III. Huschke-Gedenkfahrt, Oranienburg (Bericht+Bilder)

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Janibal
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III. Huschke-Gedenkfahrt, Oranienburg (Bericht+Bilder)

Beitragvon Janibal » 02.09.2013, 18:34

III. Huschke-Gedenkfahrt, Oranienburg am 1.9.1926

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Jörg holt mich pünktlich um 5 Uhr ab. Und unterwegs ist sogar war noch ein Kaffee möglich, so pünktlich. Wir fahren im Sonnenaufgang gegen Osten, leichter Nebel über den Feldern und Rehe überall. Sonst nichts, ist ja Brandenburg. In Oranienburg, eine Stadt oberhalb von Berlin, suchen wir nach dem Gedenkstein für Adolf Huschke. Jörg bleibt ruhige, so ein Stein kann nicht weg sein. Ist er aber in Oranienburg, denn er steht in Sachsenhausen, geht aber unter vor lauter Gedenken an das KZ.

Am Huschke Gedenkstein sehen wir bei der unser ersten Irrfahrt einen alten Mann stehen, bei der zweiten Suche war er weg und taucht im Rückspeigel auf. Der Geist von Huschke denken wir. Das Auto parken wir in einer Seitenstraße, wo schon ein Eisenschwein sein Material zusammenbaut. Wir legen unsere Freizeitklamotten ab und wechseln in alte Sachen und damit auch die Zeit.

So rollen wir zum Denkmal, dort wartet mittlerweile der Enkel vom Huschke und der Geist entpuppt sich als ein Fotograf. Auch Johanna und Uwe sind schon da. Kurz drauf kommen die Schweine vom Bahnhof. Vorneweg twobeers, der Braumeister, Organisator, Propagandazentrumschef und Tobias, wie er auch genannt wird. Er legt eine Schleife am Denkmal nieder und der Enkel vom Huschke freut sich über die Aufmerksamkeit. Ein paar Bilder und schon geht es fast los.

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Twobeers meint, die Strecke ist nicht ausgeschildert, weil entsprechende Personen keine Zeit gehabt hätten, dafür gibt es ein Begleitfahrzeug (Teambus ESK) und einen Lkw für die Laben. Gefahren wird in der Gruppe und gewartet auch. Falls es doch zu Auflösungserscheinungen kommen sollte, hat Rob ein Starterbeutel vorbereitet. Der Inhalt ist eine detalierte Kartenkopie, ein Met-Gel und ein Schlauch bis 25mm. Der Starterbeutel selbst ist aus Papier und kann zum entzünden des Feuers im tiefen Wald genutzt werden, wenn ein Bär in die Falle gegangen sein sollte.

Schon nach 300m Kopfsteinpflaster die ersten Platten. Die Sonne wärmt schön um 8:30 Uhr und so tauschen wir neuste Renngeschichten aus. Und Geschichten der alten Räder. Viele Crosser, aber auch alte Stahlräder mit Schlauchreifen. Ich bin auf Stahl mit 23/25mm Reifen unterwegs, 7bar gegen Durchschläge, weiter Qualitätsmerkmale meines italienischen Handwerksproduktes: 170er Kurbel, Bio-Pace, 7-fach SIS-Schaltung, Schaltwerksblech im Schnellspanner geklemmt. Jörg auf dem Stevens-Plastik-Crosser ,mit 28/28mm Reifen und 5bar. Wir überleben das erste Kopfsteinpflaster, dafür auf den folgenden Betonplatten ein Durchschlag bei Jörg. Und auch ein ES ist betroffen.

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Pause, pumpen, Sonne, Leere nahe Neuholland (Holland, weil hier das Wasser abgepumpt wurde und Land entstand, damals). Wieder Kopfsteinpflaster und erste verlustige Flaschen. Auch wird falsch abgebogen, da sich die Rotte auf dem Gerüttel schnell zerfällt, Jörg sammelt alles wieder ein.

