600er Brevet der ARA Hamburg '14, Entenwerder (Ber.+Bilder)

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Con-Rad
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600er Brevet der ARA Hamburg '14, Entenwerder (Ber.+Bilder)

Beitragvon Con-Rad » 10.06.2014, 11:34

Nach 12 Jahren Abstinenz von längeren Radtouren wollte ich mal wieder etwas probieren. 600 mit 60, das klingt doch gut? Der Brevet der ARA von Rothenburgsort zu Pfingsten bot sich an.

Ja, und wo ist der Unterschied zu einer RTF? Kaum einer, es gibt nur keine Verpflegungskontrollen, keine Richtungspfeile und es kann schon mal länger oder dunkel werden. Und es gibt keine Ermäßigung für Mitglieder des BDR, auch nicht bei den Kilometern. Na ja, etwas Herausforderung und Abenteuer ist auch mit dabei. Aber etwas Bammel hatte ich schon, schließlich habe ich es in diesem Jahr bisher nur zu 200ern gebracht und hätte am liebsten irgendwo richtig übernachtet. Aber das dürfte wegen des Zeitlimits und der Pfingsttage schwierig werden.

Start ist morgens um 8, recht zivil also. Hanno verteilt die Fahrtenbücher, mit denen man sich an den Kontrollen, meistens Tankstellen, einen Stempel mit der Uhrzeit eintragen lassen soll. Vor dem Start schaut man sich um, wer aus der alten Szene noch dabei ist und ich stoße auf Helle, eine der wildesten Randonneure, wie sich die Teilnehmer solcher Brevets nennen.

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Die ersten Kilometer klingen eher nach einer heimischen Trainingsfahrt: Zollenspieker auf die Fähre. Kontrolle 1 in Holm-Seppensen. Alle sind noch dicht beieinander und 10 % der Strecke sind erledigt. Da es auch ein Zeitlimit gibt, steht auf der Wegbeschreibung: geschlossen 11:56 Uhr. Wer das nicht schafft, fällt aus der Wertung.

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Den 2. Stempel gibt es in Bad Bevensen bei km 130. Das Feld hat sich auseinander gezogen und einfach sortiert: Vor mir sind die Schnellen. Etwas Profil um Egestorf und Diersbüttel zeigte schon Wirkung. Ich hatte mich mit 3 Piraten aus St. Pauli zusammengetan, jungen Typen, die untereinander befreundet waren.

km 177, Hotel Steinhagen am Elbdeich, Kontrolle 3. Ich setze mich zu Hannos Gruppe an den Tisch. Die erste richtige Pause mit Suppe, Salat und Erdinger. Es ist schön warm, die Sonne brennt. Der Biergarten des Hotels ist gut besucht. Ich fahre alleine weiter.

4. Kontrolle Hagenow, km 234. Meine Piraten, die mich unterwegs aufgesammelt hatten, ruhten sich noch etwas aus, da schloss ich mich einem Duo mit einer Dame im Schlepp an, die etwas jünger als ich war. Überhaupt, Alter scheint auf den langen Strecken eher weniger Bedeutung zu haben. Die beiden hatten sich vorher einen genauen Plan mit Zeitvorgaben für alle Kontrollen ausgearbeitet und befanden sich gut in der Zeit. Sie nutzten sehr oft Radwege, die hier auch meist breit und gut angelegt waren. Aber eben nicht immer, was sich wiederholt als gefährlich herausstellte. Dann doch lieber wieder auf die Straße.

