Waltroper Frühjahrs-RTF am 28.03.16

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Sonne_Wolken
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Waltroper Frühjahrs-RTF am 28.03.16

Beitragvon Sonne_Wolken » 22.03.2016, 09:47

Ostermontag startet wieder die Frühjahrs RTF des RC Sprinter Waltrop.
Vier Strecken mit 27 km, 41 km, 71 km und 111 km stehen zur Auswahl.

Start ist zwischen 8:00 Uhr und 10:00 Uhr auf der Ziegeleistrasse 31 in 45731 Waltrop.

Infos hier:
http://www.sprinter-waltrop.de/event/wa ... nce_id=178
und hier:
http://www.sprinter-waltrop.de/rtfctf/

Ich werde dort wieder dabei sein. Hoffe das ich mich bereits vom 200 km Brevet am Samstag in Münster erholt habe.
LG Jennifer

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Beitragvon Sonne_Wolken » 30.03.2016, 14:06

Die einzige RTF am langen Osterwochenende in NRW und nur 304 Teilnehmer fanden sich in Waltrop ein. Zugegebenermassen war die Wettervorhersage nicht so optimistisch. Immer wieder Schauer mit viel Wind und starken Windböen sollte es geben. Und ja, die Wettervorhersage stimmte.

Um kurz nach 9 Uhr machte ich mich mit Günter auf den Weg. Seine Frau Gabi war schon ein paar Minuten vorher auf der 41 km Strecke gestartet. Günter fuhr die 71 km und ich die 111er. Zunächst war es noch trocken und es rollte ganz gut. Wer aber dachte das Münsterland hätte keine Steigungen, wurde hinter Bork eines besseren belehrt. 8% boten uns die nächsten paar hundert Meter. Die letzten 100 Meter wurde es noch etwas steiler und ich fuhr im Wiegetritt. Der Ehrgeiz vorne nicht aufs 30er Kettenblatt zu schalten hatte mich gepackt. Mit dem 42er vorne trieb ich dann auch mal meinen Puls etwas höher.
Ca. 3 km vor Südkirchen erreichten wir die erste Kontrolle. Es war ganz schön windig, aber der Wind kam von hinten. Zu dem Zeitpunkt wollte ich noch nicht darüber nachdenken was das für den Rückweg bedeutete.
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Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir weiter und durchquerten Südkirchen. Kurz dahinter kam die Streckenteilung und ich verabschiedete mich von Günter. Vor Capelle nutzte ich meine Alleinfahrt dann für einen Fotostop. Die Reste der alten Windmühle konnte ich nicht einfach unfotografiert da stehen lassen.
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Durch Capelle hindurch folgte ich der Route vorbei an Ascheberg. Ein paar Kilometer weiter dann der nächste Halt. Haus Romberg war vor einigen Jahren restauriert worden und musste einfach fotografiert werden. Komme nur schwer an altem Gemäuer vorbei.
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Die Bahnlinie wurde unterquert und weiter ging es durch Davensberg. Hier war ich letztes Jahr auf der gleichen Strecke schon total durchnässt. Dieses Mal fielen nur ab und zu ein paar Tröpfchen die nicht mal die Strasse erreichten. Und ich hatte eine neue Regenjacke, für alle Fälle.
Kurz vor der zweiten Kontrolle erreichte ich das Venner Moor.
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Wenige Kilometer später kam dann die Kontrolle direkt am Dortmund-Ems-Kanal. Hier wurde ich von Pjotr und seinem Mitfahrer angesprochen, die schon einige meiner Berichte gelesen hatten. Sie stellten sich gut gelaunt in Pose und ich zückte die Kamera.
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Dann wurde ich noch freundlich vom Hofhund und den Leuten an der Kontrolle begrüsst. Der Hund geierte wohl auf ein Leckerli, das ihm aber versagt blieb. Armer Hund.

Nach dem auffüllen der Trinkflasche und einem dringenden Besuch auf der Toilette (neben dem Kuhstall), machte ich mich nach knapp der Hälfte der Strecke auf die Weiterfahrt. Zunächst führte mich der Weg über den Kanal und zweigte dann nach Westen ab. Bis hier hin hatte ich noch einen Schnitt von 25 km/h, doch dann kam der Wind von schräg vorne und es wurde deutlich ungemütlicher. Nördlich passierte ich Senden, bevor die Strecke ein paar Kilometer später gen Süden schwenkte. Jetzt gab es die volle Dröhnung Gegenwind in teilweise gefährlichen Böen. Ich konnte keine Hand mehr vom Lenker nehmen, um nicht im Graben zu landen. Die Geschwindigkeit ging rapide runter und ich war froh noch auf 16 bis 20 km/h zu kommen. So würde es mit dem Zielschluss etwas knapp werden. Also gab es leider keine Fotostops mehr.

Kurz nach Hiddingsel traf ich auf einen Fahrer, der mich von meinen Berichten her kannte. Wir beschlossen gemeinsam dem Wind zu trotzen. Da Windschatten fahren nicht unser Ding war (er machte sonst Thriathlon), fuhren wir nebeneinander im Wind, was auf den kleinen Wirtschaftswegen mangels Verkehr problemlos ging. Nur Unterhalten war leider schwierig, da der Wind jedes Wort weg wehte. So erreichten wir dann kurz hinter Seppenrade die dritte Kontrolle. Noch einmal stärkten wir uns, um gegen den Wind gewappnet zu sein, dann ging es weiter.

Kurze Zeit später kam dann zu dem starken Gegenwind noch ein längerer Schauer. Wie Nadelstiche peitschten die Regentropfen ins Gesicht. Da mussten wir halt durch. Wenn es schön ist kann jeder fahren. Die Strecke ging dann zwischen Olfen und Selm hindurch und bog kurz vor Datteln nach Waltrop ab. Hier kamen wir zehn nach drei Uhr Nachmittags am Ziel an.

Die Helfer waren schon fleissig am Abbauen, aber natürlich konnten wir die Formalitäten noch erledigen. Nach uns kamen noch ein paar gebeutelte Fahrer ins Ziel. Einen hatte es sogar, zum Glück ohne Folgen, in den Graben geweht. Sogar Kuchen wurde für uns nochmal aus einem der Fahrzeuge geholt. Überhaupt muss man sagen das die Helfer von Sprinter Walttrop durchweg gut gelaunt und nett waren. Da fährt man doch gerne RTF. Auch die Strecke hat mir wieder gut gefallen. Der Wind war wie immer eine kostenlose Beigabe. Zu einfach sollte es ja auch nicht sein.
LG Jennifer

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