Hamburg-City-Man 2002
- Erster Stadt-Triathlon in Hamburg
Die Idee elektrisierte
mich: Ein Stadt-Triathlon in Hamburg mit der Alster als Schwimmarena. Wohl im Jahr 1999 berichtete das Hamburger Abendblatt
erstmalig davon. Egal mit wem ich damals darüber sprach, alle
sahen mich an, als ob ich ein wenig plemm-plemm wäre. Lange Zeit hörte
ich nichts mehr davon, bis es dann plötzlich tatsächlich los ging. Die
Firma upsolut organisierte einen aus Profi- und Jedermannrennen gemixten
Event, analog zu den seit vielen Jahren von ihnen erfolgreich ausgerichteten
HEW-Cyclassics. Als Jedermann hatte man die Wahl zwischen
Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer
Laufen) und Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer
Radfahren, 10 Kilometer Laufen).
Dass
ich nicht teilnahm, lag daran, dass ich mir nicht die Zeit genommen hatte,
mich auf meine schwächste Disziplin, das Schwimmen, vorzubereiten. Nur zu
gern wäre ich vom Alsteranleger in die Binnenalster gesprungen. Von
diesem Moment hatte ich geträumt, seit ich den Bericht im Abendblatt
gelesen hatte. Als relativ schneller Radfahrer hätte ich insgesamt
sicherlich zig Teilnehmer hinter mir gelassen, aber mit Abstand als letzter mitten auf der Alster meine Bahn zu
schwimmen, mochte ich mir dann doch nicht geben.
Mir
blieb nur zuzuschauen, wie sich am Samstag so um die eintausend Teilnehmer
auf der Sprintdistanz in die Alster stürzten. Weil die Triathleten auch nach dem Radfahren wieder
zum Umkleidebereich an die Alster kommen und weil das Ziel mitten auf dem
Rathausmarkt liegt, konnte ich alle Disziplinen ohne große Mühe
verfolgen.
Die
Atmosphäre insbesondere beim Zieleinlauf vor dem Rathaus ließ meinen
Körper immer wieder mit einer Gänsehaut überziehen. Faszinierend fand
ich es zu beobachten, wie unterschiedlich die ankommenden Triathleten
wirkten. Da gab es erschöpfte und verbissene, noch immer recht lockere
(Foto!) und auch lächelnde und jeder wurde angefeuert. Eigentlich
müsste es ja Quatreathlon heißen, denn die Zeit für dass zweimalige
Umziehen zwischen den drei Sportarten wird mitgestoppt, rechnet sich also
wie eine vierte Disziplin hinzu. Wie auch immer, im Gegensatz zu mir hatten
einige Arbeitskolleginnen und -Kollegen nicht gezögert und einfach
teilgenommen, z. B. Jörg "Klöni" Weichert, der auf den von
Action Photogeschossenen Fotos zu
bewundern ist.
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