Scan&Bike: Warum nicht zentral verwaltet?

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Helmut
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Beitragvon Helmut » 06.11.2015, 01:30

Stockumer Junge hat geschrieben:Seit einem Jahr haben die Niederländer übrigens die Plastikkarte zum Einchecken. Diese dient gleichzeitig auch als Mitgliedsausweis. Wird Zeit, dass wir das auch in Deutschland kriegen.
Scan & Go wird hier erklärt. Verstanden hab ich das nicht ganz.

https://www.ntfu.nl/Producten/ScanGo.aspx

Jeder im Verband in NL bekommt also so einen Ausweis mit Scancode? Bekommt also in NL jedes Verbandsmitglied einen ermäßigten Startpreis? Bei uns bekommen den nur die Wertungskarteninhaber, die dafür einen Aufpreis zur Mitgliedschaft bezahlen. Und wie melden sich Nicht-Verbandsmitglieder an?

Hätte man im BDR eine zentrale Mitgliederverwaltung, könnte man beim Scannen online abfragen, ob eine Wertungskarte erworben wurde. Die Karte bräuchte man trotzdem. Wie soll man sonst Punkte bei Permanenten einfahren?

Wie das bei uns laufen sollte, dazu habe ich keine abschließende Meinung. Auf jeden Fall sollte man die Wertungskarten zu Beginn der Saison ausgeben. Das ist im Oktober, nicht im März. Und bitte mit Scan-Code. Dann wäre schon vieles einfacher.
Zuletzt geändert von Helmut am 17.11.2015, 23:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Stockumer Junge » 06.11.2015, 08:13

Jedes Verbandsmitglied bekommt den ermäßigten Beitrag. Dies gilt auch für deutsche Vereinsmitglieder. Z. B. zahlte man bei der Grenslandtour dann 4 anstatt 5 €.

Für die Nichtverbandsmitglieder gibt es die Doppelkarte. Diese ist auch standardisiert. Karte kaufen und ausfüllen. Das Original wird dann in die "Lostrommel" geworfen. Eine schnelle "analoge" Anmeldung.

Ich denke, dass die NTFU-Mitglieder auch den Ausweis bekommen.
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lekkerdesign
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Beitragvon lekkerdesign » 14.11.2015, 18:54

Scan & Bike ist Scan& Go für den deutschen Markt. Der BDR hat es von den Holländern übernommen. Das wurde uns auf der Breitensport-Konferenz in Seevetal mitgeteilt. Da es hierzulande immer schwierig mit dem Datenschutz ist, mussten bestimmte Sachen geändert werden. So dürfen beim Scannen nirgendwo die Daten der Fahrer gespeichert werden und dadurch ist das Verfahren hier in Deutschland vielleicht etwas umständlicher geworden.
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Beitragvon Stockumer Junge » 14.11.2015, 19:02

Das Problem ist natürlich auch die Vielstaaterei in Deutschland und dass noch der einmal von tausend vorgekommenen Scanvorgang abgedeckt werden soll. Der Druck des Codes auf die Wertungskarte, welcher im letzten Jahr von einigen LVen gemacht wurde und von anderen nicht, ist auch nicht mit einer einheitlichen Plastikcheckkarte zu vergleichen.

Es gab mal ein Mitgliedsausweis in den Oer Jahren, welcher von der Commerzbank gesponsert wurde. Auch das ist ausgelaufen. Dies weiter zu entwickeln wäre der richtige Weg gewesen.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 17.11.2015, 23:07

lekkerdesign hat geschrieben:Da es hierzulande immer schwierig mit dem Datenschutz ist, mussten bestimmte Sachen geändert werden. So dürfen beim Scannen nirgendwo die Daten der Fahrer gespeichert werden und dadurch ist das Verfahren hier in Deutschland vielleicht etwas umständlicher geworden.
Ja, das hat man mir auch erzählt, aber glauben kann ich es noch nicht.

Z. B. kann ich mit meiner Payback-Karte bei diversen Handelsketten und Tankstellen meine Einkäufe registrieren lassen und dabei in einem zentralen System Punkte sammeln, die ich später monetär vergütet bekomme. Warum also soll man in Deutschland nicht mit einem BDR-Ausweis RTF-Punkte sammeln können? Das Problem könnte in der Veröffentlichung der Ergebnisse liegen. Warum kann ich mir die nicht auch gleich vom Käufer einer Wertungskarte genehmigen lassen?

