Rudi-Bode-RTF, Hamburg-Hamm '08 (Berichte)

hirschnase
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Rudi-Bode-RTF, Hamburg-Hamm '08 (Berichte)

Beitragvon hirschnase » 27.04.2008, 16:50

Hallo,

ich bin heute die "neue" Rudi-Bode RTF gefahren und habe insgesamt gemischte Gefühle bei dieser RTF.

Das Wetter war fantastisch, die Verpflegung war erste Sahne (Bio Bananen & Kornecks - lecker lecker!). Leider gabs auch ein paar Schattenseiten. Das fing an mit dem merkwürdigen Abstempeln der Streckenkarte beim Start. Das habe ich so bisher noch bei keiner RTF erlebt und hat die Gruppen extrem zerrissen. Letztendlich tingelten dadurch viele einzelne Fahrer durch die Gegend. Vor allen Dingen auf den ersten Kilometern - raus aus der "Stadt" - ist das nicht unbedingt von Vorteil für die Teilnehmer.

Dann kam diese ätzende Pflastersteinstrecke, bei der sich diverse Räder fast zerlegt haben. Hätte man das nicht vermeiden können? Ein kleiner Umweg wäre ok gewesen. Stattdessen wurde man genötigt auf diesen miesen Straßen zu fahren :( Schade finde ich, dass die Strecke nicht gleich auf den Deich ging; da wäre die Anfahrt kurz gewesen und man hätte sich nicht kilometer lang durch Wohngebiete schlängeln müssen.

Die Teilnehmerzahl war auch sehr überschaubar. Waren wohl alle beim Marathon. Schade. Trotzdem hats Spass gemacht. Danke an alle OrganisatorInnen!
Blues81
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Beitragvon Blues81 » 27.04.2008, 19:23

Also ich war recht zufrieden. Anmeldung ging fix und parken war besser als ich erwartet hatte. Der Startstempel könnte eine Bedingung der Polizei gewesen sein. Allerdings fand ich, dass sich durch rote Ampeln schnell wieder Gruppen entstanden. Nervig waren natürlich die ersten 6 Kilometer mit dem Kopfsteinpflaster. Darauf war ich aber nach der RTF vor dem Weltcuprennen gedanklich vorbereitet. Danach fand ich die Strecke aber ziemlich gelungen, auch wenn auf einem Teilstück zwischen Geesthacht nach Fünfhausen sehr viele Geher und Touristen-Radfahrer unterwegs waren. Ging aber alles gut.

Vielen Dank an die beiden Exercycle-Fahrer, die mich am Elbdeich aufgelesen haben und mit den ich richtig schön Tempo machen konnte.
Tom
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Beitragvon Tom » 27.04.2008, 21:31

Hallo Radsportler,

heute sollte es mein erster Marathon werden. Der RV Endspurt lud zum Start der 220er Strecke des Rudi-Bode-Radmarathons ins südliche Hamburg. Von der Berufsschule in Hamburg Hamm, Ebelingplatz 9, startete ich um 7.35 Uhr, bei Sonnenschein (aber bei noch frischen Temperaturen mit wenig Wind), zusammen in der Gruppe von 12 Kattenbergern, in Richtung Billwerder (Kopfsteinpflastereinlagen), Allermöhe.
Der schwache Südwind verlockte uns zu einem zügigen Schnitt von 30 km/h. Die Strecke ging zauberhaft an der Elbe entlang ins Herzogtum Lauenburg und war super ausgeschildert. Am ersten Kontrollpunkt überwältigte mich das Verpflegungsangebot. Alles was das Herz begehrt, sogar Joghurt gab es an der zweiten Station in Gülzow. Viele gut gelaunte Helfer schmierten eifrig Schnitten und verteilten Geränke. Vielen Dank dafür.
Über Gülzow, Dalldorf, Langenlehsten ging es zum Teil über holprige Wirtschaftswege (aber die können für uns Radler ja nicht überall neu pflastern :•) ) über gerade Strecken durch Kiefernwald, flach und schnell nach Lehmrade. Ein kleiner Kontrollpunkt versorgte uns. Das Wetter immer noch super und so war die Stimmung auch bei den Fahren, die man aus anderen Vereinen traf, sehr gut.
Über Neugüster, Müssen ging es wieder nach Gülzow. Joghurt war auch noch da. Nach kurzer Rast fuhren wir mit Seitenwind aus Süd und schönen Gefällstücken zum Kontrollpunkt Fünfhausen.
Auf dem letzten 26 km zum Ziel der Strecke über Ochsenwerder, teilten wir die teils engen Wege mit vielen Ausflüglern, die oft unberechenbar den Weg kreuzten. Auf einem Schild stand „noch 10 km zum Ziel" schade, ich wäre gern noch länger gefahren.
Am Ziel (215 km und 28,6 km/h Schnitt) alle glücklich und heil angekommen ohne Panne, was will man mehr. Ich hoffe alle anderen RTF-Fahrer hatten ebenso viel Freude an der Tour wie ich, an diesem schönen Tag.

