Wichert-Walking-Waldlauf
im Rantzauer Forst - Im Wald versteckt
Schade, es hätte so toll werden
können. Der Rantzauer Forst wirkte malerisch mit seinen braunen Blättern
an diesem Sonntag im Herbst. Die Sonne schien und die Gesichter der
Läufer in die ich sah strahlten Vorfreude aus. Nur ich konnte leider
nicht teilnehmen. Eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen ließ mich erst
fünf Minuten vor Beginn an der Startlinie ankommen. Leider auf der
falschen Seite, im PKW sitzend und noch nicht umgezogen. Völlig
frustriert fuhr ich wieder heim.
Es ist ja nichts neues, dass ich
mich verfahre, wenn ich zum ersten Mal eine Veranstaltung ansteuere. Als
ich nun erstmals beim Wichert-Walking-Waldlauf im Rantzauer Forst
teilnehmen wollte, war es besonders schlimm. Erst stand ich über zehn
Minuten vor einer geschlossenen Bahnschranke, dann war eine Kreuzung in
Norderstedt umgebaut worden und eine Straße anders benannt worden, als es
noch in meinem Stadtplan stand. Am Waldbühnenweg, in dem Start und Ziel
lagen, fuhr ich vorbei, weil der im Süden kein Straßenschild hat. Als
ich ihn dann fand, war die Durchfahrt für PKW verboten.
Was tun? Ich fuhr einige Meter
hinein und fragte einige Läufer nach dem Weg. Ich solle einfach weiter
fahren, sagten die mir. Am Ende des Weges kam dann eine Schranke, hinter
der sich schon das Starterfeld formierte. Ein Ordner sagte mir, dass ich
dort nicht vorbeikommen würde.
Anders als bei
Hobby-Radsportveranstaltungen, bei der die Teilnehmer aus einem Umkreis
von bis zu über hundert Kilometern kommen, ist bei einem Volkslauf der
Startort nicht ausgeschildert. Es gibt wohl nicht viele, die wie ich
insgesamt sechzig Kilometer mit dem Auto fahren, nur um zehn Kilometer zu
laufen. Und die dies tun, sind meistens Wiederholungstäter, die den Weg
kennen. So war ich denn wohl der einzige, den die knappe Lagebezeichnung
"Waldbühnenweg" in der Ausschreibung nicht rechtzeitig zum
Start führte.
Es war sicherlich eine schöne
Veranstaltung, aber ich hatte keine Lust dazu, dem Feld im Zehnminutenabstand hinterher zu laufen. So fuhr ich denn halt wieder heim,
joggte statt dessen abends meine Runde allein durch das Wandsetal.
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