Helfermangel bei RTFs: Was dagegen tun?

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RSG-Arne
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Helfermangel bei RTFs: Was dagegen tun?

Beitragvon RSG-Arne » 17.02.2015, 21:09

Im vergangen Jahr war es leider kein singuläres Ereignis, dass eine RTF mangels ausreichender Helferanzahl abgesagt werden musste. Man braucht nur hier im Forum zu schauen:

http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=8179
http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=7859

Auch die RSG Blankenese, "mein" Verein, musste den Blankeneser Rundtörn bereits einmal wegen Helfermangel im Jahr 2011 absagen. Dank der tollen Unterstützung durch die Mitglieder des SC Hammaburg ist es uns in der Folgezeit jeweils gelungen, genügend helfende Hände zu finden. Doch trotz dieser tollen Unterstützung ist es in jedem(!) Jahr immer wieder ein Kraftakt, ausreichend Helfer zu finden.

Zwei Dinge bezwecke ich mit diesem Thread: Zum einen würde mich abstrakt interessieren, ob es Ideen gibt, wie man Helfer in ausreichender Anzahl (bei uns sind dies bis zu 70 Personen, wenn man alle Beteiligten mit einrechnet) findet - oder ob vor diesem Hintergrund ggf. das Angebot (weniger Strecken, weniger Service) eingeschränkt werden sollte. Zum anderen würde mich ganz konkret interessieren, ob es Forumsmitglieder/-mitleser gibt, die sich vorstellen könnten, selbst einmal bei einer RTF zu helfen, um eine vielfältige RTF-Szene im Norden mit zahlreichen Veranstaltungen zu ermöglichen. Das muss dann nicht bei unserer RTF sein (der nächste Blankeneser Rundtörn ist am 26.04.2015), kann es aber gerne. Versicherungsmäßig ist die Vereinsmitgliedschaft bei uns nicht notwendig und wir würden uns sehr über Unterstützer freuen, die bisher (noch) nicht den Weg in einen Radsportverein gefunden haben. Alle unsere Helfer werden anschließend zu einem "Helferfest" eingeladen, bei dem wir es uns gut gehen lassen und den Veranstaltungstag Revue passieren lassen oder uns über andere Dinge unterhalten.

Denkbar wäre auch - das wäre aber veranstalterübergreifend abzustimmen -, dass es für eine Hilfe bei einer RTF dann einen Gutschein für die kostenlose Teilnahme einer (anderen) RTF gibt. Das müsste aber unter den Veranstaltern, die sich an einer solchen Aktion beteiligen würden, abgestimmt werden, da der Vorteil "Hilfe bei der RTF" einem anderen Verein zukommen würde als der Vorteil "kostenlose Teilnahme an einer RTF".

Gerne kann ich auf Wunsch auch aus dem "Nähkästchen" plaudern, was ein RTF-Veranstalter eigentlich alles so berücksichtigen muss.

Arne
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Beitragvon Stockumer Junge » 17.02.2015, 21:51

Ähnliche Fragen haben wir uns vorm Bundesradsporttreffen gestellt. Zusammen mit dem jeweilig für die Streckenführung verantwortlichen Verein benötigten wir ja auch so um die 50 - 70 Helfer für jeden Tag des BRT. Mit Aufbau und Abbautag waren dies ja insgesamt 9 Tagen. Und dazu ja auch noch Wochentagen. Wir haben uns dann dafür entschieden, dass Catering fremdzuvergeben. Ich denke, dass dies ne sehr gute Entscheidung war. Vorher Preise und Leistungen besprochen. Dem Umsatz nach zu urteilen, wurde dies sehr gut von den Teilnehmern angenommen. Zudem werden die Vorschriften auch in diesem Bereich immer restriktiver. Kühlkette konnte so im Hochsommer wesentlich besser gewährleistet werden. Oft sehe ich auch hier im Forum, dass bei Veranstaltungen kein Plexiglasschutz vor den Brötchen und Kuchen aufgebaut wurde. Auch an so etwas denkt ein externer Caterer. Man vermeidet Ärger mit dem Gesundheitsamt.

Ein weitere Möglichkeit Personal einzusparen, ist, dass man die Anmeldung durch Schüler und Schülerinnen durchführen lässt. Die sind oft dankbar, wenn Sie so Ihre Vofifeten finanzieren können. Und in Scan und Bike arbeiten die sich auch schneller ein als jemand, der nicht als Digital Native geboren wurde.

Dann sollte man auch mal ne Strichliste führen, ob sich die 4 Punktetour lohnt. Wir haben ungefähr einen Anteil von 10 % auf der langen Strecke. Wer also mit der Helferanzahl am unteren Anschlag ist, kann diese Strecke streichen.

Dies mal so von meiner Seite. So konnten wir also im letzten Jahr 11 RTF-Tage stemmen.
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Beitragvon Deichfahrer » 17.02.2015, 22:25

Es ist schon sehr erstaunlich, was mit viel Aufwand in und um Hamburg bei der RTF betrieben wird. An Verpflegungsstellen stehen schon ganze Kompanien, um schnelle Bedienung à la MC Donalds zu erledigen. Das Buffet sieht nach einer Großfeier aus.

Bei Auswärtigen RTFs stehen teilweise 1 - 3 Personen mit einem Tisch und fertig. Mit Bananen und Getränken bin ich schon sehr glücklich und eventuell Kekse. In meiner Notfalltasche nehme ich Naschis mit viel Zucker mit.

Ob ich bei einer RTF aushelfen kann, bezweifle ich. Das liegt auch wahrscheinlich daran, meine große Leidenschaft selbst auf dem Rad zu sitzen und mein Erlebnis hier aufschreibe. Selbst wenn man mir Mindestlohn anbietet, lehne ich es ab.

In jeder Sportart gibt's große personelle Probleme, Ehrenamt ist mittlerweile fremd geworden. Es will keiner mehr umsonst was machen.

So sehe ich es im Moment, vielleicht gibt's noch andere Meinungen.
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bort
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Beitragvon bort » 17.02.2015, 23:14

Interessantes Thema. Ich selber liebäugle damit, in 2016+ mit unserem Verein eine eigene RTF zu organisieren, zucke aber innerlich zusammen, wenn ich an die Zahl der zu rekrutierenden Helfer denke...

Ich fahre ausschließlich RTFs hier in Niedersachsen, kenne mich mit den Verhältnissen was Starter- und Helferzahlen in anderen Bundesländern angeht also nicht aus, habe aber beim Großteil der von mir gefahrenen RTFs eine wie vom Deichfahrer geschilderte überschaubare Anzahl von Helfern an den Kontrollen gesehen. Was ich nicht einschätzen kann, ist die Anzahl der weiteren "unsichtbaren" Helfer, die während der Veranstaltung und natürlich davor/danach benötigt werden.

Wenn ich hier von 70 benötigten Helfern für die Durchführung einer RTF lese, dann wäre das für unsere kleine Truppe aktuell sicher nicht zu stemmen.

@RSG-Arne: Wie viele Strecken bietet Ihr an und wie viele Starter habt Ihr, wenn Ihr 70 Helfer benötigt?
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Fördedeern
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Beitragvon Fördedeern » 18.02.2015, 09:00

Bevor man an die Streichung der 4-Punkte-Strecke geht, könnte man vielleicht auch überlegen, ob man die Strecken nicht so legt, dass nur ein Depot angefahren wird. Das spart auch schon mal Leute.
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Orakel
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Beitragvon Orakel » 18.02.2015, 09:43

Oha, das ist ein Thema, dass sich beliebig ausweiten lässt!

