RTF Oberes Örtzetal, Müden/Örtze (Bericht + Bilder)

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Helmut
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RTF Oberes Örtzetal, Müden/Örtze (Bericht + Bilder)

Beitragvon Helmut » 30.05.2010, 00:51

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20031.JPG">

Manfred Galonski vom ESV Fortuna Celle schrieb:

<b>6. RTF Oberes Örtzetal des MTV Müden/Örtze am 29.05.2010</b>

Am Samstag machte ich mich um 6.30 Uhr auf um Erhart abzuholen. Erhart stand auch pünktlich mit Radsportgerät am vereinbarten Treffpunkt. Aber Erhart hatte seinen Schlüssel verlegt und wollte deshalb erst einmal zu Hause danach suchen und eventl. später nachkommen. So machte ich mich auf den kurzen Weg von Celle nach Müden/Örtze. Am Startort angekommen war bereits unser Edelhelfer Dirk aus Wedel da. Als nächstes traf Michael ein und danach kam Eckart noch. Nach einem Kaffee machten wir uns startbereit. Und siehe da Andreas traf auch noch ein. Eine Stunde nach dem Start kam auch noch Hubertus, der sich dann allein auf die 156 Kilometer hermachte. Aber so ist er eben. Mit der Zeit steht er in Konkurrenz. Heute wollten wir auch keine Sternfahrt machen, da die Müdener erstmals eine 150er Runde anboten. Andreas wollte nach langer Radabstinenz heute die 78er Runde fahren, um sich dann in den nächsten Wochen wieder an die 100er heranzutasten.

Nach kurzer Ansprache durch den Veranstalter ging es bei idealen Witterungsbedingungen durch das Heidedorf Müden über Kreutzen, Poitzen über den Truppenübungsplatz nach Munster. Heute hatten wir keine Berührungen mit der Bundeswehr. Totale Ruhe in dem waldreichen Gebiet um Munster. Keine Autos, keine Panzer, kein Geknalle, keine Menschen nur ein Hase der uns über den Weg lief.

In Munster, in der ehemaligen englischen Kaserne, war dann der erste Kontroll- und Verpflegungspunkt. Zwei nette Helferinnen begrüßten uns und stempelten unsere Karten ab. Das Büfett war hier sehr übersichtlich. Mineralwasser (mit Kohlensäure) und in Häppchen geschnittene Bananen. Hunger und Durst hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen.

Die Strecke führte weiter durch das Truppenübungsgebiet nördlich von Munster. Auch hier keine Begegnungen mit der Bundeswehr. Einfach menschenleer. Ab Munster waren wir zu fünft. Neben Eckart, Michael und meine Wenigkeit begleiteten uns Reiner aus Uetersen und Dirk aus Hambühren, der auf unserer RTF im April „Blut geleckt“ hatte RTFs zu fahren. Ständiges kontrolliertes Abwechseln erleichterte unsere Fahrt über Brehloh und Moide, mit Sicht zur BAB, vorbei am Südseecamp fuhren wir zum zweiten Kontrollpunkt nach Wietzendorf. Auf dem idyllisch gelegenen Kontrollpunkt stempelte uns wieder einmal der Bürgermeister selbst die Startkarte ab. Anschließend aßen wir die vom DRK angebotene leckere Gulaschsuppe. Hier trafen wir auch Rolf aus Wolfsburg, der immerhin mit 80 Jahren locker seine Runden mit seinen jüngeren Vereinskameraden vom RSV dreht. Die Elm-RTF des RSV Wolfsburg findet am 26.06. statt. Sehr empfehlenswerte Strecke.

Weiter ging es Richtung Bergen. Über Rodehorst, hier fuhren wir an einem schweren Radunfall vorbei - Hilfe war aber schon da -, weiter ging es über Widdernhausen, Dageförde nach Bleckmar mit der Überquerung des Bleckmarberges (höchste Erhebung der RTF) nach Hagen. Am Bleckmarberg verloren wir unseren Eck. Die Kontrolle in Wohlde lag direkt am Sportplatz, jedoch sind viele Fahrer daran vorbei gefahren, da die Ausschilderung nicht glücklich postiert war. So auch unser Eckart, der vorbei sauste. Nächstes Mal Augen auf und dann klappt es auch mit der Einnahme der Verpflegung. Auch hier gab es nur ein Verpflegungsminimalprogramm.

