Echte französische Brevet-Philosophie versus deutsche

Sonnenschein
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Echte französische Brevet-Philosophie versus deutsche

Beitragvon Sonnenschein » 13.10.2014, 19:39

Helmut hat geschrieben:
Con-Rad hat geschrieben:Das hätte gehießen: Photo schießen, mit selbstgebastelter Eintragung ins Kontrollbuch.
Aha, das geht?!? Meine "Beweisbilder" beim 200er wurden nicht anerkannt.
Halbrenner hat geschrieben: @Helmut: Beweisfotos waren in diesem Falls nur ausnahmsweise zulässig, falls eine der Kontrollstellen geschlossen sein sollte (was bei einem längeren Brevet und dem auseinandergezogenen Feld ja leicht passieren kann).
Con-Rad hat geschrieben:....nur wenn die Kontrolle geschlossen ist. Klaus ist bekannt dafür, dass er sehr genau ist. Dafür muss er sich nicht mit Grenzfällen herumschlagen und kommt nicht in den Verdacht, Prominenten-Bonus zu verteilen. Er versteht sich da auch als Randonneurs-Tugendwächter. Veranstalter durften ja auch keinen Vereinen angeschlossen sein, um die Unabhängigkeit zu waren.

Beim ACSH um Heino sind sie da viel lockerer. Da genügt ein glaubhafter Nachweis. Bis 2000 waren die beiden noch ziemlich dicke, dann ging es auch ums Prinzip und Klaus bewarte sich das Monopol der P-B-P-Quali.

Besonders Klaus vertritt konsequent die Philosophie aus Frankreich, die im 19. Jh. fußt. Ein bisschen was aus der Wandervogelzeit. Beim letzten P-B-P wurden neue Bestzeiten aufgestellt, aber die Ersten disqualifiziert, weil sie zu Helfern unhöflich waren und an Hauswände gepinkelt haben. Konsequent!
Das ist ja interessant: Wenn ein Verein veranstaltet, dann ist die Unabhängigkeit nicht mehr gewahrt??? Dann ist ja der gesamte RTF-Sport sowas von abhängig...

Ganz sicher nicht abhängiger als die Randonneure: Ich kenne gerade kaum jemanden, der die Unabhängigkeit weniger wahrt, und keinen nationalen Verantwortlichen, der im Brevetsport so wenig die Philosophie aus Frankreich vertritt, wie eben jener Claus, der sogar so weit geht, die original französischen Regeln der RM bewusst falsch zu übersetzen und damit demonstriert, wie alle in Deutschland von seinem Goodwill abhängen. Im Mutterland Frankreich ist man nämlich im Gegensatz zu Claus nicht nur der Ansicht, dass jeder im Rahmen der Regeln beim Brevetfahren nach seiner Facon selig werden soll (von wegen Wandervogelmentalität...), sondern es dürfen nach den Regeln in Wirklichkeit sogar nur Vereine veranstalten (vernünftigerweise: das hat versicherungstechnische Gründe, die in Deutschland nicht minder schwer wiegen). So hat das nach den Franzosen in jedem anderen Land, das Brevets im Rahmen der RM veranstaltet, auch zu sein. Das kann man nachlesen.

Nur in Deutschland stellt Claus, der übrigens selbst schon im Dunkeln ohne Licht und Leuchtweste (hochgradig regelunkonform) und an Kontrolltankstellen beim Pinkeln draußen gesehen wurde (was ihm dummerweise andere Deutsche dann nachmachen), eigene Regeln auf und verkauft das auch noch als Philosophie aus Frankreich...

Es lebe die Unabhängigkeit der Veranstalter! Oder: Wohl dem, der das als solche interpretiert...
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 17.10.2014, 18:35, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon quasarmin » 13.10.2014, 21:19

Sonnenschein hat geschrieben:Nur in Deutschland stellt Claus, der übrigens selbst schon im Dunkeln ohne Licht und Leuchtweste (hochgradig regelunkonform) und an Kontrolltankstellen beim Pinkeln draußen gesehen wurde (was ihm dummerweise andere Deutsche dann nachmachen), eigene Regeln auf und verkauft das auch noch als Philosophie aus Frankreich...

Es lebe die Unabhängigkeit der Veranstalter! Oder: Wohl dem, der das als solche interpretiert...
Moin,

man kann von Claus denken was man will, aber so etwas hier über andere breitzutreten, wäre überhaupt nicht sein Stil. Aus der Anonymität heraus solche Behauptungen in einem Forum loszutreten, ist unsportlich und alles andere als Sonnenschein. Ich bin übrigens auch ein paar Jahre mit Claus unterwegs gewesen und kann keine der o. g. Unterstellungen bestätigen.

Gruß
Armin
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Beitragvon Halbrenner » 13.10.2014, 22:42

Sonnenschein, hat Dir Claus mal das letzte Käsebrötchen an einer Tanke vor der Nase weggeschnappt, oder was ist hier Deine Mission? Du holst einen seit vier Monaten ruhenden Thread hoch, um einen verdienten Radsportler anonym mit Dreck zu bewerfen ...?

:Clown: :Spinnen: NehNeh
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Beitragvon Sonnenschein » 13.10.2014, 22:49

Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, nicht Claus Stil zu haben, wenn ich mir allein das durch den Kopf gehen lasse, was ich hier zur Sache erwähnt habe. Auch wenn ich andererseits Quasarmin bestätige, dass es nicht besonders edelmütig ist, unangenehme Dinge anonym in einem Forum zu veröffentlichen, sehe ich auch nicht ein, hinterm Berg damit zu halten, wenn hier im Forum ein falscher Eindruck erweckt wird. Über Ungereimtheiten spreche ich übrigens auch offen außerhalb des Forums, eben immer da, wo es mir geboten erscheint, um zu verhindern, dass ein falscher Eindruck entsteht.

Bloß weil man in Paris oder in Deutschland (meinethalben auch verdient - ich sage ja nicht, dass man mit Claus nicht auch super kameradschaftlich Rad fahren kann) Freunde hat, ist man ja kein Heiliger bzw. auch bei einem Heiligen würde ich die negativen Dinge nicht verheimlichen wollen. Dass eine solche Offenheit bisweilen als unangenehm empfunden wird, muss ich dann gegebenenfalls in Kauf nehmen.

Vielleicht sollte ich bei der Gelegenheit klar stellen: das mit dem Pinkeln habe ich nur von mehreren Randonneuren unabhängig voneinander erzählt bekommen und es dann als wahr erachtet, weil ich mit mehr als einem davon persönlich bekannt bin. Ich kann dafür aber meine Hand nicht ins Feuer legen und hätte es auch hier nicht erwähnt, wenn nicht Con-Rad in prägnantem Widerspruch dazu gerade als "konsequent" gefeiert hätte, dass die vermeintlichen Vorbilder in Paris ein solches Verhalten offenbar als Disqualifikationsgrund ansehen.