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Dann Hauptstraße und einmal links, einmal rechts und twobeers weist auf den Vorteil einer Blasenentleerung hin. Es sollen die ersten 8km von 20km Paves (Kopfsteinpflaster) folgen, nicht den Sommerrandstreifen berühren, sondern den Ultraschall genießen. Zur besseren Veranschaulichung stelle ich mir Rundungen in der Sommerhitze vor…

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Schon nach ersten Berührungen mit der Gänsehaut verlasse ich den dunklen Bereich und gleite ab in die Sommerrandstreifen. Hier ist es auch heiß, du brichst ein und beginnst zu schwimmen.

Dann endlich Verpflegung, ich mache vorher noch ein Foto, im Liegen, bin nicht aus dem Pedal gekommen und bei 0km/h auf dem weichen Sommerrandstreifen umgefallen. Nichts passiert, sogar Foto gemacht, aber unscharf. Oben

Laben, labern, lecker. Es gibt viel Zwiebel mit Brot und Matjes oder Mett. Getränke eisgekühlt in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen. Ein unglaubliches Angebot was so tief im Osten bis jetzt selten gesehen wurde. Neueste Geschichten über taube Hände sind nur erfunden, denn es soll noch 12km so weiter gehen. So gestärkt rumpeln wir weiter. Kaum noch Sommerrandstreifen und so Gänsehaut pur. Die Finger brennen wie damals, als wir mit dem Rohrstock gezüchtigt wurden.

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Dann Abbiegen nach einem kleinen Anstieg. Hier liegt Teer auf den Steinen, von 1936, es ist die Zufahrt zu http://www.amt-joachimsthal.de/texte/seite.php?id=53464 carinhall. Da ich kurz vorher vorne einen Durchschlag erlitten hatte, verzögert sind die Weiterfahrt etwas. Jörg wartet ruhig und geduldig. Auf der folgenden Hauptstraße werden wir beim Abbiegen fast überfahren.

Eine Gerade von Kopfsteinen und in der Mitte steht ein ES, es ist zweibier. blutiges Knie und Arm angewinkelt, Helm kaputt. Laut seine Aussage: weggerutscht auf dem Streifen, aus dem Pedal gekommen und dann geflogen, Landung auf den Spitzen und steinhart. Gefährliches Pflaster, dieses mit den Sommerrandstreifen. Aber der Mann steht noch. Der Teambus kommt schon um ihm einen würdevollen Abgang zu verschaffen. Zur Pflege soll ein Hospitz angesteuert werden.

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Die Labe ist nicht weit und hier wird gelabert, wie konnte das passieren. Die Hoffnung liegt auf ausgekugelt oder geprellt, aber dadurch würde nicht abgebrochen, es geht um die Ehre. Auch sonst zeigen sich ein paar Auflösungserscheinnungen, also Fischbrötchen 3&4 geschlungen, vollen Druck auf den Reifen und weiter über Stock und Stein, durch Tal und über Berge. Aber auf Halbmast. So schmerzen die Hände, nicht die Fingerspitzen, der Kopf wackelt, nicht die Haare fallen aus und die Flaschen sind von alleine nur noch halb leer. Brandenburg halt, fast leer.

Nach viel Teer und noch einer langen Sandpiste schiebt Staubi, ein RacES, seine Schlauchreifen durch die Gegend, die Milch macht nicht dicht. Wir erreichen die wandernde Labe auf dem LKW und warten bis sich das Kader gesammelt hat. Staubi bekommt ein neues Vorderrad und ich Fischbrötchen 5&6. Dazu eisgekühlter ... Wasser.

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Jetzt noch mal Gänsehaut, die Crosser können Sommerrandstreifen fahren. Ich breche mit meinen dünnen Reifen ein und muss öfters mal wieder Schwung holen, das gibt dicke Beine. Meine Radwahl gleicht der Bundestagswahl: egal, ändern kann ich es nicht. Und viel Teer mit Gegenwind, die Gruppe zerfällt und wird durch moderne Navigation wieder zusammen geführt. Für das letzte Stück Köpfe. Dann auf ehemaliger Bahnstrecke zurück nach Sachsenhausen, Gedenkstätte.

