Fori Kocmonaut hatte die Gelegenheit, mit dem italienischen Olympiasieger und fünffachen Weltmeister Guido Messina ein Interview zu führen. Signore Messina ist inzwischen 85 Jahre alt. Kocmonaut und seine Frau, die als Dolmetscher fungierte, durften ihn in seinem Haus besuchen und bekamen Einblicke in den Radsport der 50-er Jahre. So erfuhren sie, daß bei WM´s nur die Einer-Verfolgung und bei Olympia nur die Vierer-Verfolgung ausgetragen wurde. Die olympischen Radwettbewerbe waren seinerzeit auch nur für die Amateure und nicht für die Profis eröffnet. Damit waren ihm weitere Olympia-Medaillen nach seinem Wechsel in den Profibereich nicht mehr möglich.

Signore Messina hat zum Verhältnis Bahn- zum Straßenradsport folgendes gesagt: ” Früher gab es keine Trennung zwischen Bahn- und Straßenfahrern. Man fuhr beides, wobei es natürlich entweder starke Bahnfahrer oder starke Straßenfahrer gab. Ich hatte Muskeln und war ein starker Bahnfahrer. Andere hatten einen großen Motor und waren gute Rundfahrer, noch andere waren gute Bergfahrer. ”

Kocmonauts ganzen Bericht über das Interview sowie Bilder aus dem privaten Fotoarchiv von Signore Messina findet ihr hier.