Nur 26 km bis zur 5. Kontrolle in Zarretin. Ich bin immer noch mit dem Duo mit Dame zusammen. Diesmal hatten sie es eilig. Keine Zeit für Verpflegung. Beim Weiterfahren erklärten sie mir den Grund: ab 22:00 Uhr sollte die Tankstelle der nächsten Kontrolle geschlossen werde. Das hätte gehießen: Photo schießen, mit selbstgebastelter Eintragung ins Kontrollbuch. Der Rest war Kopfrechnen. Zwar ging die Zeit-/km- Geschwindigkeitsberechnug gut auf, aber die Kilometerangaben des Zettels stimmten nicht mit unseren überein und unser Bonus schwand zusehens: Die Gruppe schwächelte. Als ich mich einmal umsah und die Gruppe 200 m hinter mir sah, beschloss ich etwas vorzufahren und die Tür für meine Freunde aufzuhalten.

Km 311, ich erreichte die Kontrolle mit Müh und Not..., aber die Tanke in Dassow hatte dann doch noch etwas länger geöffnet. So blieb uns eine halbe Stunde für eine schöne Pause, während draußen die Nacht hereinbrach.

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Ich staunte nicht schlecht. Statt sich gestärkt wieder aufs Rad zu schwingen, legten sich die Freunde schlafen. Die Dame kuschelte sich in eine Nische, einer wickelte sich in Goldfolie, der Zweite meditierte rücklings auf dem Asphalt.

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Hä? Ich war gar nicht müde. Alleine weiter? Aber dann kamen Helle und This herangerauscht. Helle kenne ich schon länger. Schnell die Fotos und die Eintragungen herstellen und dann gings weiter, jetzt mit Höllentempo durch die Nacht. Vorn This mit einem riesigen roten Rucksack, der hinterherfahrenden völlig die Sicht nahm, deshalb leicht versetzt dahinter Helle, auch mit reichlich Gepäck auf dem Gepäckträger und ich, etwas eingeschüchtert durch die schneidige Fahrweise. Doch bald gefiel mir das Gefühl, gut voranzukommen.

In Priwall mussten wir etwas auf die Fähre nach Travemünde warten. Ich war etwas vorgefahren, weil die beiden ihr Gepäck wegen des beginnenden Regens mit Überziehern abdichteten. Gerade vor mir fuhr die Fähre ab. Hätte ich gewartet???

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Nach dem Anlegen gab es keine Zeit mehr zum Grübeln. This nahm sofort wieder Fahrt auf, dass mir die Spucke wegblieb. Ich hatte keine Zeit mein Rücklicht einzuschalten und das von This Rückleuchte verschwand unter dem Überzieher. Egal, Vollgas. Da wir uns gegenseitig effektvoll ausleuchteten, waren wir nicht zu übersehen. Niendorf, Scharbeutz, Sierksdorf...., in vollem Tempo immer an der Ostsee entlang, die eher zu riechen, als zu sehen war. Teilweise rockten wir eine Art Strandpromenaden, immer gut beleuchtet und mit irritierten bis verschreckten Nachtschwärmern. Ich brauchte mich um nichts zu kümmern und wenn es mal stockte, fluchte Thies auf sein GPS. Meines hatte unbemerkt für 20 km ausgesetzt, aber ich brauchte es nicht, hätte ohnehin kaum Muße gehabt, es zu entziffern. Kontrolle 7 in Lensahn bei km 364, wieder an einer Tankstelle.

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Helle kam gerade von einer 2.200 km Tour durch Italien zurück und hatte etwas mit Müdigkeit zu kämpfen. Das Tempo ließ unmerklich nach, aber ich war froh, dass die beiden durch ihr Gepäck an den Steigungen etwas gebremst wurden. In Heiligenhafen boten sich auf dem Weg zur Kontrolle mehrere Übernachtungsmöglichkeiten an, darunter die verlockenden Automatenvorräume der Sparkasse und der Volksbank.

An der Kontrolle „Secret Kontrol“ (Das gehört zu den Spielregeln von Brevets), trafen kurz nach uns Hanno mit einer siebenköpfigen Gruppe ein, und während sich Helle und Thies Schlafplätze suchten, hatte ich eine neue Gruppe gefunden, die mich komfortabel durch die Nacht chauffierte. Die ersten Kilometer nach einer Pause sind meist etwas kühl, aber bald ist man wieder warmgearbeitet. Diese Gruppe fuhr zügig, aber etwas gelassener. Das machte die Fahrt in die Morgendämmerung mit den ersten Sonnenstrahlen und den aufsteigenden Nebelschwaden einer schönen Landschaft einzigartig.

