WDR-Beitrag über RTFs - schlecht recherchiert

CGB
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WDR-Beitrag über RTFs - schlecht recherchiert

Beitragvon CGB » 10.09.2013, 14:49

Im Rennrad-news-Forum entdeckt :-)

http://www.wdr.de/tv/sport_inside/sendu ... 09/rtf.jsp

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crumble
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Re: WDR-Beitrag über RTFs

Beitragvon crumble » 10.09.2013, 15:52

Schoene Bilder, nette Interviews, aber der Off-Text :-/

Kein Wunder, dass man im OeR keinen Radsport mehr sehen kann, wenn jeder, der nicht auf einem Hollandrad mit Koerbchen sitzt, an einem Rennen teilnimt und was einwirft. Journalisten machen halt nur positive Berichte, wenn man ihnen Koks, Hostessen, PKWs und Reisen am Finanzamt vorbei in die Hand drueckt :Aetsch:
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 14.09.2013, 20:34

Dieser Beitrag des WDR ist einfach nur schlecht recherchiert, befindet sich auf Hartz-IV-Niveau einiger Privatsender. So ähnlich sieht das auch Wolfgang Schaaf vom Challenge Magazin.

http://www.challenge-magazin.com/cms/in ... 8&Itemid=1
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Bericht nicht toll, aber...

Beitragvon Dreckschleuder » 29.09.2013, 09:19

für einen kleinen Teil von Leuten trifft die Einschätzung des Reporters sicherlich zu.

Um das so zu erleben, muß man allerdings in den schnellen Gruppen unterwegs sein. Ich rede gerne von inhomogenen Gruppen, da das Reise-Tempo zwischen 36 und 40+ schwankt.

Ich hatte die Tempowechsel als Phänomen wahrgenommen, bis ich mitbekommen habe, daß sich Leute darüber freuten, wie sie die bis dahin noch große Gruppe reduzieren konnten...

Unbeabsichtigt aber besonders schlimm daran ist, daß andere Mitfahrer bis an den Rand ihrer Möglichkeiten gefordert werden, die Konzentration leidet, als Folge die Kontrolle ebenfalls. Da wird dann schon Mal eine kleine Lücke sofort zugesprungen. Daß die Lücke eigentlich kleiner als eine Radlänge ist, wird übersehen.

Inzwischen fahre ich eigentlich nur noch Langstrecken. Hier fahren die Gruppen mit den Stärksten auch schnell, aber gleichmäßig schnell und immer miteinander und nicht gegeneinander.
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Beitragvon Knud » 29.09.2013, 22:32

Der Bericht hebt ja fast nur auf Marathonstrecken ab. Wird da tatsächlich mehr unabhängig voneinander, um nicht gegeneinander zu sagen, gefahren, als auf den "normalen" RTF-Strecken?

Klar gibt es auch da immer einige, die nur möglichst schnell fahren wollen. Auch hier schreiben gelegentlich Leute, dass sie am liebsten alleine fahren. Ich halte das auch für legitim. Mein Eindruck war aber auch der, dass die weitaus meisten Leute in ihrem Tempo gerne in einer mehr oder minder großen Gruppe fahren wollen.

In das Bild des WDR würden kaum Leute passen, die auf "abgehängte" Kollegen warten, gemeinsam einen Platten beheben oder an der Kontrolle eine neue Gruppe bilden.

Gruß
Knud
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Beitragvon ulli-aus-hamburg » 30.09.2013, 18:41

Oh mein Gott, ist der Bericht schlecht! :(
Ich finde eigentlich gerade auf Marathonstrecken wird weitaus rücksichtsvoller und umsichtiger sowie in konstanterem Tempo gefahren als auf RTFs. Jeder Marathonfahrer weiß doch, dass die Körner, die am Anfang beim Kurvensprint verschossen werden, auf den letzten Kilometern bitter fehlen!!

Gruß Ulli
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Beitragvon Dreckschleuder » 30.09.2013, 20:00

Der Filmbericht ist in der Tat schrecklich. Ich weiß nicht, wieviel Interviews die geführt haben, um das Material für diesen Beitrag irgendwie zusammenzubekommen.

