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Fahrrad/Fahrräder: Erfahrungen und Test-Tagebuch

Ein gutes Fahrrad bekommt man nicht für wenig Geld im Baumarkt oder beim Discounter. Wer für 250 Euro ein vollgefedertes Trekkingbike mit Nabendynamo oder Mountainbike mit Scheibenbremsen kauft, sollte nicht all zu viel von ihm erwarten. Wer es intensiv nutzen wird, muss sich nicht wundern, wenn er nur kurze Zeit Freude daran hat, das Rad bald mit Reifenpannen, verbogenen Felgen, abplatzendem Lack, rostenden Chrom, trägem Fahrverhalten und schlechter Bremsleistung nervt. In der Regel hält ein derart billiges Fahrrad nicht so lange und funktioniert nicht so gut, wie ein hochwertiges und entsprechend "teures".

Selbstverständlich kann man auch mit einem billigen Rad ein paar Brötchen einkaufen fahren. Wer aber zum Beispiel wie ich an jedem Arbeitstag 20 Kilometer flott und zum Teil mit schwerem Gepäck durch die Stadt fährt, sollte zuerst auf Qualität achten, dann erst auf den Preis. Weil Lila und ich zusammen über zehn Stunden pro Woche auf dem Rad sitzen und Spaß dabei haben möchten, kosteten unsere Fahrräder viel Geld und sind doch ihren Preis wert.

Das TRENGA DE TDH-10. Hier geht's zur Großansicht...TrengaDe - TDH-10, Bj. 2007: Alltags- und Tourenrad

Dieses Rad nutze ich jeden Tag, fahre damit zur Arbeit und zum Einkaufen in die Hamburger Innenstadt. Im Urlaub und am Wochenende dient es mir als Tourenrad.

Ich habe das TrengaDe - TDH-10 mit der Rohloff 14-Gang-Nabe gewählt, weil man in der Stadt viel Schalten muss. Auf den SON-Nabendynamo, den IQ Fly und das T-Toplight XS von B&M kann ich mich verlassen. Der IQ Fly schaltet das Licht über seinen Sensor automatisch ein und aus. Weil der SON so leicht läuft, merke ich dies gar nicht. Ideal für die Stadt sind auch die hydraulischen Felgenbremsen vom Typ Magura HS 33, kräftig, zuverlässig und leicht nachzustellen.

Eigentlich wollte ich mir das vollgefederte Homage von Riese und Müller kaufen. Von dessen Konzept bin ich immer noch überzeugt, habe mich darauf aber nicht wohlgefühlt. Es lief mir zu nervös geradeaus. Statt dessen fahre ich nun ein Rad, das zu mir passt, zwar hinten nur mit einer gefederten Sattelstütze, an die ich mich aber gewöhnt habe.

Auch heute noch gut genug für RTF und Jedermannrennen. Hier geht's zur Großansicht...Eddy Merckx Rennrad, Bj. 1997: Trainings- und Jedermann-Rennrad

Mein Rennrad habe ich im Dezember 2000 gebraucht bei ebay ersteigert. Drei Jahre alt, kaum benutzt, zu weniger als 25 % des Neupreises! Es fährt sich bretthart. Unter die Deltabremsen passen hinten nur 20 mm breite Reifen. Grundsätzlich bin ich trotzdem damit zufrieden, allerdings ist der Lack sehr weich, so dass hochgeschleuderte Steinchen ihn eindrücken. Ich bin kein Rennradspezialist, enthalte mich deshalb jeden weiteren Kommentars zu dem Rad.

Das Rad war eigentlich ein Fehlkauf. Statt Aerofelgen brauche ich breitere Reifen. Bei einem heftigten Sturz verzog sich der Rahmen und der nachgerüsteten Carbon-Gabel ist seit dem nicht mehr zu trauen. Ich werde das Rad demnächst einsegnen und mir ein zu mir passendes neues zulegen.

Das Rad in der Rennversion. Hier geht's zur Großansicht...Mountainbike Storck Adrenalin Race, Bj. 2001: Rad für's grobe

Toll an dem Rad finde ich die hervorragend arbeitende Hinterradfederung und die schlagfeste Lackierung. Da ich nur selten in den Bergen unterwegs bin, diente es anfangs in erster Linie meinem Mädel als Stadtrad. Nachgerüstet hatten wir dafür einen Maxx Systemlenker, der sich in alle Richtungen verstellen lässt und sich dadurch zu ihr wie zu mir passend einstellen lässt.

Nach über vier Jahren intensiver Nutzung im Stadtverkehr mit wenig Pflege und über 25.000 Kilometern war der Fox-Dämpfer undicht, eine Tretlagerschale gebrochen sowie der Steuersatz und ein Federungslager ausgeschlagen, wurden ausgetauscht. Abgesehen davon, dass ich mir eine besser ansprechende Federgabel wünsche ist das Rad noch immer top. Weil man zwar den Lenker, aber nicht den Rahmen anpassen kann, fährt mein Mädel nun ein komplett zu ihr passendes Rad.

Das TrengaDe TDL 2X8...TrengaDe - TDL 2X8, Bj. 2008: Fitness- und Alltagsrad

Für ihre täglichen Trainings- und Alltagsfahrten hat sich mein Mädel das TRENGA DE TDL 2X8 ausgesucht, ein Fahrrad, das ebenso sportlich wie alltagstauglich ist. Endlich verfüge ich nun für meine Cross und Bergtouren über ein eigenes MTB, muss nicht mehr ihres für mich und für die Zeit mein Tourenrad für sie umrüsten.

Wenn immer möglich fährt sie täglich mit ihrem Rad Trainingsrunden von 25 bis 30 km, dies bei nahezu jedem Wetter und auch im Dunkeln (Jahresleistung ca. 7.000 km). Dafür ist das TDL besser geeignet, passt anders als das MTB perfekt zu ihrer Größe und ihrem Fahrstil. Folgerichtig hat sie bei dem Rad gleich beim Kauf eine sich vollautomatisch ein- und ausschaltende Lichtanlage von Busch & Müller nachrüsten lassen, vorn und hinten mit Standlicht. Da sie dabei in Parks und auf städtischen Radwegen unterwegs ist, hat sie auch bei diesem Rad den nach unserer Erfahrung bestens rollenden und hochpannensicheren Continental TopContact aufziehen lassen.

Lilas altes Rad, jetzt genutzt von ihrem Bruder. Hier geht's zur Großansicht...Fuji-Mountainbike, Bj. 1990? - Reste-Rad

Für mein Mädel zum Angewöhnen hatte ich 1991 für 250 Mark ein neues Rad gekauft. Für soviel Geld bekommt man nur fabrikneuen Schrott. Heute dient es nur noch Ihrer Schwester Kiwi dazu, die paar hundert Meter zu uns zu fahren.

Lilas zweites Rad war ein richtiges Mountainbike von Fuji, gebraucht über die Avis erstanden. Die gleiche Summe wie für den Kauf mussten wir dann gleich in Reparaturen investieren. Erst mit diesem Rad hat sie ihre Liebe zum Radfahren entdeckt. Als wir das alte Fuji durch ein neues Schwinn Sierra GSX ersetzten, hat sie es ihrem mittellosen Bruder Janusz geschenkt. Der fährt noch heute damit, verbaut daran unsere ausgedienten Teile, so weit die noch nutzbar sind.

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