MTB-Rennen run and bike 4 help '09, Göttingen (Bericht)

Radeltommes
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MTB-Rennen run and bike 4 help '09, Göttingen (Bericht)

Beitragvon Radeltommes » 25.08.2009, 11:31

Mein erstes Mountainbike-Rennen stand an! Es sollte das „run and bike 4 help“ in Göttingen-Elliehausen sein. Nach dem Aufstehen kamen doch erste Zweifel auf. Ich hatte ich mir im Urlaub ein paar Kilos zu viel angefuttert (zu den schon im Übermaß vorhandenen). Diese sollten heute über 42 Kilometer und 1.079 HM geschleppt werden!? Auf der Straße – auf dem gewohnten Rennrad - kein Problem, aber im Gelände!? Außerdem hatte ich ein bisschen Respekt vor technischen Passagen. Als Rennradfahrer bin ich ja Hindernisse in Form von Motorrädern etc. gewohnt. Wie ich wohl reagiere, wenn glitschige Baumwurzeln im Weg liegen!?

Weil das Leben nicht gerecht ist, hatte es natürlich auch zwei Tage vor dem Rennen geregnet! Trotzdem fuhr ich gut gelaunt zum Startplatz in Elliehausen. Keine zwei Minuten später hatte ich auch schon meine Startnummer. Bei 50 gemeldeten Startern (und knapp der Hälfte auf der 60 Km Distanz) bildeten sich hier keine Schlangen. Die letzten Minuten bis zum Start genoss ich die Sonne. Außerdem hielt ich mir noch mal mein Ziel vor Augen.........bloß nicht den letzten Platz machen.......!

Pünktlich um 9 Uhr erfolgte dann der Start hinter einem Führungsfahrzeug. Dieses scherte nach knapp einem Kilometer aus und eröffnete das Rennen. Ich hielt mich gleich am Ende des Feldes auf. Ohne große Ambitionen gestartet wollte ich niemanden behindern. Nach dem ersten Anstieg folgte gleich der erste Singletrail. Vor diesen Passagen hatte ich vorher ein wenig Respekt. Überraschend für mich konnte ich in dieser Passage sogar Boden gutmachen. Nach dieser „Funpassage“ folgten dann 20 Kilometer mit klar steigender Tendenz! Die Beschaffenheit der Strecke war bunt gemixt. Waldwege lösten sich mit Wiese, Schotter und kleinen Schlammpassagen ab. Verschwindend geringe Abschnitte wurden auch auf der Straße gefahren. Ein Highlight war eine Tunneldurchfahrt. Dieser war mitten im Wald und unbeleuchtet. Ein Helfer wies vorher auf den schlammigen Untergrund im Tunnel hin. Mit moderatem Tempo wurde dieser Tunnel ohne Probleme gemeistert!

Die letzten 20 Kilometer auf der Strecke waren von der Tendenz her fallend. Es mussten aber immer wieder fiese Zwischenanstiege genommen werden. Auch hier war die Beschaffenheit der Strecke keinen Kilometer gleich. Einen Singletrail mit meinen gefürchteten Baumwurzeln gab es natürlich auch noch.

Nach 2 Stunden und 32 Minuten kam ich glücklich aber doch ziemlich erschöpft ins Ziel. Als 36. von 49 Finishern war ich ich mit meinem Platz echt zufrieden.

Glücklicher als der Platz macht mich aber das Erlebnis!! Ich hatte noch nie so viel Spaß beim Mountainbiken. Dies lag auch an den unzähligen freiwilligen Helfern. Diese standen an jeder kniffligen Passage und/oder Wegegabelung! Auf besonders gefährliche Dinge wurde man sogar per Zuruf aufmerksam gemacht. So wurde z. B. vor einem querliegenden Baum gewarnt.

Mich sieht diese tolle Veranstaltung nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!!

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