Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

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radfreunde
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Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon radfreunde » 11.07.2018, 15:17

Auch in diesem Jahr war wieder RTF Time in Wedel. Wie war es?

Vielen Dank für Euer zahlreiches Erscheinen.

Wie es die Teilnehmer fanden, konnte es die Presse kaum besser beschreiben, so dass ich auf weitere Lobhudelei verzichten möchte. Vielleicht findet sich der/die eine oder andere wieder:
wedel.de :
https://www.wedel.de/tourismus-freizeit ... ahrer.html
Wedel-Schulauer Tageblatt (SHZ):
https://www.shz.de/nachrichten/meldunge ... 80242.html und
https://www.shz.de/lokales/wedel-schula ... 77962.html

Die Diskussionen zu den geringer werdenden Teilnehmerzahlen bei RTF'en hatten uns veranlasst mit den gleichen Teilnehmerzahlen zu kalkulieren wie im letzten Jahr. In 2017 hatten wir 400 Teilnehmer bei hervorragendem Radwetter, A7 Baustelle und G20 Gipfel. In diesem Jahr kamen 488 Teilnehmer bei Sonne mit viel Wind, A7 Baustelle und angekündigter Elbtunnelsperrung. Die Strecke war in beiden Jahren die gleiche.

Im letzten Jahr hatten wir eine Relation von Wertungskarteninhabern zu Trimmfahrern von 50:50. In diesem Jahr waren es 2/3 Trimmfahrer zu 1/3 Wertungskarteninhaber. Wobei die absolute Zahl der Wertungskarteninhaber gleichgeblieben ist, aber die Mehrteilnehmer Trimmfahrer waren. Wodurch? Kann ich nicht sagen, aber wir haben mehr Werbung gemacht. Wir haben Flyer für die RTF erstellt und in Wedel und Umgebung verteilt, waren auf dem Hafenfest Wedel mit einem Stand eine Woche vorher und die Mitglieder haben ihre Facebook und andere Kontakte aktiviert. Erstaunlich viele sagten auch, dass es ihre erste RTF sei.

Durch die hohe Teilnehmerzahl meldeten die Kontrollen relativ früh (gefürchteter) Mangel an Verpflegung. Ein Fahrer wurde losgeschickt, um Obstgeschäfte in der Marsch und Tankstellen abzugrasen, um dort einzukaufen.

Der Aufruf an die Radfahrer, an den Kontrollen auf Trinkbecher zu verzichten, stattdessen die eigenen Trinkflaschen zu verwenden, wurde sehr gut angenommen. Das hat die Menge an Müll an den Kontrollen erheblich reduziert. An der Mülltrennung von Biomüll müssen wir noch arbeiten.

Also waren am Tagesende alle Beteiligten zufrieden aber sehr müde.
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon RSG-Arne » 17.07.2018, 21:48

Moin Wilfried,

ich nehme mal an, Du willst mit dem provokanten Titel für ein wenig Diskussion sorgen. Gerade bei Euch war es ja eher kein Niedergang - zum Glück. Aber Du hast schon Recht, die Teilnehmerzahlen sind seit einiger Zeit insgesamt rückläufig.
Und wir im Norden jammern ja zum Teil auf hohem Niveau. 300 Starter gelten bei uns als wenig, im Harz oder noch weiter im Süden als viel. Ich persönlich fänd es ja gut, wenn der BDR die mögliche Ermäßigung nicht an die Wertungskarte, sondern an eine Vereinsmitgliedschaft knüpfen würde (so wie unsere Praxis im Norden aussieht)...
Darüber hinaus sind natürlich Ideen gesucht, wie RTFs (und eigentlich die Mitgliedschaft in einem Verein auch) in Zeiten von Facebook und Whatsapp, Strava und GPSies wieder attraktiver werden. Hat jemand welche?

Viele Grüße
Arne
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Stockumer Junge » 18.07.2018, 09:14

Einfach das machen, wofür ein Radverein da ist: Gemeinsam radfahren.

Es gibt Vereine, wo das nicht mehr stattfindet. Das ist ungefähr so, als wenn bei einem Fußballverein nicht mehr Fußball gespielt wird.
Diese Vereine sterben dann halt langsam weg. Zurecht.

Vereine mit festen Trainingszeiten, welche auch öffentlich propagiert werden, haben Zulauf.

