Mit dem Rennrad unterwegs

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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon sonja1 » 30.05.2020, 20:31

Don Vito Campagnolo hat geschrieben:
30.05.2020, 17:29
Auch wenn der Untertitel "von und für Radsportler im Norden" lautet, ist die sog. Metropolregion Hamburg in der Tat der hot-spot.
Trotzdem, lieber Fausto, würde ich die Hoffnung nicht aufgeben. Wir haben ja auch stille Mitleser, die möglicherweise aus der Region kommen und Lust haben und sich melden. Oder aber einer unserer Langstreckenfahrer hat Erfahrung auch in dieser Region. Also, liebe Leute, HFS kann auch zu Corona-Zeiten verbinden.
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kocmonaut
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon kocmonaut » 30.05.2020, 23:48

Hallo Fausto,

natürlich ist HH die Zelle von HFS, strahlt aber auch ins Umland aus. Touren von HFS südlich der Elbe sind vorhanden, haben wegen der Größe von NDS dann aber doch flächenbedingt regionalen Charakter. Da fällt der Begriff NDS icht so oft. Zudem: SH ist das Land der Horizonte, aber klein. Der Weg und Blick nach HH und HFS ist entsprechend kürzer.

Auf HFS sieht man aber auch Celler Trikots. Wenn ich jedoch außerhalb meines Einzugsgebietes Anschluß an Cross- oder Rennradfahrer suche, dann über den Kontakt der lokalen Vereine. Mal hab ich Glück, mal nicht. Jedenfalls fällt die Streuung weg, die jedes Forum naturbedingt hat.

Ob allein oder im Guiding (beides hat was): ich wünsche Dir schöne Touren.

Lars
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon sonja1 » 31.05.2020, 19:46

Nachdem wir letzte Woche im Training mit dem Verein den einzigen größeren Regenschauer :regenschutz: des Tages abbekommen und daher abgebrochen haben, ging es heute wieder bei deutlich schönerem Wetter auf die Strecke. Es lief schon deutlich runder als beim ersten Mal. So langsam gewöhnen sich alle wieder an das gemeinsame Fahren. Wir können zwar noch nicht wieder so lange Strecken fahren wie früher. Da fehlt einfach noch die Grundlage. Aber wenn man am Ende so einer Tour in die glücklichen Gesichter schaut, ist die Streckenlänge wirklich Nebensache :cool: .

Einer unserer Partnerfahrer ist an einer Stelle mal etwas vorangefahren und hat ein paar Bildchen gemacht. Und so gibt es jetzt auch mal wieder ein Foto, auf dem ich abgebildet bin :) . Danke, Andreas :Danke:
IMG_3678.JPG
IMG_3678.JPG (295.76 KiB) 7194 mal betrachtet
Nach ca. 45 km Training mit unseren Vereinsjungs war dann aber irgendwie noch so viel gutes Wetter übrig :Sonnenschein: . Und so wechselten wir kurzerhand das Gefährt und fuhren in den Wald. Mit dem Crosser ging es auf die Strecke des Norderstedter Cyclocross-Rennens. Geheimtraining :wink: :Sehrlachend: . Erstaunlich finde ich dabei immer wieder, daß ich doch so einige Kilometer benötige, um mich vom Rennrad auf den Crosser umzustellen. Aber dann macht es einfach nur Spaß. Auf einem ehemaligen Sandfußballplatz haben wir dann noch eine Übung ausprobiert, die wir im Cyclocross-Land gesehen haben: Kleinmachen auf dem Rad. Was soll ich sagen? Es geht, aber auch da gibt es ganz eindeutig eine Schokoladenseite und eine "Geht-So-Seite" :HaHa: . Und dann ging´s auch schon wieder nach Hause. Morgen geht´s zum RaGo. Ich freu mich :D - auch wenn da leider einiges fehlen wird. Aber das ist zur Zeit leider so. Zumindest stimmt das Wetter 8) .
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 31.05.2020, 20:47

Heute war ich von Neu-Wulmsdorf aus auf den Spuren der "RTF Vossy".

Das Wetter spielte ja heute besser mit wie letzten Sonntag, wenn auch mein Freund der Wind sich wieder mächtig mit NO-Böen ins Zeug legte. Auf der ersten Hälfte der Tour genoss ich den Rückenwind, in der zweiten Hälfte ging mir dann der Seitenwind auf die nerven und die letzten 20 km kam de Gegenwind (der die letzten Steigungen richtig erschwerte).
Aber ich ließ mir die Freude an den 125 km nicht nehmen.
Bild

Hin- und Rückgefahren bin ich mit der S-Bahn, sodass ich mit Haltestellenfahrten 137 km auf dem Tacho hatte - gut so.

