Neumünster-CTF -
Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Die Neumünster-CTF der FT
Neumünster ist ebenso etwas für Anfänger wie für Fortgeschrittene.
Auf der Kurzstrecke lag der Anteil des auf Asphalt zu fahrenden Weges
relativ hoch, Höhenmeter waren keine nennenswerten zu verzeichnen. Da
kommt (fast) jeder auch mit einem simplen Tourenrad durch. Ganz anders dann der
zusätzliches Abschnitt für die Langstrecke.
Wer sich für die längere Distanz entschieden hatte, fuhr auf
Forst- und Waldwege durch den Forst Iloo und den Naturpark Aukrug.
Racing Ralf berichtet davon, dass er ein paar mal
absteigen musste, z. B. um sein Rad über Brücken über einen Fluss zu
schieben. Etliche Anstiege warteten mit nassen Wurzeln und schlammigen
Passagen auf, die teils gar nicht enden wollten. Selbst dort ließ sich ein
Fahrer auf einem Rennrad (!) nicht abschütteln.
Weil
ich mich nach einer Erkältung noch nicht wieder vollständig bei Kräften
wähnte, entschied ich mich für die Kurzstrecke und die langsame Gruppe.
Am Start sah ich Tom
und Heike und Stephan Sturm in der Gruppe stehend, freute mich darauf mit
den drei mir lieb gewordenen Radlern vom RSC
Kattenberg die Runde zu fahren. Wir starteten zuletzt, so dass ich
Zeit hatte alle abfahrenden Gruppen zu fotografieren.
Ein Neumünsteraner erklärte mit einem Megaphon den Ablauf und das man
niemand unterwegs allein lassen würde. Ich ahnte nicht, dass ausgerechnet
mir dieser Service zuteil werden würde.
Als wir dran waren,
dann ein Ruf: "Helmut, Dein Hinterreifen ist platt." "Kann nicht
sein.", dachte ich. Wegen meines Platten
bei der CTF
in Kattendorf hatte ich neue, sehr
pannensichere Reifen und neue Schläuche aufgezogen, war erst ca. 15
km mit ihnen gefahren. Leider hatte derjenige recht. Darauf war ich nicht
vorbereitet, hatte keine Pumpe dabei.
"Ich bin Jochen von der RV
Germania", sagte ein freundlicher Radzeitgenosse zu mir, drückte
mir seine Pumpe in die Hand und fuhr los. Kurz
darauf nahm ich die Verfolgung auf. Bei mir blieb der Schluss-Guide der FTN,
damit ich die nicht ausgeschilderte Strecke fand.
Schnell
fanden wir wieder Anschluss und beinahe ebenso schnell war der Reifen
wieder platt. Es half nix, der Schlauch musste gewechselt werden. Werner
Paukstadt wurde so zu meinem persönlichen Guide, denn obwohl er mit mir
eine Abkürzung fuhr, konnten wir die verlorene Zeit nicht aufholen.
Jochens Pumpe war so lang, dass sie in meinem
Trinkrucksack steckend mir ein paar Mal gegen den Helm stieß, viel
Leistung aber brachte sie nicht. Effektiver arbeiteten wir mit Werners
dagegen winzige SKS Wese
Roadrace. Richtig hart aufgepumpt hab ich den Reifen allerdings erst
mit der am Depot bereitstehenden Standpumpe. Für die "schnelle Panne
zwischendurch" hab ich sonst immer eine CO2-Pumpe dabei, die einen
Reifen ratzfatz stramm aufpumpt.
Werner ist der Inhaber von Radsport
Paukstadt, Sponsor und Mitgründer der FTN.
Werner hatte tolle Radsportgeschichten zu erzählen, aber auch eine
unerfreuliche. Als einer der Führer auf der Langstrecke im letzten Jahr
hatte ihm jemand Schläge angedroht, weil es seine Gruppe zerrissen und
ein Teil sich verfahren hatte.
Ich
musste an die Geschichte einer RTF im Raum Köln denken, die mir Wolfgang
Schaaf vom Challenge Magazin
erzählt hatte. Dort hatte man vergessen eine komplette Schleife
auszuschildern. Die Teilnehmer fuhren teils einfach in die Richtung und
frei Schnauze durch die Gegend und, als sie genügend Kilometer gefahren
waren, einfach wieder zurück. Niemand regte sich deshalb auf.
