1. Rattenfänger-RTF, Hameln (Berichte+Bilder)

lenkerbruch
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1. Rattenfänger-RTF, Hameln (Berichte+Bilder)

Beitragvon lenkerbruch » 09.06.2012, 21:04

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... o%2028.JPG">

So, das war also die Premiere dieser Veranstaltung. Mit mir sind noch zwei RSC-Hildesheim-Fahrer angereist.

Die Strecke fing etwas winkelig an, wir mussten uns den Weser-Radweg entlang quälen, was anfangs etwas hakelig war. Danach ging es bei böigem Seitenwind an der Weser entlang und auf der Windkante wurde das Feld verkleinert. Am ersten Berg setzte sich eine Führungsgruppe ab, in der unser schnellster Mann bis zum Schluss blieb. Ich blieg dagegen gleich zurück und fand eine langsam wachsende Zahl von Mitstreitern. Die Berge sorgten dann aber für weitere Selektion. Ich musste die anderen ziehen lassen und mich dann allein mit dem heute sehr heftigen Wind auseinandersetzen. Das drückte den Schnitt in unrühmliche Bereiche.

Abgesehen davon war das Wetter sehr gut, die Strecke abwechslungsreich und landschaftlich schön. Bis ich da war, waren die Kontrollen auch aufgebaut und ich konnte mich an netter Unterstützung und guter Verpflegung erfreuen. Nach knapp vier Stunden war ich von der 115km-Strecke zurück und hatte beste Laune.

Meine Verbesserungsvorschläge: Die Strecke könnte an einigen Stellen etwas weniger winkelig sein, manchmal fühlte ich mich eher als Radwanderer. Die Ausschilderung war nicht gut, die Schilder schlecht zu sehen und meist erst in der Abbiegung angebracht. Das kann beim nächste Mal besser werden - ich werde jedenfalls gerne wiederkommen.

Bilder habe ich leider keine. Anmerkung Admin: Die kommen von Mirco.
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Beitragvon Winterfreund » 09.06.2012, 23:30

Der Wind war heftig, laut DWD war das Windstärke 5 heute. Eigentlich hätten mir die Höhenmeter auch gereicht, durch den Wind waren meine Körner auch mit der 115er Runde verbraucht.

Ein paar Ecken des Gebietes erkannte ich von anderen RTF wieder. Bis auf den Wind, war es ein schöner Tag.
mit dem blauen Mountainbike fing es an ...

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Beitragvon Mirco » 10.06.2012, 18:26

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... o%2026.JPG">

Moin

Zwei Tage nach der 16. Lieme Lipperland RTF in Lemgo sollte heute also ein ähnliches Programm folgen. Wie schnell können 155 km bei ca. 1.600 Hm absolviert werden und wie schlägt sich dabei das Org.-Team des RRV Hameln e.V. bei Ihrer ersten selbst durchgeführten RTF? Zwei Fragen also, die es zu beantworten galt. Am heutigen Tag war das M&M Racing Team wieder komplett am Start und leider auch wieder die einzigen Fortunen, die zumindest im Umkreis von Hameln gesichtet wurden.

Aufgrund der zu erwartenden Höhenmeter auf allen 4 Distanzen, welche übrigens wenige Tage zuvor auf GPSies veröffentlicht wurden, einigten Marit und ich uns, dass Jeder seine eigene Strecke, bei eigener Geschwindigkeit absolviert. Ich wollte also lang, hoch und schnell und Marit halt mittellang, mittelhoch bis hoch und etwas langsamer.

Wie mittlerweile üblich, erreichten wir Hameln ca. 1 Std. vor dem Start, der um 8:00 erfolgen sollte. Eigentlich sollte eine Anmeldung ca. 1 Std. vor dem Start schon möglich sein, doch scheinbar war das Org.-Team wohl doch etwas in Zeitverzug und vertröstete die Teilnehmer auf eine Anmeldezeit von ca. 7:40, weil noch nicht alles bereit war bzw. lag. 7:40? Wann sollte noch gleich der Start erfolgen?

Naja, letztendlich alles kein Problem, denn ab ca. 7:30 konnte man sich dann doch anmelden und das Org.-Team hatte gelernt, dass man halt etwas früher anfangen muss bzw. gewisse Dinge schon vorher erledigen könnte. Leider sah ein Bielefelder Pärchen diese Situation wohl doch nicht so entspannt und reiste, warum auch immer, auf der Stelle ab.

Die nächste Hürde war dann, wie in Lemgo übrigens auch, dieser nervige Startstempel. Wenn schon, dann doch bitte ca. 10-5 Min. vor dem offiziellen Start anfangen, diesen Stempel zu setzen und nicht jeden einzelnen Fahrer quasi als Einzelzeitfahrer auf die Strecken schicken, denn dafür haben wir doch gar keine Ausrüstung.

Als Nummer 3 auf der Langdistanz, Marit wohl irgendwo weit hinter mir entsprechend der Einzelzeitfahrreienfolge, konnte ich zunächst auf die Nr. 1 und 2 aufschließen und so pedalierten wir erst einmal bei ca. 35-37 km/h der Weser entlang in Richtung Hessisch Oldendorf entlang.