Die Weiterfahrt führte uns auf bekanntem Terrain über kleine wellige Hügel nach Huxahl. Den schwer zu befahrenen schräg verlaufenden Schienenweg der schon so manchen Radfahrer zu Sturz gebracht hat, hatte man jetzt geschickt über Streckenabschnitte unserer RTF umgangen. In Oldendorf war dann die Streckenteilung auf die 156er Runde. Dirk aus Hambühren verabschiedete sich und wurde durch Dirk aus Hannover gleichwertig ersetzt. Unser Quintett machte sich jetzt an die Wellen und Kurven des Streckenabschnittes nach Eschede heran. Auch ein Teil unserer RTF und der am nächsten Samstag stattfindenden RTF des RC Altwarmbüchen. Vor Eschede war dann auch der nächste Kontrollpunkt. Zwei nette junge Leute stempelten unsere Wegekarten und gaben uns leckere Semmel zu essen. Ecki hatten wir in den Wellen vorher wieder verloren, aber er kam noch rechtzeitig am Kontrollpunkt an, um uns fröhlich zu verabschieden. Er würde uns ja sowieso gleich einholen.

Ab Eschede fuhren wir auf dem Radweg entlang der B 191 bis Weyhausen. Leider war der Radweg wieder einmal total verdreckt. Aber auf der Bundesstraße wäre es zu gefährlich geworden. In Weyhausen machte unser Quartett beim röhrenden Hirsch noch ein Gruppenfoto. Von nun an fuhren Reiner aus Uetersen, Dirk aus Hannover, Michael und ich im stetigen Wechsel durch den Lüßwald Richtung Unterlüß (ein Abschnitt der Altwarmbüchener RTF). Von Unterlüß ging es im hohen Tempo über Lutterloh, Misselhorn nach Hermannsburg zur letzten Kontrolle. Auch hier wieder zwei nette junge Leute die uns verpflegten. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Hermannsburg ließ es sich nicht nehmen am Verpflegungsstand vorbeizuschauen. Übrigens die RTF wird von den umliegenden Gemeinden gesponsert, auch mit Helfern an den Verpflegungsständen. Dazu vielen Dank.

Ab Hermannsburg begann der schönste Teil der heutigen RTF mit der Umfahrung des Wietzer Berges. Von Baven, Barmbostel, Hetendorf, Bonstorf, Winterhoff ging es über verkehrsarme Straßen und Wege mit immer wiederkehrenden Heidewellen zurück zum Ziel nach Müden.

An der RTF in Müden nahmen leider nur 210 Fahrer teil, darunter auch viele Wanderfahrer. Das hochgesteckte Ziel lag bei über 400 Startern. Vielleicht lag es auch an der frühen Startzeit (8.00 Uhr) und dem Jedermannrennen in Berlin, das die Teilnehmerzahl so gering ausfiel. Am Wetter hat es diesmal sicherlich nicht gelegen. Insgesamt eine schöne RTF, mit „übernommenen“ Streckenabschnitten auf der 150 km-Strecke anderer RTF-Veranstalter. Mit etwas Phantasie und Streckenerkundung finden sich bestimmt neue Abschnitte im Bereich Munster/Suderburg für die große Runde. Die Ausschilderung war in Ordnung, obwohl sich ein paar Fahrer verfahren haben, aber die gibt es immer. Höhenmeter waren knapp 500 zu verzeichnen.

Am Zielort genehmigten wir uns noch einen Kaffee und leckeren Streusel-Rhabarber-Kuchen, dabei unterhielten wir uns noch eine Weile mit Uta Bruns, der Vizepräsidentin Breiten- und Freizeitsport vom niedersächsischen Radsportverband.

Übrigens Erhart ist nicht nach Müden mehr angereist. Was ist mit dem Schlüssel?

Die Fotos wurden heute von Michael gemacht. Hier kommen die

Bilder von der RTF Oberes Örtzetal ab Müden/Örtze.