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Was muss das für ein Wille gewesen sein, freiwillig wie der Huschke, solch Gelände zu berühren. Bis zum bitteren Ende…

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Die Begleitfahrzeuge treffen ein und der Grill wird entzündet, nur twobeers fehlt am Ende, Schlüsselbein gebrochen und OP ohne Promille. Wir gedenken weiter dem Adolf Huschke mit gebrochenen Rahmen, vielen löchrigen Schläuchen und 140km auf seinem Trainingsrevier, dem twobeers mit Flaschen am Hals und dem ESK für die außergewöhnliche geile Veranstaltung...

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alle Bilder und auch in restaurierter Form:

https://plus.google.com/photos/10638552 ... aatzduXiAE

twobeers, lass mich nicht alleine, wa, das wird wieder
St. Jan
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Beitragvon Harterbrocken » 02.09.2013, 22:08

Wunderbare Sache, diese Huschke-Nummer. Danke Jan für eindringlichen Text und Fotos mit dem Nostalgie-Schleier der frühen Tage. Huschke wird das mit Anerkennung von Wolke 7 verfolgen.

@Twobeers: Gute und schnelle (Ver)Bessserung.
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Beitragvon Twobeers » 03.09.2013, 06:03

Ich konnte leider nur die erste Hälfte genießen, die machte auch richtig Spaß. Der Rest ist Hörensagen, deshalb ein Beitra von Hüten.

Twobeers

[quote author=Husten link=topic=2407.msg46101#msg46101 date=1378115863]
Tobias! Die ganze Sache war von vorne bis hinten unverantwortlich. Du solltest den Veranstalter verklagen! Ich glaube hier im Forum tumelt sich ein Advokat, vielleicht nimmt der sich Deines Falles an. ggf. schlösse ich mich an, mein ganzer Körper schmerzt wie Sau, diese Zeilen tippe ich mit einem Bleistift im Mund, weil ich weder die Arme heben, noch die krampfhaft gekrümmten Finger strecken kann. Schmerzensgeld! Verklagen will ich auch einen Fahrer aus dem Team RuFa, der mich zu verantwortungsloser Fahrweise provozierte.

Wenn der Schmerz irgendwann nachlässt, werde ich vielleicht zudem noch das Catering Team verklagen: Bergeweise Matjes, Hektoliterweise leckere Getränke, Stullen und Brötchen mit allen erdenklichen Belagskrams verziert, wer soll da den Verlockungen widerstehen und eine der Gesundheit förderliche Nahrungsaufnahme durchführen, wenn die unmenschlichen Vibrationen der hinterhältigen Steckenführung, kurz vor Erreichen der "Labe" Schädel und Hirn in den Zustand einer tauben Nuss versetzt haben.
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Beitragvon Johanna » 03.09.2013, 12:39

"Die Schweigeminute hatten wir ja, dann können wir losfahren!" Gar nicht mitbekommen, die Schweigeminute. Aber jut, in die Riemchen, los geht's! Stilechter Stahl vorne, plastic und breitbereift verschämt hinten. Schnell geht es auch schon auf Schotter-Sand-Betongemisch. Die Stahlrösser springen wild umher, mein Crossie brummt zuverlässig durch. Am ersten Platten vorbei. Am zweiten Platten vorbei. Pannenpause nach 2 Minuten. Die wenig später folgende Betonpiste mit Schlaglöcher fordert wieder 2 Platten. Erste Hochrechnungen werden gemacht, doch danach schaffen wir doch einiges an Strecke, bis zur ersten langen Kopfsteinplasterpassage durch die Schorfheide. Hier kommt die Freigabe für Krawall, immer geradeaus bis zur Labe, mit der Bitte doch, wie die Helden von damals, Pavé zu fahren, und nicht den Randstreifen. Ich fahre Pavé, denn deswegen bin ich hier! Es fährt sich eigentlich gut aber rollt nicht wirklich. Kostet Kraft, zieht mächtig in den Beinen. Was machen die Kerle auf Stahl und dünnen Reifen Dampf....

