4. Lauf Westfalen Winter Bike Trophy '16, Waltrop (Ber.+B.)

Stockumer Junge
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4. Lauf Westfalen Winter Bike Trophy '16, Waltrop (Ber.+B.)

Beitragvon Stockumer Junge » 24.01.2016, 18:10

Heute standen dann wieder die Kanalrunden rund um Waltrop auf dem Programm. Und das bereits schon zum 11.Mal. Zu viert sind wir heute von unserem Trainingstreffpunkt aus nach Waltrop gefahren. Das Wetter war noch sehr ungemütlich. Auf den Höhenzügen des Münsterlandes (also alles 100 Meter über NN.) in Netteberge nieselte es schön vor sich hin. Dazu gesellte sich noch ein unangenehmer Wind. Am Startplatz in Waltrop war die Hütte dann aber schon wieder voll. Über 700 Radler waren schon vor Ort. Die Teilnehmerzahlen pendeln sich so in dieser Preisklasse ein.

Punkt 10 ging es bei nun trockenem Wetter los. Auf den ersten Metern nach dem Start sah ich Sonne_Wolken ihr Mountainbike reparieren. Die Defekthexe hat sich wohl bei ihr eingenistet. Mit dieser unangenehmen Dame hatte ich nachher auch noch ein Rendezvous. Am Kraftwerk in Datteln musste ich meinen Vorderradschlauch wechseln. Gut, dass ich noch so eine alte Rahmenpumpe habe. Damit lässt sich ein 29er Schlauch ganz gut aufpumpen. Diesen Minipumpen traue ich nicht so ganz über den Weg.

Neu war diesmal die Anfahrt auf die Halde von Minister Achenbach in Brambauer. Hier musste das kleine Blatt zum Einsatz kommen. Das unangenehmste Stück hingegen kommt nach der zweiten Pausenstation vom Binnenschiffhafen in Datteln bis zum Start und Ziel in Waltrop. Ca. 10 KM ging es bei Gegenwind und schwerem Geläuf immer entlang der unterschiedlichen Kanäle. Ich unterschätze das immer wieder.

Vor Ort haben wir uns noch einen Frankfurter Kranz und ein Cerealienstoß gegönnt. Dann ging es wieder mit dem Rad zurück nach Werne.

Fazit wie in jedem Jahr: Wir haben Spaß gehabt, war eine schöne Tour!

Norbert hat schon seine Bilder ins Netz gestellt:

https://picasaweb.google.com/1175766519 ... terWaltrop
Zuletzt geändert von Stockumer Junge am 24.01.2016, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sonne_Wolken » 24.01.2016, 20:00

Tauwetter gab es schon Anfang des Wochenendes. Nach einem kurzen Wintereinbruch erwartete uns in Waltrop wieder typisches Regenwetter und natürlich Schlamm, bei 5-6 Grad Plus. Ich hätte auch etwas vermisst, wenn es anders gewesen wäre. Leider konnte ich mein Mountainbike nicht zum Einsatz bringen, da nach dem Defekt in Aplerbeck noch nicht alle nötigen Ersatzteile da sind. Aber ein Ausfall der Veranstaltung kam für mich auch nicht in Frage. Da mir meine Rennräder nicht so ganz geeignet schienen, kam mein Trekkingrad zum Einsatz. Leider verfügte das Rad nur über Strassenreifen und eine 7-Gang Nabenschaltung.

Doch irgendwie war ich mal wieder vom Pech verfolgt. Bevor ich überhaupt zum Start kam, ereilte mich bereits ein Plattfuss. Zum Glück hatte ich zwei Ersatzschläuche und umfangreiches Werkzeug mit. Während ich den Schlauch austauschte, fuhren die ersten Starter an mir vorbei. Üblicher Spruch war, "nicht weit gekommen". Ich rief teilweise zurück "noch gar nicht gestartet". Ja ja, wer den Schaden hat....

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Um 10:30 Uhr war ich dann auch auf der Strecke. Bei teilweise leichtem Nieselregen ging es zum Datteln-Hamm-Kanal und auf schlammigen Wegen dort entlang.