Claus auf einem Brevet im Dunkeln ohne die vorgeschriebenen Sicherheitsvorrichtungen habe ich allerdings selbst gesehen. Und die deutschen RM-Regeln mit den französischen vergleichen kann jeder selbst, wenn es interessiert.

Also: bitte keine "Behauptungen" behaupten, auch wenn es unliebsam ist, diese - ich sage mal verharmlosend: "Ungenauigkeiten" - über einen als "peinlich genau" bekannten Freund zu lesen.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 25.10.2014, 14:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Sonnenschein » 13.10.2014, 23:04

Halbrenner hat geschrieben:Du holst einen seit vier Monaten ruhenden Thread hoch, um einen verdienten Radsportler anonym mit Dreck zu bewerfen ...?
Sorry, ich hab das jetzt erst gelesen. Eher konnte ich nicht reagieren. Und ich werfe nicht mit Dreck, ich weise nur auf einen Teil von dem "Dreck" (wenn du das denn als solchen empfindest...), den der Verdiente selbst gemacht hat, hin.

Seine echten Verdienste, die er ja durchaus haben mag, will ich dadurch nicht schmälern, wohl aber einem falschen Bild in der Öffentlichkeit entgegenwirken. Und das nicht etwa wegen irgendwelcher Käsebrötchen (ich bin von persönlichen Problemen mit Claus bisher verschont geblieben), sondern wegen der erwähnten Ungereimtheiten selbst. Die reichen mir schon.
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Beitragvon Con-Rad » 15.10.2014, 10:35

Lieber Sonnenschein,

mich würden konkrete Übersetzungsmanipulationen schon interessieren. Ansonsten sind Deine Bemerkungen sehr aufschlussreich.

Ich bin 99 die Quali mitgefahren und habe die Bedingungen als gegeben hingenommen. Die Wegbeschreibungen, auf die man damals wirklich angewiesen war, waren mangelhaft, was dazu führte, dass alle sich an jemanden hängten der die Strecke kannte. Dadurch klammerten sich große Gruppen an Klaus und man versuchte, sein hohes Tempo mitzugehen. Wehe, man verlor ihn! Selbst bei größeren Runden verlegte er z. B. spontan die nächtliche Kontrolle von einem angegebenen Hotel in eine Autobahnraststätte, weil das Hotel nachts geschlossen war. Wer alleine fuhr, kam oft aus dem Staunen nicht heraus. Das waren nach Klaus Bedingungen, mit denen ein echter Randonneur fertig werden musste.

Dass sich kaum etwas gebessert hat, musste ich vor zwei Jahren in Kiel feststellen, wo ich bei einem 300er wegen mangelhafter Beschreibungen noch locker 100 km dran gehängt habe.

Damals wie heute: ich war in einer großen Gruppe um Klaus. An einer Tankstellenkontrolle war ich in einer langen Reihe der Letzte. Während ich noch stempelte, rasten die Letzten in großer Hast hinter Klaus her davon. Es wäre kein Problem gewesen alleine zu fahren, wenn die Beschreibung irgendwie brauchbar gewesen wäre. Als ich dann nach 100 Extrakilometern am Ruderklub meine Karte einwarf, standen immer noch einige Autos auf dem Parkplatz.

Als dann Heino die Organisation vorbildlich perfektionierte und in seiner Firma optimale Bedingungen anbot, war der Knatsch programmiert.
Die ganze Warheit mit Bildern unter:
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Beitragvon Angelboot » 15.10.2014, 20:20

@ Sonnenschein,

was soll das denn? Claus Czychol auf diese Weise etwas anhängen zu wollen, ist unterste Schublade.

Claus wird sich darüber im übrigen nur ein müdes Lächeln abringen können. Sehr wahrscheinlich geht ihm das am Dups vorbei.

Audax Club Paris (ACP) und ARA Deutschland haben in den letzten Jahren einen grandiosen Aufschwung erlebt. Die Teilnehmerzahlen an den Brevet-Serien sind förmlich explodiert. Dass ARA Deutschland sich so positiv entwickeln konnte, daran hat Claus einen großen Anteil. Er hat sich um die Randonneursfahrerei verdient gemacht. Er hat die Kontakte in der Anfangszeit nach Paris geknüpft, hat alles zum Laufen gebracht. Ihn jetzt mit diesen Vorwürfen etwas anhängen zu wollen, ist einfach nur billig.

Das mit der Story vom Pinkeln auf einer Tankstelle wird ja immer wieder ausgegraben. Besonders von einem Menschen, der sich ja mal als ARA-Veranstalter beworben hat, aber nicht zum Zuge gekommen ist.

Im übrigen soll man nicht mit Steinen werfen, wenn man selber im Glashaus sitzt. Auch ich bin schon einmal ohne Leuchtweste in der Nacht gefahren. Ich hatte sie zu Hause vergessen. Es wurde dunkel. Ich habe andere Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Natürlich hat Claus seine eigene Auffassung von der Randonneursfahrerei. Er pocht auf gewisse Regeln. Gut so.

Ich freue mich schon auf die neue Brevetsaison, Claus wieder zu treffen, diesen alten Haudegen wieder dabei zu haben. Es ist mir eine Ehre.
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Fülle
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Beitragvon Fülle » 16.10.2014, 08:55

Moin, ich finde diese Art der öffentlichen Diskussion über Personen mit Klarnamen sehr bedenklich und plädiere dafür das Thema zu löschen. Das hat was von an den Pranger stellen. Er ist schliesslich keine Person des öffentlichen Lebens und das Internet vergisst nicht - das ist keine Phrase.
Ich kenne übrigens Claus nicht.
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Verdienste

Beitragvon Con-Rad » 16.10.2014, 09:28

Genau. Vergessen wir nicht die Verdienste.
Claus hat schließlich eine lebendige Szene in Leben gerufen. Gäbe es überhaupt Brevet- Fahren in dieser Art in Deutschland ohne ihn?
Und in vielen Punkten bin ich völlig bei ihm: In der konsequenten Regelauslegung, der schlichten Brevet- Durchführung. Man kann sich an irgendeinem Friedhof treffen, die Karten ausgeben und das war's. Keine Helferprobleme und das Gejammer der Veranstalter über das Wetter und die übrig gebliebenen Lachsschnittchen.
Und man bekommt die meisten Km fürs Geld. Ich finde es, bei aller Kritik, immer noch gut und seinen Einsatz außerordentlich verdienstvoll.
Er hat den echten Randonneur selbst gelebt. Ohne Auto die Strecken selbst abgefahren und entworfen. Vielleicht gehört seine rustikale, rigerose Art und Haltung einfach dazu? Unsympathisch ist mir das nicht.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 16.10.2014, 10:21

Fülle hat geschrieben:Moin, ich finde diese Art der öffentlichen Diskussion über Personen mit Klarnamen sehr bedenklich und plädiere dafür das Thema zu löschen. Das hat was von an den Pranger stellen. Er ist schliesslich keine Person des öffentlichen Lebens und das Internet vergisst nicht - das ist keine Phrase.
:GrosseZustimmung: :GrosseZustimmung:
Selbst nicht erlebte Gerüchte über angebliches ungebührliches Benehmen an einer Tankstelle hier so weiterzugeben, ist mehr als grenzwertig :mad: .
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Beitragvon Konkursus » 16.10.2014, 11:33

stimme Fülle, Angelboot und Dirk in allem zu. Wenn man Probleme mit einzelnen Radkollegen hat, sollte man diese doch bitte auch intern klären. Im übrigen ist mir unbekannt, dass man zur Teilnahme an irgendwelchen Veranstaltungen gezwungen wird.

