scan and bike

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Italo Racer
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scan and bike

Beitragvon Italo Racer » 07.08.2016, 17:07

Dieses geht jetzt nicht gegen irgendeinen Veiein.

Ich selber fahren schon sehr viele Jahre Rennrad und RTF aber mich würde mal Interessieren was hat scan and bike für Vorteile außer das ich Morgens bei der Anmeldung nicht den Kugelschreiber schwingen muß?

Jörg
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kocmonaut
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Beitragvon kocmonaut » 07.08.2016, 21:27

Hallo Jörg,

wo stand letztens in HFS geschrieben (Zitat): "nutzt Ihr immer noch nicht scan und bike!?"

Es wäre in der Tat fatal, wenn Deine Zweifel als "gegen einen Verein" gewertet werden würden. Auch ich habe Zweifel, aber ich bin auch von gestern und kein Maßstab.

In S-H gibt es zwei Vereine, die im Rahmen eines Pilotprojektes versuchen, das einzuführen, was in anderen Landesverbänden längst funktioniert. Das ist gerade am Anfang mehr Aufwand als Ertrag. Insofern Lob für und an die Vereine, die sich hier mit zusätzlicher Manpower einsetzen.

Sollte scan & bike im Norden flächendeckend eingeführt werden, werden wir uns schnell daran gewöhnen. Sogar ich.

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Beitragvon Knud » 07.08.2016, 21:57

Ich muss allerdings sagen, dass auch ich den Nutzen im Lande der zu Hause vor-ausgefüllten Anmeldungen noch nicht verstanden habe.
Allerdings, wenn die damit generierbare Rangliste in manchem den Ehrgeiz weckt, war es das vielleicht schon wert.
Knud
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Italo Racer
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Beitragvon Italo Racer » 07.08.2016, 22:08

Ok man muß mit der Zeit gehen, aber außer das man daraus einfacher Statistiken machen kann sehe ich da keinen Vorteil.
Das Thema "nutzt Ihr immer noch nicht scan und bike!?"
habe ich auch noch in Erinnerung. Aber das RTF verhalten hier im Norden ist glaube ich etwas anders, was ich so mitbekommen habe und gesehen habe.
Um 9 Uhr scharren am Start ein paar 100 Rennradfahrer mit den Hufen und wollen los um schön in einer großen Gruppe zu fahren, Später Starten machen nur ganz wenige.
Wenn man weiter Richtung NRW. z.B fährt da verteilt sich das über die Zeit.
Aber bei uns ist der große Ansturm bei der Anmeldung doch immer ab 8,30Uhr und ob das dann wirklich so viel schneller ist????????
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Beitragvon Stockumer Junge » 07.08.2016, 22:46

Das Zitat stammt ja von mir. Das hat auch folgenden Hintergrund:
Wir haben ja bei der Winter Bike Trophy zwischen 600-1100 Teilnehmer. Im Gegensatz zu den RTFs starten 90 % der Teilnehmer dann auch zum frühestmöglichen Startpunkt. Wir hatten z.B. vor Scan and Bike 6 Anmeldeplätze mit 12 Vereinsmitgliedern besetzt und trotzdem ergaben sich Wartezeiten. Mit Einführung von Scan and Bike schaffen wir es mit 4 Anmeldetischen die Radler rechtzeitig auf die Strecke zu schicken. Zudem fallen für die Wertungskartenfahrer die Karteikästen weg. Die Freizeitfahrer füllen das Formular mit dem QR Code eigenständig aus, man muss dann auch nicht mehr zwischen Wertungskartenfahrern und Freizeitfahrern zu unterscheiden. Die Auflage der Genehmigungsbehörde ist erfüllt, dass alle Fahrer mit Namen erfasst sind.

Vom Bezirk haben wir 4 ausgediente Computer für dieses Verfahren gekauft. Kosten 160 €. Die gehen dann reihum. Wenn das nicht vom Bezirk gekommen wäre, hätten wir uns selber welche zugelegt. Ich denke, dass man da auch nicht mehr viel pilotieren muss, sondern einfach das Ding machen. Nicht umsonst sind ja die Wertungskarten mit dem Code versehen
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Beitragvon Knud » 07.08.2016, 23:25

Wie habt ihr die Namen erfasst, wenn ich vor Ort eine Anmeldung handschriftlich ausfülle, die einen vorher erzeugten Code hat?
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Beitragvon Stockumer Junge » 08.08.2016, 08:02

Die vom Teilnehmer ausgefüllten Zettel liegen doch vor. Auf diesen wird dann die überreichte Nummer notiert.
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Re: scan and bike

