Was macht für Euch eine schöne RTF aus?

Upsi
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Was macht für Euch eine schöne RTF aus?

Beitragvon Upsi » 22.02.2014, 19:48

Hallo Ihr lieben RTF'ler,

was ist für euch ausschlaggebend für eine schöne, gelungene RTF, die ihr gerne wieder fahren möchtet?

Ich bin dieses Jahr Mitorganisatorin für unsere 32. Reinhardswald-Rundfahrt und möchte alle Voraussetzungen dafür schaffen, dass es eine tolle Veranstaltung wird.

http://www.rsc-weimar-ahnatal.eu/rtf/13 ... -2012.html

Allen Unkenrufen zum Trotz! Ich bin nicht der Meinung, wie so viele, dass die RTF am Aussterben ist. Sicherlich gehen die Zahlen der Teilnehmer zurück, aber da muss man doch was gegen machen können?!?!

Was meint Ihr? Ich bin froh über jede Idee, Anregung und natürlich auch konstruktive Kritik.

:Danke:
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Duve
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Beitragvon Duve » 22.02.2014, 20:03

Für mich sind es in erster Linie die Strecken !!!!!

Hauptsächlich kleine Nebenstrecken, mit wenig bis keinem Autoverkehr. Wenn dann noch ein paar Pave-stücke und/oder Anstiege dabei sind und das ganze von einer schönen Landschaft umgeben, ist es für mich perfekt. Das Getränke oder Speiseangebot ist für mich absolut nebensächlich. Gut wäre es auch, wenn die unterschiedlichen Streckenlängen entsprechend schwierig zu fahren wären, sodass für jeden Trainingsstand etwas dabei ist.

Naja, und wenn man für die Anmeldung nicht eine Stunde anstehen muss, ist das bestimmt nicht verkehrt. Und Samstags ist auch mal eine schöne Idee.

;-)
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Beitragvon Deichfahrer » 22.02.2014, 21:04

Zu RTF's komme ich, weil die Strecken in gutem Zustand sein sollten. Weiterhin knackige Anstiege anbieten sollten. Ob Verkehr oder nicht, habe ich auch auf Nebenstrecken, von daher ist es mir relativ egal, wie und wo die Strecken verlaufen. Verpflegung ist mir nicht so wichtig, nur was zu trinken brauche ich.

Ich will einfach Spaß haben und gute Mitfahrer. ;-)
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Beitragvon Organic-Machinoid » 22.02.2014, 21:20

Für mich ist eine gute Ausschilderung mit gut sichtbaren Pfeilen wichtig. Nichts ist schlimmer, als nach dem richtigen Weg zu suchen. Die Verpflegung sollte einigermaßen O.K. sein, braucht aber kein 4 Sterne-Menu sein. Wenig Verkehr wäre auch schön.

Ich wünschte mir mehr RTF's am Sonnabenden, dann kann man sich am Sonntag etwas Entspannen. Im Ziel paar Getränke und Kuchen / Würstchen runden das ganze ab.

Viel Erfolg mit der Planung.
Die Lücke die er hinterließ,ersetzte ihn vollkommen.
Upsi
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Danke :-)

Beitragvon Upsi » 23.02.2014, 17:14

Vielen Dank für eure Infos.

Es kristallisiert sich heraus, dass die gute und gut ausgeschilderte Strecke das Wichtigste ist. Unsere RTF führt entlang der Märchenstraße und durch den Reinhardswald. Viele sagen, es ist landschaftlich eine der schönsten RTF's. Die 115 km mit 950 HM und die 151 km mit 1.431 Hm kann man durchaus als anspruchsvoll bezeichnen. Sollte keine größere Baustelle mehr auftauchen, wird sie bestimmt wieder schön zu fahren sein.

Ich freue mich und hoffe, dass auch viele von euch unsere Strecken auf Herz und Nieren prüfen werden. :)

Heike
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Tomcat
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Beitragvon Tomcat » 23.02.2014, 20:13

Die Strecke an sich ist sicherlich das A und O. Auf die Verpflegung legt eigentlich keiner großen Wert, aber man ist trotzdem glücklich, wenn es was Gutes gibt und das bleibt dann auch meist in (guter) Erinnerung. :)

Ärgerlich finde ich es, wenn Karte, GPS-Track und Ausschilderung unterschiedlich sind.

Ich bin auch immer froh, wenn es im Ziel noch was Leckeres gibt, das darf auch ruhig was kosten. Leider habe ich es zu oft erlebt, dass nach dem Absolvieren der langen Strecke die Theken oft leer sind.

Davon abgesehen, finde ich es immer großartig, wenn überhaupt jemand eine RTF ausrichtet. Großer Spaß für kleines Geld.

Gruß

Thomas
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chris
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Beitragvon chris » 23.02.2014, 22:46

Es gibt sicher noch ein paar Aspekte, die eine gute RTF ausmachen bzw. dieses Breitensportangebot attraktiv machen:

Warum fahre ich RTFs?
- Um interessante, für mich neue Landschaften mit dem Rad kennenzulernen und zu erfahren.
- Also auch mal mit dem Rad dahin geführt zu werden, wo man sonst nie hinkäme.
- Um in netter Gesellschaft mit vielen Gleichgesinnten Radsport zu betreiben.