Ko
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Beitragvon Angelboot » 16.10.2014, 13:47

Danke Helmut, Fülle, Heimfelder Dirk, Con-Rad und Konkursus.

Es ist alles gesagt. ;-)
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Beitragvon Sonnenschein » 16.10.2014, 22:36

Con-Rad hat geschrieben:Lieber Sonnenschein,

mich würden konkrete Übersetzungsmanipulationen schon interessieren.
Lieber Con-Rad,
die Seite der RM wird mir als virusverseucht gemeldet, deswegen komme ich gerade leider nicht an das Original heran. In den Regeln, die zZ. als "Reglement von Brevets Randonneurs Mondiaux" auf der ARA Seite stehen, sind die Voraussetzungen, unter denen man ACP-Qualis veranstalten darf, auch nicht (mehr) aufgeführt. (sonst müsste da im Klartext ja auch so etwas stehen wie: "wenn Claus Cycholl das will, darfst du auch ARA-Veranstalter sein", was ja auch wieder bewundernswert konsequent durchgezogen wird, wenn ich hier lese, dass da jemand als Veranstalter "nicht zum Zuge gekommen" wäre. Aber das ist auch wieder nicht RM- (oder mit dem franösischen Brevetgeist) konform und macht sich wohl öffentlich auch nicht so gut, zumal wenn man das mit dem original Text vergleichen würde.)

Ich erinner aber wie du, dass eine von den deutschen "RM"-Regel war, dass es kein Verein sein dürfe. Und ich habe in den französichen original RM-Regeln gelesen, dass nur Vereine veranstalten dürfen.
Ob diese Regel inzwischen aus dem Original gestrichen wurde oder wegen des zu offensichtlichen Widerspruchs nur aus den deutschen Regeln genommen wurden, kann ich zZ. leider nicht überprüfen. Wenn du an das Original herankommst, aber des Französischen nicht mächtig bist, kannst du es mir gerne als pn schicken, und ich will gucken, was ich darin aktuell zu dem Thema finde. Meiner Erinnerung nach ist die Lizensierung von Quali-Veranstaltungen dort explizit geregelt gewesen.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 28.10.2014, 13:26, insgesamt 7-mal geändert.
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Beitragvon Sonnenschein » 16.10.2014, 22:49

Fülle hat geschrieben:Er ist schliesslich keine Person des öffentlichen Lebens
Lieber Fülle,
wegen des Umstands, dass Claus Czycholl sich verhält, als hätte er, wie Con-Rad es ausdrückt, ein "Monopol auf die PBP-Quali", ist er eben doch eine Person des öffentlichen Lebens, jedenfalls in der deutschen Randonneurs-Szene. Auch wenn du ihn nicht kennst.

Und wenn dessen vorbildliche Konsequenz namentlich erwähnt wird, kann man zur Richtigstellung nicht anders als auch die Inkonsequenz, dass eigene Regelverstöße nicht so hart bzw. gar nicht geahndet werden, und dass die original Regeln, in dessen Geist jemand namentlich gestellt wird, von demjenigen aber nicht richtig widergegeben werden, namentlich darzustellen.

Ich verstehe dein Unbehagen, aber verstehe bitte auch, wenn man falsche Darstellungen nicht unkommentiert stehen lassen will, zumal wenn man unter den Missständen und deren fehlenden Bekanntheit zu leiden hat.

Ich bin nicht derjenige, der die Person zum Thema gemacht hat. Aber wenn es jemand tut, möchte ich mich auch nach bestem Wissen und Gewissen zu dem Thema äußern und Dinge, die meines Wissens nach falsch dargestellt werden, richtig stellen dürfen.

Schade, dass man dafür von so vielen in diesem Forum immer Spott und Hohn erntet, wenn der Inhalt nicht genehm ist. Lieber schöne Unwahrheiten als unschöne Wahrheiten, sonst gibts gleich Dresche, das kann man immer wieder nachlesen.

Ich halte es in diesem Sinne auch nicht für korrekt, meine Antwort auf einen bzw. mehrer Beiträge unter einem Thread einfach aus dem Zusammenhang zu reißen und dadurch den durch mich richtig gestellten Inhalt weiterhin unkommentiert stehen zu lassen. Dann müsste der Schnitt schon gleich da gemacht werden, wo sich das Thema vom Ausgangsthema entfernt (vom Hamburger 600er ARA Brevet 2014 zur Organisation des deutschen Ablegers des ACP/RM - das Thema ist ja beileibe auch nicht nur die Person Claus Cycholl, auch wenn der als erster ACP-Obmann in unserem Land der Sache noch immer maßgeblich seinen Stempel aufdrückt), und das war nun mal nicht mein Beitrag. Ich habe lediglich vorher gemachte Bemerkungen richtig gestellt.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 28.10.2014, 13:26, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon Sonnenschein » 16.10.2014, 23:24

Konkursus hat geschrieben:Im übrigen ist mir unbekannt, dass man zur Teilnahme an irgendwelchen Veranstaltungen gezwungen wird.
Das ist aber tatsächlich so: Wer bei PBP (und auch einigen anderen längeren RM-Veranstaltungen) teilnehmen will, ist vorher zur homologisierten Teilnahme an je nach Veranstalter mehr oder weniger ACP/RM-Qualifikationsveranstaltungen gezwungen. Ohne dem geht es nicht. Da liegt ja das Problem.

Das kannst du gerne vergleichen mit der Zwangsteilnahme an Qualifikationsveranstaltungen vor der Teilnahme an internationalen Turnieren (auch wenn man als Randonneur nicht konkret vorgeschrieben bekommt, an welchen, aber wer gibt schon gern unnötig Geld für lange Anfahrten aus), nur dass da jeweils nationale Kommitees und Vereinigungen mit zumindest so was wie demokratischer Kontrolle dahinterstehen, die in diesem Fall, wiederum ganz Claus-konsequent, wegen der fehlenden Vereinsstruktur für Deutschland fehlt.
Und mit einem (wenn auch nicht regelkonform aber de facto mächtigen) Monopolisten legt man sich ja bekanntlich lieber nicht an. Sonst droht ja hernach, wiederum sehr konsequent, ein wie auch immer geartetes "nicht [mehr] zum Zug" kommen wie Angelboot es ausdrückt...
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 28.10.2014, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Helmut » 17.10.2014, 00:24

