Rudi Bode RTF '14, Hamburg-Hamm (Berichte + Bilder)

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Papa Boje
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Rudi Bode RTF '14, Hamburg-Hamm (Berichte + Bilder)

Beitragvon Papa Boje » 27.04.2014, 14:36

<IMG src="https://lh3.googleusercontent.com/-QNrM ... e_0557.JPG" width="800">

Da ist das Ding – Jungfernfahrt mit dem neuen Renner

Anlässlich meines Geburtstages (ok, ist erst morgen) habe ich mir ein neues Rennrad gewünscht. Man nullt ja nur alle 10 Jahre. Mit Erlaubnis der Regierung durfte ich das Geschenk heute einweihen. :GrosseZustimmung:

Da die Rudi Bode RTF quasi vor meiner Haustür liegt, konnte ich mich ganz entspannt nach dem Familienfrühstück auf den Weg machen. 9:20 Uhr angekommen standen noch die letzten Teilnehmer im Startblock und warteten auf die Strecke gelassen zu werden. Flugs gab ich meine Anmeldung ab und schloss mich dem letzten Block an. Leider wollte mein Navi nach dem gestrigen update die Sensoren nicht finden. :x Egal die Routenaufzeichnung funktionierte und der Rest wurde nach Gefühl gefahren.

Kurz nach dem Start kamen die ersten Kopfsteinpflasterpasagen. Was für ein Unterschied zu meinem alten Rennrad! :D Kurz hinter Moorfleet fanden sich 6 Leute zu einer Gruppe zusammen. Jeder bezog seine Position, war damit zufrieden und rollerte so dahin. Für mich blieb „nur“ das Ende und so genoss ich den Windschatten. Weil, was hat man, wenn man am Deich fährt – Wind. Leider verloren wir an der ersten Teilung 2 Leute, die wohl etwas verunsichert waren ob der Abzweigung der 50 km Strecke zu folgen oder doch geradeaus zu fahren. Die anderen warteten nicht und man fuhr weiter bis zu K1. Kurz angehalten, Stempel abgeholt und weiter.

Eigentlich wollte ich auf die 117 km Runde. Da ich aber nächste Woche Urlaub habe und jeden Tag fahren möchte, bog ich auf die 75 km Schleife ab. Man ist ja nicht mehr der Jüngste. Mit dem Wind im Rücken, von vorne und von der Seite ging es zurück zum Ziel. Eine richtige Gruppe fand ich nicht mehr. Aufgefallen sind mir jede Menge Radler die unterwegs waren. Ziemlich entspannt war ich dann sogar noch rechtzeitig zum Mittagessen zu Hause und kann den Nachmittag mit Frau und Kind verbringen.

:Danke: an den RV Endspurt für die nette RTF

Bild: bs
jusqu'au bout
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Also aus Veranstaltersicht,

Beitragvon bs » 27.04.2014, 19:33

sind wir durchaus der Meinung, dass alles geklappt hat. Aber diesmal war es verdammt knapp.

Bilder gibt es über meinen Bericht auf der Endspurt-Homepage auch

http://www.endspurt-hamburg.de/node/2133
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Re: Also aus Veranstaltersicht,

Beitragvon Italo Racer » 27.04.2014, 20:52

bs hat geschrieben:sind wir durchaus der Meinung, dass alles geklappt hat. Aber diesmal war es verdammt knapp.
Leider nicht ganz :mad: auf der 156 km Runde hing ein Schild etwas unglücklich, so dass man zu früh abbiegt und zum anderen auf der Rückfahrt fehlte ein Schild. Zum Glück gibt es noch nette Menschen, die einen gleich darauf aufmerksam machen :D

Sonst passte alles, aber man kann halt nicht alles haben. ;)
Berge geben Kraft der Wind stärkt die Moral
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Beitragvon Harterbrocken » 27.04.2014, 22:09

Die Rudi Bode-RTF ist für mich traditionell der Start in die Straßensaison. Und was für einer: Bei besten Sommerbedingungen erlebte ich eine wunderbare Strecke mit gelb leuchtendem Raps, viel Grün, frischen Blumen und kräftigem Wind. Statt pünktlich um neun am Start zu stehen, wählte ich ganz bewusst einen sehr späten Startzeitpunkt.

