Has ' und Igel
RTF ab Buxtehude - RTF
der netten Begegnungen
Lag es am seit Tagen
schönen Wetter oder gar an mir? Sicherlich mehr an Ersterem, aber es hat
insbesondere mit all den mir über den Weg laufenden oder radelnden Leuten zu tun,
dass ich diese RTF im Jahr
2006 für mich als die mit den vielen netten Begegnungen in Erinnerung
behalten werde.
Es beginnt damit, dass
mich mein Freund Matthias Meyer von daheim abholte. So hab ich auch auf
der Autofahrt nach und von Buxtehude Unterhaltung. Bei der Anmeldung haben
Meise, den ich nur aus dem Web kannte und ich uns gesucht und gefunden.
Meise ist Mitglied im
Buxtehuder SV, war als "Helfer" mit einer Sonderaufgabe betraut.
Er hat die "Lizenz zum Mitfahren", weil er einen Bericht für
sein Weblogg schreiben will ("Meises Blog"). Darüber verpassen wir meinem Arbeitskollegen Detlef
Schmeelke, der am Start
vergeblich auf uns wartete.
Wir erwischen grad noch
die letzte geSchlossen auf die Strecke gehende Gruppe. Auf der Fahrt durch Buxtehude
winkt
uns eine Familie mit Kindern und Deutschlandfähnchen zu. Mir fällt eine
einheitlich gekleidete Gruppe junger Rennradfahrer auf, die sich wohl
einrollen, während wir
sie zügig überholen. Wenig später ziehen die nun ebenso flott an uns und
unseren Vorderleuten vorbei, stürmen den nächsten Hügel rauf, brechen aber plötzlich ein.
Bei Gegenverkehr
versuchen Leute fluchend in der dritten Reihe an ihnen vorbei zu kommen.
"Die üben noch", denke ich. Während wir bei dem Auf und Ab
über die ersten Hügel in ständig neuen Gruppen fahren, übersehe ich
beim Überholen eines unserer unscheinbaren 2004er Haspa-Trikots. Matthias
macht mich drauf aufmerksam. Ich lass mich zurückfallen und stoße auf Karl-Heinz Petroschka mit Frau.
Ich treffe auch die jungen Leute mit ihrem nicht mehr ganz so jungen Anführer Ralf
Hinke wieder. Ralf ist Sozialpädagoge an der Gesamtschule Stellingen, hat die sechs Schüler seiner "Arbeitsgemeinschaft
Rennrad" im Schlepp. Es ist ihre erste RTF.
Die Schule kooperiert
mit der RG Hamburg, besitzt mehrere Rennräder und neuerdings auch
Mountainbikes. Im August soll eine "Arbeitsgemeinschaft
Mountainbike" gebildet werden. Während wir miteinander quatschen,
fahren die einen geradeaus, die anderen links ab. Aha, Feldertrennung,
aber wo müssen wir denn lang? Es stellt sich heraus, dass alle nach links
abfahren mussten, die anderen sich verfuhren.
Als ich die Gruppe
ablichten will, streikt mal wieder mein Fotoapparat, nervt mich mit
Piepsen und Meldungen, die ich bei dem hellen Sonnenlicht nicht vom
Display ablesen kann. "Dann eben später.", tröstet mich
Ralf. Vorher konnte ich ein Bild von der Gruppe der BSG Edeka einfangen,
was der Apparat in Poppenbüttel verhindert hatte, weil der Akku-Deckel
nicht richtig geSchlossen war.
Matthias hab ich
darüber aus den Augen verloren. Weit weg kann er nicht sein. Allein
versuche ich an ihn ran zu fahren. Trotz Abfahrten mit bis zu 50 km/h will
mir das bei Gegenwind und einigen leichten Steigungen nicht gelingen. Erst
am ersten Depot mitten in einem Wäldchen treffen wir uns wieder. Da steht auch Meise. Er hat den
gleichen Fotoapparat wie ich, lichtet mich ab und zeigt mir, dass ich den
Video- statt Fotomudus eingestellt hatte. Eines kannst Du hier sehen.
Ich stell mich an der Schlange zur Verpflegung an.
Es geht zügig voran, trotzdem überbrücke ich die Wartezeit damit mir
meine Bildausbeute anzuschauen. Dabei muss ich wohl den geraden Weg
verlassen haben, jedenfalls fährt mich ein Radfahrer in einer
oberlehrerhaften Art an, ich solle mich gefälligst ebenfalls anstellen.
Seinen Vereinsnamen schreib ich nicht, weil mir die Katten-Bergmänner und
-Frauen sonst immer
so sympathisch erscheinen.
Rad-Manne
von der BSG HHA hat seinen Rad-Marathon in Poppenbüttel gut überstanden,
ist wieder bestens drauf, wohl auch weil er Heike Sturm von der BSG
Jungheinrich dabei hat, die Frau nach der wohl die Drangzeit eine
Namenserweiterung erfahren hat.