[Edit on]
Die Strassen und Wege waren (obwohl Pfingsten und gutes Wetter) spärlich besucht, relativ wenig Autos.
In der Nordheide dann mehr Fahrräder gesichtet, gefühlt dreimal so viele E-Bikes wie Rennräder.
[Edit off]

Gegen Mittag (bei 85 km) machte ich eine Rast in Welle und entdeckte wie auf Zuruf eine Bächerei, die sogar geöffnet war und ich mir somit ein leckeres Gedeck leistete.
Die Bäckerei Weiss ist sehr zu empfehlen.
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Anbei noch ein Bild für Don Vito (aktuelles Cockpit und ohne Rucksack:
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Bleibt gesund!
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Schon wieder durfte ich nicht in den Norden. :-(

Beitragvon Hans47 » 31.05.2020, 22:28

Gerade hatte ich mich gefreut, wieder in den Norden fahren zu dürfen - da stand ich schon wieder vor richtig verschossenem Grenzübergang :mad:

In Kürze aber der Reihe nach: Nachdem ich erfahren hatte, dass der RSV Husum e.V. seinen 1. Brevet an das Königreich Dänemark doch stattfinden lies, habe ich kurzentschlossen einen Stellplatz reserviert und bin dann am Sonnabend um 7:37 Uhr gestartet. Die Anmeldung war (für die heutige Zeit) perfekt gelöst - in einem Raum der Schule, in dem jeder einzeln eintreten musste und (natürlich) einen Mundschutz tragen musste.

Der Veranstalter schrieb: "Teilnehmer für das Brevet dürfen nur zwischen 7:30 und 8:00 Uhr in die Anmeldung kommen und müssen danach sofort starten. Kein Klönschnack!" . . . so bin ich allein gestartet und auch die ganzen 229km geblieben. Der Track wurde vorher auf der home page zur Verfügung gestellt und war schon den Umständen angepasst. Eigentlich sollte es in das Königreich gehen aber die Grenze war dicht.
Trotzdem: Diese Strecke war wirklich super toll. 1A*. Zu 99% auf einsamen Landstraßen - alles tolle Wege. Immer wenn ich dachte, jetzt geht es eine Zeitlang an der B5 weiter, wurde sie tatsächlich nur gekreuzt um sofort auf einem schönen Feldweg weiter zu gehen. Ich glaube, mich haben keine 10 Autos den ganzen Tag überholt. Ja - der Wind - die ersten 150km mehr oder weniger schön von vorn - dann eine zeitlang schön im Rücken aber kurz dadrauf frisch aus Osten.

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Hier war die Welt noch in Ordnung aber schon . . .

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100m weiter ging es nicht weiter. . . . nach Dänemark. :-(

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Zum ersten Mal sah ich DEN Wildschweinzaun

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Kleiner Blick aus dem WoMo-Fenster
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon kocmonaut » 31.05.2020, 22:57

Hallo Hans47,

Hart ist der Zahn der Bisamratte, noch härter ist der Küstenwind. Reimt sich nicht, stimmt aber trotzdem. Ich war erst ein paar Stunden später mit dem Crosser an der Ostküste unterwegs, gepustet hat es trotzdem. Was sagte eine nette Dame aus dem Vorgarten, bei der ich meine Wasserflaschen auffüllen durfte: 'Gegen 19 Uhr soll sich der Wind legen.' - Antwort: 'Toll. Um 19 Uhr will ich aber zu Hause sein.'

Jedenfalls: schön dass die Grenzen nach SH wieder offen sind und schön dass im Breitensport wieder etwas geht. Auch schön dass die Kollegen vom RSVHusum den Brevet coronagerecht und wegen (für Tagestouristen) geschlossener Grenzen nach DK kurzerhand umorganiseiert haben.

Lars
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 01.06.2020, 18:14

Moin,

heute war ich in den Elbmarschen unterwegs.
Startpunkt war Wedel. Die Strecke ist ja sehr flach, aber heute hat mir mein Freund der Wind (wieder kräftig aus NO) die Zähne gezogen.
Bei km 95 hatte ich die Nase voll und habe mir die letzten 20 km gespart und bin ins Ziel gerollt.

Hatte auch vergessen, mir Riegel einzustecken, so dass ich auf der ersten Tourhälfte immer nach einem offenen Bäcker/Kiosk Ausschau hielt, aber Pustekuchen.
Um 13 Uhr habe ich dann einen offenen Crepe-Laden in Elmshorn entdeckt - hmm, Lecker mit Nougat + Banane.