Über die Reize eines Spätstarts gibt es ein paar Gedanken auf meinem Blog.
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Beitragvon Flotter Otto » 28.04.2014, 08:39

Hi,

ich bin den Marathon gefahren. Tolle Strecke dieses Jahr, die Schlaglochpiste auf der Extra-Marathon-Schleife war dieses Jahr nicht dabei, schöner zu fahren als letztes Jahr!

Die Windrichtung stimmte auch, mit Rückenwind gut ins Ziel gekommen.

Ansonsten fand ich, daß es eine tolle Stimmung war, nette Helfer, alles gut organisiert (bis auf fehlende Bier im Ziel, da waren wohl alle recht durstig...), mir hat's großen Spaß gebracht, danke an die Ausrichter!
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 28.04.2014, 11:54

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .42.17.jpg">

Hier kommen von mr.colnago Dirk von der RG Wedel

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... index.html">>>> 31 Bilder von der Rudi Bode RTF <<<</a>.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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kocmonaut
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Bericht verschoben

Beitragvon kocmonaut » 28.04.2014, 16:41

Jeder der mich kennt oder der meine Berichte hier aufmerksam liest, der weiss, dass ich dem „organisierten“ Radsport im Norden stark verbunden bin. Zudem feiere ich mein persönliches 10-jähriges Jubiläum Teilnahme am Nordcup Marathon. Insofern dürft Ihr mir gerne glauben, dass ich hier als Enthusiast und nicht als Funktionär ausschweifend schreibe. Have fun.

Danke an die Nordcup-Veranstalter – die „Enthusiasmus-Förderer“ - und Danke an HFS - die Plattform persönlicher Stellungnahmen und Berichterstattungen. Genug der Rede. Hier einige Eindrücke zum Rudi-Bode-Maraton (+RTF) vom Endspurt Hamburg am 27.04.2014.

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/14017258536" title="P1010977 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm6.staticflickr.com/5176/140 ... f0c61a.jpg" width="750" alt="P1010977"></a>

Noch dichte Fahrerfelder bei Geesthacht. Die Nummernausgabe spricht von rund 120 Startern beim Marathon (die Voranmelder?) - gesehen wurden Rückennummern immerhin bis Nummer 170.

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/14037200981" title="P1020019 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm8.staticflickr.com/7330/140 ... 7b2c98.jpg" width="750" alt="P1020019"></a>

Hinter Geesthacht geht`s auf verschlungene schmale Wege. Auf Grund böser erlebter und gesehener Unfälle bekomme ich "Schiss". Ich nehme Tempo raus und suche mir eine kleine Gruppe. In kleiner Gruppe kann man später auf breiter werdender Straße dann herrlich "Windkante" fahren.

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/14037182732" title="P1020028 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm8.staticflickr.com/7124/140 ... 26bb13.jpg" width="750" alt="P1020028"></a>

"Rudi Bode" Reinkultur: Der Urgroßvater des Breitensports in D ist Namensgeber des Marathons und blickt "von oben" auf die liebevollen Depots "im Grünen".

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/14017263786" title="P1020035 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm8.staticflickr.com/7418/140 ... 30d098.jpg" width="750" alt="P1020035"></a>

Insofern sind "Hektik und Hatz" Fremdwörter an der Verpflegung. So darf es gerne überall sein.

<a href="https://www.flickr.com/photos/39865348@N06/14040402835" title="P1020064 by MacBady, on Flickr"><img src="https://farm6.staticflickr.com/5555/140 ... ffd78a.jpg" width="750" alt="P1020064"></a>

Premiere für viele Teilnehmer des Rudi Bode Marathons im April: a) Sonnnenschein b) Rückenwind zurück nach Hamburg! Schneller als gedacht sind wir in kleiner Gruppe entspannt zurück in Hamburg. Danke. Wir kommen gerne wieder.

Weitere Bilder und Eindrücke unter
www.rt-neumuenster.de - link facebook (öffentlich)

kocmonaut
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Peer
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Beitragvon Peer » 28.04.2014, 17:31

Wie jedes Jahr eine super Tour und diesmal war das Wetter noch bombastisch dazu!

Top! :)
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Beitragvon Rennrad-Nord » 28.04.2014, 19:03

Hallo Zusammen,

auch ich kann mich den positiven Eindrücken nur anschließen.

Ü40-Cyclist und ich waren ebenfalls auf der Marathonstrecke unterwegs.