Viele Grüße
Tom
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Beitragvon Oldboy » 27.04.2008, 22:15

Also ich fand es die beste RTF die ich bisher gefahren bin.
Anmeldung ging schnell.
Der Start war in dieser Form super, so ging es völlig streßfrei auf die Strecke ohne das übliche Gedrängel. Überall steht :eine RTF ist kein Rennen. Mit diesem Startmodus sind die ersten Voraussetzungen dazu gegeben. Naja, die ersten km war die Strecke bescheiden. Aber auch darauf kann man sich einstellen. Ggf. langsamer fahren, denn eine RTF ist .... :wink:
Super Wetter und das flache Profil kam mir sehr entgegen :lol: Verpflegung unterwegs = top . Und die Bratwürstchen am Ziel waren Bestens. Etwas merkwürdig fand ich die Bemerkung eines Fahrers. der mich in 3 er Grupe (nebeneinander ) überholte und dann noch meinte ich solle doch weiter rechts fahren. ER wird schon Recht haben, trug er doch ein Trikot vom BDR mit dem Aufdruck "Kontrollfahrer" oder ähnlich :?
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Beitragvon Grimpeur » 28.04.2008, 00:58

Tom hat geschrieben: Über Gülzow, Dalldorf, Langenlehsten ging es zum Teil über holprige Wirtschaftswege (aber die können für uns Radler ja nicht überall neu pflastern :•) ) über gerade Strecken durch Kiefernwald, flach und schnell nach Lehmrade. Ein kleiner Kontrollpunkt versorgte uns. Über Neugüster, Müssen ging es wieder nach Gülzow.
wie wurde Lehmrade angefahren, direkt von Gudow aus?
Oder über einen Umweg durch das Dorf Kehrsen, durch das auch die Endspurt Seen Tour führt?

Und wie ging es von Lehmrade nach Neugüster? Über Mölln? Oder wurde in Lehmrade gewendet und dann nochmal zurück Richtung Gudow und von dort dann nach Güster?



Noch ne Frage:
Wie weit ging von Hamburg aus die 154 km Strecke?

Bei der Endspurt SeenTour führt die 120km Strecke über Mölln/Neuhorst/Lehmrade ; bei der 155km Strecke wird noch eine Schleife weiter östlich Richtung Schaalsee gedreht.
hirschnase
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Beitragvon hirschnase » 28.04.2008, 07:33

Oldboy hat geschrieben:Überall steht :eine RTF ist kein Rennen. Mit diesem Startmodus sind die ersten Voraussetzungen dazu gegeben.
Das hat damit nichts zu tun, sondern eher, dass wohl vermieden werden wollte, dass sich Gruppen von mehr als 12-15 Radler zusammenfinden damit diese offiziell laut StVo in Zweierreihe auf der Fahrbahn fahren (und damit den am Sonntag Morgen nicht vorhandenen Autoverkehr "behindern") dürfen. Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt. Denn die Einzelfahrer die da am Start rumtingelten sind nicht auf den (benutzungspflichtigen) Radwegen gefahren und haben damit gegen die Verkehrsregeln verstoßen. Der RTF-Veranstalter unterstützt dieses Verhalten durch einen solchen Start auch noch.

Außerdem: diejenigen, die schnell fahren wollen und können, werden das auch weiterhin tun. Teams sprechen sich ab und warten aufeinander. Und auch Einzelfahrer können sehr schnell sein.

Insofern verhindert ein solcher Start gar nichts, außer das die Teilnehmer in großen Gruppen sicher durch den Straßenverkehr kommen.

