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Das Team der BSG HHA. Hier geht's zur Großansicht...RTF Lohbrügge – „Tour der Lachsschnittchen“ statt „Bis vor Lübecks Tore“

Der Name der RTF „Bis vor Lübecks Tore“ des Betriebssportverbandes Hamburg ist irreführend. Bis dahin sind nur die Langstreckler gekommen. Das Depot in Friedrichsruh aber fuhren alle an. „Tour der Lachsschnittchen“ wäre treffender.

Das Wetter war gut, mit Sonne und Wind der Stärke vier. 660 Teilnehmer gingen so an den Start. Nicht schlecht dafür, dass die Vattenfall-Cyclassics 2006 eine Woche vorher ausgefahren wurden. Danach ist bei vielen Hobby-Radsportlern die Luft raus.

Allein in der Feldmark. Hier geht's zur Großansicht...Ich hatte hier trompetet, dass ich als Parkplatzanweiser zu bewundern wäre. Es kam anders und das kam so: Erst klingelte der Wecker, dann rief das Bett. Den zweiten Wecker hab ich dann nicht mehr gehört, krieche um halbneun statt um sechs aus dem Bett. Zu spät um den Massenstart mitzuerleben, viel zu spät, weil ich doch seit sieben als Helfer eingeteilt bin.

Um halbzehn haste ich durch die Anmeldung, treffe Heike, Martina, Helmut und viele andere, fasse mich kurz um die Verfolgung der Felder aufzunehmen. Anfangs fahre ich zwei dicht hintereinander fahrenden Radlern hinterher, überhole den ersten, fordere ihn auf mir zum zweiten zu folgen. Es macht keinen Sinn, wenn bei drei annähernd gleich schnellen Leuten jeder für sich fährt.

Zwei aus der BSG Haspa. Hier geht's zur Großansicht...Fahr zu, ich wart auf jemand.“ entgegnet der. Als ich den zweiten überhole, hat der den gleichen Spruch drauf. Zu unserer beider Verwirrung wartete der zweite auf den ersten. Hä? Ein Blick auf meine „Beweisfotos“ räumen jeden Zweifel aus. Er dreht um und ich fahre wieder allein.

Nicht lange, denn nun schließen meine Arbeitskollegen Björn Goth und Stefan Krogmann zu mir auf. Am Pfefferberg kann ich ihnen immerhin bis zur oberen Bushaltestelle folgen. Björn hatte zusammen mit den Kollegen Jörg Weichert und Jörg Rösemeier beim für ihn über 13-stündigen Ironman in Frankfurt viel Kraft gelassen. Er berichtet von einigen Leuten, die man aus dem Wasser ziehen musste und zahlreichen, denen Transfusionen angelegt wurden.

Das Depot der BSG Airbus. Hier geht's zur Großansicht...Am nun fast schon menschenleeren Depot der BSG Airbus wird guter RTF-Standard geboten. Wie nennt man einen rennradfahrenden Airbus-Mitarbeiter? Richtig. Airbus-Fahrer. Die boten uns Schwarz- und Rosinenbrote, Mettwurst, Käse und Nutella, Corny-Riegel und wohlschmeckendes (!) Getränk aus Krüger-Getränkepulver dar.

Kurz darauf kommt die Felderteilung. Björn und Stefan wollen die 81, ich die 112er-Runde fahren. Kurz darauf bereue ich meine Entscheidung. Ich war zu spät gestartet, will doch später noch eine Tour mit Frau und Hunden fahren, drehe wieder um. Meine Kollegen sind natürlich längst weit weg.

So entgeht mir auch das nächste Depot. Dieses und das übernächste werden von der BSG NDR betrieben, die neuerdings wieder im BSV Hamburg mitwirkt und das sehr engagiert. Nicht nur, dass sie zwei Depots betreiben, sie versorgen die Teilnehmer auch mit Musik aus ihrem Infomobil. Die dargebotenen Speisen sollen qualitativ hochwertig und sehr schmackhaft gewesen sein, hörte ich später am Ziel.

Schnttchen auf Platten. Hier geht's zur Großansicht...Begeistert hatten mich die beiden fetten roten Pfeile, die mich von der B5 auf dem kürzesten Weg zum Start geleitet hatten. Alle weiteren fielen deutlich dezenter aus, kleiner und dunkler, aber es reichte in der Regel. Bekanntlich sehen vierzig Augen mehr als zwei, so lag es wohl daran, dass ich allein fahre, dass ich mich Anfangs des Sachsenwald verfahre. Als der Asphaltbelag schlagartig endet, ahne ich meinen Versehen.

Meine späte Entscheidung die 81er-Runde zu fahren hat den Vorteil, dass ich am Depot im Sachsenwald noch einige Leute antreffe. Bei dieser RTF wird dieses Depot auf allen Distanzen als letzte angefahren.

