Themenbereiche

In HFS suchen

Buch-Tipps

Trainingsbibel

Die Trainingsbibel für Radsportler

Rad.Routenplaner

Rad.Routenplaner 7.0 Special Edition (DVD-ROM). Neu: GPS-Tourenplaner mit Zusatzfunktionen

Die Rennrad-Werkstatt

Die Rennradwerkstatt: Reparatur - Montage - Pflege - Wartung

Perfektes Radsport-Training

Perfektes Radsport-Training: Mit perfekter Trainingsplanung zu Gesundheit, Fitness und Höchstleistung

Fahrrad, Wartung & Reparatur

Fahrrad, Wartung & Reparatur

Das Rennrad im Selbstaufbau

Das Rennrad im Selbstaufbau

Fahrradphysik und Biomechanik. Technik - Formeln - Gesetze

Fahrradphysik und Biomechanik. Technik - Formeln - Gesetze

Tipps für Radsport

Tipps für Radsport

Ausdauertraining

Optimiertes Ausdauertraining

Radsporttraining

Radsporttraining: Methodische Erkenntnisse, Trainingsgestaltung, Leistungsdiagnostik

Helmuts-Fahrrad-Seiten

Breiten-Radsport- & Fahrrad-Magazin für den Norden

RTF & Radmarathon -> Berichte - Kaltenkirchen  '08


Anzeigen

Besucherzähler

Onlinezähler

TRENGA DE ProShops TRENGA DE RennradPlanets

TRENGA DE - Rennräder direkt vom Hersteller

Bike24

Bike24 - Fahrräder, Teile, Zubehör & Bekleidung zu günstigen Preisen

Radsport-Bekleidung

Bike o 'bello - Radsport Bekleidung und -Zubehör

bruegelmann.de – Fahrradprodukte für Performer

bruegelmann.de – Fahrradprodukte für Performer

Das bin ich...RTF Bis in die Holsteinische Schweiz - Für mich leider nur bis kurz davor

Der Tag der RTF Bis in die Holsteinische Schweiz war ein Tag, an dem alles gegen mich lief. Den Wecker stellte ich mehr symbolisch. Ich ahnte, dass ich ihn nur vier Stunden später nicht hören würde. So fuhr ich ab 10:30 Uhr nur 80 Rad-km, leider komplett allein, mein Tacho war ausgefallen, wo im Fotoapparat der Akku reingehört, gähnte ein Loch, ich hab mich mit dem Rad, später PKW verfahren, das Diktiergerät war plötzlich voll und das Sommerwetter war ebenfalls ausgefallen. So starteten nur die ca. 75 Marathonis, die sich vorher angemeldet hatten, dazu nur 120 RTF-Fahrer, wo im letzten Jahr weit über tausend gezählt wurden, die aber hatten Spaß!

Es begann damit, dass die Wecker klingelten, als ich noch schlief, zu tief, als dass ich darauf reagiert hätte. Gegen halb neun wachte ich ohne auf. Es regnete. Und nun? "Du kannst die Kattenberger nicht hängen lassen." dachte ich mir. Ich hatte mich bewusst dafür entscheiden diesen sympathischen Radsport-Haufen zu unterstützen, obwohl in quasi gleicher Entfernung von mir die Neuauflage der Alpe d'Hittfeld lockte.

Gegen halb elf komme ich am Start an. Es ist der gleiche Ort, das gleiche Zimmer und leider auch fast die gleiche Situation wie im Vorjahr mit der gleichen Konsequenz. Im letzten Jahr wollte ich als erstes die Anmeldung fotografieren, startete die Kamera, die aber meldete nur "Keine Speicherkarte". Die war in diesem Jahr drin, aber es fehlte der Akku. Lutz bemühte sich um einen Ersatzapparat, aber von den Anwesenden hatte keiner einen dabei.