"Eine RTF ist kein Rennen" bedeutet übrigens nicht, dass man nur 25km/h schnell fahren darf. Auf einer Straße mit Tempolimit 50 oder größer, kann man auch als Radfahrer schnell fahren wenn man auf den Verkehr achtet und sein Rad unter Kontrolle hat.
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Beitragvon RSG-Arne » 28.04.2008, 08:47

Moinmoin,

ich war zwar nicht in Hamm dabei, aber ein paar Anmerkungen habe ich: Soweit ich weiß, ist der Startstempel vom BDR bei RTFs vorgesehen, es hat sich nur eingebürgert, dass dieser nicht (mehr) verlangt wird, da dies am Start schwer durchführbar ist, wenn es Hunderte Starter gibt. Der Startstempel dient meiner Meinung dazu, zu verhindern, dass zu viele Leute sich am Start vordrängeln und sich nicht an den Startmodus halten. Das gefährdet die Genehmigung fürs nächste Jahr, da die Behörden normalerweise den Startmodus genau vorschreiben.

In der Regel werden die Teilnehmer einer RTF von der Genehmigungsbehörde von der Radwegebenutzungspflicht befreit. Es dürfen dann also auch die Einzelfahrer auf der Straße bleiben. Beim Blankeneser Rundtörn sind es jedenfalls nur kurze Strecken, bei denen die Teilnehmer den Radweg benutzen müssen und die sind dann explizit in der Genehmigung aufgeführt.

Die Kontrollfahrer/Tourenbegleiter haben tatsächlich blaue Jacken mit dem BDR-Logo drauf (ohne Zusatz Kontrollfahrer) und sind genauso Radfahrer wie die anderen auch. Entweder der angesprochene Kontrollfahrer hatte einen Grund, den Kollegen weiter nach rechts zu bitten oder er hat sich vertan. Auch das kann passieren. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es da ums "Polizei spielen" ging.

Viele Grüße, Arne
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Beitragvon Heide-Biker » 28.04.2008, 09:15

Das war gestern eine wirklich gut organisierte RTF. Die Anmeldung ging völlig reigungslos, beim Start musste man trotz Gestempel nicht lange Warten und die Verpflegung unterwegs war hervorragend.

Es war meine erste Radtour ohne Schmerzen. Ich denke das lag an den deutlich höheren Temperaturen.

Einen ausführlicheren Bericht und einige Fotos findet Ihr in meinem Blog: Bericht von der Rudi-Bode-RTF 2008
siehe auch: www.Radsportler-helfen-Nils.de
siehe auch: www.Heide-Biker.blogspot.com
siehe auch: www.Team-Mainplan.de

Viele Grüße aus der Nordheide

Karsten Niemann
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Beitragvon grisu.kai » 28.04.2008, 10:23

Grimpeur hat geschrieben:
Tom hat geschrieben: Noch ne Frage:
Wie weit ging von Hamburg aus die 154 km Strecke?
Moinsen,
die Strecke der 154km Runde führte bis nach Büchen, dort in Bahnhofsnähe wurde dann die 154km Runde vom Marathon getrennt.
Ansonsten, eine tolle Veranstaltung, die dort auf die Beine gestellt wurde.
Nur die Kopfsteinpflasterpassage :-( Dort hätte man genügend parallel verlaufende geteerte Straße verwenden können. ( von einem Ortskundigen :-))
Und an einem Sonntag morgen sind die Parallelstraßen genauso tot wie die gewählte Route an dem Haus der tausend Lichter vorbei.
Aber tolle Tour, und vielen Dank an Jens und Ramon, die mich ab Gülzow km 60 begleitet haben. Gute Besserung dem Knie, Ramon :-)

Gruß Grisu
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Beitragvon Oldboy » 28.04.2008, 11:58

@hirschnase

warum "tingeln" Einzelfahrer, während Gruppen sich sportlich betätigen?

warum müssen Einzelfahrer bei einer RTF den Radweg benutzen und Gruppen nicht ?

ab wann ist man eine Gruppe ( 1,2,3 ?? )

Natürlich darf jeder so schnell oder langsam fahren wie er möchte oder kann.



@RSG Arne
Der Sportsfreund hatte keine blaue Jacke an, sondern nur ein Shirt mit dem bewussten Aufdruck. Natürlich hatte er einen Grund, mich weiter nach Rechts zu bitten. Überholte er doch mit seiner Gruppe in 3er Reihe -nebeneinander - Da wird es natürlich etwas eng :oops:
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Beitragvon hirschnase » 28.04.2008, 13:18

Oldboy hat geschrieben:warum müssen Einzelfahrer bei einer RTF den Radweg benutzen und Gruppen nicht ?

ab wann ist man eine Gruppe ( 1,2,3 ?? )
§ 27. Verbände

1. Für geschlossene Verbände gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß. Mehr als 15 Radfahrer dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren.

