jeder so ausgestattet ist, daß er am PC planen kann? Weil man nicht alleine fahren möchte?

Meine Motivation, als Veranstalter tätig zu werden, besteht einfach nur darin, für Radsportbegeisterte attraktive Touren ab Hamburg anzubieten und damit ggf. lange Anfahrten zu vermeiden.
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Beitragvon quasarmin » 20.12.2010, 09:27

Moin Michael
Dreckschleuder hat geschrieben: so einfach, wie Du es da darstellst, ist es leider auch nicht.
War doch nur ein Vorschlag, und wenn ich diesen Tread so anschaue beschleicht mich das Gefühl das auch Halvtreds ansprach, du machst dir vielleicht etwas zu viele Gedanken.

Die Anzahl der potentiellen Teilnehmer einer OCTF ist sicher noch überschaubar. Die meisten kennen sich mit ihrem GPS-Gerät, dem Internet, GPSies usw. schon etwas aus. Man kann also voraussetzen das diese Teilnehmer mehr oder weniger eigenverantwortlich die Tracks auf ihr Gerät installieren. Bei Interesse an dieser Veranstaltungsform setze ich eine gewisse Eigeniniative und aufgeladene Batterien einfach mal voraus.
Vor der Abfahrt kann man speziell für Einsteiger eine Ecke einrichten bei der erfahrene GPS-Benutzer die Einsteiger etwas unterstützen. Für den Notfall gehört einfach ein Handzettel mit Wegbeschreibung und Telefonnummer in die Tasche und Abfahrt.
GPSies kommt m. E. nicht in Frage, aus 3 (4) Gründen:
1. Das Herunterladen macht Schwierigkeiten, häufig werden
abgeschnittene Tracks erzeugt, die nur noch mit Texteditor
zu öffnen aber keinesfalls so nutzbar sind
Ich weiss nicht wie alt deine Erfahrungen mit GPSies sind, ich hatte beim Herunterladen von Tracks bei GPSies noch nie Probleme. Das von dir beschriebene Problem trat bei mir kurioserweise nur bei per email verteilten Tracks auf.
2. Ich will Track und Wegpunkte verteilen, GPSies unterstützt das
nicht
GPSies bietet eine sehr komfortable Möglichkeit Wegpunkte einzusetzen und zu beschriften. Diese können dann mit dem Track herunter geladen werden.
3. Einen Track mit vielen Punkten über GPSies zu zerlegen, geht
derzeit nicht. Eine Glättung kommt nicht in Frage (das kann man
umgehen, indem man mehrere Tracks bereitstellt. Man riskiert
aber, daß nicht alle Teile heruntergeladen werden)
Das ist soweit richtig, aber hier würde ich an den Teilnehmer einfach den Anspruch stellen das er sich die 3 vielleicht 4 Teilstecken komplett runterläd. Ich denke das gerade die Besitzer dieser älteren Geräte da schon ein wenig sensilibisiert sind.
4. Es ist nicht leicht, Tracks überhaupt dort zu finden
Der Track ist genauso einfach zu finden wie deine Ausschreibung - und zwar mit einem Link.
Hier ein Beispiel von meiner Schneetour am Wochenende - für dich mit ein paar Beispiel-Wegepunkten.
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=xggieywprzzbhaes

Ich will dir GPSies nicht aufschnacken, aber ich halte es für eine prima Plattform für diesen Zweck. Die Norttorfer verteilen die Tracks ihrer Touren auch über GPSies (z.B. Mitternachtsmarathon). Ich plane, bearbeite und verwalte alle meine GPS-Touren auf GPSies. Natürlich mache ich Sicherheitskopien, aber so habe ich überall wo ich Internet habe, Zugriff auf meine Tracks. So lange der Track noch nicht offiziell ist kann er privat geschaltet werden. Bei der Planung ist die Umschaltmöglichkeit zwischen den verschiedenen Ansichten eine große Hilfe. Probiere es einfach mal aus.

Ach ja deine Frage zum Aufwand bei Planung einer CTF-Strecke.
Ich habe für die Planung von vier geführten CTF-Strecken etwa ein Jahr gebraucht, jede Strecke wurde bis sie endgültig stand 4-6 Mal abgefahren. Dann noch einige Male mit den anderen Guides zum Kennenlernen. Zusätzlich kamen noch Fahrten mit Markierungsarbeiten dazu um besondere Abbiegestellen mit kleinen Pfeilen zu versehen. Das Verrückte an Geländetouren ist, sie sehen zu jeder Jahreszeit vollkommen anders aus. Eine im Herbst geplante Tour fährt man im Frühling meist nicht ohne Abbiegeirrtürmer durch.
Vor jeder Neuveranstaltung (es waren 3) wurden alle 4 Strecken mindestens zweimal abgefahren. Ein Mords-Zeitaufwand für alle Beteiligten an dem die Fortsetzung der Veranstaltung dann letztendlich gescheitert ist. Für die meisten Guides lagen die Strecken nicht eben mal um die Ecke.
Ich sehe in der OCTF schon die richtige Richtung. Lass dich nicht entmutigen mit deiner Iniative, es wird sicher und hoffentlich bald Nachahmer geben.

