3. Mitternachts-Radmarathon '10, Nortorf (Bericht)

Tom
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3. Mitternachts-Radmarathon '10, Nortorf (Bericht)

Beitragvon Tom » 05.07.2010, 18:49

Lieber RSG Mittelpunkt,

ich wollte in diesem Jahr mal aussetzen mit der Nachtfahrt, aber es packte mich am vergangenen Montag dann doch, als ich von der Kanaltunnelfahrt las. Dienstag war ich angemeldet.

Da dachte ich, der Mitternachtsmarathon von '09 mit all seinem Drumherum sei nicht zu überbieten, doch dieser Mitternachtsmarathon '10 übertraf alle meine Erwartungen. Es gab gleich neben der Anmeldung in der Aula Bewirtung bis zum Start, Fernsehangebot und die Möglichkeit seine Leute zu treffen. Am Start sorgten mich dicke Schauerwolken und Gerüchte einiger Fahrer von Unwetter im Nachtverlauf, aber die Regenjacke war verstaut und die Tour ging um 0.00 Uhr auf den neuen Streckenabschnitt bis Dannewerk.

Der von der Polizei durch den Kanaltunnel Rendsburg bis Fockbek geführte Verband (danke dafür), stieß auf breite Zustimmung. Die vielen Abzweigungen der vorherigen Strecke führte in der Vergangenheit oft zu gefährlichen Bremsmanövern. Das wurde jetzt weitgehend durch längere Geraden entschärft. Dazu ist die Fahrt durch den Kanaltunnel auf dem Rad mitten in der Nacht sehr reizvoll (darf man sonst ja nicht).

Nur wenige Regentropfen begleiteten das große Fahrerfeld, darunter einige Kattenberger Vereinsfreunde und mich, bis zur ersten Stärkung in Dannewerk. Danke den vielen Helfern, die sich für uns Verrückten die Nacht um die Ohren geschlagen haben.

Auf dem Weg nach Mildstedt schlossen sich unserer Kattenberger Gruppe einige Fahrer an. Die große Gruppe spielte sich ein und die Wechsel klappten gut. Wir kamen schnell voran. Trotz der Blitze in der Ferne und teils nassen Straßen blieben wir von den Schauern verschont.

In Mildstedt wieder eine super Verpflegung und trotz der Uhrzeit (ca. 3.30 Uhr) nur freundliche Gesichter. Alle freuten sich schon auf den Sonnenaufgang, der uns auf dem Weg nach Wesseln, im leichten Morgendunst, die wunderschöne Nordfriesische Landschaft zeigen sollte. Für mich der schönste Abschnitt der Fahrt.

In Wessel begrüßte uns Hubert mit seinen Mannen bei Kaffee und Leckereien an der gedeckten Tafel. Ich konnte leider nur wenig essen, damit ich nicht noch aus dem Trikot platze.

Mit Sonne und ein paar Wolken auf nach Hademarschen, wo uns die Kattenberger Verpflegungsstelle erwartete. Die Gruppe vergrößerte sich wieder auf dem Weg dorthin. So wurde die Windarbeit für jeden immer weniger und schwups waren wir auf der Geest. Hinter der Grünthaler Hochbrücke über den Nordostseekanal, Ankunft in Hademarschen (ca. 7.30 Uhr). Nach kurzer Begrüßung der Kattenberger Mannschaft und einer kleiner Stärkung mit anschließendem Gruppenfoto, auf zur letzten Etappe bis Nortorf.

Ich hatte vom Vorjahr nicht mehr so recht in Erinnerung wie wellig dieser Abschnitt doch war. Bei unserm flotten Tempo kosteten mir die kleinen Anstiege die letzten Körner, aber durchgehalten und nicht abgerissen. Zieldurchfahrt in Nortorf um 9.00 Uhr, 8.15 netto Fahrzeit wohlbehalten und ohne Panne.

Der Frühstücksbrunch im Anschluss ließ keine Wünsche offen. Ich will hier gar nicht erst aufzählen welche Leckereien bereitstanden.

Danke an Bernd Schmidt, seiner Frau und all ihren Helfern für Organisation und Durchführung dieser einzigartigen Radsportnacht des Jahres 2010. Es war wieder eine große Freude dabei gewesen zu sein.