Viele Radler unterwegs gesehen - Verhältnis E-Bike zu Rennrad grob 2:1.

Gruß aus Sommerland:
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Zuletzt geändert von OmaJantzen am 01.06.2020, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 01.06.2020, 21:08

OmaJantzen hat geschrieben:
01.06.2020, 18:14
... aber heute hat mir mein Freund der Wind (wieder kräftig aus NO) die Zähne gezogen.
Dem habe ich heute clever vorgebeugt: Mit "3 Zylindern für ein Halleluja" und 104 englischen Pferden ging es recht mühelos nach Eckernförde - muss auch mal sein. :mrgreen:
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IMG_20200601_153430_1.jpg (1.68 MiB) 7125 mal betrachtet
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon kocmonaut » 01.06.2020, 21:55

Don Vito schrieb:
...mit "3 Zylindern für ein Halleluja" und 104 englischen Pferden ging es recht mühelos nach Eckernförde...
Hallo Don Vito,

Hat bei mir ja nicht ganz gelangt. Im linken Oberschenkel hab ich zwar schon 52 PS, aber rechts noch ein paar Defizite ...

Hallo Mario,

heut' war ich bei Muttern zu Kaffee und Kuchen, aber ohne Rad. Und was erzählt sie mir, weil sie zum Mutterntag ein Buch mit Ausflugszielen in SH geschenkt bekommen hat?: 'Im NDR Schleswig-Holstein-Magazin wurde von den Bismarck-Türmen aus meinem SH-Buch berichtet!'

Wenn Du magst guckst Du hier:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 72702.html

(klick ins Bild; verfügbar bis 16.08.2020)
.
Radfahrer und HFS finden allerdings keine Erwähnung. Wir stellen jedoch fest: HFS ist uppe to date! Smile!

Lars
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 07.06.2020, 16:23

Moin,

heute gings durch die Marsch- und Vierlande über Geesthacht nach Over, dort im Lieblingshofcafé eine Rast gemacht und über Neuland/Harburg/Peute nach Hause.
Schön war's (aber ein bisserl kühl).
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Pause_Hofladen-Over_Small.jpg
Lecker. Musste vor dem Fotoshooting wieder rein beißen,
Pause_Hofladen-Over_Small.jpg (189.83 KiB) 6875 mal betrachtet
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon Deichfahrer » 08.06.2020, 20:11

Ja was hab ich nun gemacht die letzten Tagen 🤔
Natürlich KM abgerissen in den Vierlanden und Marschlanden und insbesondere nach der Grenzöffnung in die Nachbarländer konnte ich auch meine KM fahren.
Es gingen einige Touren über Lauenburg/Büchen/Mölln ohne Navigationssysteme, es ging drauf los ohne Ziel als Langstrecken. Es gab auch Strecken in die Nordheide oder Lüneburger Bereich. Natürlich ohne Gesellschaft und immer alleine mit sich selbst beschäftigt in der Natur. 😉

Also aktuell fahre ich viel ✌️
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon sonja1 » 14.06.2020, 15:15

Wir waren in den letzten Tagen nicht wirklich mit dem Rennrad unterwegs. Trotzdem möchte ich kurz berichten, was wir erlebt haben:

Seit einer Woche dürfen die Schwimmbäder in SH wieder öffnen. Das haben wir letzten Mittwoch genutzt. Schließlich ist mittwochs immer unser (Früh-)Schwimmtag. Es gibt zwar eingeschränkte Öffnungszeiten, etwas erhöhte Eintrittspreise und Schlangestehen, weil es dauert, bis sich jeder Badegast in eine Liste eingetragen hat. Aber wir konnten endlich wieder schwimmen! Wie schön :D .