Am Hotel Hohewacht, 8. Kontrolle bei Kilometer 428, war es schon fast hell. In der Lobby bot uns der Nachtportier einen Kaffee an. Einer von uns hatte sich müde gefahren und fragte nach einem Zimmer, aber es war alles ausgebucht. Auch an ein Frühstück war um 5°° noch nicht zu denken. Wo zu auch, es sind ja nur noch knapp 200 km bis zum Ziel.

2 Mitstreiter hatten sich auf großen Kartons aus dem Altpapier zur Ruhe gelegt, aber wir wollten weiter. Die Sonne schien, die Straße hob und senkte sich komfortabel in angenehmen Schwüngen. Ein Genuss, Radzufahren. Kein Problem, dass das Tempo mit zunehmendem Licht gesteigert wurde. Irgendwann wurden die Straßen schlechter, die Steigungen härter und vorn tobte ein 63 jähriger Bergfloh mit einem sportlichem Typ um die Wette. Auf die Dauer nix für mich.

Auf einem Landwirtschaftsweg mit zwei Betonplattenstreifen schob sich eine Steigung wie eine Mauer zwischen Vorwärtsdrang und Wohlbefinden. Ich sah die Bergflöhe in ihrem Element und den anderen Gequälten verschwinden. Schon an der nächsten Kreuzungskombination waren sie verschwunden und ich verfranzte mich erst mal fürchterlich. Allein und in ruhigem Tempo weiter. Eigentlich wunderbar, die profilierte Strecke im eigenen Tempo fahren zu können, wenn sich nur nicht meine Füße brennend bemerkbar machten. Ich lasse mich irgendwo auf ein frisch gemähtes Rasenstück sinken. Im Hintergrund klappert Frühstücksgeschirr, eine Frau fragt, ob alles in Ordnung ist. Ich ziehe mir Schuhe und Socken aus und pflege die Füße mit Sitzkreme. Vorsichtig bewegen, die Muskulatur neigt zu Krämpfen! Etwas entspannen, den Kopf auf dem Rucksack...herrlich und schwupp.....Wie lange habe ich geschlafen? Alles fühlt sich besser an, kein Grund, sich länger aufzuhalten. Offenbar ist niemand vorbeigekommen.

Reinfeld, 9. Kontrolle bei Kilometer 503. Ich finde nach kurzem Suche das Hotel Reinfeld in der Nähe des Bahnhofs. Ein Gast checkt gerade aus. Der Portier ist erstaunt. Ich bin der Erste. Da staune ich auch. Beim Stempeln klärt er mich auf. Im Gegensatz zum Streckenplan ist auf der Stempelkarte ein Schnellrestaurant angegeben. Ein Frühstück gibt es auch nicht, alles ausgebucht.

Weiter auf zum Teil grauenhaften Straßen. Manchmal erobern sich Schlaglöcher die gesamte Straßenbreite. Frostschäden von vor 3 Jahren. 30-Schilder, durch die sich der Norddeutsche Autofahrer nicht ablenken lässt, schließlich ist Pfingsten. Gegenwind, starke Steigungen, holperiger Belag. Das Gefühl voranzurauschen ist futsch. Na ja, es ist ja nicht mehr weit.

In Mölln geht es zunächst nach links zur Kontrolle an einer Tankstelle und danach wieder zurück. Auf diesem Stück kommt mir die Gruppe um Hanno entgegen und grüßt erfreut. Lange kann ich nicht geschlafen haben und die Widrigkeiten des Weges haben bei ihnen auch ihren Tribut gefordert. 540 km, also 90 % geschafft. Die Straßen werden aber nicht besser. An einem Abschnitt kontrolliere ich meine Unterlagen langwierig: Eine Schranke, dahinter ein Waldweg mit zwei Reifenspuren und Gebüsch dazwischen. Aber auch der Track zeigt OK! Ich kann es kaum glauben, bin auf alles gefasst.