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Dann ein sehr steiles und matschiges Stück durch ein Wäldchen. Hier musste ich schieben, da sich die profillosen Reifen sofort eingruben. Zum Ende hin war der Weg zwar immer noch schmal, aber wieder griffiger.

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Weiter ging es ein Stück am Dortmund-Ems-Kanal entlang. Auf einem Feldweg, noch vor dem Schleusenpark traf ich dann auf einen Mountainbiker mit Plattfuss vorne. Wie sich herausstellt, bestand die Befestigung des Rades aus einer Mischung aus Steckachse und Schnellspanner. Um das Rad auszubauen, musste die komplette Achse raus. Etliche Teile fielen uns entgegen, die wir zum Glück alle wieder fanden. Eine merkwürdige Konstruktion hat Giant da gewählt. Was mich aber echt fassungslos machte war, dass der Verkäufer im Radladen dem armen Peter einen Rennradschlauch als Ersatzschlauch verkauft hat. Ein Schlauch für 23 mm Reifen passt leider eher schlecht auf einen 60 mm Reifen. Das sollte man auch in einem Radladen wissen.

Während der Reparatur wurden wir immer wieder gefragt, ob wir Hilfe brauchten. Das zeigt wie groß die Solidarität unter Bikern ist. Zum Glück hatte ich noch meinen Ersatzschlauch, der deutlich besser passte. Wir bekamen wieder alles zusammen gebaut, auch wenn man dafür schon fast ein Technikstudium brauchte. Der Reifen hielt die Luft und es konnte mit etwas Verzögerung weiter gehen. Wir beschlossen zusammen zu fahren. Das finde ich das Schöne an CTF und RTF, man lernt immer wieder nette Leute kennen und findet Mitfahrer.

Einer der Höhepunkte war für mich auf jeden Fall der Schleusenpark Waltrop. Wo kann man schon durch eine alte Schleuse mit dem Fahrrad fahren?

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Am Dortmund-Ems-Kanal entlang ging es dann zur 1. Kontrolle. Unterwegs trafen wir noch auf eine schiebende Bikerin mit einem platten Vorderrad. Einen Schlauch hatte ich leider nicht mehr, aber ich bot ihr mein Flickzeug an. Doch sie wollte lieber bis zur Kontrolle schieben, in der Meinung es sei nicht mehr weit. Ihr Mann wäre mit Ersatzschlauch irgendwo vor ihr. Leider waren es dann doch noch 6-7 km bis zur Kontrolle. Doch zufälligerweise trafen wir dort auf ihren Mann. Der machte sich direkt auf den Weg zurück.

Nach erfolgreicher Stärkung machten wir uns auch wieder auf den Weg, der uns zur Halde Brockenscheidt schickte. Dort war die Ausschilderung etwas verwirrend, da einige Schilder fehlten oder verdreht waren. Eine kleine Gruppe hatte sich dort angesammelt. Glücklicherweise hatte einer die Route auf seinem Navigationsgerät und konnte für Aufklärung sorgen. Die nächste Halde, dieses Mal in Brambauer erwartete uns. Der steile Weg nach oben, gespickt mit kleinen Absätzen und Querfugen, brachte mein Rad und mich an unsere Grenzen. Also wurde geschoben. Was nicht ging, ging nicht. Selbst das Schieben war anstrengend. Glücklich oben angekommen, kamen wir schließlich an einem Ufo auf Stelzen vorbei. so wirkte das futuristische Gebäude jedenfalls auf mich.

Schliesslich erreichten wir wieder den Datteln-Hamm-Kanal.

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Eine Zeit am Kanal entlang ging es schließlich über eine Brücke hinüber und dann über Feldwege zur Streckenteilung. Entgegen seinem ursprünglichen Plan beschloss Peter mich doch auf der 56 km Strecke zu begleiten. Mit seinem Pedelec konnte der 76 jährige noch gut mit mir mithalten. Und so freute ich mich über die Begleitung des Hageners.
Auch wenn wir zeitlich schon etwas knapp dran waren, siegte meine Zuversicht, dass wir es schaffen konnten. Ab jetzt begegnete uns niemand mehr. Der Rest der noch unterwegs war, bog wahrscheinlich auf die 33 km Strecke ab.

