Über
500 Radler bei der Has ' und Igel RTF-Radtour in Buxtehude
Im Jahr
2003 hatten die Ausrichter des BSV Buxtehude mehr Glück mit dem
Wetter wie im Vorjahr. Hatte es am Tag vorher noch heftig gestürmt,
genieselt und geschauert, so strahlte doch am Sonntag von Anfang an die
Sonne. So kamen denn mit über 500 Teilnehmern mehr als drei Mal so viele
Radler wie letztes Jahr im Regen. Die Buxtehuder waren auch diesem Ansturm
gewachsen. Bei Temperaturen um die 20 Grad konnten die Teilnehmer eine
perfekt durchgeführte Veranstaltung genießen.
An
den beiden von mir angesteuerten Verpflegungsstationen teilten zahlreiche
Helfer Essen und Tee aus. Überhaupt hatten die Organisatoren alles im
Griff. Die Anmeldung ging zügig vonstatten. Die Strecke war gut gewählt
und ebenso gut ausgeschildert. An gefährlichen Kreuzungen sorgten Ordner
für einen reibungslosen Verkehrsfluss.
Dummerweise
hatte ich meine Startnummer und Wertungskarte am Arbeitsplatz liegen
lassen. Die Damen an der Anmeldung war so nett, mir trotzdem nur den
reduzierten Startpreis zu berechnen. Es gab sogar genug Sicherheitsnadeln
um die geliehene Startnummer am Trikot anzubringen. Ich habe schon einige
RTFs erlebt, wo die Organisatoren gerade daran gegeizt hatten.
Natürlich
traf ich auch wieder einige der üblichen Verdächtigen. Olaf Schäfer sah
ich schon vom Auto aus auf der Hinfahrt. Olaf ist ein begnadeter
Radrennfahrer. Er würde bei jedem Rennen af dem Treppchen stehen, wenn
man denn das Reglement nur geringfügig ändern würde: Die Teilnehmer
statt nach Männern und Frauen nach Raucher und Nichtraucher unterschiede.
Olaf
wartete noch auf seinen Kumpel Thomas Wiencke. Als ich bei der ersten
Verpflegungsstation die ankommenden Teilnehmer fotografierte, fuhren die
beiden mir zufällig genau ins Bild. Olaf erfasste die Situation und
sprintete ins "Zielfoto". Leider hat meine blöde Digitalkamera
das aber nicht richtig aufgezeichnet.
Diese Station lag sehr schön mitten
in einem Wald. Es gab Bananen, Rosinenbrot mit Butter, Schwarzbrot mit
Schmalz, Müsliriegel, Kekse, Weingummi und Zitronentee. Alles in großen
Mengen ohne Wartezeit.
Bis
dahin waren wir durch Ottensen, Nindorf, Goldbek, Rahmstorf, Moisburg,
Grauen, Eversen, Bachheide, Ohlenbüttel, Rade und Oldendorf gerollt.
Waren durch kleine Wäldchen gefahren und konnten uns an schönen
Landhäusern mit teils prächtigen Gärten erfreuen. Überwiegend fuhren
wir an Feldern entlang wo wir dem Wind trotzen mussten. Komisch, immer wenn
ich Windkrafträder sah, zeigten die unmissverständlich Wind von vorne
an.
Bei
jeder Steigung schlägt bei meinem Übergewicht die Schwerkraft gnadenlos
zu. Oft verliere ich dabei den Kontakt zu meinen Vorderleuten. Wenn keine
Abfahrt folgt, bei der ich wieder aufschließen kann, hänge ich mal
wieder allein im Wind. Ich hatte das Glück, mich lange Zeit an zwei
bärenstarke Radler auf Tourenrädern dranhängen zu können, die mir auch
an den Steigungen nicht davon fuhren.
Gestartet
war ich in kurzer Hose und kurzärmeligem Trikot, was sich als völlig
ausreichend erwies. Anfangs hatte ich Armlinge übergestreift, die ich
dann immer weiter runterzog, bis ich sie an der ersten Kontrolle ganz
abstreifte. Bewährt hat sich auch wieder mein Unterhemd von Tchibo, dass
mich vorne mit einer Windbrakereinlage vor Zug schützt.
Auf
dem Parkplatz hatte ich Alexandra Link getroffen. Die hatte es eilig, weil
sie das Formel-1-Rennen sehen wollte und ging vor mir an den Start. Erst
nach ca. 25 Kilometern habe ich sie überholt. Ab der
Verpflegungstation bis zur Felderteilung sind wir dann zusammen gefahren. Sie ist dann in
Richtung Ziel abgebogen. Kurz darauf dachte ich, dass hätte ich auch tun
sollen. Bei Kilometer 50 kündigten sich Krampfattacken an. Ich hätte
Magnesium zum Frühstück zu mir nehmen und unterwegs mehr trinken sollen. Zum
Glück war die Situation bald überwunden und meine Beine hielten bis zum
Ziel durch. Auf dem Parkplatz hatten wir auch kurz Andreas Lenz gesehen,
einem ehemaligen Haspa-Externen.
Der
zweite Abschnitt führte unter anderem über Hollenstedt, Sauensieck,
Wohnste, Vierden, Klein Sippensen, Ahrensmoor, Kammerbusch, Apensen und
Nindorf wieder zurück zum Schulzentrum. Große Steigungen waren nicht zu
überwinden. Auf den letzten Kilometern kamen wir durch blühende
Rapsfelder, die herrlich dufteten. Nächsten Sonntag bei der
Ostholstein-Rundfahrt wird man noch mehr davon genießen dürfen. Für die
längeren Distanzen fehlte mir an dem Tag leider die Kraft. Schade, denn
auf der Lageskizze stand, dass man da die Sau hätte rau lassen können,
so man denn dazu noch die Energie hätte.
Offiziell
ist die Strecke 86 Kilometer lang. Mein Tacho hatte 83 gezählt. Am Ziel
fragte ich deshalb zwei Radler, was denn Ihr Tacho anzeigen würde?
"112." Ja, so ist das. In annähernd gleicher Zeit hatten die 30
Kilometer mehr gefahren wie ich. Immerhin hat mein Tacho die Tour brav
aufgezeichnet und an den PC übertragen. Das Resultat ist am Ende dieses
Berichtes zu bewundern.
Am
Ziel erwartete uns ein üppiges Buffet mit selbstgebackenen Kuchen. Ich
entschied mich für ein Stück Käsesahnecrémetorte mit
Pfirsichstückchen und einem Stück Donauwellen. Letztere nicht so gut
wie die von Katrin Behrens - aber trotzdem lecker.
Hinterher
war ich doch ziemlich kaputt. Grund war weniger die Fahrt als mein
Schlafdefizit. Als alte Nachteule hatte ich erst nachts um eins den Weg
ins Bett gefunden und war aus Angst zu verschlafen schon vor dem Wecken
aufgewacht. Auf der Rückfahrt mit dem Auto hatte ich Mühe nicht
einzuschlafen.
Es
folgen das Höhenprofil und weitere aufgezeichnete Daten. Die Kontrollstationen sind mit roten Linien
markiert. Du kannst Dir das Protokoll auf
Deinen PC runterladen. Dazu klicke einfach hier.
Hier steht der Bericht von der
Has und Igel RTF Buxtehude 2006
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