Und so ging es voller Vorfreude in den Außenbereich zum 50m-Becken :Tanzen: . Aber was ist das? Mein Körper fragt sich total irritiert, was ich hier für komische Bewegungen mache :Weissnicht: . Die kennt er überhaupt nicht mehr. Normalerweise schwimme ich 1.000 m. Aber letzte Woche fragte ich mich nach 200 m, ob nicht auch 500 m für das erste Mal reichen… :Peinlich: Mann, war ich fertig. Es ist schon echt unglaublich, wie schnell man abbaut, wenn man nicht regelmäßig trainiert :shock: . Wir sind dann aber immer nochmal eine Bahn und noch eine Bahn geschwommen, so daß am Ende doch 1.000 m auf der Uhr standen. Aber puh… das war anstrengend. Ich hab abends sehr gut geschlafen :Kuehlen: . Mir tun übrigens die Triathleten leid. Das wird bestimmt nicht leicht, sich zeitnah wieder in Schwimmform zu bringen…

Tja, und heute stand auch kein Rennradfahren auf dem Programm. Das Training wurde witterungsbedingt :regenschutz: schon gestern abgesagt. Und heute Vormittag war es auch nicht wirklich einladend – jedenfalls was die Straße angeht. Aber es gibt ja noch den Cross-Bereich. Und dafür war das Wetter super :Empfehlung: . Ein bißchen feucht von oben: das bedeutet, wenig Fußgänger im Wald. Durch den Regen der vergangenen Tage waren die Wege auch endlich mal wieder CX pur: Matsch statt Staub :GrosseZustimmung: . Das hat Spaß gemacht. Ok, vor der Tour waren die Räder sehr schön sauber… danach nicht mehr :roll: .

Unterwegs haben wir auch noch ein wenig aufgeräumt. Irgendwelche Idioten haben nämlich im Wald ein Feuer gemacht :Schimpfen: . Die Reste waren noch zu sehen. Um Nachahmungstäter von ähnlichen Blödsinnsaktionen abzuhalten, haben wir die Feuerstelle abgeräumt. Ich versteh einfach nicht, wie man so doof sein kann, Feuer im Wald zu machen :mad: . Dabei mußten wir doch vor ein paar Wochen schon erleben, wie schnell alles brennen kann. Ich hatte hier ja von dem Moorbrand berichtet.

An einer Stelle hab ich gedacht, daß lauter Fliegen auf Bodenhöhe unterwegs sind. Bei näherer Betrachtung mußten wir feststellen, daß es keine Fliegen, sondern kleine Frösche waren :shock: . Da waren wirklich richtig viele unterwegs. Sehr beeindruckend :GrosseZustimmung: .

Der Rest der Tour war unspektakulär, aber schön. Nachdem Mensch und Material sorgfältig gereinigt wurden, können wir jetzt den Rest das Tages entspannt ausklingen lassen.
Sonja - die radelnde Anwältin

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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 14.06.2020, 16:37

Ich habe mir heute termingerecht die RTF "Rund um Hamburg" vorgenommen.

Wetteraussichten waren ja sehr gemischt, ich rechnete mit Regen ab 14 Uhr, also los um 9 Uhr.
Hinfahrt nach Volksdorf via U-Bahn (ich mag nicht gerne mit Rennrad quer durch den Stadtverkehr).
Die Straßen unterwegs waren noch vom Nachtregn naß, aber es blieb (bis auf leichten Nieselregen in der Tourmitte) trocken.

Es gab zum wiederholten Mal im Teilstück Sprenge/Todendorf/Mollhagen ein Garmin-Navigations-Chaos - dort verlaufen ja Hin- und Rückweg teilweise auf der selben Straße und die Garmin-SW lässt sich bei so etwas immer gerne aus dem Tritt bringen.
Ich wusste den genauen Verlauf aus dem Kopf auch nicht mehr, so dass es ein fröhliches Hin- und Herfahren gab, bis ich endlich doch wieder irgendwann auf dem richtigen Hinweg war.
Das nächste Mal mache ich mir einen Spickzettel - oder eine Zeichnung.

Unterwegs traf ich einen Storch, zwei aufgeregte Hasen (die sind ja immer im Stress), einen Igel (leider tot) und ein Maulwurf (auch tot).
Die Kühe + Pferde + Hühner auf den Koppeln lebten aber.

Zum Tourende in Volksdorf kam sogar die Sonne heraus!!

Zurück mit der U-Bahn bis Wartenau und beim Stamm-Chinesen Mittag gegessen.

War eine schöne Tour (125 km) - und kein Regen.
Nur das Rad musste doch geputzt werden.
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Zuletzt geändert von OmaJantzen am 10.07.2020, 18:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Mit dem Rennrad unterwegs - Brevet zum Bungsberg

Beitragvon Hans47 » 14.06.2020, 17:00

Ich hatte / habe heute keine Zeit zum RR Fahren aber gestern . . . . na klar - die Wettervorhersage war nicht so gut aber was tut (man?) / ich nicht alles, um 5 Pkt. zu erhalten / zu erarbeiten. ;-)

Ich weiß - die Punkte sind egal aber für mich ist es auch ein kleiner Anreiz immer mal wieder neue Strecken zu fahren aber normalerweise um mit anderen Radler gemeinsam zu fahren. Das geht ja zurzeit nicht (richtig) und so machte ich mich früh auf den Weg.

