5. RV Trave Jugendcross, 22.9.2018 (Berichte und Bilder)

sonja1
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5. RV Trave Jugendcross, 22.9.2018 (Berichte und Bilder)

Beitragvon sonja1 » 22.09.2018, 22:19

Gestern fiel die Temperatur um etwa 10 Grad ab – als hätte der Wettergott den Schalter von Straße auf Cross umgelegt. Und so ging´s nach langer Zeit mal wieder mit einem Langarmtrikot zu einer Veranstaltung: RV Trave Jugendcross in Großhansdorf. Ein kleines, aber feines Crossrennen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – liebevoll U99 genannt.

Als ich vor Ort ankam, traf ich schnell auf bekannte Gesichter: Kanarienvogel, Marion, Angela, Ötzy usw. Leider war nicht so viel los wie in den Jahren zuvor. Grund hierfür waren sicherlich die Konkurrenzveranstaltungen (z.B. Cross in Mölln) und das wenig einladende Wetter, bei dem man immer mit einem Regenschauer :regenschutz: rechnen mußte. Aber die, die da waren, hatten ihren Spaß.

Als erstes gingen die U12-Fahrer/innen auf die Strecke.

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Für die Kleinen war die Strecke zunächst nur 800 m lang. Die Fahrzeit betrug 15 Minuten. Allen Kindern wurde am Start nochmals der Modus erklärt. So wurde auch auf die Glocke als Zeichen für die letzte Runde hingewiesen. Da meldete sich eine Teilnehmerin und forderte, die Glocke möglichst gut hörbar zu läuten, da sie diese bei bisherigen Rennen nicht gut hören konnte. Ich kann es vorweg nehmen: Es hat dieses Mal prima geklappt. Man muß den Schiris einfach nur klare Ansagen machen :Sehrlachend: . Dann klappt´s auch mit dem Rennen :Empfehlung: .

Die Kleinen gingen voller Eifer ans Werk. Ich sah auch bekannte Kinder aus dem Cyclocrossland :GrosseZustimmung: .

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Am Ende wurde jede/r bei der Siegerehrung gewürdigt und mit einer Flasche belohnt. Der schönste Lohn ist aber das Strahlen der Jüngsten, wenn sie ihr Rennen mit Erfolg bewältigt haben.

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Danach folgten die U17-Fahrer.

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Hier fuhr auch ein 12-jähriger auf eigenen Wunsch mit, denn das U12-Rennen empfand er nicht mehr als Herausforderung. Die U17-Fahrer hatten leider etwas Pech mit dem Wetter. Es kam ein richtiger Schauer runter. Die Zuschauer verkrochen sich im Verpflegungszelt.

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Die Jugendlichen mußten weiterfahren – die Armen. Ich fragte mich in diesem Moment, ob ich wirklich später selbst auf die Strecke gehen wollte :Unentschlossen: . Zum Glück war es nur ein relativ kurzer Schauer, so daß der Zieleinlauf schon wieder im Trockenen stattfinden konnte. Es siegte übrigens der 12-jährigen Fahrer! Respekt! :Respekt:

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Und dann mußte ich meine warmen Klamotten ausziehen und mich im Rennoutfit mal auf eine Proberunde machen. Ui, war das kalt nach diesem Top-Sommer. Nach einer Proberunde ging es schon gleich in die Startaufstellung.

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Meine Kamera übernahm in diesem Moment Ledersattel, der ohne Rad vor Ort war :shock: . Wir U99-Fahrer verhandelten noch über die Dauer: 45 oder doch nur 35 Minuten? Zum Glück waren es dann „nur“ 35 Minuten. Es ging rasend schnell los: Waldautobahn vom Feinsten. Ich reihte mich aber doch lieber erstmal hinten ein. Vor mir war Angela, die zweite Frau im Feld. Kurzzeitig kam ich in die Verlegenheit, Angela zu überholen, aber mein Vorsprung währte nicht lange. Dann blieb sie immer kurz vor mir. Entscheidend war für die Damenkonkurrenz dann aber die Treppe im Wald. Man könnte dort an der Seite vorbeifahren.

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Aber ich konnte es am heutigen Tag nicht.

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Und so verlor ich schiebenderweise Meter um Meter. Aber egal. Danach ging´s leicht bergab über einen querliegenden Baum/Ast.

