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Mit Polizeigeleit von Wedel nach Holm. Hier geht's zur Großansicht...RTF in Wedel 2005: Es geht doch! Polizei und Radsportler sorgten für einen reibungslosen Verlauf

Polizei und Radsportler trugen im Jahr 2005 beide ihren Part dazu bei, dass die RTF der RG Wedel in diesem Jahr nicht nur wieder stattfinden konnte, sondern auch reibungslos verlief. Statt die Radfahrer übermäßig zu überwachen, führten die Ordnungshüter das Starterfeld von Wedel nach Holm, wo nach dem "Einrollen" der eigentliche Start in 30er-Gruppen in die Haseldorfer Marsch erfolgte. Die Sportler dankten es mit einer disziplinierten Fahrweise.

Gemeinsames Einrollen auf dem Weg zum Start. Hier geht's zur Großansicht...Der Starter erläutert uns, dass wir bis auf ein kleines Stück von der Radwegebenutzungspflicht befreit sind, dafür sollten wir nicht in Gruppen nebeneinander fahren. Zweierreihen sind geduldet, mehr nicht. Kein Problem! Auf den Straßen haben sich nach meiner Beobachtung alle daran gehalten.

Die Sonne strahlte und die Polizei winkte uns an einer gefährlichen Kreuzung durch. Es fing gut an und ging ebenso weiter. Herrliche Wege durch Moorrege und Haselau führen vorbei an zahlreichen Häusern, mit denen sich Städter ihren Traum vom Haus im Grünen erfüllt haben, aber auch an romantischen Altbauten. Nach ca. 23 Kilometern erreichten wir die erste Kontrolle in Neuendeich an der Krückau.

Warten auf den Start in Holm. Hier geht's zur Großansicht...Es gab ein gutes Essensangebot mit hellem und dunklen Brot mit Mettwurst, Käse und Schmalz, dazu Salatgurkenscheiben und auch Rosinenbrot, Corny-Riegel, Apfel- und Bananenstücke. Mir Gefiel der Elan und die Freude, mit der drei Helferinnen für Nachschub sorgten. Beim Anblick einer jungen Radfahrerin ging mir durch den Kopf, dass sich Radsportler "gute Beine" wünschen. "Nicht nötig," dachte ich, "die hat sehr gute."

Weiter ging es durch die ebenfalls pottebene Seestermüher Marsch, dann über Seestermühlen kommend dem alten Deich der Krückau entlang folgend. Die Wege am Deich sind schmal und wenig befahren. Wehe aber, man ist unkonzentriert, wenn einem jemand entgegen kommt. So wäre ich fast in einen langsam auf uns zu fahrenden älteren Herren gekracht. Meine Vorderleute warnten mich nicht, zogen kurz vor ihm nach rechts. Warum sollten sie auch? Sie wussten nicht, dass ich mich lautlos von hinten kommend an sie rangehängt hatte. Mit Mühe zog auch ich an ihm vorbei.

Mit dem Rennrad durch die Haseldorfer Marsch. Hier geht's zur Großansicht...Als nächstes klemmte ich mich an die Hinterräder von vier Endspurtlern. Mitten auf einem Feldweg ging es rechtwinklig rechts ab. Diese Abbiegung haben sicherlich bei jeder Neuauflage der RTF viele Gruppen verpasst. Zwei übereinander angebrachte Pfeile wiesen den Weg, vier hätten vielleicht genügt, so aber fuhren die Endspurtler geradeaus, wurden von mir zurück gerufen.

Die Schilder waren recht klein, ganz anders als die riesigen Hinweisschilder zum RTF-Start der Firma Langbehn GmbH. Bevor meine Gruppe wieder zu mir aufschlossen hatte, gelangte ich zur Felderteilung. In Folge meines Muskelkaters vom vier Wochen zurückliegenden Holsten-City-Man-Triathlon hatte ich wieder diese Ziehen in den Beinen, bog freiwillig zur 75er-Runde ab.

Die Kontrolle in Neuendeich. Hier geht's zur Großansicht...Zunächst fuhr ich allein auf dem herrlichen Radweg bis mich zwei Radfahrer auf der Straße überholten, an die ich mich dranhängte. Später kamen noch einige norddeutsche Rundfunker hinzu. Nach ca. 30 Kilometer gelangten wir wieder zur Kontrolle in Neuendeich.

Ein Polizist sprach mit den Helfern, erklärte, dass die Polizei mit dem Verlauf des Starts und auch mit der späteren Fahrweise der Radsportler zufrieden war. Ich war es auch, denn die Polizei hatte uns nicht wie vor zwei Jahren mit übertriebenen Kontrollen genervt, sondern da geholfen, wo es sinnvoll war. Dafür hatte mich die Polizei Hamburg auf der Hinfahrt mit meinem PKW mit einem Starenkasten geblitzt. Richtig so!

