Sollte es mehrfach Punkte für eine Permanente geben?

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Speedy1966
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Sollte es mehrfach Punkte für eine Permanente geben?

Beitragvon Speedy1966 » 17.03.2011, 21:03

Helmut hat geschrieben:
duerckheimer hat geschrieben:wie oft kann ich für die "Abfahrt" einer Permanenten Punkte bekommen? Eine Tour pro Monat oder nur einmal im Jahr?
Einmal pro Jahr. So regelt es die Ausschreibung. Siehe

http://www.rad-net.de/html/bdr/generala ... a-2011.pdf
Also ich habe mit dieser ganzen sache ein problem. Wenn ich vor meiner türe einen verein habe, der strecken anbietet und ich diese auch gerne fahre, dann ist es doch aus rein ökologischen gründen schon gut diese zu fahren, ohne das ich nicht vorher noch 20, 30, ...100 km mit dem auto oder sonst wie weit fahren muss um mir meine punkte zusammeln.

ich glaube, in der heutigen zeit sollte man sich darüber mal wirklich gedanken machen. ob ich nun jeden samstag oder sonntag immer die gleiche stecke fahre oder nicht, sollte doch jedem selbst überlassen sein.
wenn jemand da anderer meinung ist, bitte her damit.

fahrt vorsichtig und viel spass beim radeln.

speedy1966
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Reisender
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Beitragvon Reisender » 17.03.2011, 21:39

Sehe ich genauso, schließlich werden Punktspiele beim Fußball auch zu etwa 50% auf dem eigenen Platz durchgeführt.

Beim Radfahren ändern sich ja auch ständig die Rahmenbedingen, Sonne, Hitze, Kälte, Regen usw. Ist ja nicht so, das jedes Mal gleiches Wetter herrscht. Da sollte sich der Dachverband mal Gedanken drum machen. Vor allem wer kein Auto fährt, wird da ehrlich benachteiligt, falls er keine Mitreisemöglichkeit hat.
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 17.03.2011, 22:05

Ich vermute, der BDR will damit Schmuh verhindern. Auf jeder Permanenten gibt es am äußeren Rand der Strecke eine Kontrollfrage. Wer die Antwort z. B. noch vom Vortag kennt, kann eine Abkürzung nehmen. Man baut wohl darauf, dass man die Antwort bis zum nächsten Jahr vergessen hat. Bei mir ist es denn auch so.

Wer systematisch auch weit über 100 Punkte sammelt (nur unter denen ist Schummeln sinnvoll, weil sie gegen andere um Platzierungen in der Jahresergebnisliste konkurrieren), der kann sich die Antworten für's nächste Jahr aufschreiben und dann die Permanenten ebenso abkürzen - zwar immer nur einmal pro Jahr, aber letztlich jede, die zu seinem Jahresprogramm gehört.

Ich möchte niemanden unterstellen, dass er dies praktiziert, "denke nur laut", was der Hintergrund der Regelung ist und warum sie mir nicht stimmig erscheint.

Zumindest auf den ersten Blick erachte ich es als sinnvoll, wenn jede Permanente in einer Saison beliebig oft gegen Wertungspunkte gefahren werden könnte. Es würde dadurch m. E. unter Strich mehr Rad und gleichzeitig weniger Auto gefahren. Ein schönes Ziel.

Andere Meinungen?
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Speedy1966
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Beitragvon Speedy1966 » 17.03.2011, 22:16

Du magst ja recht haben , aber nur weil es scharze schafe gibt müssem mal wieder alle die drunter leiden, die wirklich radfahren wollen?!
für mich sehe ich die ganze sache einfach mal so ich fahre die permanenten die ich so einfach wie möglich erreichen kann.
allein um die umwelt zuschonen, da ich schon die ganze woche mit dem auto unterwegs bin.

vielleicht haben die vom bdr ja mal die erleuchtung schlechthin. und sehen ein das das alles keinen sinn macht für 2 punkte 100km mit dem auto oder zug anzureisen.


