Westküsten Radm./Kalle-Bäcker-RTF, Wesseln '11 (Berichte)

Fernhusumerin
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Westküsten Radm./Kalle-Bäcker-RTF, Wesseln '11 (Berichte)

Beitragvon Fernhusumerin » 16.05.2011, 19:42

<b>Westküsten Radmarathon / Kalle-Bäcker-RTF des ABC Wesseln 2011
Reichlich Backwaren und neue Schläuche</b>


Die Wetterprognose war ja nicht besonders, aber da in nicht mal 5 Wochen 300 km in Schweden auf dem Plan stehen und da kann man sich das Wetter ja auch nicht aussuchen, war nun wirklich früh aufstehen angesagt. Um 7.30 Uhr ging es daher für mich in einer Eutiner-Husumer-Gruppe (und ein paar anderen) von Wesseln auf die Reise. Es sollte von einer zur anderen Kalle-Bäcker-Filiale gehen. Für hervorragende Verpflegung war somit gesorgt.

Die erste Etappe sollte es für 50 km westwärts nach St. Peter führen, dass hiess: Gegenwind! Also, kurz vor der Verpflegung habe ich nicht daran geglaubt, dass ich durchfahre... Danach ging es süd- und ostwärts, dafür gab es erstmal einen ordentlichen Regenschauer. Aber das Treten ging doch wirklich viel besser!

So rollten wir über Wesselburen teilweise mit schönem Blick auf die Nordsee, ein kleines heftiges Stück Gegenwind mit verpackt, wer wollte mit ein paar Bergsprints über die Deiche nach Marne. Dort an der Backzentrale gab es denn alles was die Bachstube so hergab.

Weiter über ein paar kleine Hügel Richtung Kanal und dann nach Meldorf. Dort bei km 180 waren meine Beine dann aber auch ganz schön schlapp.

Aber nix da, die letzte Etappe schaffen wir auch noch! Da wir die letzten waren und wir die Weselner nicht zu lange warten lassen wollten und da wir dank des Windes gefühlt auch wirklich genug hatten, konnten wir bei der späten Trennung nicht wiederstehen und haben den direkten Weg nach Wesseln genommen. Außerdem war uns zu Ohren gekommen, dass die Führungsgruppe an anderer Stelle ne Abkürzung genommen hatte.

Als wir im Ziel feststellten, dass wir somit doch noch so einige überholt hatten, war uns diese kleine Mogelei doch etwas peinlich. Dank der Windzulage war es trotzdem, jedenfalls für mich, ein hartes Stück Arbeit und ohne meine Windschattenlieferer hätte ich es wohl nicht geschafft.

Die neue Strecke der Wesselner, die netten Leute und auf jeden Fall die Verpflegung waren auf jeden Fall klasse!
Tom
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Beitragvon Tom » 16.05.2011, 23:11

Hallo ABC Wesseln,

klasse neue Strecke, wenn es nur nicht (jammer, für die Einheimischen ist es ja n u u u r ein laues Lüftchen) ständig durch die Dithmarscher Alpen gehen würde. Besonders gefallen hat mir der Ausflug ins benachbarte Norderdithmarschen. Auf der Rückfahrt meinte ich sogar einen Grenzturm gesehen zu haben. Die Bergwertungen und die Nordsee am Deich entschädigten für so manche Strapazen. So eine zauberhafte Strecke ist ein Traum. Die kleinen Lämmer am Deich träumen wohl jetzt noch von den vielen bunten Astronauten auf seltsam rollenden Gestellen. Wir haben die Tore natürlich alle wieder geschlossen.

Aber nicht nur der Wind schlug in unsere Gruppe ein (darunter u. a. Thies, Heimfelder Dirk sowie viele mir bekannte Gesichter aus diversen Vereinen und uns Kattenbergern) sondern auch mal ein kalter Regenschauer und viele kleine spitze Steinchen. Stecknadelspitze, große Teile pulte ich heute aus einem vorher neuen Mantel. 7 Platten insgesamt in unserer Gruppe (nach dem zweiten bei mir hab ich eine neue Decke aufgezogen, danke an Dirk und Thies, die mir halfen). Sehr gut, es gab an der Verpflegung nicht nur lecker Kuchen und Brötchen, sondern auch neue Schläuche.

Auf die Dithmarscher Geest ging es flott mit Rückenwind, die Sonne trocknete uns schnell. Die Rückfahrt in die Marsch... es ist ein Erlebnis, ich frage mich nur immer warum es hier keine Knicks, wie bei uns in Holstein gibt.