So einfach ist das.
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Konkursus » 18.07.2018, 11:37

ist sicherlich nicht verkehrt, aber ist der typische Vereinsfahrer auch der RTF-Fahrer? Ich glaube, eher nicht. Ich habe mich gerade bei scan & bike angemeldet und dabei zu meiner größten Verwunderung festgestellt, wieviel BDR-Vereine es in meiner Gegend gibt. Hätte ich nicht gedacht, aber Fahrer von denen sehe ich recht wenig.

Ich sehe eher das Problem der Altersstruktur und dem veränderten Freizeitverhalten bei Jugendlichen. Und Helfermangel, Helfermangel, Helfermangel.

Dann derzeit auch die Urlaubszeit.

Wenn man dann bei Helfermangel und Uhrlaubszeit eine RTF wie in Stade durchziehen will, ist das natürlich aller Ehren wert, ich drück die Daumen, aber geht das gut? Wenn dann noch zwei Tropfen Regen fallen, mit Sicherheit nicht. Und die Abspeckmaßnahmen erhöhen das Risiko. Keine Ausschilderung mehr, Abstand zwischen den Verpflegungsstationen erhöht auf 40 Km, Marathonstrecke gibt es auch nicht mehr, ich denke, dann wird es kritisch und "gefährlich".

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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Lupus » 18.07.2018, 12:56

Beim lesen des Titels, war ich zunächst davon ausgegangen, das die RTF in Wedel deutlich weniger Teilnehmer hatte als geplant. Aber es stellte sich heraus, dass die Teilnehmerzahl gestiegen ist. Hier also vom Niedergang bei RTFen zusprechen ist schon sehr merkwürdig. Und das man sich bei der Planung der Verpflegung verspekuliert hat, so what, ist auch schon anderen Vereinen passiert.
Bleibt also noch die Frage, warum hat sich der Anteil an Wertungskartenfahrer zu Trimmfahrer so verändert. Dies wird man nicht klären können ohne die zu fragen die im letzten Jahr gekommen sind und diese Jahr nicht. Dann noch die Frage, warum ist die Teilnehmerzahl rückläufig, hier kann man nur spekulieren, Familiäre, Anreise, Strecke unattractiv da seit zig Jahren immer die gleiche usw. Bei der Streckenwahl hat übrigens der BDR mal den Vorschlag gemacht, einfach mal andersrum zu fahren. Welcher Verein hat das mal gemacht?, oder eine ganz andere Strecke planen und dies nicht aus der Not heraus, weil einige Straßen gesperrt sind.
Dies alles und noch mehr könnte hier im Forum ja mal zur Diskussion gestellt werden, aber dann unter einem anderen Titel.
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Tourini » 18.07.2018, 13:27

Top Teilnehmerzahl in Wedel wohl auch wegen Topwetter und trotz der zeitlich überschneidenden 24h-Fahrt in Nortorf.
Dass Verpflegung nachgekauft werden musste, ist dabei ja als Luxusproblem zu werten.
Mir hat die RTF jedenfalls sehr gut gefallen und die Störfähre war für mich das Sahnehäubchen auf der gelungenen Veranstaltung.
Vermutlich waren einige punktehungrige RTF-Fahrer in Nortorf, so dass dadurch sicher ein Teil der Wertungskartenfahrer in Wedel „entschuldigt“ sein dürften.
Die veranstaltenden Vereine investieren sehr viel Zeit und Kraft um jedes Jahr aufs Neue „ihre“ RTF zu stemmen und Helfermangel ist dabei immer mal wieder ein Problem.
Vielleicht wäre es hilfreich wenn auf den RTFs regelmäßig Flyer auslegt würden wo sich RTF-Teilnehmer für einen zentralen Helferpool anmelden können. Das würde zunächst zu nichts verpflichten aber durch eine Hinterlegung einer e-mail-Adresse wären diese Freiwilligen dann schnell und unbürokratisch ansprechbar. Hierdurch würden auch Nichtvereinsmitglieder die Anregung bekommen bei einer RTF aktiv mitzuhelfen. Dies mal als Idee - die vielleicht so oder ähnlich schon andere gehabt haben mögen.
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon sonja1 » 18.07.2018, 13:44

Tourini hat geschrieben:
18.07.2018, 13:27
Vielleicht wäre es hilfreich wenn auf den RTFs regelmäßig Flyer auslegt würden wo sich RTF-Teilnehmer für einen zentralen Helferpool anmelden können. Das würde zunächst zu nichts verpflichten aber durch eine Hinterlegung einer e-mail-Adresse wären diese Freiwilligen dann schnell und unbürokratisch ansprechbar. Hierdurch würden auch Nichtvereinsmitglieder die Anregung bekommen bei einer RTF aktiv mitzuhelfen. Dies mal als Idee - die vielleicht so oder ähnlich schon andere gehabt haben mögen.
Über HFS haben wir mal versucht, so eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Das ist der Link zum entsprechenden Forum: viewforum.php?f=48 Das ist aber leider wieder etwas eingeschlafen. Vielleicht gibt diese Diskussion mal Gelegenheit, diese Helferbörse wieder zu reaktivieren.