Wie spät wir tatsächlich dran waren, merkten wir an der 2. Kontrolle, die schon weggeräumt war. Doch für uns und zwei weitere Biker die eine Panne hatten, gab es noch Stempel und Waffeln. An einer Stelle mit Sicherungsposten gaben wir Bescheid, dass wir die Letzten waren. Der Mann war sichtlich froh, dass er endlich Feierabend machen konnte. Ist auch hart die ganze Zeit dort zu stehen und aufzupassen.

Die letzten Kilometer legten wir problemlos zurück und erreichten schließlich kurz nach 15 Uhr das Ziel. Schnell abmelden und dann die Räder reinigen. Danach gab es noch Kaffee und Kuchen und nette Gespräche.

Waltrop hat richtig Spaß gemacht. Die Strecke war selbst bei Regen schön und hatte einige Höhepunkte, wie die Kanäle, den Schleusenpark und die Halden. Diese hielten dann sogar anspruchsvolle Steigungen parat. Der Gegenwind machte mir persönlich nichts aus. Letztes Jahr habe ich auf einigen RTF am Niederhein und in Holland gelernt den Wind zu lieben. Natürlich ist man bei Gegenwind langsamer, aber es ist reine Kopfsache, ob einem das etwas ausmacht oder nicht.

735 Teilnehmer sind wieder ein Beweis für die Beliebtheit der WWBT. Ich bin immer wieder begeistert von den Organisatoren und Helfern, aber auch von den Teilnehmern. Toll, dass es euch gibt.

Vielen Dank auch an Peter aus Hagen für die Begleitung. Ich hoffe, dass ich mit 76 Jahren auch noch dabei sein kann.

Und jetzt freue ich mich auf Witten und hoffe, dass diese Woche alle Ersatzteile für mein Mountainbike eintreffen. Denn Witten möchte ich wirklich nicht mit einem 17 kg schweren Trekkingrad fahren müssen. So gerne schiebe ich nicht.
Zuletzt geändert von Sonne_Wolken am 25.01.2016, 18:12, insgesamt 2-mal geändert.
LG Jennifer

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WWBT- das ist für mich immer das ganze Wochenende

Beitragvon Albert Ulbricht » 24.01.2016, 20:21

WBT- die Vierte in Waltrup

Wenn alles nach Plan läuft, war das meine letzte Etappe. Ich habe 2 mal alle 9 Stationen absolviert und dieses Jahr eröffnen sich im Norden Alternativen, die eine kürzere Anreise haben.

Sonnabend halb 4 Uhr startete ich meinem Fiat. Minus 9 Grad. Der Wetterbericht und über Radio kamen nur Warnungen von Eisregen und Blitzeis. Die Fahrt ging ja in die Wärme, Dortmund plus 6 Grad. Ich plante ein Zeitpolster von 1,5 Std. ein, ich brauchte es auch. Wurde allerdings von Blitzeis verschont, weil sich der anfängliche Regen in Schnee umwandelte. So erreichte ich doch puenktlich den Fahrradladen von Jochen Noll, der wie jeden Sonnabend im Januar eine geführte CTF-Permanente zum Eingewöhnen für die WWBT-Etappe, organisierte.

Wir absolvierten eine 53er Runde, von einem flotten Guide prima angeführt. Des Wetter war gut, von Dreck und Schlamm blieben wir aber nicht verschont, der Boden taute in den oberen Schichten auf. Zum Abschluss gab es noch Würstchen und selbstgebackene Haferflockenkekse, mit Nüssen und solchen Sachen durchsetzt. Mmh!! Danke für die schöne Tour.

Heute war dann Waltrup angesagt. Ich konnte ausschlafen, da es nur 30 km Anfahrt waren und der Start war auf 10 Uhr festgelegt. Anmelden, Scan & Bike, ging alles problemlos, einen Top Kaffee, 2 Brötchen und ab ging die Reise. Waltrop, nicht Waltraut, ist ja bekannt für die Streckenführung an den schier unerschöpflichen Kanälen in NRW. Fahre ich immer wieder gern. Aber erst mal ging es erst mal ein bisschen Schlamm testen. Ganz pfiffige nutzten die parallel verlaufende MTB-Autobahn. Ab und zu konnte ich mich an markante Streckenabschnitte aus dem Vorjahr erinnern, will ich eigentlich gar nicht, weil es dann interessanter ist.