Start um 6:24 Uhr in Ahrensburg zum "Brevet zum Bungsberg". Die Idee war, vor dem Regen / Gewitter / Unwetter viel Strecke zu machen aber das hat nicht geklappt. Musste gleich in Regenjacke losfahren. War ja nicht kalt aber 227km pitschnass zu fahren ist nicht so schön. Nach 3, 4 Std. war es denn mal trocken und ich konnte tatsächlich kurz kurz fahren. 128km Gegenwind (aber nicht so stark) nach Preetz und dann Schönwalde. Die Kilometer weiß ich so genau, weil es ab Schönwalde zurück mit etwas Schiebewind ging. ABER . . . irgendwann (13:00 Uhr, nähe Scharbeutz) wurde es plötzlich richtig dunkel, so dass ich dachte, ein Rücklicht wäre doch gut gewesen. Vorsichtshalber zog ich die Regenjacke wieder an und das war auch gut so. Denn urplötzlich blitzte und donnerte es los. Mein Glück war, dass ich unmittelbar ein hölzernes Bushäuschen erreichte und unterschlüpfte.

. . . und nun kommt endlich das, warum ich überhaupt etwas schreibe . . . Ich lehnte mit dem Rücken an der Holzwand und _wirklich_ der Donner war nicht nur laut - neeee - das ganze Häuschen wackelte! Das hatte ich noch nie.

Vielleicht liegt es auch daran, das ich normalerweise einfach bei Regen weiterfahre aber dieser Platzregen war doch zu heftig.

Nach 10 Minuten war der Spuk vorbei und ich konnte weiterfahren. Mehr oder weniger kam ich dann auch wieder in Ahrensburg an.

Wer lesen möchte, wie der Audax Club Schleswig-Holstein v. 2000 e.V. es gelöst hat: https://audaxclub-sh.de/2020/05/14/brev ... on-corona/

P.S. Fahrrad ist bereits wieder blitz blank sauber.
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 15.06.2020, 08:10

OmaJantzen hat geschrieben:
14.06.2020, 16:37
Ich habe mir heute termingerecht die RTF "Und um Hamburg" vorgenommen.
Noch eine Anmerkung:
Ab Mittag kamen mir auch eine Handvoll Rennradfahrer entgegen - insgesamt ca. 10 Stück.
Die Anzahl der E-Bikes war aber genau Null.
Vertragen die E-Bikes etwa keine nassen Straßen und keinen bewölkten Himmel? Dann will ich keins haben.
Uwe
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon Deichfahrer » 16.06.2020, 12:45

Letztes Wochenende war es herrlich über die leergefegte Deichen zu fahren. Gerne kann es weiter bewölkt und etwas Regen sein. Es waren Einzelfahrer/Zweiergruppe unterwegs, gesichtet wurden aber auch größere Gruppen.
Ist aber schon Normalität geworden. 😏
Mal sehen wo diese Reise auch hinführen mag, erleben wir noch dieses Jahr eine RTF oder Marathon. 🤔
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Don Vito Campagnolo
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon Don Vito Campagnolo » 16.06.2020, 12:55

Deichfahrer hat geschrieben:
16.06.2020, 12:45
... Gerne kann es weiter bewölkt und etwas Regen sein. ...
:shock: Nee nee nee - ich hätt' aber lieber "Ulle-Wetter"...
andreas.ruetten
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon andreas.ruetten » 16.06.2020, 14:53

Da es die tage ja mal angesprochen wurde, hier eine Tour nicht im Norden. Ich war im Naturpark Maas-Schwalm-Nette, sowohl auf deutscher als auch auf holländischer Seite unterwegs, auch wenn Hamburg mein übliches Revier ist.