Sonnenschein hat geschrieben:Ich halte es in diesem Sinne auch nicht für korrekt, meine Antwort auf einen bzw. mehrer Beiträge unter einem Thread einfach aus dem Zusammenhang zu reißen und dadurch den durch mich richtig gestellten Inhalt weiterhin unkommentiert stehen zu lassen. Dann müsste der Schnitt schon gleich da gemacht werden, wo sich das Thema vom Ausgangsthema entfernt (vom Hamburger 600er ARA Brevet 2014 zur Organisation des deutschen Ablegers des ACP/RM - das Thema ist ja beileibe auch nicht nur die Person Claus Cycholl, auch wenn der als erster ACP-Obmann in unserem Land der Sache noch immer maßgeblich seinen Stempel aufdrückt), und das war nun mal nicht mein Beitrag. Ich habe lediglich vorher gemachte Bemerkungen richtig gestellt.
Mag sein, dass ich Deinen Beitrag und die Reaktionen darauf an falscher Stelle von dem Brevet-Fred abgetrennt habe, erkennen aber kann ich dies auch nach Deinen Ausführungen dazu nicht, weil ich sie schlicht nicht verstehe. Ich sehe es unverändert so, dass sich ab Deinem Beitrag eine Diskussion ergab, die mit diesem Brevet selbst nichts zu tun hatte. Ich würde es deshalb wieder genauso machen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Sonnenschein » 17.10.2014, 02:17

Helmut, vielleicht vestehst du die Ausführungen gerade deshalb nicht, weil du sie aus dem Zusammenhang gerissen hast?
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Beitragvon Sonnenschein » 17.10.2014, 11:43

Lieber Helmut,
bitte benenne, wenn du schon nicht ganz zu Unrecht einen neuen Thread eröffnst diesen Thread um in
Französische Brevet-Philosophie versus "echter" (deutscher) Randonneurgeist: Widersprüchlichkeiten.
(Ich habe keinen Thread über Claus eröffnet und möchte auch nicht, dass das hier so dargestellt wird.)
Ich mache dafür am Anfang mehr Zitattext, so dass auch bei Trennung der Threads klarer ist, worauf ich mich in dem ersten Beitrag bezogen habe.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 17.10.2014, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Tribelix » 17.10.2014, 12:56

@ Sonnenschein, das nenne ich mal Respektvoll eine Meinung vertreten, ohne wenn und aber

P.S. ich will hier nicht weiter in die Diskusion eingreifen, aber so muss wohl auch "jeanne d'arc" gekämpft haben. Viel Spaß Männer ;)
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Beitragvon Dreckschleuder » 17.10.2014, 16:05

Unabhängig, was von den hier angesprochenen Begebenheiten stimmt oder aus hörensagen resultiert, bin ich der Meinung, dass so etwas hier nicht her gehört und schon gar nicht mit Klarnamen.
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Beitragvon Sonnenschein » 17.10.2014, 16:35

Tribelix hat geschrieben:@ Sonnenschein, das nenne ich mal Respektvoll eine Meinung vertreten, ohne wenn und aber

P.S. ich will hier nicht weiter in die Diskusion eingreifen, aber so muss wohl auch "jeanne d'arc" gekämpft haben.
Danke für die Blumen, aber wir wollen mal nicht übertreiben. Obwohl ich gewisse Parallelen nicht abstreiten möchte, denn auch die heilige Johanna wurde für ihr Engagement ja nicht nur respektvoll behandelt, zwischendrin ja sogar mal verbrannt, wenn ich mich recht entsinne...

Ich möchte übrigens nicht mal für eine Meinung streiten, die soll sich ja jeder selbst bilden, aber bitte auf Grundlage von Fakten, und über die möchte ich gerne aufklären, wenn hier Dinge falsch dargestellt werden.
Wenn dann jeder zu einer anderen Meinung kommt, ist das durchaus zu respektieren.

Vor diesem Hintergrund finde ich es auch bedenklich, dass jemand aus dem Forum ausgeschlossen wird, weil er bekundet, dass er eine zuvor namentlich gelobte Person als "unangenehmen Zeitgenossen" oder als "herrlichen Selbstdarsteller" empfindet. Man muss diese konträre Einstellung ja nicht teilen, man kann es auch unsympatisch und vor allem nicht konstruktiv finden, wenn eine negative Einstellung so geäußert wird (das geht mir in diesem Forum häufig so), aber ist darin eine "Verunglimpfung" zu sehen, die einen Ausschluss aus dem Forum rechtfertigt? Da hab ich hier schon ganz andere Sachen gelesen...
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Beitragvon Sonnenschein » 17.10.2014, 18:33

@Helmut
ich sehe gerade, wenn ich den mir untergeschobenen Titel meines an dieser Stelle ersten Beitrags ändere, ändert sich auch der Name des von dir eröffneten Thread automatisch. Von daher hat sich meine hier geäußerte Bitte an dich erledigt.
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Beitragvon quasarmin » 17.10.2014, 19:43

Moin

aufgrund der etwas unschönen Darstellungen zu Anfang dieser Diskussion würde ich Sonnenschein nun nicht unbedingt als Heilige darstellen, Don Chichot passt da schon eher und der war bekanntlich auch ein Kämpfer.

Diese Stimmung hier insbesondere unter den norddeutschen Randonneuren ist wirklich nicht schön, immer wieder wird dieses Thema vorgeholt, das aus einen Zwist zwischen zwei Personen begann. Ich fand diese Stimmung belastend, weil auch mir gegenüber sich "Radsportfreunde" sich seltsam benahmen, wenn ich mit dem ARA-Trikot ankam. Es ist auch einer der beiden Gründe, warum ich mich aus der Szene komplett zurückgezogen habe (der andere ist rein privater Natur).

Was das nationale Ausrichtungsrecht von BRM angeht, so ist es doch so, dass der APC in jedem Land (in USA auch Bezirke) bestimmte Ansprechpartner zur Ausrichtung von BRM zulässt. Das müssen nicht unbedingt Vereine in dem Sinne sein, wie wir sie verstehen, es können auch einfach Clubs oder andere Zusammenschlüsse, also Organisationen sein. In Österreich werden die Brevets ebenso wie in Deutschland von einer Organisation ausgeführt. In Dänemark z. B. durch die ARD, die zwar ein Verein sind, aber ebenso wie die ARA nur an bestimmten Standorten die BRM ausführen. Die übrigen dänischen Vereine haben nicht das Recht dazu. Im Prinzip doch nichts anderes wie in Deutschland, nur dass man bei der ARA keinen Clubbeitrag bezahlt. :-)

Und so sind die BRM in der ganzen Welt organisiert, nur Frankreich selbst leistet sich die Ausnahme, indem die Brevets durch viele zugelassene Vereine ausgeführt werden können. Claus war der Vogel der frühen Stunde, der sich diesen Wurm für Deutschland gesichert hat. Den APC hier aufzuweichen, das wäre sicher wie Don Chichot gegen Windmühlen anzutreten.