Im übrigen finde ich es total gut, daß hier wieder diskutiert wird - auch wenn die Eingangsüberschrift vielleicht etwas mißverständlich oder auch provokativ formuliert wurde. Entscheidend ist doch der Inhalt.
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Lupus
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Lupus » 18.07.2018, 14:24

Bei Helfermangel muss sich der Verein erst mal klarwerden, ob er eine RTF mit dem vorhandenen Personal durchführen möchte. Wenn ja, wie kann dies geschehen. Evtl, auf 3 Strecken begrenzen, Strecke so wählen, das nur ein Kontrollpunkt benötigt wird, Angebot an den Kontrollstellen reduzieren usw. Strecke nur noch per GPS??(Das Aus- und Abschildern bindet enorm viel Leute und kostet viel Zeit) Einfach mal versuchen, bei den CTFen klappt es ja auch.
Und wenn Änderung im Vorfeld kommuniziert wird, kann sich jeder drauf einstellen.
Evtl. sollten sich auch die Teilnehmer Gedanken machen, wie Sie dazu beitragen können, die Durchführung zu erleichtern. Hier nur das Stichwort Anmeldzettel vorher ausfüllen, passend Geld zur Hand, Sicherheitsnadeln dabei, vorher über die Strecke informieren und nicht beim Personal an der Anmeldung. Muss ich wirklich an der ersten Verpflegungsstelle anhalten und etwas essen? Ich glaube die meisten wissen gar nicht, warum es nach 25km schon eine Verpflegungsstelle gibt, es gibt diese, damit diejenigen die "nur" die 50er Runde fahren auch in den Genuss einer Verpflegung kommen. Aber dies nur am Rande.
Vielleicht sollte man als Teilnehmer auch ein wenig sein Anspruchsdenken herunterfahren und sich Fragen, muss an jeder Kontrollstelle ein rundumsorglos Paket an Nahrungsmittel zur Verfügung stehen? Genügt es nicht dieses großzügige Angebot den 50er Rundenfahrern zur Verfügung zu stellen, die übrigen können sich dann ja an der 2ten Kontrollstelle etwas mehr verpflegen. Mir ist es immer ein Rätsel warum bereits an der ersten Kontrollstelle so ein Andrang herrscht, ich fahre da immer dran vorbei.
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Ötzy » 18.07.2018, 18:19

Der letzte Untergang irgendwelcher „Events“ wurde wohl eher bei kommerziellen Anbietern verzeichnet?
Ich mag mich täuschen...

Gruß
Sascha
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Deichfahrer » 18.07.2018, 20:16

1. ich bin Vereinslos
2. nicht im Besitz einer Wertungskarte
3. kein Interesse an BDR

Wenn ich im Verein wäre, müsste Beitrag gezahlt werden und Verpflichtungen erfüllen.
Habe Jahrelang in einem Verein ( Fußball) meine Beiträge bezahlt und das war nicht wenig.
Von einem Verein erwarte ich einfach mehr um meine Erwartungen erfüllen zu können. ;)

Wofür Wertungskarte ??? Gibt es Preise oder nur Punkte ??? Da fahre ich doch glatt ohne Wertungskarte durch die Gegend. Verein/BDR hat noch nie mein Interesse geweckt und ohne Werbung nix los. Es fehlt einfach die Überzeugung in einen Verein einzutreten und wo ist die Anerkennung als Belohnung zu erhalten. Deswegen ist auch meine Vermutung das Problem Helfermangel großes Thema ist. :?:

Lieber bezahle ich meine 10 € und eventuell auch die Pfandgebühr. :mrgreen:

Ich frage mich schon die etliche Jahren warum schon nach 25 km anhalten an Depots, die Buffets sind schon vergleichbar mit einem Hilton Frühstück, insbesondere im Raum Hamburg wird alles getan an Service.
Fährt man weiter weg von Hamburg, sieht das Buffet ganz anders aus, armselig :Sehrlachend: Einsparen 1. Depot wäre hilfreich, 2. Depot zentralisieren mit Strecken in Schleifenform anbieten und am Ziel als Belohnung Erdinger Alkoholfrei anbieten. So kann ich mir eine schöne RTF vorstellen. :cool:

Die Gesellschaft hat sich total geändert im beruflichen Umwelt sowohl Freizeitverhalten, insbesondere bei der jüngeren Generation. :oops:

Mittlerweile fahre ich lieber nach Dänemark mit seinem besonderen Flair eine typische Radveranstaltung zu
besuchen. Nach einem Rennen bekomme ich Essen und Trinken was schon im Preis beinhaltet ist, dafür bin ich bereit 20 - 30€ zu bezahlen. :GrosseZustimmung:

Hier habe ich meine Sichtweise aus meinen Erfahrungen geschildert :Greis: :sieg:
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kocmonaut
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon kocmonaut » 18.07.2018, 21:44

Hallo Arne,
Hallo allerseits,

ich denke wir sollten Deinen Klammerzusatz (... Mitgliedschaft im Verein ...) in diesem Fred mal außen vor lassen, sonst ist es kein "Thema" sondern (zu) "allgemein".

Das Produkt "RTF im Norden" ist m. E. auch deutschlandweit ein Produkt mit Auszeichnung. Die Vereine leisten verdammt viel und verlangen vom Teilnehmer verdammt wenig. Wenn sich jemand verbessern muss, dann der Teilnehmer, nicht der Veranstalter. Das klingt hart, denn natürlich kann man den Teilnehmer nicht zur Teilnahme verdonnern. Radfahren kann man alleine, Fußball spielen nicht. Insofern ist der Radsport stärker vom Individualismus geprägt und wird auch stärker von Individualisten frequentiert. Genau, das weiß ich auch: Gemeinsam ist es schöner! Aber erst im Top-Leistungssport spielt die Mannschaftsdienlichkeit wieder eine entscheidende Rolle.

Wo wir also beim Individualismus sind: ich muss zum Radfahren weder runter nach Bimbach noch rauf nach Dänemark. Ich fahre gerne (im Sternfahrtmodus, aber wertungskartenfrei) von zu Hause aus mit dem Rad zum Start oder direkt auf die Strecke und wieder nach Hause. Auch dafür zahle ich gerne mein Startgeld (wenn man mich lässt) und bin dabei Teil einer Bewegung. Die BDR-Wertungskarten- und Teilnehmer-Punktehudelei bremst meines Erachtens solche offenen Lösungen unnötig.

Wie Wilf es beschreibt: Werbung hilft immer. Dafür braucht man a) einen Pressebeauftragten im Verein und b) eine Presse, die den Beitrag veröffentlicht, ohne ihn als Werbung verkaufen zu wollen.

Und wie Wilf es beabsichtigt: Provokation ist (branchenintern) ein Instrument der Werbung - und hier auf HFS somit korrekt platziert. Engarde - wo sind Eure Worte?

Lars
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon sonja1 » 20.07.2018, 09:11

Deichfahrer hat geschrieben:
18.07.2018, 20:16
Ich frage mich schon die etliche Jahren warum schon nach 25 km anhalten an Depots,
Die Frage, ob ein Depot nach "nur" 25 km erforderlich ist, wurde hier ja jetzt schon häufiger aufgeworfen. Ich habe mir dazu auch so meine Gedanken gemacht und komme zu dem Ergebnis "Ja, es ist erforderlich". Warum? Nun ja, viele, die hier schreiben, fahren ohne Probleme und regelmäßig 100 km und mehr. Aus dieser Perspektive ist man nach 25 km natürlich gerade erst warmgefahren und braucht eigentlich keine Pause.

Aber ich denke, daß sich die RTF´s ja eigentlich nicht nur langstreckenfahrende Rennradfahrer richten (sollen), sondern auch andere Arten von Radfahrern zur Fahrt animieren sollen. So sehe ich immer mal wieder auf der einen oder anderen RTF Eltern mit ihren Kindern, die diese ans Radfahren heranführen. Und ich glaube, daß für diese Zielgruppe das Depot nach 25 km zwingend erforderlich ist. Diesen anderen Blickwinkel sollten wir bei der Diskussion nicht aus den Augen verlieren - finde ich.
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Lupus » 20.07.2018, 10:42