Recht früh ging es noch bewölkt durch die Wiesen und Felder los
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Erster kurzer Stop an der namensgebenden Schwalm
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Kurz vor der Grenze etwas zu viel Gravel für das Rad was ich dabei hatte
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Aber kurz da nach wurde man schon mit aller-feinsten holländischen Radwegen belohnt
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Fähren gibt es nicht nur am Zollenspieker, sondern auch auf der Maas
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Nochmal zum Thema Radwege, diesmal mit Ampeln und "Drücker" auf Radler freundlicher Höhe
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20200613_083100.jpg (5.66 MiB) 6591 mal betrachtet

Der Rückweg nach Deutschland über die unter Einheimischen bekannte Radautobahn. ~7km aller-feinster Bodenbelag, keine Kreuzung, keine Ampel, und im Gegensatz zum Deich auch 2 Steigungen mit einigen Höhenmetern
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20200613_090544.jpg (5.35 MiB) 6591 mal betrachtet

Die ganze Runde
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon Ü40-Cyclist » 17.06.2020, 15:25

Waterworld-Tour
Stefan und ich starteten am 13.06. zu einer Tour Richtung Süden. Wetterbericht durchwachsen, Regen ab 12:30 Uhr aus Süd, da sollten wir den Wendepunkt in Escheburg passiert haben und schön vor dem Regengebiet herfahren.
Es begann ganz harmlos.
Durch den Sachsenwald auf Hammer neuem Asphalt ging es Richtung Friedrichsruh. Hier nutzen wir die Bahnhofsunterführung und kamen in die „Grüne Hölle“

Bild
Die Grüne Hölle von Friedrichsruh. 400 m Kopfsteinpflaster, leicht ansteigend und rutschig vom Regen, genau wie wir Klassiker-Fans es lieben

Die dunklen Wolken lichteten sich immer wieder und bis knapp nach dem Wendepunkt blieben wir trocken. Zwischen Escheburg und Fahrendorf noch ein kleines Schmankerl.

Bild

Man kann es auf dem Bild nur erahnen und es ist auch nur eine kurze Rampe - aber 12% sind 12%
Das Schild darunter hat keinen Bezug auf unsere Fahrleistung and diesem Abschnitt :Unentschlossen:

Dann wurde der Himmel schwarz und es schüttete wie aus Eimern, dazu Blitz und Donner. Die zwei Stunden Rückweg hielt der Regen dann auch an. Das Gute war, dass der Regen so massiv war, dass das Wasser, was oben in den Helm reinlief, gleich aus den Schuhen wieder raus schoss 🙈. Bei 20 Grad war alles halb so wild und so war es wie immer: anstrengende 115 km, aber leider geil 🤪

Game on! Gruß Mario ;-)
Jede Minute Zweifel verschenkt 60 Sekunden das Gefühl es zu schaffen.
BIKE for SMA - Ich unterstütze "muskeln für muskeln - Eine Therapie für SMA"
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 21.06.2020, 18:22

So, heute war "Giro Stormarn" angesagt.
Angesichts des geplanten und angesagten Ausfalls bin ich die Strecke individuell gefahren.
Der Startort war ungewohnt leer.
Giro-Stormarn_2020_01.jpg
Giro-Stormarn_2020_01.jpg (209.94 KiB) 6422 mal betrachtet
Eine sehr schöne Tour - gutes Wetter (20°; heiter; mittlerer Wind aus West)
Am Ortsausgang Bad Oldesloe: Gruppe von RV Trave holt mich ein und fragt, ob ich mit nach Büsau wolle (sehr nett von ihnen)
Ich sagte, dass ich den Giro Storman fahre - sie freuten sich sehr.

Die Tour ist sehr wellig (gefühlt immer Berg hoch), ist mir bei den bisherigen Giros so nicht aufgefallen (ob's an den Gruppenfahrt liegt?)
Hinter Fischbek nervte gefühlte 10 km der Rollsplit
Gegen Mittag auf Bäcker-/Café-Suche -> erfolglos (ist in Stormarn echt schwierig)
Nach Rast #2 hinter Badendorf in Heilshoop das Hofcafé Landzauber entdeckt 8) -> sehr lecker (Beerenkuchen + Capuccino)
Giro-Stormarn_2020_02.jpg
Giro-Stormarn_2020_02.jpg (230.17 KiB) 6422 mal betrachtet
Mein Garmin hat 2-3 mal keine Abbiegehinweise gegeben, war wohl leicht verwirrt. Da die schönen Pfeile fehlten, kamen ein paar extra km zusammen, egal.

Heute mal keine negativen und kritischen Vorkommnisse (mit Autos u.a.)
Viele Rennradler (solo und in Gruppen) kamen mir entgegen; einige Radtouristen, keine E-Bikes

Einen Hasen und sehr viele Pferde gesichtet.
Uwe
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Und das ist der Punkt .