Gruß
Armin
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Stimmung unter den Randonneuren

Beitragvon Sonnenschein » 17.10.2014, 23:37

@quasarmin
Das geht mir genauso, dass mir die Stimmung hier unter den Randonneuren manchmal das Fahren verleidet. Das geht schon los mit den dauernden Diskussionen, wie man ein Brevet richtig zu fahren hat, und, infolge von Claus persönlichen Ausführungen zu dem Thema auf der ARA-Seite, wer ein "echter" Randonneur ist und wer nicht. So wie in diesem Thread ja auch schon wieder bemerkt wurde.

Claus hat dafür aber nicht die Deutungshoheit, auch wenn er das so darstellt, und andere, die vielleicht kein französisch können, es ihm glauben und nachplappern. Und deswegen möchte ich hier noch mal darauf hinweisen, dass die Mutterorganisation ACP keinen Unterschied macht zwischen solchen Randonneuren, die ein Brevet für Geschwindigkeitsrekorde nutzen, und solchen, die sich bewusst so viel Zeit lassen, dass sie gerade das obere Zeitlimit erreichen. Wer ein Brevet nach den Regeln der RM und des jeweiligen Veranstalters fährt (und das ist auch eine Bruttogeschwundigkeit von über 30 km/h, da muss man sich mal ausrechnen, wie schnell so jemand auf 1.000 km fahren muss, wenn er auch noch Pausen machen will) ist nach der französischen Mutterorganisation ein echter Randonneur. Diese "französische Philosophie", in deren Tradition sich Claus andererseits stellt, war auf der Veranstaltungsseite zu PBP sehr deutlich dargelegt, zum Nachlesen.

Genauso gilt bei der Pariser Mutterorganisation keinesfalls als "unecht", wenn man ein Brevet nicht nur nach einer mehr oder minder guten Wegbeschreibung fährt, wie unter den selbst ernannten "echten" Randonneuren in Deutschland kursiert. Zufällig ist das von vielen als DAS BREVET schlechthin empfundene PBP sogar komplett ausgeschildert. Da gibt es sowas wie von vielen als ur-randonneurisch gepriesene Disziplin des Wegsuchens gar nicht!

Ich würde mich freuen, wenn vor diesem Hintergrund mal ein bisschen Entspannung eintreten könnte. Bloß weil andere Menschen auf einem Brevet andere Vorlieben und Ziele haben, sind sie doch nicht die schlechteren Randonneure. Halten wir es mit der echten französischen Philosophie, dann soll auf dem Brevet im Rahmen der Regeln jeder nach seiner Facon selig werden.
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Beitragvon Sonnenschein » 17.10.2014, 23:57

quasarmin hat geschrieben:Im Prinzip doch nichts anderes wie in Deutschland, nur das man bei der ARA keinen Clubbeitrag bezahlt :-)
Und so sind die BRM in der ganzen Welt organisiert,
[...]
Den APC hier aufzuweichen, das wäre sicher wie Don Chichot gegen Windmühlen anzutreten.
Den ACP irgendwie "aufzuweichen", hat an dieser Stelle ja gar niemand beabsichtigt. Eher ist die Frage, inwieweit die ARA die Regeln von RM/ACP aufweichen.

Richtig ist aber, dass der ACP für jedes geografische Gebiet (deren Einteilung und Besetzung behält er sich vor) zunächst einen Obmann für die aufzubauende Unterorganisation der RM bestimmt. Das ist idR. der erste PBP-Teilnehmer aus einem Land, so wie Claus für Deutschland, oder wer sonst zuerst aus dem Land für den ACP namentlich greifbar war, wenn er sich dazu bereit erklärt hat. Mit einem anderen Verdienst ist das nicht verbunden.
Und richtig ist auch, dass nur in Frankreich mehrere Unterorganisationen im gleichen Gebiet zugelassen sind.

Was allerdings deine Darstellung der angeblich einheitlichen nationalen Strukturen betrifft, stimme ich nicht mit dir überein. Die Frage, wie ein Veranstalter organisiert sein muss (also ob als Verein oder nicht), ist dabei unabhängig davon, wie jemand, wenn er als Organisator die Regeln des RM erfüllt, dazu erkoren oder abgelehnt wird, ein BRM zu organisieren mit allem was dazu gehört, also auch Eintragung in den RM-Kalender und Homologation durch den ACP/RM. Die Unterorganisationen machen in ihrem geografischen Gebiet die Veranstaltungen ja idR. nicht selbst, sondern lassen unter ihrem Dach die einzelnen Veranstalter organisieren. So auch in Deutschland.

Wenn in der deutschen Regelübersetzung aber etwas anderes drin stand (nämlich, dass als Organisatoren keine Vereine auftreten dürfen) als im Original (nämlich dass nur Vereine organisieren dürfen), ist das in Deutschland schon mal nicht so wie überall auf der Welt.

Ich mein, ich kenn das nun natürlich nicht von jedem Land, aber ich meine, normalerweise muss man seine RM-gemäße Veranstaltung nur fristgerecht dem Obmann melden und der hat die dann gesammelt an die RM/ACP zur Eintragung in den Kalender weiterzumelden. Wie weit die Einhaltung der RM-Regeln durch den Obmann kontrolliert oder garantiert werden und was dann bei Zuwiderhandlungen konkret zu einem Ausschluss führt, habe ich vor wenigen Jahren mal in den RM-Regeln gelesen (wohlbemerkt im französischen Original, was ja bei der ARA nicht korrekt und vollständig ins Deutsche übertragen war), aber wie gesagt, mir liegt der Text aktuell nicht vor. Das kann inzwischen ja auch geändert worden sein.

Vielleicht ist es ja inzwischen normal, dass innerhalb einer RM-Gebietsorganisation der einmal bestimmte Obmann nach seinem Gutdünken Veranstalter nach persönlichen (also regelfremden) Kriterien wie Sympathie zulässt oder ausschließt. Aber das wird sich ja alles klären lassen. Ich sehe darin jedenfalls eine Amtsanmaßung, einen Machtmissbrauch, eine Art und Weise der Ausübung des defacto Monopols, wie es dem Obmann von Rechts wegen und nach den mir bekannten RM-Regeln nicht zusteht.

Das Problem in dieser Hinsicht ist nur, dass sich der ACP eben gerne blind auf seine Obleute verlässt und die Einhaltung der RM-Regeln bei der Nichtvergabe des Labels "PBP-Quali" idR. nicht kontrolliert. Diese Kontrolle ist aber in anderen Ländern, aufgrund der Vereinsstruktur durch die Mitglieder zumindest möglich, so dass zB. auch der Obmann-Nachfolger gewählt wird und nicht wie in Deutschland vom Obmann selbst bestimmt.

