RTF Dür de Annewehen '11, Ibbenbüren (Bericht + Bilder)

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Mirco
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RTF Dür de Annewehen '11, Ibbenbüren (Bericht + Bilder)

Beitragvon Mirco » 21.09.2011, 21:02

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<b>RTF Dür de Annewehen 2011 ab Ibbenbüren
RTF oder doch eher ein Jedermannrennen?</b>


Moin

RTF oder doch eher ein Jedermannrennen? So, oder so ähnlich fühlten sich die 150 km am heutigen Samstag an, doch dazu später mehr. Nach Wagenfeld und Aschen am vergangenen Wochenende stand dieses Wochenende vorerst die RTF in Lauenau für den Sonntag auf dem Programm. Von der RTF in Ibbenbüren habe ich erst einige Tage vorher erfahren und stellte mir die Frage, wo dieser Ort denn überhaupt ist. Wie schon so häufig helfen Routenplaner weiter und es ergab sich eine Anreise von ca. 140 km. Somit war ein Aufstehen um ca. 5:30 einzuplanen, um ca. 1 Std. vor dem Start vor Ort zu sein.

Nach dem Eintreffen um 7:30 war ich definitiv der erste Teilnehmer am Veranstaltungsort, bei der Anmeldung und an der Brötchentheke. Ganz nebenbei konnte ich mir auch schon einmal ein Bild von der zu erwartenden Verpflegung an den 4 Kontrollpunkten machen.

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Nach und nach füllte sich das alte, sehr schön Bauerhaus mit zum Teil neuen, bzw. bekannten Gesichtern. Unter ihnen war auch wieder einmal Dirk (Mr. Colnago) sowie ein weiterer Fortune aus der Käse-/Holzschuhregion, der sich gut mit Kartoffeln auskennt.

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Corstiaan beschloss vor dem offiziellen Start auf die Strecke zu gehen und hatte ca. 15 Min. Vorsprung. Pünktlich um 9:00 ging es dann auf die Piste. Über die ersten ca. 10 km pedalierte ich in einer recht großen Gruppe bei ca. 34-35er Schnitt so vor mich hin. Parallel dazu unterhielt ich mich mit meinen Nebenmann über so einige Themen, wie Zeitfahren, RTF usw. und so fort. Es war also nicht langweilig. Dann hatte die Führungsspitze, offensichtlich aus Amateurfahrern bestehend, scheinbar ihre Aufwärmphase beendet und beschleunigte auf Renntempo, dass von nun an so zwischen 40-45 km/h liegen sollte. Nach diesem ersten Aha-Erlebnis stellte ich mir allerdings die Frage, welche Distanz die Herren dort vorne im Wind bei derzeitigen 42 km/h denn wohl fahren werden. Ich wollte ja, so wie mein Nebenmann auch, die 150 km Distanz fahren, was sich in Anbetracht der derzeitigen Geschwindigkeit sicherlich als herausfordernd darstellen wird.

Naja, was soll's, dachte ich mir. Nur nicht abreißen lassen, wie schon einige hinter mir, als sie feststellen mussten, dass Windkannte fahren bei ca. 45 km/h unangenehm sein kann. Nach ca. 20 gefahrenen Km visierte ich schon die erste, nur ca. 5 km entfernte, Kontrolle an, mit der Hoffnung auf ein wenig Erholung. Nach Sichtung des K1 gestaltete sich die Erholung in einer Form von Wiegetritt inkl. Beschleunigung, um die entstandene Lücke der zwei rechts abbiegenden Fahrer wieder zu schließen. Kurz, der K1 wurde mal wieder ausgelassen und es ging bei einem Schnitt von mittlerweile 37 km/h dem K2 entgegen. Falls sich jemand die Frage stellen sollte, ob denn vorne mal gewechselt wurde? Ich glaube schon. Hin und wieder haben sich einige Fahrer für wenige Minuten zurückfallen lassen, sind dann allerdings wieder nach vorne pedaliert, um das hohe Tempo aufrecht zu erhalten.