Oststeinbek, die letzte Kontrolle. Die letzten 20 km ins Ziel sind Routine und durch andere Unternehmungen bekannt. Es rollt. Vorbei an dem Startplatz am Entenwerder Stieg bis zum Hotel Holiday Inn, wo die Karte nur noch abzugeben ist. 14:XX. Dann noch zurück zum Auto, wo ich mein Rad umständlich verstaue und mich ein wenig auf der Wiese entspanne. Es kam keiner mehr vorbei. Es sind ja auch noch fast 10 Stunden Zeit.

Ich prüfe meine Fahrfähigkeit. Bei der Vännern-Rund in Schweden (300 km) ist es den Teilnehmern nach der Tour einen Tag lang untersagt, Auto zu fahren. Das wird von Polizeistreifen überprüft. Zu recht.

Am Pfingstmontag treffe ich beim Rad-Gottesdienst Burkhard, einem großartigen Randonneur, der sich aber inzwischen mehr aufs Fotografieren der Radsportszene konzentriert. „Ich bin gestern den 600er gefahren“. „Ich weiß, Helle hat gestern von dir erzählt, die bei mir nachmittags aufgeschlagen ist, bevor sie weiter fuhr“ !?!?!
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Beitragvon Harterbrocken » 10.06.2014, 15:48

:applaus: :applaus: :applaus:
Mensch Con-Rad, je oller, desto doller: Mit 60 Jahren 600 Kilometer am Stück zu fahren - Chapeau!

Und wie der Zufall es so will, fuhren wir gestern ein paar Kilometer beim Rago auf dem Elbdeich zusammen. Dass Du Tags zuvor erfolgreich einen Brevet absolviert hast, war nicht zu spüren. Große Klasse und herzlichen Glückwunsch zu dieser bewundernswerten Leistung. Wenn sich das Brevetfahren linear zum Alter verhält, dürfen wir ja noch einiges erwarten. Ist der Brevet-Kalender für 2024 schon bekannt?
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Oller und doller

Beitragvon Con-Rad » 10.06.2014, 16:14

Es kommt dieses Jahr noch doller. 1.500 km. Das würde welchem Alter entsprechen?

Es waren ja auch immerhin 3.000 hm. Nach einer alten Formel, die für 1.000 hm jeweils 15 km gut schreibt, würde das 700 km im Flachland entsprechen. Ca. 2.000 hm kamen aber erst ab 400 km zustande, so dass man sich nicht wundern braucht, wenn es nicht mehr richtig voran geht.
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Statistik von Hanno:

Beitragvon Con-Rad » 11.06.2014, 00:06

Es sind knapp 50 Teilnehmer gestartet und davon sind 41 erfolgreich im Ziel angekommen. Die Strecke wurde in 25 (Liegeräder) bis 38 Stunden bewältigt, obwohl ich betonen möchte, dass der mit 38 Stunden eine ebenso große Leistung vollbracht hat, wie die schnellen Fahrer.
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Re: 600er Brevet der ARA Hamburg '14, Entenwerder (Ber.+Bild

Beitragvon Helmut » 11.06.2014, 00:28

Das ist mal wieder eine Geschichte aus der Reihe "Je älter der Bock, um so härter das Horn". Großartig!
Con-Rad hat geschrieben:Das hätte gehießen: Photo schießen, mit selbstgebastelter Eintragung ins Kontrollbuch.
Aha, das geht?!? Meine "Beweisbilder" beim 200er wurden nicht anerkannt.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Halbrenner » 11.06.2014, 09:32

Danke für den Bericht, Con-Rad! Sehr schön, vor allem die vielen Details der Landschaft, der Stimmung und an den Kontrollstellen. Ich war auch in der Gruppe um Hanno. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der Hitzeschlacht bin ich dann ganz gut in den 600er reingekommen. Die Nachtfahrt und die Morgendämmerung hinter Lütjenburg fand ich auch großartig. (Ein ausführlicher Bericht von mir folgt ... falls ich mich aufraffen kann).

