24. RTF Nord-Ost-Hannover, Altwarmbüchen (Berichte)

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bort
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24. RTF Nord-Ost-Hannover, Altwarmbüchen (Berichte)

Beitragvon bort » 08.06.2014, 10:02

Schön war's! Da der Start für diese RTF aufgrund der Marathonstrecke ab 8:00 Uhr angesetzt war, trudelte ich um kurz nach 7:00 Uhr in Altwarmbüchen ein. Am Start gesellten sich noch 8 Mitglieder der Equipe hinzu und um Punkt 8:00 Uhr wurden wir in einem großen Tross auf die Strecke geschickt. Das Feld rollte flott, aber sehr harmonisch und nicht so schnell, wie man es von anderen RTFs gewohnt ist Richtung Nord-Ost. Offensichtlich wollten die meisten auf die 155 oder 214er Runde und so wurde das Tempo niedrig gehalten.

An den (wenigen) zu überquerenden Ampelkreuzungen gab es leider wieder die typischen Szenen zu beobachten: einige Heißsporne meinten, auch bei rot fahren zu müssen, um ja nicht den Anschluss zu verlieren. Ok, man mag sich fragen, warum das Feld nicht komplett bei einer bereits auf dunkelorange stehenden Ampel über eine Kreuzung fährt (geschlossener Verband), aber wenn das Feld steht, dann steht es eben. Und dann muss man nicht als Einzelfahrer an allen vorbei und unter Mißachtung der Verkehrsregeln sich und andere in Gefahr bringen - zumal, wenn sich der Abstand zum Hauptfeld bei der nächsten Abbiegung schon wieder neutralisiert hätte (und hatte)...

Die Strecke war flach wie ein Suppenteller (die meisten Höhenmeter hatte die Brücke über die B3 hinter Kirchhorst zu bieten) und verlief zumeist auf schönen, verkehrsberuhigten Nebenstrecken. Wind gab es keinen und so surrte das kompakte Hauptfeld nur so dahin. Zum Teil entwickelte sich auf den schmalen Wirtschaftswegen ein solcher Luftsog, dass der trockene Staub links und rechts der Strecke theatralisch aufgewirbelt wurde - wooooooooosh :-)

Die erste Kontrolle bei Kilometer paarunddreißig ließ ich rechts liegen. An der Streckenteilung für die 75er Runde bogen nur wenige Fahrer ab, erst als sich die Strecke abermals teilte, bogen gefühlt 95% des Feldes auf die "Königsetappen" 155 und 214 ab, ich hatte mich für die 111er Runden entschieden, so dass es es nun hieß, eine neue Gruppe zu bauen.

Das klappte sehr gut, schnell war ich mit zwei Fahrer des SC Lehrte, einem Fahrer vom RSV Gütersloh, einem Moskovskaya Teamfahrer und vier weiteren Fahrern in einem einem gut funktionierenden Zug, der flott durch die Landschaft rollte. Damit das so blieb, warteten wir an der nächsten Kontrolle auch alle brav, bis jeder aus der Gruppe mit den üblichen Dingen durch war (Stempeln, Essen, Trinken, Pinkeln) und weiter ging es. Vor uns war die Strecke leer, so wie es aussah, waren wir die erste Gruppe auf der 111er Runde.

In Schillerslage war die letzte Kontrolle, dort wurde neben belegten und beschmierten Broten aus kontrolliert biologischer Erzeugung auch alkfreies Weizen gereicht, was bei der mittlerweile bestehenden Backofenhitze reißend Absatz fand. Vielen Dank an den RTC an dieser Stelle für dieses Schmankerl! So gestärkt fuhren wir als Gruppe weiter und Zack! waren wir auch schon zum wiederholten Malen am "Col de B3" in Kirchhorst und kurz danach in Altwarmbüchen.

Eine schöne RTF, auf der man es mal richtig krachen lassen kann. Orga war super, besonders die Verpflegung empfand ich persönlich als deutlich besser, als von anderen Veranstaltungen gewohnt. Beim nächsten Mal werde ich mir eine der längeren Strecken vornehmen.
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Mirco
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Beitragvon Mirco » 08.06.2014, 15:32

@Bort

Nächstes Jahr Marathon. Sind auch nur ca. 500 Hm, also flach und ein guter Einstieg für die Langdistanzen. Je nach Gruppe geht es flott, gestern Schnitt 37 km/h oder halt etwas gemütlicher.