Beitragvon kocmonaut » 19.07.2020, 20:33

Keine Ahnung ob ich folgendes Ereignis schon einmal erwähnte und sorry falls ja:

Nach einem Marathon von anno dazumal fragt mich mein Dad 'Seid Ihr auch da ... und da ... gewesen?' Meine Antwort: 'Keine Ahnung. Bei schneller Fahrt achte ich auf meine Mitfahrer und nicht auf die Umgebung.' Inzwischen bin ich schon seit geraumer Zeit langsamer und zumeist mit dem Crosser unterwegs. Und Corona bedingt hat der Eine und Andere von Euch auch bemerkt was links und rechts von der Piste passiert oder einfach nur rum steht, aber beachtet werden will.

Diesen Ansatz haben inzwischen viele Gruppen und Gruppierungen sowie lokale/r Presse und Tourismus aufgenommen. Egal ob Wandern, Radtour oder Urlaub zu Hause: Wir fangen an festzustellen dass unsere Heimat auch schön ist und wollen diese erkunden. Und das passiert auch bei HFS. Gut so!

Der eine will lesen der andere will gucken. Hier nun die Bilder des Tages:

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Boah - schon wieder Text! Was will uns dieses Bild sagen? In der heimischen Presse las ich zuletzt dass verschiedene Denkmäler und Straßennamen gefährdet sind, da deren Namen mit dem deutschen Kolonialismus vor über 100 Jahren im Zusammenhang stehen und diesen somit glorifizieren oder verherrlichen. Ich sehe das anders: Denkmal heißt für mich 'Denk mal' und Chance auf kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Jedenfalls: Der Kameruner Weg ist gefährdet da Kamerun einst eine deutsche Kolonie war und deswegen wie viele andere Straßennamen in S-H laut Forderung einer landesweiten Initiative nicht mehr so heißen soll.

So. Jetzt aber der gemütliche bebilderte Ausklang einer Tour mit dem Rennrad unterwegs:


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Kette links
Lars
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From Coast to Coast and a little bit MORE

Beitragvon Ü40-Cyclist » 02.08.2020, 15:51

Eigentlich wollten wir unseren diesjährigen LongRide im Juli als „3ELFER Rad Challange“ im Schwarzwald absolvieren. Aber irgendwie hat es zeitlich und familiär nicht gepasst.
Also haben Stefan und ich uns entschlossen, diesen direkt vor unserer Haustür zu starten.
Aufgrund der guten Wettervorhersage war der 01.08.2020 der Tag der Wahl. Wind aus Südost sorgte für die Entscheidung die geplante Coast to Coast Runde gegen den Uhrzeigersinn zu fahren. Warum Runde und nicht nur eine Strecke? Weil wir nicht direkt an der Küste wohnen und eine An- und Abreise mit der Bahn umständlich und unsportlich ist.
05:30 Uhr wir starten bei frischen 15° Grad Richtung Nordost.

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Das 60 km entfernte Scharbeutz an der Ostsee ist unser erstes Zwischenziel und eigentlicher Startpunkt. Nach ca. 2 Stunden erwartet uns dort ein noch fast leerer Strand und eine traumhafte Morgenstimmung.

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Zeit zum Verweilen und ein zweites Frühstück. Irgendwann müssen wir weiter, wir haben ja noch einiges vor. Nun geht es direkt Richtung Westen, der Südost Wind unterstützt und lässt uns gut vorankommen. Wir queren Winnetous Apachen-Land bei Bad Segeberg. Hier finden zu normalen Zeiten die alljährlichen und deutschlandweit bekannten Karl May Festspiele statt. Heute ist es ruhig und auf unseren Carbon Rössern rollen wir weiter, um kurze Zeit später das Neumünsteraner Revier von unserem Weltbummler Kocmonaut zu passieren. Wir bekommen ihn nicht zu sehen. An dieser Stelle aber einen ganz lieben Gruß. Über kleine Straßen kommen wir in ein unscheinbares Dorf, welches 362 Tage im Jahr schläft, um dann 3 Tage eine brachiale Party zu feiern.

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Wir sind in Wacken – der Pilgerstätte aller Hard Rock Fans. Es ist WOA (Wacken Open Air) Weekend, die Straßen sind brechend voll, an ein Durchkommen ist nicht zu denken! So ist es im Normalfall – nicht so in Zeiten von Corona. Es sind nur ein paar wenige Fans unterwegs, die WOA-Fahnen hängen auf Halbmast und ein Konzert soll es als Livestream geben. Wir verlassen das heute beschauliche Dorf und kommen bei Halbzeit an die erste Querung des Nord-Ostsee-Kanals bei Hochdonn.