Die Brevets sind deswegen woanders übrigens auch nicht teurer, gemessen an dem, was geboten wird, auch wenn Claus das gerne als Argument gegen eine Vereinsstruktur anführt. Und für die Teilnahme an einer RM-Veranstaltung muss man (mit einzelnen Ausnahmen, wo es das nationale Gesetz aus versicherungstechnischen Gründen so vorschreibt) sowieso nicht Clubmitglied sein.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 27.10.2014, 14:11, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon Helmut » 18.10.2014, 09:19

Sonnenschein hat geschrieben:Vor diesem Hintergrund finde ich es auch bedenklich, dass jemand aus dem Forum ausgeschlossen wird, weil er bekundet, dass er eine zuvor namentlich gelobte Person als "unangenehmen Zeitgenossen" oder als "herrlichen Selbstdarsteller" empfindet. Man muss diese konträre Einstellung ja nicht teilen, man kann es auch unsympatisch und vor allem nicht konstruktiv finden, wenn eine negative Einstellung so geäußert wird (das geht mir in diesem Forum häufig so), aber ist darin eine "Verunglimpfung" zu sehen, die einen Ausschluss aus dem Forum rechtfertigt? Da hab ich hier schon ganz andere Sachen gelesen...
Wäre es nur seine Äußerung hier gewesen, hätte ich nur eine Ermahnung geschrieben, aber dieser "Herr" hatte bereits eine Vorgeschichte. Nachdem ich seinen Zugang löschte, werde ich dies auch gleich mit seinem "Beitrag" tun.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Fülle » 18.10.2014, 11:33

Sonnenschein hat geschrieben:
Fülle hat geschrieben:Er ist schliesslich keine Person des öffentlichen Lebens
Auch wenn du ihn nicht kennst.
Nicht persönlich, natürlich weiß ich wer das ist. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass ich nicht aus persönlicher Verbundenheit meine Antwort schrieb. Im übrigen finde ich die Titeländerung okay, also weitermachen. ;)
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Beitragvon audaxrandonneur » 19.10.2014, 09:56

Um die Diskussion mal auf eine sachliche Ebene zu bringen:

http://www.audax-club-parisien.com/EN/?showpage=312

Das sind die Regeln des ACP für BRM, auf Englisch, weil das die meisten besser verstehen.

Nun kann jeder seine eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Veranstaltungen mit diesen Regeln abgleichen und daraus seine Schlüsse ziehen.
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Beitragvon Angelboot » 19.10.2014, 10:46

Das, was Frau Sonnenschein da losgetreten hat, war wie hier schon kommentiert, unnötig. Außerdem sollte sie mal ihre Anonymität verlassen und sich mal namentlich zu erkennen geben.

Wie sie @ quasarmin schon geschrieben hat, gab es in der norddeutschen Randonneursgemeinschaft leider mal vor ewig langer Zeit einen Disput. Kleine Nicklichkeiten kommen da immer wieder hoch. Ist es nicht an der Zeit, einen Schlußstrich zu ziehen? Beide Organisationen, ARA und Audax-SH machen tolle Veranstaltungen. Ich kenne viele ARA Veranstalter die schon lange der Meinung sind.

"Das war vor unserer Zeit, wir sollten uns die Hand reichen, und gut ist"


Nächstes Jahr ist P-B-P, wieder eine tolle Langdistanzfahrt von ACP. 2014 war es die grandiose Fahrt HH-B-K-HH vom Audax-SH.

Lasst uns Radfahren, möglichst lange, und uns nicht mit irgendeinen Schnickschack aufhalten. : Kreisel :
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Beitragvon Speedmanager » 19.10.2014, 20:58

Angelboot hat geschrieben:Außerdem sollte sie mal ihre Anonymität verlassen und sich mal namentlich zu erkennen geben.
Ich denke, in dieser Ecke des Forums wissen wir doch ohnehin, wer wer ist.
Angelboot hat geschrieben:Ist es nicht an der Zeit, einen Schlußstrich zu ziehen? Beide Organisationen, ARA und Audax-SH machen tolle Veranstaltungen. Ich kenne viele ARA Veranstalter die schon lange der Meinung sind.

"Das war vor unserer Zeit, wir sollten uns die Hand reichen, und gut ist"
Das wäre schön. Ich stelle mir darunter dann auch vor, dass der ACSH entsprechende "offizielle" Brevets anbieten kann.

Für mich es immer auch eine Frage des "Wohlfühlens", ob ich irgendwo Brevets fahren möchte oder nicht. LEL war toll, BoB ebenfalls; die ACSH-Serie fahre ich auch sehr gerne. Aber seit dem plötzlichen Tod von CAS bin ich keine komplette ARA-Serie mehr gefahren.
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Beitragvon Dreckschleuder » 20.10.2014, 18:43

Speedmanager hat geschrieben:
Angelboot hat geschrieben:Ist es nicht an der Zeit, einen Schlußstrich zu ziehen? Beide Organisationen, ARA und Audax-SH machen tolle Veranstaltungen. Ich kenne viele ARA Veranstalter die schon lange der Meinung sind.

"Das war vor unserer Zeit, wir sollten uns die Hand reichen, und gut ist"
Das wäre schön. Ich stelle mir darunter dann auch vor, dass der ACSH entsprechende "offizielle" Brevets anbieten kann.

Für mich es immer auch eine Frage des "Wohlfühlens", ob ich irgendwo Brevets fahren möchte oder nicht. LEL war toll, BoB ebenfalls; die ACSH-Serie fahre ich auch sehr gerne. Aber seit dem plötzlichen Tod von CAS bin ich keine komplette ARA-Serie mehr gefahren.
Ich denke, dass es für den Audax-Club problemlos möglich ist, die Anforderungen des ACP zu erfüllen. Mir tut es immer wieder leid, Interessenten mitteilen zu müssen, dass die Brevets des ACSH nicht für die Quali genutzt werden können. Es spricht für den Verein, dass dessen Angebot trotzdem so gut genutzt wird.
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Beitragvon Sonnenschein » 27.10.2014, 19:12

Speedmanager hat geschrieben:
Angelboot hat geschrieben:Außerdem sollte sie mal ihre Anonymität verlassen und sich mal namentlich zu erkennen geben.
Ich denke, in dieser Ecke des Forums wissen wir doch ohnehin, wer wer ist.
Und ich denke, dass es in der Auseinandersetzung mit Fakten und Meinungen ein völlig befremdliches Ansinnen ist, dass jemand plötzlich unter seinem Klarnamen schreiben soll. Wieso das denn das auf einmal????
(offenbar ja auch nur dann, wenn derjenige nicht den eigenen Standpunkt vertritt? oder damit es leichter fällt, den eigenen Standpunkt zu finden? Nöö, ich finde es sehr gut, wenn sich jeder seine Meinung bildet unabhängig von den Personen, die die Argumente vorbringen. Das ist ja bei allen Nachteilen und Gefahren ein echter Vorteil "anonymer" Foren.)

Aber die sachliche Auseinandersetzung ist ja hier wie auch anderswo an den Stammtischen offensichtlich nicht jedermanns Interesse.

Merkwürdig nur, dass es die anderen dann auch nicht tun sollen.
Warum nur möchten einige hier es immer wieder verhindern, dass sich andere kritisch mit dem Thema beschäftigen? Besteht da die Angst, dass noch mehr "Dreck" ans Licht kommt?
Oder können wir es nicht ertragen, dass jemand, den wir (vielleicht sollte ich im Fall von Angelboot ergänzen: zur Zeit gerade) schätzen, auch Fehler macht?
Passt das nicht ins heile Schwarzweiß-Weltbild?
Bringt es das stabile Gut-und-Böse-Schema ins Wanken?