Bis zum nächsten Mal,
Tom
Zuletzt geändert von Tom am 06.07.2010, 20:21, insgesamt 1-mal geändert.
paul69
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Beitragvon paul69 » 05.07.2010, 19:34

Kann mich dem Beitrag von Tom nur anschließen - war echt eine großartige Tour!

Hoffe nur, daß DER Mitternachtsmarathon - entgegen der Äußerungen vor Ort - auch 2011 stattfindet! Kann auf der anderen Seite aber auch verstehen, daß ca. 100 Teilnehmer für so ein Event echt zu wenig sind - so ein Aufwand verdient einfach mehr!!!

Also, der Mitternachtsmarathon darf nicht vom Radsportkalender verschwinden!
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Beitragvon Konkursus » 05.07.2010, 21:27

Stimme Paul69 in vollem Umfang zu.

Trotz Anmeldung schon vor längerer Zeit konnte ich krankheitsbedingt
leider nicht starten Ulrike Hat mir allerdings berichtet, wie toll es gewesen ist.

Ich möchte auch noch einmal.....


Viele Grüße


Konkursus
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Beitragvon Flotter Otto » 06.07.2010, 20:22

Liebe Nortorfer!

Vielen Dank für dieses spannende Ereignis!

Nach der guten Wettervorhersage an den Tagen davor habe ich mich nach langem Zaudern zu dieser Tour angemeldet. Meine längste Strecke betrug bis dahin 150 km, so dass ich einigen Respekt vor der Strecke und den Umständen (halt die Nacht durch zu fahren) hatte.

Als ich gegen 22.30 Uhr in Nortorf eintraf, war ich angenehm von der ruhigen und entspannten Atmosphäre überrascht, es herrschte keinerlei Aufregung, alle sahen dem Kommenden sehr gelassen entgegen, im Gegensatz zu mir.

Der erste Törn bis nach Dannewek war geprägt von der gemeinsamen Durchfahrt durch den Tunnel, schon ein bemerkenswertes Erlebnis, vielen Dank auch von mir an die Polizei! Nach Fockbek riss das Feld dann schnell auseinander, trotzdem kamen wir mit einem großen Trupp in Dannewerk an.

Auf dem zweiten Törn funktionierte dann eine gute Truppe mit rund 20 Leuten bis nach Milstedt, etwas beunruhigend war lediglich das Wetterleuchten, von dem man nicht genau wußte, ob das ein nahendes Gewitter werden sollte. Auf dem Weg nach Wesseln hab ich ein wenig übernommen, ich bin ziemlich fertig dort angekommen, der Akku war alle. Zum Glück konnte ich dann mit den Kattenbergern weiterfahren, so dass ich mich physisch und phsychisch wieder berappeln konnte, vielen Dank für das nette Geleit!

Nach Hademarschen war das Ziel ja schon vor Augen, irgendwie bin ich dann mit den den Kattenbekern so gegen 09.10 Uhr in Nortorf aufgeschlagen, fürs erste Mal war ich dann doch ganz zufrieden.

Eine tolle Tour (so ein richtiger Tiefpunkt zwischendrin ist ja auch mal spannend), viele freundliche und entspannte Helfer, eine runde Sache, ich hoffe, dass bei einer Neuauflage in 2011 mehr Radler den Weg zu Euch finden! Also, vielen Dank an alle und hoffentlich bis 2011!

Viele Grüße ;-)
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Racing Ralf
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Beitragvon Racing Ralf » 07.07.2010, 09:14

moin, moin,

von mir auch noch mal vielen Dank an alle Beteiligten. Ich fand die Veranstaltung echt super, das fing schon am Abend vorher an, Fußball Live Übertragung auf Leinwand, Pasta satt und Getränke in ausreichender Auswahl.

Das Wetter hielt sich gerade so, die Straßen waren häufig nass, aber Regen haben wir keinen abbekommen. Zur Strecke selbst ist ja schon alles gesagt, nach Fockbeck setzte sich eine Gruppe mit ca. 20 bis 25 Leuten ab. Mal einer mehr mal einer weniger kamen wir morgens um kurz vor acht in Nortorf durchs Ziel gerollt. Hier erwartete uns ein sagenhaftes Frühstücksbuffet, mit allem was das Radlerherz begehrt, da können sich einige Hotels gern mal ein Beispiel dran nehmen.