Wer organisiert denn die CTFs und RTFs? - Richtig, die Vereine! Für eine RTF muss ein Verein halt groß genug sein, um die ganze Logistik überhaupt stemmen zu können. Auch Radrennen, wie z. B. der diesjährige Specialized Cup 2015 in Flintbek bei Kiel, sind von einem Verein allein nicht zu wuppen. Für dieses Rennen haben sich sogar vier Vereine zusammengetan! Soweit ich weiss, wird z. B. die RTF "Holsteiner Pfeil", in der schönen Holsteinischen Schweiz, auch von insgesamt drei Vereinen organisiert. Zusammen ist man halt stark!

Wer nimmt an RTFs bzw. CTFs teil? Es sind Radsportler aus anderen Vereinen und die sogenannten "Jedermänner", die halt auch das Angebot nutzen und auch sehr gern gesehen sind. Schließlich finanzieren sie die RTFs bzw. CTFs mit Ihren Startgebühren mit. Diese Jedermänner sind aber in keinem Verein und stehen für eine Organisation einer RFT bzw. CTF leider nicht zur Verfügung. Ich denke, neben dem Zusammenschluss von Vereinen, kann man hier auch ansetzten, indem man die Jedermänner aus der jeweiligen Region ggf. mit einbezieht. Wie? Keine Ahnung... :oops: Sie müssen ja nicht gleich in den Verein eintreten, würden sich selbst und allen anderen Radsportlern einen sehr großen Gefallen tun. Denn Dinge zu nutzen, bedeutet auf Dauer sie auch Abnutzen.

Meine Meinung,
Orakel.
Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.
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RSG-Arne
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Beitragvon RSG-Arne » 18.02.2015, 17:31

Ich hoffe auch, dass sich hier eine fruchtbare (nicht furchtbare) Diskussion entwickelt. Ausprobiert haben wir auch schon viel. Wir haben seit 2012 eine lebendige Kooperation mit dem SC Hammaburg, was uns seitdem davor bewahrt hat, eine weitere Absage verkünden zu müssen. Auch die Zusammenlegung von Verpflegungsstellen haben wir im vergangenen Jahr ausprobiert. Allerdings war die Belastung in der "Haupt-Verpflegungsstation" so groß, dass wir dies dem Team dort nur schwer zumuten können und unter dem Strich durch eine Zusammenlegung in unserem konkreten Fall keine Helfer eingespart werden konnten.
bort hat geschrieben:@RSG-Arne: Wie viele Strecken bietet Ihr an und wie viele Starter habt Ihr, wenn Ihr 70 Helfer benötigt?
Wir bieten 4 RTF-Strecken und eine Strecke im Volksradfahren an. Im vergangenen Jahr hatten wir sogar 5 RTF-Strecken, was aber einer Zusatzschleife am Anfang geschuldet war und keinen weiteren Orga-Aufwand verursacht hat. Wir rechnen je nach Termin mit bis zu 1.000 Teilnehmern, da wir in den ersten beiden Jahren mit 1.200 und 1.100 Teilnehmern förmlich überrannt wurden. Bei idealen Wetter- und Rahmenbedingungen ist es also möglich, dass wir vierstellige Teilnehmerzahlen erreichen. Auf der einen Seite ist das toll, auf der anderen erhöht das den logistischen Aufwand ungemein, da wir es vermeiden wollen, dass Teilnehmer an einer Verpflegungsstelle vor leeren Tischen stehen. Bei schlechtem Wetter und ungünstigen Bedingungen schrumpft die Teilnehmerzahl auch gerne auf 250.

Im Vergleich zu anderen Landstrichen ist der Aufwand in der Metropolregion Hamburg zum einen größer, weil es einen überdurchschnittlichen Mobilisierungsgrad der RTF-Teilnehmer gibt und zum anderen konkret im Hamburger Westen, weil es Vorgaben der Genehmigungsbehörde gibt, die einen höheren Personaleinsatz erfordern.
Bei uns gibt es durch den Startort bei einem Autohaus weiteren Aufwand.

Im Ergebnis bedeutet dies, dass es an anderer Stelle durchaus möglich ist, RTFs mit weniger Helfern auf die Beine zu stellen.

Ich hole mal ein wenig aus, wie ich auf rund 70 beteiligte Helfer komme:
  • - Startabwicklung 4 Helfer (vom Verein)
    - Anmeldung 8-9 Helfer (vom Verein)
    - Gelände (bei uns ein Autohaus) herrichten, z.B. Autos entfernen, Auschilderung WCs, Musikanlage, Wurst-Stand etc. ca 10 Helfer (vom Autohaus)
    - Parkplatzeinweisung 2 Helfer (Autohaus)
    - 5 Verpflegungsstationen 30 Helfer (vom Verein)
    - Ordner, Helfer bei Gefahrstellen 6 Helfer (vom Verein)
    - Ausschildern 4 Helfer (vom Verein)
    - Abschildern 4-6 Helfer (vom Verein)
    - Einkauf (1-3 vom Verein)
    - vorab Pressearbeit, Genehmigungsverfahren, Sponsoren 1-2 Helfer (vom Verein)
Außen vor gelassen habe ich die Arbeit der jeweils Verantwortlichen im Planungsteam, die sich regelmäßig treffen, um die Umsetzung der Planung voranzubringen.

Insgesamt ist es leider so, dass sich nur wenige Funktionen doppelt besetzen lassen. Was ganz gut geht, ist aber zum Beispiel den Einkauf vorab zu übernehmen und dann noch am Tag der RTF selbst "im Dienst" zu sein. "Action" haben wir dann von Freitag bis Montag, um alles vorzubereiten und anschließend wieder abzubauen.
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Beitragvon Ollanner Rennziege » 19.02.2015, 11:17

Wir vom Ollanner Radteam waren auch am überlegen eine RTF ins Leben zu rufen. Uns ist aber auch bewusst geworden, wie schwer es allein schon ist genügend Helfer (ca. 40 Personen) für unser EZF zu gewinnen und zu motivieren.

Wir haben davon Abstand genommen. Selbst unsere Permanente (folgt demnächst) wollten wir aufgrund von Personalmangel nicht mit den umliegenden Radsportvereinen abfahren. Es wird einfach zu viel.

Persönlich würde ich nicht auf umliegende Vereine und Jedermänner zurückgreifen wollen. Wenn, dann sollte es schon eine Veranstaltung des Vereins sein. Und, man muss sich auch verlassen können.

Und auch wenn die Jedermänner des Events durch ihren Beitrag mitfinanzieren, ist es letztlich doch so, dass die Organisation so viel Zeit in Anspruch nimmt, dass es nicht mit Geld zu bezahlen ist. Aber das hier auszuführen und zu kritisieren würde den Rahmen absolut sprengen.

Ich habe auch festgestellt, dass besonders kleine RTF ihren Reiz haben. Lange nicht so viele Gefahren und viel familiärer....sind dann leider nur nicht hier im Norden.

Gruß Ziege
www.ollanner-radteam.de
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motta
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Beitragvon motta » 19.02.2015, 13:51

Ein Brevet wird manchmal nur von einer Person organisiert und durchgeführt.
Der Aufwand für so eine Veranstaltung ist minimal.

Was erwartet man von einer RTF, was ein Brevet nicht hat?

Ausschilderung und Verpflegung, evtl. auch Pannenservice und Besenwagen

Kann oder will man auf o.g. Annehmlichkeiten verzichten?