Auspusten an der ersten Labe, neben Matjes, Mett und Molle gibt es auch Marmelade und Mmm-Apfelkuchen. Ich schnorre mir einen kräftigen Schluck Schultheiss aus Twobeers Molle. "Du, so schlimm fand ich das Kopfsteinpflaster jetzt nicht." "Wart nur ab! Das war Flüsterasphalt!"

Twobeers scheucht uns (zu) schnell wieder auf die Räder, für noch eine Krawallrunde durch die Schorfheide. Die aufgewärmte Meute heizt los. Pavé soweit das Auge reicht. Es lässt sich immer noch gut fahren doch ich mogele mich hin und wieder mal kurz auf den Softiestreifen, zum entrütteln. Es geht ganz schön ins Gebein..... Der Weg ändert sich zum Asphaltweg, der seine gute Zeit schon sehr lange hinter sich hat. Von hinten kommt Twobeers angeschossen, "Zeit für Heimatkunde! Wir sind hier auf Carinhall." Zwei Wärterhäuschen vom ehenmaligen Anwesen stehen noch, sowie zwei Säulen durch die wir durchfahren. Während Twobeers weiter Heimatkunde erteilt, fahre ich alleine vor, über die breite geschotterte Kastanienallee. Alle krank, die Kastanienbäume. Asphalt wird erreicht, ich bin wieder bei Huschke. In der Ferne zwei rote Rennfahrertrikots.

"Na los, gute Frau! Kopp zum Lenker und in die Verfolgung!" Twobeers drückt in die Pedale und saust an mir vorbei, Toni und Danni am Hinterrad. Ich hinterher, doch keine Chance, mit dem Crosser dran zu bleiben. "Pavééé!!!" Twobeers ist Huschke. Voll im Rennen. Entfernt sich immer weiter, seine Rennfahrersilhouette wird stetig kleiner. Dann sitzt er im Grünstreifen. Warum sitzt er im Grünstreifen? Und warum hat er sein Rad dahingeschmissen?......Ich rolle verhalten ran, in der Hoffnung dass er sich nur kurz sortieren muss und sich wieder aufs Rad schwingt. Aber leider, Twobeers kaputt, die Schulter. Helm auch kaputt, dafür Kopf heile. Guter Helm.

Didi A. Senftenberg hatte, bei seinen Recherchen in den Tiefen der Radsportarchiven, grad diesen Satz ausgegraben: ".....man darf diese bedauerliche Begleiterscheinung des Sports nicht zu tragisch nehmen....." (Sport-Album der Rad-Welt 1907, 6. Jg., Berlin 1908, S. 53). Nun ja....

Wir treffen uns an der Labe. Der Rahmen vom lustjen Rifli ist gebrochen. Er kichert und freut sich, dass er nicht weiterfahren braucht. Nach einer kurzen, etwas bedröppelten, Pause wird ohne klare Ansage aufgebrochen. Twobeers sitzt im Begleitfahrzeug. Jetzt kommt das angekündigte harte Pavéstück aus ungeschlagene Natursteine, die zum Teil unsortiert und herrausragend rumliegen. Der Weg zudem rund, zum Rand kräftig abfällig. Dazu Schlaglöcher. Sehr anspruchsvoll, volle Konzentration. Wir sind mittlerweile als Hamburger Fraktion unterwegs, geführt vom Üddellüt. Keiner zu sehen, bis wir auf Staubi-zu-Fuß auffahren. Nur noch 3 km ca. bis zur nächsten Labe, Staubi....

Fröhlich werden wir von Rifli empfangen. Die Stimmung ist schon wieder ein bisschen jut. In kleine Grüppchen wird der letzte Abschnitt, zurück zum Huschke-Denkmal gefahren. Kaum noch Pavé, dafür tüchtig Wind. Am Denkmal haben die fleißigen Helfer schon wieder kräftig aufgebaut, sogar ein Pavillion. Ziel erreicht, das war schon eine harte Nummer. Die Beine brennen, aber sonst habe ich die Tortour unbeschadet überstanden. Toni erhält erste Informationen aus dem Spital. Kommentar aus der Menge: "Gebrochen? Gut. Sonst hätte er ein Problem gehabt.....wenn er wegen einer lumpigen Prellung.......". Zustimmung. Rifli stellt fest, dass nach Rahmenbruch Schulterbruch kommt und er im nächsten Jahr dann mal lieber aussetzt. Der Grill wird angemacht, die letzten Matjes vertilgt, die Marktlücke "Hering-Gel" lebhaft durchdiskutiert. So geht dieser besondere Radtag für uns langsam zu Ende. Wir müssen leider noch auf die Autobahn.