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Dort verlor ich in der 3. oder 4. Runde auch irgendwie kurzzeitig Halt und ging fast über den Lenker. Weiß der Geier, was ich da gemacht habe :Weissnicht: . Aber ich konnte die Situation retten und blieb im Sattel. Puh! Glück gehabt. Und weiter ging´s. Im Start-/Zielbereich immer die aufmunternden Worte „noch 6 Runden“, „noch 5 Runden“ usw. :chearleader: Zwischendurch hatte ich gehofft, daß ich noch überrundet werde, um mir eine Runde zu sparen. Aber das geschah nicht. Und darauf war ich am Ende dann auch wieder stolz - auch wenn ich als letzte ins Ziel kam. Kaputt, aber glücklich.

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Es folgte noch die Siegerehrung.

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Was ich ganz toll fand, waren die Worte des Siegers Stefan: Er widmete seinen Sieg Micha. :GrosseZustimmung:

Danach noch ein Plausch mit dem Bald-Crosser Besenwagenflüchtling :wink: , bevor ich mich auf den Weg nach Hause machte.

Trotz Wetter und wenig Teilnehmer: Lieber RV Trave macht weiter so! :GrosseZustimmung: Ich komme auch nächstes Jahr gerne wieder. Danke für die schöne Veranstaltung. :Danke:

Und hier kommen alle meine und Ledersattels Bilder: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 22-9-2018/
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Re: 5. RV Trave Jugendcross, 22.9.2018 (Berichte und Bilder)

Beitragvon Kanarienvogel » 24.09.2018, 21:40

Für viele ist die Radsportsaison mit den ersten fallende Laubblatt oder den merklich kürzer werdenden Tagen beendet :sad: .

Für Viele…………………… :zwinkern:

…………………… nicht für alle!!!!!!!!!!!!!!!!! :ifreumi:


Es gibt eine feine und gar nicht mehr so kleine Gruppe von Radlern die nach der Straßensaison ins Gelände….in den Sand, ja Matsch….in den Wald wechseln. Bei jeden Wetter!!!!! Je schmutziger desto mehr Hurra :D .

Ich frage mich jedes Mal am Anfang so einer Zeit: Warum auch du :Unentschlossen: ? Warum tust du es dir immer wieder an :roll: ? Es ist soooooo anstrengend :Heul: , du siehst meist hinterher aus wie ein Schwein, das Material weint……….aber………es ist einfach so geil :Tanzen: .
Nach einer Straßensaison wo man oft hundert Kilometer und mehr am Stück quasi nur geradeaus fährt, einfach ab in den Wald. Rechts, Links, Sprung….. wieso, da ist doch gar kein Weg :oops: ……..Egal, einfach mal lang da :mrgreen: . Da vergißt man (oder ich) schnell, das man bald ins Sauerstoffzelt muß :Sehrlachend: .

Aber ich verliere mich schon wieder im Text.

Neben dieser Gattung von Radlern (ab jetzt „Crosser“ genannt) gibt es dann noch jene tolle Menschen und Vereine die für die Crosser Wettkämpfe organisieren :ergebung: . Hierzu gehören die Radsportfreunde des RV Trave die am Samstag zum Jugendcross einluden :GrosseZustimmung: . Jetzt fragt man sich, was so ein alter Hansel wie ich beim Jugendcross will :) . Ich übrigens auch :bruellwitz: ……..aber eher, wie oben schon erwähnt wegen des nicht unerheblichen Körpereinsatzes den man dabei leisten muß. Nein, neben dem wichtigsten, nämlich den Kinder – und Jugendrennen konnten auch Erwachsene an dieser tollen Veranstaltung teilnehmen und da Sonja1 mich wie im letzten Jahr wieder zur Teilnahme vergattert hatte :Aetsch: war ich wieder dabei. Nein, Scherz beiseite, gerne war ich wieder in Großhansdorf am Start :wink: um die Crosssaison zu eröffnen.

Als erstes gingen die Fahrer/innen des U12er Jahrganges auf einen 800m langen Rundkurs. Wenn man beim Start in ihre entschlossenen Gesichter schaute, wußte man genau……egal was kommt, sie wollen siegen. Ich glaube sie wären auch die 1900 Meter Strecke der Erwachsenen gefahren :applaus: .

