RTF Endspurt-Seen-Tour
2004 ab Rahlstedt wieder ohne Zwischenfälle
Als
bisherigen Höhepunkt in der ständig weiter eskalierenden
Auseinandersetzung der Polizeiinspektion Pinnenberg mit den Radsportlern
musste die RTF in Wedel wegen unerfüllbarer Auflagen abgesagt werden.
Auch bei der RTF ab Rahlstedt hatte es im vergangenen Jahr einen Vorfall
mit einer Polizeistreife gegeben. Zum Glück blieb der folgenlos. Es gibt
keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden. Es verlief alles so normal und
entspannt, wie man es sich wünscht.
Erst um kurz nach elf ging ich wohl
als letzter von 600 Teilnehmern auf die Strecke, hatte mir nach dem Kameradschaftsabend mit
der FF Tonndorf etwas mehr Schlaf gegönnt. Das ich als Spätstarter bis zur Kontrolle
allein fahren musste, hatte ich einkalkuliert. Diesen Abschnitt nutzte ich als
Training für das Einzelzeitfahren beim Holsten-City-Man Triathlon, wollte
danach einfach nur locker zurück zum Ziel fahren. Ab der Kontrolle waren
zahlreiche Radfahrer auf dem Rückweg von den längeren Runden unterwegs,
denen ich mich anSchloss.
Zunächst
fuhr ich über Stapelfeld, Stellau, Langelohe nach Brunsbek-Papendorf, von
wo aus der wohl schönste Abschnitt
auf einem schmalen, asphaltierten Weg vorbei an Wäldchen, Pferden, Kühen
und einem See nach Großensee führte. Weiter ging es über den
Pfefferberg nach Lütjensee und am Mönchsteich vorbei zur Kontrolle in
einem Industriegebiet in Trittau.
"Bist
Du Helmut?" sprach mich dort Jan Blomendahl aus Grande an. Es klang, als ob er den
Yeti vor sich wähnte. "Ja, es gibt mich wirklich" dachte ich,
ließ aber zunächst nur ein knappes "Ja" heraus, um dann mit
ihm über sein tolles
Rennrad von BMW zu plaudern.
Wieso
von BMW? Nun, er und sein Arbeitskollege arbeiten für diesen
Automobilhersteller. Ihr Arbeitgeber hatte allen Mitarbeitern das Rad zum
Freundschaftspreis angeboten, die wie Jan im vergangenen Jahr im
Firmen-Trikot bei den HEW-Cyclassics
teilgenommen hatten. Unter diesen Umständen wäre ich bereit im nächsten
über mein
Haspa-Trikot eines von BMW zu streifen. Leider hatte ich vergessen zu
fragen, ob die das gelten ließen.
Jan ist
nicht nur einer meiner Stammleser. Als ich Fotos von den beiden BMW 'lern
schoss, outete er sich gar als Abonnent meines Newsletters, freute sich
schon auf die Veröffentlichung. Jan, ich hoffe, Ihr seid mit dem
Resultat zufrieden, wenn auch eine der zahlreich um das Buffet
schwirrenden Wespen sich vor die Linse mogeln wollte.
An der
Station traf ich auch Detlef Schmeelke (Rev), der in diesem Jahr erstmals
RTF mitfährt. Einige meiner Stammleser von
der RG UNI Hamburg grüßten im Vorbeifahren (Harry, warst Du das?) bzw. später
im Vorbeigehen. Als ich deren Gruppe folgen wollte, musste ich nach einigen
Kilometern abreißen lassen, als die an einer Steigung bei Gegenwind das
Tempo noch forcierten.
Vor mir sah ich mal
wieder einen Radler im Trikot der Randonneure vom Audax Club Schleswig-Holstein.
Das ist die Gelegenheit, sich doch mal erklären zu lassen, wie denn ein
Brevet abläuft, dachte ich mir und fragte ihn einfach. Wie ne extrem lange Permanente, zu der man sich
verabredet, erklärte mir Knut Kollbach.
Es machte Spaß,
sich seine Erlebnisse von den Brevet und langen Urlaubstouren - z. B. von
Hamburg nach Sölden - anzuhören. Eigentlich
wollte ich mir die komplette Kurzstrecke exakt merken, jede Abzweigung auf
mein Diktiergerät sprechen, um diese Tour zu meiner Hausstrecke zu
erheben. Anfangs hab ich das denn auch getan. Über der Plauderei mit Knut
hab dies zuletzt einfach vergessen, hatte dann Mühe, vor dem Ziel schnell
noch ein Foto von ihm während der Fahrt zu machen.
Im
nächsten Jahr sollte es mir leichter fallen, Strecken zu protokollieren.
Ich beabsichtige mir zur nächsten Saison ein GPS-Gerät zuzulegen. Alle
radfahrenden Besitzer solcher Geräte haben mir bisher überwiegend
positives darüber berichtet. So aber kann ich bislang nur die grobe Route
mit Rausdorf, Krohnshorst, Stemwarde, Willinghusen und Rahlstedt
benennen.
Begeistert
hat mich wieder die Ausschilderung. Nach Kreuzungen und Abbiegungen
bestätigte
einem ein auf der Spitze stehendes Quadrat, dass man dem richtigen Weg
gefolgt ist. Immer wieder stellt man sich auf so einer Tour unbewusst die
Frage, ob dies noch der Fall ist. Dieses Schild beantwortet die mit einem
eindeutigen
"Ja". Das beruhigt ungemein. Vorbildlich war auch wieder der
Begleitzettel, auf dem selbst ich mich zurechtfand.
Wieder
an der Schule angekommen genoss ich eine leckere Schinkenwurst. Dabei fiel
mir eine Gruppe älterer Radler auf, die erfrischend anders aussahen
(Foto!). Sie hatten in ihrer legeren Kleidung mit einer ebensolchen
Haltung immerhin die 77 Kilometer lange Runde
abgeradelt.
Leider habe ich die Notiz mit den
Namen ihres Radwander-Vereins verloren, weiß nur noch die Vornamen von
Peter, Elke und Horst, weil die auf einigen T-Shirts gedruckt standen.
Wenn Ihr dies lest, meldet Euch doch bitte bei mir.
Es
folgen das Höhenprofil und weitere aufgezeichnete Daten. Die
Kontrollstation ist mit einer roten Linie
markiert.
Meine Berichte aus den anderen Jahren findest Du hier:
RTF Endspurt-Seen-Tour
Großhansdorf 2007
RTF Endspurt-Seen-Tour Rahlstedt 2004
RTF Endspurt-Seen-Tour Rahlstedt
2003
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