Es wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert für Vereine, die nicht über genügend Helfer verfügen.

Ein "zurück zu den Wurzeln" ist ja zur Zeit auch modern- man muss auch nicht zwangsläufig einen track anbieten- eine Wegbeschreibung, wenn sie denn gut gemacht ist, hat es vor GPS doch auch getan.

meint MOtta
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Don Vito Campagnolo
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 19.02.2015, 14:20

motta hat geschrieben:...Kann oder will man auf o.g. Annehmlichkeiten verzichten?
Naja, wenn all das weg ist, dann ist das in meinen Augen aber auch schon keine Veranstaltung mehr, sondern eher in Nähe einer Permanenten anzusiedeln.

Für mich wäre das jedenfalls nichts, was mich dazu anregen könnte, zeitig aufzustehen, mein Rad ins Auto zu laden, irgendwo 'ne Stunde hinzufahren und dann "Schnitzeljagd" zu spielen. Da ist es dann entspannter, eine einfache Runde durchs Heimatrevier zu drehen.

Aber ok, selbst die jetzt in Mode kommenden O-CTF/RTF sind schon -mangels Interesse an GPS-Navigation - nicht mein Ding.
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radfreunde
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Beitragvon radfreunde » 19.02.2015, 15:22

Orakel hat geschrieben:Für eine RTF muss ein Verein halt groß genug sein, um die ganze Logistik überhaupt stemmen zu können. Auch Radrennen, wie z. B. der diesjährige Specialized Cup 2015 in Flintbek bei Kiel, sind von einem Verein allein nicht zu wuppen. Für dieses Rennen haben sich sogar vier Vereine zusammengetan! Soweit ich weiss, wird z. B. die RTF "Holsteiner Pfeil", in der schönen Holsteinischen Schweiz, auch von insgesamt drei Vereinen organisiert. Zusammen ist man halt stark!
Ja das stimmt alles. Eine gewisse Größe sollte ein Verein meist haben, um aus dem Mitgliederbestand die Helfer rekrutieren zu können. Allerdings schaffen es auch Vereine mit 20 Mitgliedern sich eine RTF mit 300 Teilnehmern zuzutrauen. Andere Vereine mit 80 Mitgliedern eine RTF, eine CTF und ein Rennen. Es kommt darauf an, wie das "Vereinsleben" so klappt. Ein Großverein (Mehrspartenverein) scheint da nicht immer die richtige Wahl zu sein. Anscheinend je näher eine Großstadt, umso eher ändert sich die Mentalität der Menschen, wobei es hier auch andere Beispiele gibt. ;-)

Warum sollte man nicht (Nachbar-)Vereine ansprechen, ob sie helfen, wenn sie keine eigene RTF ausrichten, man ihre Trikots aber bei der einen oder anderen Veranstaltung sieht? Aber direkt ansprechen muss man sie schon, ein Aufruf im Internet reicht da nicht. Hilft meistens.

Deine Beispiele hinken aber etwas. Flintbek sind 6 Rennen, durch 4 Vereine ausgerichtet, die alle mindestens (!) 1 Rennen, 1 RTF, 1 CTF und ein Crossrennen veranstalten. Die RTF in Oldenburg wird in Kooperation von Vereinen gemacht, die alle mehrere Veranstaltungen pro Jahr machen, aber der Meinung waren, die Gegend hat eine RTF verdient. Wobei sie recht haben.

Also lasst uns weiter überlegen, wie man Menschen zu ehrenamtlichen Helfern machen kann.
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kocmonaut
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Beitragvon kocmonaut » 19.02.2015, 19:51

Hallo Ihr,

an die Brevets und O-CTFs mit deutlich weniger ORGA-Aufwand musste ich auch gleich denken. Sind aber keine RTFs, sondern andere Konzepte. Natürlich mit Daseinberechtigung, aber nicht Thema hier. @MOTTA: Thema verfehlt - sechs - setzen. (smile)

Im Norden von NMS liegt ein Dorf (das dann auch fast so heißt), da gibts einen Typen, der bringt sogar Lahme zum Gehen, wenn sein Verein etwas veranstaltet. Er schafft es, den Leuten zu vermitteln, dass etwas Geiles läuft und dass Mitmachen Spass macht. Dann steht der Verein Spalier und es kommen die Muttis von den Landfrauen, die Alten von der Skatrunde, die Radwanderer aus Kiel und ab geht die Party. Das klappt nicht überall, aber hier klappt es sensationell!

Wenn kleine Vereine aus der Region sich zusammentun, ist es auch gut. Kann aber nicht sinnig sein, wenn sich die Großen zusammen tun - dann fehlen ja die Fahrer für die Veranstaltung. Andere Sparten im Verein oder andere Sortvereine im Ort als Helfer wären doch ne gute Idee. Eine sportartenübergreifende Unterstützung sorgt für sportartenübergreifenden Zusammenhalt, ohne potentielle Teilnehmer zu verlieren.

Gibt auch Vereine, die ihren Vereinsmitgliedern die Mitfahrt an der Veranstaltung verweigern - es sei denn, sie stellen einen anderen Helfer aus der Familie. Finde ich auch gut. Das verdeutlicht, dass das Vereinsmitglied nicht nur Konsument ist, sondern auch einen ideellen Beitrag für den Verein z. B. in Form von Unterstützung zu leisten hat. Genau meine Einstellung, aber nicht die von allen.

kocmonaut
nord_mann
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Beitragvon nord_mann » 19.02.2015, 22:30

Orakel hat geschrieben:... Diese Jedermänner sind aber in keinem Verein und stehen für eine Organisation einer RFT bzw. CTF leider nicht zur Verfügung. Ich denke, neben dem Zusammenschluss von Vereinen, kann man hier auch ansetzten, indem man die Jedermänner aus der jeweiligen Region ggf. mit einbezieht. Wie? Keine Ahnung... :oops:...
Nun. Warum stehen die Jedermänner nicht zur Verfügung? Ich möchte aus verschiedenen Gründen nicht Mitglied in dem Radsportverein werden, den es in dem Ort gibt, in dem ich wohne. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich bei einer RTF als Helfer mithelfe. Nicht am 26.04. in Blankenese, weil ich da selber mitfahren will/muss bzw. bis Ende Mai die Wochenenden für eigene Vorbereitungen frei halte.

Aber wenn im Nord-Westen Hamburgs Bedarf an Helfern besteht, die nicht im Verein organisiert sind, mache ich das gerne mal. Ich würde ungern quer durch die Stadt gurken, um irgendwo auszuhelfen. Aber bevor eine Veranstaltung ausfällt, würde ich auch das machen. Man müsste nur aufrufen, dass Hilfe benötigt wird. So wie Arne das hier getan hat.
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Orakel
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Beitragvon Orakel » 20.02.2015, 08:56

nord_mann hat geschrieben:...
Nun. Warum stehen die Jedermänner nicht zur Verfügung? Ich möchte aus verschiedenen Gründen nicht Mitglied in dem Radsportverein werden, den es in dem Ort gibt, in dem ich wohne. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich bei einer RTF als Helfer mithelfe. ...
Danke nord_mann, das ist genau die richtige Einstellung!
Auf Deine Frage, warum "Jedermänner" nicht zur Verfügung stehen, ist die Antwort relativ einfach, "Jedermänner" sind im Allgemeinen Individualisten und aus dem Grund auch schwieriger erreichbar, als z.B. ein Verein über einen Vorsitzenden.
Meldet sich allerdings jemand wie Du freiwillig, ist es natürlich ein Glücksfall für jeden Ausrichter einer RTF, da ist dann der Organisationsaufwand, freiwillige vereinsexterne Helfer zu finden, sehr gering.