So auch nicht an eine gewaltige Steigung, mein Navi hat sich bei den Prozenten verschluckt. Ich dachte, da kommst du nie hoch, aber mit dem richtigen Gang und den letzten Wattreserven ging es dann und ich dachte, das schaffst du. Leider lagen kurz vor der Kuppe lose Schotterbrocken rum, die dem Hinterrad den Grip versagten. Ich musste runter vom Rad, war ich etwa froh, dass Schotter rumlag? Ausschlaggebend war wieder einmal die richtige Spur finden. Das war nicht die einzige Steigung, erstaunlich für NRW, es durfte noch ein paarmal geschnauft werden.

Die Kontrollen waren wie gewohnt hervorragend bestückt, so dass man ordentlich Appetit bekam. Ich habe mich heute mal zusammengerissen, einen Becher heißen Tee und eine Waffel und weiter ging es. Bloß nicht zulange Pause, da esse ich immer zu viel. Das gleiche Prozedere an der zweiten Kontrolle.

Loben muss ich noch die hervorragende Ausschilderung, da mein Navi mal wieder den Geist aufgegeben hatte. Aber wie bei der WWBT gewohnt, fuhren die Teilnehmer wie auf einer Perlenschnur aufgefaedelt. Man musste sich Muehe geben, um sich zu verfahren, mir ist es gelungen. Unaufmerksam.

Wieder im Ziel konnten sich alle Teilnehmer die verlorenen Kalorien wieder auffüllen, was für herrliche Torten. Nach dem Duschen bin ich dann ganz entspannt nach Hause gefahren.

Ein herzliches Dankeschön nach Waltrop und Dortmund , ihr habt mir ein schoenes Wochenende beschert.

P.S. Sonne und Wolken - neben Deinen schönen Berichten machst Du immer ganz tolle Fotos.
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Beitragvon Sonne_Wolken » 24.01.2016, 20:36

@Albert Ulbricht: Danke schön.

Habe Dich und Deinen Fiat gesehen, als ich gerade einen Parkplatz suchte. Fährst Du für Rendsburg? Das Trikot kam mir irgendwie bekannt vor.
LG Jennifer

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Beitragvon Albert Ulbricht » 24.01.2016, 20:54

Hallo Jennifer, ich wohne in Brandenburg an der Havel und es stimmt, ich fahre für den Rendsburger BC 1894. Ein sehr guter Verein. In meinem Umfeld habe ich keinen Verein gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht. CTF und RTF fahren.

Hat mich gefreut, Dich kennengelernt zu haben.

Alles Gute für die neue Saison

Albert
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Beitragvon Sonne_Wolken » 24.01.2016, 21:06

Albert Ulbricht hat geschrieben:Alles Gute für die neue Saison
Danke, Dir auch.

Vielleicht kennst Du Günter aus Essen? Er und seine Frau fahren auch für Rendsburg. Kenne die Beiden von einigen RTF´s 2015. Wir sind einige Male zusammen gefahren.
LG Jennifer

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Beitragvon Albert Ulbricht » 24.01.2016, 21:14

Natürlich kenne ich die Beiden. Sie fährt immer für sich ihr Tempo. Er ist natürlich ein Marathoni, wie er im Buche steht. Wir sind beide schon so manchen Marathon gefahren, haben beide dieses Jahr das Deutschland-Cup Trikot bekommen. Haben beide auch die 24 Stunden von Nortorf voriges Jahr bestritten. Dieses Jahr wieder mit Nordcup-Marathon dazu.
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Beitragvon Sonne_Wolken » 24.01.2016, 22:06

In Nortorf bin ich vielleicht auch dabei.
LG Jennifer

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Beitragvon Albert Ulbricht » 24.01.2016, 22:15

Das würde mich freuen. Die Anmeldung wurde heute mittag freigeschaltet. Es werden 200 angenommen. Ich habe mich vorhin angemeldet. Es liegen schon ca. 100 Anmeldungen vor. Du siehst, nicht zu lange zögern.

http://www.rsg-mittelpunkt.de/rechte-na ... 4-stunden/

VG Albert

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