So um die 15.000 Kilometer legen mein Mädel
und ich zusammen pro Jahr mit dem Trekkingbike, Mountainbike und Rennrad
zurück. Unsere Beleuchtung muss dabei einen strapaziösen
Praxis-Test bestehen. Hier findest Du unsere Empfehlungen, gefolgt von dem
seit Juni 2003 sporadisch gepflegten Tagebuch.
Trekkingbike - Vom Nabendynamo betrieben
Auf Grund unserer Erfahrungen fahren
wir mit zwei völlig verschiedenen Konzepten. Für meine täglichen Fahrten zur Arbeit brauche ich eine Anlage, auf die ich mich immer
verlassen kann. Deshalb ist bei mir der SON-Nabendynamo im Einsatz, leichtlaufend, leistungsstark, wartungsfrei und seit Jahren ohne
große auftretende Probleme. Er wurde mir samt Rad gestohlen. Im neuen Rad wirkt wieder ein SON. Bei schneller Fahrt wünsche ich mir
eine hellere Lampe. Der SON könnte sie locker betreiben.
Wer eine verlässliche Beleuchtung braucht, sollte eine mit LEDs
erstehen. Die halten vielfach langer als Glühbirnen, die immer im
falschen Moment ausfallen. Nie wieder würde ich an meinem
Alltagsrad das Rücklicht gegen eines mit Batterien tauschen. Das
tat ich am vorherigen Rad und vergaß es dann oft auszustellen.
Meine Vorderlampe
am TrengaDE
TDH-10 war eine D 'Lumotec
Oval Plus LED mit Standlicht-Funktion von Busch
& Müller. Die ist gut, aber mir bei
Stadtfahrten nicht hell genug. Erheblich besser ist der erst nach dem Kauf meines Rades auf den
Markt gekommene Modell Lumotec IQ Fly Senso LED, weil
er 40 Lux liefert.
Hinten ist ein D 'Toplight
XS Plus LED ebenfalls mit Standlicht-Funktion zu meiner vollsten
Zufriedenheit im Einsatz.
Mountainbike
- Mit Akkus und Batterien betrieben
Mein
Mädel fährt ebenfalls überwiegend in der
Stadt, allerdings selten im Dunkeln und dann nur Kurzstrecken mit ihrem Mountainbike, ist deshalb mit Akku- bzw. batterie-betriebenem
Licht gut bedient. Vorn fährt sie mit der exzellenten
Frontleuchte IXON LED Supravision,
ebenfalls von Busch
& Müller. Sie wird mit vier
Standardformat-Akkus betrieben, die man zur Not unterwegs gegen
Batterien tauschen, vorher die Leuchtleistung reduzieren kann. Besser wäre auch hier das neue Modell mit IQ-Technik IXON
IQ LED, weil es noch seltener geladen werden muss. Für 's
Rennrad und Fahrten im Wald die wäre IXON
IQ Speed LED noch besser, weil sie nochmals 10 Lux mehr Licht
abgibt.
Hinten
ist das ebenso lobenswerten
Dioden-Rücklicht Busch
& Müller IX-RED montiert, preiswert gekauft im Set.
Das ganze gibt es auch mit mit
Einschaltautomatik.
An ihrem Rad ist es schwierig
eine Batterierückleuchte zu montieren. Andere angesteckte
Rücklichter gingen ihr
verloren, angeschraubte brachen beim Manövrieren im
Fahrradschuppen ab. Das IX-RED hat als einziges Monate überlebt und lebt
noch immer.
Zuvor erfreute sie die
Mirage Evo Pro von Sigma
Sport ebenfalls preiswert mit hellem Licht. Die
Pro-Version mit dem Nipack-Akku
leuchtet länger und lebte vor allem erheblich länger, als der
große mitgelieferte der Grund-Version Mirage Evo
Pb.
Für Fahrten durch dunkle Parks bietet die Version Evo
X Pro einen starken aber ebenso stromfressenden Zusatz-Scheinwerfer
Evo X, den man bei Bedarf zuschalten kann.
Seit Januar fahre ich mit dem Lumotec IQ Fly von Busch & Müller. Der gibt
drei Mal so viel Licht ab als sein Vorgänger. Das mögen theoretische Werte sein, es ergibt sich aber auch in der Praxis ein erheblicher Unterschied. Das ergibt ein spürbares Plus an Sicherheit, wenn ich nachts mal wieder auf Hamburgs Gehwegen Poller umkurven muss. Der gegenüber herkömmlichen Lampen höhere Preis von 67 Euro ist vollauf gerechtfertigt. Wer wie ich auch nachts flott unterwegs ist, sollte sich ihn sich gönnen, bei Neukauf wenn erforderlich gleich umrüsten lassen, weil dann nur Preisdifferenz zu dem ab Werk verbauten zu zahlen ist.
Durchgegammelte
Kontakte am Schutzblech ließen Rücklicht ausfallen
An meinem neuen TRENGA
DE TDH-10 verlaufen die Kontakte zum
Rücklicht Busch
& Müller D 'Toplight
XS Plus LED im hinteren Schutzblech. Nach einer Regenfahrt war
das Licht ausgefallen. Ich vermutete, dass eingedrungene
Feuchtigkeit die Ursache dafür wäre. Busch
& Müller erklärte mir, dass heutzutage Rücklichter bewusst so
gebaut werden, dass geringfügig Feuchtigkeit eindringen kann, aber
schnell entweicht und keinen Schaden an der dagegen geschützten
Elektrik anrichten kann. Als Ursache für den Ausfall ermittelte die
Werkstatt, dass die im Schutzblech verlaufenden Kontakte
durchgegammelt waren, baute mir auf Garantie kostenlos ein neues
ein.