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Einige Km nach dem K1 konnte ich bei der mittlerweile 2. Überquerung des Mittellandkanals ein einsames Fortunentrikot auf dem linken Radweg erspähen. Cors pedalierte "noch gemütlich" vor sich hin und ahnte nichts von dem heranrauschenden ICE. Während der Vorbeifahrt noch schnell ein Foto gemacht, befand sich Cors einige Minuten später direkt hinter mir und verschnaufte erst einmal von seiner 50 km/h Aufholjagd. Die nächsten ca. 10 km konnte Cors das hohe Tempo mitgehen, ließ sich dann allerdings zurückfallen, um es etwas gemütlicher angehen zu lassen. Nach einer kurzweiligen 2. Etappe (naja, eigentlich ja die 1. Etappe) erreichten wir den K2.

Ohhh, nun machen auch mal die Tempobolzer eine Pause. Na, was für ein Glück, endlich mal in Ruhe Stempeln, Essen und Trinken. Ok, zu früh gefreut. Rad irgendwo abstellen ist scheinbar "out". Mann von heute fährt direkt zum Stempomat und betrachtet den Kontrollpunkt so wie ein Mc Drive. Ich hatte genau 10 oder 20 Sekunden für Stempel und Rad wieder aufnehmen. Essen kann man ja auch bei 40+ km/h.

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Gut, auf der anderen Seite wollte ich auch die Gruppe nicht verlieren, zumindest nicht bis zu meiner vermuteten Streckenteilung für die 72 km Distanz. Bis dorthin war zumindest ich der Meinung, dass dieses hohe Tempo nicht über die 110 km Distanz gehen wird. Doch weit gefehlt. An der Streckenteilung entschied sich nur ein Fahrer auf die 72 km abzubiegen. Der verbleibende Zug folgte der 110 bzw. 150 km Distanz. Der weitere Verlauf gestaltete sich wie schon die absolvierten Km auch, nur, dass der Schnitt mittlerweile bei ca. 38 km/h lag. Die Kommunikation innerhalb des Peloton war übrigens auch sehr, sagen wir mal, bescheiden. Damit meine ich nicht die Gespräche untereinander, die sowieso ab Km 10 nicht mehr durchführbar waren, sonder das normale Verhalten in einer Gruppe bei Richtungswechsel bzw. Gefahrenstellen. Um es kurz zu machen, bei einem Jedermannrennen wird zu 100 % mehr kommuniziert (verbal oder Zeichen), als in dieser Gruppe.

Nach wiederum kurzweiligen Kilometern bei 40+ km/h erreichten wir schließlich den K3. Hier waren nun doch einige Tempobolzer bereit das Rad mal für ca. 30 Sek. aus der Hand zu geben, um sich den Stempel und ein oder zwei Gesundheitsriegel abzuholen.

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Nach einer wiederum sehr kurzen Pause ging es nun auf die entscheidende Streckenteilung zu. Was werden die Tempobolzer wohl machen? 110 oder 150 km? 4 Teilnehmer entschieden sich für die 150 km Distanz und der Rest für die 110er. Ich folgte ebenfalls auf die 150er Strecke und war nun sichtlich erleichtert, dass nach 92 km bei einem 38,2 km/h Schnitt nun doch etwas gemütlicher bei nur 34 km/h pedaliert wurde. Allerdings nicht ohne Grund. Ab jetzt ging es in die Steigungen hinein und über die restlichen 58 km galt es noch einmal etliche Höhenmeter zu überwinden. Am Ende sollten es ca. 950 hm Gesamtanstieg sein.

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Kurz nach der Streckenteilung verließ uns ein Fahrer und somit waren wir nur noch zu viert unterwegs. Hin und wieder wurde vorne mal gewechselt, wobei Windschattenfahren im hügeligen Gelände nur schwer möglich ist, weil jeder seinen eigenen Leistungsstand hat und die Wellen entsprechend absolviert. Dennoch wurde immer ein wenig Rücksicht genommen und die Gruppe blieb schön über den K4 bis zum Ziel zusammen.