Auf den ersten Kilometern ist das Org.-Team wohl davon ausgegangen, dass die Teilnehmer den Radweg entlang der Weser nutzen, denn dort war auch die Ausschilderung angebracht, die übrigens auf allen Strecken teilweise schlecht zu erkennen bzw. nicht ausreichend vorhanden war. Nur gut, dass die Stempelkarte alle Ortsnamen beinhaltete.

Naja, wir fanden also unseren weiteren Weg und alle 3 waren sich einige die Langdistanz zu absolvieren. Es sollte ca. 13 Km dauern, bis uns das erste Peloton wieder kassierte und wir nutzten natürlich die Gelegenheit uns anzuschließen. Das Tempo wurde nun durch die üblichen Lokomotiven, die auch schon in Lemgo ordentlich Dampf gemacht haben, etwas verschärft. Die erste Kontrolle, die übrigens auch die zweite inkl. Streckenteilungspunkt war, ließen wir buchstäblich links liegen.

Nach „nur“ 18 km kann man, muss man aber nicht unbedingt anhalten und ganz nebenbei war das dortige Org.-Team noch nicht auf uns vorbereitet. Selbst die zweite Gruppe, so berichtete mir Marit später, wurde ganz erstaunt begrüßt.

Also wieder etwas, was das Org.-Team lernen durfte: „Nur der frühe Vogel fängt den Wurm“ und Rennradfahrer sind halt ganz frühe Vögel.
Vielleicht sollte im BDR-Kalender die Erläuterung bei RTF A-Wertung „RTF werden in der Regel mit 25-27 km/h gefahren“ noch durch einen Zusatz ergänzt werden, wie: „Je nach Leistungsklasse sind auch höhere Geschwindigkeiten möglich“.

Nach Passieren der ersten Kontrolle führte die Strecke in einem etwas größeren Bogen nördlich an der Schaumburg und der Paschenburg vorbei. Dabei passierten wir bei unverminderten Tempo die Ortschaften Kohlenstädt, Rolfshagen, Westerwald und Escher, um anschließend von Norden kommend die Autobahn A2 in Richtung Süden zu passieren.
Neben einen vorherigen, nennen wir es mal „mittleren Anstieg“, wurden bis dato leichte Wellen bei nur ganz leichten Tempowechseln passiert.

Weiter Richtung Süden ging es nun über Rannenberg bis zur Paschenburg immer richtig schön bergauf, gefolgt von einer sehr schönen Abfahrt bei Tempo 75, um wieder den K1 bzw. jetzt K2 anzusteuern. Am K2, nach bisher ca. 65 km, dann der erste Halt, bzw. Streckenteilung für die 80er Tour inkl. Fährfahrt über die Weser. Hier wurde dann noch einmal geklärt, wer denn nun was fahren würde. Einige unserer Gruppe entschieden sich, dann doch die 80er anstatt die 115 Tour zu fahren und reihten sich am Fähranleger ein.

Mit einer 10 Fahrer starken Gruppe ging es dann also erst einmal auf die 115er Tour, denn die Streckenteilung 115/155 sollte noch auf sich warten lassen. Wenige Km nach dem K2 sollte uns dann der nächste Anstieg erwarten. Die Wellen lasse ich jetzt mal außen vor, die drückt man halt weg. Also, nächster Anstieg von Segelhorst aus kommend in Richtung Barksen. Auch dieser wurde gemeistert und so langsam kristallisierte sich eine richtig gute Lokomotive aus unserer Gruppe heraus. Naja, ich habe die Qualitäten von „Werner“, so wird er genannt schon in Lemgo bewundert, nur war er dort auch Derjenige, der nach einem Schaltproblem die RTF abbrechen musste.

Mit unverminderter Willensstärke und vor allem Pedaldruck setzte sich Werner immer wieder an die Gruppenspitze und absolvierte die meiste Führungsarbeit, bei doch recht starken Wind mal von rechts, links oder vorne. Ob es dabei bergauf oder bergab ging, war vollkommen egal und bei 40+ selbst gegen den Wind fährt er nach eigenen Angaben noch nicht am Limit. Hut ab und Respekt. Wir als Mitstreiter oder eher Leidensgenossen, hatten zumindest deutlich zu Kämpfen, um nicht aus dem Windschatten zu fallen.

Irgendwann erreichten wir dann den K3, bzw. wir mutmaßten erst einmal, weil ein freundlicher Helfer gerade dabei war, das Schild „Kontrolle“ festzubimmseln. Wie, warum denn erst jetzt? Naja, auch hier war „Mann“ auf unser so baldiges Erscheinen nicht wirklich vorbereitet und mit 8 Rennradfahrern erst einmal vollkommen überlastet.

Ist ja nicht so tragisch, weil ist ja die erste RTF usw., können wir wenigstens noch den Stempel bekommen? Nach einer sehr kurzen Pause, weil die Verpflegung war ja noch irgendwo im Auto verstaut und wir auch nicht länger warten wollten, setzten wir unsere Reise in Richtung K4 fort.

