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Schöner Wolkenhimmel über uns. Hier geht's zur Großansicht...Das beste zum Schluss: RTF-Radtour Almabtrieb der RG Kiel 2003

Sie ist die letzte RTF im Norden, wird deshalb Almabtrieb genannt. Weil ihr Termin im Oktober liegt, ist es oft eine Zitterpartie mit dem Wetter. Im letzten Jahr waren wohl weniger als hundert Teilnehmer gekommen, um im Dauerregen zu fahren. In diesem Jahr hatte der Wetterbericht wieder drei Tage lang massiv gegen die Veranstaltung gearbeitet. Regen und Sturm wurden für den Sonntag vorhergesagt. Am Samstag war 's dann auch stürmisch und regnerisch. Als ich am Sonntag aufstand, strahlte aber die Sonne. Resultat: Immerhin 240 Leute nahmen in diesem Jahr teil. Die Tour war so toll, dass sie die doppelte Anzahl verdient hätte.

Verpflegungsstation am Feuerwehrhaus Haßmoor. Hier geht's zur Großansicht...Wie fast immer hatte ich ein Problem mit der Anfahrt. Da kann der Veranstalter nix dafür, wenn ich morgens erst den genauen Weg ermitteln muss und mich dann auch noch für einen langsamen entscheide. Erst um halb zehn war ich dann am Start, begab mich allein auf die Strecke.

Wegen dem angekündigten schlechten Wetter fuhr ich mit einem Langarmtrikot, langer Hose, Überschuhen und gar mit Fingerhandschuhen. Mit denen hat man null Gefühl, wenn man was aus der auf dem Rücken angebrachten Trikottasche fingern will. Prompt riss ich mir gleich zu Anfang die Startnummer ab, als ich etwas auf 's Diktiergerät sprechen wollte, musste mich ausplünnen, um sie neu anzubringen.

Auf der mittleren Distanz war die zweite Verpflegungsstation ebenfalls in Haßmoor. Hier geht's zur Großansicht...Nach sieben Kilometern schloss Ronny Schulz zu mir auf, fuhr mit mir zusammen bis zu meinen Fotopausen ab Kilometer 55. Er hatte es eilig, weil es sein Hochzeitstag war! Also, dafür hätte ich von meinem Mädel an dem Tag kein Visum erhalten. Ronny ist in keinem Verein Mitglied, aber gut in Form, musste an den Steigungen immer wieder auf mich warten.

Er stammt aus der Nähe von Rügen, berichte mir davon, dass er demnächst seine Eltern besuchen und dann die RTF Tour d`Allee auf Rügen fahren wird (Dank an Arne, der mir deren Namen zumailte). Na ja, für eine Tagestour ist das für einen Nordwestdeutschen leider zu weit weg. Aus meiner Sicht bleibt der Almabtrieb das was er immer war, das Ende der Rennradsaison.

Autoverkehr erlebten wir selten. Hier geht's zur Großansicht...Wir fuhren durch schöne Orte in schöner Natur. Neben vielen Kühen und einigen Ziegen sah ich auffällig viele Pferde. So um die hundert werden es an diesem Tag gewesen sein. Die Strecke war gut ausgeschildert. An den in jedem Jahr auftretenden Gefahrenpunkten hatte der Veranstalter Warnschilder aufgestellt. Die Baustelle in Bredenbeck hatte er aber wohl übersehen. Da war die Straße an mehreren Stellen aufgefräst, wies riesige Löcher auf. Das erste konnte ich nur knapp umfahren.

Über Klein Nordsee, Groß Nordsee, Frauendamm, Krummwisch, Möglin, Bredenbeck, Rolfshorn und Kronsburg erreichten wir nach 20 Kilometern die erste Verpflegungsstation am Feuerwehrhaus der FF Haßmoor. Das Verpflegungsangebot war o.k. Es gab zwei Sorten Kuchen, Rosinenbrot, Brot mit Käse, Schinken und Mettwurst, Müsliriegel, Salatgurken, Bananen und fruchthaltige Getränke.

Wiesen am Wegesrand. Hier geht's zur Großansicht...Auf dem Weg nach Haßmoor hatten wir eine Gruppe von so um die fünfzehn Radwanderern überholt. Die sahen so aus, als hätten sie im Schnitt die "Sechzig" deutlich überschritten und als ob sie öfter solche Touren machen würden. Ich hatte ihnen im Vorbeifahren noch "Viel Spaß!" gewünscht, nun sah ich sie bei der Verpflegungsstation wieder. Sie fuhren die 40 Kilometer-Strecke ab, zügig, wenn auch nicht so schnell wie ich. Man sah ihnen an, dass sie Freude daran hatten.

Über Höbek, Dchülldorf, Osterrönfeld, Stadtmoor fuhren wir nach Westerrönfeld und wieder zurück über Stadtmoor, Plirup, Schwabe, Wilder Moor, Linnhof Ohe und Höbek, erreichte nach 33 Kilometern wieder die Verpflegungstation in Haßmoor. Es war wieder toll anzusehen, mit wie viel Enthusiasmus die Helfer so eine RTF durchführen.

