Almabtrieb der RG Kiel in Raisdorf:
RTF-Saisonabschluss im Norden
Am letzten Sonntag der
Radsport-Saison 2004/2005 gelegen übte die RTF mit dem passenden Namen
"Almabtrieb" wieder einen besonderen
Reiz aus. So nahmen Matthias Meyer, Detlef Schmeelke und ich gern die
hundert Kilometer Anreise in Kauf, um 70 Kilometer in einer für uns etwas
anderen Landschaft zu radeln.
Dieses Mal hatte ich keine Chance
mich bei der Anreise zu verfahren, weil Matthias sein GPS-System dabei
hatte. Das zickte zwar anfangs etwas rum, weil es das Ziel abseits der
Straße wähnte, führte uns dann aber direkt auf dem schnellsten Weg zum
Start. Weil ich die Zeit um Detlef und dann Matthias abzuholen zu knapp
kalkuliert hatte, war das Hauptfeld allerdings bereits ohne uns abgefahren.
Was soll 's dachte ich? Wir waren ja
immerhin zu dritt und die Erfahrung lehrte uns, dass wir unterwegs immer
noch Anschluss finden würden. Die meiste Zeit blieben wir bei dieser RTF
dann aber doch unter uns.
Ca. 400 Teilnehmer sind viel für eine RTF an
der Ostsee am Anfang des Oktober. Bei den RTF im Sommer im Großraum Hamburg
vor den Vattenfall-Cyclassics sind drei Mal so viele Teilnehmer am Start,
entsprechend größer ist die Auswahl an Mitfahrern. Weiter nördlich muss
man jedoch zum Teil auch mit 200 zufrieden sein.
Mit uns starteten noch zahlreiche
Radwanderer und einige Rennradfahrer mit Kindern. Die Ausschilderung
führte uns schon bald in die Holsteinischer Schweiz, einer lieblichen
Landschaft mit Hügeln und Wäldern.
Über Rosenthal, Rosenfeld,
Langensaal, Lilienthal und Wildenhorst ging es nach Rastorf. Wir
überholten ein Ehepaar auf Rennrädern, davor deren zwei kleine Kinder
ebenfalls auf Rennrädern und wie Profis gekleidet. Ich ärgerte mich,
weil ich die tolle Szenerie nicht knipsen konnte. Mein Fotoapparat war
kaputt.
Weiter ging es über Wildenhorst, Wittenberg,
Martensrade, Wittenberger Passau und Grabensee nach Fargau am Selenter See. Dort sorgte Jens
Ecksmann mit seiner Fahne für Verkehrssicherheit,
wies uns mit ihr den Weg zum Depot vor dem Gemeindehaus Fargau.
Es gab sehr leckere frische Brötchen
vom Backparadies Leefen mit ebenso leckerer Wurst von
der Schlachterei Looks. Die Firma Krüger Gastro zählte zwar nicht
wie diese zu den Sponsoren, hat es aber verdient erwähnt zu werden, weil
der erstaunlich gut schmeckende
Eistee Zitrone von ihr stammte. Wer mochte, konnte auch heißen Tee
bekommen. Als weiteren Sponsor hatten die
Kieler die Firma Peugeot Ernst gewonnen.
Wir trafen
Bernd Schmidt, der nicht nur Präsident des Radsportverbandes
Schleswig-Holstein, sondern auch oberster Ausrichter des Bundes-Radsport-Treffen
2006 in Kiel ist. Bernd erzählte
begeistert davon wie toll sein Heimatverein und der Verband mitziehen und
welch tolles Programm dadurch geboten wird.
Bernd
hatte schon über 100 Fotos im Kasten, die er mir bereitwillig anbot um
diesen Bericht zu verzieren. Er lichtete auch seinen Mitstreiter im
Verband, den RTF-Fachwart Rolf Titel im Herbst-Dress ab. Zuvor hatte ich
noch eine wie immer erfrischende Begegnung mit zwei Jung-Heinis (nennt man
Radler der BSG Jungheinrich so?), Heike und Stephan Sturm.
Frisch gestärkt fuhren wir in einem
Bogen über Salzau,
Stoltenberg, Fahren, Passade, Hohndorf, Krumbek, Bendfeld,
Sophienhof und Pratkau zurück nach Fahrgau. Der Wind umwehte uns
auf diesem Stück oft ungehindert mit gefühlter Stärke vier bis fünf,
weil die Strecke an vielen Feldern vorbei führte. Als wir am Depot wieder
ankamen wurde noch ausreichend Verpflegung angeboten.