Viele Grüße
Armin
Zuletzt geändert von quasarmin am 21.12.2010, 10:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon mars8472 » 20.12.2010, 16:47

Wie die Tracks auf die Geräte der Teilnehmer kommen, sollte nicht das Problem des Veranstalters sein, außer das soll ein GPS-Workshop werden. Es gibt diverse Geräte von diversen Herstellern, mittlerweile kann jedes bessere Mobiltelefon mit der entsprechenden Software navigieren. Wer sich ein GPS-Gerät anschafft, wird sich in der Regel damit auseinandersetzen, wer das nicht macht, hat daraus keinen Nutzen.
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Beitragvon Halvtreds » 20.12.2010, 20:33

@Mars

Deine Meinung in allen Ehren - nur leider entspricht sie nicht dem, was in der Praxis die Regel ist. Mein Eindruck ist, dass ein nicht unerheblicher Teil der Radfahrer und -Sportler sich eben nicht mit den Möglichkeiten und Grenzen ihrer Geräte befasst haben.

Über das Gerät hinaus denken nur die Allerwenigsten, d. h. eine kritische Auseindersetzung mit Kartenwerken, div. Routenplaner und sonstigen Hilfsmitteln findet genau so wenig statt, wie eine systematische Tourenauswertung und Archivierung. Das ist genau das Gleiche wie mit der klassischen Trainingslehre: Jeder (ich auch!) behauptet, er "trainiert", dabei fährt er nur mehr oder minder locker und unstrukturiert durch die Gegend.

Seit es die Plug and Play Auto-Navis mit immer mehr Funktionen und photorealistischer Kreuzungsdarstellung, Abbiegeassistent und Geschwindigkeitswarnung für 99,- Euro oder ein bisschen mehr bei Lidl, Penny und Aldi gibt, scheint die Bereitschaft, sich mal mit dem Thema ein wenig zu befassen noch weiter rückläufig zu sein.

Rad oder gar Gelände-Navigation erfordert immer noch ein bißchen mehr Eigeninitiative, als sich mit dem Auto über eine beliebige Strecke von A nach B führen zu lassen.

Gegen das Multi Media-Zeug fallen die Outdoor Geräte mit ihrer spartanischen Kartendarstellung eben doch deutlich ab und sind unsexy. Zur Not geht gerade noch mal ein Edge durch - die sachlichen Vor- und Nachteile als Navigationsgerät am Rad spielen da eher eine untergeordnete Rolle, man ist halt dabei. Das unterstreicht ja letztlich auch dein Hinweis auf das Mobiltelefon. Sieht erheblich eleganter aus als so ein Klotz von GPSMap60 und funktioniert auch, ist aber am Rad trotzdem nicht so ganz das Gelbe.

Da die meisten Radsportler aber eh nur im Umkreis von 50 Km um den eigenen Kirchturm oder auf ausgeschilderten Strecken fahren, ist Navigation für die Meisten im Grunde auch nicht wirklich erforderlich. Man kennt die Gegend so ungefähr und gelegentlich verfährt man sich mal - egal ob mit oder ohne Navi.

Wer sich bei der Hausrunde sicherer fühlt, wenn das Navi dabei ist, ist doch OK. Da kommt es dann aber weder auf Feinheiten beim Gerät noch auf besonders ausgefeilte Planung und Bedienung an.

Insofern erwarte ich nicht, dass man zukünftig erwarten kann, dass Veranstaltungsteilnehmer wissen, wie sie die Strecke sinnvoll auf das Geräte bringen. Das wird wohl eher eine Minderheit bleiben. Genau wie auch nur wenige Veranstalter einen qualitativ guten Track auf die Reihe bekommen.

Wie Armin schon schrieb, es gibt sicher einen überschaubaren Kreis an Interessenten, aber die Breite Masse der Radsportler wird man über diesen Weg nicht erreichen. Eigentlich schade, denn die GPS-gestützte Organisation führt zu einer wesentlich größeren Flexibilität und Unabhängigkeit für Veranstalter und Teilnehmer.

Deshalb kann ich jedem der sich hier angepiekt fühlt, wirklich nur empfehlen: Mal selber ein wenig probieren und sich in den Verhau hineindenken. Erfahrung kommt in diesem Fall wirklich von fahren.

Gruß,
Halvtreds - der auf den Klotz am Lenker nicht mehr verzichten will
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Beitragvon Dreckschleuder » 21.12.2010, 10:54

Ich teile die Einschätzung von Halvtreds. Meine Erfahrungen sagen mir ganz klar, daß viele schon fast überfordert sind, wenn es darum geht, den Track zur Veranstaltung aufs Gerät zu bekommen.

Daß die Teilnehmer eine Veranstaltung nachbereiten, wird wohl auch eher die Ausnahme sein...

Ich bin auch schon froh, wenn ich zu einem Brevet einen Track erhalte, der nicht direkt vom abfahren (mit allen Abstechern und Verfahrern) stammt.
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