24 Std. von Nortorf '15 (Berichte + Bilder)

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seevetaler
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24 Std. von Nortorf '15 (Berichte + Bilder)

Beitragvon seevetaler » 20.07.2015, 18:45

Als jemand, der die Nortorf 24 aus privaten Gründen dieses Jahr leider komplett liegen lassen musste, bin ich doch einigermaßen irritiert, daß diese überragende Veranstaltung im hiesigen Forum in diesem Jahr so gar keine Resonanz erfährt . Hatte mich auf den einen oder anderen Bericht schon gefreut.....
LG Peter
Zuletzt geändert von seevetaler am 22.07.2015, 07:18, insgesamt 1-mal geändert.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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lionhead
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Beitragvon lionhead » 21.07.2015, 06:20

Hallo Peter,

hier mein Kurzbericht. Ich bin das erste mal mit den Radsportfreunden Pinneberg in Nortorf gewesen und bin begeistert. 170 Einzelstarter und gefühlte 500 Helfer machten den Radmarathon bei gutem Wetter (westl. Winde bis ca. 6) zu einem Erlebnis. Der Regen kam erst kurz vor Ende der Veranstaltung, da habe ich schon fertig gehabt.

Die beiden Besten haben 25 Runden a 28 km geschafft. Ich habe mein persönliches Ziel erreicht und lebe noch. :-)

Fotos könnt ihr auf der Veranstalterseite sehen.

http://www.rsg-mittelpunkt.de/g-alerie/

Jan
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kocmonaut
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N24 oder: kein Radfahren ist auch keine Lösung

Beitragvon kocmonaut » 21.07.2015, 23:56

Ich war da, mochte jedoch trübsalsbedingt nicht das Thema eröffnen. Warum?

Subjektiv ist der 24- Stunden-Marathon von Nortorf mein "sportliches" Highlight des Jahres. Insofern gehe ich auch nicht unvorbereitet an den Start. Der SamsTag ist sonnig und windig, aber nur das Vorspiel für die Nacht. Nachts fängt es an schön zu werden. Bei Windstille, Ruhe und Dunkelheit spürst Du losgelöst vom Lärm und Licht des Tages Friede und Freiheit, das Rauschen des Blutes in den Adern, den gleichmäßigen Herzschlag, das unheimliche Knistern im Unterholz und das gleichförmige Surren der Kette. Wenn der Runners High der Gipfel ist, dann ist der Cyclists High der Panoramaweg. Ùnd den fahre ich nachts, denn dann lässt die Wahrnehmung es zu.

Völlig unvorbereitet bin ich jedoch mit der Situation, die mich diese Nacht ereilt. Warum auch immer: ich fühle nichts, gar nichts, denn einsame Runden machen mich mürbe. Das Fleisch ist willig, doch der Geist ist schwach. Ich bin schlecht und so steige ich nach 16 Stunden und 15 Runden frustriert vom Rad. Eine Pause erlaube ich mir nicht, also ist Schluss für heute. Zwei Tage später sehe ich es wieder anders. Nicht Radfahren ist auch keine Lösung. Ich hätte mir doch eine längere Pause erlauben dürfen, um anschließend weiterzufahren.

Objektiv hat die RSG Mittelpunkt wieder voll gepunktet. Die Entscheidung, nur Einzelstarter zuzulassen, war mutig. Der Mut wird mit knapp 200 Anmeldungen belohnt, von denen auch fast alle mit unterschiedlichen Erwartungen und Hoffnungen starten:

<a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/39865348@ ... 770871440/" title="P1010019"><img src="https://farm4.staticflickr.com/3697/197 ... b476_z.jpg" width="640" height="480" alt="P1010019"></a>

So zerfallen diese nach gemeinsamen Start schnell in kleine Gruppen, die an den zwei langen Geraden dem starken Seitenwind ausgesetzt sind:

<a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/39865348@ ... 770871440/" title="P1010029"><img src="https://farm1.staticflickr.com/411/1927 ... 1798_z.jpg" width="640" height="480" alt="P1010029"></a>

Am "kurzen" Schenkel des dreieckigen Kurses Erholung bei Rückenwind. So steht der Wind jedes Jahr - nur diesmal stärker. Die Verpflegung wurde nach "draußen" verlagert, so sind die Wege zum vom Küchenchef Manfred (voll im Bild) organisierten Buffet (nur zum kleinen Teil im Bild) für die ambitionierten Fahrer kurz:

<a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/39865348@ ... 770871440/" title="P1010023"><img src="https://farm1.staticflickr.com/431/1990 ... 3420_z.jpg" width="640" height="480" alt="P1010023"></a>

Ab 18:00 ist dann auch die Mensa geöffnet. Hier verpflegen sich diejenigen, die auch längere Pause oder Nachtruhe in der Turnhalle einplanen. Transpondertechnik, Servicefahrzeug auf der Strecke und Bike-Station im Start/Zielbereich runden das Angebot ab.

N24 ist nicht nur "Leider geil", sondern auch "leider aufwändig". Insofern wurde das Helferteam der RSG von Helfern aus anderen teilnehmenden Vereinen punktuell unterstützt. Mein Schatz ist dabei herkunftsbedingt in der Küche für Pasta und Soßen zuständig. So mokt wi dat in S-H.

Danke RSG. See you 2016 bei N24
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lionhead
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Beitragvon lionhead » 22.07.2015, 09:09

Haky hat geschrieben:Ich ging als erster durch das Ziel...Bericht folgt.....
Warum bist du denn vor dem Ziel vom Rad gestiegen? :D

Ganz großen Respekt vor Deiner Leistung bei diesen Bedingungen!!! ;-)

Jan

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