Meinen Bericht findet ihr wie gewohnt hier:
http://www.rennrad-nord.de/nc-rudi-bode ... athon2014/
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Beitragvon RGH-Admin » 28.04.2014, 19:23

Meinen Bericht findet ihr auf der Seite der RG Hamburg:

http://www.rg-hamburg.de/index.php?opti ... &Itemid=37
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Danke!

Beitragvon Heimfelder Dirk » 28.04.2014, 19:28

Toller Auftakt der Nordcup-Serie 2014!

- viele Reisegefährten der vergangenen Jahre getroffen
- harmonische Gruppen gefunden
- Teils frisch asphaltierte Straßen
- den German Frauleins beim Trainig zugesehen
- tolle Helfer an allen Kontrollen mit Spitzen-Verpflegung und sogar Reserveschläuche für Pannenserien-Geschädigte :Kopfüberklatschen:
- klasse Bilder von Bs
- leichter Sonnenbrand
- nach 350 km am Wochenende und heutigem Dauersitzen im Büro schöne dicke Beine
>>> Perfektes Radsportwochende :D
Allen Organisatoren, Helfern, Mitreisenden und dem Wettergott danke ich ganz herzlich :wink:
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Netzmeister
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Also aus Teinhehmersicht,

Beitragvon Netzmeister » 28.04.2014, 19:42

hätten es ein paar Hinweisschilder mehr bzw. anders platziert sein können:Nach einer Kreuzung ist gut als Bestätigung, aber vorher wäre es noch sinnvoller gewesen. Das war bei vielen Kreuzungen so.

Tipp: ein Pfeil 50 Meter vor, direkt an und 50 nach der Kreuzung ist optimal.
Ich war ein paar Mal an einer Stelle, wo ich mich gefragt habe, ob ich noch richtig bin. :oops: Auch wenn es nur auf der Straße weiterging, helfen mir persönlich ein paar eingestreute Hinweisschilder, dass ich sehe, "Aha! Du bist auf der richtigen Strecke!". Zumindest habe ich mich auf der Mini-Tour nicht verfahren. ;)

Ansonsten war es super!
Der Mensch wird ueberall geschaetzt, der mit Kritik auch Taten setzt.
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Besenwagenflüchtling
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Beitragvon Besenwagenflüchtling » 28.04.2014, 20:13

Aus meinem ersten Versuch einen Marathon zu fahren, wurde die 160er Runde. :HaHa:

Sehr, sehr nette Leute getroffen, tolles Wetter, also alles super.

Danke dem RV Endspurt für die tolle Veranstaltung.

:wink:
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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das war knapp

Beitragvon kocmonaut » 28.04.2014, 21:58

Hallo bs,
Hallo Endspurt,
bs hat geschrieben:Aber diesmal war es verdammt knapp.
habt Ihr Euch nicht anmerken lassen. Alles supi.
bs hat geschrieben:...sind wir durchaus der Meinung, dass alles geklappt hat.
Wegweiser waren m. E. genug da. Streckenteilungen sind immer kurz hinter der Verpflegung. Wenn man sich drauf einstellt, verpennt man den richtigen Abbieger eigentlich nicht.

Büchen ist leider unübersichtlich. Es fällt schwer, Straßenverkehr und Wegweiser im Auge zu haben. Besser den Wegweiser, als das Fahrzeug zu übersehen, meine ich.

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UweK
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Beitragvon UweK » 28.04.2014, 22:21

NordCup/Radmarathon Rudi Bode 2014 - Im Wechselbad der Gefühle

Zuerst einmal, vielen Dank an Endspurt für das hervorragende Ausrichten dieser RTF/RM. Ihr wart wieder Klasse und es mangelte (trotz gesunkener Helferzahlen) an nichts.

Auch vorweg: alle Bilder in diesem Beitrag sind von Burkhard Sielaff (bs) alle seiner <a href=https://plus.google.com/u/0/photos/1135 ... 4288837249 target=_blank>772 Bilder findet ihr hier.</a>


Leider hatte ich mir kurz vorher eine kleine Erkältung eingefangen und Trainingskilometer im Osterfest wurden in Kisten pro Stunde als Umzugshelfer gemessen. Am Samstag dann beim Grillen noch versessen und mitten in der Nacht durch halb Hamburg gefahren. Da merkte ich schon, der Körper ist nicht fit.

Nach 5 Stunden Schlaf erwachte ich ohne Wecker - 6:00h - oh, langsam mal aufstehen. Mühsam pellte ich mich aus dem Ei - aber die Wettervorhersage konnte nur einen Schluss geben - rauf aufs Rad und die "lange" Tour.