weiter so im sinne des erfinders des rades.

speedy
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Helmut
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Beitragvon Helmut » 17.03.2011, 22:31

Speedy1966 hat geschrieben:vielleicht haben die vom bdr ja mal die erleuchtung schlechthin. und sehen ein das das alles keinen sinn macht für 2 punkte 100km mit dem auto oder zug anzureisen.
Kann ich nachvollziehen. Es gibt aber auch Leute, die sehen es noch ganz anders. Die hoffen, dass Leuten wie Dir die Erleuchtung kommt, dass es ums Radfahren, nicht um die Punkte geht. Die achten z. B. mehr darauf, wie viele Jahres-km einer (nach eigenen Angaben) fährt, egal ob er dafür Punkte sammelt oder nicht.
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Beitragvon thomas-hh » 17.03.2011, 23:00

Und mir ist beides wurscht. Sowohl die Permanente zur Alsterquelle als auch die Endspurt-Permanente (über Hartenholm) sind sehr schön und daher Grund genug, sie auch öfter zu fahren. Und sie führen beide an meiner Wohnung vorbei bzw. beginnen 250 m von hier.
Da ich keinem Verein angehöre, sind mir Wertungspunkte egal. Und mir geht auch keiner ab, nur weil ich möglichst viele Kilometer im Jahr abgerissen habe.
Ich denke auch, dass der BDR gute Gründe hat, Punkte pro Permanente nur einmal im Jahr zu vergeben.

Thomas
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Janibal
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Beitragvon Janibal » 17.03.2011, 23:12

Bei HBK hat der Kalle (450 Punkte in 2010) aus Kiel einen Reporter erklären müssen, was eine Permanente ist. Das hat nix mit Dauerfreundin zu tun... Will nur andeuten, das es schwer zu verstehen ist, was das ist.

Ich hab da eine Idee: Ihr sagt mir, wo ihr wohnt und ich schicke euch eine Strecke zu. Per Karte oder per mail fürs GPS. Das kostet euch 3€+Versand. Ich gebe euch dafür so ein paar Punkte und ich lass euch auch immer wieder für 3€ auf die Strecke. Ob ihr die fahrt oder euch bei einer Permanenten ins Bett legt, ist mir völlig egal, solange ich die 3€ bekomme. Also Nachweis gilt die Tagestemperatur.
Jetzt aber noch ein echter Tipp, kauft euch für das Geld ein GPS Gerät und baut euch die Permanenten selbst oder ladet die in vom Internett runter. Aber erst, wenn ich 10^6€ aufm Konto habe. BDR Punkte sind weniger Wert als die von Bundni oder PayBack.
St. Jan
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Der BDR und die Punkte...

Beitragvon Fraggle » 17.03.2011, 23:30

Helmut hat geschrieben: Die achten z. B. mehr darauf, wie viele Jahres-km einer (nach eigenen Angaben) fährt, egal ob er dafür Punkte sammelt oder nicht.
Wobei dieser Ansatz ja nun die Vereinsmitgliedschaft an sich etwas in Frage stellt. Denn Fahrradfahren kann ich (und jeder andere) auch ohne BDR.

Ich bitte, dies nicht falsch zu verstehen! Es ist hier nicht meine Absicht, gegen den BDR zu stänkern. Aber so ganz begriffen habe ich das Konzept wohl noch nicht. Vielleicht kann es mir ja jemand erklären?