Ich würde es gern genau wissen, da ich sonst den Eindruck habe, das "Totschlagargument Datenschutz" ist nur vorgeschoben.
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Beitragvon radfreunde » 18.11.2015, 00:04

Natürlich können wir heute alle Karten der Welt erhalten, wenn wir jede Menge Klauseln in AGB akzeptieren, die wir meistens nicht lesen, da "wir bekommen ja was - meist Geldanreiz".

Aber wenn ein Verein dahinter steht heißt es "diese Vereinsmeierei wollen wir nicht". Schon ein wenig Vereinsordnung stößt bei den anonymen Internetnutzern auf Widerstand. Was schätzt ihr wie viele Mitglieder ihre Vereinsmitgliedschaft kündigen und den Mitgliedsausweis (früher grau heute weiss) nicht zurückgeben? ca. 5%. Geben wir Plastikausweise aus halten sie länger als das Papierding. Oder jedes Jahr eine neue Karte ausgeben und die Mitgliedsbeiträge um die Kosten erhöhen?

Der BDR hat kein Mitgliederverzeichnis, sogar einige LV haben dies nicht. weil Vereine die Namen und Adressen nicht rausgeben - wegen Datenschutz, der tatsächlich eine große Rolle steht. Es gibt viele Interessenten, die gern alle Adressen von Sportlern für Werbezwecke hätten. Übrigens alle Lizenzinhaber sind in einem zentralen Verzeichnis, das unterscheiben sie jedes Jahr neu. Die Breitensportler weigern sich aber.

Anders könnte man es machen, wenn man wie in den genannten Nachbarländern. Die Niederlande haben die NTFU (Nederlandse Toer Fiets Unie) - sportive Tourenfahrer Vereinigungen - und die KNWU (Koninklijke Nederlandsche Wielren Unie) - die UCI Lizenzfahrer -. Bei der NTFU hat jeder eine "Wertungskarte" in Form von Scan&Go und bei der KNWU hat jeder eine Rennlizenz. Natürlich!

Ein nicht so einfaches unterfangen, wie es einige meinen...

Ich habe diese Diskussion aber bei den Breitensportkonferenzen außer bei dem Thema Scan&Bike vermisst. Scan&Bike wird kommen, aber langsam. Wir haben im Norden auch nicht den Druck, den NRW hat. Die Vorteile für die Vereine sind nicht so groß, dass jedes Problem von Tisch gefegt wird.

BTW sprecht mit euren Vereinen und sagt denen, was ihr wollt.
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Beitragvon Lupus » 18.11.2015, 08:31

Moin Radfreunde,
was willst du uns damit sagen, dass die Mitglieder ihre Ausweise nicht zurückgeben? Im Gegensatz zu den Papierausweisen könnte man die Plastikkarten sperren.
Die Vereine müssen doch jedes Jahr ihre Mitglieder melden, daher hat der LV auch die Namen.
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Beitragvon radfreunde » 18.11.2015, 16:34

Ja, die überwiegnde Zahl der ausgetretenen Mitglieder geben ihre Ausweise nicht zurück. Die Vereine müssen in einigen Landesverbänden nur die Anzahl der Mitglieder melden, bei den meisten aber die Namen/Adressen auch wg. Versicherung. Alle LV geben diese aber nicht an den BDR weiter.

Außerdem eine Plastikkarte mit Barcode sperren? Geht nur, wenn ich immer eine online Verbindung bei der Vorlage zur Datenbank habe. Diese gibt es in keinem LV - auch aus Datenschutzgründen. Eine Karte mit RFID Chip, auf den ich Merkmale speichern kann, zu teuer in der Anschaffung und im Handling.

Bliebe nur jedes Jahr eine neue Karte wie bei Lizenzen, kostet ein paar Euro, können wir sogar die Fotos drauf machen. Schicken dann allerdings die Daten übers Netz, nicht wie heute bei den Lizenzlern (überschaubare Menge) per Papier. Ob ihr das wollt, könnt ihr gern euren Vereinen mitteilen.
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Beitragvon Stockumer Junge » 18.11.2015, 17:29

Ach, und der Versand der Wertungskarten ist kostenfrei? Na, dann zahlen wir mal nächstes Jahr die 10,17 € mal nicht.

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