Es geht ja nun wirklich nicht darum, dass hier irgendwem nicht die Hand gereicht werden soll (oder im Einzelfall dann doch, Angelboot?). Und keiner hat Lust einen alten persönlichen Konflikt zwischen anderen fortzuführen. Und sicher fahren die meisten von uns inzwischen sowohl ACP-Brevets (die sogenannten "BRM") als auch nicht-ACP-Brevets (die deswegen ja nicht weniger offiziell sind). Es spricht ja auch wirklich nichts dagegen (auch wenn es immer noch Leute geben soll -ich mag das eigentlich gar nicht glauben- die aus persönlicher Rücksichtnahme auf Claus bei HBK nicht starten?????)

Aber was Missstände im Deutschen Ableger des ACP betrifft, so ist das eben nicht von gestern. Auch wenn es nun tatsächlich schon her ist, dass mal jemand eine Zeit lang dagegen vorgegangen ist.
(@Angelboot: von diesem -verharmlosend ausgedrückt- "Disput" hatte ich hier nun bloß gar nicht sprechen wollen, schon gar nicht @quasarmin - auch wenn du immer wieder versuchst, das so darzustellen und die Auseinandersetzung in diese Richtung zu drängen, um sie abzuwürgen. Wenn du meinen von dir falsch zitierten Beitrag noch mal nachlesen magst, habe ich mich da lediglich über die immer wieder befeuerten ewigen Diskussionen, was ein "echter Randonneur" ist und wer nicht, beklagt. Das sind nämlich andere, die nur friedlich ihre Brevets fahren wollen, leid, immerzu anhören zu müssen, zumal wenn es nur dazu dient, einzelne Leute zu verunglimpfen. Aber um so einen -im wahrsten Sinne des Wortes- "Schnickschnack" ging es in dem vergangenen "Disput", den du hier -weil er nicht geführt wird, völlig unnötig, - begraben willst, nun gerade gar nicht. Man hat fast den Eindruck, es sei dazu doch noch nicht "alles gesagt", wenn man dich hier so liest...)

Wir sind von den Missständen (vielleicht auch von solchen beim ACP/RM selbst) heute betroffen, auch wenn die Zusammenhänge bisweilen kompliziert sind und wegen falscher Information oder solcher in fremden Sprachen noch schwieriger zu durchschauen. Und auch wenn man natürlich damals wie heute den Standpunkt vertreten kann: "mir ist das egal". Anderen braucht und soll es deswegen nicht egal sein.

Es muss sich aber ja auch wirklich nicht jeder mit Politik oder -wie Angelboot es abtut- mit "Schnickschnack" beschäftigen. Stammtischmentalität nach dem Motto "wer anderer Meinung ist als ich, gegen den wird Stimmung gemacht" unterbricht sowieso nur immer wieder den roten Faden.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 28.10.2014, 13:06, insgesamt 7-mal geändert.
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Beitragvon Sonnenschein » 27.10.2014, 19:37

Dreckschleuder hat geschrieben:Ich denke, dass es für den Audax-Club problemlos möglich ist, die Anforderungen des ACP zu erfüllen.
Was die Durchführung der Veranstaltungen betrifft, würde ich das gar nicht als Möglichkeit sondern als Realität formulieren. Denn man kann beim ACSH nachlesen und erleben, dass dessen Brevets nach den Regeln der RM durchgeführt werden. Darum hatte es doch auch gar keinen Streit gegeben.

Insofern sind auch diese im alten Thread gemachten Äußerungen nicht korrekt:
Con-Rad hat geschrieben:Beim ACSH um Heino sind sie da viel lockerer. Da genügt ein glaubhafter Nachweis. Bis 2000 waren die beiden noch ziemlich dicke, dann ging es auch ums Prinzip und Klaus bewarte sich das Monopol der P-B-P-Quali.
Der Grund, warum die Brevets des ACSH nicht mehr durch Claus beim ACP gemeldet wurden und deswegen nicht mehr als Qualifikation für PBP genutzt werden können, lag zunächst lediglich darin, dass Claus die Qualifikanten aus Hamburg und Umgebung auf diese Weise für seine eigenen Veranstaltungen als Teilnehmer sichern wollte. (Wieder so ein Ding, was durchaus nicht der Philosphie aus Frankreich entspricht, in deren vermeintliche Tradition Claus, auch aufgrund seines eigenen Betreibens, gerne gestellt wird.)

Was also die "Anforderung des ACP" betrifft, dass Brevets über den nationalen Obmann nach Paris gemeldet werden müssen (und alles andere, was über den Obann erfolgt), wäre die Erfüllung für den ACSH eben doch ein Problem, woran Claus nun nicht ganz unschuldig ist. Auch wenn der ACSH daran schon lange kein Interesse mehr bekundet.
Kann man dem Club auch nicht verdenken. Wer hat denn Lust, sich ewig mit der nachdrücklich vertretenen Gutsherrenmentalität eines einzelnen oder einem von ihm handverlesenen "Gremium", oder einer Mutter-Organisation, die so etwas wenigstens nicht nachhaltig verhindert, auseinanderzusetzen?

Ich fürchte manchmal, da muss erst eine andere Generation nachwachsen, bevor in Deutschland normale (oder besser: "korrekte", denn was ist schon "normal") Verhältnisse einkehren. Und das wäre -um es noch deutlicher als Speedmanager zu sagen- ja wohl zumindest mal, dass jeder, gänzlich unabhängig von regelfremden Kriterien wie persönliche Animositäten, Gesinnungen und wirtschaftlichen oder anderen persönlichen Interessen, in Deutschland BRMs nach den Regeln der RM veranstalten kann.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am 28.10.2014, 12:27, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Sonnenschein » 27.10.2014, 19:41

Angelboot hat geschrieben: Ich kenne viele ARA Veranstalter die schon lange der Meinung sind.

"Das war vor unserer Zeit, wir sollten uns die Hand reichen, und gut ist"
Richtig - die kenne ich auch!
Wird Zeit, dass die die Sache dann auch mal in die Hand nehmen.
Vielleicht ist es ja bald mal soweit, das wäre schön.
Aber bisher müssen sie ja noch fürchten, dass dann auch ihre Veranstaltungen nicht mehr nach Paris weitergemeldet werden...
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Beitragvon Dreckschleuder » 27.10.2014, 19:44

Sonnenschein hat geschrieben:... Aber bisher müssen sie ja noch fürchten, dass dann auch ihre Veranstaltungen nicht mehr nach Paris weitergemeldet werden...
Ich denke, die Zeiten sind vorbei. Wenn ich richtig informiert bin, erfolgt die Meldung inzwischen online?
Freude am Radfahren!
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Beitragvon Sonnenschein » 27.10.2014, 22:38

Dreckschleuder hat geschrieben:
Sonnenschein hat geschrieben:... Aber bisher müssen sie ja noch fürchten, dass dann auch ihre Veranstaltungen nicht mehr nach Paris weitergemeldet werden...
Ich denke die Zeiten sind vorbei. Wenn ich richtig informiert bin, erfolgt die Meldung inzwischen online?
Das wäre ja super, wenn die Meldungen von Brevets durch jeden Veranstalter, der will, ohne weitere heimliche Eingriffsmöglichkeiten anderer direkt nach Paris erfolgen könnten. Dann wäre ja schon mal eines der Probleme bei ARA und RM, vielleicht das wichtigste überhaupt, aus der Welt geschafft!!!! Aber das wäre ja wirklich eine Revolution!

