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Zieleinlauf unseres Schlussläufers. Daneben die Motivatorin. Hier geht's zur Großansicht...Läuft Du noch oder lebst Du schon? - Fachbereichsbetreuer zeigten Flagge beim Haspa-Running-Cup

Meine Pulsuhr zeigt "180" an. Warum ausgerechnet jetzt? Und warum gerade meine Uhr? Diesen Wert kann ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen. Soll ich vielleicht eine kurze Gehpause einlegen? Besser nicht, der Geschäftsführer unserer Sportgemeinschaft ist auf seinem Fahrrad in der Nähe. Das wäre mir doch peinlich, wenn er das sehen würde. "Noch einen Kilometer" ruft mir der Streckenposten zu. Es wird schon gehen, denke ich, würde aber lieber noch sechzig mit meinen Rad fahren.

Kurz vor dem Start. Hier geht's zur Großansicht...Im Stadion angekommen, empfangen mich unsere Fans Ina Beuel und Sabine Rettberg mit lauten Anfeuerungsrufen und lichten mich ab. Dies ist sicherlich ebenfalls der falsche Moment um eine Pause einzulegen. Um mir Kraft zu geben, läuft Sabine Hoffmann, unsere Startläuferin, die letzte Runde mit mir, spricht mir aufmunternd zu. Das Ziel vor Augen will mir trotzdem kein rechter Endspurt gelingen. Um Verständnis bittend zeige ich immer wieder auf meine Pulsuhr.

Anstatt mich ausschließlich auf meine Teilnahme bei den HEW-Cyclassics vorzubereiten, hätte ich in den letzten vier Wochen besser zwischendurch mal laufen sollen. Mein Kreislauf ist eigentlich fit, aber wohl wegen schlechter Lauf- und Atemtechnik schnellt mein Puls trotz meines relativ geringen Tempos so weit nach oben.

Nach dreihundert Metern im Stadion habe ich es geschafft, übergebe das Staffelholz an Stefan Meister, unserem Schlussläufer. Keine fünf Meter weiter habe ich einen voller Becher Bier in der Hand. Danke, Ina! Sofort spüre ich neue Lebensgeister in mir aufsteigen.

33 Läufer fiebern dem Rennen entgegen. Hier geht's zur Großansicht...Stefan war mit circa achtzehneinhalb Minuten mit Abstand unser schnellster Läufer auf der 3.900 Meter langen Distanz. Ich brauchte etwa zwei Minuten, Sabine weitere dreieinhalb Minuten mehr. Unser Resultat war uns allerdings nicht so wichtig. Klar, wir wollten nicht letzte werden, in erster Linie aber wollten wir Spaß haben und die Fahne der Fachbereichsbetreuung, einer Einheit der Abteilung Organisation und Informationstechnologie - kurz ORG genannt - hochhalten.

Letzteres ist uns wohl gelungen, prangt doch nun in allen internen Publikationen über den Wettkampf unser Kürzel. Letzte sind wir auch nicht geworden, sondern 28. von 33 Mannschaften aus allen Bereichen der Hamburger Sparkasse, kurz Haspa genannt.

Erster Wechsel: Nun liegt 's an mir. Hier geht's zur Großansicht...Spaß haben wir auch gehabt. Zumindest die ersten Kilometer meines Laufes habe ich genossen, lief ich doch an einer Phalanx der schönsten Frauen der ORG vorbei: Brigitte Stolley (Posten 1 und die von uns gestellte Helferin), Inga Blohm (Posten 2), Claudia Pelz (Posten 3), Regina Beuel und Sabine Rettberg (unsere Fans und Empfangskomitee im Stadion), Sabine Hoffmann (Startläuferin und Motivatorin auf den letzten Metern) sowie Irma Renken und Birgit Czarnojohn (Fans im Start- und Zielbereich). Lag 's vielleicht daran, dass meine Pulswerte so hoch lagen?

In weitem Bogen liefen wir von der Jahn-Kampfbahn aus um den westlichen Teil des Stadtparks herum. Nur bei dem Schlenker zum Planetarium und zurück konnte man weit genug schauen, um den Abstand zum Vordermann bzw. Verfolger einzuschätzen. Beide waren weit weg von mir.

Gute Stimmung auch bei den Helfern und Fans. Hier geht's zur Großansicht...Etwa einen Kilometer vor dem Ziel bin ich dann doch überholt worden. Es war der Schlussläufer der führenden Mannschaft, der unser Team überrundete. Mithalten konnte ich da nicht, nur stumm "Respekt, Kollege!" signalisieren.

Es war nicht einfach, die geforderten drei Läufer und einen Helfer zusammen zu bekommen. Einen herben Rückschlag erfuhren wir, als zwei Tage vor dem Wettkampf mit Gunnar Heupel unser stärkster Läufer krank ausfiel. Am Morgen des Wettkampftages sprang Stefan für ihn ein, rettete uns die Teilnahme, obwohl er eigentlich andere Termine wahrzunehmen hatte.

Bei dieser Veranstaltung gab es grundsätzlich zwei Arten von Mannschaften - die, die wie wir nur zum Spaß antraten und die, die einen der 19 Pokale gewinnen wollten. Zu den letzteren zählte auch die zweite Mannschaft unserer Abteilung ORG.

Dr. Harald Vogelsang und Claus Reincke mit Gerald Czarnojohn und Detlev Peter von der siegreichen Mannschaft der ORG, hier ohne Thomas Reher, der die Veranstaltung schon verlassen musste. Hier geht's zur Großansicht...Sie traten an gegen starke Konkurrenz aus den Abteilungen PME und MN, dem letztmaligen Sieger. Obwohl mit Thomas Reher der beste Läufer des Team ORG nur den siebten Platz in der Einzelwertung erzielte, gewann unsere Abteilung das Rennen. Dies lag wohl an der Homogenität der Mannschaft, denn Detlef Peters und Gerald Czarnojohn belegten die folgenden Plätze acht und neun.

Nach dem Rennen herrschte eine tolle Stimmung auf der Tribüne. Wäre um zehn nicht alles abgebaut worden, ich hätte wohl bis in den nächsten Tag unser Resultat gefeiert. Ein Name wurde dabei immer wieder voller Bewunderung ausgesprochen: "Zobel"! Norbert Zobel, Leiter der Filiale Dammtorstraße, war mit 12:58 Minuten und weitem Abstand schnellster Läufer.

Unser Dank gilt Claus Reincke und Andreas Stüben von der ausrichtenden Sportgemeinschaft samt ihrer Helfer sowie unseren Sponsoren und Mitläufern, dem Vorstand. Der war mit einer eigenen Mannschaft angetreten. Dr. Harald Vogelsang und Dr. Wolfgang Botschatzke hatten sich mit Abteilungsdirektor Rainer Remke einen weiteren schnellen Läufer in ihr Team geholt. Direktor welcher Abteilung? Na klar doch: ORG!

Unser Direktor in vollem Lauf. Hier geht's zur Großansicht...


Das Dreamteam Stefan Meister, Sabine Hoffmann und Helmut Niemeier (von rechts). Hier geht's zur Großansicht...

Links unser Direx Rainer Remke, rechts unsere Fans Ina und Brigitte mit Tochter Anna Lovisa, in der Mitte unser Dreamteam.
Fotos: Sabine Rettberg, Regina Beuel, Helmut Niemeier

Unsere Fans erwarteten uns im Stadion. Hier geht's zur Großansicht...

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