Im Sachsenwald. Hier geht's zur Großansicht...Rad-Manne und sein Team der BSG HHA haben wieder üppig aufgetischt. Aus ihrem Linienbus heraus servieren sie auf Stehtischen Tabletts mit Lachs- und Ei-Schnittchen, Rollmöpse, Melonenstücke, Tomatenscheiben mit Basilikum. Barbara verköstigt ihren selbstgebackenen Kuchen; Susanne gar Vollkornwaffeln mit Traubenzucker und entweder Aprikose und Kokos oder Banane und Sanddorn im Teig. Dazu gibt’s Marmelade, Haselnusscreme und Apfelmus.

Ein dickes Dankeschön geht an den Edeka Aktiv Markt Gabriele Ecks am Alsterdorfer Markt und Hollik 's Backstube in Poppenbüttel. Ach ja, auf Anfrage gibt’s auch Cola. So strahlen denn einige Helfer und Teilnehmer um die Wette. Grund dazu bietet auch das herrliche Gelände der Otto-von-Bismark-Stiftung, auf dem wir zu Gast sind.

Am Elbdeich. Hier geht's zur Großansicht...Bei dieser RTF kann man nicht nur abnehmen. Scherzhaft haben einige Radler behauptet die 45er-Runde gefahren zu sein, damit sie sich hier länger aufhalten können. Ins Bild passt auch, dass als ich das Gelände verlasse mir einer entgegen kommt, der mich ganz aufgeregt fragt, ob noch was für ihn übrig geblieben wäre.

Henning, Scott und Susanne treffe ich ebenfalls in neuer Haspa-Teamkleidung an. „Sirius“ Malte meint Hartmut dabei zu haben, war immer wieder kurze Abschnitte mit ihm gefahren. Der aber hat heute „Hummeln im Arsch“, ist längst wieder auf der Straße.

Vor Lohbrügge. Hier geht's zur Großansicht...Mich zieht’s ebenfalls weiter. Der Mountainbiker, den ich auf der Straße fotografiere, fährt die RTF nicht mit, wollte nur mal sehen, warum so viele Radfahrer auf der Straße unterwegs sind. Mit über 60 km/h geht’s durch Escheburg die mit 7 % abfallende Straße runter. Wer’s mag fährt die auf eigenes Risiko, weil sie für Radfahrer gesperrt ist.

Weiter geht’s an die Elbe, den Hauptdeich lang, dann rechts ab durch Vierlanden. Bedenkt man, dass wir Anfangs auch durch die Feldmark und die Stormarnsche Schweiz fuhren, ist diese RTF einer der landschaftlich abwechslungsreichsten im Großraum Hamburg.

Anstieg nach Lohbrügge. Hier geht's zur Großansicht...Am Schlussanstieg rauf nach Lohbrügge bin ich noch mal kurz rechts raus um Leute von vorn zu fotografieren. Ich sehe einen Radfahrer im Wiegetritt den Hang hoch kommen, ein anderer schiebt mit einer Hand seinen Kumpel.

Am Ziel gibt es Bock- statt meiner geliebten Schinkenwürste, immerhin von guter Qualität mit Thomy-Senf und Hela-Ketchup. Trotz der fortgeschrittenen Stunde immer noch beeindruckend ist auch das Kuchenbuffet mit selbstgebackenem Kuchen und erstklassigem Butterkuchen von Dallmeyers Backhus am Großneumarkt.

Ich treffe noch Clemens vom RSG Reha Team und Harry Weiland von der RG Uni Hamburg, dem Gewinner des Jedermannrennens der Vattenfall-Cyclassis. Das zeugt davon, dass wer wollte nicht nur erstklassig essen, sondern auch Rennrad fahren konnte. Harry hatte den Sprint in der Königsdisziplin, der 155er-Strecke gewonnen. Nein, Harry ist kein Fahrrad-Kurier, auch nicht Call-Boy in Münster, sondern erfolgreicher Wirtschafts-Journalist.

Ferner traf ich auf den Chef-Veranstalter Volker Heyer. Er und sein Team waren zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Es waren keine nennenswerten Stürze zu verzeichnen, aber auffällig viele zufriedene Gesichter bei den Teilnehmern.

Das Kuchenbuffet. Hier geht's zur Großansicht...Annähernd 50 Helfer waren im Einsatz. Neben den bereits genannten Firmen wirkten unter anderem Mitarbeiter von Jungheinrich, der Deutschen Telekom, Lufthansa, den Hamburger Wasserwerken, Nordmann Rassmann, e.on Hanse mit. Die Mitarbeiter der zu Unrecht nicht genannten Firmen mögen mir bitte verzeihen, das ich deren Abkürzung nicht interpretieren kann. Die Namen liefere ich hier nach.

Und dann war da noch Helmut Probst von der BSG e.on. Ich hatte mich darüber mokiert, dass bei seinem tollen Midsummer-Triathlon kaum jemand Zeit für mich hatte. Das werden wir ändern. Im nächsten Jahr werde ich Helmuts Einladung folgen und einfach selbst teilnehmen, statt nur darüber zu berichten. Ich freue mich schon drauf, ebenso wie auf die Neuauflage dieser RTF.

Hier findest Du die Berichte aus den Jahren 2008, 2005 und 2004

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