Unermüdlich sorgten die fröhliche Helferinnen für Nachschub. Hier geht's zur Großansicht...Mir stach ein Schild am Buffet ins Auge. Cholesterinfreies Schmalz steht darauf - von Deli Reform. Im Gespräch stellt sich heraus, dass es das Lieblingsschmalz von Elke und Otto Voigt von der RG Wedel ist. Otto war so rührig, die Firma anzuschreiben und als Sponsor zu werben. Ich probierte ein Stück von dem pflanzlichen Apfel-/Zwiebelschmalz. Und? Lecker! Ich nahm noch zwei.

Über den Schmalz-Talk hatte ich doch glatt meine Trinkflasche stehen lassen und vergessen mir meinen Kontrollstempel geben zu lassen. So fuhr ich denn diese Station ein drittes Mal an. Ich war nicht der einzige. Andere übersahen das Hinweisschild auf die Kontrolle und fuhren erneut in die Runde drum herum, werden nach einigen Kilometern wohl ihren Irrtum bemerkt haben.

Die Brücke über die Pinnau. Hier geht's zur Großansicht...Der Rückweg führt über Hohenhorst, Haseldorf und Hetlingen. In Haseldorf sind Apfeltage und auch sonst gibt es vielfach am Wegrand frische Äpfel, Birnen und Pflaumen direkt vom Erzeuger zu kaufen. Man muss eine RTF nicht als Trainingsfahrt verstehen, konnte sie auch als gemütliche Radtour durch die Marsch erleben.

In Holm fuhren wir wieder ein kurzes Stück wieder zurück an der Straße, auf der wir unter Polizeigeleit gefahren waren. Weil die Polizei die Straße für den Rückweg nicht freigegeben hatte, führten uns Ordner gleich als wir dort einbiegen mit Absperrband auf den Radweg.

Die Fahrt auf dem Radweg war nicht ungefährlich, weil uns zahlreiche Radwanderer entgegen kamen. Der Veranstalter hatte wohl deshalb uns nach einigen hundert Metern auf eine gegenüber den Vorjahren neue Route abseits der Hauptstraße in Richtung eines Wäldchens abbiegen lassen.

Fahrt durch das Wäldchen Holmer Sandberge. Hier geht's zur Großansicht...Holmer Sandberge heißt das Gebiet. "Vorsicht Sand" warnt uns denn auch gleich am Anfang ein weiterer Ordner. Erst denke ich an Sand auf dem Asphalt, dann aber kommt ein kurzes Stück mit tiefen, weichen Sand. Würde man hier mit vierzig drauf zufahren, würde man wohl unfreiwillig absteigen.

Der Wald ist malerisch, aber mehr was für Radwanderer. Im Winter führt hier auch die CTF "Zu den Holmer Sandbergen" der RG Wedel durch. An einigen Stellen ist der Asphalt an den Rändern ausgefranst. Man musste schon sehr aufpassen. Mit machte dies nichts aus, aber die schnellen von der Langstrecke kommenden Gruppen werden wohl geflucht haben.

Am Ziel erwartete uns ein Kuchenbuffet und Bockwurst mit Kartoffelsalat. Ich saß mit zwei Radlern von der RG Uni Hamburg und einem Lufthanseaten auf der Terrasse. Mit Freude vernahm ich, dass die RTF der RG am vergangenen Sonntag ab Harburg in diesem Jahr 600 Teilnehmer fand und dass auf deren neuen Trikots ein Haspa-Logo erscheinen wird. Mein Arbeitgeber ist Sponsor des Universitäts-Sport.

Ausspannen auf der Terrasse am Ziel. Hier geht's zur Großansicht...Ich hatte meine Startunterlagen nicht gefunden. Weil ich meine BSV-Mitgliedschaft beteuerte, wurde mir trotz fehlender Wertungskarte oder sonstigem Nachweis ein reduzierter Startpreis gewährt. Gegen zwei Euro Pfand lieh ich mir eine Startnummer. Zurück zu Hause am PC erinnerte mich mein Kalender etwas spät an den RTF-Termin und verriet mir dabei den neuen Aufbewahrungsort meiner Unterlagen.

Als ich dann ein wenig im Garten schlief fiel mir auf, wie ruhig es an diesem Sonntag war. In Anbetracht des gerade erst wieder stark angestiegenen Benzinpreises waren erstaunlich wenig PKW unterwegs. Auf dem Rad war mir das nicht aufgefallen. Da verschiebt sich schnell die Wahrnehmung und ich empfinde jedes Auto als störend.

Ca. 550 Teilnehmer verzeichnete der Veranstalter. Das ist viel, weil die RTF nach den HEW-Cyclassics statt fand; es ist wenig, weil die Veranstaltung selbst ohne das tolle Wetter noch mehr Teilnehmer verdient hätte.

Ich hatte mit der Bedienung meines neuen HAC4 gekämpft und verloren. Daß nun das Höhenprofil und weitere aufgezeichnete Daten folgen, verdanken wir Manfred Hingst. Die Kontrollstationen sind mit roten Linien markiert. Du kannst Dir das Protokoll auf Deinen PC runterladen. Dazu klicke einfach hier.

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