Moin,
wie ich schon geschrieben habe, ist die erste Verpflegungsstelle erforderlich, aber hauptsächlich für diejenigen, die "nur" die 50er Runde fahren. Wenn aber wie meistens, bei einer Teilnehmerzahl von 400, alle an der ersten Verpflegung halten, dann benötigst du natürlich auch mehr Personal. Aber wie willst du das Regeln, willst du den übrigen Teilnehmern untersagen an der ersten zu halten?
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RSG-Arne
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon RSG-Arne » 24.07.2018, 22:27

Moin zusammen,

beim Thema RTF gilt es, nicht einen Blickwinkel nicht außer Acht zu lassen, sondern zahlreiche Blickwinkel einzunehmen. Es gibt nämlich nicht den typischen RTF-Fahrer, sondern zahlreiche unterschiedliche Gruppierungen, die sich in zig kleine Teilgruppen untergliedern ließen. Zum Beispiel: Für Rennen Trainierende, Genussfahrer, Punktesammler, Familien auf der ersten Tour, Gruppenfahren Übende, EInzelstarter mit und ohne Orientierungssinn, Fahrer, die wegen des Gemeinschaftserlebnisses und der Klönschnacks kommen, Trainingsrunden-Gelangweilte, Langsame, Schnelle, Vereine auf Ausfahrt, etc....

Jedenfalls geben sich die Ausrichter hier immer Mühe, möglichst viele Facetten zu bedienen. Ich glaube auch, dass es vielen Teilnehmern nicht klar ist, welches tolle Angebot eine RTF darstellt. Es kostet wenig, bietet viel, fast schon ein Rundum-Sorglospaket und man kann spontan entscheiden, ob man mitmachen will (jedenfalls noch und überwiegend). Bei einem Volkslauf zahlt man mehr, bekommt weniger und Voranmeldung ist Pflicht. Vielleicht sollte man auch den Aufwand, der dahinter steckt, einmal aus dem Verborgenen holen. Ich erinnere mich dunkel, das mal beispielhaft vor einigen Jahren getan zu haben. Vielleicht finde ich den Beitrag nochmal wieder.

Mich würde mal interessieren, ob es hier Mitleser gibt, die früher RTF gefahren sind und es heute nicht mehr tun. Was sind die Gründe dafür? Sind es persönliche Gründe (Interesse, Krankheit, Alter, neuer Sport...) oder liegt es an der Veranstaltung, den Veranstaltern (Preis, Service, etc.)?

Deichfahrers Beitrag hätte vielleicht helfen können, eine beispielhafte Einzelmeinung kennenzulernen. Ich muss nur leider zugeben, die "Message" nicht verstanden zu haben... Kannst Du das vielleicht nochmal mit anderen Worten aufschreiben?

Z.B. was muss ein Verein denn bieten, was er derzeit nicht bietet, damit ein Eintritt in den Verein interessant ist?
Ist es dann nicht perfekt, dass man nicht in einem Verein sein muss, um mitfahren zu können? (Dann sollte einem aber auch bewusst sein, dass man Strukturen nutzt, die es nur gibt, weil sich andere in einem Verein engagieren. Womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären.)
Was meinst Du mit "Ohne Werbung nix los?" Meinst Du, dass eine (bessere) Öffentlichkeitsarbeit für mehr Teilnehmer sorgen könnte?
Der BDR als Bundesverband scheint ja nicht überall das beste Image zu haben. Fakt ist aber auch, dass es RTFs als bundesweites Angebot nur gibt, weil das Ganze unter dem Dach des BDR läuft. Ob Wertungskarte oder nicht, halte ich auch für Geschmackssache. Dem einen ist es wichtig, dem anderen nicht.

Viele Grüße
Arne
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Bully » 24.07.2018, 23:48

Moin Arne,

ich gehöre zu denen die, ich habe mal nach geschaut 2009 - 2015, in der Regel 4-6 RTFs im Hamburger Umland mitgefahren sind. 2016, 2017 und bisher auch 2018 war ich nirgends am Start. Anfangs war es für mich wichtig das Gruppenfahren zu lernen, um bei den Cyclassics halbwegs vernünftig mitfahren zu können. Spaß hatte ich immer bei den RTFs, auch wenn ich oft alleine angereist bin. Die Startnummerabholung, die Ausschilderung, die Verpflegung war immer Top, an Euch liegt es bei mir nicht. In zwischen ist der Autoverkehr am Sonntag Nachmittag um Hamburg für mich so ätzend, dass ich keine Lust habe mich ins Auto zu setzen, um zu einer RTF zu fahren. Leider sind die für mich mit dem Rennrad (Volksdorf, Norderstedt, Kaltenkirchen) zu erreichenden RTFs immer durch persönliche Termine in Wasser gefallen. Und ja Wasser, 2017 war uns das Wetter oft nicht gnädig.