Tschüß ESK, es war wieder sehr schön bei euch.

Dir Twobeers, eine schnelle und schmerzfreie Genesung!

Anneke
Zuletzt geändert von Johanna am 10.09.2013, 16:50, insgesamt 55-mal geändert.
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Beitragvon Twobeers » 03.09.2013, 14:40

Danke für die Wünsche.
Dialog mit dem Arzt:
"Sport frühestens in 6 Monaten."
"6 Monate?"
"Joggen vielleicht in 2 Monaten."
"Und Radfahren?"
"Zählt nicht als Sport."

Keine Ahnung, was ich davon halten soll.

Twobeers
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Beitragvon [esk]rob » 03.09.2013, 16:44

Twobeers hat geschrieben:"Und Radfahren?"
"Zählt nicht als Sport."

Keine Ahnung, was ich davon halten soll.
Na Radfahren ist Krieg! Und den Dialog hast Du mir vorhin etwas anders erzählt ;]

Janibal, ich habe deinen tollen und großartig bebilderten Bericht kopiert und auf unsere ESK-Heimseite gestellt. Ich hoffe, das ist genehm. Du kannst das ja in Zukunft bald auch selber machen, denke ich...

grüße, rob
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Beitragvon axiom 1 » 03.09.2013, 17:26

gibt´s einen Bambi für den besten Poeten auf HFS?

Wenn nicht, dann wird es Zeit und Janibal wird auf der Stelle von mir nominiert.

Wort und Bild: Weltklasse!
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Beitragvon Ötzy » 03.09.2013, 22:07

ESK-Rob hat geschrieben:Du kannst das ja in Zukunft bald auch selber machen, denke ich...
Leutz findet Seelenheil wird die Schlagzeile lauten. Mich würde das sehr freuen !
@2Bier: Ich hatte etwas später mit einer Reaktion gerechnet, aber die Schmerzmittel wurden wohl zu gering dosiert... Dir in jedem Fall gute Besserung - Prost !

Tolle Berichte hier ! Und sobald all meine Schwäche aus dem Körper vertrieben ist, meine Angst vor dem Klappspaten etwas gewichen..., werde ich mein hanseatisches Blut an die Spree verfrachten. Es kommt die Zeit...
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Beitragvon mad.mat » 03.09.2013, 22:19

Ötzy hat geschrieben:
Twobeers hat geschrieben:Du kannst das ja in Zukunft bald auch selber machen, denke ich...
Leutz findet Seelenheil wird die Schlagzeile lauten. Mich würde das sehr freuen !
@2Bier: Ich hatte etwas später mit einer Reaktion gerechnet, aber die Schmerzmittel wurden wohl zu gering dosiert... Dir in jedem Fall gute Besserung - Prost !

Tolle Berichte hier ! Und sobald all meine Schwäche aus dem Körper vertrieben ist, meine Angst vor dem Klappspaten etwas gewichen..., werde ich mein hanseatisches Blut an die Spree verfrachten. Es kommt die Zeit...
Damit findet von der ersten bis zur letzten Zeile alles meine vollste Zustimmung! Ötzy, Terminabsprache folgt WA?
Wir sehen uns da oben, Tschüss Helmut
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Beitragvon Harterbrocken » 04.09.2013, 08:49

Ach herrlich, nochmals die Bilder in Ruhe studiert und gefesselt am alten Ford Taunus Lieferwagen hängen geblieben. Der kam zwar nach Huschkes Hochzeit, passt aber trotzdem perfekt in die Szenerie. Darum: Nächstes Jahr könnte doch vielleicht eine Hamburger Abordnung samt passendem Automobil an den Start gehen.