Klar sind auch bei den Marathons in Norddeutschland die Stärkeren in ihren Gruppen schnell unterwegs (36+).

Klar läßt man sich rausfallen, wenn man das Gefühl hat, das Tempo nicht mehr länger fahren zu wollen.

Klar stehen die schnellen Gruppen an den Kontrollen nur sehr kurz, um einen Stempel zu holen, Trinkflasche aufzufüllen, ein Teil zu greifen (das häufig dann unterwegs verzehrt wird) und weiterzufahren.

Aber gerade die Marathons hier haben eher keinen Renncharakter.

Daher schrieb ich ja auch, daß ich diesen Hang zur Wettfahrt nur auf den kurzen Strecken beobachtet habe.
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Beitragvon Indorain » 30.09.2013, 21:52

Was für ein Blödsinn.
Amateure mit Profi-Rennrädern und 12.000 Trainingskilometern pro Jahr versuchen sich hier zu beweisen – mit allen Mitteln.
Was soll das heißen, mit allen Mitteln? Um 200 Km mit einem 32er Schnitt in einer Gruppe zu fahren, braucht man kein Supertalent zu sein oder irgendwelche Mittelchen nehmen. Marathonlaufen ist da schon anspruchsvoller - hier gibt es keinen Windschatten! Aber auch das schaffen fast alle, die sich das Ziel gesetzt haben.
Wo damals noch Hollandräder unterwegs waren, geht heute ohne teure Rennmaschinen für bis zu 10.000 Euro fast nichts mehr.
Humbug! Es sind auch genug Leute mit Stahlrahmen unterwegs und auch nicht langsamer.
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Beitragvon Dreckschleuder » 30.09.2013, 23:20

Amateure mit Profi-Rennrädern und 12.000 Trainingskilometern pro Jahr versuchen sich hier zu beweisen – mit allen Mitteln.
12.000 Kilometer fahr ich locker im Jahr. Wer schenkt mir jetzt ein Profi-Rennrad?
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Beitragvon UweK » 01.10.2013, 10:44

Also ich bin dieses Jahr die ersten Marathons im Rahmen von Veranstaltungen gefahren. Im letzten Jahr (meine erste RR Saison war 2012) einen 220er und HHB (bei mir knapper 300er).

Dieses Jahr hab ich auch keine Mittelchen eingeschmissen und hab glaube ich 2 Marathon Erlebnisse mit einem Schnitt von ca. 30 auf 200 gehabt - Windschatten in den Gruppen ist alles. Und Marathonis kommen zum Radfahren, da wird nicht gequackelt und da wird nur kurz gestempelt - letzteres kommt mir entgegen.

Achja, ich fahre meinen Alu-Renner für ca. 2.000 €. An Jahreskilometern komme ich auch beiweiten nicht an 12 k ran, selbst 10 k werde ich nicht mehr schaffen.

Achja, bei RTFs bin ich zumeist die lange Runde gefahren, und da ich auch was von der Landschaft sehen wollte, oft auch alleine...

Irgendwie fühle ich mich vom WDR verarscht - keiner der angeblichen "Fakten" stimmt.
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Bilder lügen nicht...

Beitragvon Dreckschleuder » 01.10.2013, 10:50

Geschickter Schnitt ist alles.
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Beitragvon Helmut » 01.10.2013, 10:53

Je länger ich über diesen Bericht des WDR nachdenke, um so mehr kocht in mir Wut hoch. Nun kann ich Wolfgang Schaaf verstehen, der stinkend sauer über diese Sendung war und wahrscheinlich noch ist.

Seiner Bitte, Gegenwehr zu leisten, mochte ich nur bedingt nachkommen, weil HFS insbesondere im Norden, sein Challenge Magazin im Westen verwurzelt ist, hier nicht N3, sondern WDR3 sich am Breitenradsport vergangen hat. Es sind aber unser aller Gebühren, die da für Leute ausgegeben wurden, denen man auf der Stelle den Vertrag kündigen sollte.