Ich denke, so richtig hilft dir/euch meine Antwort nicht. Aber die Staus wegen Elbtunnel und Deckel sind für mich ein Grund RTFs südlich der Elbe ganz zumeiden. Wedel ist deshalb für mich 2018 auch raus gefallen. Vier RTFs habe ich 2018 noch auf dem Zettel, der 9.9. :Zwinkern: ist auch dabei.
Gruß Bully
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon RSG-Arne » 25.07.2018, 20:38

Bully hat geschrieben:
24.07.2018, 23:48
Ich denke, so richtig hilft dir/euch meine Antwort nicht. Aber die Staus wegen Elbtunnel und Deckel sind für mich ein Grund RTFs südlich der Elbe ganz zumeiden.
Moin Bully,

doch, doch, ich finde schon, dass Deine Antwort hilft. Den Aspekt Verkehr habe ich zum Beispiel aus Veranstaltersicht eher nur bei Vollsperrungen (z.B. der A7) betrachtet. Umgekehrt hast Du mich aber auch daran erinnert, dass ich auch grundsätzlich nicht immer Lust habe, längere Strecken im Auto zu verbingen, um dann Radfahren zu "dürfen". Andererseits langweilt es mich auch oft, wenn ich immer nur auf den gleichen Strecken im eigenen Trainingsgebiet unterwegs bin. Wenn ich mit anderen verabredet bin oder z.B. den Messestand des Radsport-Verbands aufbaue, dann ist die Motivation ungleich höher ("muss ja sowieso da hin").

Das führt mich zu der Frage: Was motiviert noch, zu einer RTF zu fahren und dabei auch längere Wege zurückzulegen:
- dabei sein wollen
- Freunde treffen
- Punkte sammeln
- neue Strecken kennenlernen
- in größerer Gruppe fahren (mit weniger Aufwand schneller sein können)

Was hält ab:
- Zeitfaktor, bis ich auf dem Rad sitze
- Benzinverbrauch
- Kosten Bahnticket
- Anreise mweltfreundlich?

Was könnten Folgen sein?
- Fahrgemeinschaften
- RTFs werden Events, die für sich so interessant sind, dass die Motivation höher ist (aber: Nicht jede RTF kann so sein wie Bimbach, die Preise wären höher, der Aufwand immens - Helfer???)
- RTF-Veranstalter akzeptieren den Teilnehmerrückgang und passen den Aufwand den geringen Teilnehmerzahlen an
- verstärkte Nutzung des Sternfahrt-Modus (aber: Höherer Aufwand beim Veranstalter, in der Vergangenheit Diskussionen über die richtige Punktevergabe)

Das Wetter werden wir nicht ändern können und in die (Auto-)Verkehrspolitik einzusteigen, um den Autoverkehr besser fließen zu lassen, wirkt auch etwas merkwürdig...

Arne
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Knud » 25.07.2018, 23:28

Ötzy hat geschrieben:
18.07.2018, 18:19
Der letzte Untergang irgendwelcher „Events“ wurde wohl eher bei kommerziellen Anbietern verzeichnet?
Ich mag mich täuschen...

Gruß
Sascha
Das kommt wohl auf die Definition von Untergang an.
Sicherlich sind schon einige kommerzielle Veranstaltungen Geschichte, andere gefährdet.
Bei RTF-Absagen geht man ja meist davon aus, dass es im nächsten Jahr weiter geht. Ob das immer klappt, bezweifle ich.
Der Grund war zumindest offiziell meist Helfermangel oder Ausfall in de Orga. (Danach dann Behörden und Auflagen)

Nach meiner Wahrnehmung gibt es im kommerziellen Bereich aber deutlich mehr "Neuversuche".

Knud
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon Knud » 26.07.2018, 00:00

Hallo Leute,

hier sind so viel Aspekte zusammen gekommen. Zu einigen will ich dann auch meinen Senf geben.
Auch wenn man RTF und Vereine nicht trennen kann und soll, ist die Motivation zum Mitmachen doch verschieden.

Einen wichtigen Hinweis gibt Wilf schon im ersten Beitrag. Trimm- und Gelegenheitsfahrer bekommt man mit Werbung bzw. mit Information. Wenn ich von einer Veranstaltung nicht weiß, fahre ich auch nicht hin. Gegenthese: Bei den Germanen waren ähnlich viele Leute. Ein Teil der RTF-Fahrer sind treue Kunden, die sowie so wieder kommen. (die alleine werden in der Regel aber nicht reichen).