Ich respektiere natürlich jeden, für den eine Vereinsmitgliedschaft nichts ist. Auch ich habe mit mir gerungen, da ich schon in vielen Vereinen, auch in anderen Sportarten war und natürlich auch negative Erfahrungen gesammelt habe.
Ich habe im Radsport aber Glück gehabt, einen Verein für mich zu finden, in dem ich mich sehr wohl fühle. Das geht nicht jedem so und ein Verein ist auch nicht unbedingt "jedermanns" Sache. (Tolle Wortspielerei, nicht wahr?) :)

Orakel.
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michel66
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Beitragvon michel66 » 20.02.2015, 09:02

Die Gründe, warum es immer weniger Helfer gibt und es im Vergleich zur Gesamtzahl der Radelnden auch immer weniger Breitensportfahrer in Vereinen gibt, sind vielfältig und wurden ja auch schon in anderen Threads diskutiert.
Wir, der RSC Hamburg City e.V., haben uns aus Gründen mangelnder Vereinsbeteiligung auf allen Ebenen gestern als e.V. sogar aufgelöst.
Die individuelle Lebensgestaltung jedes Einzelnen lässt dem schon oft Zeit fressenden Radfahren eben kaum noch Zeit für darüber hinaus gehene Aktivitäten. Viele Konsumieren eben infach.

Aus meiner Sicht, wäre ein Ansatz, sicherlich eine Verknappung der Verpflegungstellen durch optimierte Streckenplanung und dem Angebot an sich. Wir sind hier in Norddeutschland auch sehr , sehr verwöhnt, was die Gabentische angeht. Warum z.B. muss nach rund 25 Kilometern eine riesige Verpflegungstelle mit einem Angebot eines Dorffestes (ich übertreibe natrülich jetzt ein wenig) vorgehalten werden ?
Die großen Vereine bewerkstelligen das aus der Westentasche und möchten sich scheinbar bei dem ganzen Drumherum noch gegenseitig übetrumpfen, wohin gegen kleinere Vereine eben dann ein riesen Problem haben, da mit zuhalten.
Ich persönlich finde es (der auch öfters in NRW RTF`s mitfährt) überhaupt nicht schlimm, wenn die ganze Verpflegung und "Drumherum" Nummer rudimentärer ausfällt. Dadurch wird die RTF an sich für mich nicht schlechter.
Was dabei allerdings zugegebener Maßen bleibt, ist das Problem der hohen Teilnehmerzahlen in und um Hamburg.
Zum Schluss: Ich persönlich würde schon mal mit aushelfen, wenn es terminlich passt.
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Beitragvon Dreckschleuder » 20.02.2015, 11:45

Es ist ja schon vieles gesagt...

Ich hoffe ja immer noch darauf, dass irgendwann die Ausschilderung wegfallen kann, da sie am Tag vor der Veranstaltung, am Veranstaltungstag (Check, Nachschildern) und selbst nach der Veranstaltung noch reichlich Helfer bindet.

Und dann könnte man überlegen, ob zumindest die Abstände zwischen den Depots erhöht werden können, so dass in Summe das eine oder andere Depot eingespart werden kann.

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Beitragvon sonja1 » 20.02.2015, 12:23

radfreunde hat geschrieben:
Orakel hat geschrieben:Also lasst uns weiter überlegen, wie man Menschen zu ehrenamtlichen Helfern machen kann.
Ich verfolge diesen interessanten Thread jetzt schon die ganze Zeit und möchte gerne einen eigenen Vorschlag mit einbringen: Meiner Ansicht nach zeigt die Beteiligung hier, daß auch vereinslose Radfahrer bereit sind, bei einer RTF auszuhelfen. Was spricht also dagegen, entsprechende Aufrufe hier über HFS zu starten, wenn Not am Mann ist? Ich denke, einen Versuch ist es wert.

Und etwas anderes schwirrt mir im Kopf herum: Ich könnte mir gut vorstellen, daß es Sportler gibt, die verletzungsbedingt nicht mitfahren können, aber vielleicht als Helfer bei einer RTF dabei sein möchten. Dann ist man wenigstens dabei. Möglicherweise wäre hier auch ein Ansatz, Leute als Helfer zu gewinnen. Ich sag das nicht ohne eigene Erfahrung, denn mir persönlich hat es Spaß gemacht, letztes Jahr beim EBZF helfen zu können, obwohl ich aufgrund meines Unfalls bei der Kapernfahrt selbst leider nicht mitfahren konnte. Das Gemeinschaftserlebnis hat sich - auch mit Verletzung - gelohnt.
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Beitragvon crumble » 20.02.2015, 14:09

Dreckschleuder hat geschrieben: Ich hoffe ja immer noch darauf, dass irgendwann die Ausschilderung wegfallen kann, da sie am Tag vor der Veranstaltung, am Veranstaltungstag (Check, Nachschildern) und selbst nach der Veranstaltung noch reichlich Helfer bindet.
Eventuell findet man ja Spaetaufsteher, die bereit sind hinter sich aufzuraeumen und die eingesammelten Schilder beim naehchsten Depot abgeben. Zumindest auf den aeusseren Schleifen koennte das funktionieren. Aber auch nur, wenn nicht viele Schilder verteilt wurden. Bei vorbildlichen RTFs mit Karte, Marschtabelle und jeder Menge Schildern koennte das recht anstrengend werden.

Das wird aber sicherlich nicht bei allen Strecken gehen. Manchmal wird man nach einer Schleife auch wieder auf die alte Strecke zurueck geleitet.

Der Rolandmarathon fuehrt zu einem grossen Teil entlang meiner Hausstrecke. Wenn die Beschilderung eine Woche aufgebaut bleiben darf, waere ich auch bereit am folgenden Wochenende mit Rucksack zu fahren und die kleinen Schilder auf der 150er Strecke einzusammeln. Aber ich fuerchte die Auflagen fuer die Veranstalungen sagen, dass die Beschilderung zeitnah verschwindne muss.
Dreckschleuder hat geschrieben: Depots 20 Kilometer nach dem Start und 20 Kilometer vor dem Ziel - ist das wirklich notwendig?
Die regelmaessigen 30Km Abstaende finde ich sehr praktisch:
- Auch bei warmen Wetter reicht eine Flasche
- Eine anstaendige Pumpe ist in einer brauchbaren Entfernung vorhanden
- Man hat bei spaerlicher Ausschilderung nicht das ungute Gefuehl sich verfahren zu haben, wenn man zwischendurch mal einen 50-60Km Abstand hat

Wenn man andere Abstaende einplant, waere es nett das vorher zu wissen. Dann weiss man, wann man die zweite Flasche mitnehmen sollte.
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Beitragvon Dreckschleuder » 20.02.2015, 14:20

crumble hat geschrieben: ...Eventuell findet man ja Spaetaufsteher, die bereit sind hinter sich aufzuraeumen und die eingesammelten Schilder beim naehchsten Depot abgeben..
Das bringt Dir sicherlich keinen Spaß... Erstens sind die Schilder (Holz/Hartplastik) klobig und zweitens schwer. Und dann würde ich schnell den Spaß am Fahren verlieren, wenn ich alle paar 100 Meter anhalten soll, Kabelbinder durchknipsen, Schild abnehmen, beides verstauen. Neeeeh!