Man, war mir das peinlich. Erst komme ich zu spät um die Meute abzulichten und dann reicht 's nicht mal für ein paar Bilder von den Helfern. Lutz und Stephan blicken traurig und doch verständnisvoll. O.K., dann muss ich halt hoffen, dass die Kattenberger selbst einige Bilder aufnehmen werden. Das taten sie, wie die noch einzufügenden Bilder zu diesem Bericht zeigen werden.

Nächstes Ärgernis war wieder mein HAC4. Den hatte ich am Vortag mit frischen Batterien gefüttert. Kurze Zeit ging er wieder, dann fiel die Geschwindigkeitsanzeige wieder aus. Ohne ist keine Standortbestimmung möglich, weil er keine Distanz errechnet. Ich fahre allein los, habe niemanden den ich nach Tempo oder Distanz befragen könnte.

Die Straße aus Kaltenkirchen raus gen Norden ist so recht nach dem Geschmack der Motorradfahrer. Wenig befahren und sich dahin schlängelnd. Mein hier wohnender Arbeitskollege Bernd Steng hatte mir erzählt, dass diese Straße von Motorradfahrern aus ganz Deutschland angefahren wird. Es gibt dort immer wieder schwere Unfälle, weshalb einige riesige Plakate am Wegesrand mit Schockbildern von solchen Unfällen künden.

Weiter geht es durch Schmalfeld, wo ein weiterer unserer Kollegen wohnt, an den ich natürlich sofort denken muss. Ich schaue zwei Mal hin, ob denn die Joggerin nicht zufällig Torsten Dankers Frau wäre. Ich komme an zahlreichen Rindern und Pferden vorbei. Neben dem bildschönen weißen Jungbullen wird mir eine Herde im Gedächtnis bleiben, die gar keine ist. Die sechs oder sieben auf einer großen Weide stehenden Kühe sind "nur" täuschend echte Skulpturen, jede in einer anderen Pose, alles zusammen umwerfend natürlich aussehend.

Weil es regnet und mein Fotoapparat eh keine Funktion hat, fahr ich rechts ran um ihn in die Satteltasche in Sicherheit zu bringen. In dem Moment überholt mich ein älterer Herr (ca. mein Alter), fragt ob alles O.K. wäre. Das bejahe ich, freue mich ihn bald einholen und mit ihm fahren zu können. Welch ein Irrtum. Das Loch von ein paar hundert Metern wird nicht kleiner und dann ist er plötzlich ganz weg.

Die Ausschilderung erfährt einen Härtetest, weil ich mich eigentlich immer verfahre, zumindest allein. Und so ist es denn auch. In Struvenhütten vermisse ich ein Schild an einer Kreuzung, folge der Straße nach links, weil ich dort den richtigen Weg vermute. An den Masten erkenne ich einige Kabelbinder. "Aha, Schilder geklaut." sagt mir mein detektivischer Verstand und täuscht sich. Ein Autofahrer hupt, weist mich in die Gegenrichtung. Ein Blick in den Begleitzettel zeigt mir, dass er Recht hat. Ich kehre um in Richtung Hartenholm. Die Kattenberger schildern rückstandsfrei ab. Die Reste müssen von einer anderen Veranstaltung stammen.

Kurz darauf schnacken mich Leute aus einem PKW von hinten an. Meine Freund-Feind-Erkennung schaltet auf "Freund", als ich Lutz und Stephan erkenne. Sie staunen nicht schlecht mich auf dieser Straße vorzufinden, die gar nicht zur Route gehört. Der Straße folgen werde ich aber zwangsläufig wieder darauf gelangen. Ich hatte wohl in Gedanken ein Schild übersehen. Dazu ist anzumerken, dass die Ausschilderung erstklassig war.

Wenig später sehe ich rechts Hans-Werner Wollbrecht und Heinz-Werner Hehwischer an einem Mini-Depot stehend. Die beiden wollen mich weiter schicken. "Wieso weiter?" frage ich. Weil das das Depot für die Schüler ist, die im Rahmen einer dreitätigen Ferienpassaktion des Vereins auf ihrer 22 km langen Tour hier verpflegt werden. Die Kattenberger tun etwas dafür neue Mitglieder zu werben, hatten an der Anmeldung Verein-Flyer ausliegen. Ich spreche mir noch die Namen der beiden auf ''s Band, dann meldet es "Speicher voll". Weitere Notizen fertige ich auf Papier.