Ich hoffe, dass es diese Veranstaltung auch im nächste Jahr wieder gibt.

Gruß

Ralf
Man muß schon ein wenig Spaß daran haben sich zu quälen
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Beitragvon Helmut » 21.07.2010, 00:19

Das war's denn wohl mit dem Mitternacht-Radmarathon. Siehe
http://www.rsg-mittelpunkt.de/mitternacht-radmarathon/

Das wäre sehr schade! Ich denke noch immer, dass es der Mitternacht-Radmarathon eine der Veranstaltungen mit großen Potential ist. Um mehr Teilnehmer zu gewinnen, müsste er m. E. länger (300 + x) sein, damit er auch deswegen etwas besonderes ist. Am besten mit dem Streckenabschnitt durch's Watt nach Nordstrand.

Er sollte erheblich teurer (jawoll!) und noch regionaler werden (Fischbrötchen, Lapskaus mit Rollmops an einem Nordsee-Depot statt Wünsch-dir-was-Bruch am Ziel). Folgerichtig sollte sein Name dies ausdrücken: "Nord-/Ostsee-Runde" fände ich vor allem für Leute von fern viel attraktiver.

Souvenirs sollten verkauft werden, statt im Startpreis enthalten zu sein. Mit dem Geld könnte man mehr auf die Beine stellen und die Helfer angemessener entlohnen. Einziges im Startpreis enthaltenes Mitbringsel sollte ein Radaufkleber sein, den jeder stolz am Rad durch die Lande tragen würde.

Wer das für Blödsinn hält, schaue bitte mal nach Schweden. Da starteten 2010 bei der Vätternrundan nicht 100, sondern weit über 1.500 Deutsche! Die Strecke war lang, die Verpflegung sagen wir mal "ungewöhnlich", die Kosten enorm, aber der Erlebniswert wiegte alles auf.

Noch etwas zur Zeitnahme: Bei der Tour of Wessex gab es als Wertung nur "Gold", "Silber" und "Bronze". Dadurch wird Dein Nebenmann nicht zum Gegner, sondern zum Partner, um gemeinsam die höheren Weihen zu erzielen. Auch das ist eine Überlegung wert...
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.
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Beitragvon Konkursus » 21.07.2010, 11:03

Ich habe es leider kommen sehen. Verletzungsbedingt konnte ich leider nicht starten, umso bedauerlicher. Wenigstens Ulrike habe ich noch auf die Strecke geschickt und ihre begeisternde Schilderungen aufgesogen.

Helmut, du hast natürlich völlig Recht. Also was Lapskaus anbelangt, müssten wir noch einmal drüber reden (ich esse gerne Lapskaus, aber dann zum Brunch), aber allem anderen stimme ich in vollem Umfang zu.

Hier wird diskutiert, ob die Startgelder bei den RTF´s nicht zu hoch sind oder das Essen zu schlecht war, im Ausland spielt das alles keine Rolle. Dort gilt offenbar das Motto: je teurer, umso besser. Hauptsache event. Was ist Trondheim-Oslo? Eine schöne Veranstaltung, keine Frage. Im Kern aber eine RTF über 550 Km mit entsprechender Verpflegung. Startgeld mit notwendiger norwegischer Lizenz: knapp unter 200,-- Euro. Da redet keiner über Güte der Verpflegung oder Straßenverhältnisse.

Die hiesigen Veranstalter aber kämpfen gerade in diesem Jahr mit rückläufigen Zahlen. Mal zu kalt, mal zu heiß, mal regnet es. Wir müssen aber auch alle einmal den Hintern hochnehmen und uns den Gegebenheiten stellen. Und Startbeiträge sollten hier die geringste Rolle spielen.