Ich werde es in den nächsten Tagen nachholen, eine flammende Nachricht über die Hirnerweichung beim öffentlich-rechtlichen Tivi auf die Titelseite zu stellen.
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Beitragvon CGB » 01.10.2013, 11:29

och verstehe diese aufregerei irgendwie nicht so richtig. vlt. interpretiere ich ja auch ironie/sarkasmus da rein, wo gar keiner ist, aber ich musste eigentlich eher schmunzeln bei dem beitrag und fand den eigentlich witzig - sollte das so gar nicht gemeint sein?.....
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Beitragvon Helmut » 01.10.2013, 12:06

CGB hat geschrieben:och, verstehe diese aufregerei irgendwie nicht so richtig. vlt. interpretiere ich ja auch ironie/sarkasmus da rein, wo gar keiner ist, aber ich musste eigentlich eher schmunzeln bei dem beitrag und fand den eigentlich witzig
Die Stelle, an der gelacht werden sollte, habe ich nicht gefunden. Der süffisante Ton ersetzt keinen Esprit. Auch Ironie und Sarkasmus haben immer einen ernsten Hintergrund. Ich fänd's O.K., wenn man sich über das teure Material einzelner Leute lustig gemacht hätte (meine neuen Laufräder kosten z. B. über 1.500 Euro, machen mich aber nicht signifikant schneller, sehen "nur" besser aus), andererseits findet man so etwas bei jedem Hobby. Wer mokiert sich über sündhaftteure Segel- oder Motoryachten? Wer lästert über Leute, die mit einem zigtausend Euro teuren SUV oder Sportwagen durch die Stadt fahren? Warum also wird hier gegen Radsportler gewettert?

Es wirkt halt befremdlich auf jemanden, der selten und nur im Alltag Rad fährt, dass ein gutes Rennrad über 1.500 Euro kostet. Da verwechseln Leute Sportgeräte mit Alltagsgegenständen. Man sollte deshalb Blinde nicht über Farben schwadronieren lassen, jedenfalls nicht im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

Es stimmt nicht, dass RTF (40 - über 150 km) früher für "Hollandräder und Picknickkorb" gedacht waren. Inoffizielle Radrennen sind sie bis heute nicht geworden - mag es auch Leute geben, die sich rühmen als erste ans Ziel gelangt zu sein, so kenne ich doch nicht eine Ergebnisliste. Wie also kommt der WDR zu solchen Aussagen?

Auch das Thema Doping durfte anscheinend nicht fehlen. Es mag ja Leute geben, die sich Aspirin in die Trinkflasche bröseln - solche Leute gibt es überall im Leben. Ein Test unter allen Mitarbeitern des WDR könnte Erstaunliches zutage fördern.
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Beitragvon Dreckschleuder » 01.10.2013, 13:03

Vielleicht bestand das Ziel darin zu provozieren?

Eine andere Motivation mag mir momentan einfach nicht einfallen. Wenige Leute befragt, die dämlichsten Antworten ausgewählt... und zurechtgeschnitten.

Unwahrscheinlich, daß hier ein allgemeines Bild auf RTFs gegeben werden sollte.
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Beitragvon Stockumer Junge » 01.10.2013, 13:06

Ich fand den Bericht auch ganz amüsant. Natürlich wird auch über andere Sportarten gelästert. Nur da ist man nicht betroffen und deswegen vergisst man das schnell.

Ich denke, dass man da nicht ganz so dünnhäutig sein sollte. Bisschen mehr Souveränität schadet mit Sicherheit nicht. Wenn sich jetzt Radsportler bei dem Redakteur beschweren würden, denkt der doch nur: Treffer!
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Beitragvon UweK » 01.10.2013, 13:08

Helmut hat geschrieben:Ein Test unter allen Mitarbeitern des WDR könnte Erstaunliches zutage fördern.
Darauf wäre ich gespannt.

Zur Zeitnahme; in der Generalausschreibung des BDR steht explizit drin, dass es dem Veranstalter untersagt ist eine Zeitnahme aller Teilnehmer durchzuführen. Keine Zeit - keine Ergebnisliste - defakto kann eine RTF kein Rennen sein. Und die Mehrzahl der Teilnehmer fährt das ganze auch touristisch. Sicher gibt es auch immer Leute, die eine RTF gewinnen wollen, ich frag mich nur was?!