Zum Glück war der Start nur einen knappen Kilometer von mir entfernt. Also kurz nach 7:00 dann zur Anmeldung. Danach konnte ich schon ein reich gefülltes HFS & Friends Lager finden. Ein paar Klönschnacks, insbesondere mit dem lieben Besenwagenflüchtling und los ging es auf den ersten NordCup 2014.

Die Anmeldung von Mr. Colnago (für die RTF) wurde zunächst zurückgewiesen - er war wieder früh dran - und machte auch tolle Bilder.

<img src=https://lh6.googleusercontent.com/-MUov ... e_0005.JPG width=400> <img src=https://lh6.googleusercontent.com/-FyJ4 ... e_0023.JPG width=400>
<img src=https://lh3.googleusercontent.com/-uDaG ... e_0017.JPG width=400> <img src=https://lh3.googleusercontent.com/-wse0 ... e_0028.JPG width=400>
Überschwengliche Gefühle bei AndreaO, Heimfelder Dirk, Wilf (RG Wedel), Besenwagenflüchtling & UweK

Besenwagenflüchtling war sehr aufgeregt, konnte auch kaum schlafen, ob der Aufgabe, die er sich auferlegt hatte. Mehrfach hatten wir vormals Kontakt - der Plan war, mit Tempo 26-28 durch zu fahren. So hängte er sich an mich dran. Bis zur ersten Kontrolle ging es in einer Gruppe dann mit etwas höherem Tempo als vereinbart. Teilweise ließen ich die Gruppen ziehen, als ich merkte, dass er bei dem Gegenwind nicht mitkommt. An der K1 war er dann erstaunt, wie schnell ich stempeln lassen kann - denn bei einem Marathon wird bei mir nach 30 km nicht wirklich gestoppt. Kurz die Beine ausschütteln und weiter.

Danach waren wir beide dann allein unterwegs. Die Steigung nach Geesthacht kündigte ich ihm an. Auch das ich vermutlich schneller hochfahre und dass er gemütlich hochfahren soll. Oben wartete ich dann mit langsamen Tempo. Das reichte nicht, so dass ich nach kurzer Zeit stehen blieb. Dann kam er - allerdings war sein Puls immer noch nicht im grünen Bereich. Ich rollte mit ihm langsam weiter. Als es dann leicht bergab ging, drückte ich ein wenig aufs Pedal - dabei ist er mir leider verloren gegangen. Ich kann nicht sagen, ob du mich noch zurückgerufen hast - meine Ohren sind noch recht "dicht" gewesen. Beim nächsten umdrehen war er weg, weit weg.

So zog ich dann allein weiter durchs Land. Vor der K2 holte mich dann eine große Gruppe ein, welche mich gleich begrüßte - ach jetzt müssen wir wirklich vorbei - Uwe, kommst du mit? - Ja klar - meine Freunde aus Buxtehude waren da mit drin. Ich hing mich hinten ran. Kurz drauf kam von hinten der RG Wedel Express angefahren - Kommentar: Hammaburg eingeholt - nicht ganz - unser Hammaburg/German Fräuleins Team war weit vorneweg.

<img src=https://lh6.googleusercontent.com/-YEcO ... e_0173.JPG width=400> <img src=https://lh6.googleusercontent.com/-RtCd ... e_0188.JPG width=400>
Stop & Go

An der K2 hatte ich abermals nur ganz kurz gestoppt. Flasche auffüllen war noch drin. Wenn ich gewusst hätte!!! Das waren dann weitere gute 60 km bis zur K3, dann hätte ich mir noch ne Schnitte mitgenommen... Ich sammelte einen einzelnen mit auf, der in meinem Windschatten das Leben genoss :-) Zunächst überholten uns zwei, welche wir später wieder einholten. Einer war aus dem nur-für-die-Haare-Doping Team Alpezin. Meine Frage nach Jörn hatte er wohl akustisch nicht verstanden... Zwischendrin überholten mich Bekannte aus der Rennradtruppe Hamburg.