Viele Grüße


Konkursus
Herman
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Beitragvon Herman » 21.07.2010, 12:03

Es besteht weiter Rätselraten, warum die Teilnehmerzahlen zurückgegangen sind, statt wie erwartet zu steigen - an der Veranstaltungsqualität kann es nach Aussage aller Beteiligten nicht liegen. Im Juni/Juli gibt es eine sehr hohe Veranstaltungsdichte, darunter auch mit Streckenlängen, nach denen Otto NV erst mal eine Weile verschnaufen muss, wie zum Beispiel die 24 Stunden von Nortorf, die vom selben Verein ausgerichtet wurden und nur eine Woche vorher stattgefunden haben. Davor lag Vättern auch nur eine Woche zurück. In der Regel sucht man sich eine Veranstaltung als Höhepunkt aus und trainiert darauf hin. Wie auch immer, die Entscheidung der fünf beteiligten Vereine muss ja nicht für ewig sein, gerade in der Veranstalter-Gemeinschaft liegt Potential für die Zukunft für dieses oder ein ähnliches Ereignis (Event). Von der RSG Nortorf werden für 2011 die 24 h favorisiert, da liegt man gut im Trend, wenn sich im Süden die Zahl der Einzelstarter gerade verdoppelt hat.

>Konkursus: Die Begeisterung wäre bei einem prächtigen Sonnenaufgang wie 2008 und 2009 sicher noch größer gewesen, aber die gemeinsame Fahrt und Unterhaltung u.a. auch mit Ulrike waren überaus angenehm und haben die trüben Wölkchen mehr als aufgewogen.
Kommt noch ein Bericht von Norwegen oder habe ich da was übersehen?
Angelboot

Beitragvon Angelboot » 22.07.2010, 08:56

Warum hat gerade die Top Veranstaltung "Mitternachtsmarathon-Nortorf" so einen Teilnehmerrückgang? Hermann hat einen Grund genannt.
Es ist die Häufung der Langdistanz Veranstaltungen. Du kannst nicht jedes Wochenende so ein Hammerding fahren.

Die Zahl der Leute, die diese Distanzen fahren, ist auch in Norddeutschland übersichtlich. Und weite Anfahrtswege sind auch ein Kostenfaktor. Ich habe auch, schweren Herzens, Nortorf ausgelassen.

Seit Mitte März sitze ich bei diesen Sachen im Sattel, da verlangen Körper und Seele nach einer Ruhepause. So eine Pause sollte man auch machen, sonst droht Formeinbruch und es gibt Motivationsprobleme.

Konkursus macht aber auch eine richtige Anmerkung. Es wird zu viel gemeckert, auch hier auf HFS. Da werden Veranstaltungen regelrecht mies gemacht. Zu kalt, zu heiß, die Straßen schlecht, Nutella nicht dick genug geschmiert, lächerlich manche Kommentare. Sachliche Kritik ist notwendig und hilft auch den Veranstaltern.

HFS sind Multiplikator und eine tolle Informationsplattform, helfen auch wir mit unseren Beiträgen, was ja auch größtenteils geschieht, den Veranstaltern.

Sicher trainieren auch viele Fahrer nicht richtig, empfinden eine 120 km RTF anstrengend, verlieren die Lust nach einigen Touren weil sie nicht mithalten können, werden abgehängt, auch RTF's werden heute ja schon fast wie Rennen gefahren. Hier sollten erfahrende Leute im Forum mehr Tips geben. Vielleicht hat Helmut ja eine Idee wie wir das verwirklichen können. So einen Themenbereich einrichten. Im Winter mal ein "Seminar", wo erfahrende Fahrer mal Tips und Anregungen geben. Wir alle müssen neue Ideen entwickeln und mithelfen diesen schönen Sport, Breitensport Radfahren, am Leben zu erhalten.

Jahrelang hat der Profiradsport, Jan U., dann die Jedermannszene neue Impulse gegeben. Jetzt sind wir mal gefordert. Wir können das.
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quasarmin
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Beitragvon quasarmin » 22.07.2010, 23:38

Moin

Angelboot hat es auf den Punkt gebracht - Die Häufung der Langstreckentouren. Sicher, den Veranstaltern darf man hier am wenigsten den Vorwurf machen, ist ja gut gemeint, ja und es ist natürlich schade um den Mitternachtradmarathon. Die ersten beiden habe ich auch mitgefahren. Aber in den letzten Jahren habe ich an den meisten Wochenenden nur im Sattel gesessen, kam nun von einer schönen Vätternrundan zurück und wollte bis Mottas Fehmarn-Classics mich auf keine Termine mehr einlassen. Dieses Jahr soll es mal ganz easy bei mir zugehen, Familie habe ich ja auch noch.