Das Rücklicht an meinem neuen TRENGA
DE TDH-10 wird statt mit
Batterie wieder von einem Dynamo betriebenen. Es ist vom Typ D 'Toplight
XS Plus LED mit Standlicht-Funktion. Immer wieder war es mir bei
meinem alten Rad passiert, dass ich das Rad mit eingeschaltetem
Batterie-Rücklicht über Nacht in den Schuppen stellte. Batterien
wechseln mag ich nicht. Schon gar nicht Lampen austauschen, fahre
deshalb vorne langlebieges LED-Licht mit der D 'Lumotec
Oval Plus LED, das ganze befeuert von dem zuverlässigen, leicht
laufenden SON Nabendynamo.
Die Busch
& Müller IXON LED Supravision erweist sich gegenüber der Sigma
Mirage als weit überlegen, liefert ohne am Rahmen
anzubringendes Akku-Pack eine vergleichbare Lichtleistung und lässt
sich einfacher wieder aufladen. Pech hatten wir nach Regenfahrten.
Zwei Exemplare fielen danach aus, wurden anstandslos von Bike24.Net
gegen ein neue getauscht. Nach Auskunft von Bike24.Net
ist das die Ausnahme und Zufall, dass es uns zwei Mal traf. Beim
Händler gehen für diesen Scheinwerfer sonst kaum Reklamationen
ein.
Eigentlich
hatte ich die Glühbirne im Verdacht, hatte gar nicht nach der
Ursache dafür geforscht, warum meine Lampe ausgefallen war. Erst
als ich eine neue Birne kaufen wollte, sah ich, dass sich der
Pit-Lock-Verschluss gelockert, sich der Nabendynamo deshalb in der
Gabel gedreht und ein Kabel abgerissen hatte. Einen neuen Kabelschuh
zu montieren ist eine Fummelarbeit die ich gern Mike von der
Luftpumpe Hamburg überließ.
Erst
dachte ich, ich hätte wieder vergessen die Lampe auszustellen, sich
deshalb die Batterie entladen. Als ich die wechseln wollte, sah ich
das Malheur: Im Gehäuse war ein Batterie-Halter abgebrochen. Mein
Händler hat die für mich reklamiert und mir kostenlos zu einem
neuen Rücklicht verholfen. Weil ich eigentlich damit zufrieden war,
vom gleichen Typ.
Die
Akku-Lampe Sigma
Mirage erfreut mein Mädel seit zwei Jahren mit hellem Licht und
gleichmäßiger Ausleuchtung. Nur der Akku war ein Ärgernis: Groß,
schwer und mit starkem Memoryeffekt (Foto). Alle paar Monate mussten wir
einen neuen kaufen.
Sigma
bietet nun in der Version Evo
Pro einen kleineren Akku an, der leichter ist
und den man am Rahmen anstecken kann, statt ihn in den Trinkflaschenhalter
klemmen zu müssen. Angeblich hält dieser Akku deutlich mehr Ladevorgänge durch.
Das hat sich zwischenzeitlich (Mai 2006) bestätigt.
Nach
über drei Jahren treuer Dienste, in denen ich nur die Batterien wechselte
und ab und zu die Kontakte nachbiegen und einsprühen musste, ist
mein Rücklicht vom Typ B&M Toplight Permanent nun endgültig
defekt. Betätigt man den Schalter, erfolgt einfach keine Reaktion
mehr.
Ich
habe lange am Markt nach besserem gesucht, aber nicht gefunden.
Heute habe ich nun ein neues Rücklicht vom gleichen Typ
installiert.
Der
Winter ist endgültig vorbei. Heute habe ich an meinem Trekkingbike meine absolut pannensichere
Winterbereifung Schwalbe Marathon Plus gegen die fast ebenso
pannensichere, jedoch erheblich leichtere Reifen vom Typ Continental
Travel Contact getauscht.
Beim
Ausbau des Vorderrades hatte ich mal wieder vergessen zunächst die
Kabelschuhe des Nabendynamos abzuziehen, prompt riss ein Kabel sich aus
seinem Schuh aus. Die Fummelarbeit den wieder aufzusetzen, sparte ich mir
für den nächsten Tag auf, hab es dann besser meinem Händler überlassen.
Der hat das schnell und billig erledigt.
Der
Gepäckträger von
Typ Topeak QR Beam Rack ist gut durchdacht konstruiert, bis auf eine "Kleinigkeit": Das
ansteckbare Rücklicht gehört hinten unter statt hinter den Träger, wo
es gegen Bruch geschützt wäre. Ferner müsste man es am Träger
nicht nur aufstecken, sondern auch arretieren können.
Damit
es nicht wieder während der Fahrt abgeworfen wird, hatte ich es mit
einem Kabelbinder fixiert. Folge: Beim Rangieren im Fahrradschuppen
brach das nun starr angebrachte Rücklicht ab.
Es
sah nach größerem Ärger aus, war aber ganz einfach zu reparieren:
Das Rücklicht vom Typ B&M Toplight Permanent
hatte einen Wackelkontakt. Also, Akkus raus genommen, die die Akkus
einklemmenden Kontakte nachgebogen und die Akkus wieder eingesetzt.
Das war 's!
Für
längere Touren im dunklen sollte man für die Akkus Ersatz dabei
haben. Im Gegensatz zu sich langsam entladenden Batterien sind Akkus
blitzartig nicht mehr in der Lage, die Lampe zu befeuern, nachdem
sie eben noch ausreichend Saft abgegeben hatten.