Fahrrad-Taschen: Test und
Erfahrungen mit Test-Tagebuch
So um die 15.000 Kilometer legen mein Mädel
und ich zusammen pro Jahr mit dem Trekkingbike, Mountainbike und Rennrad
zurück. Unsere Fahrräder und das Zubehör müssen dabei einen strapaziösen
Praxis-Test bestehen. Hier berichte ich über unsere Erfahrungen im Umgang
mit Fahrrad-Taschen
Meine erste Satteltasche für meine Fahrten zur Arbeit
war eine Doppeltasche der
Firma Haberland, ähnlich dem Typ Touring 6000. Die kostete damals immerhin weit über 100 DM und
erschien mir dementsprechend robust zu sein; ist sie wohl auch, aber dem Transport
meiner Wochenendeinkäufe war sie nicht gewachsen. Zuvor hatte ich sie mit
Sattlernieten verstärkt, trotzdem war sie
nach wenigen Wochen eingerissen. Die ersten risse hatte ich mit einer
Ledernadel und starkem Zwirn genäht. Es nutzte nichts, nach einem Jahr hatte ich die Tasche
zerbröselt.
Danach investierte ich ca. 250 DM in zwei Packtaschen Ortlieb
Back-Roller. Das Geld ist gut angelegt. Sie sind leicht, absolut wasserdicht,
in der Höhe variabel und äußerst robust und haltbar. Sie lassen sich auf jeden
Gepäckträger schnell perfekt anpassen, so dass nichts schlackert oder klappert.
Damit transportiere ich nun seit Jahren täglich was immer es zu
transportieren gibt. Weil ich sie stark belaste und ruppig mit ihnen umgehe, geht auch mal
was kaputt. Kein Problem! Jedes Teil kann man einzeln nachkaufen und
problemlos austauschen.
Am Lenker fahre ich mit einer Lenkertasche Ortlieb
Ultimate3 Plus - Harmonische Optik. Vergleichbare Taschen
gibt es auch für weniger Geld, aber diese passt halt optisch perfekt zu
meinen Hinterradtaschen, weil sie aus der gleichen Produktlinie stammt. Sie
ist im Prinzip ebenso robust und durchdacht wie die anderen Taschen.
Mit zwei Handgriffen lässt sie sich vom Lenker
trennen, mit nur einem wieder aufsetzen. Dafür sorgt der permanent
installierte System-Halter. Als Zubehör sind erhältlich: Fotoeinsatz, Verlängerungsadapter, Halterung für Zweitrad, Innentäschchen.
Um damit zur Arbeit zu fahren sind sie für mich ungenügend,
seit ich meine Hemden und Hosen dort nicht mehr deponieren kann. Um
sie knitterfrei transportieren zu können, habe ich mir einen Koffer
Ortlieb Travel Biker für den liegenden Transport zugelegt. Der ist
wasserdicht, leicht und doch robust.
Rennrad-Trainingtouren
fahre ich mit der Rixel Kaul Contour Mudguard. Sie bietet mit 4,5 Liter Volumen
genug Platz für
ein Pannenset, Überschuhe, Regenjacke und mehr. In der separaten
Innentasche verstaue ich meine Schlüssel und mein Portemonnaie.
Sie ist trotzdem sehr leicht. Ein umlaufender
Bügel sorgt für die Steifigkeit der weit nach hinten ragenden Tasche.
Sie lässt sich samt mit Bügel per Klickfix-System leicht abnehmen.
Ihr
abgedeckter ReißverSchluss lässt sich von beiden Seiten öffnen. Bei
Regen bietet sie mir Schutz vor vom
Hinterrad hochspritzendem Wasser. Es gibt sie auch in der Ausführung Contour Magnum mit
10 Liter Volumen. Eine
Satteltasche fahre ich am Rennrad auf kurzen Strecken und am Mountainbike
auf allen Touren. Darin verstaue ich das Werkzeug, einen Reserveschlauch,
Montagehebel und eine mit einer CO2-Patrone betriebene Mini-Luftpumpe.
Insbesondere durch das Werkzeug kommen etliche Gramm zusammen, auf die man
nicht während der Fahrt zugreifen muss. Es macht also Sinn, sie unter dem
Sattel zu verstauen. Bei langen
Radrennen habe ich mit neben der Sattel- eine Verpflegungstasche am
Rahmen. Auf dem MTB fahre ich grundsätzlich mit meinem Trinkrucksack von
Camelbak. Selbst vollgepackt
ist der auch nach Stunden angenehm zu tragen.
P.
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