Das erste RTF-Depot liegt im Feuerwehrhaus Barg. Heike und Stephan Sturm reagieren amüsiert - und vermutlich doch auch enttäuscht - auf meine Pannenberichte. Die Verpflegung hat die gleiche hohe Güte wie im Vorjahr. Es war ein Buffet mit Bananen-, Apfel- und Salatgurkenstücke, leckere Ultra Bar-Riegel von Ultra Sports, Rosinenstuten und Schwarzbrot mit Jagd- und Blutwurst sowie Käse angeboten. Eine Kaffee gab 's auch, nur keine Löffel, aber umrühren kann man auch mit einem Messer.

Ich hoffe mich nun Leuten anschließen zu können - der Wind kostet allein doch einige Körner mehr - und werde enttäuscht. Ich bin wohl als einer der letzten auf die Strecke gegangen. Die vom Depot abfahrenden Leute biegen um diese Uhrzeit gleich dahinter gen Ziel ab, ich aber folge der abgehenden 85er-Route. Nach zwei Kilometern stoße ich auf zwei verwirrte Rennradler. Die waren vom Depot falsch abgebogen. Nach links stand da "45" und "Ziel" drauf. Nach rechts "85", "118" und "163". Sie hatten schon ca. 190 von 217 Marathon-Kilometern in den Beinen. Statt gen "Ziel" abzubiegen, meinten sie wohl den längeren Routen folgen zu müssen. Den Irrtum konnte ich aufklären.

Mein Runde führte mich einsam über Kükels, Leezen, Groß Niendorf, Tralau, Neversdorf, Bebensee, Schwissel, Mözen wieder zurück nach Barg, wo ich endlich hoffte auf "heimkehrende" Radler zu treffen. Zuvor überholte ich eine ältere Dame, die mit einem Reise-Rennrad unterwegs war und die ich schon so oft auf RTF gesehen hatte. Sie fährt immer die 120er-Runden, erklärt sie mir. Anscheinend allein, weil sie kein hohes Tempo fährt. Immerhin trotzt sie dem Wind und der Strecke, sagt mir, ich solle ruhig davon ziehen.

Carola von der RG WedelIm Feuerwehrhaus treffe ich sie wieder. Sie ist den Helfern wohlbekannt. "Na Carola." spricht sie eine an "Wie ist es denn heute?" Mitleid klingt in der Stimme mit. "Was mag sie wohl antworten?", denke ich mir. Die Plackerei mit dem Wind, dazu der Regen und überhaupt... Dann sagt diese Dame jenseits der 60 wie selbstverständlich einen Satz, der sie für mich zur Heldin des Tages werden lässt: "Es geht gut heute bei mir. Die Luft ist schön. Durch den Regen riecht so angenehm." Das Bild hab ich bei den Cyclassics aufgenommen. Sie war Helferin am Depot in Wedel.

Wenn Du einer von den Leuten bist, die wegen diesem Regen lieber daheim geblieben bist, dann kommt es noch dicker für Dich, denn nun schaue ich mir das Mädel genauer an. Sie fährt mit alten, sich auflösenden Turnschuhen, wohl weil die für sie so bequem sind, hat außer einer sehr einfachen Regenjacke der Feuchtigkeit nichts entgegen zu setzen. Riesengelächter am Ziel, als ich ganz aufgeregt sage, dass ich den Namen einer Frau herausbekommen muss. Nein, anders als die denken. Ich wollte Carola Hahn von der RG Wedel unbedingt mit vollem Namen erwähnen. Sie findet 's O.K., ist aber nie im Web unterwegs. Wenn Du sie kennst, grüße sie bitte herzlich von mir und erzähle ihr von diesen Zeilen.