An sich finde ich die allermeisten Vereine eine tolle Sache: Alle tun etwas (Geld, Arbeit, Zeit) in einen großen Topf, von dem dann alle zusammen mehr profitieren, als es der einzelne ohne den Verein erreichen könnte. Nur so ist es möglich Sportplätze, Turnhallen, ggf. Versicherungen, Mitgliedszeitungen oder teures Material den Mitgliedern zugänglich zu machen.
Aber beim Radsport, bzw. BDR ist mir noch nicht ganz klar wie diese Rechnung aufgeht. Letztes Jahr habe ich recht konkret darüber nachgedacht, mich auch zu beteiligen: Ich finde es Klasse, wie die verschiedenen Vereine ihre RTF's aufziehen und wenn ich da ständig mitfahre will ich auch gerne mal mit anpacken. Aber als ich die "Konsequenzen" erfahren habe, bin ich erstmal hinten übergeschlagen. Mir wurde erklärt, daß ein wesentlicher Teil der Gelder direkt an den BDR abgeführt werden müssen.

Da kommt bei mir natürlich die Frage auf, warum ich jährlich einen Betrag x überweisen soll (der gut bei dem doppelten dessen liegt, was ich aus anderen Vereinen kenne) nur um ein kleines Plastikkärtchen mit einer Nummer zu bekommen und das Gefühl einen Funktionärsapparat zu ernähren, dessen Sinn sich mir nicht erschließt.
Bleibt leider nur der schale Beigeschmack wenn ich die RTF Berichte lese, daß mit den (parasitären, lästigen) ;) Trimmfahrern auch ich gemeint bin.

Was ist nun also dran an dem ganzen Zauber? Oder machen die Punkte irgendwie süchtig? :)

Gruß
Dirk
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Halvtreds
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Re: Der BDR und die Punkte...

Beitragvon Halvtreds » 18.03.2011, 10:13

Fraggle hat geschrieben:Wobei dieser Ansatz ja nun die Vereinsmitgliedschaft an sich etwas in Frage stellt. Denn Fahrradfahren kann ich (und jeder andere) auch ohne BDR.
Hmm, dann bist du also Vereinsmitglied, weil du Punkte sammelst ?
Und die Punkte bringen dir bitte was genau ?

Im Grunde hat Jan doch recht deutlich geschrieben, das die Punktesammelei nur eine Frage des persönlichen Aufwands in Zeit und Geld ist.
Wer Punkte will und sich auskennt fährt Permanente in Berlin und RTFs in NRW - ist alles offenes Geheimnis.
Meiner einer muss sich dagegen öffentlich vom Breitensportwart erklären lassen, dass die Teilnahme an Langstrecken-Veranstaltungen für das Punktesammlen ineffektiv ist - wobei er da formal richtig argumentiert.

Ich finde das Angebot der Vereine in Form der Permanenten als angenehme Anregung einmal Strecken zu erfahren, auf die ich alleine vieleicht nicht gekommen wäre.
Da steckt in der Regel viel Ortskunde drin und dafür entrichte ich dann auch gern meinen Obulus.
Und wenn mir die Strecke gut gefallen hat fahre ich sie noch einmal und fange an sie zu verändern.
Ich würde nie auf die Idee kommen, eine Strecke absichtlich mehrfach gleich abzufahren. Mir wird schon bei den immer gleichen Streckenführungen vieler RTFs langweilig, obwohl das nur einmal im Jahr ist.

Ich bin unterwegs, um neue Gegenden kennzulernen - nicht um Punkte, Geocaches oder sonstiges zu sammeln.

Von daher:
Es ist wie es ist. Wer mitspielen will sollte die Regeln kennen und sie einhalten.
Ich halte das Thema BDR-Punkte für deutlich überbewertet, gerade weil sich in Diskussionen wie dieser immer wieder zeigt, wie leicht die Idee pervertiert werden kann.

In dem Sinne,
Halvtreds
... der auch als Vereinsmitglied Punkte nicht besonders wichtig findet und trozdem reichlich davon hat.
Das Gefälle ist mein Freund.
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Beitragvon Speedy1966 » 18.03.2011, 12:49

Also irgendwie reden hier alle aneinandervorbei.
Es geht mir nur darum, das ich punkte sammeln kann um z.b. das radsportabzeichen zu bekommen. und dabei müsste es doch völlig egal sein auf welchen strecken ich diese punkte sammel.
ob ich ein und die selbe strecke 20 mal fahre um die nötigen punkte zu bekommen oder 20 verschiedene strecken.
maßgäblich sind doch dafür die km die ich gefahren bin.

denkfehler ?! oder bin ich zu blöd um das zuverstehen?!