Warum hat der WDR denn nicht die restlichen 100-900 Teilnehmer der RTF intensiver befragt? Vermutlich weil man da gesehen hätte, dass es sich um eine ganz gewöhnliche, sportlich-touristische Veranstaltung handelt... Stattdessen machen sie sich fast noch über den einen lustig, weil er Probleme mit den Wellen hat - *Kopfschüttel*
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Beitragvon crumble » 01.10.2013, 17:55

Dreckschleuder hat geschrieben:Vielleicht bestand das Ziel darin zu provozieren?
Das Ziel besteht darin, moeglichst viel Quote zu bringen. Erstaunlich beim OeR, ist aber so. Das macht so viel Sinn, wie eine RTF gewinnen zu wollen.

Seit mindestens 10 Jahren sind die aber schon so schlecht. Die OeR-Sender kopieren nur noch die ganzen Schmuddel-Sendungen der Privaten und versuchen sie in ein serioeses Gewand zu stecken. Das klappt leider nur nicht, wenn man bei Berichterstattungen nicht mehr objektiv ist, sondern moeglichst reisserisch Stimmung gegen eine Bevoerlkerungsgruppe macht, gegen die es gerade in den Medien in ist, zu wettern.

Also Sendungen wie N3-Reporter und "Hart aber Fair" gehoeren meiner Meinung nach nicht von der GEZ bezahlt. Ihr muesst nur mal darauf achten, wie da die Leute gegen bestimmte Gruppen aufgestachelt werden und wie man ihnen die Verteidungsmoeglichkeiten nimmt.

Hier ist es halt recht einfach: Da schau her, diese Drogen-Spinner machen illegale Rennen, nehmen unschuldigen Buergern die Vorfahrt und bremsen sie danach noch aus.

So einen Bericht haetten sie bestimmt nicht ueber eine ADAC-Rally gesendet.
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Ihr habt ja alle Recht

Beitragvon Grotefend » 01.10.2013, 18:57

Ich stimme allem, was hier zur Qualität der Sendung gesagt wurde, uneingeschränkt zu. Besonders crumbles Beitrag spricht mir aus der Seele.
Aber was habt Ihr für Erwartungen an Massenmedien.

Erstes Gebot ist da doch: "Wenn ich erst lange recherschieren soll, geht mir die ganze schöne Story kaputt; und den Redaktionschluss verpasse ich auch noch." (@ Harterbrocken: Wie immer, bestätigen Ausnahmen die Regel.) Morgen ist's sowieso vergessen, dann treiben sie eine neue Sau durchs Dorf.

Gedruckte Medien haben allerdings einen Vorteil: Man kann damit immer noch Fisch einwickeln, dazu eignet sich Fernsehen schlecht.
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Beitragvon Italo Racer » 02.10.2013, 08:50

Mann kann ja nur froh sein, dass die das hier nicht im Hamburger Umland auf einer großen RTF gemacht haben. Denn nach meinen Wissenstand und Erfahrungen starten die RTF´s in NRW morgens so kleckerweise, so dass sich keine so große Gruppen bilden.

Wenn man das hier bei uns sieht, wo dann ein paar 100 Rennradfahrer fast zeitgleich losfahren, Ok, es sind schon kleine Gruppen. Ich möchte nicht wissen, wie der Bericht ausgefallen wäre, wenn man das noch vor den Cyclassics auf einer RTF hier in Hamburg gemacht hätte. :oops:

Noch eines zu den schnellen Jungs: Wo ist das Problem eigentlich? Wenn einer schnell fahren will auf der RTF, dann soll er das doch machen, so lange er sich an die Regeln hält. Mann oder auch Frau kann sich ja auf einer RTF immer die passende Gruppe suchen. Das ist halt das Schöne, dass bei so einer Veranstaltung alles zusammen kommt. Ich selber mache das auch immer so, dass ich mit vorne starte und wenn mir das zu blöde wird, dann wird halt ruhig weiter gefahren.
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Beitragvon Blueberry » 04.10.2013, 09:34

Wenn man genug guckt, findet man für alle Bereiche des Sportes und sonstiger Hobbies Beiträge und Berichte, die falsch, schlecht oder übertrieben reisserisch Berichten. Klar, von ÖR Anstalten sollte man eigentlich mehr erwarten, aber bitte... das Niveau dieser Sender, angefangen von oben mit ARD und ZDF bis runter ins provinzielle (die Dritten...) ist doch inzwischen dermassen gesunken...