Beitragvon Knud » 08.08.2016, 22:29

Also genau so, wie bei konventioneller Anmeldung. :roll:
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Re: scan and bike

Beitragvon Netzmeister » 21.08.2016, 10:38

Der Mensch wird ueberall geschaetzt, der mit Kritik auch Taten setzt.
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Re: scan and bike

Beitragvon sonja1 » 11.08.2017, 16:46

Ich würde dieses Thema gerne nochmal wieder herausholen. Anlaß dafür ist die RTF der Kattenberger, die letztes Wochenende stattfand. Die Kattenberger arbeiten mit Scan and Bike. Und so kam es, daß - nach meinem Eindruck - vor Ort viel über das System diskutiert wurde. Es gibt ja verschiedene Aspekte und Sichtweisen. Ich versuche mal, meine Eindrücke der Diskussionen zu sortieren und zusammenzufassen:

Aus Veranstaltersicht:
Es wurde u.a. diskutiert, ob sich der technische Aufwand und die Anschaffungskosten rechnen bzw. rentieren. Damit im Zusammenhang stand auch die Frage, inwieweit die Technik ggf. zentral oder durch mehrere Vereine angeschafft und dann rumgereicht werden kann.

Ein zweiter Aspekt war die Frage, ob Scan and Bike Personal einspart. Das ist in Zeiten rückgängiger Helferzahlen, die teilweise auch zu Absagen von RTF´s führen, ein nicht ganz unwichtiger Aspekt. Die Kattenberger konnten hier noch kein Einsparpotential erkennen. Ich kann aber nicht einschätzen, ob das an der Technik liegt oder daran, daß die Helfer noch nicht routiniert sind im Umgang mit Scan and Bike und dadurch möglicherweise noch die Unterstüztung durch mehrere Helfer benötigt.

Ich stelle mir auch die Frage, ob Scan and Bike langfristig Papier spart, wenn das System etabliert ist. Wenn nämlich viele Teilnehmer eine Karte für die gesamte Saison haben, sparen sie sich das wöchentliche Ausfüllen der Anmeldungen und damit auch Papier. Vielleicht ist das aber auch ein Aspekt, der sehr weit in die Zukunft gedacht ist.

Aus Teilnehmersicht:
Aus Teilnehmersicht kann es eigentlich nur zwei Gründe für Scan and Bike geben: Bequemlichkeit und Zeitersparnis.

Wer sich seine Karte erstellt hat und sich damit das Ausfüllen des Anmeldebogens spart, wird das System sicherlich zu schätzen wissen. Ich persönlich kam noch nicht oft dazu, diesen Vorteil zu nutzen, fand es aber angenehm, wenn ich die Karte mit QR-Code nutzen konnte.

Ob damit auch eine Zeitersparnis bei der Anmeldung verbunden ist, kann ich nicht wirklich einschätzen. Bei den Kattenbergern konnte ich Schlangen bei der Anmeldung feststellen. Aber ich kann nicht erkennen, ob diese möglicherweise durch Scan and Bike schneller, langsamer oder gleich schnell abgebaut werden. Vielleicht ist auch das eine Frage der Routine für alle Beteiligten (Helfer wie Teilnehmer).

So, das sind erstmal einige gesammelte Gedanken. Vielleicht entwickelt sich ja eine interessante Diskussion mit verschiedenen Erfahrungsberichten.
Sonja - die radelnde Anwältin

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Re: scan and bike

Beitragvon Italo Racer » 11.08.2017, 17:05

Scan and bike wäre dann ein Vorteil für alle wenn man diesen scan Vorgang alleine macht ohne das da noch einer hinter dem Tisch sitzt. Nach dem scannen nimmt man sich dann ein Zettel für die Kontrollstempel und wenn man im Ziel ist kontrolieren ein oder zwei vom Verein alles und geben den Stempel auf der RTF Karte.
Das wäre schneller und würde Personal sparen.
Alles andere ist nur Geld verschwendung weil es nichts bringt.

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Re: scan and bike

Beitragvon Deichfahrer » 11.08.2017, 19:11

Aus meiner Erfahrung und Sichtweise halte ich nichts von Scan and Bike, sowohl auch der ganze Prozess mit Papierkram - Anmeldungen. Voranmeldungen mit Vorauszahlungen finde ich unkomplizierter und einfacher.
Bei Abholungen der Unterlagen sind meistens 2 - 3 Helfer erforderlich, zumindest trifft es auf Dänemark zu. Bei der Königsetappe in Dänemark habe ich bei der Abholung auch nur einen Einzigen gesehen und der hatte eine Ruhe gehabt mit der Ausgabe Startunterlagen. Leider hat der Radsport in Dänemark anderen Stellenwert.