Es war wieder ein besonderer Sonntag bei Euch. Diese Tour werde ich so schnell nicht vergessen und trotzdem wiederkommen.

Beste Grüße
Tom ;-)
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 17.05.2011, 00:25

Einen Bericht gibt es auch vom Veranstalter. Siehe

http://web3.s30-ffm-r02.gn-s.net/module ... ge_id=1313
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Heimfelder Dirk » 17.05.2011, 08:00

Tom hat geschrieben:Stecknadelspitze, große Teile pulte ich heute aus einem vorher neuen Mantel. 7 Platten insgesamt in unserer Gruppe (nach dem zweiten bei mir hab ich eine neue Decke aufgezogen, danke an Dirk und Thies, die mir halfen)
Ergänzung: Bei mir hat sich der Schlauch im Vorderrad auf der Rückreise nach Heimfeld dann auch den spitzen Steinchen ergeben und sein Leben ausgehaucht. Zur Strecke, zum Wetter und zur Verpflegung haben Fernhusumerin und Tom bereits das Wesentliche berichtet. Die störrischen neuen Gummis mit aller Gewalt auf Toms vorderer Felge in die richtige Position zu würgen, war der größte Kraftakt des Tages. Dadurch hatte ich das einmalige Erlebnis, bei anschließender Weiterfahrt eine fallende Herzfrequenz zu beobachten.

Besonders gefallen hat mir, dass wir die ganze Tour mit den meisten einer über 20 Fahrer(innen) starken Gruppe zusammen blieben. Angeführt von den Kattenbergern, die gut die Hälfte der Gruppe stellten, wurde auch weitgehend sehr gut gekreiselt. Die Stärkeren, u. a. Hans-Herrmann (?) und Ole (Top-Ten Finisher bei den VC) blieben länger im Wind, andere reihten sich schnell wieder ein. Dass das zum Schluss nicht mehr ganz so gut klappte, war sicherlich dem zunehmendem Kräfteverschleiß einiger geschuldet.

20 Kilometer vor Wesseln kam es dann noch mal knüppeldick: Im baum- und strauchlosen Deichvorland kam der Wind mit guten 7 Bf. schräg von vorn. Durch reichliche Kuchenzufuhr mit vielen Körnern in Reserve gab ich vorne mein Bestes, um die Gruppe in Schwung zu halten. Selbst die 2 vorne zu halten, war nicht wirklich ganz so einfach. Aber das war dann auch bald vorbei und wir drehten aus dem Wind östlich Richtung Wesseln. Bei einem letzten Bergaufsprint an einer Autobahnbrücke belegte ich sogar noch den dritten Platz!! (..von 3 Teilnehmern..).

Vielen Dank an den ausrichtenden Verein und insbesondere an die Helfer an den letzten Kontrollen und im Start/Zielbereich. Durch die vielen pannenbedingten Zwangsstops waren wir über 9,5 Stunden unterwegs und kamen erst kurz nach 17 Uhr an. Da ich daheim noch Besuch erwartete, hatte ich leider keine Zeit mehr für das eine oder andere Schwätzchen und Erfrischungsgetränk.

Ole, dir danke ich besonders für die Optimierung meiner Sitzposition; ich blieb an diesem Wochenende von Rückenschmerzen verschont!

:gruss: Dirk
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Halvtreds
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Eine kleine Randnotiz zur windigen Kalle-Bäcker Tour.

Beitragvon Halvtreds » 19.05.2011, 18:30

Irgendwo ist hier die Vorschau verloren gegangen => Heelllmmuutt ?? :mad:

Warum ich das so bedaure? Motta hatte launig wie immer auf sein 10-Jähriges Nordcup-Jubiläum hingewiesen und dabei noch mal seine besondere Vorliebe für Gegenwind hervorgehoben. Hätte ich hier halt gern zitiert, muss nun eben ohne Zitat gehen.

Als uns auf dem Weg nach St. Peter der Wind entgegen blies, war er jedenfalls so richtig in seinem Element :D und ich musste seehhr taktisch fahren, um mich mit ihm unterhalten zu können. Seine Anerkennung für meine Anstrengung hörte sich so an: "Wieso musst du immer noch nicht abreißen lassen?"

Aber was war denn das? Motta ohne Helm! :oops:

Na ja, wir fuhren vorsichtig, aber irgendwann wurde es ihm wohl zu ruhig und er begann unsere Gruppe wieder an die ca. 800 m voraus fahrende Gruppe heranzubringen - natürlich im heftigen Gegenwind. Ich pfiff auf dem letzten Loch als wir dran waren und es ging wohl auch einigen Anderen ähnlich, so daß die Gruppen neu gemischt wurden und sich wieder teilten. Motta zog mit der vorderen Gruppe ab.