Als wir den K4 erreichten, staunten die netten Helfer nicht schlecht und kommentierten unser Erscheinen mit "Ihr seit bisher die Einzigen". Naja, bei dem Tempo wundert es mich ja nicht sonderlich, dachte ich mir und wir erwiderten "Naja, werden wohl auch nicht mehr viele Fahrer kommen".

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Nach beidseitigem Fotoshooting und einer letzten Stärkung ging es dann auf die letzten ca. 25 km. Diese wurden im mittlerweile etwas weniger welligen Terrain auch zügig absolviert, wobei wir auch an Dirk (Mr. Colnago) vorbeirauschten, der offensichtlich auf der 110er Distanz unterwegs war.

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Nach 4:11 Std. Fahrzeit erreichten wir mit mittlerweile einer etwas größeren Gruppe wieder das Ziel. Nach einer wohl verdienten Dusche erfolgte wieder die übliche Nahrungsaufnahme in Form von Bratwurst, Kuchen und Kaffee. Cors war mittlerweile auch schon von seiner 110 km Distanz zurück und befand sich schon in Richtung Autobahn, kehrte allerdings noch einmal um, um noch eine kühles Blondes mit mir zu trinken.

Fazit: Die RTF Ibbenbüren ist empfehlenswert. Nette freundliche Helfer, super Verpflegung und, da anderes Bundesland, auch andere Startgebühr (3/5 Euro).

Hier kommen meine

28 Bilder von der RTF Dür de Annewehen ab Ibbenbüren.

Gruß

Mirco
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Beitragvon dirksen1 » 24.09.2011, 21:15

Bei Berichten über derlei RTF-Benehmen stellt sich mir des Öfteren die Frage nach dem Sinn des Ganzen. Eine RTF soll doch vor allem Spaß machen....gut, jetzt können alle Tempobolzer aufschreien "der Penner, wenn er nicht schneller kann, soll er doch zuhause bleiben" usw. usf.

Fakt ist doch, dass dadurch neue RTF'ler abgeschreckt werden und gar nicht erst in die Szene reinkommen. Schade.

Ich habe mich vor 2 (oder 3?) Jahren entschieden, nicht mehr in den ganz vorn bolzenden Truppen mitzufahren, auch weil es einfach verdammt gefährlich ist, auf nicht gesperrten Straßen mit über 40 km/h in einer unharmonischen Gruppe von Leuten zu fahren, die sich meist kaum kennen, meist recht aggressiv miteinander umgehen, von Teamarbeit und regelmäßigem Wechsel geschweige denn geordnetem Verbandfahren noch nie gehört haben und deren Verhalten an den Labestationen lass ich mal unkommentiert. :mad:

Ich will niemandem den Spaß verderben, aber so etwas bedeutet für mich, dass ich bei solchen "Veranstaltungen" eher nicht starte oder zumindest nicht vorn dabei sein werde (ob ich es könnte, sei mal dahin gestellt).

PS: Es wurde erst kürzlich eine RTF abgebrochen wegen überfahrener roter Ampeln und wenn man bedenkt, welch Aufwand es ist, bei den Behörden eine RTF genehmigt zu bekommen, frage ich mich ernsthaft, was in den Köpfen einiger Weniger vorgeht. Fahrt richtige Rennen wenn ihr euch traut.

;-) Mirco, nichts für ungut, aber ein wenig Kritik an dem Verhalten würde ich für angebracht halten.
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Beitragvon g.o.t. » 24.09.2011, 21:23

dirksen1 hat geschrieben:Bei Berichten über derlei RTF-Benehmen stellt sich mir des Öfteren die Frage nach dem Sinn des Ganzen.
Eine RTF soll doch vor allem Spaß machen....
Auch mir fällt auf, das hier im Forum über RTF`s berichtet wird, als wären es Rennen. Es wird mit Stukieangaben geprahlt und von Positionskämpfen berichtet...