Zahrreiche Kühe und Pferde säumten den Weg. Hier geht's zur Großansicht...Das Wetter blieb so toll, wie es morgens begonnen hatte. Am Boden war es nahezu windstill. Ganz anders dagegen am Himmel: Die Sonne ließ die Wolken erstrahlen, die wohl ein da oben blasender kräftiger Wind zu immer neuen fantastischen Gebilden formte.

Als die Temperatur auf über 15 Grad angestiegen war, zog ich meine Handschuhe aus, hätte gern auch meine Trikotärmel abgestriffen. Das im Tachoprotokoll an einer Stelle gar 25 Grad ausgewiesen werden, liegt daran, dass ich den einen Moment lang in der ihn wärmenden Hand hielt. Ich suchte die Ursache dafür, dass er immer wieder ausfiel. Nachdem ich die Kontakte gereinigt hatte, verrichtete er brav seinen Dienst.

Der Weg sollte uns nun nach 21 Kilometer über Emkendorf, Klein Vollstedt, Emkendorfer Kreuz. Trentrade, Gut Schönhagen und Bosse am Westensee vorbei zurück nach Felde führen. Dabei wollte ich einige Fotostops einlegen. 

Blick auf eine der Alleen. Hier geht's zur Großansicht...Weil ich so spät unterwegs war und das Teilnehmerfeld so dünn war - beim Saisonstart in Neuwiedenthal waren fast vier mal so viele Teilnehmer am Start - musste ich bei den Fotopausen lange darauf warten, dass mir jemand vor die Kamera fuhr. Einmal war es so lang, dass ich gern eine Zigarette geraucht hätte, die hatte ich aber auf dem Autodach liegen gelassen. Später waren die noch da. Jemand hatte sie mir auf der Fahrerseite vor die Windschutzscheibe gelegt. Danke!

Einmal führte die Strecke 150 Meter lang über Kopfsteinpflaster. Kein Grund sich zu beklagen. Die Straße führte geradewegs in eine wunderschöne alte Allee. Das Gelände war hier leicht hügelig und bildete zusammen mit dem sich ständig ändernden Wolkenhimmel einen berauschenden Anblick.

Schöner Weg an Seen entlang. Hier geht's zur Großansicht...Ich schloss auf einen Jugendlichen auf, der auf ein sehr einfaches altes Rennrad fuhr und einen riesigen Rucksack auf dem Rücken trug. Er erzählte mir, dass er zurück nach Eckernförde fuhr, einen Freund in Hamburg besucht und dort übernachtet hatte.

Wir plauderten angeregt über Radtouren und Fahrradtechnik bis mir auffiel, dass keine Streckenschilder mehr zu sehen waren. Die Straße kannte ich allerdings; auf der hatten wir die Gegend um Felde verlassen. Weil laut Tacho ohnehin nur noch wenige Kilometer zu fahren waren, fuhr ich einfach die gleiche Strecke zurück. Felde war aber nicht ausgeschildert, deshalb rief ich per Handy am Start an und ließ mir den Rückweg beschrieben.

Der Veranstalter führte mich wie gewünscht auf den kürzesten Rückweg. Statt am Westensee vorbei führte mein Rückweg nun über erbärmliche Radwege, die versandet und von Baumwurzel holprig geformt waren. Mir ist trotzdem nicht klar, wieso am Ziel statt der geplante 76 satte acht Kilometer mehr auf dem Tacho hatte. In Felde hab ich mich dann wieder verfahren, weil die Stadt ein Hinweisschild zur Schule abgebaut hatte.

Die wohl schönste Allee auf dieser Tour. Hier geht's zur Großansicht...Am Ziel traf ich Rolf Titel, Radtourenfachwart Vorsitzender der R. V. Endspurt. Er war mit der Anzahl der Teilnehmer zufrieden, weil bei vielen Rennradfahrern schon im September die Luft raus ist.

Bernd Schmidt, den Ausrichter der RTF, kannte ich von der RTF in Volksdorf. Da hatte ich ihn mit seinem Kinderanhänger am Start abgelichtet, wusste nicht, dass er für die RG Kiel aktiv ist. Ich sagte ihm, dass mein Resümee der Tour sehr positiv ausfallen würde. Daran würde auch die sehr einfache Wurst und das fehlende Brot dazu nichts ändern. Von der Haspa hab ich niemand gesehen. Vielleicht lag 's daran, dass ich so spät gestartet war.

Auf dem Weg nach Hause machte ich noch einen Abstecher zu meinem Feuerwehrkameraden Thomas Nielsen, der seit zwei Wochen in seinem neuen Haus in der Nähe von Felde wohnt. Es galt nicht nur ihn zu besuchen, sondern auch ihn auf unsere MTB-Alpentour einzuschwören. Nicht nötig, er hatte sich von seinem Mädel bereits das O.K. geben lassen.

Den Bericht vom Almabtrieb 2005 ab Raisdorf bei Kiel findest Du hier

Es folgen das Höhenprofil und weitere aufgezeichnete Daten. Die Kontrollstationen sind mit roten Linien markiert. Du kannst Dir das Protokoll auf Deinen PC runterladen. Dazu klicke einfach hier.

Graphische Auswertung
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Tabellarische Auswertung
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