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Eigentlich wäre das genau meine Leistungsklasse gewesen um vorne mitzufahren :HaHa: aber ich mußte noch warten, denn zunächst duellierte sich noch der Jahrgang U17 auf einem 1200 Meter langen Parcours.

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Halt, stimmt nicht……….. es waren nicht nur U17 Fahrer…….auf besonderen Wunsch durfte ein 12 jähriger bei der U17 mitfahren und dies tat er auf beeindruckende Weise :Empfehlung: . Nach der ersten Runde die wohl nur zum einfahren war, zog er davon und ließ seine Mitstreiter hinter sich und gab die Führung bis zum Zieleinlauf nicht mehr ab :Respekt: . Respekt und herzlichen Glückwunsch. Da sieht man mal wieder: Jugendarbeit zahlt sich aus.

Ja, jetzt waren die Erwachsenen dran :D .



Auf einer nicht gerade schwierigen aber dennoch anspruchsvollen 1,9 Kilometerstrecke traten 2 Fahrerinnen und 6 Fahrer an. Los ging es in den Wald mit Highspeed wo (zumindest in Runde 1) auf bis zu 40 Stundenkilometer beschleunigt wurde. Dann ein scharfe Linkskurve und ein wenig Schotter, leicht bergan scharfe Rechtskurve und wieder Waldautobahn bis zur nächsten Linksknick. Ein paar weiche Sandpassagen und Wurzeln die nach dem Regen ein wenig rutschig waren. Dann das Highlight, die Anhöhe mit der Treppe.

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Im Letzten Jahr nach der OP bin ich dort glaube ich nur einmal fahrend hinaufgekommen. An diesem Tag klappte es jedes Mal. Dann noch einmal Bergab mit Sprungeinlage,

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eine 180°Wende und man hatte den Start/Zielbereich wieder erreicht. Ich dachte erst meine Schnappatmung trübte meine Augen aber nein :geschockt: , es stimmte. Das „Nummerngirl“ zeigte die Tafel mit der 6. In Worten SECHS!!!! Noch sechs Runden sollte ich fahren. Ok, jetzt war die Strecke doch schwierig und seeehr anspruchsvoll :? . Irgendwann fand ich dann meinen Rhythmus, ja, war sogar in der Lage einen Vordermann zu überholen banana und dem nächsten gefährlich nahe zu kommen. Der Puls pendelte sich dann irgendwo im 150er Bereich ein, was ich ganz in Ordnung finde und dann war auch schon Schluß, das Nummerngirl hatte keine Tafeln mehr :) .

Irgendwie beschleicht mich dann immer so ein komisches Gefühl. So ein Zwischending aus „Gottseidank“ und „Schade“ es ist vorbei.

Ok. Ein paar harte Fakten zum Rennen:

- Erst die erfreuliche: Ich bin nicht überrundet worden!!!!!!! :sieg:

- Respekt!!!!!!! Der Gewinner des Rennens ist Jahrgang 1950!!!! :applaus:

- Der zweitplatzierte kam gerade von einem Crossrennen und mußte während diesen Rennens zweimal sein Reifen aufpumpen :Wein: .

Pffh…..Also ich finde das schon ein wenig arrogant :zwinkern: :Totlach: .

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Ja, damit ging mein erstes Crossrennen 2018 zu Ende und es wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Wie sagte der Sprecher Jan Rohr hinterher noch zu mir: „Ja Lars, das ist was anderes als RTF, nicht war!“ Recht hat er und das ist auch gut so.


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Vielen Dank liebe Radsportfreunde vom RV Trave. :Danke: Es war ein klasse Nachmittag bei euch und ich hoffe bei nicht so viel Terminüberschneidungen werdet ihr nächstes Jahr wieder mit mehr Teilnehmern belohnt.

Lars

Die Bilder von MarionS und mir findet ihr hier: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2 ... 22-9-2018/
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Re: 5. RV Trave Jugendcross, 22.9.2018 (Berichte und Bilder)

Beitragvon sonja1 » 01.10.2018, 20:34

Weitere Bilder und einen Bericht der Veranstaltung gibt es auf der Vereinshomepage.
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