Egal wie die Anmeldungen stattfinden, es gibt immer Vor-Nachteile. Ziel sollte erstmal sein, wie erreiche ich mit wenig Helfern eine RTF auf die Beine zu stellen,
dafür gibt es doch Experten oder Erfahrene.

Über jede Veränderung oder Ausprobieren würde ich mich sehr freuen. Wäre eine Idee wie bei IKEA, selbst einscannen am Start und DEPOT, kostet aber auch wieder Geld für die Technik.
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Re: scan and bike

Beitragvon kocmonaut » 11.08.2017, 23:00

Persönliche Sichtweise: Ich möchte Euch nicht mit Details langweilen, von daher kurzform: Ich habe kein Problem damit, mit einem Zettel in der Hand Schlange zu stehen. Aber wenn ich Schlange stehe weil es technische Probleme gibt, geht mir persönlich gleich die Halskrause hoch. Erinnert es mich doch zu sehr an Arbeit und nicht an Freizeitvergnügen.

Sichtweise Radsportverband SH: Wir haben über die zentrale Anschaffung von Technik zu Lasten der Verbandskasse debattiert - und haben dies wieder verworfen. Nicht aus Kostengründen, sondern 1. aus Gründen der Logistik (die Technik muss ständig hin- und hertransportiert werden. Das ist manchmal nur für einem Koffer mit Rundenglocke/Rundenzähler für Rennen "sehr sehr" schwierig) und 2. wegen der Bedienung: was nützt die Hardware/Software, wenn sie nicht bedient werden kann? Dafür ist Einweisung und Routine erforderlich. Aber bei einer RTF pro Veranstalter p.a. kann dort keine "Routine" entstehen. Jeder Helfer traut es sich zu, einen Zettel anzunehmen - aber Technik zu bedienen ... ?

Insomma: Nortorf und Kattenberg stellen sich der Herausforderung, und Kritik am Veranstalter lasse ich hier schlichtweg nicht zu. Was sagt meine Frau dazu: "Sage nicht dass es Dir nicht schmeckt bevor Du es probiert hast!" Ergo: Wir können hinterher beurteilen, aber nicht verurteilen. Insofern klappe ich meine Halskrause vor dem Start wieder runter. Schon wegen der Aerodynamik ...

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Re: scan and bike

Beitragvon Knud » 12.08.2017, 22:08

Ich war ja auch skeptisch. Neulich bei einer RTF gab ich meine Wertungskarte hin, wärend ich zahlte, wurde die Streckenkarte mit Namen (!!) gedruckt und fertig. Für mich als Fahrer war das deutlich einfacher. :GrosseZustimmung:
Ob es dem Veranstalter Vorteile bring, vermag ich nicht zu beurteilen.

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Re: scan and bike

Beitragvon Netzmeister » 13.08.2017, 17:25

Beim Bundesradsporttreffen 2017 gab es drei Scanstationen, bei dem man seinen QR-Code selber einscannen konnte. Die Starterkarte wurde dann automatisch ausgedruckt. Dort waren keine Helfer erforderlich oder max. einer, den man bei Problemen rufen konnte.
Das funktionierte aber (soweit ich weiß) nur bei denen, die sich schon vorab angemeldet und ihre Startgebühr überwiesen haben.

Ich denke, dass die technische Umsetzung von Scan&Bike in die richtige Richtung und auch automatisiert geht (s. o.). Der größte Zeitaufwand ist in meinen Augen das Einnehmen der Startgelder.
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Re: scan and bike

Beitragvon Fernhusumerin » 13.08.2017, 19:22

zwei mal Schlange stehen....

also ich habe den Vorteil von scan and bike auch noch nicht gesehen....

morgens standen wir Schlange (also als vorangemeldete Marathoni war das an den anderen Stationen nicht der Fall), schnell eine Zettel ausfüllen finde ich nicht schlimm.....
und da wir mit mehreren Gruppen zeitgleich spät ins Ziel kamen, mussten wir dann nochmal warten, bis die Punkte eingetragen waren... dass machen ansonsten die Helfer schon mal vorher in der Zeit wo nix zu tun ist...

ich glaube nicht, dass man wirklich Personal damit spart.... jedenfalls noch nicht....

...und ich finde, insbesondere die 3 und 4 Punktefahrern sollten mal bedenken, was sie alles für die 5 oder 10€ bekommen.... die Verpflegungen in HH und SH sind doch meistens grandios, neben der ausgeschilderten Strecke... und jeder sollte sich überlegen, dass es ein Selbstverständnis sein sollte ein oder zweimal im Jahr auch die Arbeit für die anderen zu tun...

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