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Auf der Fähre sehe ich einen echten Rad-Gangster, mit dem ich zum Glück befreundet bin :Sehrlachend:

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85% der zu absolvierenden Hm haben sind hier schon auf unseren Radcomputern. Wir kommen unserem zweiten Tagesziel näher und irgendwann sehen wir den ersten Vordeich. Dennoch sind es noch einige Kilometer bis an die Nordsee. Vorbei an endlosen Kohlfeldern, des Dithmarschers Lieblingsgemüse kommen wir an die See.

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Dort fahren wir ein Stück vor dem Deich direkt durch die Herden der Bio-Rasenmäher.

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Nach nunmehr 210 km sind wir in Friedrichskoog (Coast to Coast Mission erfüllt).

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(Dieses Foto dient nur als Beweis für den doch recht heftigen Küstenwind, man beachte die Fahnen)

Wir halten uns nicht lange auf. Nun müssen wir „nur noch“ nach Hause. Der bis dato hilfreiche Wind kommt nun direkt von vorn und das nicht zu knapp. Es folgen die 30 anstrengendsten Kilometer des Tages. Wer schon mal an der Küste Rad gefahren ist, weiß, hier gibt es keine Möglichkeiten sich vor dem Wind zu verstecken, denn hier kannst Du montags gucken, wer sonntags zu Besuch kommt. So zeigt der Tacho fast nie mehr als 25 km/h und die endlosen Geraden zerren an den Nerven.
Die zweite Querung des Nord-Ostsee-Kanals bei Brunsbüttel sorgt für etwas Abwechslung. Hier wird der Kanal durch eine gigantische Schleusenanlage von der Elbe getrennt und ist praktisch der Ein- oder Ausgangsbereich des Kanals.

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Ab hier rollt es im Schutze des Elbdeichs auch wieder etwas geschmeidiger. Vorbei an den AKW’s Brunsbüttel und Brockdorf

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geht es zum Störsperrwerk bei Glückstadt. Eine Hebebrücke ermöglicht dem Schiffsverkehr bei Bedarf die Einfahrt ins Hinterland. Das Sperrwerk schützt dasselbe im Bedarfsfall vor Elbhochwasser.

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Unsere Fahrtrichtung ist jetzt Ost, der Wind kommt nun eher seitlich und scheint sich langsam zu legen. Es ist 17:00 Uhr, auf dem Tacho stehen 285 km, unsere Tanks sind leer. 43 km vor dem Ziel müssen wir eine Pause einlegen. Eine Frau sieht uns (den Haufen Elend) vorm Bäcker sitzen und erkundigt sich über unsere Tour. Sie guckt etwas ungläubig und sagt schließlich mit einem Lächeln: „Naja, Ihr macht das ja freiwillig“, womit Sie ja nicht unrecht hat.
Leckere Quark-Rosinen-Teilchen und ein großer Pott Kaffee bringen die Lebensgeister zurück. Und so machen wir uns auf zum Finale-Grande und rollen zügig Richtung Heimat. Meinen Vorschlag noch 5 km ran zuhängen, um die 333 km voll zu machen, lehnt Stefan dankend ab und lässt sich auch durch die Aussicht auf den Titel „Lusche des Tages“ nicht umstimmen. Nach 328 km und 13:10 Std. Gesamtzeit rollen wir 18:45 Uhr wieder in die heimische Garage und kippen erstmal ein kühles Blondes.

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Es war wie immer, eine Tour mit Höhen und Tiefen und der Frage nach dem Warum. Am Ende des Tages war es, wie immer anstrengend, aber wie immer – „ Auch Leider Geil“.
Und es hat sich wieder bestätigt: Es gibt nur einen Menschen mit dem ich ohne Bedenken und ohne zu zögern, solche Touren fahre – Danke Stefan!

Game on! Gruß Mario ;-)
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon kocmonaut » 03.08.2020, 21:36

Wir bekommen ihn nicht zu sehen. An dieser Stelle aber einen ganz lieben Gruß.
Danke! Ich war stattdessen Stubenhocker und hatte zunächst Vorstandssitzung und danach tatsächlich Radsport vor dem Fernseher bzw. Appetit holen für meine kommenden Touren auf den Strade Bianche.

Lars
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon Atorre » 31.08.2020, 12:57

herrliche bilder und schöne berichte, danke fürs teilen! hoffentlich wird der herbst dieses jahr mild und ermöglicht weitere schöne tours! da hätte ich gern in die zukunft schauen können für die genaue wetterprognose...
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Re: Mit dem Rennrad unterwegs

Beitragvon OmaJantzen » 31.08.2020, 13:28

Du darfst gerne auch von deinen Touren berichten und Bilder einstellen.
Uwe

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