Kurz drauf, gerade nach dem Wechsel in den Windschatten, überholte uns eine große Gruppe, die Buxtehuder waren da mit drin. Ich schaffte es mit meinem Genossen nicht dort aufzuspringen. Einige Kilometer später kam dann die von Hammaburg geführte nächste größere Gruppe. Den Aufsprung schafften wir. Doch in den Wellen vor der K3 musste ich sie dann ziehen lassen. Wenn es hoch ging, rollte ich auf die Mitte der Gruppe auf, und wo es runter ging, konnte ich dann irgendwann nicht mehr folgen - nein, ich durfte nicht folgen - das Antreten hätte mir den Rest gegeben. Ich war schon recht angeschlagen. Falsche Pedale und somit auch die falschen Schuhe waren ein Grund, das matte Körpergefühl der andere.

An der K3 wurde dann erstmal richtig gefrühstückt - hmm, lecker frische Brötchen. Herzlich nette Betreuer. Dann traf auch noch der Zug der RG Wedel mit dem Heimfelder Dirk ein. Herzlich geklönt, doch ich musste langsam weiter, die Beine wurden schwer durch das Stehen. Mein Plan, ruhig weiterfahren und dann wieder in eine Gruppe reinhängen.

Dank des Rückenwinds zunächst ging es dann recht flott voran. Als der Gegenwind dann wieder kam, musste ich auf meinen Körper aufpassen - also nach Puls ruhig weiter. Abermals zog der Hammaburg-Pausen-Zug an mir vorbei. Beim RG Wedel-Zug mit meinem vorheriger Mitstreiter und Heimfelder Dirk hängte ich mich mit rein. Wilf rief seine Kollegen zurück - Macht mal kürzer! Puh, ich wäre kurz drauf rausgefallen - unangenehm, wenn man mitten in einer Gruppe ist. Von hinten wurde von den Mädels heiß diskutiert, wer sonst noch das Kommando gerufen hätte. Dann kamen leichte Wellen. Der Puls sprang in astronomische Höhen - Oh kürzer - also ganz rechts raus und Handzeichen zum vorbeiwinken. Dirk fragte mich noch, ob alles okay sei - jupp, nur der Körper macht nicht das, was er soll, oder vielmehr, was er normalerweise kann.

Die Gruppe zog so von dannen. Abgekämpft an der K4 traf ich sie wieder. Auch die Rennradtruppe und meine Vereinskollegen. Es hatte irgendwie einen Charakter vom Volksfest der Marathonies. Scheinbar hatte keiner mehr wirklich Lust die letzten 60 km noch zu fahren. Cola gab es - aber für mich noch zu früh. Mal wieder einen herzlichen Schnack mit einer Helferin - sie erzählte, dass sie das Zelt festhalten mussten, so pustete teilweise der Wind in Güstrow.

Hier verpasste ich die Abfahrt meiner Lieblingsgruppe von dem Tag, sodass es wie gewohnt allein weiterging. Auf der Wegstrecke wurde ein German-Fräuleins Fotoshoot noch organisiert - so wurde ich gleich 2 Mal bis zur letzten Kontrolle von denen überholt...

Lange Zeit hatte ich einen Radonneur im Audax S-H Trikot vor mir, so wirklich kam ich nicht ran, dann irgendwie doch. Überholt mit freundlichem Moin. In Schwarzenbek hatte ich dann schlechtere Ampelschaltungen. Er fragte mich, ob ich mein Rad in "Vereinsfarben" gekauft hätte - nein dem ist nicht so - das Rad war vor dem Verein, sogar vor HFS, man mag es kaum glauben. Doch zahlreiche farbliche Applikationen sind seitdem in Vereinsfarben dazugekommen (Lenkerband, Schaltzüge, Ass-Saver).

So langsam sah ich auch mal weiße RTF-Dauernummern - zumindest an einer Abzweigung, wo AndreaO und ein weiterer Vereinskollege standen. Er hatte einen Speichenriss und musste sich abholen lassen. Derweil markierte er einen fehlenden Richtungspfeil (der einzige, welcher auf der Marathonstrecke fehlte!). Ein paar Meter genoss ich den halben Windschatten von Andrea auf ihrem Liegerad - dann wollte sie schneller weiter - kein Problem, ich wunk sie weg. In Altengamme überholte mich noch ein Endspurt-Helfer von der Marathon-Verpflegung - gleich geschafft! Sehr schön (Sorry, hab deinen Namen vergessen, aber kennen tun wir uns auch schon etwas länger).