Manfred

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20034.JPG">
Zuletzt geändert von Helmut am 28.11.2010, 07:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Helmut » 30.05.2010, 12:55

<img src="http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... %20051.JPG">

Es sind noch einige Bilder von Michael hinzu gekommen. Die neuen findest Du ab hier: http://bilder.helmuts-fahrrad-seiten.de ... 20047.html
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Beitragvon Kettendeo » 31.05.2010, 08:47

Eine tolle Veranstaltung. Wir haben die Örtzetal RTF als Familientour genutzt. Mit meiner Frau und meinen beiden Jungs (11 und 15 Jahre) bin ich mit dem zweiten Starterfeld um 09:00 Uhr auf die 115er Runde aufgebrochen. Bei herlichstem Wetter ging es mitten durch die Natur, über wirklich leere Straßen. Nach früheren beruflich bedingten Anwesenheiten erschloss sich die Strecke über die Truppenübungsplätze diesmal für mich aus einer ganz anderen Perspektive.

Die Fahrt selbst hat sehr viel Spaß gemacht und stellte auch unsere Junioren bei einem 20er Schnitt vor keine ernsthaften Probleme. Kaum Wind, viel Sonne und richtig Platz auf der Panzerringstraße haben uns einen perfekten Radtag beschert. Alle Helfer waren sehr nett und Organisation und Verpflegung absolut in Ordnung. Voller Stolz hat sich Marci :cool: am Ende dann auch seine ersten 3 Punkte in die Wertungskarte eintragen lassen.

Mit über 200 km Anreise ist Müden sicherlich nicht direkt "um die Ecke" für uns Schleswig-Holsteiner, doch hat sich das Wochenende komplett gelohnt. Eigentlich wollten wir am Sonntag noch die Lüneburg RTF fahren. Die morgentliche Abstimmung bei Regen und schmerzenden Hintern viel dann jedoch spontan dagegen aus.
Die Wirkung von wasserdichten Socken, Überschuhen und Regenjacken wird überschätzt (Prenzlau 2009)
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Beitragvon ottoerich » 31.05.2010, 10:26

Gulaschsuppe! Wenn ich das gewusst hätte...

Aber leider muss ich Samstag arbeiten und war verhindert. Schade. Die Müdener Ecke kenne ich ganz gut und habe dorthin familiäre Verbindungen. Doppelt schade.

Vielen Dank für die schönen Fotos. Der Aufmacher ist preisverdächtig :!:

Übrigens am 4. Juli findet daselbst ein Volkstriathlon statt. Für alle, die mal ausprobieren wollen, ist es die Gelegenheit:

450 m Schwimmen (den Heidesse kann man auch durch waten :HaHa: ), 23 km Rad über den Platz und dann noch 2 Runden (= 4 km) um den Heidesee herum laufen. Zuschauer können Schwimm- und Laufstrecke vollständig einsehen

http://www.mtv-mueden.de/337.0.html
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RTF Müden/Örtze

Beitragvon dirksen1 » 31.05.2010, 10:59

Es war mir zwar etwas zu früh, Wecker klingelte um 05:30 Uhr, aber zu groß war die Vorfreude auf die rundum gelungene Veranstaltung, die ich vom letzten Jahr noch mit der Erinnerung an 2 Themen verband, die unterschiedlicher nicht sein können: Zum Einen die Ansprache des Ortspfarrers zum tödlichen Unfall der RTF, die eine Woche vorher stattfand und zum Anderen die liebevolle Orga und der persönliche „Anschuss“ des Ortsbürgermeisters.

Pünktlich um 08:00 Uhr ging es dann auf die Strecke, das Wetter entwickelte sich rasch zum angekündigten Frühlingstag, obwohl die 4° gegen 06:30 Uhr bei der Abfahrt von daheim mich noch reichlich frösteln ließen und die Klamottenauswahl erschwerten. Dies sahen auch einige Teilnehmerinnen des HRC so, die die Beinlinge vehement verweigerten. :-) Das Tempo war hoch, ich konnte mich direkt vom Start einer 8-köpfigen Gruppe anschließen, die sehr diszipliniert in Zweierreihe fuhr und die Führungsarbeit wurde unter uns allen aufgeteilt.