Ich brauche ein Bild für meine Meldung am nächsten Tag, bitte Isabelle Pantel, die Tochter von Heiner vom RSC Kattenberg darum. Das erhielt ich abends auch, aber sicherheitshalber könnte ich ja eines mit dem Handy aufnehmen, fällt mir ein. Also, Handy raus und Kameramodus aktiviert. "Der Ladezustand des Akkus lässt keinen Fotoapparat-Modus zu." meldet es. Das einzige was heute funktioniert, sind die fleißigen Helfer des RSC.

Einige Helfer sind verärgert über die Teilnehmerzahlen. Nicht wegen des Wetters, aber weil die RTF Alpe d'Hittfeld nachdem die Terminkonferenzen abgeschlossen waren auf den gleichen Termin wie die in Kaltenkirchen und Walsrode gelegt wurde. Diese traditionell stark besuchte RTF wird den Kattenbergern etliche Teilnehmer aus dem Großraum Hamburg gekostet haben. Weitere potentielle Teilnehmer hatten sich für den Kiel-Triathlon entschieden.

Auf dem Rückweg über Voßhöhlen, Bentfurt und Kattendorf geht es durch eine wunderschöne Heidelandschaft. Leider schließen erst in Kaltenkirchen die ersten drei Fahrer zu mir auf. Letztlich fuhr ich 95% der Strecke allein, fühlte mich, als hätte ich die 118 gefahren, die ich bei frühzeitigen Start gefahren wäre. So verpasste ich in diesem Jahr den schönsten Streckenabschnitt durch die Holsteinische Schweiz.

Irgendwo unterwegs stehen Heiner und Isabelle, lichten alle Vorbeikommenden ab. Heiner schickte mir später im ersten Anlauf nur Bilder auf denen ich zu sehen war. So kam es, dass ich notgedrungen erstmals ein Bild von mir als Aufmacher wählen musste, was mir peinlich ist, denn ich war wie immer nicht die Hauptperson. Weitere Bilder werde ich hier bei Gelegenheit einfügen. Dazu fehlt mir im Moment die Zeit.

Im Ziel treffe ich Rad-Manne, mit dem ich unsere RTF in Lohbrügge Revue passieren lasse. Ich bestelle drei Stücke Kuchen. Zwei Stück Käsekuchen für mein Mädel, den sie später loben wird und eines für mich, bis ich erfahre, dass auf der anderen Seite des Hofes gegrillt wird. Ich bestelle mein Stück wieder ab und erstehe dafür für zwei Euro eine riesige wohlschmeckende Schinkenwurst mit Ketchup und einem Körnerbrötchen.

Auf dem Heimweg aus Kaltenkirchen - der im Gegensatz zum Hinweg nie ausgeschildert ist - verfuhr ich mich mal wieder, fand die Autobahnauffahrt nicht. Vorher hatte ich Lutz zum Abschluss gesagt, warum ich nach Kaltenkirchen kam und dass ich gern wiederkommen werde. Dann gibt 's hoffentlich endlich auch eigene Bilder von mir. 

Bilder: Isabelle und Heiner Pantel

Hier steht der Bericht vom Vorjahr

Meine Link- und Buch-Tipps

Bikeline

ADFC Radtourenkarten, Holstein, Hamburg

Die schönsten Radtouren rund um Hamburg

Die schönsten Radtouren rund um Hamburg

Wochenend-Radtouren

Die schönsten Wochenend-
Radtouren im Hamburger Umland

ADFC Regionalkarte Hamburg und Umgebung

ADFC Regionalkarte Hamburg und Umgebung: Alle Radtouren für Wochenendtour und Tagesausflug

Ausdauertrainer Radsport. Training mit System

Ausdauertrainer Radsport. Training mit System

Lance-Armstrong-Trainingsprogramm

Lance-Armstrong-
Trainingsprogramm

Bike Raparaturhandbuch

Bike-
Reparaturhandbuch

Das große Rennradbuch. Training - Technik - Taktik

Perfektes Radtraining. Extra: Trainingspläne für Einsteiger und Könner