Dann holt euch doch bitte eine Lizenz und fahrt Rennen.
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als ich jung war

Beitragvon Janibal » 24.09.2011, 23:17

Ich finde es mal gut, das es einen Bericht von vorne gibt und großen Respekt vor Mirco, der dabei auch noch Fotos gemacht hat. Wenn sich eine schnelle Gruppe bildet, dann ist das nicht verboten, dann darf jeder da mitfahren, der sich dazu im Stande fühlt. Es gibt keine Geschwindigkeitsbeschränkung bei RTFs (Brevets haben eine) und um gegen die STVO zu verstoßen, sollten über 50 Stukies gefahren werden, innerhalb von Ortschaften. Und dass die Jungs und Mädels vorne nicht Stempeln, zeugt nicht von Hektik oder Arroganz, sondern von anderen Zielen. RTF = RadrennTrainningsFahrt.

Wenn ich mich recht erinnere, darf aber auch langsam gefahren werden...
Altes Thema, RTF, was ist das?
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Beitragvon Helmut » 24.09.2011, 23:21

dirksen1 hat geschrieben:Bei Berichten über derlei RTF-Benehmen stellt sich mir des Öfteren die Frage nach dem Sinn des Ganzen. Eine RTF soll doch vor allem Spaß machen....gut, jetzt können alle Tempobolzer aufschreien "der Penner, wenn er nicht schneller kann, soll er doch zuhause bleiben" usw. usf.
Also, so dramatisch fand ich Mircos Schilderungen nicht. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, eine RTF so schnell wie möglich zu fahren, wenn man sich an die StVO hält und auch sonst niemand missachtet. Ja, ich weiß, das tun einige leider nicht, aber davon stand (mit einer Ausnahme) nichts in dem Bericht.
dirksen1 hat geschrieben:Fakt ist doch, dass dadurch neue RTF'ler abgeschreckt werden und gar nicht erst in die Szene reinkommen. Schade.
g.o.t. hat geschrieben:Auch mir fällt auf, das hier im Forum über RTF`s berichtet wird, als wären es Rennen. Es wird mit Stukieangaben geprahlt und von Positionskämpfen berichtet...
Wer hier öfter Berichte liest, sollte von daher wissen, dass man auf einer RTF auch geruhsamer fahren kann.
dirksen1 hat geschrieben:Es wurde erst kürzlich eine RTF abgebrochen wegen überfahrener roter Ampeln
Von bei Rot überfahrenen Ampeln steht nix in dem Bericht.

Wenn gleich, die Vermutung, dass es so war, liegt nahe, wenn die Jungs mit ihren Rädern ins Depot an die Tische ranschieben oder gar ranfahren (siehe Bild oben). Das ist eine Unsitte, die die Helfer gern mit Nichtherausgabe von Verpflegung quittieren könnten. So bekämen diese Leute gleich noch eine "Zeitstrafe", weil sie sich dann zwei Mal zum Tisch begeben müssten.

Wobei, auch das muss man relativ sehen. Wenn man da als erste Gruppe ankommt und alle fahren mit dem Rad an den Tisch, warum nicht? Ich erlebe allerdings leider auch immer wieder, dass später an gut besuchten Depots Radfahrer ihr Rad als mobiles Hindernis den Leuten in den Weg stellen.
dirksen1 hat geschrieben:Fahrt richtige Rennen wenn ihr euch traut.
g.o.t. hat geschrieben:Dann holt euch doch bitte eine Lizenz und fahrt Rennen.
Das haben viele bereits getan, fahren Lizenzrennen und die ein oder andere RTF zum Trainieren, was legitim ist.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon dirksen1 » 25.09.2011, 05:12

"als ich jung war" :wink:

Stimmt, auch in meiner ewigen Statistik sind RTFs mit nem 39er Schnitt zu finden.
Auch ich ziehe oft und gern mal den Joker einer schnellen Gruppe, hänge mich rein und genieße den Geschwindigkeitsrausch.