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Helmut
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Beitragvon Helmut » 18.03.2011, 14:02

Speedy1966 hat geschrieben:Es geht mir nur darum, das ich punkte sammeln kann um z.b. das radsportabzeichen zu bekommen. und dabei müsste es doch völlig egal sein auf welchen strecken ich diese punkte sammel.
Die Ausschreibung des Radsportabzeichens liest sich so, als ob man Punkte nachweisen müsste, aber das stimmt nicht! Dafür genügend die km, die du z. B. auf Permanenten nachweisbar abgespult hast, egal wie oft du welche Tour gefahren bist.

Warum das so ist, was anerkannt wird und wie es nachzuweisen ist, ist ein anderes Thema für einen anderen Fred.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
Bagdad-Biker

Beitragvon Bagdad-Biker » 18.03.2011, 14:12

Verstehe das Gedöns um die Punkte ohnehin nicht. Ich hab nie das Verlangen gehabt welche zu sammeln und kann keinerlei Reiz daran entdecken. Wem soll/will ich damit etwas beweisen? Ich nehme an CTF´s teil, um rad zu fahren, mit Leuten zu schnacken und um die Natur zu genießen. Was soll ich mit Punkten oder einem Abzeichen anfangen?
Janibal hat geschrieben: BDR Punkte sind weniger Wert als die von Bundni oder PayBack.
word!
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dirksen1
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Beitragvon dirksen1 » 21.03.2011, 08:40

Auch auf die Gefahr hin, dass hier schon fast alles geschrieben wurde
dazu:

Ich fahre auch mal 70km mit dem Auto zu einer reizvollen Permanenten, z. B. vergangenen Samstag zur "9-Hügel" ab Northeim oder gestern nach Königslutter.
Ich wohne sowohl landschaftlich als auch Anzahl-Frühjahrs-Mitfahrer in einem Rennrad-Niemandsland, da muss man schon mal ein Sück mit dem Auto anreisen, um nicht auch noch das allerletze Schlagloch auf der Hausrunde beim Vornamen zu begrüßen.

Und ja, ich sammle Punkte und empfinde es als großen Quatsch, dass ich nur einmal im Jahr solche bekomme. Manche Touren sind einfach superklasse, die fährt man gern mehrmals im Jahr, oder auch mal entgegengesetzt, so wird es völlig neue Tour.

Und ob ich nun die Kontrollfrage kenne oder nicht (übrigens gibt es nicht immer Kontrollfragen, manche Touren sind ohne die lästige Suche irgendwelcher Hausnummern oder Bäumen mit rosa Blättern beschrieben), ich fahre um des Fahrens willens und wenn ich mir für 2 Stunden im Biergarten 2 Punkte aufschreibe, bescheiße ich mich selbst und natürlich alle anderen "richtigen" Sportler.

Ich erfahre mir jede Permanente respektive deren Punkte auf dem Rad, Punkt :!:

Und um die Frage dieses Threads zu beantworten: JA!
ES LIEGT NIE AM RAD!
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crossover
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Beitragvon crossover » 21.03.2011, 19:57

ich finde die regelung so wie sie ist gut und richtig.
gäbe es für jedes abfahren einer permanenten punkte, egal wie oft man sie fährt, würden viele fahrer auch ihre trainingsfahrten auf solche strecken legen und jedesmal punkte anschreiben.
ganz gleich wie man zu der punkte sammelei steht, so kann der sinn der sache nicht sein.
wenn man dann auch noch am wochenende auf der permanenten vor der haustür punkte bekommt, können sich die vereine den aufwand mit den "großen" RTF's schenken, es würden vermutlich kaum noch leute kommen...
der Berg ist mein Feind

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