3. Geschlossen ist ein Verband, wenn er für andere Verkehrsteilnehmer als solcher deutlich erkennbar ist.

5. Der Führer des Verbandes hat dafür zu sorgen, daß die für geschlossene Verbände geltende Vorschriften befolgt werden.
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Beitragvon Oldboy » 28.04.2008, 13:33

Oha, dann wird es bei den nächsten RTF ja ziemlich eng auf den Radwegen. :? Denn nach meinen Beobachtungen "tingeln" die meissten Gruppen in einer Größenordnung von 6-10 Fahrern auf den Straßen rum und verstossen somit gegen die Verkehrsvorschriften. Das Auge des Gesetzes sieht bei der Geschwindigkeit natürlich sofort, ob es sich um eine "Tingelgruppe"von 15 oder um einen Verband von 16 Fahrern handelt :wink: Alles klar soweit.
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Beitragvon hirschnase » 28.04.2008, 13:37

Oldboy hat geschrieben:Oha, dann wird es bei den nächsten RTF ja ziemlich eng auf den Radwegen. :? Denn nach meinen Beobachtungen "tingeln" die meissten Gruppen in einer Größenordnung von 6-10 Fahrern auf den Straßen rum und verstossen somit gegen die Verkehrsvorschriften.
Ich zitiere:

"In der Regel werden die Teilnehmer einer RTF von der Genehmigungsbehörde von der Radwegebenutzungspflicht befreit. Es dürfen dann also auch die Einzelfahrer auf der Straße bleiben. Beim Blankeneser Rundtörn sind es jedenfalls nur kurze Strecken, bei denen die Teilnehmer den Radweg benutzen müssen und die sind dann explizit in der Genehmigung aufgeführt. "

Des weiteren müssen Radfahrer die Fahrbahn befahren, wenn nicht explizit eine Benutzungspflicht mit dem entsprechenden Zeichen angeordnet ist. Das ist bei 80% der RTF-Strecken nicht der Fall da diese durch ruhige Landstraßen und Wege führen, die nicht über benutzungspflichtige und zumutbare (den Vorschriften entsprechende) Radwege verfügen. Gruppen von <15 Fahrern sollten dann aber in 1-er Reihe fahren, wenn man es genau nimmt.
Zuletzt geändert von hirschnase am 28.04.2008, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grimpeur
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Beitragvon Grimpeur » 28.04.2008, 14:26

grisu.kai hat geschrieben:
Grimpeur hat geschrieben: Noch ne Frage:
Wie weit ging von Hamburg aus die 154 km Strecke?
Moinsen,
die Strecke der 154km Runde führte bis nach Büchen, dort in Bahnhofsnähe wurde dann die 154km Runde vom Marathon getrennt.
Danke! Also ging wohl nur der Marathon über Langenlehsten + Lehmrade.

Für die Hamburger, die selten nach Osten in den Umkreis von Mölln herausfahren, sind diese RTFs eine schöne Strecke.

M.E. ist die Endspurt Seen Tour von der Strecke vermutlich die attraktivste RTF und von daher unbedingt zu empfehlen, zumal die Strecke auch hügelig und damit nicht so eintönig ist.

Vielleicht hat jemand zur neuen Rudi-Bode Streckenführung ein GPS-Protokoll oder eine Markierung bei Google maps, wäre sehr informativ.
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Beitragvon thomas-hh » 28.04.2008, 15:09

oldboy stört sich offensichtlich vor allem am Begriff "tingeln". Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dieser Begriff eher negativ belegt,
in etwa wenn abgehalfterte Schauspieler in Provinzklitschen auftreten oder ebensolche Sänger bei Baumarkteröffnungen.Dass Du nicht darauf eingehst, obwohl oldboy tingeln mit " hervorhebt, finde ich bezeichnend.
Auch die Formulierung "wer lesen kann, ist klar im Vorteil" finde ich in diesem Forum etwas unpassend. Hier klärt man unterschiedliche Auffassungen friedlich.

Wenn ein Kontrollfahrer, ob selbst ernannt oder durch den Veranstalter, mit zwei weiteren Fahrern nebeneinander fahren zu müssen glaubt und mich dann zurecht weist, ich solle doch gefälligst weiter rechts fahren, dann ist das eine bodenlose Unverschämtheit. Wer im Glashaus sitzt .....