Selbst große Satteltaschen sind da recht schnell vollgepackt.
Zuletzt geändert von Dreckschleuder am 20.02.2015, 14:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Lupus » 20.02.2015, 14:21

Moin,
nur ganz kurz zum 20 Km Depot. Dieses Depot hat man eingerichtet, damit diejenigen die "nur " die Kleine Runde fahren auch in den Genuss einer Verpflegung kommen.
Gruß
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Beitragvon Dreckschleuder » 20.02.2015, 14:29

Verstehe ich. Aber wenn die Depots zum auftanken dienen sollen?

Auf den ersten 20 Kilometer haben die meisten 1-2x zu ihrer Trinkflasche gegriffen. Das wird sicherlich auch bei Trimmfahrern kaum anders aussehen.
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Beitragvon Tourini » 20.02.2015, 15:04

Langfristig sehe ich ja auch prinzipiell die Möglichkeit die Ausschilderung abzuschaffen, da GPS eine immer weitere Verbreitung am Rad findet.
Gibt es derzeit noch regulatorische Vorgaben die eine Ausschilderung vorschreiben?

Der Aufwand der Ausschilderung ist erheblich (hier beispielhaft unsere RTF mit maximal 150-km-Runde).

Am Vortag der RTF 150 km ausschildern:
3 Teams je 2 Personen

Am Tag der RTF 150 km Ausschilderung kontrollieren und Sonderschilder aufstellen:
3 Teams je 2 Personen

Am Tag der RT 150 km abschildern:
3 Teams je 2 Personen

Abgesehen vom personellen Aufwand wird dazu auch noch (unnötig?) Benzin verbraucht...
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Dreckschleuder
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Beitragvon Dreckschleuder » 20.02.2015, 15:23

Sieht bei anderen Vereinen kaum anders aus...

3 Teams zum Ausschildern, je mehrere Stunden Zeitaufwand
3 Teams zum Abschildern, auch hier jeweils Aufwand im Stundenbereich

Kontrollfahrt, 2-3 Autos, nicht notwendigerweise mit Beifahrer...
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 20.02.2015, 15:51

Dreckschleuder hat geschrieben:
crumble hat geschrieben: ...Eventuell findet man ja Spaetaufsteher, die bereit sind hinter sich aufzuraeumen und die eingesammelten Schilder beim naehchsten Depot abgeben..
Das bringt Dir sicherlich keinen Spaß...
:GrosseZustimmung:
Wenn ich am Montag die Südschleife unserer RTF "Deich Klassiks" mit dem Rad abschildere, bin ich für 30km gute 3 Stunden unterwegs. Der 25 Liter Rucksack ist so voll, dass ich mir die letzten Schilder unters Trikot stopfen muss. Für einen Teilnehmer nicht durchführbar. :wink:
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Beitragvon crumble » 20.02.2015, 16:23

Tourini hat geschrieben:Langfristig sehe ich ja auch prinzipiell die Möglichkeit die Ausschilderung abzuschaffen, da GPS eine immer weitere Verbreitung am Rad findet.
Nur GPS faende ich nicht schoen. Je nach Modell schaut man dann nur noch aufs GPS und faehrt trotzdem an jeder nicht eindeutigen Abzweigung vorbei. Ausserdem sind die GPS geraete recht fehleranfaellig. Wetter, Stuerze, leere Akkus, schlecht konstruierte Halterungen, ...

Es sollte wenigsten eine Uebersichtskarte und Liste mit Doerfern auf Papier geben. Dann erwischt man im Falle eines Falles zwar nicht die schoene Strecke, kommt aber dennoch wieder an und die Einstiegshuerde bleibt relativ niedrig.
Knud
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Beitragvon Knud » 20.02.2015, 23:12

Dreckschleuder hat geschrieben:Es ist ja schon vieles gesagt...

Ich hoffe ja immer noch darauf, dass irgendwann die Ausschilderung wegfallen kann, da sie am Tag vor der Veranstaltung, am Veranstaltungstag (Check, Nachschildern) und selbst nach der Veranstaltung noch reichlich Helfer bindet.
Was soll die Ausschilderug denn ersetzen? Fahren nach Wegbeschreibung führt zumindest bei mir zu häufigerem Anhalten.
GPS ist eine fene Sache. Aber bei RTF gibt es ziemlich viele Leute die ohne unterwegs sind. Im Grunde ist das dann eine Eintrittsschwelle. Aber wollen wir nicht RTF als niederschweliges Angebot?
Und RTF als geführte Touren, sind vom Personalbedarf wohl indiskutabel.
Dreckschleuder hat geschrieben: Und dann könnte man überlegen, ob zumindest die Abstände zwischen den Depots erhöht werden können, so dass in Summe das eine oder andere Depot eingespart werden kann.

Depots 20 Kilometer nach dem Start und 20 Kilometer vor dem Ziel - ist das wirklich notwendig?
Bei der Anzahl der Depots kann vielleicht schon drehen. Bei einer Verschiebung wird aber immer eine der Touren doch ungleiche Abstände bekommen.
Eine Reihe von RTF funktionieren mit nur zwei Depots, einige sogar nur mit einem. Man muss dann die Routen entsprechend legen. Aber, ob das bei 1000 Teilnehmern funktioniert, würde ich bezweifeln.
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Beitragvon Tourini » 21.02.2015, 11:54

Um die Einstiegsschwelle niedrig zu halten, reicht es vielleicht die 40er und 80er Runde auszuschildern.

Die längeren Strecken werden eher von den Erfahrenen unter die Räder genommen. Eine gut lesbare (farbige) Karte auszudrucken ist ja heutzutage kein großer Aufwand und würde hier zusätzlich zum GPS-Track Sicherheit geben.

Die Extraschleife des Marathon der RG Uni wurde letztes Jahr beispielsweise nur nach GPS gefahren, was sehr gut funktioniert hat.

Bevor ein Veranstalter alles absagt, kann er ja versuchen den Aufwand/Leistungsumfang zu verringern.

Wenn dies entsprechend kommuniziert wird, haben sicher alle Verständnis dafür oder es melden sich dann doch noch ein paar Freiwillige😄
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Beitragvon RSG-Arne » 22.02.2015, 12:53

Hallo zusammen,

hier sind ja schon einige interessante Gedanken zusammen gekommen. Ich versuche mal, das zusammen zu fassen und meine Anmerkungen einfließen zu lassen (allgemein und konkret für unsere RTF).

Helfer anderer Vereine
a) Direkte Kooperation mehrerer Vereine
Eine direkte Kooperation zwischen mehreren Radvereinen funktioniert. Sei es hinsichtlich der kompletten Organisation oder z.B. durch Übernahme einer Verpflegungsstelle. Leider ist es so, dass sich die Schwierigkeiten, Helfer zu finden, meist nicht vollständig erledigen.
Bei uns klappt die Kooperation mit dem SC Hammaburg super, ohne diese Unterstützung würde es unsere RTF nicht mehr geben.
b) Einzelne Unterstützer
Bisher ist es noch nicht üblich, dass auch einzelne Vereinsmitglieder bei anderen Radsportvereinen aushelfen. Zum einen sind viele potentielle Helfer bereits ausgelastet, zum anderen dürfte es an der fehlenden Info liegen, dass bei einem anderen Verein Mangel herrscht. Es dürfte daher zurzeit insbesondere an persönlichen Kontakten liegen, wenn einzelne Vereinsmitglieder bei RTFs anderer Vereine helfen. Angedacht wird seitens des Radsportverbandes die Einrichtung eines „Helferpools“, um die Kommunikation insoweit zu verbessern. In die gleiche Richtung geht meine Idee, vereinsexterne Helfer mit einem RTF-Gutschein auszustatten, der bei einer anderen RTF eingelöst werden kann.
Diese bei uns bisher noch nicht ausprobierten Ideen würden wir beim Blankeneser Rundtörn testen wollen.

