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Hier ging's zur Messe...Fahrrad- und Outdoor-Messe fahrrad.markt.zukunft in Bremen - Anregend und unterhaltsam

Unseren Besuch bei der Fahrrad- und Outdoor-Messe fahrrad.markt.zukunft in Bremen fand ich informativ, inspirierend und unterhaltsam. jack40, mad.mat zu sehen auf dem Segway) und Matthias haben es so oder so ähnlich empfunden, äußerten sich auf der Rückfahrt ebenfalls zufrieden mit unserer Entscheidung die Reise nach Bremen angetreten zu haben.

Wir vier waren zum ersten Mal auf dieser Messe. Ich hatte gehört, dass es dort früher besser gewesen sein sollte. Ja, früher war alles besser. Uns fehlte der Vergleich. Das war uns egal, denn wir vermissten nichts, trafen in einer großen Messehalle auf ein großes Angebot an Informationen und Anregungen aus den Bereichen Radreise und Fahrradtechnik.

Probefahrt...Der Schwerpunkt lag auf Alltagsrädern in vielen Variationen, darunter viele Liege-, Reise und Tourenräderräder, aber auch welche speziell Schwergewichtige und Behinderte. Tandems, Pedersons und Radanhänger rundeten das Bild ab.

Pedelec genannte Räder mit E-Motor-Unterstützung sind ein großer Trend. Es gab sie in vielen Varianten, neuerdings auch an Mountainbikes. Warum das so ist, weiß ich seit ich einige bei der Radreisemesse des ADFC probegefahren bin. Sie machen einfach viel Spaß. Demnächst werde ich einige Tage lang zur Probe mit einem Flyer zur Arbeit fahren.

Probefahren konnte man auf der fahrrad.markt.zukunft grundsätzlich jedes ausgestellte Rad. Man musste es sich nur am Stand ausleihen und zum Testparcour schieben. Dort unterschrieb man, dass man auf eigenes Risiko fuhr, lieh sich einen Helm und los ging's.

mad.mat auf dem Segway...Probegefahren sind wir später in der Outdoor-Halle einen Segway Personal Transporter, einem zweirädrigen selbstbalancierenden elektrischen Fahrzeug. Das ist nichts, was ich mir zulegen würde, aber ich wollte so ein Gefährt einfach mal pilotieren und auf dieser Messe hatte man die Gelegenheit dazu.

Ein besondere Eye-Catcher waren die Velomobil genannten Liegeräder mit Vollverkleidung, eines gar mit E-Motor-Unterstützung. Sie sind für den Alltag gedacht, aber nicht unbedingt alltagstauglich, denn wo soll man mit ihnen in der Stadt fahren? Radweg und Straße scheinen mir gleicher Maßen ungeeignet dafür zu sein.

Es gab auch einige Rennsporträder zu bewundern. mad.mat erklärte uns am Rad des Team Milram die Wirkungsweise der Brems-/Schalthebel der neuen SRAM Red. Die funktionieren beeindruckend einfach. Allein das super leichte Rad einmal anzuheben war schon ein Erlebnis.

Die Abdrücke meiner Beknknochen...Ein weiterer Themenschwerpunkt war Ergonomie. Bei SG-lab ließ ich mir einen Sattel anpassen. Dazu setzte man sich auf einen eigens dafür gefertigten Hocker, auf den ein Stück Wellpappe lag. Mittels der seitlichen Griffe zog man den Oberkörper fest gegen die Pappe. Wenn man aufstand, sah man die Abdrücke der Beckenknochen in der Pappe.

Tobias Hild markierte die Abdrücke und maß den Abstand dazwischen (Bild). Weil für's Rennrad und die darauf typische Sitzhaltung gedacht empfahl er mir den SG-lab 611 in der schmalsten Breite. Ohne Maß zu nehmen hätte ich bei meinem breiten Hinterteil glatt zur falschen Breite gegriffen. Maßnehmen lassen kann man bei jedem Händler, der SQ-lab führt.

Am Stand der Firma Rohloff warfen wir einen Blick in eine aufgesägte Schaltung. Die 14-Gang-Nabenschaltung ist ein Wunderwerk der Mechanik mit dem ich selbst seit acht Jahren fahre, nachdem mir das erste gestohlen wurde nun schon am zweiten Rad.