RTFs, die das bieten, gibt es eine ganze Menge. Was macht dann eine beonders gute RTF aus, die sich aus der Menge heraushebt und deshalb auch mehr Teilnehmer findet?

1. Eventcharacter: Nettes Rahmenprogramm und einmalige Aktionen rund um die Veranstaltung.
2. Serieneffekte generieren: Veranstaltungen wie die Westfalen Winter Bike Trophy zeigen, dass man mehr Gäste anlockt, wenn die Veranstaltung sich in eine thematisch sinnvolle Serie einreiht und regional/überregional einen hohen Wiedererkennungs- und Bekanntheitsgrad hat.
3. Für mich entscheidend: Für mich macht eine Radtour keinen Sinn, die ständig rechts/links herum jeden Haken mitnimmt und so auf möglichst wenig Fläche möglichst viele Kilometer unterbringt. Eine Radtour muss Sinn machen und ein Ziel und Thema haben. Was natürlich nicht so ganz einfach ist, wenn man zwingend wieder da ankommen muß, wo man losgefahren ist. Dennoch: Passend zum Thema und zum Startort der Tour einen möglichst weit entfernten Wendepunkt suchen, statt immer wieder die Tour mit den unterschiedlichen Streckenlängen über die gleichen Hügel zu führen (was zwar den logistischen Aufwand auf ein Minimum reduziert, aber für die Fahrer auf Dauer langweilig wird).

Bei Brevets funktioniert das sehr gut. Die haben es allerdings insofern leichter, weil sie nicht unterschiedliche Streckenlängen unter einen Hut bringen müssen. Ein gutes Beispiel ist auch HH-B. Warum nicht mal eine Ein-Weg-RTF? Auch ein gutes Beispiel, Weserrunde: Unterschiedliche Streckenlängen, jeweils möglichst weit entfernter Wendepunkt und ein treffendes Motto.

Aber ich bin auch die letzten Jahre RTFs gefahren, die ähnlichen Charakter haben, so zum Beispiel die vom PSV Stukenbrock (nur EIN Beispiel).
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rozzzloeffel
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Beitragvon rozzzloeffel » 24.02.2014, 11:25

Prio 1: schöne Strecken!!! Wenn die Wege langweilig sind, komme ich meistens nicht wieder, egal, was mir drumherum geboten wird.

Prio 2: Verpflegung mit Herz: Dies kann man unterschiedlich ausleben. Wer sich voll reinhängt, bietet den Teilnehmern ein vieleseitiges und frisches Verpflegungsangebot an. Wenn ein Club aber nicht die finanziellen oder organisatorischen Möglichkeiten hat, sich aus der "ALDI-Tour" hervorzuheben, kann man daraus aber auch viel machen. Nutellabrot machen, leckere Riegel oder zur Abwechslung den einen oder anderen Fruchtjoghurt auslegen kann nun wirklich jeder. Einfach nur Kekse hinstellen oder Brot mit Butter grenzt für mich an Lieblosigkeit.

Wenn man ein Event macht, dann richtig und mit Hingabe. Das geht auch mit einfachen Mitteln.

Was für mich ein konkurenzloses Muss ist, ist eine Notfall-Handynummer bei Pannen, Notfällen etc, wo man in dringenden Fällen Hilfe anfordern kann. Ohne so etwas darf aus meiner Sicht eine RTF nicht starten. Es gibt aber tatsächlich auch solche Touren. (Damit meine ich keine Brevets, P-RTFs, O-CTFs etc., sondern richtige reguläre RTFs)
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Beitragvon Dreckschleuder » 24.02.2014, 11:40

Ich unterscheide zwischen Erstbesuch und weiteren Besuchen:

Generell:
- Schöne, abwechslungsreiche Landschaft, verkehrsarme Streckenführung mit möglichst wenig Überlappungen
- Die Zeit auf dem Rad sollte möglichst (viel) länger sein als die Anfahrtzeit. Eine 100 Km-RTF im Raum Hannover oder Flensburg würde ich nicht anfahren...

Auf Dauer:
- Wechselnde Streckenführung
- Serien-Charakter

Verpflegung ist für mich absolut nebensächlich auf der Strecke. Eine Möglichkeit im Ziel zum Plausch und etwas zu essen rundet für mich die Veranstaltung ab.
Freude am Radfahren!
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Beitragvon Knud » 24.02.2014, 23:26

Vieles ist schon gesagt. Die angebotenen Strecken machen den Kern einer RTF. Möglichst ruhige Straßen mit wenig Verkehr durch eine schöne Landschaft. Bundesstraßen machen mit oder ohne Radweg meist wenig Spaß.