Vereinsfreie Unterstützer
Ähnlich ist die Situation bei Helfern, die gar keinem Verein angehören. Auch diese könnten – um der RTF-Szene insgesamt etwas Gutes tun – bereit sein, unterstützend tätig zu werden. Dazu müsste auch hier ein Helfermangel bekannt sein. Ein RTF-Gutschein könnte über die Teilnahme an Dankeschön-Veranstaltungen des Ausrichtervereins (Helferfest) hinaus motivieren, sich zu engagieren. Auch das würde ich gerne ausprobieren.

Hierzu vielleicht noch ein paar allgemeine Worte: Die RTF-Szene in Norddeutschland ist reichhaltig und bietet sowohl quantitativ als auch qualitativ ein überragendes Angebot. Beinahe jeden Sonntag kann man während der Saison bei einer RTF im Norden starten, ohne sich vorher festlegen zu müssen, ob man wirklich starten möchte. Das ist ein tolles Angebot an Individualisten, welches aber nur durch die Gemeinschaft (der RTF-ausrichtenden Vereine und deren Helfer) ermöglicht wird. Das Preisniveau (dazu gab es ja schon die eine oder andere Diskussion) finde ich dabei überschaubar (die Argumente sind ja ausgeschrieben, wem das zu teuer ist, der startet nicht oder setzt sich idealerweise über nachhaltiges Engagement in einem Radverein und darüber hinaus beim zuständigen Landesverband für eine Senkung ein). Vielleicht noch ein Gedanke, da die Preisdiskussion bisher überwiegend aus Konsumentensicht geführt wurde: Ob eine RTF preislich angemessen ist, kann nicht nur am gebotenen Verpflegungsangebot festgemacht werden. Es entsteht ein weit darüber hinaus gehender Aufwand für Material, Gebühren, Erfüllung behördlicher Auflagen, etc. Das eine RTF nicht erheblich teurer sein muss, als es derzeit der Fall ist, liegt insbesondere daran, dass alle Helfer komplett ehrenamtlich arbeiten. Im Gegensatz dazu schlagen sich in allen kommerziellen Bereichen die „Personalkosten“ als größter Buchungsposten nieder. Bisher ist es so, dass diese glücklicherweise bei RTFs zu vernachlässigen sind. Das führt weiter zum Punkt

Aufwandsentschädigung
Die Gewährung einer Aufwandsentschädigung könnte dazu führen, Helfer zu motivieren, die nicht wegen der „guten Sache“ helfen, sondern um sich ein kleines Zubrot zu verdienen. Hier waren ja Schüler bereits als potentielle Helfergruppe genannt (ich würde dabei natürlich den Schülern nicht unterstellen wollen, nur an Geld interessiert zu sein, wir haben auch Schüler unter unseren Helfern!). Wenn nun aber nur eine Teilgruppe der Helfer finanziell entschädigt wird, so kommt es zu einer Ungleichbehandlung unter den Helfern. Das fände ich nicht gut und ließe sich nur schwer vermitteln. Sollten alle Helfer eine Aufwandsentschädigung erhalten, so könnte dies dazu führen, dass die nun entstehenden „Personalkosten“ eine RTF bei den gegenwärtigen Einnahmebedingungen nicht mehr kostendeckend durchführbar machen.
Die Einführung einer Aufwandsentschädigung strebe ich daher bei uns nicht an.

Catering vergeben
Überlegt wurde auch, ob man das Catering bei einer RTF vergeben sollte. Mir ist dabei nicht ganz klar, ob damit nur der Start-Ziel-Bereich oder auch jede einzelne Verpflegungsstation gemeint ist. Sollte letzteres der Fall sein, könnte ich mir vorstellen, dass sich der erhöhte logistische Aufwand für mehrere „Einsatzstellen“ in unerschwinglichen Preisen niederschlägt. Denkbar wäre es aber vielleicht, einen Caterer als Sponsor mit ins Boot zu holen, damit der Kostenaufwand ggf. (zumindest teilweise) in ein Sponsoring umgewandelt werden kann.
Ich müsste bei uns daher mal schauen, ob es einen Caterer gibt, mit dem man ggf. ein Sponsoring aushandeln kann, bin aber nicht zu optimistisch. Ansonsten würde ich einen professionellen Caterer für zu teurer empfinden.

Langstrecke einsparen
Vorgeschlagen wurde auch, die 150er-Strecke einzusparen. Dies kann je nach Auslastung auf den unterschiedlichen angebotenen Streckenlängen (das muss dann vorher ausgewertet werden) Sinn machen.
Wir werden allerdings davon absehen, da es im Großraum Hamburg so ist, dass die Strecken umso schöner werden, je weiter man sich vom Startort entfernt. Wir würden uns vor dem Hintergrund, dass sich der Aufwand hinsichtlich des Aus- und Abschilderns (längere gerade Streckenanteile) und der zusätzlichen Verpflegungsstelle (3-4 Leute) in Grenzen hält, nicht von unserem schönsten Streckenanteil trennen wollen.

Verpflegungsangebot zurück fahren
Man kann auch das Verpflegungsangebot zurückfahren. Hier ist es tatsächlich so, dass das Angebot in den letzten Jahren immer weiter verfeinert/ausgeweitet wurde. Insbesondere das Brote schmieren bindet viel Zeit und viele Personen. Was wäre für Euch essentiell wichtig und worauf könntet Ihr verzichten? Was gehört für Euch für eine RTF-Verpflegung zwingend dazu und was nicht?
Im Moment planen wir noch kein „Downgrade“ unseres Verpflegungsangebotes. Ich halte das aber nicht für ausgeschlossen, wenn man den Aufwand damit so verringern kann, dass damit die Durchführung der RTF noch sichergestellt werden kann. Kurz: Lieber weniger Angebot als eine RTF-Absage.

Weniger Verpflegungsstellen
Vielleicht kann man auch mit weniger Verpflegungsstellen auskommen.
a) Mehrfach anfahren
Einige Vereine machen es schon in Perfektion vor und kommen mit einer, maximal zwei Verpflegungsstationen aus. Wenn man dabei keine großen Abstriche im Bereich Streckenqualität machen muss, sollte man seine Planung so ausrichten, dass nicht für jede Strecke eine weitere Verpflegungsstation notwendig wird. Dies wird in ländlichen Gebieten besser klappen als im Dunstkreis einer Großstadt wie Hamburg.
Wir haben das Zusammenlegen ausprobiert, aber leider keine größeren Synergieeffekte generieren können. Das lag sicher v.a. daran, dass wir in der Metropolregion nicht so flexibel darin sind, verschiedene geeignete („schöne“) RTF-Strecken auszuarbeiten. Bei uns gilt, dass wir erst einmal „Strecke“ machen müssen, um aus dem städtischen Bereich wegzukommen.
b) Weglassen
Auch das Weglassen wurde vorgeschlagen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass auf jeder Streckenlänge zumindest ein Depot liegen muss. Nicht nur aus Verpflegungsgründen, sondern auch für die Kontrollstempel (Wertungskartenfahrer). Weglassen ohne Zusammenlegen geht daher meines Erachtens nicht.
c) Abstand zwischen Verpflegungsstellen
Auch der Abstand zwischen den Verpflegungsstellen wurde thematisiert. Ich denke, die Vereine versuchen eine möglichst gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten, die dann meistens bei einem Abstand von 20-40km liegt. Verschiebungen sind den geografischen Begebenheiten und der Infrastruktur (Verpflegungsstationen, Wasser, WC, Strom, zum Teil auch verzichtbar) geschuldet. Eine Möglichkeit eine Verpflegungsstation einzusparen sehe ich da nicht, bzw. nur bei einer Zusammenlegung.