Ich bin übrigens meistens auch Einzelfahrer und nicht im Verein organisiert und würde den Begriff "tingeln" ebenfalls als nicht freundlich auffassen. In einem anderen Thread (Anhebung der Startgebühr) habe ich bereits darauf hingewiesen, ich könnte auch auf eine RTF-Teilnahme verzichten, wenn ich als Einzelfahrer als Fahrer
2. Klasse betrachtet würde. Wenn alle Einzelfahrer so handeln würden, würden RTFs sicher bald etwas weniger luxuriös ausfallen.

Gruß
Thomas
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Beitragvon hirschnase » 28.04.2008, 15:37

Es lag nicht in meiner Absicht RTF Einzelfahrer durch die Verwendung des Wortes "tingeln" negativ zu belegen. Ich bitte um Entschuldigung dafür.

Was ich sagen wollte ist, dass es gerade für den Start von RTF's und die damit einhergehende Fahrt aus der Stadt in ruhigere Gefilde nicht dienlich ist, wenn das Bilden von Gruppen durch das Stempeln verhindert wird. Natürlich gibt es auch Teilnehmer, die unbedingt komplett alleine fahren möchten und für die solch eine Startmethode kein Nachteil darstellt. Allerdings behaupte ich, dass es sich bei diesen Fahrern eher um eine Minderheit handelt und es nicht dem allgemeinen Wunsch entspricht, dass einzeln gestartet wird.
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Beitragvon Oldboy » 28.04.2008, 15:49

:lol: Und nun freuen wir uns alle auf Winsen, starten dort wie der Veranstalter es vorgibt und haben Spaß in der Gruppe, im Verband, oder als Einzelkämpfer :lol:
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Beitragvon thomas-hh » 28.04.2008, 16:07

hirschnase hat geschrieben:Es lag nicht in meiner Absicht RTF Einzelfahrer durch die Verwendung des Wortes "tingeln" negativ zu belegen. Ich bitte um Entschuldigung dafür.

Was ich sagen wollte ist, dass es gerade für den Start von RTF's und die damit einhergehende Fahrt aus der Stadt in ruhigere Gefilde nicht dienlich ist, wenn das Bilden von Gruppen durch das Stempeln verhindert wird. Natürlich gibt es auch Teilnehmer, die unbedingt komplett alleine fahren möchten und für die solch eine Startmethode kein Nachteil darstellt. Allerdings behaupte ich, dass es sich bei diesen Fahrern eher um eine Minderheit handelt und es nicht dem allgemeinen Wunsch entspricht, dass einzeln gestartet wird.
Es hat sich eingebürgert, dass sich immer wieder Gruppen außerhalb des Startbereichs (quasi um die Ecke) aufhalten und sich dann an gerade gestartete Gruppen anhängen, einfach weil sie keinen Bock haben, zu warten - so wie alle anderen. Vielleicht wurde deshalb diesmal auf die Startstempelvergabe gedrungen. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass das aufhält und nervt. Haben muss ich das nicht!

Ich trainiere bisher immer allein, weil ich einfach nicht fest planen kann, sondern immer wieder mal absagen müsste. So wirklich Spaß macht das nicht. Ich freue mich natürlich, wenn sich bei einer RTF ein paar Leute zu einer Gruppe zusammenfinden. Hatte ich schon mehrfach und es hat immer Laune gemacht. Das Dasein als Einzelfahrer hat also nichts damit zu tun, "dass ich mir selbst genug bin". Hat sich nur so ergeben :D .

Meine erste RTF in 2008 wird die in Buchholz sein, weil ich vorher noch meine Skisaison abschließen muss. Vielleicht sieht man sich dort.

Und jetzt wieder zurück zur Rudi-Bode-RTF.