Die Leuchten...Bei Abus ließ ich mir die verschiedenen Varianten des Bordo genannten Faltschlosses erklären. Ich weiß nun, dass das "normal" starke in der langen Ausführung das richtige für mich ist.

Busch und Müller hatte seine starken Leuchten nebeneinander gestellt. Die von mir bzw. meinem Mädel zu unserer vollen Zufriedenheit gefahrenen IQ Fly und Cyo schienen neben dem 729 Euro teuren Big Bang zu verblassen, der satte 140 Lux Lichtleistung liefert (im Bild vorn). Auch deshalb freue ich mich auf den Mitternachtmarathon in Nortorf, bei dem ich mit einem geliehenen Big Bang fahren werde.

Ein weiteres Themengebiet waren Radreisen. Einige Regionen stellten sich als Reisegebiet vor. Die Vätternrundan lud zur Teilnahme in 2010 ein, für 2009 waren die 13.500 Startplätze bereits ausgebucht. Die Legende unter den Radreisende Tillmann Waldthaler war mit einem eigenen Stand vertreten, zeigte sein erstes (?) und sein aktuelles Radreiserad und gab bereitwillig Auskunft über sich und seine Reisen durch ferne Länder und entlegene Regionen.

Übungs-Parcour...Auf zwei schwierigen Parcours zeigten Trial-Fahrer ihr Können. Wer sich traute, konnte es auch selbst probieren. Für Anfänger und Kinder (Bild) gab es je einen einfacheren Parcour und für die ganz Kleinen einen ohne Hindernisse.

In der Outdoor-Halle war "von jedem etwas" zu sehen. Eine Hochseilstrecke stand in der Halle und konnte begangen werden. An einer Kletterwand konnte man bis unter das Hallendach gelangen.

Wer noch höher hinaus möchte, dem empfahlen sich ein Ultraleicht- und ein Segelflugzeug sowie der Korb eines Heißluftballons als Hobby-Geräte. Man konnte den Abschlag beim Golf üben und probieren wie es ist mit Nordic Skater zu laufen.

Das Flyke...In der Outdoor-Halle waren zwei besondere "Fahrräder" zu sehen, eines war ein Strandsegler in Form eines "Liegerades" mit einem steil noch oben ragenden Segel oben drauf. Das andere war ein sogenanntes Flyke (Bild), welches am Boden mit Pedalen, in der Luft an einem Fallschirm hängend von einem Propeller angetrieben wird. Insbesondere letzteres würde ich gern einmal pilotieren, aber dazu muss man zunächst einen mehrtätigen Motorschirm-Kursus absolvieren.

Hiermit habe ich nur die Glanzlichter aus meiner persönlichen Sicht genannt. Es gab noch einiges mehr zu sehen und auszuprobieren. Rechnerisch ihr Eintrittsgeld mehr als wieder rausgeholt haben die Leute, die am Verkaufsstand mit ausgelaufenen Outdoor-Kollektionen fündig wurden. Einziges Problem: Um etwas einzukaufen sollte man Bargeld dabei haben. Man kann nirgends mit EC- oder Kreditkarten bezahlen.

Die Hochseilstrecke...Nach drei Stunden auf der Messe hatte ich einerseits genug Eindrücke gewonnen, die erst mal verarbeitet sein wollen, andererseits hatten wir viele Themen nur gestreift, waren an Ständen vorbei gegangen, an denen ich mich im nachhinein gern informiert hätte. Das steht im nächsten Jahr für mich an.

Wir beschlossen den erlebnisreichen Nachmittag mit einem Besuch der Suppenbar und dem Entschluss wieder zu kommen. Übrigens: Die Fahrrad- und Outdoor-Messe fahrrad.markt.zukunft gibt's jedes Jahr auch in Karlsruhe.

Meine 79 Bilder von der Fahrrad- und Outdoor-Messe fahrrad.markt.zukunft in Bremen findest Du hier.

Kommentare von Jack40, mad.mat und Matthias stehen hier

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