Ich würde hier garnicht mehr so eine Welle machen, einfach ignorieren. So sehr es auf der einen Seite lobenswert ist, sich mit Briefen an die Sender etc. Gehör zu verschaffen, so sinnlos ist es. Leider. Nehmt das ganze einfach hin, als das, was es ist: Trash im deutschen TV! Denkt euch euren Teil, redet mit Leuten in der Familie und im Bekanntenkreis eventuell drüber und erklärt ihnen (wenn es sie denn interessiert, wie es wirklich läuft) die Sachlage.

Ansonsten fahrt einfach Rad! Wenn hier nicht noch mal über diesen Film berichtet worden wäre, wäre der doch inzwischen dorthin verschwunden, wo er hingehört... ins schwarze Loch der Vergessenheit!
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Beitragvon Slowfish » 04.10.2013, 11:52

Wieso Hartz IV??? Ich sehe da keinerlei Zusammenhang.
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Beitragvon Helmut » 04.10.2013, 11:59

Tatsächlich gibt es auch keinen. Das ist eine Anspielung darauf, dass im Tivi unter der Woche tagsüber das Niveau auf den meisten Stationen besonders tief sackt. Wer berufstätig ist, bekommt davon i. d. R. nichts mit.

Ja, ich weiß, solche Äußerungen sind "politisch nicht korrekt". Böse sind sie aber nur, wenn jemand sie böse versteht, so aber ist es nicht gemeint.
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Beitragvon Slowfish » 04.10.2013, 12:08

Das Niveau ist am Abend besser??? :wink:
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Beitragvon Dreckschleuder » 04.10.2013, 12:14

Viel besser... :Weissnicht:

Das Fernsehprogramm ist abends perfekt fürs : Kreisel : .
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Beitragvon Slowfish » 04.10.2013, 12:17

Schande und Verrat! Kein Wunder, dass wir alle viele Kilometer mit dem Rad fahren, wenn wir Freizeit haben...

Liebe Grüße

Marion
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Beitragvon flyingmatschman » 04.10.2013, 13:09

Was stört es die Eiche, wenn die Sau sich an ihr reibt???

In diesem Sinne: "locker bleiben"! In unserer schnelllebigen Medienlandschaft wird der Bericht nicht wirklich für Furore sorgen, sondern schnell wieder vergessen sein. :wink:
Je langsamer du fährst, desto länger wirst du gesehen!!!
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ach

Beitragvon Janibal » 04.10.2013, 14:00

Ich finden den Beitrag gut, denn besser als garkeiner und so richtig schön in Frage stellend. Ein paar Worte habe ich behalten, die kommen mir doch sehr bekannt vor (war meine erste Reaktion auf Facebook):

Segeln hart an der Kante...Gesamtführender...Kontrollbuch.(Punkt)

RTF halt.
2013 ist schon jemand über die Kante gegangen. Schon vergessen?
Da ist noch eine Gruppe vor. Schon mal gehört? (Michael Konze ist in Duisburg 6er geworden)
Schon mein dritter BDR-Kontrollbogen, fast ein Buch. Schon erlebt?
Punkt, wer hat welche?

Schon mal eine RTF aus der Frontscheibe des Autos betrachtet?
St. Jan
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Beitragvon Don Vito Campagnolo » 05.10.2013, 11:57

Die Bilder und Interviews sind doch ok, einzig der Kommentar ist ... naja - was steht doch im Link zum Autor des Berichts:

"Der Autor Mathias Budzinski
Seit 1991 liefert Mathias Budzinski als freier Autor meist skurrile und witzige Geschichten für die Sport- und Kulturredaktionen des WDR. Für "sport inside" hat bereits die aussterbenden Sportarten Kegeln, Trabrennen und Dreiband-Billard beleuchtet. Außerdem hat er ehrgeizige Hobbysportler dabei begleitet, wie sie abstrusen Weltrekorden nachjagen."


Vielleicht soll es ja eine skurille und witzige Geschichte sein. Humor ist wenn man trotzdem lacht.

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