Zurück nach Raisdorf
ging 's über Friesenhof,
Jackenmoor, Neuenkrug, Jasdorf, vorbei am Gut Dobershof, durch
Flüggendorf, Oppendorfer Mühle und Klausdorf. Die Landschaft war nun
wieder schön, nur der Himmel hatte sich verändert. Regenwolken waren
aufgezogen.
Darauf war ich nicht vorbereitet, hatte zuletzt am Freitag im
Wetterbericht was von schönem Wetter gehört,
mich am Start gewundert, warum viele sich so dick eingepackt hatten. Selbst hatte ich zur kurzen Hose und einem Kurzarmtrikot nur Armlinge dabei, gegen die Kühle am
Morgen, was bei Temperaturen um die 15 Grad zunächst völlig genügte. Regensachen? Fehlanzeige! Nicht mal ne dünne Jacke hatte ich dabei. Wir schafften es allerdings
vor den ersten Tropfen trocken ins Ziel zu gelangen
Mir fiel auf, dass die Gegend
trotz der Zeiten des
Gasthofsterbens mit vielen Lokalen durchsetzt ist. Die bilden einen
Teil der touristischen Infrastruktur. Die lockt nicht nur mit der schönen
Landschaft, sondern auch mit der Nähe zur Ostsee.
Matthias
war die Fahrt über große
Distanzen noch nicht gewohnt. Er hat auch noch mit dem Handicap zum
kämpfen, ein Trekkingbike der 18-Kilo-Klasse die Steigungen hoch wuchten
zu müssen. Mit Rücksicht darauf verkniffen Detlef und ich es uns die
zusätzlich angebotene 40 Kilometer lange zweite Schleife ums Depot abzufahren.
So kamen wir bereits nach ca. 70 Kilometern mit etwa 265 Höhenmetern
wieder am Ziel an. Nachdem ich vor dem Start ein leckeres
belegtes Brötchen genossen hatte, wählte ich nun die angebotene
Bockwurst. Die mag ich eigentlich nicht, hätte statt derer lieber ein
Stück Kuchen wählen sollen. Statt uns zu den anderen in die Turnhalle zu
setzen, traten wir lieber den langen Heimweg an.
Nachdem Matthias seine erste RTF ab Rahlstedt so viel Spaß
gemacht hatte, wollten uns eigentlich
auch seine Tochter "Steff" Meyer und sein Bruder Christian begleiten. Beide
waren dann aber anderweitig verpflichtet, mussten leider passen,
werden wohl erst zu Beginn der nächsten RTF-Saison zu unserer kleinen Gruppe
stoßen.
Meine
Digitalkamera streikte bereits Tage vorher, ich habe sie einsegnen
müssen. Für jeden Hobby-Fotografen, von dem ich ein oder mehrere Fotos hier
veröffentliche, hatte ich deshalb hier eine CD ausgelobt. "Voll
abgefahren" von "Brauer und
die Jedermänner" mit Musik über den Radsport.
Die werde ich nun verschicken.
Für das Tachoprotokoll von seinem HAC4 wird Detlef ebenfalls eine erhalten.
Erst konnte ich nur mit seiner
Hilfe die Aufzeichnung bei meinen für mich neuen Tacho starten,
dann war es mir selbst zwei Wochen
nach der RTF trotz einiger Telefonate mit der Hotline immer noch nicht gelungen das von meinem auf meinen PC zu übertragen.
Das Gerät bietet
sehr viele Funktionen, die nicht über ein Menü, sondern durch
unterschiedlich langes Drücken von einem oder zwei der vier Knöpfe
angesteuert werden. Das allein wäre noch kein großes Problem, aber die Art der Verbindung (USB seriell)
an einem Bluetooth-fähigen PC (bedingt eine hohe Portnummer, die das Programm Hactronic
nicht finden kann) und zwei diese blockierende Handy-Synchronisationsprogramme versuchen mich in den Wahnsinn zu treiben.
Es
folgen das Höhenprofil und weitere aufgezeichnete Daten. Die Kontrollstationen sind mit roten Linien
markiert. Du kannst Dir das Protokoll auf
Deinen PC runterladen. Dazu klicke einfach hier. Den
Bericht vom Almabtrieb 2003 ab Felde / Westensee findest Du hier
Bilder: Matthias Meyer (Haspanesen) und Bernd
Schmidt, RSG Northof (alle anderen)
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Graphische
Auswertung
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Tabellarische
Auswertung
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