Über die 24h Fahrt habe ich mir nicht viel den Kopf zerbrochen, einmal kam ich gerade aus Schweden zurück, und dann habe ich starke Bedenken, als jemand der aus dem Tourenfahren kommt, mir ab der fünften Runde schon den Drehwurm zu holen. Ich glaube ich kann das nicht. Der Mitternachtsmarathon entfiel bei mir aufgrund anderer Verpflichtungen, kann ja auch mal vorkommen.

Wenn dann die Erwartungen ohne mich und den verletzungsbedingten Konkursus mit dreistelligen Ausfällen gegenüber den Erwartungen bleiben, dann liefert der Blick in den Terminkalender vielleicht eine Erklärung.

Für mich hätte es mehr Sinn gemacht, wenn die Nortorfer den MRM und die 24h Fahrt im 2-Jahresrhytmus abwechseln würden. Einige Wochen zuvor den Nordcup, dann 24h und gleich darauf den MRM (zumal am WE darauf in SL schon wieder der NC gefahren wurde). Der Verein hat das gewuppt - Hut ab vor dieser Leistung, aber die Teilnehmer haben das nicht mehr verteilt bekommen. Übrigens, mindestens ein Dutzend Stammfahrer des MRM kamen mir am Freitag morgen aus Kiel entgegen, auf dem Weg zum 1000er Brevet, dabei auch Leute des RSG. Soviel zur Veranstaltungsdichte.

Vielleicht war alles ein wenig überplant, der RSG hat den MRM übrigens nicht für endgültig tot erklärt. Wenn man sich das auf der Homepage durchliest, müssen die erstmal Luft holen, ist auch verständlich. Jeder muss mal Luft holen.

Viele Grüße
Armin
Zuletzt geändert von quasarmin am 23.07.2010, 23:45, insgesamt 1-mal geändert.
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"Hagakure", 17. Jhdt.
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Beitragvon Helmut » 22.07.2010, 23:57

quasarmin hat geschrieben:Für mich hätte es mehr Sinn gemacht, wenn die Nortorfer den MRM und die 24h Fahrt im 2-Jahresrhytmus abwechseln würden. Einige Wochen zuvor den Nordcup, dann 24h und gleich darauf den MRM (zumal am WE darauf in SL schon wieder der NC gefahren wurde). Der Verein hat das gewuppt - Hut ab vor dieser Leistung, aber die Teilnehmer haben das nicht mehr verteilt bekommen.
Das ist sicherlich so. Aus der Radmarathon- und Brevet-Szene ist wohl nicht mehr rauszuholen. Jeder hat seine Kapazitätsgrenze. Was aber auffällt, ist, dass dies für die Vätternrundan nicht zu gelten scheint. Die lockt weit über 1.500 Deutsche für viel Geld von weit her zu einer Distanz von 300 km, darunter viele, die in der Heimat niemals 200 fahren würden. Warum nur?

Eine zweite Vätternrundan mit 17.000 Radmarathonis lässt sich in SH sicherlich nicht aufbauen, aber einiges so oder so ähnlich übernehmen. Es gibt z. Z. im Norden z. B. nicht einen Radmarathon, der 300 km lang ist. Uta Bruns (Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Radsportverband für Breiten- und Freizeitsport) hatte mir in Stade erzählt, dass es so etwas früher im Nordwesten gab und immer ausgebucht war. Da kamen dann vermutlich nicht nur "die üblichen Verdächtigen", sondern auch Leute, denen man diese Distanz gar nicht zutraute. Nur wer solche Leute mobilisiert wird deutliche Steigerungsraten erzielen können.
Angelboot hat geschrieben:Sicher trainieren auch viele Fahrer nicht richtig, empfinden eine 120 km RTF anstrengend, verlieren die Lust nach einigen Touren weil sie nicht mithalten können, werden abgehängt, auch RTF's werden heute ja schon fast wie Rennen gefahren. Hier sollten erfahrende Leute im Forum mehr Tips geben. Vielleicht hat Helmut ja eine Idee wie wir das verwirklichen können. So einen Themenbereich einrichten. Im Winter mal ein "Seminar", wo erfahrende Fahrer mal Tips und Anregungen geben.
Sorry, eine zündende Idee hab ich diesbzgl. im Moment nicht anzubieten, bin aber für jede offen.
Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden.

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