So fuhren wir mit einem guten 36er-Schnitt gemeinsam, bis etwa bei km 60 ein Fahrer der Gruppe wohl den Vordermann touchierte und 3 weitere Fahrer mit in einen unschönen Sturz zog. Nach dem ersten Schreck (er blieb lange 10 min auf der Straße benommen liegen) konnte er aber wieder aufstehen, war ansprechbar und die deutlichen Spuren auf seinem Helm waren und sind ein eindrucksvolles Plädoyer für das Tragen eines Sturzhelms. Der von uns gerufene Krankenwagen nahm ihn in seine Obhut, die beiden weiteren Gestürzten waren mittlerweile auf kürzestem Wege Rtg. Müden zurückgefahren, zu schlimm waren die Defekte an den Rädern.

Mit den verbliebenen Fahrern aus unserer Gruppe schlossen wir uns den vorbeifahrenden Radlern an, dies funktionierte bis zu Tourteilung 155/115 km sehr gut, danach trennten sich unsere Wege. Meinem „Windschattenspender“ aus dem Harz wünschte ich noch eine gute Weiterfahrt, aber für die 155 km war ich heute nicht zu haben… Ab etwa km 85 war ich dann allein, hatte eine gute Form und fuhr die letzten 25 km (109,6 km zeigte mein Garmin im Ziel) recht flott trotz des Windes. Vielleicht hatte das knappe Entgehen des Sturzes und die sofortige Erinnerung an meinen schlimmen Unfall 2007 bei „Rund um Köln“ einiges Adrenalin ausgeschüttet… So konnte ich die RTF mit einem für mich sehr guten 35er-Schnitt beenden.

Da ich mich schnell auf die Heimfahrt machte, konnte ich kaum Info über den Gestürzten Fahrer bekommen, aber seine Verfassung schien beim Besteigen des Krankenwagens soweit i. O., wie man das in so einem Fall sagen kann. Ich wünsche ihm und den beiden anderen Fahrern gute Besserung, gute Heilung der Blessuren und sage trotzdem Danke für die schöne Gruppenarbeit, die ich bei einer RTF selten so lange erlebt in einer so homogenen Leistung erlebt habe.

Schade, dass der Veranstalter wohl wegen der frühen Startzeit und des parallel stattfindenden Skoda-Velothons in Berlin auf einige Teilnehmer mehr verzichten musste, die ihm durchaus zu gönnen sind. Allein schon wegen der Gulaschsuppe an der zweiten Labestation. :-)
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Re: RTF Müden/Örtze

Beitragvon ulli-aus-hamburg » 02.06.2010, 00:33

dirksen1 hat geschrieben:Es war mir zwar etwas zu früh, Wecker klingelte um 05:30 Uhr, aber zu groß war die Vorfreude auf die rundum gelungene Veranstaltung, die ich vom letzten Jahr noch mit der Erinnerung an 2 Themen verband, die unterschiedlicher nicht sein können: Zum Einen die Ansprache des Ortspfarrers zum tödlichen Unfall der RTF, die eine Woche vorher stattfand und zum Anderen die liebevolle Orga und der persönliche „Anschuss“ des Ortsbürgermeisters.
Welche RTF war das, wo ist ein Unfall passiert? Meinst Du Lüneburg im letzten Jahr?? Die Begrüßung durch Pastor und Bürgermeisterschuss fand ich (bei meinem Besuch in Müden 2009) auch sehr nett und persönlich.
ottoerich hat geschrieben:Gulaschsuppe! Wenn ich das gewusst hätte...
Davon hatte ich doch schon letztes Jahr berichtet... :P
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Re: RTF Müden/Örtze

Beitragvon dirksen1 » 02.06.2010, 07:40

ottoerich hat geschrieben:Welche RTF war das, wo ist ein Unfall passiert? Meinst Du Lüneburg im letzten Jahr?? Die Begrüßung durch Pastor und Bürgermeisterschuss fand ich (bei meinem Besuch in Müden 2009) auch sehr nett und persönlich.
Ja, Lüneburg war's letztes Jahr. Schlimme Sache das.
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