Zu den ersten gehörte nach 25 Stunden übrigens auch eine Rennradgruppe.

@Helmut: Beweisfotos waren in diesem Falls nur ausnahmsweise zulässig, falls eine der Kontrollstellen geschlossen sein sollte (was bei einem längeren Brevet und dem auseinandergezogenen Feld ja leicht passieren kann).

Edit: So, ich habe jetzt auch noch einmal meine Sicht der Dinge aufgeschrieben. Meinen Bericht mit einigen Fotos gibt es unter http://www.altonaer-bicycle-club.de/spo ... 8395311662
Zuletzt geändert von Halbrenner am 12.06.2014, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
Altonaer Bicycle-Club von 1869/80.
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Beitragvon Con-Rad » 11.06.2014, 09:50

....nur wenn die Kontrolle geschlossen ist. Klaus ist bekannt dafür, dass er sehr genau ist. Dafür muss er sich nicht mit Grenzfällen herumschlagen und kommt nicht in den Verdacht, Prominenten-Bonus zu verteilen. Er versteht sich da auch als Randonneurs-Tugendwächter. Veranstalter durften ja auch keinen Vereinen angeschlossen sein, um die Unabhängigkeit zu waren.

Beim ACSH um Heino sind sie da viel lockerer. Da genügt ein glaubhafter Nachweis. Bis 2000 waren die beiden noch ziemlich dicke, dann ging es auch ums Prinzip und Klaus bewarte sich das Monopol der P-B-P-Quali.

Besonders Klaus vertritt konsequent die Philosophie aus Frankreich, die im 19. Jh. fußt. Ein bisschen was aus der Wandervogelzeit. Beim letzten P-B-P wurden neue Bestzeiten aufgestellt, aber die Ersten disqualifiziert, weil sie zu Helfern unhöflich waren und an Hauswände gepinkelt haben. Konsequent!
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Beitragvon Helmut » 11.06.2014, 22:46

Con-Rad hat geschrieben:Beim letzten P-B-P wurden neue Bestzeiten aufgestellt, aber die Ersten disqualifiziert, weil sie zu Helfern unhöflich waren und an Hauswände gepinkelt haben. Konsequent!
:Tanzen:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
AMGIS

Beitragvon AMGIS » 15.06.2014, 22:50

Nach 14 Stunden und ein paar Minuten gelangte er ans Ziel.

Respekt, 42er schnitt auf 600km.

:HaHa: :HaHa:
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Beitragvon Con-Rad » 16.06.2014, 10:50

Super gerechnet, war mir selbst nicht aufgefallen! Denn auf die Zeit kam es mir nicht an. Die Wartezeiten an den Fähren, das Warten auf eine Gruppe, die sich dann schlafen legt und starker Gegenwind auf den letzten 200 km ließen Schnittberechnungen witzlos werden. Anständig ankommen war wichtig.

Ich hätte auch gern richtig übernachtet, mit Bett und Frühstück und dann die 2. 300 km frisch und ausgeruht genossen, aber das ließ die Zeitvorgabe dann doch nicht zu.

Noch eine Woche danach merke ich die Nachwirkungen. Radfahren ging gleich wieder super, aber ich habe z. B. weniger Kraft in der Hand.
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AMGIS

Beitragvon AMGIS » 16.06.2014, 11:20

eine starke leistung, egal mit welchem schnitt. bin die distanz selber noch nicht gefahren und habe wirklich riesen respekt vor solchen leistungen wie deiner.

auch finde ich krass, dass du dir das selber zutraust, mit "Nur" 200ern im Rücken.

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