Als wir schon Hoffnung hatten doch bald auf
unsere Gruppe zu stoßen, hatte auch Werner einen Platten. Davon ließen
wir uns die Laune nicht vergällen. Unsere Gruppe trafen wir auch so am
Depot wieder, wo die eine längere Pause gemacht hatte, weil auch andere
Pannen beheben mussten.
Die Verpflegung war gut und ausreichend,
allerdings hätte dem Tee etwas mehr Zucker gut getan. Viel wichtiger war,
dass alle - Helfer wie Teilnehmer - gut drauf waren und wir uns auf den
nächsten Streckenabschnitt freuten. Lobenswert fand ich auch den
Fotoservice der FTN,
der alle Teilnehmer auf der Strecke mehrfach ablichtete und die Bilder auf
deren Homepage stellte.
Unsere
Gruppe war um die fünfzehn Leute groß, zog sich schon bald etwas
auseinander, was aber dank den umsichtigen Führern an der Spitze und am
Ende nicht zum Problem wurde. Die meiste Zeit quatschte ich wie so oft mit
Tom,
wobei die Zeit im Fluge verging. Die kurze Alternativroute über einen
Reitweg verkniffen wir und und plötzlich war die Tour vorbei. Mein Kopf
wollte mehr Strecke, aber der Rest war nach der Erkältungspause
hinreichend bedient.
Vor dem Start hatte ich tierfreund23
und weicjo
getroffen, die beide die Langstrecke schnell bzw. langsam fuhren. Die
beiden konnten kaum glauben, mich so früh anzutreffen. Zu erklären ist
dies damit, dass ich mir einen lautstark bimmelnden Wecker und ein mir
Fahrtzeit und Route anzeigendes Navi zugelegt habe. "Wenn Du nicht
mehr verschläfst und Dich nicht mehr verfährst, worüber willst Du dann
schreiben?" fragten mich die beiden. Bleibt ja noch die all zu oft streikende Technik. Zum Beispiel war der Akku des Fotoapparates plötzlich
leer.
Im
Starterfeld erspähte ich Jörg Doose von der BSG
NDR. Nachdem wir bereits darüber geschrieben hatten, stellte sich mir
SvenAusHarburg
vor. Es wusste, dass es Momente gibt, in denen ich nicht so gern
angesprochen werde, aber für Frauen und Forumsmitgliedern immer
ansprechbar bin. Solche zum Glück seltenen "Momente" gibt es,
wenn ich z. B. mit Krämpfen kämpfe und dann mir bislang unbekannte Leute
Stories von mir erzählt bekommen wollen.
Als nächstes stellte sich Racing
Ralf vor, der sich auf die erste RTF seiner Uetersener
SG freut. Nach der Tour plauderte ich im Vereinshaus der FTN
noch bjoern
und seinen Kumpel Dirk vom RSC
Probstei. In dem von den Radsportlern genutzten Saal hing sehenswerte
Radsportkunst an der Wand. weicjo
erklärte mir, dass ich wohl durch die auf dem Parkplatz vor dem
Vereinheim liegenden Glasscherben gefahren war. So wird es wohl gewesen
sein.
Es
gab Gulaschsuppe und ein üppiges Buffet mit selbstgebackenen Kuchen. Mich
bediente eine bezaubernd lächelnde junge Dame und zu allem Überfluss
hatte sie sogar Alufolie parat um je ein Stück Käsekuchen und Tiramisu
sowie einen Brezel für mein Mädel mit Heim zu nehmen.
67 Teilnehmer verzeichnete der Veranstalter, war selbst mit 13 Guides
dabei. Im letzten Jahr waren es insgesamt noch hundert Leute gewesen. Am
Wetter kann es nicht gelegen haben, denn das war gar nicht so schlecht,
eher am Wetterbericht, der Regen vorhergesagt hatte. Wenn ich im nächsten
Jahr fit bin, werde ich mir die Langstrecke vornehmen.
Meine und tierfreund23
Bilder
von der Neumünster-CTF
findest Du hier.
Die Berichte
über diese CTF im Forum
stehen hier.
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