Macht ja auch Spaß und wird (auch von mir) jedem gegönnt.

Ich würde mich nur über ein kleines Bisschen distanziertere und kritischere Berichterstattung darüber freuen, denn dass die Sache gefährlich ist, sollte jedem klar sein und dass wir Radler ohnehin eine schlechte bis gar keine Lobby haben auf der Straße, spielt den Baumarkt-Daddies am Samstagvormittag eher in die Karten als ein halbwegs harmonischer Verband, der dann auch ruhig mit Tempo 40+ durch die Lande fahren kann.

Jeder muss (und darf zum Glkück) am Ende selbst entscheiden.
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Beitragvon pehave » 26.09.2011, 10:15

So, jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden.

Ich bin der Radsportwart des Veranstalters Marathon Ibbenbüren.

1.) Wir haben Touren von 40 bis 150 km im Angebot. Dabei sind die 40 km als einsteigerfreundliche und überwiegend flache Familienvariante zu betrachten. Die 3 übrigen Strecken (70, 110, 150) sind für mehr oder weniger sportlich ambitionierte Fahrer zu empfehlen.

2.) Man sollte jedem Teilnehmer die Wahl der Geschwindigkeit überlassen. Es darf gerne gemütlich ("Touristik"), aber genauso gerne schnell ("Training") gefahren werden.

3.) Ein Beachten der Etikette was Regeln im Straßenverkehr und das Verhalten von Radfahrern in der Gruppe sowie auch das Verhalten an den Verpflegungsstationen betrifft, setze ich als selbstverständlich voraus. Auf Fahrer, die ihren Verstand vor dem Start abschalten, konnten wir bisher und können wir in der Zukunft verzichten.

4.) Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss beachtet werden, dass viele Fahrer unserer RTF als letzten Test für den in Kürze auf ähnlicher bzw. sogar gleicher Strecke stattfindenden Sparkassen-Münsterland-Giro betrachten. Auch unter diesem Gesichtspunkt sollte das erhöhte Tempo jedem Fahrer gestattet sein.

5.) Viele Teilnehmer bestätigten unsere Veranstaltung direkt vor Ort wie auch bei ihren Berichten im Netz als "sehr positiv" und versprachen, nächstes Jahr wiederzukommen. Und da waren mit Sicherheit nicht nur die "Heizer" dabei.

Grüße
Peter

www.marathon-ibbenbueren.de
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Beitragvon Mirco » 26.09.2011, 20:07

Moin

Mittlerweile betrachte ich auch jede RTF als Trainingseinheit für z. B. ein Jedermannrennen. Warum auch nicht? Unter der Woche wird zwar auch trainiert, aber am Wochenende kann man ja auch, wenn sich die Gelegenheit bietet, in einer schnellen Gruppe mitfahren, um letztendlich seinen Leistungsstand zu überprüfen bzw. zu verbessern.

Was allerdings dabei beachtet werden sollte, sind die Regeln und Gesetzte bzw. das Verhalten innerhalb einer Gruppe und das eine RTF eben NICHT auf einer abgesicherten Strecke stattfindet. Leider werden solche Sachen schon kurz nach dem Start vergessen. Um ja nicht den Windschatten zu verlieren, wird Windkannte über die gesammte Strassenbreite gefahren. :mad: Richtungsänderungen erfolgen ohne Ansagen, usw.

Dieses Verhalten gibt, Gott sei dank, nicht überall. Bei der gestrigen RTF in Hemmingen ging es auch mit einer flotten Gruppe bei Renntempo sehr zügig zur Sache. Zweierreihe mit Wechsel alle 300-400 m. Alle Gefahren und Richtungsänderungen wurden angesagt und vor allem nach hinten weitergegeben.

Man sieht, es geht auch anders bzw. professioneller, sofern alle mitspielen.

Gruß

Mirco

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