Auf Ausschilderung verzichten
Die weitgehende Verbreitung von GPS-Geräten oder Smartphones könnte man zum Anlass nehmen, auf eine Ausschilderung zu verzichten. Da diese zeit- und arbeitsaufwändig ist, würde man damit die Anzahl der Helfer verringern können. Da es sich bei RTFs aber um typische Breitensportveranstaltungen handelt, die auch das Hineinschnuppen in den Radsport ermöglichen sollen, würde ich mich tatsächlich dagegen aussprechen, auf eine Ausschilderung zu verzichten. Der Charakter einer Einstiegsveranstaltung, bei der man außer einem Fahrrad samt Helm „nichts“ weiter braucht, ginge verloren. Ich persönlich genieße es auch, bei einer RTF nur nach den (hoffentlich) auffälligen Schildern schauen zu müssen und nicht auf irgendeine Karte oder ein technisches Gerät. Hinsichtlich der Karte ist noch zu ergänzen, dass gutes Kartenmaterial rechtlich geschützt ist und Lizenzen häufig nur zu unerschwinglichen Preisen erteilt werden. Karten selbst zu erstellen ist dann wieder ein eher aufwändiges Geschäft.
Aus meiner Sicht ist mit den obigen Ausführungen auch der Unterschied zwischen einer RTF und einem Brevet deutlich. Hinsichtlich der Langstrecke kommt es dann hinsichtlich der Zielgruppe zu Überschneidungen. Allerdings würde ich für einzelne Strecken kein abweichendes Konzept fahren (kleine Strecken ausgeschildert, Langstrecke nur mit GPS), da dies zu unnötiger Verwirrung der Teilnehmer führen würde. Wir sind schon so gezwungen (Auflage der Genehmigungsbehörde), den Teilnehmern viel zu erzählen, was sich auch nicht jeder merken kann oder will.
Wir werden daher bei der Komplettausschilderung bleiben.

Abschildern durch Teilnehmer
Das Abschildern durch Teilnehmer halte ich wie bereits in der Diskussion ausgeführt ebenfalls nicht für praktikabel. Außerdem wird ein Teilnehmer, der diese Aufgabe übernimmt, dann automatisch zum Helfer, siehe oben. Dann wäre denkbar, dass ein Helfer am Ende die RTF mitfährt und gemäß seiner Transportkapazität einen Teil der Strecke abschildert. Aufgrund der geringen Kapazität ist der Einspareffekt aber eher gering.

Einsparung im Bereich Sicherheit/Auflagen
Wichtig ist mir noch der Hinweis, dass eine Einsparung im Bereich Sicherheit/Auflagen nicht möglich ist. Wenn wir uns entscheiden, dass an einer bestimmten Stelle ein Ordner stehen sollte oder dies behördlicherseits vorgeschrieben ist, so ist daran nichts zu rütteln.

Teilnehmerbegrenzung
Eine weitere Idee wäre, eine Teilnehmerbegrenzung einzuführen. Den ausrichtenden Vereinen wird ein Höchstmaß an Flexibilität abverlangt, das bei Wettkämpfen z.B. nicht erforderlich ist. Teilweise wird diese flexible Handlungsweise von den Genehmigungsbehörden mit Verwunderung betrachtet, wenn man dort erklärt mit etwa 250 bis 1.200 Teilnehmern zu rechnen, aber erst am Samstag genauer einschätzen zu können, wie viele es tatsächlich werden könnten. Wenn nun eine RTF auf z.B. 600 Teilnehmer begrenzt würde, gewönnen die Ausrichter Planungsstabilität und könnten zielgenauer errechnen, wie viele Helfer benötigt werden. Doof ist das dann für die Teilnehmer, die anreisen ohne zu den 600 Teilnehmern zu gehören. Ggf. ließe sich das Ganze dann über eine Voranmeldung steuern. Bisher konnte über eine Voranmeldung nicht viel „gewonnen“ werden, da der Teilnehmer immer noch absagen konnte und das Handling des Teilnahmebeitrages bei Vorabüberweisung große Kapazitäten bindet. Wenn man sich aber seinen Platz „reservieren“ muss, überlegt man vielleicht stärker, dass man dann auch fährt.
Ein solches Vorgehen würde die Comfortzone der Teilnehmer verringern, die der ausrichtenden Vereine aber erhöhen.
Ich bin gespannt, ist so etwas denkbar?

Vereinsleben am Startort aktivieren
Es wurde mitgeteilt, dass es zum Teil gelingen kann, die Vereinslandschaft auch über den Radsport hinaus zu aktivieren. Dies klappt m.E. besonders gut, wenn es sich um eine „Dorfgemeinschaft“ mit vielen verschiedenen Vereinen handelt. In der Großstadt ist die Verzahnung zwischen den örtlichen Vereinen meist leider nicht so groß.
Dies gilt zumindest konkret bei uns.

Startberechtigung eigener Mitglieder
Ein letztes Wort noch zur Startberechtigung der eigenen Vereinsmitglieder. Ich gehe davon aus, dass die meisten Vereine sich freuen, ein Mitglied als Helfer und nicht als Teilnehmer an der Startlinie zu sehen (falls nicht als Ordner eingesetzt).
Offiziell verboten ist das bei uns nicht, aber ich würde schon im persönlichen Gespräch den/die Vereinskameraden/in motivieren wollen, im nächsten Jahr als Helfer zur Verfügung zu stehen (das kann ja in Teilen auch mit Radfahren verknüpft werden). Gegenüber den mithelfenden Vereinsmitgliedern fände ich einen Start bei der RTF nämlich nicht ganz fair. Wir bieten daher auch immer eine RTF-Probefahrt für Vereinsmitglieder an.

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Beitragvon frawitie » 23.02.2015, 22:59

Arne danke für deine ausführliche Aufstellung. Zum letzten Punkt Startberechtigung eigener Mitglieder:

In meinem Verein besteht Startverbot bei den 42 Wertungskartenfahrern/innen unserer und anderen RTF´s am gleichen Tag. Da argumentiere ich, wenn auch dort die Helfer bei anderen RTF´s fehlen, gibt es bald keine RTF mehr. Für die Mitarbeit bei der RTF, unserem Radrennen und dem 1-maligen Großreinemachen des Vereinsgeländes gibt es pro Einsatz 5 Punkte für die RTF-Vereinsmeisterschaft, am gleichen Tag gefahrene Punkte anderer Veranstalter werden nicht gewertet. Ergebnis: 35 - 40 Wertungskartenfahrer/innen helfen, der Rest rekrutiert sich aus anderen Vereinsmitgliedern. Bei Teilnehmerzahlen zwischen 1.000 und 1.500 bei der RTF stehen uns immer 65 bis 70 Helfer/innen zur Verfügung.
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bin sofort dabei

Beitragvon Rocket Girl » 24.02.2015, 20:57

Hej Arne,

ich bin eine der vereinsfreien Jedermänner, die sehr gerne RTF fährt und ich fände es super, wenn ein Helferpool eingerichtet werden würde. Wenn es sich einrichten lässt, wäre ich sofort bereit bei wenigstens einer RTF als Helfer zur Verfügung zu stehen.