Vor Sauensieck sehe ich auf einem Feld zig kleine
Häuschen auf einem Feld stehen, wie große Hundehütten. "Wat is dat
denn?", frag ich meine Nebenleute. "Schweine." Als wir
dicht vorbeifahren sehe ich große und kleine, bezaubernd anzuschauende
Ferkel in Gruppen von über zehn Stück. Mein Appetit auf Schinkenwurst
lässt schlagartig nach.
Auf
die folgende gefährliche Wegkreuzung weisen uns große Schilder deutlich
hin. An einer anderen hatte uns ein Helfer durchgewunken. So kommen wir
zügig voran und meine Endorphine schlagen Blasen. "Pedal links,
Pedal rechts, aber heut geht's gut." schießt es mir durch den Kopf.
"Wohnst Du noch oder fährst Du schon?", als wir das
Orteingangsschild von Wohnst passieren. Die Leute von der BSG Edeka
befrage ich, ob sie denn einen Topf Basilikum im Gepäck haben, nur für
den Fall, dass ich am Depot zu einem Tomatenbrot greifen werde.
Es ist einer der Tage, an dem man sein Paraderad
rausholen kann. So sind denn einige Tandemfahrer unterwegs, unter anderem
Heiko und Regine. Ich kann mich noch gut erinnern, wie die beiden mich vor
drei Jahren in Hittfeld überholten, sie mir dabei zuzwinkerte.
Zwischenzeitlich sind sie Mitglieder des RV Endspurt geworden. Ich treffe
auch Holger Iwersen wieder, meinen Begleiter von der Rudi-Bode-RTF.
Am
zweiten Depot sprich mich Burkhard an (rechts im Bild mit den Mänteln). Er hatte die Einladung zur RTF ins
Forum gepostet und uns an der Kreuzung freie Bahn signalisiert, erzählt
mir, was er alles schon getan hatte, um zum Gelingen der RTF beizutragen.
Dabei ist er ebenso gut drauf, wie seine zahlreichen Helferkolleginnen und
Kollegen. Einer erklärt mir den Reparaturstand, an dem man sich im
Notfall kostenlos einen gebrauchten Mantel nehmen kann.
Das Essenangebot am ersten Depot war RTF O.K., aber
nicht erwähnenswert, hier es sehr üppig: Leckere Mädels schmieren
unermüdlich ebensolche Schwarz- und Rosinenbrote mit Nutella,
hausgemachter Kiwi-Marmelade, Honig,
Schmalz, Mettwurst und Käse. Das begeistert mich so, dass ich die anderen
Nahrungsmittel übersehe.
Mit
Christian treffe ich das nächste Forumsmitglied. Wir plaudern über
unsere Erlebnisse bei der Tour d'Énergy. Unterdessen lassen Matthias
Kräfte nach. Kein Wunder. Auf der Rückfahrt wird Euch bei dem starken
Ostwind jeder Kilometer doppelt vorkommen, hatte man uns am Depot
prophezeit. So isses denn auch. Die Strecke ist nicht mehr so schön und
verwinkelt. Der Wind laugt uns aus. Wir machen ein Päuschen, was mir die
Gelegenheit bietet, Radler von vorn abzulichten.
Mit Rücksicht auf Matthias, der sich grad erst an
längere Distanzen heran tastet, waren wir auf die 86km-Route eingebogen.
Auf den letzten Kilometern überholen uns schnelle Gruppen von den
längeren Distanzen. Darin erspähe ich Pedalritter Nord Stefan von der
Ahe. Mit der Startnummer 517 ist er auf einem der Bilder zu sehen. Wir
kennen uns aus dem Web und seit dem letzten Trainingstreff persönlich.
Stefan zögert keine Sekunde, lässt seine Gruppe sausen, schließt sich
uns an.
Bekanntlich
habe ich ein Auge für Frauen und andere Sehenswürdigkeiten. Das ist wohl der Grund, weshalb ich zwei
habe, sonst wäre ich in mehr Unfälle verwickelt. So erregt unterwegs ein
kreisender Storch meine Aufmerksamkeit, am Ziel dann eine
junge Dame im Trikot mit dem Schriftzug "Physiotherapie, weiß nicht
was". Leider macht sie keinerlei Anstalten mich
massieren zu wollen.
Stefan hat auch zwei solcher Augen. Ihm ist
aufgefallen, dass der Frauenanteil bei den RTF langsam aber stetig steigt.
Das ist nicht nur gut für die Augen, sondern auch für die ohnehin gute
Atmosphäre, weil Kerle sich in in der Regel in der Gegenwart von Damen
gesitteter benehmen.
Das tolle Wetter und der gute Ruf der RTF bescherte dem Buxtehuder SV ein Rekord-Teilnehmerfeld von
900 Teilnehmern. Im nächsten Jahr können es gern tausend werden. Es folgen meine Tachoprotokolle des Jahres 2003, in
dem wir exakt die gleiche Strecke fuhren.
Hier
stehen weitere Rückblicke und hier der Bericht von der Has und Igel RTF Buxtehude 2003
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