@ Stade: Ich finde es mutig, was die Kollegen manchen. Den Verzicht auf den Marathon finde ich konsequent. Am gleichen Tag findet auch in Kaltenkirchen ein Marathon statt, der zum Nordcup und zum BDR- Radmarathon Cup gehört. Serienfahrer können die Stader kaum erwarten. Lohnt dann der Zusatzaufwand (für wie viele Leute?)? Ich selbst bin gerne in Stade gefahren, es war sogar meine Premiere. Aber nach Kaltenkirchen komme ich ohne Umsteigen.
Wenn man sein Depot geschickt wählt, kann man auch mit Zentraldepot fahren. In Büddelsdorf hat das mit drei Strecken gut geklappt, letztes Jahr sogar mit vier. Das reduziert den Helferbedarf schon. Ich habe jedenfalls kein Problem, wenn ich ein Depot mehrfach anfahre.

Kritischer sehe ich den Verzicht auf Ausschilderung. Den wenigsten Wertungskartenfahrern wird es etwas ausmachen. Aber "Trimmfahrer", spontan Entschlossene und Familien wird das nicht helfen. Es gab ja schon RTF mit Tracks für die "Zusatzschleifen" und Ausschilderung der kurzen Strecken.
Vielleicht ein Kompromiss. In meinen Augen aber ein schlechter. Dazu benötigen geführte Gruppen wieder Helfer, die aber immerhin fahren können.

Ich meine, in Niedersachsen gibt es ehemalige RTF, die jetzt als Brevet laufen. Das reduziert den Aufwand erheblich, aber auch die Teilnehmerzahl.

@ Verpflegungsstellen
Wenn ich sehe, was auf der jeweiligen K1 los ist, wird sie wohl gebraucht. Ich benötige den Stopp auf alle Fälle. Aber ich bin ja auch derjenige, der oft noch vor K1 zum Riegel greift. Wichtig ist, dass klar ist, wann und wie viele Depots kommen, damit man sich darauf einstellen kann.
Es ist möglich, aber komplizierter zu schildern wenn der Weg zum Depot nicht für alle gleich lang ist. Allerdings leidet dann die Möglichkeit die Strecke noch unterwegs zu ändern.

@ Warum RTF
Radfahren kann man gut alleine. Aber wie so vieles macht es gemeinsam deutlich mehr Spaß. Man hat einen anderen Trainingseffekt, lernt in Gruppen fahren und kann sich unterhalten. Zudem fährt man nicht immer auf der "Hausrunde". Vieles davon geht auch in privaten Trainingsrunden. Das ist eine große Konkurrenz zu RTF.
Inzwischen spielt der Faktor Freunde treffen eine Rolle, am Anfang war das natürlich nicht so, ich kannte ja niemanden. Mich persönlich motiviert auch die Punkte-Sammelei. Allerdings deutlich weniger, seit es nichts mehr zum zeigen gibt. Eine "Finisher-Medaille" der Cyclassics macht was her...

Ich versuche RTF mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Das geht natürlich nur in Ballungsräumen. Und das steht auch im Widerspruch zur Idee mal "woanders" zu fahren.

Ich wäre gerne häufiger unterwegs. Aber hier ist ein Kompromiss mit den anderen Wünschen und Ideen zu finden. Den muss natürlich jeder mit sich ausmachen. Warum ich nicht in Wedel war? Der Urlaub mit der Familie war längst geplant... Sicher lag es nicht daran, dass es mir beim letzten mal nicht gefallen hätte.

Knud
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michel66
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Re: Niedergang der RTF - Erfahrungen in Wedel

Beitragvon michel66 » 26.07.2018, 10:41

Hallo Arne,

ich bin einer der Gelegenheits- RTF- Fahrer. Ich bin Mitglied in einem Verein (FC St. Pauli Radsport) und Wertungskarteninhaber.

Warum fahre ich nicht regelmäßig RTF`s?