Bald machte die Strecke einen Linksknick und ich sah mangels jeglicher Büsche und Bäume die vordere Gruppe abziehen. Aber an der Ecke Stand Nico mit seinem VW-Bus, der gerade Motta eine Leihhelm anpasste. Top Service des Veranstalters für einen verdienten Jubilar! :Laola:

Motta spannte sich wieder vor unsere Gruppe und versuchte erneut die Lücke zu schließen was aber nicht so ganz gelang. Kurz darauf kamen wir nach St. Peter-Ording an die Kontrolle und ich sah seine Radschuhe ! :Heul: Man, man, man! Damit wär ich bestimmt 5 Mal pro Kilometer abgerutscht und hätte mir die Knöchel blutig geeschlagen. Chapeau für seine Leistung im Wind unter erschwerten Bedingungen! :Respekt:

Ich bin ja schon seit Jahren auf der Jagd nach dem Photo, als er auf der Etappenfahrt Berlin-Köln mit unterwegs gekauften Gummistiefeln am Ziel ankam, aber das verlinkte Bild hat doch ebenso Charme?

Die Moral von der Geschicht: Die Bedeutung des Materials wird unter Radsportlern völlig übertrieben! Es geht auch ohne Carbon und andere High-Tech Ausrüstung, wenn nur die Beine gut sind!

Motta, auch wenn du mit deiner Statur nur wenig Windschatten bietest, ich bin gern mit dir unterwegs.

Halvtreds :GrosseZustimmung:
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Re: Eine kleine Randnotiz zur windigen Kalle-Bäcker Tour.

Beitragvon Helmut » 19.05.2011, 22:20

Halvtreds hat geschrieben:Irgendwo ist hier die Vorschau verloren gegangen => Heelllmmuutt ?? :mad:
Sorry, ich erinnere nicht, das gelesen zu haben und ich lese nahezu alles. Hab auch nichts dergleichen bei der Suche durch frühere Kalle-Bäcker-Freds gefunden. mottas letzter Beitrag im Forum stammt vom 6.3. :Unentschlossen:

Ich frag mich, welchen Beitrag Du meintest. :Weissnicht:
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Halvtreds » 20.05.2011, 17:50

Hallo Helmut,

ich hatte mich auch gewundert, dass die Suchfunktion nix Neueres zu Tage gefördert hat, weil ich seine Formulierung noch vor Augen hatte.

Nochmaliges ruhiges Nachdenken hat dann zum Erfolg geführt: ich hab's nicht hier gelesen sondern hier

Sorry für unnötigen Alarm,
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Re: Eine kleine Randnotiz zur windigen Kalle-Bäcker Tour.

Beitragvon motta » 27.05.2011, 19:31

Halvtreds hat geschrieben:Ich bin ja schon seit Jahren auf der Jagd nach dem Photo, als er auf der Etappenfahrt Berlin-Köln mit unterwegs gekauften Gummistiefeln am Ziel ankam, aber das verlinkte Bild hat doch ebenso Charme?
Moin Halvtreds,

zunächst mal Danke für die Lorbeeren. Gegen den Wind fahren ist nicht schwer- man muss das nur wollen.

Jaha, die Gummistiefelgeschichte! Daran denke ich natürlich auch immer mal wieder gerne zurück. 3 Tage Radfahren unter Bedingungen, die von Tag zu Tag heftiger wurden; der 1. Tag war ja noch schön - 300 km Gegenwind, der 2. Tag Gegenwind und Regen waren nicht mehr ganz so schön - aber der 3. Tag war dann schon sauschwer! Pladderregen schon am Start - dazu kam jetzt die Kälte (Eisheiligen) und natürlich blieb auch der Gegenwind. Knut meinte vorm Start, er gäbe was drum, wenn es eine wasserdichte Lösung für die Füße gäbe. Und wir fachsimpelten über die besten Überschuhe, die alle nicht taugen....

Als ich dann später, vor Kälte zitternd ca. 2 h in einem Cafe verbrachte und nahe davor stand aufzugeben, kam mit wohl die rettende Idee..... Die restlichen Kilometer bis Köln, das Ankommen (als Letzter) am Treffpunkt und die Gesichter der Wartenden kann man hier gar nicht beschreiben.....die ganze Geschichte gibts dann mal beim Radfahren.

Auch ich fahre gerne mit dir Halvtreds - bis zum nächsten Mal.

MOTTA

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