Dürfen wir den Ford in der Toskana bestaunen? Ein in Frankreich hergestelltes Kombinationskraftfahrzeug ist bereits auf den Weg zum Stiefel.
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Beitragvon Twobeers » 04.09.2013, 09:00

Der ESK war in Mannschaftsstärke in Wien und Brandenburg unterwegs, die Toscana muss ohne uns auskommen.

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Der unerschrockene Bildreporter

Beitragvon Twobeers » 04.09.2013, 13:04

Janibal wollte spektakuläre Bilder schießen, dazu nahm er alles in Kauf, wie die folgenden Bilder zeigen:

Janibal muß schnell vom Rad

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zieht liegend die Kamera

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und steht wieder

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Twobeers

Mehr Bilder hier: http://bildarchiv.eisenschweinkader.org ... ilder_pda/
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Beitragvon Johanna » 04.09.2013, 17:51

Twobeers hat geschrieben:Janibal wollte spektakuläre Bilder schießen, dazu nahm er alles in Kauf, wie die folgenden Bilder zeigen:
Lustige Schnappschußserie über den sanften Abroller mit Kamerazucken im Mullersand! Dass aus dem Foto (ganz oben) überhaupt was wird, hatte ich nicht gedacht. :OK:

Schöne Bilder hat PDA gemacht.
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Beitragvon Hajobu » 04.09.2013, 19:05

Nett, nett die Aktion, die Berichte und die Chamois-Fotos!

Ich habe nur reichlich Hakenpedale, Sturzringe und Räder ohne Bremsschalthebel vermisst!

Kann ja noch kommen...
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Beitragvon kocmonaut » 04.09.2013, 23:40

Das klingt brutal-toll und erweckt Mitmach-Appetit - Danke den Berichterstattattattern. Nächstes Jahr kommt hoffentlich nix dazwischen. Werde dann jedoch wie Johanna "gerührt statt geschüttelt" crossen.

@ twobeers: fährstjetzterstmaplattewa!? - oder haben sie Dir nen Nagel geschosssen? Leg nen Mattjes rauf, der nicht runterfallen darf. Dann heilt es schneller. Wegen der Schonung.

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Beitragvon Twobeers » 05.09.2013, 06:12

Hajobu hat geschrieben:Ich habe nur reichlich Hakenpedale, Sturzringe und Räder ohne Bremsschalthebel vermisst!

Kann ja noch kommen...
Rahmenschalter gab es mehr als Hakenpedale und Sturzringe. Huschke hätte auch lieber einen modernen Helm getragen, Krupkat, Casartelli und viele andere wahrscheinlich auch.

Bei den ersten Austragungen der L'Eroica gab es übrigens auch keine Beschränkungen, sondern nur den gemeinsamen Spaß.

Fahr einfach nächstes Jahr mit.

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Beitragvon Hajobu » 05.09.2013, 07:36

Recht hast Du!!
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Re: Der unerschrockene Bildreporter

Beitragvon Janibal » 05.09.2013, 11:44

Twobeers hat geschrieben:Janibal wollte spektakuläre Bilder schießen, dazu nahm er alles in Kauf, wie die folgenden Bilder zeigen:

Janibal muß schnell vom Rad

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ja.. so sind sie, die Reporter zwischen den Kriegen, immer in Übung...

Gibt es eigentlich ein Photo (neudeutsch:Foto) vom legendären Starterbeutel (Biopapierbeutel (BPB), Met-Gel, Sponsorengummi und Weltkarte)? Im Eifer des Gefechts habe ich keines geschossen.
St. Jan
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Beitragvon Johanna » 05.09.2013, 17:12

Janibal hat geschrieben:.....Starterbeutel ....
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Zuletzt geändert von Johanna am 05.09.2013, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Starterbeutel

Beitragvon Janibal » 05.09.2013, 21:35

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Gerade eben aus Berlin eingetroffen. Ein geschontes Exemplar konnte restauriert werden. Die Historiker sagen, der Beutel wurde auf halber Strecke im den Tiefen eines Sommerrandstreifens gefunden. An dieser Stelle war eine Verdichtung der Gegebenheiten festzustellen, was nur durch einen ungewöhnlichen Aufschlag zustande kommen konnte. So kam es auch zu der Konservierung. Ein Archäologe sagte: "Wir brauchten nur den Sand und ein paar Steine abzuschütteln, schon war alles fast wie neu, damit ließe sich eine schöne Etappe fahren."