Der Hauptrund ist sicherlich der Start Zeitpunkt am frühen Sonntag morgen. Aufstehen ist meistens aufgrund der Anreise zwischen 6- 6.30 Uhr erforderlich. Am Wochenende schlafe ich gerne mal aus und großartige Aktivitäten am Samstag Abend sind dann auch nicht möglich. Radlern, mit denen ich am Wochenende unterwegs bin, geht es ähnlich. Steht mir eine nette, kleine Gruppe Mitradler für eine schöne Tour Verfügung, beginnt der Radeltag um 10:00 oder 11:00 Uhr und ist genauso schön. Verabredungen sind auch ohne Vereinsmitgliedschaft über entsprechende Foren, Facebook, Whats app problemlos möglich.
Der zweite Grund ist das Wetter. Wenn ich mich schon um 6:00 aus dem Bett schäle, dann nur bei gutem Wetter. Im Regen losfahren, tue ich nicht (gilt auch für mir bekannte Mitradler).
Der dritte Grund: Die Strecken. Am Wochenende versuche ich, soweit möglich, Abwechslung in den Radelalltag zu bringen. Dabei nehme ich auch weitere Anfahrten in kauf. (sowohl bei RTF`s, als auch bei eigenen Ausfahrten). Da meine Wochentags- Hausrunde durch die Elbmarsch (im Westen) führt, fahre ich am Wochenende auf keinen Fall die gleichen Straßen wieder. Also z.B. nicht bei der RTF Wedel oder Blankenese.

Wertungskarten?
Ich habe eine und nutze sie auch, aber nur weil mein Verein Punkte sammelt. Wenn man diese Punktemarke erreicht, bekommt man eine kleine Anstecknadel. So what? Geht auch gut ohne. Wenn man also nur gelegentlich RTF`s fährt (und nicht in einem Verein ist) , geht es auch prima ohne Wertungskarte.

Der RTF an sich:
Ich fahre jedes Jahr ein- bis zweimal in NRW einen RTF. Vorzugsweise gespickt mit Hügeln oder Bergen (siehe oben Abwechslung). Der Unterschied von dort zu hier: Alles Grundsätzlich entspannter. Kommt mir zumindest so vor. Da wird vor dem Start noch geschnackt, gefrühstückt und irgendwann losgefahren. Das gesamte Startfenster wird genutzt. Man kann auch später losfahren, ohne den ganzen Tag alleine unterwegs zu sein. Hier sind bei gutem Wetter um 9:05 Uhr bis zu 1000 Teilnehmer weg und rasen in großen Gruppen um die Wette.
In NRW stehen oft im Ziel Bierwagen und Grillwagen bereit. Alles etwas gemütlicher halt. Ich finde das prima.

Ich meine auch beobachtet zu haben, dass das Rad -Touristik Angebot in NRW von deutlich mehr Familien, Kindern, Tourenradfahrern auf den kürzen Strecken angenommen wird. Die RTF`s werden dort nicht als Ersatz- Rennen angesehen (was nicht heißt, dass es auch dort schnelle Fahrer gibt). Das trägt auch insgesamt zu dem ursprünglichen Geist der RTF`s bei.
Dann gibt es gibt sowieso sehr viele Radler, die eher nicht so lange Strecken fahren, mal eben eine 2,5 Stunden Runde drehen. Für diese Zielgruppe muss es sich irgendwie lohnen, zu einem RTF zu fahren. Dafür gibt es aber wenig Gründe zur Zeit.
Der "Individualverkehr" hat in Zeiten mit Strava & Co natürlich ohnehin zugenommen. Gegen diesen Zeitgeist kommt man ohnehin schwer an.

Die Verpflegung ist in Norddeutschland/ Hamburg eindeutig umfangreicher, als bei den meisten in NRW. Was hier auf allen Depots oft aufgefahren wird, ist schon ganz schön übertrieben. Kommt mir manchmal wie ein Wettbewerb vor. Das tut nicht not, meine ich. Manchmal denke ich , es geht hier mehr um das Essen als um`s Radeln. Klar, ein Depot für die Teilnehmer der kurzen Strecken muss sein, aber gleich so riesen "Buffets" ? Bei den RTF`s in NRW geht es mit weniger und mir zumindest fehlt es an nichts. Anderen anscheinend auch nicht.

Ausschilderung muss auf jeden Fall sein. Es haben noch lange nicht alle Radler ein Navi. Diejenigen, die überwiegend auf den kurzen Strecken unterwegs sind.

Berichte in Zeitungen und Medien, Öffentlichkeitsarbeit: Wären mit Sicherheit für die Gewinnung von "Rad Touristik Fahrern" hilfreich. RTF Kenner kommen wohl trotzdem. Den gemeinen "Facebook/ Strava & Co Nutzer" erreicht man damit wohl nicht mehr.

Ups, jetzt habe ich schon so viel geschrieben. :Weissnicht: ;-)

Grüße Christoph
FC ST. PAULI RADSPORT

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