Und die Sache mit den RTF-Gutscheinen fände ich eine schöne Geste.
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Beitragvon RSG-Arne » 25.02.2015, 18:43

Hallo Rocket Girl,

Dein schon sehr konkretes Angebot habe ich zum Anlass genommen, um einen weiteres Thema "Helferbörse" zu eröffnen (http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/ ... php?t=9090). Vielleicht klappt es ja, dass Veranstalter und freiwillige Helfer aus diesem Forum so zueinander finden. Falls Du am 26.04. Zeit und Lust hast, uns beim Blankeneser Rundtörn zu unterstützen, würde ich mich über eine private Nachricht freuen.

Spannend fänd ich weiterhin, hier zu erfahren, wie das RTF-Angebot aus Sicht der Nutzer mindestens beschaffen sein sollte und was verzichtbar wäre sowie ob es tatsächlich ein Sakrileg wäre, eine Teilnehmerbegrenzung vorzunehmen.

Arne
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Beitragvon kocmonaut » 25.02.2015, 21:34

Arne schrieb: "Spannend fänd ich weiterhin, hier zu erfahren, wie das RTF-Angebot aus Sicht der Nutzer mindestens beschaffen sein sollte und was verzichtbar wäre sowie ob es tatsächlich ein Sakrileg wäre, eine Teilnehmerbegrenzung vorzunehmen."

Hallo Arne,

die Anzahl der Helfer ist fix, egal wie viel Teilnehmer kommen, insbesondere wenn/da die TN sich erst am Tag der Veranstaltung entscheiden und anmelden.

Ist das "Drumherum" der Versuch, andere zu übertreffen und somit verzichtbar? Wenn in Husum von den Muttis eifrig Waffeln gebacken werden, wenn RV Schleswig Milchreis spendiert, wenn in Wesseln Kalle Bäcker den Ofen anschmeißt und am Ossenpadd Suppe und Leckerröllchen auf uns warten, dann ist es verzichtbar - haut mich aber um so mehr aus den Socken, weil diese Menschen/Vereine das mit Herzblut und liebevoller Freude für uns machen - und weil in diesen Vereinen eben noch kein Helfermangel herrscht.

Bei den Langstrecken 4-5 Punkte ist jedoch ein Wechsel von "kleiner" und "großer" Verpflegungsstation spürbar - und gleichzeitig sinnvoll und verständlich.

kocmonaut
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Beitragvon RSG-Arne » 01.03.2015, 18:31

Hallo kocmonaut,

zwei Dinge habe vielleicht nicht ganz verstanden, deswegen frage ich nochmal nach.
kocmonaut hat geschrieben:die Anzahl der Helfer ist fix, egal wie viel Teilnehmer kommen, insbesondere wenn/da die TN sich erst am Tag der Veranstaltung entscheiden und anmelden.
Was meinst Du damit, dass die Anzahl der Helfer fix ist? Ich komme natürlich rechnerisch auf eine Anzahl von Helfern vor Beginn der RTF, die ich brauche. "Fix" ist die Berechnung insoweit, dass es kurz vor der Veranstaltung einen Zeitpunkt gibt, an dem ich mich hinsichtlich der erwarteten Teilnehmerzahl festlegen muss (konkret: Wie viele Teilnehmer erwarte ich bei den vorhergesagten Wetterbedingungen und bekannten Alternativveranstaltungen, z.B. Marathon bei uns in diesem Jahr). Teilweise sagen aber auch Helfer kurzfristig ab. So ganz fix ist die Zahl dann nicht. Gleiches gilt vor dem Zeitpunkt, zu dem wir die endgültige Teilnehmerprognose abgeben. Wenn wir also die Teilnehmerprognose nach oben begrenzen würden, könnte ich dann die Anzahl der benötigten Helfer anhand der nunmehr geringeren erwarteten (weil begrenzten) Teilnehmerzahl ausrichten. Erst danach wäre die Anzahl der Helfer fix. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass es Bereiche gibt, wo eine verringerte Teilnehmeranzahl keine Auswirkungen hat, etwa bei den Ordnern an Gefahrenstellen. Bei Anmeldung und den Verpflegungsstellen wäre aber Spielraum.

Noch einmal ergänzend: Diese Überlegungen sind bei uns nicht konkret, es handelt sich um ein allgemeines Gedankenspiel vor dem Hintergrund nicht nur bei uns zurückgehender Helferzahlen.
kocmonaut hat geschrieben:Wenn in Husum von den Muttis eifrig Waffeln gebacken werden, wenn RV Schleswig Milchreis spendiert, wenn in Wesseln Kalle Bäcker den Ofen anschmeißt und am Ossenpadd Suppe und Leckerröllchen auf uns warten, dann ist es verzichtbar - haut mich aber um so mehr aus den Socken, weil diese Menschen/Vereine das mit Herzblut und liebevoller Freude für uns machen - und weil in diesen Vereinen eben noch kein Helfermangel herrscht.
Siehst Du einen Zusammenhang zwischen Herzblut bei der Durchführung einer RTF und einem ggf. vorhandenen Helfermangel? Das wäre aus meiner Sicht sehr schade, da wir seit Jahren mit Helfermangel kämpfen, es uns aber aus meiner Sicht durchaus gelungen ist, dies die Teilnehmer gerade nicht spüren zu lassen. Wir haben bisher keine "Kürzungen im Servicebereich" vorgenommen, auch hier gilt (bisher zumindest): Es handelt sich nicht um konkrete Überlegungen zu unserer RTF, sondern um allgemeine Überlegungen. Vielleicht müsste es einen Teilnehmer ja noch mehr "von den Socken" hauen, wenn es ein Verein trotz Helfermangels schaft, mit Herzblut und liebevoller Freude eine RTF durchzuführen. Das geht natürlich zu Lasten der eingesetzten Helfer und daher versuche ich zu überlegen, wie sich diese Be- und Überlastungen vermeiden lassen.

Viele Grüße
Arne
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Beitragvon kocmonaut » 03.03.2015, 18:47

Hallo Arne,

Du fragst: "Hallo kocmonaut, zwei Dinge habe vielleicht nicht ganz verstanden, deswegen frage ich nochmal nach."

Also: Die Anzahl der Helfer ist m. E. dadurch fix, dass ich nur eine bestimmte = fixe Anzahl Helfer habe. Und wie Du sagst, dann eher noch weniger.

Du fragst: "Siehst Du einen Zusammenhang zwischen Herzblut bei der Durchführung einer RTF und einem ggf. vorhandenen Helfermangel?"

Nein, ich nicht. Ich will sagen, dass ich ich es sehr zu schätzen weiss, dass es diese außergewöhnliche Helferlust auch noch gibt.

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Beitragvon Helmut » 13.05.2015, 01:01

Auch der ESV Fortuna Celle war knapp an Helfern bei seiner RTF. Gut, dass es die Leute vom TuS Eicklingen gibt. Fünf "TUSler" waren mit der Betreuung eines Kontrollpunktes der RTF Celler Land betraut und waren so an der Fortführung dieser Traditions-RTF maßgeblich beteiligt.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.

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