Über Harderode, Esperde, und ??? ohje, wo ist die Ausschilderung hin? Haben wird durch unser Tempogebolze wieder mal ein, ohnehin nicht so gut erkennbares, Schild übersehen? Gut, dass es Radwanderer mit, wenn auch veralteten, Kartenmaterial gibt, die einer verirrten Rennradfahrergruppe weiterhelfen können. Jaja, hätte ich am Vorabend mal doch den GPS-Track heruntergeladen. Nach kurzer Orientierung also erst einmal so ca. 2 km zurück und den ursprünglichen Track suchen.

Weiter ging es nun über Heyen, Latferde nach Hämelschenburg, wo die 4. Kontrolle schon auf uns wartete. Und, siehe da, es war alles angerichtet und wir wurden sogar schon erwartet. Nach einer etwas längeren Pause (so ca. 5 Min.) ging es dann auf die letzten ca. 25 km.

Werner übernahm mal wieder gerne die Führungsarbeit in seinem persönlichen GA-Bereich, während einige von uns schon im orange-roten unterwegs waren. Die letzten Kilometer führten uns dann noch über Gellersen, Dehmke, Herkendorf zurück nach Hameln, wobei unsere Gruppe so langsam zerbröselte.

Ca. 10 km vor dem Ziel mussten wir dann auch unsere Lokomotive ziehen lassen (er hatte es wohl eilig bzw. wollte mal GA-2 trainieren) und so fuhr ich mit zwei Taifunen bis ins Ziel bei Km 154.

Am Ende waren es dann mal wieder 154 Km, ca. 1.600 Hm und 33,5 km/h. Grund genug also, die verbrannten Kalorien mit Kuchen und Bratwurst etwas aufzufüllen.

Marit war im Ziel schon wieder fleißig in Gespräche verwickelt und hatte sich letztendlich für die 80er Tour mit immerhin ca. 1.000 Hm entschieden. Der, doch recht starke und böige Wind in Verbindung mit den Hochprofilfelgen bewegten Sie zu dieser aus Sicherheitsgründen vernünftigen Entscheidung.

Leider verzeichnete der RRV Hameln bei seiner 1. RTF nur ca. 200 Teilnehmer. Spekulative Gründe dafür wären vielleicht die frühe Startzeit mit 8:00 oder die zu bewältigen Höhenmeter auf allen Distanzen oder der doch recht starke Wind.

Uns hat es zumindest trotz der einen oder anderen organisatorischen Kleinigkeiten, die noch zu verbessern sind und laut Org.-Aussage auch verbessert werden, Spaß gemacht und wir werden uns den Termin für 2013 schon notieren. Hier kommen meine

<a target="_blank" href="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... ml">Bilder von der Rattenfänger-RTF ab Hameln</a>.

LG

Mirco
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Hameln 2012 immer gegen den Wind, immer Berg hoch

Beitragvon 7 of 9 » 11.06.2012, 17:14

1989 bin ich das erste Mal in Hameln RTF gefahren. Sagenhafte 55 km mit 33,1 Ø. Die Hamelner waren damals sehr aktiv und haben eine Zeit lang zwei RTFs im Jahr angeboten. Die Rattenfänger und Rund um Hameln. Die Aktivitäten sind 1998 aus mir unbekannten Gründen eingestellt worden und feierten nun Wiederauferstehung. Diesmal in Form von 150 km und 0,4 km/h Ø mehr als 1989.

Im Schatten des Wohnmobiles an der letzten Kontrolle war der Wind zu ertragen, sonst herrschte Stärke 5 in Böen 7, gefühlt meist vor uns. Wie von Mirco beschrieben, an den letzten beiden Anstiegen ging es auf freier Pleene Berg hoch gegen Wind. Positiv daran, einer fuhr fast alles von vorne und es hat nicht geregnet. Jeder hat hier um jeden Millimeter Windschatten gerungen, gefleht oder gekämpft, auf jeden Fall waren Urinstinkte des Überlebens nötig um dran zu bleiben oder zum Ende auf Sichtweite zu bleiben.

Aber genau das macht uns ja Spass, als Radsportler, oder?
Achja, acht Uhr ist eindeutig zu früh.
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Beitragvon Mirco » 12.06.2012, 08:39

Moin

Das mit der Startzeit, bzw. mit dem Startfenster ist halt immer so eine Sache. Wen es nicht stört, schon um 5:00 oder noch eher aufzustehen, um rechtzeitig zu den Startzeiten vor Ort zu sein, dem macht auch eine Startzeit um 7:00 oder noch früher nichts aus. Leider sehen es nicht alle potenziellen Teilnehmer so und lassen aufgrund einer frühen Startzeit, verbunden mit einer vielleicht weiten Anreise die eine oder andere RTF einfach ausfallen und fahren eine heimische Trainingsrunde.

Dem Veranstalter kommt eine frühe Startzeit zumindest im weiteren Tagesverlauf entgegen, mindert aber vielleicht die Teilnehmerzahl.

Mir persönlich machen frühe Startzeiten nichts aus, nur habe ich meistens das übliche Kleidungsproblem. Du fängst z. B. bei 10°C an und landest dann irgendwo bei 20°C.

Gruß

Mirco

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