Ich meine, auch für die RM, in deren Reihen der ACP (als "Erfinder" und Organisator des PBP Randonneur) noch immer eine Vorrangstellung beansprucht, bei dem doch bisher immer alles nahezu blind dem Obmann in einem geografischen Gebiet überlassen wurde und der nur, wenn sich mal jemand über schwerwiegende Vergehen beschwerte, (nicht immer nachhaltig) eingeschritten ist!

Nur - stimmt das auch so: Meldungen direkt an ACP/RM ohne Kontrolle des nationalen Obmanns? Wer trägt denn dann Sorge, ob die RM-Regeln seitens des Veranstalters eingehalten werden?
Wie und nach welchen Kriterien werden schwarze Schafe unter den Veranstaltern nachvollziehbar und unter Einhaltung des Gleichheitsgebotes (also nicht nach goodwill und Gesinnung) aussortiert?
Ist sichergestellt, dass die Veranstalter auch die bisher nach dem Willen des ACP für die Veranstaltung benötigten speziellen Kontrollkarten zu angemessenen Konditionen bekommen?
Kann man sich darauf verlassen, dass ihre Veranstaltung auch im Kalender des geografischen Gebietes veröffentlicht wird?
Kriegen dann auch die erfolgreichen Absolventen genauso unabhängig ihre angestrebte Homologation?
...
(es gibt ja so viele Möglichkeiten, um selbst zunächst unabhängige Veranstaltungsmeldungen in korrupter Weise ad absurdum zu führen, man glaubt es ja gar nicht...)

Es ist zu blöde, dass diese Informationen, wer, wie, warum ein BRM veranstalten darf oder nicht darf und wie das für die erfolgreiche Meldung und Homologation genau abzulaufen hat, nicht einfach für jeden öffentlich nachvollziehbar zugänglich sind. Den Mauscheleien der Verantwortlichen sind so doch einfach Tür und Tor geöffnet.
Auf der ARA-Seite finde ich dazu jedenfalls (noch) nichts, beim ACP auf die Schnelle auch nicht. Und die Seite der RM (wo ich meine, mich mal ausführlich in dieser Hinsicht informiert zu haben, weil ich mir seinerzeit die -dann ja auch nur von Claus erfundene und inzwischen in der deutschen "Übersetzung" gestrichene- Regel, dass keine Vereine veranstalten dürften, einfach nicht vorstellen konnte) ist immer noch virusverseucht. Komisch, dass die das nicht in den Griff kriegen.

Ich bin trotzdem freudig gespannt, was da an dieser Nachricht dran ist...
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Beitragvon chris » 28.10.2014, 23:32

Ich verfolge die Diskussion seit ein paar Tagen und kann für mich nur feststellen: über was für vermeintliche Probleme wird hier überhaupt diskutiert und zu welchen Lasten für einzelne hochverdiente Persönlichkeiten?

Ich schreibe dies aus Sicht von jemandem, dem Claus vor ein paar Jahren erst die Faszination des Brevetfahrens eröffnet hat und der seitdem bei vielen verschiedenen Organisatoren in Deutschland gefahren und diese Faszination immer wieder erlebt hat. Wobei jeder Startort von der herausragenden Persönlichkeit des Organisators geprägt ist. Aber die persönliche Herzlichkeit wie am Startort Hamburg durch Claus und Hanno sonst selten so gefunden hat.

Eigentlich ist es doch ganz einfach, wenn jeder seine persönliche Eitelkeit hintenanstellt:

1. Claus gehört zu den ältesten Aktiven, die das Brevetfahren in Deutschland überhaupt erst etabliert haben (korrigiert mich, wenn dies falsch sein sollte). Die Brevetbewegung in Deutschland ist zu großem Teil sein persönlicher Verdienst.

2. haben wir in Deutschland eine sehr charakterstarke, leistungsfähige und verlässliche Basis an erfahrenen Organisatoren, die den Brevets jeweils eine sehr persönliche Note mitgeben.

3. Ist es jedem Interessenten freigestellt, seinen Organisatoren und Startort frei zu wählen. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit!

4. Von vereinzelten Engpässen an einzelnen exponierten Standorten in Deutschland abgesehen (z. B. Breisgau) ist es bislang immer gelungen, allen Interessierten eine ortsnahe Möglichkeit zur Homologation für PBP zu ermöglichen.

5. Woher der Anspruch, dass das Organisieren von Brevets eine basisdemokratische Angelegenheit sein soll? Wer es erfunden oder entdeckt oder in dieser großartigen Form in Deutschland etabliert hat, dem gehört auch das Recht, diese Veranstaltungsform entscheidend mitzuprägen.

Jedem, dem das nicht passt, ist es ja freigestellt, etwas gleichwertiges auf die Beine zu stellen, wenn er es denn aufgrund seiner Persönlichkeit schafft.

Also noch mal: Über welches Problem reden wir hier eigentlich?

Und wem ist gedient, wenn jeder x-beliebige vermeintlich ambitionierte Veranstalter oder Organisator (ACSH ausdrücklich ausgenommen, den ich sehr schätze) auch BRM-homologisierte Brevets in Deutschland anbietet. Das führt doch nur zu Beliebigkeit und Zerfaserung der Brevetbewegung. In Frankreich funktioniert das auf der vorhandenen breiten Basis auch nur, weil es so unglaublich viel mehr Interessierte und Teilnehmer gibt. In den meisten Ländern, in denen BRM-Brevets stattfinden, ist die Anzahl der Organisatoren auch überschaubar.

Deshalb: Nicht lamentieren, sondern Rad fahren! Je länger, desto besser!

Mir macht es jedenfalls riesigen Spaß, an den vielen BRM-Brevets in Deutschland und europaweit teilzunehmen und immer wieder neue Organisatoren, Strecken, Landschaften, Menschen und Länder kennenzulernen und ich vermisse nichts!

Nochmals: Ich finde diese Diskussion nur peinlich und wenn jemand soviel Zeit für so viele Worte und Wiederholungen findet wie "Sonnenschein", dann gibt das schon zu denken! Welche Eitelkeiten wurden denn da verletzt?
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Beitragvon Querfeldein » 30.10.2014, 21:04

Is ja der Helle Wahnsinn hier! ;)

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