Andere Beutel, die die Fahrer/innen damals die ganze Strecke mit sich führten, haben deutlich mehr gelitten und so können wir uns glücklich schätzen über den Schatz.
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Beitragvon boom » 06.09.2013, 12:06

Ahoi!

Feine Berichte in Wort und Bild! Schön auch, daß ihr euch immer auf den weiten Weg macht, um radsportlich orientierte Veranstaltungen des ruhmreichen ESK zu goutieren.

In Vorfreude auf das nächste Treffen:

boom

P.S. Anneke, ich muß hier in aller Deutlichkeit auf meine Rechte an der von mir kreierten Wortmarke "Üddellüt" hinweisen. Großes wird euch erwarten. Garmin, TomTom und wie die alle heißen werden bald vergessen sein...
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Beitragvon Twobeers » 06.09.2013, 12:49

Ich bin wieder zu Hause, eine Platte aus Titan und 9 Schrauben halten meinen Körper zusammen, die Verfettung ist ob der verordneten Untätigkeit nicht aufzuhalten. Und wie ich so da sitze oder liege, kommen mir Gedanken wie:

Wie war die Huschke-Fahrt?
Was hat gut geklappt?
Was hat nicht so gut geklappt?
Was könnte man besser machen?
Wollt ihr überhaupt eine nächste Huschke-Fahrt?

Twobeers
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Beitragvon Janibal » 06.09.2013, 14:12

Twobeers hat geschrieben:Ich bin wieder zu Hause, eine Platte aus Titan und 9 Schrauben halten meinen Körper zusammen, die Verfettung ist ob der verordneten Untätigkeit nicht aufzuhalten. Und wie ich so da sitze oder liege, kommen mir Gedanken
Das geht jeder Hausfrau so, ich denke da schon anders, aufgrund meiner Untätigkeit:

Ob Rennbahn oder Stadion oder Arbeitsamt, wir finden immer einen Grund und Ort, weshalb man feiern kann. Man kann uns nie gebrauchen, wir sehen das selbst ein; komm mit, verschwende deine Zeit.

Soviel zum Sinn des Lebens. ;-) Aber mal eine Antwort auf deine Frage: Ich will rund um Berlin in zwei Tagen, Start/Ziel beim Huschke und Übernachtung/Feier im BER (nicht wenn er fertig ist). Dazwischen sollte sich eine Menge "Gänsehaut" finden. Freies fahren mit "Üddellüt" (Ton aus und in der Trikottasche versteckt) bis zur Labe, die dann auch mal an einen Konsum oder Intershop liegen kann. Ist halt ein bisschen weiter. Wo wir schon bei Gedanken waren, der an Abkürzen fällt weg. Berlin City ist was fürs Pflichtfixi in rosa/lila.

Huschke ist doch auch bei rd Berlin dahingefahren, oder?

Termin super
Beratung super
Stimmung bei fast allen super
Strecke mental belastend
Untergrund super
Feier super
super
St. Jan
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Beitragvon Johanna » 06.09.2013, 17:28

boom hat geschrieben:P.S. Anneke, ich muß hier in aller Deutlichkeit auf meine Rechte an der von mir kreierten Wortmarke "Üddellüt" hinweisen. Großes wird euch erwarten. Garmin, TomTom und wie die alle heißen werden bald vergessen sein...
boom! :Anbeten:

Ich werde, mit Decke, Jagertee und Toskana-Käsebrötchen ausgerüstet, mir die Pole-Position in der Warteschlange vor dem Üddellüt-Store sichern, um das erste, frei verkäufliche Üddellüt zu ergattern!

Bitte mit:

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