Aber es fängt schon mit dem Start an. Freundliche Begrüßung, ein offenes Ohr für Fragen. Bei de Anmeldung oder beim Start Hinweise auf Besonderes. Da ich - bisher - meist nicht mit dem Auto anreise, wünsche ich mir eine "Gepäckaufbewahrung". Das hat aber auch so bisher immer geklappt.

Verpflegung muß sein, aber das würde ich nicht zu hoch hängen. Ich finde eine gute Beschilderung wichtig. Und offenbar muss in manchen Gegenden noch mal nachschildern. Mir liegt deutlich an einer guten Erreichbarkeit des Startortes. Bei dem eher reichlichen Angebot rund um Hamburg, werde ich nur im Ausnahmefall eine Anreise von 100 km in Kauf nehmen.

Knud
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Slowfish
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Beitragvon Slowfish » 27.02.2014, 12:19

1. Verkehrsarme, abwechslungsreiche Strecken - RTF mit vielen Passagen an vielbefahrenen Straßen sind für mich ein k.o.-Kriterium. Verkehrsarme Nebenstrecken, gut ausgebaute Wirtschaftwege = wunderbar.

2. Ich kann zwar mit Bananen und Wasser an den Kontrollen gut leben, aber eine abwechslungsreiche Verpflegung ist trotzdem ein Grund zur Freude.

3. RTF sind lt. BDR-Kalender mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 22 - 27 km/h ausgeschrieben. Leider ist es mir im letzten Jahr wiederholt passiert, wenn ich mit einem 25er-Durchschnitt auf die 110-km-Strecke ging, dass im Ziel bereits alles eingepackt wurde (vorausgesetzt 110 km ist die längste Distanz), Bekannte von mir wurden auch mehr oder weniger aus selbem Grund beinah um ihre warme Dusche gebracht.

Da für mich auch das "Hinterher" bei einer RTF wichtig ist, bin ich mittlerweile häufig dazu übergegangen, die 75er-Distanzen zu fahren, was ja aber eigentlich nicht Sinn der Sache ist. Ich nehme seit 1999 an vielen RTF teil und in den ersten Jahren konnte ich problemlos die 110er-Strecken fahren und trotzdem das Hinterher genießen. Leider hat sich das geändert.
Der liebe Gott erschuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt...
Herman
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Beitragvon Herman » 28.02.2014, 15:00

Slowfish hat geschrieben:...Verkehrsarme Nebenstrecken, gut ausgebaute Wirtschaftwege ...
Radwege, Plattenwege und solche mit Pollern möglichst vermeiden, Gefahrenstellen deutlich absichern, manchmal kann ein klarer Hinweis auf Einerreihe nützlich sein, Streckentrennungen rechtzeitig mit Vorhinweiser anzeigen.
...abwechslungsreiche Verpflegung ist trotzdem ein Grund zur Freude.
Und noch mehr, wenn es dabei halbwegs hygienisch zugeht, abseits vom Straßenstaub, Getränke nicht in offenen Kübeln angerührt, Kinder mit Schniefnase und Hunde zurückgehalten werden.
...RTF sind lt. BDR-Kalender mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 22-27 km/h ausgeschrieben. Leider ist es mir im letzten Jahr wiederholt passiert, wenn ich mit einem 25er-Durchschnitt auf... Strecke ging, dass im Ziel bereits alles eingepackt wurde...
Ein wichtiger Punkt! Wer nicht gleich zu Beginn des Zeitfensters im Renntempo startet, muss sich oft auf der längsten Strecke sputen, um nicht bei dem ein oder anderen Depot und Ziel das Nachsehen zu haben. Das widerspricht nicht nur der Ausschreibung, sondern auch gutem Sportsgeist. Ich habe meine Wertungskarte schon mal offen auf irgendeinem unbemannten Tisch herumliegen sehen...

Schlimm ist auch, als einer der Letzten unterwegs und vom Motorengeräusch des Besenwagens begleitet zu sein. Wer da mal in die Büsche muss, riskiert den Rest der Strecke ohne Beschilderung fahren zu müssen.
...Ich nehme seit 1999 an vielen RTF teil und in den ersten Jahren konnte ich problemlos die 110er-Strecken fahren (bei längster Strecke) und trotzdem das Hinterher genießen. Leider hat sich das geändert.
Auch ein ganz wichtiger Hinweis! Eine RTF-Veranstaltung ist erst dann rund, wenn man nach der Dusche noch an nicht hoch gestellten Tischen zusammensitzen und plaudern kann.
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Tourini
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Beitragvon Tourini » 02.03.2014, 15:06

In dieser Reihenfolge meine Wünsche für die perfekte RTF:

1. Schönes Wetter
2. Autoverkehrsarme und landschaftlich reizvolle Strecke
3. Gute Ausschilderung, gerne zusätzlich mit GPS-Track
4. Entspannte und rücksichtsvolle Teilnehmer
5. Ausreichende Verpflegung unterwegs
6. Höhenmeter sind sehr willkommen
7. Bratwurst und (alkoholfreies) Bier danach

Klar, dass schönes Wetter Glückssache ist...

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