RTF TUS Neuenrade Tour de Sauerland (Bericht)

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RTF TUS Neuenrade Tour de Sauerland (Bericht)

Beitragvon michel66 » 05.08.2016, 11:12

Moin, Moin,

ist zufällig von den hier mit lesenden und schreibenden Westfalen jemand am Sonntag in Neuenrade am Start?

Ich versuche mich mal an der 111 km Strecke mit 1700 Hm. Einmal im Jahr muss ein RTF mit echten Bergen sein.


http://www.tus-neuenrade-radsport.de/events/rtf/
Zuletzt geändert von michel66 am 08.08.2016, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Mein Bericht zur RTF in Neuenrade

Beitragvon michel66 » 08.08.2016, 17:14

Tour de Sauerland am 07.08.2016

Mein alljährlicher Ausflug in das Sauerland führte mich diesmal nach Neuenrade. Den vom dortigen Verein TuS Neuenrade durchgeführte RTF „Tour de Sauerland“ hatte ich bisher noch nicht unter die Räder genommen. Mein Vereinskollege Thomas schwärmte vor zwei Jahren von der Strecke und einem speziellen „Kettentest“. Grund genug dort einmal vorbei schauen. Das Wetter entwickelte sich, wie vorher gesagt, prächtig. Bevor die Sonne sich gegen den Morgendunst durchsetzen konnte, war es mächtig kühl. Zum Start war dann kein einziges Wölkchen mehr am Himmel zu sehen und es entwickelte sich ein in diesem Jahr eher seltener, echter Sommertag. :D Wie immer in NRW starteten die Teilnehmer zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlicher Gruppenstärke oder alleine. Einige nutzten die Sonnenstrahlen erst einmal für ein kleines Frühstück. Richtig eilig hatte es dort niemand. Auf den bergigen Strecken benötigt man ohnehin keine großen Gruppen, meistens fährt dann doch jeder irgendwann für sich. Zumindest bergauf. Alleine ist man aber dennoch nicht unterwegs. Irgendwie sind immer einige Mitradler in der Nähe. Auf flachen Passagen ist dann auch gerne mal ein Pläuschchen drin.

Los ging`s Richtung Sorpesee, den man aber erst auf dem Rückweg zu Gesicht bekommt. Bis zu K1 in Bönkhausen ging es zum warm werden ständig auf und ab über hügeliges Terrain. Der höchste Punkt des Tages für die 111 Kilometerfahrer wurde dann zwischen K1 und K2 in Angriff genommen. Die auf der Homepage zur Verfügung gestellte Strecke wies einen höchsten Punkt von rund 650 üNN aus, in Wirklichkeit waren aber es aber etwas weniger. Genauso schrumpften die bei gpsies angegeben 1700 Höhenmeter zu 1430 zusammen. Dafür fuhren wir letztendlich 114 statt der 111 Kilometer. War mir aber letztendlich völlig egal. Die Bergwertung wird kurz vor der Ortschaft „Faulebutter“ (die heißt wirklich so) abgenommen, bevor man Richtung K2 seinen persönlichen Geschwindigkeitsschnitt auf der langen Abfahrt in die Höhe treiben kann. „Hier hat die Schinderei ein Ende und es folgt der gemütliche Teil des Tages“ kündigte ein einheimischer Mitradler an. Ganz unrecht hatte er damit nicht, obwohl noch 600 Höhenmeter vor uns lagen. Die restlichen Steigungen verteilten sich nämlich auf die noch folgenden 60 Kilometer. Nur der mächtig auffrischende Wind gegen Ende der Runde wurde auf den letzten Metern noch zu einer kleinen Herausforderung.

Von K2 bis an Eslohe vorbei verlief die Strecke auf dem Sauerlandradring. Bei maximal ein prozentigen Steigungen oder Gefällen, vermutlich ehemaliger Bahnlinien, ließen es die Teilnehmer richtig rollen. Nass wurden wir an diesem Tag nur in dem feuchten Fledermaustunnel. Diesen habe ich, wenn es keinen Zweiten gibt, bereits beim RTF Hochsauerlandklassiker durchfahren. Immer wieder nett! Irgendwo um Kilometer achtzig herumwurde dann der „Kettentest“ angeboten. Eine Tafel am Wegesrand stellte einen „Kettentest mit 18 % Prozent Steigung und 3,2 Kilometer“ :shock: und einen „Normal mit deutlich weniger Steigung und fünfkommerirgendwas Kilometer“ zur Auswahl.
Zwei Radler bogen tatsächlich rechts ab in die Steigung „Marke langer Waseberg“, die anderen um mich herum zogen „normal“ vor. Ich auch. Irgendwie fehlte mir in diesem Augenblick die richtige Einstellung dafür… Ob „normal“ oder „Kettentest“: Belohnt wurden alle mit dem dann folgenden Teilstück längs des Sorpesees. Herrliche Ausblicke inclusive, sofern der Radweg und nicht die stark befahrene Straße befahren wurde.

Ein letztes Hindernis lag wie ein Damoklesschwert über den letzten 40 Kilometern: Das Schützenfest in Mellen. DAS Gesprächsthema an K4 und K5. Wer schafft es bis 14.30 wegen des Festumzuges an der angekündigten Vollsperrung des Dorfmittelpunktes vorbei zu kommen? So schön Schützenfeste auch sind, eine Zwangspause einlegen wollte eigentlich kaum jemand. Nur schieben wäre die Alternative gewesen. Ich trat noch einmal ordentlich in die Pedale und passierte die Passage um 14:15 und schmunzelte über die zum „Antreten“ strömenden Federhutträger. Die Angelegenheit an sich war aus Sicht des Veranstalters aufgrund der Auflagen sehr ernst zu nehmen. Hinweise zur Beachtung der Sperrung gab es vom TuS Neuenrade reichlich. Auch dort wird es immer schwieriger für Veranstaltungen wie RTF`s die behördlichen Genehmigungen zu erhalten. Das sollten wir Radfahrer uns immer wieder vor Augen halten, wenn wir bei den RTF`s unterwegs sind.

Im Ziel genossen die Meisten wahlweise mit Bier und Bratwurst oder Kaffee und Kuchen die wärmenden Sonnenstrahlen. Dort traf ich dann Jennifer (hier im HFS Forum unter „Sonne_Wolken“ unterwegs). Ihr pinkfarbener Renner sprang mir gleich ins Auge. Vielleicht hat sie ja einige Fotos gemacht, die sie hier noch reinstellt. Sollte ich noch auf anderen Seiten welche finden, werde ich die hier verlinken. Ich selbst hantiere leider äußerst ungerne während derartiger Fahrten mit der Handykamera herum, auch wenn so einem Bericht, wie diesem hier, dann etwas Wesentliches fehlt. Vielleicht sollte ich mir mal eine On Board Kamera zulegen…

Auf dem Parkplatz neben mir fasst ein Dülmener Radler den Tag treffend zusammen: "Was für ein geiler Tag". Dem ist nichts hinzuzufügen. :GrosseZustimmung:
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Re: RTF TUS Neuenrade Tour de Sauerland (Bericht)

Beitragvon michel66 » 16.08.2016, 11:01

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