An der K5 war dann abermals ein großen Zusammentreffen von vielen meiner Mitstreiter. Heimfelder Dirk postulierte - ich geben dem Admin dann die Notiz, Uwe hat sich durchgebissen, aber er schwächelte! Immerhin ist er an der einen leichten Welle auf mich aufgelaufen und hatte mich überholt - so far... aber ich hab auch gegen Windmühlen heuer gekämpft. Es kam einfach nicht die Leistung aus dem Körper, wie ich es kenne. Egal, die Hauptsache ist, immer weiter treten. Auch wenn es mir ab Schwarzenbek wirklich hart erging. Leider gab es hier (wie schon vormals an der K4 vermutet), leider keine Kola mehr - egal, eines von Besenwagenflüchtlings Orange-Gels reingedrückt + das Gefühl auf der Heimstrecke im Rückenwind = 35 km/h allein aufm Tacho.

So drückte ich für die letzte Stunde nochmals alles was ich gespart hatte aus dem Körper raus, richtig tolles Gefühl mal wieder Gruppen überholen zu können. Die Hamburger Rennradtruppe an der Spitze der letzten großen Gruppe konnte das nicht auf sich sitzen lassen. Nach ein paar Kilometern ließ dann etwas die Kraft nach und sie überholten mich dann doch noch. Egal.

Was ich vergessen habe zu erzählen, gerade wenn man so viel alleine fährt, kann man die Landschaft richtig genießen. Herrlich blühende Alleen von rosa-rot bis weiß-glänzend, über die vielen frühlingsblühenden Pflanzen, bis hin zu herrlich satt-gelben Rapsfeldern, runden diesen herrlichen Sonnenscheintag ab. Dazu noch kleine und größerere Seen, welche sich hinter manchen herrlich grün erstrahlendem Baum verstecken wollten. Sehr schön fand ich auch die Waldpassage auf der Marathon-Schleife - sehr schöne Strecke.

<img src=http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .57.50.jpg height=250> <img src=http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .12.10.jpg height=250> <img src=http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .14.38.jpg height=250>
<img src=http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .15.00.jpg height=250> <img src=http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .46.03.jpg height=250> <img src=http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... .31.52.jpg height=250>
Fotos von Mr. Colnago

Somit schließe ich, wie ich begann - vielen Dank an Endspurt für den hervorragende Radmarathon - es mangelte an nichts.
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Beitragvon Besenwagenflüchtling » 28.04.2014, 23:06

Uwe sehr schön geschrieben und Danke, dass Du mich so "lange" mitgenommen hast. Aber das Anfangstempo war schon recht hoch und als wir dann zu zweit bis Geesthacht unterwegs waren und ich für dich keine Bremse sein wollte, war es um mich geschehen. :-)

Danke auch Dirk, der mir noch den Tipp mit der Gruppe an K2 gegeben hat.

Ich freue mich auf's nächste Mal.
Wer langsam fährt hat mehr von der Strecke.

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Beitragvon rozzzloeffel » 29.04.2014, 00:46

Harterbrocken hat geschrieben:Statt pünktlich um neun am Start zu stehen, wählte ich ganz bewusst einen sehr späten Startzeitpunkt.

Über die Reize eines Spätstarts gibt es ein paar Gedanken auf meinem Blog.
Ich liiiiiiiebe Spätstarts bei RTFs!

In Ruhe frühstücken, halbwegs ausgeschlafen gegen 9 Uhr losfahren, um dann gegen 11 Uhr bei milden Temperaturen auf die Strecke zu fahren. Gerne schon praktiziert, wie letztes Jahr in Winsen, Schleswig oder vor ein paar Jahren in Kaltenkirchen.
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Beitragvon Harterbrocken » 29.04.2014, 01:55

rozzzloeffel hat geschrieben:Ich liiiiiiiebe Spätstarts bei RTFs!.
Ah, wie schön. Dann sind wir ja schon zwei. Ein Trend wird daraus trotzdem nicht. Der gemeine RTF-Mensch ist ja eher ein ungeduldiger Frühaufsteher, der sich gerne noch im Dunkeln Richtung Start bewegt. Also Rotzlöffel, lass uns die Kultur des gepflegten Spätstarts pflegen. Die Letzten werden bekanntlich die Ersten sein. Außerdem kann man ab 10 oder 11 Uhr meist auf Ärmlinge und andere Frühstart-Utensilien verzichten.
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Beitragvon Helmut » 04.05.2014, 01:25

Hier der "offizielle" Bericht auf den Seiten des Landesverbandes:

http://www.radsport-hh.de/cms/index.php ... v-endspurt
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.

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