;-)
Winterfreund
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erst mit Frust, dann aber wieder sehr zufrieden

Beitragvon Winterfreund » 09.06.2014, 12:24

Richtig tolles Wetter gab es am Samstag; kein Langarmtrikot, keine Armlinge, selbst die Windweste habe ich im Auto gelassen - so ist Radfahren im Sommer!

Um Punkt 9:00 ging der große Tross auf die Fahrt; zusammenhängend und in einem gleichmäßigen Tempo. Erstaunlich was dabei für Staub aufgewirbelt werden kann, wenn der Pulk auf schmalen, aber guten Nebenwirtschaftwegen durchrauscht, die Gräserpollen am Rande wurden durch den Sog aufgewirbelt und stiegen hoch in die Luft - das habe ich so noch nie gesehen.

So ging das eine Weile weiter, bis ich irgendwie bei mir am Rad immer ein metallisches Geräusch bei Unebenheiten vernahm, ich konnte es aber nicht lokalisieren. Dann in eine Kurve sprang meine Vorbauabdeckung weg, links ins Gras, ich also gebremst und sie im Gras gesucht. Dann war natürlich der Pulk weg. Schade. Deprimiert bin ich wieder aufs Rad, weil ich dachte, das ich nun den Marathon alleine fahren müßte. :( Aber nach einer kurzen Weile kam ein Fahrer mit grün-rot-weißem hannoverschem Trikot daher und wir fuhren dann zusammen weiter, er wollte auch die lange Strecke fahren.

Nach der ersten Verpflegung waren wir dann zu dritt und so ging es immer mit leichtem Gegenwind aus nördlichen Richtungen übers Land. In einer kleinen Ortschaft war plötzlich die ganze Straße blockiert - der örtliche Schützenumzug marschierte mit Rummtataa... Der am Ende Sichernde riet uns langsam auf dem Bürgersteig daran vorbeizufahren, was wir dann auch gerne gemacht haben. Wir dachten beide, wie kann man nur Spaß daran haben, zu einer solchen Musik durch die Straßen zu marschieren - wahrscheinlich haben die Teilnehmer dann das gleiche über uns Radfahrer gedacht...

An K2 beschlossen wir uns einer größeren Gruppe anzuschließen, die schon vor uns an der Verpflegung war. In dieser machte das Mitfahren noch mehr Spaß, es wurde regelmäßig gewechselt und so wurden die Kilometer runtergespult. Am K3 gab es dann eine leckere Spargel-Eierstichsuppe, welche mir zusammen mit Schmalzbroten gut geschmeckt hat - gut für den Salzhaushalt! Da ich mir noch einen zweiten Teller Suppe holte, brach meine Gruppe aber schon wieder auf. Das war aber dann kein Problem, denn es kamen immer noch weitere Fahrer wieder hinzu.

Die Hoffnung auf Rückenwind auf der Fahrt südlich zurück wurde dann aber zunichte gemacht, denn der Wind hatte auf Süd gedreht und die Warm (Heißluft) mitgebracht. Trinken, trinken und trinken war angesagt; ich habe mal durchgezählt, ich habe nur auf der Fahrt 6 Liter getrunken und auf der Heimfahrt mit dem Auto, dann noch einmal 1,5 Liter.

An der K5 (hinterm Bahnübergang) gab es dann noch mal leckere Verpflegung und wir haben uns dann auf das dann nur noch kurze Reststück begeben. Bis dahin war ich dann ganz glücklich, denn ich hatte den Eindruck, dass ich meine Körner gut eingeteilt hatte, so dass ich dann noch mal etwas drücken konnte. So zerfiel dann unsere Gruppe noch mal auseinander und wir fuhren dann zu Dritt bis zum Ende durch. Ein kühles Alkfreies wartete dann auf uns und ich war mit der Zeit von 6,5 Stunden reiner Fahrzeit sehr zufrieden. Für jeden Absolvent des Marathons gab es dann noch eine Tasche mit Werbegeschenken und süsser Stärkung.

Danke für die prima Orga - gerne nächstes Jahr wieder. 2 Wochen Zeit bis zum nächsten (mein zweiter) Marathon in Wunstorf. :D
mit dem blauen Mountainbike fing es an ...

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