Viele Grüße

Thomas
Tom
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Beitragvon Tom » 28.04.2008, 17:25

Hallo Grimpeur,

hier der Streckenverlauf laut Streckenliste:
Gudow - Kehrsen - Lehmrade - (nochmal durch Gudow, weiß ich selber nicht mehr) Güster - Göttin - Neugüster - Müssen - Schulendorf - Wangelau - Gülzow

Gruß, Tom
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Beitragvon Ulrich » 28.04.2008, 20:11

Grimpeur hat geschrieben:[
Vielleicht hat jemand zur neuen Rudi-Bode Streckenführung ein GPS-Protokoll oder eine Markierung bei Google maps, wäre sehr informativ.
Hallo Grimpeur,

ich hab mal ein ZIP-File mit der Map, dem Google-Earth File und einer GPX Datei von der 120er Strecke erstellt. Es kann hier heruntergeladen werden:

http://www.konzertblogger.de/RudiBodeRTF.zip

Gruss

Uli
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Beitragvon Grimpeur » 28.04.2008, 20:45

Danke an Euch beide (Tom + Ulrich)
Tom hat geschrieben:hier der Streckenverlauf laut Streckenliste:
Gudow - Kehrsen - Lehmrade - (nochmal durch Gudow, weiß ich selber nicht mehr) Güster - Göttin - Neugüster - Müssen - Schulendorf - Wangelau - Gülzow
ja, von Lehmrade besteht nur die Wahl: entweder über Gudow nach Göttin/Güster oder alternativ über Mölln. Letztere Streckenvariante (jedoch von Mölln dann nicht über Güster) wählt die Endspurt Seen Tour (120 + 155km). Der Vorteil ist ein kleiner Anstieg am Lütauer See vor dem Ortseingang Mölln, der Nachteil, dass Mölln durchfahren werden muss (Berliner Str, Grambeker Weg, Vorkamp), um über Alt-Mölln den Rückweg nach HH fahren zu können.
Peter Lemke
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Beitragvon Peter Lemke » 28.04.2008, 21:46

Ich fand es eine sehr gelungene Veranstaltung! Danke an alle Beteiligten.
Die Streckenführung fand ich überraschend gut gewählt, geradezu hervorragend, wir hatten eigentlich alle eine Tour ala "Vor dem Weltcup" erwartet.
Ich bin die 150er Runde gefahren, wobei der Marathon diesmal einen wirklich lohnenswerten Abstecher macht und nicht nur eine angefriemelte Runde, um die KM voll zu bekommen.
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Beitragvon snief » 29.04.2008, 09:02

Hallo,

ich bin mit der Rudi Bode-RTF erstmals eine RTF gefahren und mir hat's super gefallen. Ich dachte mir, erstmal die kurze Runde zu nehmen, um in Ruhe in alles reinschnuppern zu können.

Der erste Schreck jedoch auf dem Weg dorthin. Irgendwann fiel mir auf, dass mein HF-Brustgurt zu Hause lag. Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, mich erstmal an der HF zu orientieren, um nicht am Anfang zu überziehen. Nun gut, musste so gehen und letztlich fand ich es sogar angenehmer, als immer auf die HF zu achten. Das Problem beim Einteilen scheinen mir mehr die Beine denn die HF zu sein... ;)

Der Start war gut zu finden und es ging alles fix und problemlos. War wahrscheinlich gut, erst gegen 10:00 Uhr dort zu sein, um dem Gedränge aus dem Weg zu gehen.

Auf die Strecke dann als Einzelfahrer. Schnell jedoch hatte ich zur ersten Dreiergruppe aufgeschlossen und so begann ein nettes Hopping zwischen Einzelzeitfahren und kleineren Gruppeneinlagen.

Wetter und Strecke fand ich klasse. Auch die kurzen Kopfsteinpflasterpassagen waren für mich nicht dramatisch. Die meisten Stücke konnte man umfahren und wenn man's mit dem Schnitt nicht zu ernst nimmt, hat man eigentlich mit ein paar Metern niedrigerem Tempo keine Probleme.

Kaum hatte ich mein Tempo gefunden, war ich auch schon an der Verpflegungsstelle. Bis hierhin gab's nicht ein einziges Problem mit der Ausschilderung (gab's dann bis ins Ziel auch nicht mehr) und die Kontrollstelle war ähnlich perfekt organisiert.

Nach der Stärkung war dann klar, dass der Rest Einzelfahren wird, da die meisten die längeren Strecken bevorzugten. Dennoch hat's richtig Spaß gemacht - die Streckenführung war klasse und es waren kaum Bremsmanöver notwendig. Insofern war ich über meinem knapp 30er Schnitt für's erste Mal sehr überrascht und wahrlich mehr als zufrieden. Gut, das Gruppenfahren unter Rennbedingungen kam hinsichtlich des Erfahrung sammelns etwas zu kurz, aber es hat jede Menge Spaß gemacht und motiviert für die nächste Veranstaltung und die längeren Strecken.

Besten Dank an alle, die diese Veranstaltung ermöglicht haben für die klasse Organisation!

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